Wie geht ihr mit Beleidigungen von (wild)fremden Menschen um?

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Ich arbeite aktiv daran, keine Angriffsfläche zu bieten. Damit meine ich nicht, Beleidigungen zu vermeiden, sondern mich durch nichts treffen zu lassen. Ich weiß in etwa, wo meine wunden Punkte liegen, und bin auf mögliche Beleidigungen vorbereitet.

Theorie und Praxis sind natürlich nicht das gleiche. Manchmal bin ich eh schlecht drauf, und dann trifft mich etwas relativ hart, was mich sonst kaum jucken würde. Oder es kommt eine Beleidigung, auf die ich in dieser Form (oder, vor einer Weile erlebt, aus dieser Richtung, nicht gefasst war). In dem Fall trifft es mich natürlich dennoch. Dann macht es mir eine Weile zu schaffen. Das kann sich in einem relativ entspannten Nachdenken (ich analysiere die Diskussion mit wissenschaftlicher Neugier) äußern, aber auch in Wut und Groll. Und oft ärgere ich mich in dem Fall nicht nur über den Verursacher, sondern auch über mich selbst dass ich auf dem falschen Fuß habe erwischen lassen. Ich denke dann eine Zeit lang darüber nach, rede evtl. mit wem drüber, und dann komme ich auch klar. Meine Devise ist: Ich kann nicht jeden Penner auf der Welt ändern, aber ich kann an meiner Reaktion arbeiten - wenn ich verletzt bin ist das für mich also in erster Linie ein Zeichen, dass ich daran arbeiten muss.

Dazu muss man natürlich sagen, dass durch Veränderungen in meinem Leben in den letzten Monaten das Risiko, beleidigt zu werden sprunghaft angestiegen ist. Aber daraufhin habe ich mich innerlich vorbereitet, ich habe ganz bewusst entschieden auf die "bereichernden" Ansichten Fremder zu ***. Und auch wenn ich regelmäßig merke dass das eine offene Baustelle ist in die ich viel Arbeit investieren muss geht es doch deutlich besser als befürchtet. :smile:

Meine unmittelbare Reaktion ist übrigens fast immer Ignorieren. Die Saat der Streitlust bis hin zur Eskalation ist zwar durchaus in meinem Wesen verankert, wird aber für gewöhnlich sehr gut durch Vernunft in Schach gehalten. Und um einen passenden Gegenspruch zu reißen fehlt mir eindeutig die spontane Schlagfertigkeit.

Neu im Repertoire, und noch selten genutzt, aber hoch im Kurs stehend ist die Reaktion des freundlichen Lächelns :bussi:, was sich in der Regel wie ein kleiner Sieg anfühlt und dem Gegenüber den Wind aus den Segeln nimmt. Ich bin nämlich zu dem Schluss gekommen, dass versuchte Beleidigungen oftmals eher die Verunsicherung der fraglichen Kreatur als meine eigene widerspiegeln.

Was Beleidigungen durch vertraute, nahestehende Menschen angeht steht alles noch mal auf einem anderen Blatt, aber das ist ja nicht gefragt.
 
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Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
In meiner Lebenswirklichkeit gibt es so etwas schlicht nicht. Die letzten Beleidigungen von Fremden habe ich so in der 7./8. Klasse an den Kopf geworfen bekommen, seitdem denken sich meine Mitmenschen sicher das ein oder andere Mal ihren Teil, lassen aber keine blöden Sprüche ab. Hierbei klammere ich bewusst Kinder, geistig kranke und betrunkene Menschen aus - die können einfach nichts dafür, wie sie sich verhalten.

Ich komme aus einer Region, in der - so die Vorurteile - verschlossene und sprachfaule Menschen leben. Beides trifft weder auf mich noch auf meine Freunde und Bekannte zu, aber unnötigweise werden hier mit Sicherheit nicht die Mitmenschen kommentiert. Das heißt im Umkehrschluss: Komplimente von Fremden finde ich auch befremdlich. :tongue: Eigentlich empfinde ich die Menschen als sympathisch, die andere, ihnen unbekannte Personen einfach auch nicht grundlos zutexten.

