Wie findet ihr Zugwaggons, die von Graffiti beschmiert sind?

Wie findet ihr Waggons, die mit Graffiti beschmiert sind?

  • Ich finde sie ein künstlerisches Meisterwerk.

    Stimmen: 4 11,8%
  • Ich finde sie ganz witzig, auch wenn ich sie nicht für ein Meisterwerk halte.

    Stimmen: 4 11,8%
  • Das interessiert mich überhaupt nicht.

    Stimmen: 6 17,6%
  • Ich finde sie einfach unschön.

    Stimmen: 11 32,4%
  • Ich fühle mich unwohl in Waggons, die mit Graffiti beschmiert sind.

    Stimmen: 9 26,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    34
Status
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Theresamaus   (32)

Benutzer gesperrt
Wenn ihr Zugwaggons seht, die ganzflächig mit Graffiti beschmiert sind, was empfindet ihr denn spontan?
 

Julezzz  

Sorgt für Gesprächsstoff
Es gibt durchaus echt schöne Graffitis, aber das sind meistens nicht gerade die auf Zugwaggons.
(X) Das interessiert mich überhaupt nicht.
 
V

VelvetBird

Gast
Ich finde so was ziemlich asozial, egal wie "schön" dieses Geschmiere objektiv betrachtet wäre.
 
D

donmartin

Gast
...die meisten interessiert es nicht, solange es nicht "IHR" Auto, Hauswand, Garage usw. ist......

Es ist Sachbeschädigung und die Kosten für das wegmachen zahlen ALLE.

Woher die Spraydosen auch immer stammen und ob sie bezahlt sind, wenn jemand Talent hat zu Zeichnen oder "Graffitten", der sollte sein Talent und die Energie in Projekte stecken, die der Allgemeinheit und sich selber (beruflich und sozial) nutzen.
 

Guzi  

Verbringt hier viel Zeit
Also, wenn es Waggons sind, die extra dafür freigegeben wurden zum Sprayen, sehen diese Waggons ja gut aus und man kann immer noch durchs Fenster schauen. Dann find ich es toll. Einfach was anderes, als die normalen Waggons.
Aber wenn es nur "Geschmiere" ist, irgendeine Signatur oder so, find ich das einfach nur unmöglich.
 

simon1986   (35)

Benutzer gesperrt
Wie schon gesagt, es ist nicht heiliges Privateigentum, drum ist es vielen egal.
mich selber würde es ja wenig stören, ausser wenn schon die Fensterscheiben der Wagen zerkratzt sind.

Aber es gibt vor Allem ältere Menschen, die sind stark verunsichert, wenn der öffentliche Raum versprayt oder sonst verwahrlost ist. Sie kriegen Angst, denn sie merken dass hier andere oder keine Gesetze gelten und sehen die Werke der Sprayer begreiflicher Weise nicht vom kunstkritiischen Gesichtspunkt aus.
 

Chérie  

Meistens hier zu finden
Ich finde es einfach nur hässlich und asozial. Denn leider sind die wenigstens Zugbesprüher auch künstlerisch begabt.
Bei mir in der Gegend wird eine neue S-Bahn Strecke gebaut. Die Lärmschutzwände standen keine 2 Tage und in der Nacht waren sie schon vollgesprüht worden. Echt ätzend.
 

Sunflower84  

Meistens hier zu finden
In aller Regel hässlich (mit wenigen Ausnahmen) und schlicht asozial.

Ich finde es generell mehr als daneben, wenn irgendwelche Vollidioten fremdes Eigentum beschädigen.
 

munich-lion  

Planet-Liebe ist Startseite
Die meisten Sprayer hätten wohl weder das Talent, noch Bock eine freigegebene Fläche mit ihren "Kunstwerken" zu verzieren, weil ganz einfach der Kick fehlt.

Ich finde es ganz übel, wenn überall herumgeschmiert werden muss...in München hält sich das ja Gott-sei-Dank noch in Grenzen...in anderen Städten sieht es da weitaus schlimmer aus.
 

Luc   (33)

Meistens hier zu finden
Es gibt total tolle Künstler!

Aber es gibt auch Wannebes, die sich total krass finden, weil sie illegal irgendetwas besprühen.

