Wie fühlt sich ein Zungenkuss an? Wie fühlt man sich, wenn man verliebt ist? Wie fühlt sich ein Date an? Wie Sex?

A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Hey Leute, ich wollte mal fragen, ob jemand gute, nachvollziehbare Beschreibungen oder Videos zu einem bestimmten Thema empfehlen kann. Ich bin 33 Jahre alt, männlich, und habe bisher noch nie ein Date gehabt oder geküsst. Warum das so ist, kann ich nicht ganz genau sagen, aber ich vermute, dass es damit zu tun hat, dass es mir schwerfällt, tiefere und aufrichtige Beziehungen zu anderen aufzubauen. Insgesamt bin ich als Person ziemlich unsicher, besonders im Umgang mit anderen Menschen, und das hat es mir bisher nicht leicht gemacht, Verbindungen aufzubauen, die über das oberflächliche Niveau hinausgehen.

Online-Dating hat bei mir bisher nie wirklich funktioniert, da ich dort oft wenig Rückmeldungen erhalte, was mich dann zusätzlich verunsichert. Es gibt Momente, in denen ich mich frage, wie sich Dinge wie Küssen, Sex oder Dates wirklich anfühlen – und auch, was es bedeutet, Liebe zu erleben, die über die eigene Familie hinausgeht (😅). Da ich all das nie selbst erleben konnte und oft überfordert bin mit diesem Bereich des Lebens, dachte ich mir, ich frage einfach mal hier in der Runde, ob jemand einen guten Film oder ein Buch empfehlen kann, das sich mit diesen Themen auseinandersetzt. Es geht mir nicht darum, meine eigenen Erfahrungen zu ersetzen, sondern wenigstens ein kleines Verständnis dafür zu entwickeln, wie diese Dinge für andere Menschen sind.

Ich möchte diese Erfahrungen zumindest ein bisschen nachvollziehen können, da mir schlichtweg die eigenen Erfahrungen fehlen. In gewisser Weise glaube ich, dass ich emotional nie wirklich reif genug war, um solche Dinge in meinem Leben zuzulassen. Außerdem denke ich, dass ich ein paar autistische Züge habe – nicht, dass ich ein kompletter Autist bin, aber ich merke, dass es mir oft schwerfällt, die emotionalen Bedürfnisse und Perspektiven anderer Menschen zu verstehen. Das führt oft dazu, dass ich in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht die nötige Tiefe erreiche und mich oft missverstanden fühle.

Mit meinen 33 Jahren merke ich dann natürlich auch, dass ich in Bezug auf diese Themen einiges an "Zeit" verpasst habe. Gespräche mit Frauen sind selten tiefgründig, und es fällt mir sehr schwer, eine echte, bedeutungsvolle Verbindung zu jemandem aufzubauen. Stattdessen fühle ich mich oft auf Abstand gehalten und in gewisser Weise isoliert von der Welt der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwie nicht in das soziale Gefüge passe, was dann oft dazu führt, dass ich mich in vielen Situationen unwohl oder sogar ausgeschlossen fühle.

Deshalb würde es mich wirklich freuen, wenn jemand von euch vielleicht einen guten Film, ein Buch oder sogar eine persönliche Erfahrung teilen könnte, die mir hilft, diese Dinge zumindest ein Stück weit nachzuvollziehen. Ich würde gerne mehr darüber verstehen, was es eigentlich bedeutet, Liebe zu erleben oder auch einfach nur eine tiefere, emotionale Verbindung zu einem anderen Menschen einzugehen.

Ich freue mich über jede Empfehlung, jede Erfahrung und auch jeden Austausch zu diesem Thema 😁
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #2
Es ist wirklich schwer, mit der Erfahrung umzugehen, dass man trotz des Wunsches nach Sex und Intimität nie die Gelegenheit hatte, diese Bedürfnisse zu erleben. Ich bin ziemlich Frustrtiert, Einsamkeit und von großen Selbstzweifeln geplagt.

Manchmal habe ich das Bedürfnis nach Sex, aber ich kann und es nie ausleben. Und oftmals weiß ich dann nicht, was ich machen soll.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Hast du dich denn schon mal verlieben können?
Bestimmte Fantasien bei der SB?

Sowas zu beschreiben, empfinde ich als sehr schwierig.
Mit jedem Menschen ist Intimität, auch das Küssen anders.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #4
Hast du dich denn schon mal verlieben können?
Bestimmte Fantasien bei der SB?

Sowas zu beschreiben, empfinde ich als sehr schwierig.
Mit jedem Menschen ist Intimität, auch das Küssen anders.
Ne verliebt war ich nie. Wohl mehr ne Schwärmerei. Um richtig verliebt zu sein muss ja schon viel Intimität/Sex mit einem Menschen erleben. Aber das war mir nie möglich... Und daher suche ich eben nach Filmen oder Bücher, die mir diese Erfahrungen etwas näher bringen können, um zumindest mal einigermaßen Vorstellungen von diesen Dingen zu erhalten.

Einfach weil ich da neugierig bin und man ja soviel davon hört und liest. Für die meisten Menschen ist ja das Liebesleben, Sex und Intimität doch mit das wichtigste im Leben. Und da wollte ich einfach mal einen Eindruck bekommen, was davon/daran so interessant ist und wie sich diese Dinge anfühlen.

Denn ehrlich gesagt habe ich auch keine Ahnung, wie ich es sonst erfahren soll.

