Werden Männer öfter Opfer der Friendzone als Frauen? Und falls ja, warum?

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Komischer Weiße kenne ich das genau umgekehrt . Ich schecke zwar ab und an ab ob das was laufen könnte , bei mir läuft aber eh nix ohne, dass ich verleibt bin und ein gewisses Grundvertrauen habe. Daher bin ich wohl oft der Bremsglotz !

Liebe Frauenwelt es ist jetzt nicht eine Aufforderung sich zuerst , in der Hoffnung , mal was mit mir laufen zu haben mit mir an zufreunden ! Nein es ist nur eine Festellung, dass ich wohl der Typ mann bin , dieser eine Frau erst mal in diese Frindzone Stopft und dann später aufsteigen lässt.
 

Benutzer140332  (33)

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Das glaube ich auch. Obwohl ich immer denke, wenn die Frau mein werben "annimmt" oder wie ichs sagen soll, will sie, dass ichs fortsetze.
Weil du denkst, dass du "klar" 'rüber kommst. Selbst- und Fremdwahrnehmung sind aber 2 Paar Schuhe. Und wenn es öfter vorkommt, dann würde ich mich persönlich schon fragen, woran es denn genau liegt.

Sehe so eine Absage nach längerer Zeit
Tja, selbst Schuld, würde ich meinen. :tongue:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich ist es allerdings normal, für eine Frau mitzuzahlen, wenn ich mit ihr was mache Interesse habe. Ungekehrt hat mich auch noch nie eine Frau auf was eingeladen. Kenne das auch von weiblichen Bekannten, dass was Anderes beim Mann als eher schlechter Stil gilt.
Ich habe eine Freundin, die auch sagt "beim ersten Date muss er zahlen", der Rest sieht das eher entspannt. Und selbst sie ist für abwechselndes Einladen, wenn es mehr als ein Date gibt. Also das liegt mit Sicherheit auch an deinem Umfeld, das sieht längst nicht mehr jeder so.
Wobei ich sagen muss, ich imvestiere in die Frauen und werbe für sie. Umgekehrt ist da auch in meinen wenigen nie so gewesen, dass die Frau in mich investiert hätte(nicht nur Geld), dasd die Beziehung was wird.
Zu "werben" und Geld zu investieren ist aber ja nun vor allem deine Entscheidung. Mit der du ggf. auch vor allem die Frauen anziehst, die sich eben gerne auch mal so einladen lassen und das ein bisschen ausnutzen wollen. Ich würde nur dann einladen, wenn du das nur der Einladung wegen machst und nicht, weil du hinterher etwas erwartest. Dann ärgerst du dich auch nicht im Nachhinein.

Und als Beispiel: Meinen Exfreund habe ich zu unserem ersten Date eingeladen und bezahlt, für das erste Treffen mit meinem Freund bin ich insgesamt fast 20h Bus gefahren. Also es ist echt nicht so, als würden Frauen prinzipiell nie investieren. Tun sie, wenn sie wirklich interessiert sind.
 

Benutzer165503  (29)

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Inwiefern selbst schuld? Ich mein (meine Erfahrung) dasd ich mich um die Frau bemühe und nicht umgekehrt ist halt so. Wenn ich es anders wollte, würde ich wohl eie du sagst abstinent leben oder das Ufer wechseln :smile:.
Das ist auch das, was ich teilweise unfair finde und was mein Punkt zum Thema Friendzone war. Einige Frauen halten das Werben des Mannes bewusst aufrecht wegen der Annehmlichkeiten. Also Hilfe bei allen möglichen Sachen, Einladungen, Geschenke...
Ich bin mittlerweile allerdings auch so, dass ich nicht dauerhaft in der Friendzone bleibe bzw. die Bekanntschaft dann beende.
reed reed also kenne es auch von Freunden nicht. Sehe das aber nicht als Ausnutzen oder so. So ist eben der Partnermarkt.
 