Makealongstoryshort Die Geschichte am Pfandautomaten, die du im anderen Thread beschrieben hast, wäre bei uns zu 99% anders abgelaufen: 1. Der Kerl hätte dich nicht angesprochen, sondern sich hinter dir angestellt. 2. Hätte er es eilig gehabt, hätte er seine Frage wiederholt, wenn er der Meinung wäre, du hättest ihn überhört. 3. Hättest du dann immer noch nicht reagiert, hätte er seine Flaschen eingepackt und sie beim nächsten Mal weggebracht.
Beleidigungen in dem Ausmaße kenne ich definitiv 100%ig nur von geistig kranken Personen (die man hier in der Gegend auch irgendwann kennt. Steht ein gewisser Herr hinter mir in der Kasse, dann schaue ich bei seinen Beleidigungen weg und verdrehe die Augen - alle anderen schauen kurz rüber oder sturr vor sich hin und machen dann dasselbe - eventuell wird mal ein mitleidiger Blick ausgetauscht, mehr aber auch nicht).
 

Benutzer15352 

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Also irgendwas mache ich "falsch", denn ich werde nie von Wildfremden beleidigt. Zum Glück auch nicht von Freunden oder Bekannten :confused:. Vielleicht biete ich einfach zu wenig Angriffsfläche. Das einzige, woran ich mich erinnere, sind wüste, an keine konkrete Person gerichtete Beschimpfungen irgendwelcher Besoffener o.ä. und die nehme ich gar nicht richtig wahr.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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"Denkst" Du Dir selbst Sätze und Worte aus, die Dich beleidigen könnten? Oder was genau meinst Du mit vorbereiten?
Sozusagen. Ich überlege mir vorher, wie man mich angreifen könnte, und sorge dafür an diesem Punkt mit mir selbst im Reinen zu sein. Da geht es natürlich nicht um Sachen wie "du Arschloch", sowas würde eh an mir abprallen.
 

Benutzer68775  (36)

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Da ein Fremder mich nicht annaehernd beurteilen kann, sind seine Beleidigungen fuer mich bedeutungslos.
Ich denke dann "so also schaetzt der die Situation ein." Und dann ist auch schon die naechste Filmszene.

Genau das. Tangiert mich überhaupt nicht, ehrlich gesagt. Fremde haben doch keinerlei Ahnung von mir und lediglich einen eigenen Eindruck. Wie der ist, ist mir absolut egal, weils mir auch nichts gibt, wen Fremde einen guten Eindruck von mir haben.

Ich arbeite aber auch in PR, Kommunikation und Beschwerdemanagement :grin: wenn ich mich da selbst schon von Dingen treffen lasse, die echt an mich und meine Leistung gerichtet sind, hab ich ja nichts andres mehr zu tun als mich seelisch zu kurieren. Ich habe in den letzten Jahren gelernt zu unterscheiden, zwischen berechtigter Kritik, die mir auch durchaus zu denken gibt, und simplem Herumpöbeln. Letzteres geschieht oft von Menschen, die einfach so sind, und da könnte ich höchstens Mitleid empfinden, weil deren Welt echt dunkel und nervig sein muss. Wenn mich deren Seelenfrieden irgendwie interessieren würde :zwinker:

Außerdem lebe ich in der Großstadt. Da wird man andauernd angeraunzt, wenn man auf der falschen Seite des Gehweges geht oder nicht schnell genug aus der Bahn kommt. Mit Hund sowieso. Ist mir egal, entweder ich raunze zurück, oder ich ignoriers, beschäftigen tut es mich nie weiter. Manchmal machts mir Spaß, gemein zu sein :teufel: unseren idiotischen Nachbarn hab ich einfach angefaucht.
Wenn "irgendwer Fremdes" denkt, man hat nicht mehr alle Latten am Zaun wird man schnell für gefährlich gehalten und es wird einem aus dem Weg gegangen.
Mich interessieren nur Meinungen von Leuten, an denen mir was liegt.
 