Dafür müsste ich deutlich besser darin sein, Zugriff auf die Gefühlswelten der Frauen in meiner Umwelt zu erhalten, müsste sehr gut flirten können und sexuelle Spannung entstehen lassen können und gut in der verbalen und non/verbalen Kommunikation meinerseits sein.

Aber das sind alles Dinge, die bei mir nur sehr schwach ausgeprägt sind und nicht gerade zu meinen großen stärken zählen.

SB findet bei mir nur über Pornos statt. Es ist halt der einzige Weg, wie ich sowas irgendwie Kennenlernen bzw zumindest beobachten kann.

Ohne Pornos betreibe ich keine SB. 🤷
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #5
Gibt es vielleicht Bücher oder Filme, die einem die Gefühls und Gedankenwelten dabei gut näherbringen können? Z.B. wie Sex mit einer Frau ist, kann mir sowas nämlich garnicht vorstellen, wie sowas in der Realität sein soll
 
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #6
Das wird so einfach nichts bringen, jedes Buch wird das Empfinden einer einzelnen Person, vielleicht auch noch mit nur einer weiteren Person beschreiben.
Es gibt aber nicht das Verliebtsein, den Kuss und den Sex.
Das ist total individuell und kann je nach Partner und Situation immer wieder anders sein.

Du kannst natürlich sehr viele Bücher lesen, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln und einen Einblick in die Vielfältigkeit bekommen.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #7
Durch meine Beziehungslosigkeit und meine autistischen Züge, habe ich wohl nicht die größte emotionale Reife, daher bin ich für Frauen meines Alters einfach auch kein potentieller Partner. Ich habe das eben alles nie üben können und habe nun jedem Anschluss verpasst.

Welche Bücher würdest du denn empfehlen?

Ja es ist wohl in etwa so, wie einem blinden erklären wollen was Farben sind. Aber vielleicht kriege ich darüber etwas mehr Einblicke in das ganze. 🤷
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #8
Das wird so einfach nichts bringen, jedes Buch wird das Empfinden einer einzelnen Person, vielleicht auch noch mit nur einer weiteren Person beschreiben.
Es gibt aber nicht das Verliebtsein, den Kuss und den Sex.
Das ist total individuell und kann je nach Partner und Situation immer wieder anders sein.

Du kannst natürlich sehr viele Bücher lesen, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln und einen Einblick in die Vielfältigkeit bekommen.
Mmh OK interessant. 🤔

Gibt es denn gute, vielleicht auch medizinische Bücher, die diese zustände etwas beschreiben. Ich möchte zumindest etwas nachempfinden können.

Das selbst zu erleben ist für mich wohl eher nicht möglich, daher brauche ich einen anderen Einstieg zum verstehen.
 
M
Benutzer224463  (21) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #9
Gibt es denn gute, vielleicht auch medizinische Bücher, die diese zustände etwas beschreiben. Ich möchte zumindest etwas nachempfinden können

Welche Bücher hast du dir denn selbst schon rausgesucht, wo bist du bei deiner Literaturrecherche an Grenzen gestoßen?
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #10
Welche Bücher hast du dir denn selbst schon rausgesucht, wo bist du bei deiner Literaturrecherche an Grenzen gestoßen?
Ich weiß halt garnicht was sinnvoll/gut ist. Und ich dachte hier im Forum sind ja die Experten zu dem Thema 😁

Ist das hier vielleicht gut?

Edit: Link auf externen Shop entfernt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #11
Ich selbst besitze wohl keine gut ausgebildeten Spiegelneuronen und kann daher nur schlecht bzw nicht sehr intuitiv mit anderen in Beziehung/Kommunikation treten.

Ich mache hier einfach sehr viel falsch und bin leider eher die Axt im Walde.

Ich habe auch öfters darüber nachgedacht, wie anders mein Leben sein könnte, wenn ich darin besser wäre... 🤷
 
Zuletzt bearbeitet:
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Du denkst man kann erst verliebt sein, wenn man körperliche Erfahrungen/Intimität sammeln konnte?
Das eine hat meiner Meinung nach nichts mit dem anderen zu tun.
Aufgeregt sein, das Vermissen der Person, das Idealisieren der Person, Fantasien zu der Person, die Sehnsucht nach der Nähe der Person - sowas hatte ich immer zuvor.
Verliebtsein begann bei mir schon im Grundschulalter.

Also ich glaube da siehst du etwas verkehrt.

Noch nie verliebt gewesen sein, stelle ich mir krass vor.

Was schaust du denn für Pornos?
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #13
Um richtig verliebt zu sein muss ja schon viel Intimität/Sex mit einem Menschen erleben.
Hmm, nein. Zumindest nicht grundsätzlich. In den meisten Fällen war ich schwer verliebt bevor es dazu kam.

Bei mir sehr leicht zu merken wenn der Magen hüpft sobald ich sehe, ne neue Nachricht von *ihm* :grin:
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #14
So richtig extrem war das bei mir eigentlich nie. Ein bisschen habe ich so etwas vielleicht mit zwei Frauen erlebt, aber ob man das wirklich als stark bezeichnen kann, da bin ich mir selbst nicht sicher. Im Moment würde ich eher sagen: nein.

Ich glaube, mit dieser Einsamkeit muss ich irgendwie umgehen lernen. Es fühlt sich so an, als würde sich niemand zu mir hingezogen fühlen. Liebe, Sex und Zärtlichkeit scheinen für mich unerreichbar zu sein, weil ich emotional recht unterentwickelt bin. Entsprechend sehe ich mich ehrlich gesagt auch nie in einer Liebesbeziehung.