Benutzer140332  (33)

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Inwiefern selbst schuld? Ich mein (meine Erfahrung) dasd ich mich um die Frau bemühe und nicht umgekehrt ist halt so.
Ja, eben. Wieso ist es denn nie so, dass sich die Frau bemüht? :zwinker:
Das ist auch das, was ich teilweise unfair finde und was mein Punkt zum Thema Friendzone war. Einige Frauen halten das Werben des Mannes bewusst aufrecht wegen der Annehmlichkeiten.
Natürlich gibt es die. Und dazu passend gibt es Männer wie dich, die diesen Zustand nicht erkennen. Wo wir wieder bei Wahrnehmung und Beobachtung wären.

Es gibt immer 2 Seiten: der Eine, der bestimmtes Verhalten zeigt und der Andere, der da mitspielt. :zwinker:
 

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
K Kai25 für mein Empfinden hast du eine sehr lange Kennenlernphase bevor es ernst werden soll mit der Frau.
Wenn ich so richtig an nem Kerl interessiert bin, bin ich mit dem spätestens am zweiten oder dritten Date im Bett.

Ich kann jetzt natürlich nicht für alle Frauen sprechen, aber ich würde schon denken dass die meisten Mädels in deinem Alter recht schnell wissen, ob sie sich zumindest grundsätzlich was vorstellen können oder nicht.
Wenn ich mich wochenlang mit jemandem treffen würde ohne dass was läuft wäre das für mich definitiv nur ne Freundschaft, ansonsten hätte ich schon längst Sex initiiert. :upsidedown:
Oder mal wenigstens Kuscheln oder Händchen halten oder knutschen. Irgendwas. Vielleicht glauben die Mädels auch du willst nichts von ihnen wenn du so einen langen Kennenlernprozess hast. Nach nem gelungenen Date hab ich dann auch immer deutlich gesagt: ich fand es sehr schön mit dir, du bist mir sehr sympathisch, ich würde mich freuen dich wieder zu sehen. Evtl auch ich könnte mir mehr vorstellen. Das in Kombination mit ner langen Umarmung oder einem Kuss ist unmissverständlich.
Mach das doch mal und schau wie die Reaktion ausfällt. Wenn es kein eindeutiges ja ist kannst du von einem nein ausgehen.

Zum Einladen: tu es doch einfach nicht. Ich würde mich absolut unwohl fühlen wenn ich wüsste dass du dir das vom Mund absparen musst.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Inwiefern selbst schuld? Ich mein (meine Erfahrung) dasd ich mich um die Frau bemühe und nicht umgekehrt ist halt so. Wenn ich es anders wollte, würde ich wohl eie du sagst abstinent leben oder das Ufer wechseln :smile:.
Also willst du dich mehr bemühen als sie oder tust du es, weil du das Gefühl hast, dass du musst weil du sonst nicht zum Zug kommst?
Weil letzteres stimmt halt nicht. Frauen müssen nicht generell endlos umworben werden, bevor sie sich mal zu irgendwas bequemen. Frauen machen häufig auch ziemlich viel, um die Person des Interesses auf sich aufmerksam zu machen / von sich zu überzeugen. Wenn sie wirklich Interesse haben.
Einige Frauen halten das Werben des Mannes bewusst aufrecht wegen der Annehmlichkeiten. Also Hilfe bei allen möglichen Sachen, Einladungen, Geschenke...
Da hast du Recht. Kann ich mich selbst auch nicht immer ganz von frei sprechen, wobei Einladungen und Geschenke en masse in meinem Umfeld in der Kennenlernphase echt gar nicht üblich sind und eher als "too much" empfunden werden.
reed reed also kenne es auch von Freunden nicht. Sehe das aber nicht als Ausnutzen oder so. So ist eben der Partnermarkt.
Der Teil des Partnermarkts den du bedienst vielleicht. :zwinker:
 

Benutzer165503  (29)