Benutzer15352 

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Klar, angemeckert ("Machen se mal Platz da!", "Geht das nicht schneller?!", etc.) werde ich auch mal, aber das sind doch keine Beleidigungen :confused:?
 

Benutzer68775  (36)

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Meine Devise ist: Ich kann nicht jeden Penner auf der Welt ändern, aber ich kann an meiner Reaktion arbeiten - wenn ich verletzt bin ist das für mich also in erster Linie ein Zeichen, dass ich daran arbeiten muss.

Oh, und DAS natürlich. Die andern kann ich nicht ändern, also muss ich meine Auffassung und Reaktion anpassen. Wenn es um eine Schwäche geht, hab ich als Teenager gelernt, mach den möglichen Witz als erste. Aber Häme oder gemeine Aussagen vornweg nehmen kann man auch nur in einem Umfeld, in dem man sich zumindest ETWAS kennt. So... flüchtiger Bekanntenkreis, oder in meinem Fall auch Kunden oder Kollegen.
Bei ganz Fremden auf der Straße gilt das obige, is mir schnuppe.
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Klar, angemeckert ("Machen se mal Platz da!", "Geht das nicht schneller?!", etc.) werde ich auch mal, aber das sind doch keine Beleidigungen :confused:?
Die Wiener spicken das mit "Du dumme blunzn mit den scheiß Köter" :grin: fühl mich auch nicht beleidigt, mein IQ liegt aber auch über Zimmertemperatur...

Ah, das ist vielleicht auch ein Grund warums mich nicht tangiert. Meine Grundarroganz :tongue: Ich kann gemein lächeln und mir fallen meist auch direkte schöne Erwiderungen ein - die ich im normalen Leben nicht ausspreche, weil ich Kinderstube habe :grin: aber wenn ich angepöbelt werde wegen meiner Existenz, dann kann ich zumeist ganz gut kontern, wenn sichs nicht ignorieren lässt.
Ein Idiot, der mich in der U-Bahn niedermachen wollte, weil der Hund hier nichts verloren hat, und das stinkt, und sowieso und überhaupt, hat dazu ein breites Lächeln gesehen, mit vielen Zähnen, und die Erwiderung "Na, des is ned der Hund, der strenge Geruch, das sind Sie. Mehr Mundwasser, weniger Bier und ab und zu ne Toilette helfen." Und als er dann noch was nachgesetzt hat, hab ich gefaucht. Ich kann gut fauchen :grin:
Er hat dann die U-Bahn verlassen. Immer dafür sorgen, dass man das besorgniserregendste in der Umgebung ist :tongue: Das schöne ist, dass mich das nicht belastet, sondern mir durchaus Spaß macht.
 