Ich kann das verstehen, dass man Spuren hinterlassen will, damit man nachher wenn man am Tag vorbeigeht denken kann "Yeah! Das ist von mir!".

Es könnte aber immernoch ein riesen Boom geben. Jedesmal, als Kunst einen gewissen Rahmen sprengte, hat das Volk den Kopf geschüttelt, war schockiert oder nur belustigt. Im Nachhinein werden sie angehimmelt, weil sie den Kunstbegriff erweitert haben.
 

squarepusher  

Sehr bekannt hier
find ich großartig. interessiert mich jedenfalls grundsätzlich mehr als die fade 08/15-bemalung von zügen, brückenbögen oder sonstigen graffiti-affinen flächen.
 

squarepusher  

Sehr bekannt hier
Dann gehe ich auch davon aus, dass du es großartig fändest, solch wundervolle Bemalung eines Morgens an deinem Haus oder Auto vorzufinden.

wenn sie schön ist, warum nicht? vielleicht nicht gerade mein auto - aber das ist an und für sich auch unter graffiti-artists eher verpönt. die meisten vertreter verstehen sich nicht als vandalen sondern als künstler mit dem öffentlichen raum als medium. wenn ein zug, eine brücke oder ein öffentliches gebäude besprayt wird, gefällt das manchen leuten und manchen leuten gefällt es nicht. letztlich hat keiner das alleinige recht, darüber zu bestimmen, wie der öffentliche raum auszusehen hat. dir gefällt grafiti nicht? mir gefallen riesige, einfärbige flächen nicht. ich hasse riesige werbebanner, die mir nahelegen, doch fpö zu wählen, weil doch das die wahren patrioten sind. oder um 35€ nach london zu fliegen. wie verschandelt das die stadt?

es gibt ohnehin viel zu wenig subversive, öffentlichkeitswirksame kunst. dass ein haufen anarcho-künstler irgendwelche flächen besprühen und deswegen so eine empörung aufkommt ist mir nicht verständlich. freut euch doch darüber, dass leute vor euren augen über grenzen gehen und den öffentlichen raum realer werden lassen. man kommt sich schon vor wie in einem computerspiel, bei den vielen grauen und pastellfarbenen flächen in einer stadt.
 

ProxySurfer  

Beiträge füllen Bücher
Mich ärgern die Graffittis, weil das Entfernen Millionen Euro im Jahr kostet, und wir Bahnfahrer das mit höheren Fahrpreisen bezahlen müssen.
 

CCFly   (40)

live und direkt
ich empfinde nichts, weil das mir spontan am arsch vorbei geht. sollten da aber rechte parolen stehen, ärgere ich mich darüber.
 
P

*PennyLane*

Gast
Aber es gibt vor Allem ältere Menschen, die sind stark verunsichert, wenn der öffentliche Raum versprayt oder sonst verwahrlost ist. Sie kriegen Angst, denn sie merken dass hier andere oder keine Gesetze gelten und sehen die Werke der Sprayer begreiflicher Weise nicht vom kunstkritiischen Gesichtspunkt aus.

Ja, das ist es. Deswegen finde ich das auch nicht gut.
Mich selber interessieren solche Graffitis nicht besonders, manche sind witzig, ich schmunzle drüber, aber die meisten sehen einfach schmierig aus und fallen einfach nicht weiter auf. Erschreckend wie sehr man sich teilweise schon dran gewöhnt hat.
 
V

VelvetBird

Gast
@squarepusher:
Ich seh schon, in welche Richtung diese Diskussion laufen würde und das ist mir jetzt einfach zu anstrengend. Ich halte deine Ansichten diesbezüglich schlichtweg für Bullshit, denn eine Hauswand oder ein Zugwaggon sind schlichtweg Dinge, für die Menschen Geld bezahlt haben, damit diese Dinge so aussehen, wie sie es tun. Und wenn da ein ein ach so cooler Künstler diese Dinge ohne Erlaubnis mit seiner ach so tollen Kunst versieht, so ist es nicht in Ordnung. Und was schön ist oder nicht, das hast du ja selbst festgestellt, liegt im Auge des Betrachters. Ich denke nicht, dass Sprayer dich vorher fragen kommen, wenn sie dein Haus oder dein Auto ansprühen, ob du es auch wirklich schön findest. Warum eigentlich nicht dein Auto vollsprühen? Ahhh... ja klar, das gehört ja dir. Und ich bezweifle auch, dass du nichts dagegen hättest, eines Morgens ein Hakenkreuz an deiner Hauswand zu haben. Und komm jetzt nicht damit, dass "richtige" Sprayer so was nicht tun würden, es gibt nun mal mehr Leute, die einfach nur Scheißdreck an die Wände sprühen.
 