Benutzer gesperrt
Ganzneuhier99 Ganzneuhier99 wenn ichs mal so nehme gast du vlt Recht. Also wenn ich eine Beziehung vor zwei Jahren nehme, mit der war ich direkt zusammen. Sex hatten wir nach so drei Monaten. Bei der letzten nach einem halben Jahr. Also haben uns ein halbes Jahr getroffen. Unsicher ab wann wir zusammen waren. Erster Kuss da nach bestimmt zwei Monaten erst(aber weiß nicht mehr so genau). Wobei ich das selbst lang empfand.
Die letzte mit der ich mich getroffen habe, die habe ich zwei Monate gedatet. Als ich dann mehr wollte und sie nicht, habe ich das Ding nicht weiter verfolgt. Kann daher nicht sagen, wie lange es da vlt mit was gedauert hätte. Da habe ich dann jeden Kontakt abrupt abgebrochen und rede z.B. auch kaum mit ihr im Verein. Habe auch Fragen nach treffen direkt abgewürgt(vlt fadenscheinig).
reed reed das ist denke ich ein großer Teil. Sehe das z.B. auch bei Kollegen auf der Arbeit. Also nicht beste Kumpels, die wohl wie ich sind. Da wird am Anfang auch überlegt, ob man die Frau in ein micht so teures Restaurant nehman kann oder ob das schlecht ankommt. Daher habe ich es auch hier geschrieben. Ich dachte das hat auch für das allgemeine Thema große Aussagekraft. Ob ich mich mehr Bemühen will? Ist so nicht ganz richtig. Aber es wäre mir das in einer Beziehung wert. Wenn es mir die Frau nicht so wert wäre, würde ich sie nicht daten.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Sollen Frauen also die Alleinverantwortlichen für die Klärung der (möglichen) Beziehungssituation sein?
Nicht zwingend Frauen, sondern generell die umworbene Person.

Weshalb sollte es nicht exakt so die "Aufgabe" des Werbenden sein vorab zu fragen, aaaalso, bevor ich Dich jetzt zum essen einlade, kannst Du Dir überhaupt mit mir eine Sexbeziehung, Partnerschaft, Freundschaft+, Affaire (ist ja beim Werbenden auch nicht von vorneherein klar um was GENAU er wirbt, manchmal wird ja z.B. auch erst beim vögeln klar, dass es gar nicht um eine Partnerschaft gehen soll) vorstellen oder nicht?
Weil die allermeisten Menschen aus einer solchen Nachfrage negative Rückschlüsse auf den Charakter der werbenden Person ziehen, wenn sie zu früh erfolgt. Witzigerweise hatte eine Bekannte erst kürzlich genau so ein Erlebnis wie Du es schilderst. Zuvor war sie durchaus an dem Typen interessiert. Nach dieser verfrühten Klarstellung seiner Absichten war er dann bei ihr unten durch. Also nein, eine möglichst frühe Offenlegung der tatsächlichten Absichten ist da im Allgemeinen definitiv nicht zielführend.

Wann und wie wollt ihr Jungs denn dann gerne eine Absage haben?
Ich kehre die Frage jetzt mal um: Was wäre denn aus Deiner Sicht für die werbende Person der beste Zeitpunkt, um ihre Absichten offenzulegen, ohne sich dadurch in den Augen der umworbenen Person als charakterlich defizitär zu brandmarken?

Schon, aber der Vorwurf, der ebenso im Raum steht, dass Frauen Männer in die friendzone schieben und oder eher um sie dann auszunutzen, egal ob als Umzugshelfer, als Mahlzeiten- und Blumenbezahler oder als Zuwendungsausteiler ist schon auch krass, oder
Auch nicht krasser als der Vorwurf, dass Männer Freundschaft vortäuschen, oder?

Dann ist das so ca. 20 Jahre her (vielleicht etwas weniger, wenn Du irgendeine Ausbildung, Studium dazwischen hattest, dennoch), so nach und nach wird in Psychologie und Psychiatrie einiges modernisiert, aber auch vor 20 Jahren war Psychologie doch noch sehr stark dominiert von Sigmund Freud (und einigen Kollegen)
Freud war ein Scharlatan. Aber unabhängig davon passt die von mir zitierte Aussage doch sehr gut zu dem was Lotusknospe Lotusknospe und einige andere geschrieben haben. Ich spitze das mal etwas zu:

Männer stellen im Durchschnitt geringere Anforderungen an potenzielle Sexualpartner als Frauen. Sie tun dies deshalb, weil ihnen Intimität so wichtig ist, dass sie lieber ihre Anforderungen herunterschrauben als auf Intimität zu verzichten. Frauen hingegen verzichten im Zweifelsfall lieber auf Initimität statt ihre Anforderungen herunterzuschrauben.