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Da geht es natürlich nicht um Sachen wie "du Arschloch", sowas würde eh an mir abprallen.
Ja, das hast Du richtig verstanden, es ging mir überhaupt nicht um irgendein: "Jetzt fahr halt zu du Arsch" im Straßenverkehr, das prallt auch total an mir ab, es ging mir schon bewusst um Beleidigungen, die gezielt persönlich treffen und (ich glaube das ist das, was mich dabei bewegt) mich als Person herabwürdigen sollen.
Also irgendwas mache ich "falsch", denn ich werde nie von Wildfremden beleidigt.
Was ich jetzt ein bisschen persönlich nehme :pfff: denn es würde bedeuten, dass ich etwas falsch mache.
Die Geschichte am Pfandautomaten, die du im anderen Thread beschrieben hast, wäre bei uns zu 99% anders abgelaufen: 1. Der Kerl hätte dich nicht angesprochen, sondern sich hinter dir angestellt. 2. Hätte er es eilig gehabt, hätte er seine Frage wiederholt, wenn er der Meinung wäre, du hättest ihn überhört. 3. Hättest du dann immer noch nicht reagiert, hätte er seine Flaschen eingepackt und sie beim nächsten Mal weggebracht.
Beleidigungen in dem Ausmaße kenne ich definitiv 100%ig nur von geistig kranken Personen (die man hier in der Gegend auch irgendwann kennt. Steht ein gewisser Herr hinter mir in der Kasse, dann schaue ich bei seinen Beleidigungen weg und verdrehe die Augen - alle anderen schauen kurz rüber oder sturr vor sich hin und machen dann dasselbe - eventuell wird mal ein mitleidiger Blick ausgetauscht, mehr aber auch nicht).
Jetzt würde mich interessieren, wo Du wohnst :grin: aber ehrlich gesagt, finde ich das zwar eine interessante Überlegung, glaube nicht ganz daran, hier im Thread stehen schon: passiert mir nicht, von Usern, die in meiner Nähe wohnen, also "Nähe" relativ betrachtet, natürlich :whoot:.
Sozusagen. Ich überlege mir vorher, wie man mich angreifen könnte, und sorge dafür an diesem Punkt mit mir selbst im Reinen zu sein.
Das finde ich schwierig, wenn Du das so meinst wie ich, denn ich habe das viele Jahre so getan und irgendwann fiel mir auf, dass ich mich so selbst beleidige. Selbst, wenn ich danach "etwas anderes" zu mir sage, habe ich mich zunächst selbst beleidigt. Und unter dem Aspekt, dass das Unterbewusstsein seine eigenen Regeln hat sich etwas zu merken, komme ich zu dem Schluß, dass die Idee suboptimal war und ist. Falls ich Dich richtig verstanden habe.
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Klar, angemeckert ("Machen se mal Platz da!", "Geht das nicht schneller?!", etc.) werde ich auch mal, aber das sind doch keine Beleidigungen :confused:?
Richtig, siehe auch oben, mir geht es nicht um ein im Straßenverkehr zugemotztes "Fahr los du Schlampe!".
 

Benutzer15352 

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Makealongstoryshort Das wollte ich damit nicht sagen :knuddel: :ashamed:. Ich habe vielleicht auch einfach nur Glück, dass es an mir nichts Offenkundiges gibt, woran man sich aufhängen könnte: kein(e) Piercings, Tattoos, auffällige Haarfarbe, markante Nase, auffällige Körpergröße oder Gewicht, ungewöhnlicher Kleidungsstil, etc. (ich Langweilerin :upsidedown:!). Das heißt ja nicht, dass Menschen mit einer großen Nase oder ein paar Kilo mehr selbst Schuld sind, wenn sie beleidgt werden, sondern nur, dass irgendwelche Vollpfosten es leichter haben, sie herabzuwürdigen :cautious:.
 

Benutzer68775  (36)

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Aber wie kann jemand Fremdes einen selbst als Person herabwürdigen? Das geht in meinem Kopf überhaupt nicht zusammen...

Natürlich hört man auch so Dinge wie "Bist du zu dumm zum atmen" oder sowas, aber... well, die haben doch keine Ahnung? Man macht sichs generell im Leben leichter, wenn einem die Meinung fremder Menschen schlicht egal ist. Finden sie mich dumm, oder hässlich, oder unfähig... ja und? Bin ich nicht, weiß ich. Das reicht.
 

Benutzer15352 

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caotica caotica Du bist halt auch selbstbewusst :smile:. Wenn jemand aber z.B. eh Probleme mit sich hat, sich dick, unattraktiv, dumm, whatever fühlt, kann einen ein Kommentar in diese Richtung bestimmt verletzen. Ich würde mich von einem "Du hässliche alte Trulla" auch nicht angesprochen fühlen, weil ich mich hübsch und jung fühle und/oder genug Selbstbewusstsein habe, um das nicht an mich ranzulassen. Hat halt nicht jede(r) :frown:.
 