Und die Tatsache, dass sich über 20 Jahre hinweg – gerade in der Lebensphase, in der es eigentlich am leichtesten sein sollte – nichts entwickelt hat, ist für mich schon ziemlich aussagekräftig. 😅
Du denkst man kann erst verliebt sein, wenn man körperliche Erfahrungen/Intimität sammeln konnte?
Das eine hat meiner Meinung nach nichts mit dem anderen zu tun.
Aufgeregt sein, das Vermissen der Person, das Idealisieren der Person, Fantasien zu der Person, die Sehnsucht nach der Nähe der Person - sowas hatte ich immer zuvor.
Verliebtsein begann bei mir schon im Grundschulalter.

Also ich glaube da siehst du etwas verkehrt.

Noch nie verliebt gewesen sein, stelle ich mir krass vor.

Was schaust du denn für Pornos?
OK. Ich finde es schwer zu beschreiben was ich gucke und Ich denke links darf man hier nicht reinstellen. 😅
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #15
Hmm, nein. Zumindest nicht grundsätzlich. In den meisten Fällen war ich schwer verliebt bevor es dazu kam.

Bei mir sehr leicht zu merken wenn der Magen hüpft sobald ich sehe, ne neue Nachricht von *ihm* :grin:
OK. Vielleicht ist das auch eine Fehlannahme meinerseits. Ich dachte sowas baut sich langsam auf, so habe ich das jedenfalls verstanden. 🤷
 

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Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #17
Was mir immer wieder auffällt, dass du dich selbst ziemlich runter machst. Du konzentrierst dich nur darauf was du angeblich nicht kannst oder hast. Teilweise wirkst du aber trotzdem reflektiert und sehr wohl reif und du denkst ja schon komplexer. Ich denke dein geringer Selbstwert und verschobene Selbstwahrnehmung ist hier das Problem. Sowas kommt natürlich nicht gut an.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #20
Aber du dich ja dann scheinbar auch zu niemandem, oder?
In meinem bisherigen Leben gab es nur zwei solcher Erfahrungen. Diese beiden Frauen haben meine Unerfahrenheit jedoch eher ausgenutzt, um ihr eigenes Ego zu stärken, anstatt mir auf Augenhöhe zu begegnen. Das fühlt sich im Rückblick schmerzhaft an und ist natürlich insgesamt sehr wenig. Generell habe ich nur wenig Kontakt zu Frauen, was mir kaum echte Möglichkeiten lässt, dass sich überhaupt etwas entwickeln oder vertiefen kann. Oft habe ich das Gefühl, in dieser Welt eher ein Außenseiter zu sein, jemand, der nicht wirklich dazugehört. Auch mein sozialer Kreis ist sehr klein – ich habe nur zwei bis drei männliche Freunde, auf die ich mich verlassen kann, mehr nicht.

Diese tieferen emotionalen Beziehungen zu anderen Menschen, das geht mir nicht so leicht von der Hand. Und vermutlich ist es auch ein Teufelskreis. Ich weiß nicht Recht wie ich tiefe und enge Bindungen zu anderen Menschen aufbaue, ich kann es nicht üben.

Theoretisch wäre es für mich eben wichtig gewesen, enge Liebesbeziehungen zu führen. Dadurch hätte ich vielleicht mehr üben können ständig die Gefühlswelt eines anderen Menschen zu verstehen und wäre darüber in einem Konstanten Austausch gewesen.
 
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Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #21
Ja ich hasse mich Abgrundtief selbst. Habe auch 15 Jahre lang viel Therpahie gemacht, viel mit CrossFit versucht dagegen anzukämpfen, oder Rennrad fahren.

Der Selbsthass entsteht natürlich auch dadurch, das ich nie arbeiten könnte durch mein ADS und meine autistischen Züge.

Aber diese Dinge haben nichts gebracht. Niemand kann mich Lieben oder sich richtig zu mir hingezogen fühlen.

Und jetzt Versuche ich hier zumindest auf abstrakte Weise zu verstehen, was das für Gefühle sind. Ich werde ein Leben lang alleine bleiben und ohne Sex oder einen Kuss. 🤷

Das haben mir die letzten 20 Jahre sehr deutlich gezeigt.
Na Cross Fit ändert ja am Selbstbild erst mal nichts und Therapie hilft natürlich nur, wenn du selbst an dir arbeitest. Und warum du wegen ADS oder autistischen Zügen nicht arbeiten kannst, erschließt sich mir nicht.
 
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Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #22
Was mir immer wieder auffällt, dass du dich selbst ziemlich runter machst. Du konzentrierst dich nur darauf was du angeblich nicht kannst oder hast. Teilweise wirkst du aber trotzdem reflektiert und sehr wohl reif und du denkst ja schon komplexer. Ich denke dein geringer Selbstwert und verschobene Selbstwahrnehmung ist hier das Problem. Sowas kommt natürlich nicht gut an.
Ich habe keinen Job und werde voraussichtlich bald eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Beruflich habe ich also keine echte Perspektive – und dazu kommt, dass ich nur sehr wenig Geld habe und zudem verschuldet bin. Mein soziales Umfeld ist äußerst klein; ich habe kaum Freunde und insgesamt nur wenige soziale Kontakte.