Umgekehrt weisen Frauen im Durchschnitt eine höhere Bereitschaft als Männer auf, mit jemandem eine platonische Freundschaft zu pflegen, der ihren Wunsch nach Intimität nicht erwidert. Dies ist wiederum so, weil ihnen die erwiderte Zuwendung wichtiger ist als der nicht erwiderte Wunsch nach Intimität. Für Männer hingegen wiegt der nicht erwiderte Wunsch nach Intimität oftmals so schwer, dass die erwiderte Zunwendung dies nicht ansatzweise aufwiegen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer154731 

Verbringt hier viel Zeit
Die letzte mit der ich mich getroffen habe, die habe ich zwei Monate gedatet. Als ich dann mehr wollte und sie nicht, habe ich das Ding nicht weiter verfolgt.
Na sieh mal einer an. Erst als du klar gemacht hast dass du mehr wolltest hat sie dazu klar Stellung bezogen und nein gesagt.
--> früher fragen, dann hast du früher eine Antwort. Ruhig schon nach dem zweiten oder dritten Date.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Na sieh mal einer an. Erst als du klar gemacht hast dass du mehr wolltest hat sie dazu klar Stellung bezogen und nein gesagt.
Aus seiner Sicht war es Dating. Insofern ging er wohl davon aus, sie wisse, dass er Interesse an mehr als reiner Freundschaft hat.

--> früher fragen, dann hast du früher eine Antwort. Ruhig schon nach dem zweiten oder dritten Date.
Gut, nach dem dritten Date mag vielleicht der richtige Zeitpunkt sein. Mit einer früheren Offenlegung der Tatsache, dass man kein Interesse an einer reinen Freundschaft hat, kann man sich aber auch schnell diskreditieren.

Wann im Mittel der optimale Zeitpunkt ist, wäre wirklich mal eine interessante Information.
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Da hast du Recht. Kann ich mich selbst auch nicht immer ganz von frei sprechen, wobei Einladungen und Geschenke en masse in meinem Umfeld in der Kennenlernphase echt gar nicht üblich sind und eher als "too much" empfunden werden.
Es muss nicht immer zwingend um materielle Dinge gehen. Diese Sichtweise ist mir zu oberflächlich.
Ich behaupte mal, dass es manchen Frauen auch einfach um die persönliche Zuwendung geht. Sie wollen zwar mit dem Typen nicht intim werden, genießen seine Gegenwart aber dennoch so sehr, dass sie ihn nicht verlieren möchten.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Männer stellen im Durchschnitt geringere Anforderungen an potenzielle Sexualpartner als Frauen. Sie tun dies deshalb, weil ihnen Intimität so wichtig ist, dass sie lieber ihre Anforderungen herunterschrauben als auf Intimität zu verzichten. Frauen hingegen verzichten im Zweifelsfall lieber auf Initimität statt ihre Anforderungen herunterzuschrauben.

Umgekehrt weisen Frauen im Durchschnitt eine höhere Bereitschaft als Männer auf, mit jemandem eine platonische Freundschaft zu pflegen, der ihren Wunsch nach Intimität nicht erwidert. Dies ist wiederum so, weil ihnen die erwiderte Zuwendung wichtiger ist als der nicht erwiderte Wunsch nach Intimität. Für Männer hingegen wiegt der nicht erwiderte Wunsch nach Intimität oftmals zu schwer, dass die erwiderte Zunwendung dies nicht ansatzweise aufwiegen kann.

