Wie denkt ihr über Ärzte?

Benutzer86594 

Sorgt für Gesprächsstoff
Bei meinen Eltern und Großeltern haben Ärzte ein hohes Ansehen. Sie begründen diese Einstellung mit der enorm großen Verantwortung, die jeder einzelne Arzt zu tragen hat. Insgesamt hat man das Gefühl, dass meine Familie Ärzten schon ein wenig bewundernd gegenüber steht und dieser Berufgruppe gegenüber mehr Respekt hat als z.B. vor Lehrern, Ingenieuren oder Betriebswirten. Subjektiv habe ich auch bei vielen anderen Leuten die Erfahrung gemacht, dass, wenn man in der Gruppe auf die Berufe zu sprechen kommt, am meisten aufgehorcht wird, wenn jemand Medizin studiert oder Arzt ist. Ich bin auch relativ sicher, dass sich meine Eltern sehr gefreut hätten, wenn ich Medizin studiert hätte. Dummerweise kann ich kein Blut sehen. Gezogen hat es mich dann zur BWL und in die Bank. :grin:

Die Ansichten meiner Familie haben mich dazu gebracht, mich auch einmal mit meiner Meinung über den Beruf des Arztes auseinanderzusetzen:

Das Studium an sich, so bestätigen mir Freunde, die Medizin studieren, scheint auf jeden Fall machbar zu sein. Oftmals kommt es wohl viel mehr darauf an, sich ein enormes Wissen anzueignen, als die komplexen Zusammenhänge wirklich zu verstehen, anders als z.B. in einem Physik- oder Ingenieurstudium. Das führt dazu, dass das Studium zwar extrem zeitaufwendig ist, man aber fehlendes Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch Fleiß mehr als ausgleichen kann. Rein vom Studium her bewundere ich daher z.B. Physiker oder Mathematiker mehr als Ärzte, wobei man trotzdem schon allein den Zeitaufwand respektieren sollte.

Was die Tätigkeit in Krankenhaus und Praxis geht, muss ich meiner Familie aber zustimmen. Zum einen setzen sich Ärzte schon bei einfachen Tätigkeiten wie Blut abnehmen einer Gefahr für ihre eigene Gesundheit aus. Meine Freunde erzählen öfter, dass sie sich schon Sorgen machen, sich mal bei einem Patienten, der HIV+ ist, zu stechen. Viel bedeutender ist finde ich aber, dass Ärzte eine Vielzahl von Entscheidungen in oft kurzer Zeit treffen müssen, die für die Patienten beträchtliche Konsequenzen haben können und die auch nicht selten nicht mehr korrigiert werden können. Wenn ich hingegen z.B. einen Kunden berate, dann kann ich mir Zeit nehmen, auch Fehler in Finanzierungsstrategien noch mal korrigieren oder fehlendes Wissen abends ohne größere Konsequenzen nachlesen. Einen Toten kann man hingegen nicht mehr lebendig machen. Letztlich muss man auch erwähnen, dass sich die Ärzte durch Nachtdienste und die vielen Arbeitsstunden, die in jedem Krankenhaus selbstverständlich sind, sowie die große psychische Belastung, sich tagtäglich mit Tod und Krankheit zu beschäftigen, schon in gewisser Art und Weise für ihre Patienten aufopfern. Auch in anderen Berufen werden viele Überstunden gemacht. Viele Juristen oder Betriebswirte, ich will mich da nicht ausnehmen, machen das aber wohl dann hauptsächlich aus Gründen des Geldes und der Karriere.

Für mich selber kann ich sagen, dass es zwar sicherlich noch ein paar Studiengänge gibt, die härter sind als ein Medizinstudium. Vor der Tätigkeit im Krankenhaus muss ich aber dann meinen tiefen Respekt äußern. Ich bin froh, dass es Leute gibt, die diesen Job machen und diese ganze Verantwortung schultern wollen. Ich selbst würde das nicht wollen.

Wie denkt ihr über Ärzte? Habt ihr einen besonderen Respekt vor der Berufsgruppe oder seit ihr gar eher ein Ärztehasser? Habt ihr das Gefühl, dass gesellschaftlich Ärzte ein hohes Ansehen haben? Würdet ihr den Beruf machen wollen?
 

Benutzer18889 

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Ich gehöre auch zu den Leuten, die dem Arztberuf einen größeren Respekt entgegenbringen als z.B. dem des Juristen, Bankers oder Ingenieurs. Ich kann das aber nicht begründen. Es ist einfach so.