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Benutzer96053 

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Jetzt würde mich interessieren, wo Du wohnst :grin:
Ich wohne im Raum Ostwestfalen. Hier Ist mit Sicherheit nicjt alles perfekt, aber es gibt Vorurteile, die durchaus einen wahren Kern haben. Zu Schulzeiten war ich mal in Berlin und wurde von nem Fremden angemotzt. Das war für die ganze Klasse verwirrend, weil es bei uns eben nicht üblich ist. Dafür lächeln wir Fremde auch nicht an. :grin:

Wie gesagt: ich würde ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass der Andere geistig behindert oder besoffen ist... eine dritte Möglichkeit habe ich selber noch nie erlebt und auch von anderen nie mitbekommen.
 

Benutzer68775  (36)

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caotica caotica Du bist halt auch selbstbewusst :smile:. Wenn jemand aber z.B. eh Probleme mit sich hat, sich dick, unattraktiv, dumm, whatever fühlt, kann einen ein Kommentar in diese Richtung bestimmt verletzen. Ich würde mich von einem "Du hässliche alte Trulla" auch nicht angesprochen fühlen, weil ich mich hübsch und jung fühle und/oder genug Selbstbewusstsein habe, um das nicht an mich ranzulassen. Hat halt nicht jede(r) :frown:.

Off-Topic:
Naja ich bin auch nicht selbstbewusst vom Himmel gefallen. Und sooo selbstbewusst bin ich gar nicht, eher trotzig. Und ich mache einfach einen großen Unterschied, WER sich anmaßt mich zu beurteilen - dem Großteil meiner Mitmenschen steht das einfach nicht zu, und dann kann ich es auch getrost ignorieren. Hat wenig mit Selbstbewusstsein zu tun, mehr mit eigener Entscheidung von Wertigkeit - der eigenen und der von andern. Meine eigene Wertigkeit liegt mir einfach immer höher, als die anderer - aber das hab ich antrainiert, und nicht mit der Muttermilch zu mir genommen...
 
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caotica caotica Du bist halt auch selbstbewusst :smile:. Wenn jemand aber z.B. eh Probleme mit sich hat, sich dick, unattraktiv, dumm, whatever fühlt, kann einen ein Kommentar in diese Richtung bestimmt verletzen. Ich würde mich von einem "Du hässliche alte Trulla" auch nicht angesprochen fühlen, weil ich mich hübsch und jung fühle und/oder genug Selbstbewusstsein habe, um das nicht an mich ranzulassen. Hat halt nicht jede(r) :frown:.
Und ich glaube sogar, das gehört zum System, es macht ja schlicht keinen Sinn jemand zu beleidigen mit etwas, das ihn nicht trifft, einen weißen Westeuropäer mit "dummer Neger" zu beschimpfen macht nur bedingt Spaß, tatsächlich glaube ich, das ist der Grund, dass Du nicht beleidigt wirst, denn im Grunde dienen Beleidigungen ja dazu, dass der Beleidigende Wut ablässt, die er z.B. an der richtigen Stelle nicht loswerden kann oder dass der Beleidigende sich größer, besser fühlt, indem er andere klein macht, dazu MUSS ja etwas da sein, was man nutzen kann, Du verstehst?
 

Benutzer15352 

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Off-Topic:
Und um hier auch mal was Nettes zu sagen: Ich halte dich, liebe Makealongstoryshort, übrigens für eine sehr intelligente und eloquente Frau. Es erstaunt mich, dass du, wie du es mal irgendwo geschrieben hast, dich selbst nicht für sonderlich gebildet hältst :ratlos:. Finde ich sehr schade, dass du so ein falsches Bild von dir hast :hmm:.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
meistens: ignorieren. wenn mich dann aber z.b. mal wieder jemand penetrant mit der frage nervt ob ich männlein oder weiblein sei (sowas hat mich früher echt getroffen, da hingen die ganzen "flach wien brett"-sprüche innerlich noch mit drin) kanns schonmal sein dass ich ein ziemlich angeekeltes "samma, meinst du ernsthaft ich hab nix besseres zu tun als mich mit mit einem subjekt wie dir zu beschäftigen? himmelarsch, geh wen anders nerven..." inklusive kopfschütteln von mir gebe - damit war bislang jede unterhaltung beendet und ich hatte wieder meine ruhe.