Ich weiß nicht, ich find das irgendwie leicht daneben. Es ist ja nicht so, dass Männer GAR keine Freundschaften pflegen. Die wollen doch auch Zuwendung, aber viele können/wollen sie vllt nicht von einer Frau haben (mit der dann auch nichts läuft). Und zur Intimität: Ich glaube, den Wunsch haben Frauen und Männer, aber Frauen gehen dabei das größere Risiko ein, weshalb sie auch vorsichtiger sind. Außerdem sind Frauen beim Sex nun mal häufig anspruchsvoller als Männer. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein sexuelles Erlebnis für die Person schlecht oder verzichtbar gewesen ist, ist bei der Frau nun mal deutlich höher als beim Mann. Glaube nicht, dass Männer ihre Anforderungen herunterschrauben, sondern eher, dass sie einfach von Haus aus flexibler bzw. leichter sexuell interessiert sind, weil ihre Sexualität unkomplizierter ist als bei der Frau.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiß nicht, ich find das irgendwie leicht daneben. Es ist ja nicht so, dass Männer GAR keine Freundschaften pflegen.
Das habe ich auch nicht behauptet. Sonst müsste es ja im Umkehrschluss auch so sein, dass Frauen *gar* keine intimen Beziheungen pflegen.

Die wollen doch auch Zuwendung, aber viele können/wollen sie vllt nicht von einer Frau haben (mit der dann auch nichts läuft).
Also erstens würde ich Zuwendung und Freunschaft nicht gleichsetzen. Ziemlich viele sog. Männerfreundschaften, die ich kenne, sind von einem viel geringeren Maß an persönlicher Zuwendung und Aufmerksamkeit geprägt als dies bei Frauenfreundschaften oder Freundschaften zwischen Männern und Frauen der Fall ist. Nur weil Männer ebenfalls irgendeine Art von Freundschaften pflegen, heißt das somit noch lange nicht, dass persönliche Zuwendung für sie denselben Stellenwert hat wie für Frauen.

Zweitens macht es wohl auch einen Unterschied, ob ein Mann eine Freundschaft mit einer Frau pflegt, mit der er gerne intim werden würde, oder mit einer Frau, bei der dies nicht der Fall ist (die sog. Kumpeline).

Und drittens ging es ohnehin nur darum, was den größeren Stellenwert hat, und nicht darum, dass Männer ausschließlich das eine wollen und Frauen ausschließlich das andere.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein sexuelles Erlebnis für die Person schlecht oder verzichtbar gewesen ist, ist bei der Frau nun mal deutlich höher als beim Mann. Glaube nicht, dass Männer ihre Anforderungen herunterschrauben, sondern eher, dass sie einfach von Haus aus flexibler bzw. leichter sexuell interessiert sind, weil ihre Sexualität unkomplizierter ist als bei der Frau.
Das mag durchaus zutreffen, widerspricht aber keineswegs der Annahme, dass Intimität als Konsequenz daraus für Frauen im Schnitt einen geringeren Stellenwert besitzt als für Männer.

Es ist nun einmal so, dass Menschen im Schnitt ein höheres Interesse an Dingen entwickeln, die ihnen mühelos und unkompliziert Freude bereiten, als an Dingen, die mit einem erhöhten Frustrationsrisiko einhergehen.

Zum Beispiel ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch großes Interesse an Rückchlagsportarten wie Tennis oder Squash entwickelt, wesentlich höher, wenn er von Haus aus eine gute Hand-Auge-Koordination besitzt, als wenn dies nicht der Fall ist.

Könnte übrigens auch umgekehrt gelten: Männer sind ja weniger empathisch als Frauen. Wäre also nur logisch, wenn sie als Konsequenz daraus im Schnitt weniger Interesse an zwischenmenschlichen Beziehungen hätten, bei der die empathische Komponente im Vordergrund steht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer91095 

Team-Alumni
Also erstens würde ich Zuwendung und Freunschaft nicht gleichsetzen. Ziemlich viele sog. Männerfreundschaften, die ich kenne, sind von einem viel geringeren Maß an persönlicher Zuwendung und Aufmerksamkeit geprägt als dies bei Frauenfreundschaften oder Freundschaften zwischen Männern und Frauen der Fall ist. Nur weil Männer ebenfalls irgendeine Art von Freundschaften pflegen, heißt das somit noch lange nicht, dass persönliche Zuwendung für sie denselben Stellenwert hat wie für Frauen.