Ich kenne genug Ärzte, die echte Vollidioten sind und bei denen niemand von uns weiß, wie die durchs Studium gekommen sind. Trotzdem habe ich ein Bild im Kopf, das mir suggeriert, der Arztberuf sei etwas, das man besonders anerkennen müsste. Ich kann's echt nicht genauer erklären.

Ich könnte mir den Beruf für mich selbst schon vorstellen, aber auf keinen Fall in Deutschland. Einige Assistenzärzte hier verdienen kaum mehr als die Rettunsgassistenten. Für so ein Gehalt studiere ich sicher keine paar Jahre.
 
R

Benutzer

Gast
Bei mir kommt es drauf an, ob es Hausärzte oder Krankenhausärzte/Chirugen sind.

Normale Ärzte mit Praxis haben verglichen mit Unfallärzten oder Herzchirurgen eine recht kleine Verantwortung zu tragen und daher genießen sie bei mir nicht das gleiche Ansehen.

Vor Menschen, die wirklich täglich um das Leben anderer Menschen kämpfen, habe ich einfach mehr Respekt als vor einem Menschen, der Impfungen gibt oder Wunden verbindet (natürlich machen Hausärzte auch andere Dinge, aber ehrlich gesagt habe ich nie mehr beim Hausarzt erlebt, ich wurde für die meisten Angelegenheiten weiterverwiesen).
Auch der Stresspegel ist bei den beiden Typen von Arzt ein ganz anderer.

Als "den" Beruf überhaupt würde ich Arzt aber jetzt nicht bezeichnen und es gibt andere Berufe, vor denen ich mehr Respekt oder Achtung habe.
 

Benutzer90185 

Sorgt für Gesprächsstoff
Da so viele aus meiner Familie Ärzte sind, habe ich glaube ich ein ziemlich verzerrtes Bild. Für mich ist das alles so normal und alltäglich, dass ich da vermutlich weniger Respekt entgegenbringe. Allerdings habe ich die Arbeit noch nie richtig kennengelernt, aber ich kenne eben die Personen die dahinter stehen.
 

Benutzer99146 

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natürlich machen ärzte einen harten job, ich möchte nicht tauschen. dennoch stehe ich diesem berufszweig sehr kritisch gegenüber. ich habe zu viel ignoranz, überheblichkeit und inkompetenz erlebt.
 

Benutzer6874  (35)

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Ich kenne heute mehr die "Innensicht". Drum gibt es für mich nicht mehr "die Ärzte", schon gar nicht mehr die bewunderten "Halbgötter in Weiss".

Was das Ansehen der Ärzte betrifft, stelle ich fest dass es auch nicht mehr so einheitlich positiv ist. Als Medizinstudent geniesst man noch ein recht hohes Ansehen. Aber wenn man dann einmal Allgemeinpraktiker oder Kinderarzt ist, steht man weit unter z.B einem Herzspezialisten. (Es geht hier noch nicht darum wie gewisse Fachärzte auf die Hausärzte herab sehen.)

Noch etwas zur Verantwortung. Im Gesundheitsbereich passieren Fehler wie auch anderswo. Natürlich können sie fatal (d.h. unter Umständen letal) sein. Zum Teil sind es ganz plumpe Verwechslungen von Medikamenten. Das Fehlermanagement vor allem in Spitälern ist zum Teil erst in der letzten Zeit als Schwachpunkt erkannt worden. Arroganz und fehlende Kritikfähigkeit sind mit schuld daran.

Die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen wächst mit dem Wissen und mit der Erfahrung. Ich bin aber froh dass ich vor dem Studium mehrere Praktika im Spital und eines im Pflegeheim gemacht habe. Das nimmt einem einen Teil der Angst, etwas falsch zu machen und man merkt ob man für diesen Beruf genügend belastbar und geeignet ist.

Intellektuell gibt es sicher anspruchsvollere Studienrichtungen. Ma muss einfach sehr viel Stoff in sich rein stopfen. Ein Vorteil sind Interesse an den Narurwissenschaften un ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
 
L

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Gast
Es gibt Ärzte, die werden bewundert, obwohl sie nix Besonderes machen. Solche, wo die Menschen hingehen und ihren Löffel H2O bekommen oder gegen den Schmerz ein Schmerzmittel - das es in der Apotheke rezeptfrei für weniger Geld in Pillenform gibt. Sowas verstehe ich nicht.