Zusätzlich leide ich unter schweren Depressionen, bin autistisch und habe ADS. Handwerklich bin ich nicht begabt, und im Sport war ich trotz der Zeit und Mühe, die ich investiert habe, nie besonders gut. Wenn man mich fragt, was meine Stärken sind, fühlt es sich an, als könnte ich nur ein leeres Blatt abgeben.

Zwar habe ich in den letzten 15 Jahren viel Therapie gemacht, doch rückblickend erscheint mir all das eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein. 🤷‍♂️ Wenn wir ehrlich sind, scheint auch eine Liebesbeziehung für mich nie wirklich möglich zu sein – denn ich selbst würde vermutlich keine Beziehung mit mir führen wollen. 😅

Ich wäre gern ein völlig anderer Mensch: jemand, der gut arbeiten kann, sportlich leistungsfähig ist, handwerklich begabt, mit einem großen sozialen Kreis und vielleicht sogar einem Motorrad. Auch das habe ich versucht, aber es hat nicht funktioniert – ich konnte die Maschine schlicht nicht ausreichend kontrollieren. 🤷‍♂️

Und dann gibt es den Menschen, der ich tatsächlich bin. Diese beiden Versionen könnten kaum weiter voneinander entfernt sein. Jeder ernsthafte Versuch, diese Lücke zu schließen oder mich grundlegend zu verändern, ist letztlich ins Leere gelaufen. Deshalb versuche ich jetzt zumindest, theoretisch ein wenig mehr zu verstehen und nachzuvollziehen. Ich muss für mich herausfinden, was realistisch erreichbar ist und welche Ziele für mich überhaupt Sinn ergeben. 🙂

Quintessenz: NEIN ich komme nicht gut beim anderen Geschlecht an. Und das wundert mich auch nicht weiter 😅

Achja Erzieherausbildung hab ich z.B. auch mal gemacht um besser im Umgang mit anderen Menschen zu werden. Aber nachdem ich aufgrund meiner verpeiltheit (ADS) und mangelnden Empathie (Autistische Züge) 4 mal entlassen worden bin, habe ich diesen Plan vor 2 Jahren auch wieder verworfen.

Leider habe ich genetisch nicht sonderlich glück gehabt mit meinem Gehirn und genetisch keine Talente mitbekommen.
 
R
Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #26
Man wird aber auch nicht Erzieher um besser im Umgang mit Anderen zu werden 😅. Du sollst ja Vorbild sein und Führung geben. Zudem definierst du dich auch über die völlig falschen Dinge. Und noch was, jeder kann irgendwas gut, du musst es nur finden. Deswegen gleich die Flinte ins Korn werfen ist auch falsch. Du gibt dich ja gleich auf. Was soll das? Du schiebst alles auf deine Krankheiten und das ist ein Fehler. So viele Menschen mit ADS gehen arbeiten und führen Beziehungen.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #27
Man wird aber auch nicht Erzieher um besser im Umgang mit Anderen zu werden 😅. Du sollst ja Vorbild sein und Führung geben. Zudem definierst du dich auch über die völlig falschen Dinge
Ja in jedem Fall bin ich auch für diesen Beruf nicht geeignet.

Natürlich muss man dabei gut mit anderen Menschen umgehen können, das ist DIE wichtigste Kernkompetenz für diesen Beruf.

Führung kann ich eben, wenn ich mich in andere gut einfühlen kann und ihnen dann einen Weg hinaus zeigen kann. Eben weil ich weiß wo das Problem liegt... Also doch, aus meiner Erfahrung ist dies DIE wichtigste Kernkompetenz für dieses Berufsfeld. 🤷

Also ich habe gelernt, das sich Selbstbewusstsein über Fähigkeiten definiert. Diese Dinge kann ich usw...

Was wäre da so ne wichtige Fähigkeiten, um gut bei Frauen zu landen?

1. Hat viel Beziehungserfahrung und kann gut mit anderen Menschen umgehen. Versteht andere gut und kann daher intuitiv das richtige tun.

Ergebnis - Harmonische Beziehung

2. Ist sportlich und hat daher einen attraktiven Körper

Ergebnis - Hohes Selbstbewusstsein durch die Fähigkeit sportliche Ziele erreichen zu können durch einen Leistungsfähigen Körper

3. Neue Ziele erreichen können/sich neue Fähigkeiten aneignen zu können

Damit lernt man, das man sich verändern kann und sich neue Skills aneignen kann.

Motorradfahren war da mein Ziel. Leider habe ich praktisch keine Fortschritte erzielt und konnte nicht das Level an Fahrgefühl.

Summa Sumarum - Ich kann nicht attraktiv für Frauen sein. 🤷

Ich bin eben eine komplette Fehlkonstruktion und habe eben nur schlechte/negative Eigenschaften.

So jemand wie mich kann keine Frau Lieben 😂
. Und noch was, jeder kann irgendwas gut, du musst es nur finden. Deswegen gleich die Flinte ins Korn werfen ist auch falsch. Du gibt dich ja gleich auf. Was soll das? Du schiebst alles auf deine Krankheiten und das ist ein Fehler. So viele Menschen mit ADS gehen arbeiten und führen Beziehungen.
Ja, aber ich habe ja auch mehr als ADS. 😅

Ja ich suche seit 30 Jahren und finde absolut nichts. Auch Therapeuten haben kein Talent bei mir freilegen können.