Ich glaube, ich weiß nicht, was du mit "persönlicher Zuwendung" meinst. Kannst du das näher erklären?

Zweitens macht es wohl auch einen Unterschied, ob ein Mann eine Freundschaft mit einer Frau pflegt, mit der er gerne intim werden würde, oder mit einer Frau, bei der dies nicht der Fall ist (die sog. Kumpeline).

Kommt drauf an, ob er die Freundschaft als Zweck betrachtet, um der Frau näher zu kommen. Wenn ja, dann schon, aber dann ist es auch keine echte Freundschaft. Dass man seine Freunde attraktiv findet und unter anderen Umständen mit ihnen vllt auch in die Kiste hüpfen würde, ist was ganz anderes, als wenn man wirklich aktiv den Wunsch pflegt, mit wem intim zu werden.

Das mag durchaus zutreffen, widerspricht aber keineswegs der Annahme, dass Intimität als Konsequenz daraus für Frauen im Schnitt einen geringeren Stellenwert besitzt als für Männer.

Würde ich nicht sagen. Intimität ist mir sehr wichtig und ich suche aktiv danach, wenn ich keine habe, aber ich such mir halt gezielt aus, mit wem ich intim werden will. Wenn es mit einer Person schön ist, bleibe ich bei ihr, anstatt mich z.B. auf einen ONS mit einer anderen einzulassen.
 

Benutzer138994  (40)

Meistens hier zu finden
Zuwendung und Intimität sind wohl sehr subjektiv. Gerade bei Freundschaften. In Freundschaften zwischen Frauen sind Streicheleinheiten nicht ganz unüblich. Gerade bei engen Freundinnen. Da wird sich einfach mal so umarmt, gekuschelt oder vieleicht auch geküsst.
Bei Freunschaften unter Männer ist das nicht üblich. Vieleicht mal umarmt in seltenen Situationen. Das war es auch schon. Unter besten Kumpels ist es oft üblich sich die übelsten und kreativsten Beleidigungen zum Spaß an den kopf zu hauen. So kenne ich es zu mindest.
Feundschaften zwischen Männer und Frauen sind wesentlich variabler. Zumindest wenn beide hetero oder bi sind. Da kommt die leichte Intimität nur bei Anziehung dazu.
Ich zähle auch ein paar Frauen zu meinen engsten Freunden. Einige davon finde ich nicht atraktiv und keiner haue ich eine scherzhafte Beleidigung an den Kopf. Die Freundschaften sind anders. Deshalb erwarten wohl Mann und Frau auch unterschieliche Dinge von Intimität und Zuwendung.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube, ich weiß nicht, was du mit "persönlicher Zuwendung" meinst. Kannst du das näher erklären?
Es ist schon spät. Daher nur ganz abstrakt: Mit persönlicher Zuwendung meine ich eine zwischenmenschliche Interaktion, die von Empathie und der Bereitschaft zum Zuhören geprägt ist. Dies ist bei den sog. Männerfreundschaften überwiegend nicht der Fall. Da stehen eher oberflächliche Rituale im Vordergrund.

Kommt drauf an, ob er die Freundschaft als Zweck betrachtet, um der Frau näher zu kommen. Wenn ja, dann schon, aber dann ist es auch keine echte Freundschaft.
Was ist mit dem Fall, dass die Zuwendung zwar prinzipiell aufrichtig war, der Mann es aber schlichtweg als zu schmerzhaft empfindet, weiterhin Kontakt zu der Frau zu haben, die seinen Wunsch nach Intimität nicht erwidert?