innerlich... hänge ich mittlerweile irgendwie eher der meinung an, dass sowas eine aussage über die andere person ist und nicht über mich... und dass diese andere person mich nicht genügend interessiert, um noch weiter darüber nachzudenken. hab da mittlerweile doch durchaus nen dickes fell :grin:
 

Benutzer151786 

Sehr bekannt hier
Dass ich gezielt und persönlich von wildfremden Menschen beleidigt werde, passiert zum Glück selten. Ich erinnere mich spontan "nur" an vier Vorfälle - aber obwohl die teils Jahrzehnte zurückliegen, erinnere ich mich trotzdem sehr genau. :zwinker: Und ich wüsste gerne mal, was diese Menschen (eher vom Typ "große Klappe" als "komplett asozial") heute denken würden, wenn sie das wüssten. Ich glaube, den meisten ist in dem Moment gar nicht bewusst, was für nachhaltige "Schäden" sie mit ihren Sprüchen anrichten. Und das hilft mir dann wiederum auch in der Situation schon, weil ich einfach der Meinung bin, dass es gar nicht so gemeint sein kann und nichts anderes dahinter steckt als persönliche Unzulänglichkeiten der Beleidiger - und dann empfinde ich Mitleid und fühle mich überlegen. :grin:

Reagiert habe ich jedenfalls überhaupt nicht, was zum einen daran lag, dass ich generell nicht mit solchen Gemeinheiten rechne und erst mal so oder so sprachlos bin - und zum anderen ... na ja, was soll man auch sagen? Erscheint mir nicht sonderlich vielversprechend, mit solchen Menschen zu diskutieren. Applaus gab es von umstehenden unbeteiligten Dritten noch nicht, in der Regel disqualifizieren die sich ja also schon von ganz alleine in der Gesellschaft. Wenn ich als Dritte mitbekomme, wie eine andere Person angegangen wird, versuche ich mich mit Worten oder Gesten zu solidarisieren und die Gemeinheit direkt wieder auszugleichen.

Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, den anderen dumm dastehen zu lassen, nehme ich die natürlich schon wahr, passiert nur leider zu selten. Ansonsten gehe ich weiter und ignoriere es. In einem Fall hab ich instinktiv mit den Augen gerollt und gelacht, weil es einfach dermaßen bescheuert und an den Haaren herbeigezogen war - darauf war ich dann erst mal ganz stolz, weil es mich in dem Moment wirklich nicht getroffen hat. Geheult hab ich danach trotzdem kurz. :upsidedown: Ich versuche also schon (mehr oder weniger erfolgreich), sowas nicht an mich heranzulassen, weil ich denen das gar nicht gönne.

Ich bin einfach nur jedes Mal extrem erschrocken darüber, was für schlechte, charakterlose Menschen es doch gibt, die so etwas nötig haben. Und ich denke, dass sie auf die eine oder andere Weise schon zurückgezahlt bekommen, wie sie sich verhalten - das muss nicht unmittelbar durch mich erfolgen. Mit so jemandem will ich auch einfach nicht (länger als nötig) interagieren, deshalb ist Ignoranz das Mittel meiner Wahl.
 
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Beleidigungen im Alltag kenne ich gar nicht. Das kommt so selten vor, dass ich erstmal völlig erstaunt bin und überhaupt nicht reagiere. Dummerweise fällt mir die Retourkutsche immer erst am nächsten Morgen in der Dusche ein :ninja:

Online kommen Beleidigungen natürlich öfter vor und da reagiere ich meistens mit beißendem Sarkasmus und arrogantem "Wow, deine Worte sind so kreativ wie eine Raufasertapete". Und die beste Reaktion ist natürlich omegalul Medium 1049 anzeigen
 
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