Ich habe 15 Jahre viel Therpahie gemacht, habe Flirtcoachings belegt usw... Hat aber alles nichts gebracht. Ich werfe nicht mal eben die Flinte ins Korn. Ich erkenne meine Realität an, nachdem ich 30 Jahre lang versucht habe dagegen anzukämpfen. 😅

Deswegen möchte ich jetzt zumindest theoretisch etwas von diesen Gefühlen verstehen und nachvollziehen können.

Praktisch werde ich niemals geliebt werden und niemals Sex haben. Das haben mir 20 Jahre versucht der Änderung gezeigt. ✌️
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #28
Vielleicht können wir noch einmal zu meiner ursprünglichen Frage zurückkehren: Wie kann ich diese Gefühle zumindest theoretisch erleben? In der Praxis funktioniert es leider nicht. 😅
Gibt es möglicherweise Meditationen oder Traumreisen, die einen allein durch das Gefühl des Verliebtseins in einen entsprechenden Zustand versetzen können – vielleicht bezogen auf eine imaginäre Frau?
Oder wäre so etwas über KI denkbar? Gibt es Programme, die es ermöglichen, dass ich mich in eine virtuelle Frau verliebe und mir gleichzeitig simuliert wird, wie sich eine Frau verhält, die in mich verliebt ist?
 
R
Benutzer193222  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #29
Ich geb's auf.
 
I
Benutzer228593  (33) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #30
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #31
OK. Ich hoffe du kannst etwas mehr verstehen von mir. 🙂

Und ich gebe dir Recht. Andere Menschen haben andere Vorraussetzungen und Leben dadurch ANDERE Leben. 😅

Genau das erkenne ich doch an. ✌️

Naja wünsche dir noch ein schönes Wochenende :smile:
Warst aber ganz schön jung…
Die 30 soll eigentlich eine 20 sein, sorry 🙈. Also, seit ca. 20 Jahren wünsche ich mir, dass es mal mit Frauen klappt. In den letzten 15 Jahren habe ich Therapien, Flirtcoachings usw. gemacht – also ziemlich viele Versuche unternommen und an verschiedenen Punkten gearbeitet. Vielleicht ist das die Quintessenz aus all den Infos 😁
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #32
Mein Ziel war es, etwas aus mir zu machen und mich zu dem Menschen zu entwickeln, der ich immer sein wollte ✌️. Leider habe ich bei all diesen Versuchen kläglich versagt. Deshalb fällt es mir schwer, mich selbst zu lieben – und entsprechend fällt es auch anderen schwer, mich zu lieben 😅.

Am Ende geht es wohl darum, diese Bedürfnisse auf andere Weise zu kompensieren, wenn ich sie nicht ausleben kann. Ich habe viele meiner Bedürfnisse nie wirklich verwirklichen können:

Sicherheitsbedürfnisse: Schutz, Stabilität, Gesundheit, finanzielle Sicherheit

Soziale Bedürfnisse: Liebe, Freundschaft, Zugehörigkeit, Kommunikation, Geborgenheit

Individualbedürfnisse / Wertschätzung: Anerkennung, Status, Erfolg, Selbstwert

Selbstverwirklichung: Kreativität, Persönlichkeitsentfaltung, Problemlösung
 
krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #33
.
Wie kann ich diese Gefühle zumindest theoretisch erleben?
Gar nicht.
Ganz einfach.

Man kann auch nicht theoretisch auf einen Berg steigen oder theoretisch im Meer baden.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #34
.

Gar nicht.
Ganz einfach.

Man kann auch nicht theoretisch auf einen Berg steigen oder theoretisch im Meer baden.
Ok, wobei es durchaus viele Menschen gibt, die diesen Weg mittlerweile gehen. Ich bin ja nicht der einzige Mensch, der niecht geliebt werden kann. 😅

Also zumindest der Versuch das über KI etwas zu kompensieren, ist durchaus nicht ungewöhnlich mittlerweile. 🤷

Wenn man eben praktisch keinen Berg erklimmen kann und nicht baden kann, dann versucht man es eben zumindest auf theoretische/abstrakte Ebene. 🙂
 

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Erdaner
Benutzer189112  (51) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #35
Off-Topic:
Glaube bitte nichts ungeprüft, was Dir die KI sagt
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #36
Vermutlich gibt es auch keine Lösungen für all das. Ich bin ein chronisch kaputter Mensch. Der keines seiner Bedürfnisse befriedigen kann.
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #37
Sorry, aber Du badest seit Jahren in Selbstmitleid und ertrinkst langsam darin. Ich frage mich, was Du für Therapien gemacht hast? Jedenfalls keine, die hilfreich für Dich war. Hattest Du da nur viele nette Plauderstündchen oder hast Du da wirklich an Dir gearbeitet? Die Hauptarbeit in der Therapie musst Du machen. Der Therapeut kann Dich dabei nur begleiten.

Der Selbsthass entsteht natürlich auch dadurch, das ich nie arbeiten könnte durch mein ADS und meine autistischen Züge.
Du hast bei der Jobwahl ins Klo gegriffen und nun gemerkt, dass der erlernte Job nicht das Richtige für Dich ist. Kann jedem passieren. Dann geht man zurück auf Start und sucht sich was anderes.