Würde ich nicht sagen. Intimität ist mir sehr wichtig und ich suche aktiv danach, wenn ich keine habe, aber ich such mir halt gezielt aus, mit wem ich intim werden will.
Selbst wenn Intimität der Durchschnittsfrau "sehr wichtig" ist, schließt dies natürlich noch lange nicht aus, dass sie dem Durchschnittsmann noch wichtiger ist. Kann ja sein, dass Intimität dem Durchschnittsmann nicht nur "sehr wichtig", sondern sogar "extrem wichtig" ist. Alles ist relativ.

Die Frage ist halt: Wenn eine zufällig ausgewählte Frau mit einem zufällig ausgewählten Mann auf einer Insel stranden würde (ohne Aussicht auf Rettung), wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass ...
a) der Mann irgendwann Interesse an Intimität mit der Frau entwickelt.
b) die Frau irgendwann Interesse an Intimität mit dem Mann entwickelt.

Es ist ja nicht so, dass Männer unter normalen Umständen mit jeder Frau ins Bett steigen würden. Ich behaupte aber mal, dass unter diesen speziellen Umständen viele Männer ihre Ansprüche langfristig soweit verringern würden, bis es passt. Umgekehrt wäre ich mir da nicht so sicher. Gäbe bestimmt einige Frauen, deren Ansprüche dann gleichermaße absinken würden. Gäbe aber bestimmt auch reichlich Frauen, die dann einfach auf Intimität verzichten würden.

Im könnte das wohl auch der Grund dafür sein, dass das Interesse an platonischen Freundschaften mit Frauen deutlich steigt, wenn Männer nicht (mehr) single sind. Dann ist das primäre Verlangen nach Intimität soweit gestillt, dass sich das sekundäre Verlangen nach Zuwendung entfalten kann.
 
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Benutzer91095 

Team-Alumni
Was ist mit dem Fall, dass die Zuwendung zwar prinzipiell aufrichtig war, der Mann es aber schlichtweg als zu schmerzhaft empfindet, weiterhin Kontakt zu der Frau zu haben, die seinen Wunsch nach Intimität nicht erwidert?

Was ist dann? Dann hat man keine Freundschaft, weil dann funktioniert das halt nicht.

Selbst wenn Intimität der Durchschnittsfrau "sehr wichtig" ist, schließt dies natürlich noch lange nicht aus, dass sie dem Durchschnittsmann noch wichtiger ist. Kann ja sein, dass Intimität dem Durchschnittsmann nicht nur "sehr wichtig", sondern sogar "extrem wichtig" ist. Alles ist relativ.

Mag sein, aber das ist genauso hypothetisch wie das, was ich behauptet hab.

Es ist ja nicht so, dass Männer unter normalen Umständen mit jeder Frau ins Bett steigen würden. Ich behaupte aber mal, dass unter diesen speziellen Umständen viele Männer ihre Ansprüche langfristig soweit verringern würden, bis es passt. Umgekehrt wäre ich mir da nicht so sicher. Gäbe bestimmt einige Frauen, deren Ansprüche dann gleichermaße absinken würden. Gäbe aber bestimmt auch reichlich Frauen, die dann einfach auf Intimität verzichten würden.

Wie gesagt, ich glaube, Männer sind flexibler aufgrund von biologischen Gegebenheiten. Wenn das für dich automatisch bedeutet "größerer Wunsch nach Intimität", dann kann ich dagegen nicht sagen. Ich glaub's aber ehrlich gesagt trotzdem nicht.

Im könnte das wohl auch der Grund dafür sein, dass das Interesse an platonischen Freundschaften mit Frauen deutlich steigt, wenn Männer nicht (mehr) single sind. Dann ist das primäre Verlangen nach Intimität soweit gestillt, dass sich das sekundäre Verlangen nach Zuwendung entfalten kann.

Habe ich noch nicht erlebt. Vergebene Männer sind häufig noch schwerer zu "befreunden" als Solisten, es sei denn, man ist selbst auch in einer Beziehung und lernt sich vllt noch als Pärchen kennen.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Was ist dann? Dann hat man keine Freundschaft, weil dann funktioniert das halt nicht.
Klar, aber genau so ist das doch typischerweise in den Konstellationen, um die es hier geht.