Ich erwarte von einem Arzt, dass er seinen Job gut macht. Aber ich habe vor ihm nicht mehr Respekt als vor anderen Berufsgruppen.
 

Benutzer40300 

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Ohne Ärzte wäre ich heute nicht mehr am Leben. Klar, es gibt gute und schlechte Ärzte. Das hat jeder Berufsstand so an sich. Aber grundsätzlich machen Ärzte einen guten Job.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vor guten Ärzten habe ich einen enormen Respekt. Vor schlechten hingegen keinen. Klingt trivial ist es aber nicht.
Ein guter Arzt ist für mich jemand, der neben fachlicher Kompetenz, tatsächlich dem hypokratischen Eid folgt: Für den trotz bürokratischer Hemmnisse, KV-Abrechnungswahnsinn usw. tatsächlich das Wohl des einzelnen Patienten im Mittelpunkt steht und der sein Arztsein als Berufung empfindet. Die bekommen von mir einen Respekt entgegengebracht, der höher eigentlich kaum sein könnte.
Ein schlechter Arzt ist für mich jemand, der bei jeder Untersuchung, jeder Behandlung vor allem die Abrechnungspunkte im Hinterkopf hat und in punkto Wohlergehen des Patienten auch nur den kleinsten "Kompromiss" zwischen seiner ärztlichen Pflicht und der Ökonomie eingeht. Selbst wenn er über Fachwissen verfügt, hält sich dann mein Respekt in Grenzen oder sinkt sogar - je nach Ausprägung des Problems - ins Bodenlose.
 
D

Benutzer

Gast
Ich respektiere den Arztberuf auch sehr. Mehr die im Krankenhaus, aber dennoch auch die anderen. Jedoch sollten sie manchmal etwas offener sein für neue Methoden, obwohl das ja schon viele sind.
Außerdem ist der Punkt von casanis wichtig. Ich bin Privatpatient, das ist oft von Vorteil, aber bei einigen Ärzten sieht man richtig, wie das Geldzeichen in den Augen aufleuchtet. Da bekommt man wegen paar Kleinigkeiten klein tausen Dinge aufgeschwatzt. Total ätzend. Hatte ein paar Probleme mit der Schulter. Etwas versannt. Wollte einfache ne Physiotherapie. Ohhh, ne, das müssen wir röntgen und Ultraschall machen und Stoßwellentherapie.... Drei Stunden Krankengymnastik bei einer Osteopathin haben das beseitigt, der ganze Mist davor nicht.
Ganz anders geht es mir mit der Pharmaindustrie. Die entwickeln nur, wofür sie Geld bekommen. An ursächlichen Dingen sind sie nicht so interessiert hab ich oft das Gefühl.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
aufgrund meiner eigenen erfahrungen mit diesem berufsstand müssen sich ärzte den respekt bei mir erst verdienen. sie sind nicht schlechter als die meisten anderen "berufsstände", aber auch nicht zwangsweise besser.
 

Benutzer56469  (36)