Aber anstatt Dir zu überlegen, was für Dich der richtige Job sein könnte, z.B. auch mal Praktika in verschiedenen Bereichen zu machen, bereitest Du Dich auf die Erwerbsunfähigkeitsrente vor und versteckst Dich hinter Deinen Diagnosen. Auch mit ADS und autistischen Zügen kann man arbeiten. Man kann auch mit noch viel mehr Diagnosen arbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass man mit ADHS, Depressionen und noch X weiteren Diagnosen (die sogar für einen Schwerbehindertenausweis reichen), bei entsprechender Behandlung durchaus arbeiten kann. Dabei sind Medikamente nur ein kleiner Faktor. Der größere Faktor ist die Arbeit an und mit sich selbst.

Dein Berufsleben hat gerade erst angefangen. Du hast noch 34 Jahre bis zur Rente. Das ist länger, als Du auf der Welt bist und mehr als ausreichend Zeit, einen Job zu finden, der zu Dir passt. Man kann auch mit 33 nochmal von vorn anfangen.

Also, seit ca. 20 Jahren wünsche ich mir, dass es mal mit Frauen klappt.
Wie wäre es, wenn Du Dir mal andere Ziele setzt? Ziele, die Du aus eigener Kraft realistisch erreichen kannst - ohne von anderen abhängig zu sein.

Mein Ziel war es, etwas aus mir zu machen und mich zu dem Menschen zu entwickeln, der ich immer sein wollte
Ich würde empfehlen, dass Du erst mal herausfindest, wer Du bist und dann versuchst, diesen Menschen (also Dich) so zu lieben wie er ist. Du jagst seit Jahren irgendwelchen Wunschträumen hinterher. Versuche doch mal, auch in der Realität positive Dinge zu sehen.

Ich bin ein chronisch kaputter Mensch. Der keines seiner Bedürfnisse befriedigen kann.
Wirklich keines? Also ich denke schon, dass Du tagtäglich viele Deiner Bedürfnisse befriedigst. Wenn Du Hunger hast, dann isst Du was, wenn Du aufs Klo muss, dann gehst Du aufs Klo, wenn Du müde bist, gehst Du schlafen, wenn Du Dich bewegen willst, machst Du Sport. Und da gibt es noch viel mehr. Was Du nicht befriedigen kannst, sind Wunschträume.

Wenn Du Dir realistische Ziele setzt, dann hast Du auch eine Chance, die zu erreichen und mit dem Erfolg zu wachsen. Mit jedem erreichten kleinen Ziel ein bisschen mehr.
 
G
Benutzer226102  (40) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #38
Ich erkenne meine Realität an, nachdem ich 30 Jahre lang versucht habe dagegen anzukämpfen.

Ich schlage dir vor, dich unter Gleiche zu begeben - also dir im Net einerseits ASS/ADS-Forengemeinschaften zu suchen, und andererseits welche für AB (Absolut Beginner). Zu letzterem gibts ein sehr kluges Buch von Maja Roedenbeck.

Liebe, Beziehung, Sexualität? Das vermittelt realitätsnah und klug in Büchern und Videos meines Wissens Ann-Marlene Henning - da gabs ja auch so eine Serie im deutschen Fernsehen.
 
I
Benutzer227560  (27) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #39
Ich werde ein Leben lang alleine bleiben und ohne Sex oder einen Kuss. 🤷
Ich kann deine Gefühle teils etwas nachvollziehen, da ich gerne in eine ähnliche Schiene rutsche - Selbstmitleid ist irgendwo einfacher und komfortabler, als rauszugehen und irgendwas zu ändern. Und es macht teilweise sogar Spaß honestly. Es ist schwerer, sich nicht selbst runterzumachen, als aktiv eine positive Einstellung zu erarbeiten.
Ich selbst vermute bei mir auch ADHS, evlt. mich irgendwo auf dem Autismus Spektrum und eine Depression und Soziale Angst.

Dennoch gibt es Tage, an denen ich mich selbst sehr gerne mag. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich eine sehr soziale Ader habe, gerne auf andere zugehe und generell kommt meine "Art" auch gut an. Und meine Art wird eben zu einem Grad auch durch meine Neurodivergenz bestimmt.
Auch ich kann soziale Signale manchmal schwer deuten, dennoch bin ich offen und gehe auf andere zu (wodurch ich natürlich auch Ablehnung erfahre) - aber so konnte ich auch an Sex "kommen".

Und zu deinem Zitat: Fast alles im Leben ist Einstellungssache. Wenn du das schon so manifestierst, kannst du es eigtl. auch gleich bleiben lassen finde ich. Denn wie hier auch geschrieben, egal welchen Film/Buch whatever du konsumierst, das Sex beschreibt, es kommt nicht der echten Erfahrung nach.

Ich wäre gern ein völlig anderer Mensch: jemand, der gut arbeiten kann, sportlich leistungsfähig ist, handwerklich begabt, mit einem großen sozialen Kreis und vielleicht sogar einem Motorrad.
Vlt. mit kleineren Zielen starten.
Quintessenz: NEIN ich komme nicht gut beim anderen Geschlecht an. Und das wundert mich auch nicht weiter 😅
...mich wundert es bei deiner Einstellung auch nicht...