Eine Frau und ein Mann, der gegen seinen Willen in ihre Friendzone eingegliedert wird, ergeben doch wohl in den allerseltensten Fällen eine funktionierende Freundschaft.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Eine Frau und ein Mann, der gegen seinen Willen in ihre Friendzone eingegliedert wird, ergeben doch wohl in den allerseltensten Fällen eine funktionierende Freundschaft.

Was verstehst du denn unter "Friendzone"? Ich hab noch nie gehört, dass die Frau sagt "Sorry, aber du bleibst bei mir in der Friendzone." Meistens sagt sie ja nur, dass sie nicht Interesse an mehr hat. Allerhöchstens sagt sie, dass sie wenn, dann nur an einer Freundschaft interessiert wäre. Und dann gibt es noch den Klassiker, dass einer ne Freundschaft vorspielt oder ewig lang aufrecht erhält, obwohl er mehr will (meist aus Unfähigkeit, es anders zu tun) und sie denkt, er ist ein guter (oder gar bester) Freund, und erst irgendwann gesteht er seine Liebe und sie sagt "Ich mag dich, aber nur als Freund." Aber das Wort "friendzone" wird alltagssprachlich für all diese Szenarien benutzt, auch wenn gar keine Freundschaft vorher bestand und auch keine von ihrer Seite aus angestrebt ist.
 

Benutzer163957 

Öfters im Forum
Eine Frau und ein Mann, der gegen seinen Willen in ihre Friendzone eingegliedert wird, ergeben doch wohl in den allerseltensten Fällen eine funktionierende Freundschaft.
Hä? Ich dachte auch Männer sind auch autonome Wesen?
Sie sagt: Bei mir reicht es nur für Freundschaft (=Friendzone?)
Er hat folgende Wahlmöglichkeiten:
1) Er möchte die Freundschaft, trotz weitergehendem Interesse seinerseits, dann ist das seine freie Entscheidung und hat jederzeit die Möglichkeit sich umzuentscheiden, wenn er das doch nicht möchte
b) ihm reicht das von vornherein nicht, er entscheidet sich gegen eine Freundschaft, dann aber ebenfalls aus freiem Willen

Nur weil man vielleicht Anziehung verspürt oder etwas verknallt ist, ist man noch lange nicht unzurechnungsfähig oder ein entmündigtes "Opfer" der bösen Frauenwelt, das gezwungen wird sich "warmhalten" zu lassen oder eine ungewollte Freundschaft zu führen.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Hä? Ich dachte auch Männer sind auch autonome Wesen?
Sie sagt: Bei mir reicht es nur für Freundschaft (=Friendzone?)
Er hat folgende Wahlmöglichkeiten:
1) Er möchte die Freundschaft, trotz weitergehendem Interesse seinerseits, dann ist das seine freie Entscheidung und hat jederzeit die Möglichkeit sich umzuentscheiden, wenn er das doch nicht möchte
b) ihm reicht das von vornherein nicht, er entscheidet sich gegen eine Freundschaft, dann aber ebenfalls aus freiem Willen
Was Du schreibst, ist alles vollkommen korrekt. Trifft aber bei den Frauen, denen nur eine reine Sexbeziehung angeboten wird, obwohl sie eigentlich an einer ganzheitlichen Partnerschaft interessiert sind, gleichermaßen zu.

Diese Frauen haben ja ebenfalls die beiden von Dir genannten Wahlmöglichkeiten. Trotzdem liest man immer wieder mal von solchen Fällen.
[doublepost=1494804009,1494803904][/doublepost]
Nur weil man vielleicht Anziehung verspürt oder etwas verknallt ist, ist man noch lange nicht unzurechnungsfähig oder ein entmündigtes "Opfer" der bösen Frauenwelt, das gezwungen wird sich "warmhalten" zu lassen oder eine ungewollte Freundschaft zu führen.
Gilt dann umgekehrt genauso: Die Frauen, die sich zu reinen Sexbeziehungen überreden lassen, owbwohl sie eigentlich eine ganzheitliche Partnerschaft wollen, sind dann ebenfalls selbst schuld.
 
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