Garcon79  

Benutzer gesperrt
Squarepusher, ist dir eigentlich das Wort "Eigentum" ein Begriff? Und schon mal was von "Sachbeschädigung" gehört? Jaja, ich weiß, findest du wahrscheinlich alles furchtbar spießig, weil das dich und deine Sprayerkumpels am Ausleben ihrer "künstlerischen Ader" hindert.
 
D

donmartin

Gast
Es ist "Eigentum", besser noch "Allgemeingut". "Öffentliches Eigentum".

Über Geschmack und Kunst lässt sich bekanntlich streiten.

Off-Topic:
letztlich hat keiner das alleinige recht, darüber zu bestimmen, wie der öffentliche raum auszusehen hat.
.

"Keiner" sind also 82 Millionen Menschen, die in und mit diesem "Öffentlichen Raum" leben.....

Demgegenüber stehen eine Hand voll vermummter "graffitti-artists" die das Recht haben, anderen "Ihre Kunst" aufzuzwingen und zu bestimmen, das dass was sie machen "richtig" ist und so der Raum in dem wir leben, auszusehen hat...?

Ein "Künstler" steht zu dem was er macht und möchte damit etwas ausdrücken und zum Umdenken bzw. Nachdenken anregen.
Das ist natürlich das Gleiche, als wenn ein vermummter Künstler bei Nacht und Nebel anderer Eigentum besprüht, mit einem Logo versieht um Anderen zu "zeigen", "seht her, das habe ich gemacht"....und sich selber ein "Bein abfreut" weil er der Erste war.

Off-Topic:
"Jaaa, mein Schatz, (über den Kopf streichel), hast du fein gemacht.....und nun geh' wieder mit den Anderen Spielen........"


Sich über Konventionen und starre Regeln hinwegsetzen, aufrütteln und aufmerkssam machen - klar. Das muss sein und ist auch das Recht von Generationen. Mit dem Hintergedanken, etwas zu Ändern und Alternativen aufzuzeigen. Ändern wird sich nichts durch das bemalen von "öffentlichem Eigentum. Die nächste Betonwand ist schon in Arbeit.

Aber vielleicht sollte jeder "Künstler" bei seiner Arbeit die Adresse und Anschrift hinterlassen.
Benotet wird das "Kunstwerk" dann von der Öffentlichkeit, wenns nicht gefällt, muss er es wieder wegmachen. Restlos. Gefällt es, darf es eine Zeit bleiben. Muss dann wieder von ihm selber entfernt werden.

Aber dazu ist keiner der "Artists" in der Lage. Die "Kunst", die ER und eine Hand voll anderer Kaputzenträger toll findet auch anderen in der Form von Disskussion und Verteidigung seiner Meinung nahezubringen, Anerkennung zu bekommen und zu einem "Umdenken" zu bewegen.

Ich denke auch, dass das "Artists" sich eher auf die waghalsigen Aktionen beschränkt, in dem diese "Künstler" sich und andere in Gefahr begeben, indem sie auch Strommasten, Güterwaggons und Bahnen rumklettern.......

Warum stecken diese Menschen ihr Talent und ihre Energie nicht in Sachen, mit denen sie dann wirklich etwas bewegen?

Der "öffentliche Raum" mit seiner Gesellschaft, der so "Trist und Eintönig" ist, ermöglicht diesen "Künstlern" aber, eine Schul und Ausbildung zu genießen, sich frei zu Bewegen und seine Meinung frei zu Äussern.
Aber nach Regeln die so Allgemeingültig sind, dass eigentlich Alle davon Profitieren. Dazu gehört auch einmal eine "graue Mauer", mit der wir Alle leben müssen.

Schönen Sonntag!!!
 
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