Ich bin ja nicht der einzige Mensch, der niecht geliebt werden kann. 😅
Man muss nicht unbedingt geliebt werden, um Sex zu haben. Worum geht es denn eigentlich?
Also zumindest der Versuch das über KI etwas zu kompensieren, ist durchaus nicht ungewöhnlich mittlerweile. 🤷
Das stimmt. Ich empfehle den Film "Her" mit Joaquin Phoenix.
Wenn man eben praktisch keinen Berg erklimmen kann und nicht baden kann, dann versucht man es eben zumindest auf theoretische/abstrakte Ebene. 🙂
Was bringt das aber und ist das erstrebenswert? Ich habs mir damals von meinen Freundinnen erklären lassen, aber in der Praxis klappte alles von selbst und hatte wenig mit Theorie zu tun.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #40
Sorry, aber Du badest seit Jahren in Selbstmitleid und ertrinkst langsam darin. Ich frage mich, was Du für Therapien gemacht hast? Jedenfalls keine, die hilfreich für Dich war. Hattest Du da nur viele nette Plauderstündchen oder hast Du da wirklich an Dir gearbeitet? Die Hauptarbeit in der Therapie musst Du machen. Der Therapeut kann Dich dabei nur begleiten.


Du hast bei der Jobwahl ins Klo gegriffen und nun gemerkt, dass der erlernte Job nicht das Richtige für Dich ist. Kann jedem passieren. Dann geht man zurück auf Start und sucht sich was anderes.

Aber anstatt Dir zu überlegen, was für Dich der richtige Job sein könnte, z.B. auch mal Praktika in verschiedenen Bereichen zu machen, bereitest Du Dich auf die Erwerbsunfähigkeitsrente vor und versteckst Dich hinter Deinen Diagnosen. Auch mit ADS und autistischen Zügen kann man arbeiten. Man kann auch mit noch viel mehr Diagnosen arbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass man mit ADHS, Depressionen und noch X weiteren Diagnosen (die sogar für einen Schwerbehindertenausweis reichen), bei entsprechender Behandlung durchaus arbeiten kann. Dabei sind Medikamente nur ein kleiner Faktor. Der größere Faktor ist die Arbeit an und mit sich selbst.
Ja schon richtig.
Dein Berufsleben hat gerade erst angefangen. Du hast noch 34 Jahre bis zur Rente. Das ist länger, als Du auf der Welt bist und mehr als ausreichend Zeit, einen Job zu finden, der zu Dir passt. Man kann auch mit 33 nochmal von vorn anfangen.
Es ist schön das es bei dir funktioniert auf der Arbeit.

Aber der Verlust dieses Job war so unglaublich viel mehr.

Und mein Gefühl dazu ist nicht "Undankbarkeit", sondern Trauer.
Ich trauere um etwas sehr Konkretes:
👉 Arbeit, in der ich aufgehen kann.
👉 Sinn, Lebendigkeit, Verbindung.
👉 Nicht nur funktionieren.

Und nicht nur "theoretisch" sondern existentiell:
Ich will keinen Job.
Ich willst Leben
Ich will:
-> morgens aufstehen und spüren: "Ich werde gebraucht"
-> echte Verbindung, nicht Funktionen
-> Sinn, der im Tun selbst entsteht

ein Gefühl von Daseinsberechtigung, nicht nur Stabilität

Und genau deshalb tut das so weh.
Weil es sich anfühlt wie:
"Mir wird nicht nur ein Beruf verwehrt,
sondern ein ganzes mögliches Leben."

Keine Arbeitsmarktfrage. Keine Fehlanpassung. Trauer um ein Selbst, das ich hätte sein können.

Deshalb schmerzt es bei mir besonders.

Ich habe ja gesehen, dass es da ist:

Ich kann kernen
Ich kann Sinn empfinden
Ich will für andere da sein

Ich habe das Erzieherich geschmeckt

Und dann hat mein Nervensystem gesagt: Nein.

Das ist grausam, weil es nicht bedeutet:
"Ich bin ungeeignet"
sondern:
"Ich bin geeignet – aber der Preis ist zu hoch."

Das fühlt sich unfair, willkürlich und zerstörerisch an.

Ich will einen "lebendigen Beruf"
Ich will ein lebendiges Dasein.
Der Beruf war nur der Ort, an dem ich gehofft habe, das zu finden:

Beziehung
Selbstwert
Zugehörigkeit
Männlichkeit
Zukunft
Wie wäre es, wenn Du Dir mal andere Ziele setzt? Ziele, die Du aus eigener Kraft realistisch erreichen kannst - ohne von anderen abhängig zu sein.


Ich würde empfehlen, dass Du erst mal herausfindest, wer Du bist und dann versuchst, diesen Menschen (also Dich) so zu lieben wie er ist. Du jagst seit Jahren irgendwelchen Wunschträumen hinterher. Versuche doch mal, auch in der Realität positive Dinge zu sehen.


Wirklich keines? Also ich denke schon, dass Du tagtäglich viele Deiner Bedürfnisse befriedigst. Wenn Du Hunger hast, dann isst Du was, wenn Du aufs Klo muss, dann gehst Du aufs Klo, wenn Du müde bist, gehst Du schlafen, wenn Du Dich bewegen willst, machst Du Sport. Und da gibt es noch viel mehr. Was Du nicht befriedigen kannst, sind Wunschträume.

Wenn Du Dir realistische Ziele setzt, dann hast Du auch eine Chance, die zu erreichen und mit dem Erfolg zu wachsen. Mit jedem erreichten kleinen Ziel ein bisschen mehr.
Ich habe realistische Ziele. Ich möchte nur das was alle anderen auch haben. Ich will im Grunde am Leben teilnehmen.

Aber jeder Versuch diesem Ziel näher zu kommen scheitert.

Kurz gesagt:
Der Motorradführerschein war kein Hobbyprojekt!