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Wie denkt ihr über Ärzte? Da hab ich eigentlich noch gar nie so genau drüber nachgedacht :ashamed: aber ich denke Arzt zu sein begleitet dich ein Leben lang (auch wenn du schon in Pension bist). Man hat wirklich eine große Verantwortung gegenüber jedem. Nicht nur dem Patienten, auch den Angehörigen, den Krankenschwestern, den Asistenzärzten, dem Oberarzt, Chefarzt etc. Man muss sein Tun und Handeln IMMER begründen und dahinter stehen können auch wenn es in den Augen der anderen ein Fehler ist oder Unverständnis hervorruft.
Habt ihr einen besonderen Respekt vor der Berufsgruppe oder seit ihr gar eher ein Ärztehasser? Ich habe schon Respekt aber keinen besonderen. Ich hatte bis jetzt noch nicht bzw. gott sei Dank im Krankenhaus noch nicht viel zu tun mit Ärzten, nur halt mit dem Hausarzt der sein Bestes JEDEN TAG gibt. Ich sehe meinen "alten" Hausarzt dem man es schon anmerkt dass er bald nicht mehr kann, auch mal "Blödsinn" verschreibt. Jeder schimpft schon über ihn weil er auch oft schlecht gelaunt ist gegenüber den Patienten aber die Leute gehen trotzdem zu ihm. Viele (inkl. mir) haben den Hausarzt gewechselt und darüber bin ich sehr froh. Ein jüngerer Arzt wie er, der sich einsetzt, der einen ordentlich berät, der einem zuhört und dazu noch freundlich ist und ein Lächeln für seine Patienten über hat. Das schätze ich sehr!
Habt ihr das Gefühl, dass gesellschaftlich Ärzte ein hohes Ansehen haben? Was meinst du mit gesellschaftlichen Ärzten? Meinst du die "großen" Ärzte wie Neurologe, Chirurg etc? Ich denke schon dass die ein hohes Ansehen haben, die müssen (oder ist es freiwillig?) zu solchen Ärztekongressen fahren, ich wage zu behaupten dass dort keine oder sehr wenige "normale" Hausärzte mitfahren. Bei einem Ärztebankett werden auch (meines Wissens) nur große Ärzte eingeladen. Ich denke schon wenn man ein Arzt ist dass man etwas ist und man viel erreicht hat in seinem Leben!
Würdet ihr den Beruf machen wollen? Nein! Ich habe vor einigen Jahren die Krankenschwesterschule gemacht bzw. angefangen (mehr auf Wunsch der Eltern) da dies nicht freiwillig war hatte ich daran auch wenig Interesse. Ich hab es 8 Monate gemacht und habe kurz vor dem Praktischen Teil die Schule abgebrochen. Klar hätt ich mich reinhängen können, könnte heute Krankenpflegerin oder sogar Krankenschwester sein aber ich bin es nicht. Viele meiner Freundinnen (die nicht abgebrochen haben sondern das durchgezogen haben) sind heute sogar Praxisanleiter, was sicher spannend ist auch für die Neuankömmlinge und sie haben auch einiges mit Ärzten zu tun. Ich glaube auch dass diese Arbeit im Krankenhaus spannend und aufregend ist aber auch mit viel Leid verbunden ist. Klar es wird einem gesagt man solle nicht alles zu Herzen nehmen und es quasi von sich abprallen lassen aber kann man das dann wirklich? Wenn ein Patient stirbt (sei es jetzt Arzt oder DGKS) ist man traurig es geht einem nahe, keiner kann mir erzählen dass einen das kalt lässt. Ich kann es mir zumindest nicht vorstellen und ich sehe es bei meinen Freundinnen dass denen der Tod eines Patienten sehr nahe geht und trotzdem müssen die Tags drauf wieder vollen Einsatz zeigen und für den nächsten Patienten da sein.
Aber selbst wenn ich den Drang dazu hätte Ärztin zuw erden, könnte ich das gar nicht denn dazu müsste ich die Matura machen was (kurz gerechnet über VHS) schon mal 3 Jahre wären dann wäre ich 29 dann noch das Medizinstudium (davon abgesehen dass ich wahrscheinlich nicht mal die Aufnahmeprüfung schaffe...)... ne danke!
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich habe weder einen besonderen Respekt vor Ärzten, noch bin ich Ärtehasserin. Ich lebe mit Medizinstudenten zusammen, deine Beobachtung stimmt, sie investieren viel Zeit in auswendig lernen, das Studium ist machbar. Meine Mitbewohner erzählen mir von dem Leben im Krankenhaus. Für mich kommt es auf den Menschen an, der Charakter macht aus, was ich von ihm halte. Und die Horrorgeschichten, die mir meine Mitbewohner erzählen, daraus kann wahrlich einfach kein Respekt für eine ganze Berufsgruppe entstehen. Da gibt es Ärzte, die Kinder sterben lassen, weil sie Feierabend haben. Da gibt es Ärzte, die einen Menschen, der gerettet werden kann, sterben lassen, weil er Organspende ist und tot viel mehr Geld einbringt usw. Ganz ehrlich, ich bekommt fast Angst, ernsthaft krank zu werden. Ich kann selber übrigens auch kein Blut sehen, wäre aber so oder so niemals Ärztin geworden.
 

