Wie Gedanken "Spiele nicht in ihrer Liga" ignorieren/wegbekommen?

Benutzer154044 

Öfters im Forum
Es wird genügend Männer geben, die das kennen:

Da geht eine Frau entlang oder sitzt an der Bar etc. aber sie ist (tatsächlich oder nur eingebildet) um einige "Klassen" höher/besser als man selbst. Weil sie schöner oder selbstbewusster oder wohlhabender oder sportlicher oder schlanker oder gutgelaunter etc. oder alles zusammen ist, als man selbst. Das kann so sein, muss aber nicht.

Das Problem: wenn man so denkt, wird man(n) sie wahrscheinlich micht ansprechen. Und die Nebenwirkung davon sind teils quälende Fragen wie "was wäre wenn...?" oder "vllt hätte ich 'ne Chance gehabt" etc.

Ich glaube nicht, dass diese "Liga"-Frage nur eine Frage des Selbstbewusstseins ist, weil der Gedanke "sie ist in einer ganz anderen Liga" auch bei selbstbewussten und willensstarken Männern vorkommen kann. Nach dem Motto: sie zu knacken wird sehr schwer und ihre Ansprüche und Hürden sind wahrscheinlich höher als ich springen kann, also fische ich da wo ich meine, da beisst auch was an.

Man kann sich viele (irrationale?) Gründe zusammenlegen, warum man eine Frau oder eine bestimmte Frau nicht anspricht/anflirtet/datet, aber wie kriegt man diesen "Grund" weg?

Any thoughts?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Mir ist völlig unklar, wie man überhaupt auf diese Idee kommt, aber hätte ich dieses Problem, dann würde ich versuchen wollen, das persönlich etablierte Frauen-/Männer-/Datingbild, das in meinem Kopf verankert ist und Ursache für so ein seltsames Ligaspiel ist, zu dekonstruieren, um ein für alle Mal so eine komische Herangehensweise an andere Menschen abzulegen.
 

Benutzer154044 

Öfters im Forum
Mir ist völlig unklar, wie man überhaupt auf diese Idee kommt, aber hätte ich dieses Problem, dann würde ich versuchen wollen, das persönlich etablierte Frauen-/Männer-/Datingbild, das in meinem Kopf verankert ist und Ursache für so ein seltsames Ligaspiel ist, zu dekonstruieren, um ein für alle Mal so eine komische Herangehensweise an andere Menschen abzulegen.
Das ist kein "Ligaspiel". Es ist überhaupt kein Spiel, vllt hätt ich das Wort Liga einfach weglassen sollen. Ich meine nur, dass bei nicht wenigen der Gedanke auftauchen kann, dass man bei der ein oder anderen wenig bis keine Chancen hat, egal ob das so ist oder nicht. Der Gedanke kommt unzähligen Menschen jeden Tag überall auf der Welt. Der Gedanke ist nicht unnatürlich, aber vllt irrational und führt zu nichts.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Mir ist Ligen-Denke auch recht schleierhaft und ich denke schon, dass das etwas mit einem geringen Selbstbewusstsein zu tun hat, immerhin kommt dieser Gedanke nur dadurch zustande, indem man sich selbst abwertet. Wie man dagegen ankommt, weiß ich nicht, vielleicht hilft es schon zu versuchen, weniger oberflächlich zu denken.
 

Benutzer154044 

Öfters im Forum
Ich gehe auch nicht rum und lege Frauen oder sonstwenn gedanklich in Gruppen und Kasten. So ist es nicht. Es ist auch kein Gefühl von Unterlegenheit.
 
G

Benutzer

Gast
Ich kenne diesen Gedanken, aber ich hab mich daran gewöhnt, dass die "Ligen" nicht unterschiedlich in ihrem "Wert" sind. Die Frau, die viel auf Sport gibt, auf Partys aktiv flirtet und vor Selbstbewusstsein strotzt, passt vielleicht weniger zu mir, weil ich eher der ruhigere, introvertierte Typ bin, der mehr auf Zocken gibt. Aber ein schüchterner Nerd ist einfach keine Kreisklasse, während die extrovertierte Party- Sport- und Karrierefrau in der Königsklasse spielt. Verschiedene Ansichten und Welten, die gleichwertig nebeneinander existieren.
 

Benutzer132650  (27)

Benutzer gesperrt
Ich finde das Ligendenken auch doof, wobei es ja in gewisser Weise schon stimmt und wissenschaftlich bewiesen ist ( man sucht Partner, die ungefähr so attraktiv sind wie man selbst ). Solche Gedanken sind mir auch schon ebenfalls gekommen, aber seit ich mal was mit der Schulschönheit schlechthin hatte, habe ich solche Zweifel bei Seite gelegt. Die bringen mich keinen SChritt weiter
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Solche Gedanken sind kein Problem, solange ich, nachdem ich fertig gedacht habe: "Aber hey, versuchen schadet nicht.".
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Ich hab diese Ligengedanken auch oft unfreiwillig und halte sie auch für eigene Abwertung und Unsicherheit. Trotzdem, ich finde es jetzt auch nicht völlig weltfremd, wenn man daran zweifelt, dass man als totaler Durchschnittstyp Leute begeistern kann, die eben extrem attraktiv, selbstbewusst, versöhnt mit ihrem (Sozial-)Leben oder was auch immer sind, wenn man da überall noch Defizite bei sich sieht.
Und warum sieht man die Konstellation dann so selten in der Praxis bzw. woher kommt überhaupt diese Angst, wenn der Ligengedanke doch nur Humbug ist? Die Frage kann man sich dann ja auch stellen. :zwinker:
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Ich schließe mich @void ray an. An Stelle des Mannes würde ich mich fragen, ob ich mit evtl. Lebensstil der Frau auf Dauer klar kommen würde und dieser Unterschied zwischen uns (im Aussehen, Wohlsein, Selbstbewusstsein etc.) mich nicht stören würde.

Zudem kann ich sagen, dass verschiedene Männer ihre Chancen bei einer Frau ganz unterschiedlich einschätzen. In meinen Online Dating Zeiten hatte ich viele Anschreiben, wo ich mich wirklich gefragt habe, womit der Typ beim Anschreiben eigentlich rechne, da ich eine ziemlich ausführliche Beschreibung von mir und meinen Erwartungen im Profil hatte.

Habe aber auch die Männer erlebt, die Probleme aus Nichts gemacht haben. Und dann kamen die Aussagen wie "...ach du hast an DER Uni studiert... und ich NUR an der XY...", "...bei dir hat ein Proll wie ich bestimmt keine Chancen...", "...na, eine Frau wie du hat bestimmt...". Diese Suche nach Anerkennung und Selbstunterschätzung finde ich extrem unsexy sogar wenn der eigentliche Unterschied zwischen uns für mich kein Problem ist.
 
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