Er war ein Versuch, mein Leben größer, freier und würdiger zu machen, als es sich sonst angefühlt hat

1. Freiheit und Selbstbestimmung

2. Flucht aus Enge und innerem Druck

3. Regulation deines Nervensystems

4. Kompetenz & Kontrolle

5. Identität und Würde.

Aber ich habe nicht schnell genug motorisch gelernt und musste das Projekt wieder abbrechen. Theorie hatte ich bestanden.

1. Koordination & Multitasking

Motorradfahren verlangt extrem viel gleichzeitige Steuerung:
Gas, Kupplung, Bremse
Lenken, Balance halten
Blick auf Straße, Spiegel, Verkehr
Reaktion auf plötzliche Situationen

Für viele mit ADS/Autismus ist gleichzeitiges Multitasking von Sensorik + Motorik + Aufmerksamkeit herausfordernd. Theorie klappt, Praxis nicht.

2. Propriozeption & räumliches Gefühl
Balance, Neigung, Gewichtverlagerung – das alles muss "gefühlt" werden.
Wenn man das nicht automatisch ausführt, fühlt es sich unnatürlich oder unpräzise an.
Viele neurodivergente Menschen haben hier ein leicht verändertes Körpergefühl

Und so stehe ich im Grunde da... Weiß exakt was ich will und warum, kann es aber nicht haben.

Das Problem lag also klar in der praktischen Umsetzung – Körper, Psyche und Situation im Zusammenspiel.

Das eigene Ich muss sich jeder selbst erschaffen.
 
A
Benutzer210076  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #41
Ich kann deine Gefühle teils etwas nachvollziehen, da ich gerne in eine ähnliche Schiene rutsche - Selbstmitleid ist irgendwo einfacher und komfortabler, als rauszugehen und irgendwas zu ändern. Und es macht teilweise sogar Spaß honestly. Es ist schwerer, sich nicht selbst runterzumachen, als aktiv eine positive Einstellung zu erarbeiten.
Ich selbst vermute bei mir auch ADHS, evlt. mich irgendwo auf dem Autismus Spektrum und eine Depression und Soziale Angst.

Dennoch gibt es Tage, an denen ich mich selbst sehr gerne mag. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich eine sehr soziale Ader habe, gerne auf andere zugehe und generell kommt meine "Art" auch gut an. Und meine Art wird eben zu einem Grad auch durch meine Neurodivergenz bestimmt.
Auch ich kann soziale Signale manchmal schwer deuten, dennoch bin ich offen und gehe auf andere zu (wodurch ich natürlich auch Ablehnung erfahre) - aber so konnte ich auch an Sex "kommen".
Ok das ist natürlich schön. Ja im Grunde wollte ich auch
Und zu deinem Zitat: Fast alles im Leben ist Einstellungssache. Wenn du das schon so manifestierst, kannst du es eigtl. auch gleich bleiben lassen finde ich. Denn wie hier auch geschrieben, egal welchen Film/Buch whatever du konsumierst, das Sex beschreibt, es kommt nicht der echten Erfahrung nach.


Vlt. mit kleineren Zielen starten.

...mich wundert es bei deiner Einstellung auch nicht...


Man muss nicht unbedingt geliebt werden, um Sex zu haben. Worum geht es denn eigentlich?

Das stimmt. Ich empfehle den Film "Her" mit Joaquin Phoenix.

Was bringt das aber und ist das erstrebenswert? Ich habs mir damals von meinen Freundinnen erklären lassen, aber in der Praxis klappte alles von selbst und hatte wenig mit Theorie zu tun.
Ich wollte Erzieher werden, weil es mir Freude macht, Kindern Halt und Orientierung zu geben. Es erfüllt mich, wenn ich sehe, dass ich sie beim Wachsen und Lernen unterstütze. Verantwortung zu übernehmen und etwas Sinnvolles zu bewirken stärkt mein Selbstwertgefühl.
Ich schätze die klare Struktur und Routine im Alltag, die mir Sicherheit geben. Kinder reagieren ehrlich und direkt, was echte Begegnungen ermöglicht, ohne dass ich mich verstellen muss. Ich identifiziere mich mit dem Beruf, weil ich gebraucht werde und etwas Positives bewirken kann.
Außerdem wollte ich eigene Erfahrungen nutzen, um Kindern Halt zu geben, den ich mir selbst gewünscht hätte.

Stress und Überforderung haben mein Lernen blockiert. Der Berufsalltag war laut, hektisch und voller Verantwortung, sodass ich vieles nicht richtig verarbeiten konnte.
Ich habe gemerkt, dass soziale Fähigkeiten mit Kindern nicht automatisch auf Erwachsene oder Privatleben übertragbar sind. Außerdem war ich oft emotional erschöpft und hatte wenig Energie, um meine sozialen Fähigkeiten zu üben.
Meine neurodivergenten Besonderheiten machen es mir schwer, soziale Regeln intuitiv zu erfassen, und Berufserfahrung allein reichte dafür nicht aus.

Also ich weiß sehr genau was ich will und ja ich bin bereit an mir zu arbeiten! Ich lege mich nicht einfach hin und sage alles ist scheiße. Aber ich habe nur Niederlagen erlebt. 🤷
 
Schweiz1985
Benutzer233049  (41) Ist noch neu hier
  • #42
Vielleicht weniger Selbstmitleid und mehr Selbstmitgefühl, dich mal selbst in den Arm nehmen im übertragenen Sinne.

Und was den Sex angeht, schon mal über den Besuch eines Bordells nachgedacht?
 
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