Benutzer36171 

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Ich habe im Normalfall keinen besonderen Respekt für Ärzte, nur weil sie Ärzte sind. Ein Arzt muss sich meinen Respekt erst verdienen, denn vorab gibt es den nach so einigen Vorfällen nicht.
Manche haben Glück mit ihren Ärzten, manche Pech. In meiner Familie ist eher das Pech vorherrschend, bei uns würde schon so viel "verpfuscht", wenn auch zum Glück nicht mit fatalen Folgen. Das heißt nicht, dass ich von allen Ärzten grundsätzlich schlecht denke; nein, es sind schließlich auch nur Menschen, sie sind fehlerhaft wie jeder andere auch. Aber es sind eben einige Dinge vorgefallen, die es mir unmöglich machen dieser Berufsgruppe generell irgendeinen besonderen Respekt zu verleihen - eine Ausnahme sind eventuell bspw. Chirurgen, deren Arbeit ich bewundere.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich hab keinen besonderen Respekt vor Ärzten, bloß weil sie Ärzte sind. Es gibt Ärzte, die find ich ganz toll, und es gibt welche, denen möchte ich nicht mal die Hand geben.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Meine Einstellung zum "Herr/Frau Doktor" hat sich sehr geändert, seitdem ich weiß, dass man in der Medizin nicht gerade viel für die Promotion leisten muss. Viele schreiben ihre Doktorarbeit nebenbei im Studium, und brauchen nicht mehr als einige Monate, um sie fertigzustellen...wenn man sich mal ansieht, wieviel man in anderen Fächern für den "Dr." vor dem Namen leisten muss, ist das in der Medizin echt ein Witz.
 

Benutzer40300 

Benutzer gesperrt
Kann ich so nicht gelten lassen. Ein Bekannter von mir studiert seit Jahren Medizin, ist jetzt im praktischen Jahr vor dem Examen und macht nebenher seit drei Jahren eine wissenschaftliche Doktorarbeit. Das Studium selbst ist schon nicht von Pappe; da kann ich verstehen, dass einige den einfacheren Weg wählen.
Dagegen scheint es in Österreich so zu sein, dass man mit Abschluss des Medizinstudiums automatisch Dr. med. ist.
Geschenkt wird keinem etwas.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Kann ich so nicht gelten lassen. Ein Bekannter von mir studiert seit Jahren Medizin, ist jetzt im praktischen Jahr vor dem Examen und macht nebenher seit drei Jahren eine wissenschaftliche Doktorarbeit. Das Studium selbst ist schon nicht von Pappe; da kann ich verstehen, dass einige den einfacheren Weg wählen.
Dagegen scheint es in Österreich so zu sein, dass man mit Abschluss des Medizinstudiums automatisch Dr. med. ist.
Geschenkt wird keinem etwas.

Medizinstudium und Promotion - Dr. med. Dnnbrettbohrer - Job & Karriere - sueddeutsche.de
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ich habe insgesamt ein Jahr meines Lebens in Krankenhäusern verbracht, und weiss daher auch was da so abläuft. Die Jobs der Krankenpfleger/innen sind sehr hart, und ich bewundere diejenigen, die diese psychische Belastung zu verkraften, weil sie ja immerhin jeden Tag die Leiden der Kranken mitansehen müssen.
Vor den Chirurgen habe ich insbesondere den grössten Respekt, da sie eine hohe Verantwortung tragen müssen, was das Leben der Patienten betrifft. Entscheidungen müssen oft sehr schnell getroffen werden, und eine falsche Entscheidung kann fatale Folgen haben.
Auf jeden Fall, ohne Chirurgen hätte ich schon 4x den Löffel abgegeben. Ich kenne aber auch Fälle, wo Chirurgen totale Pfuscher sind, und somit die Lebensqualität der Patienten für den Rest des Lebesn ruiniert war.
Bei Allgemeinmedizinern und anderen Ärzten ist meine Meinung zwiegespalten. Es gibt welche, die schreiben gleich nen Haufen Medikamente aufschreiben, andere gehen damit sparsam um und verschreiben lediglich das, worauf man wirklich angewiesen ist.
Aus eigener Erfahrung - ich kenne meine Gesundheit ja schliesslich am besten - weiss ich auch, dass der menschliche Körper in der Lage ist, viele Krankheiten durch Selbstheilung auszukurieren, sofern man ihm die Chance dazu gibt. Das heisst, dass ich auch nur dann zum Arzt gehe, wenn es wirklich notwendig ist.

Desweiteren muss ich auch vom Arzt das Gefühl bekommen, dass ich bei ihm in guten Händen bin und auch Verständnis dafür hat, dass gewisse Leiden auch eine starke psychische Beeinträchtigung darstellen. Viele können das nicht, weshalb ich mir auch das Recht nehme, bei Bedarf den Arzt zu wechseln und bei heiklen Krankheitsfällen mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten einhole.

Da ich ja bei vielen Ärzten Dauerpatient bin, kann ich auch recht schnell abschätzen, bei wem ich gut aufgehoben bin, und welchen Arzt ich besser meiden soll.

Arzte sind auch nur Menschen und können Fehler machen, also sind sie keine Götter in weiss.
 
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