Wer von Euch hat schon mal wie mit dem Rauchen aufgehört?

cr4nberry   (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Guten Abend :smile:

da ich für meinen eigenen (letzten!) Versuch noch Erfahrungen und Tipps benötige, wollte ich mal fragen, wer es von Euch (langfristig) geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören.

Hattet Ihr einen bestimmten Auslöser oder war es geplant?
Habt Ihr es zuvor bereits erfolglos versucht und was hat aus Eurer Sicht letztendlich dann den feinen Unterschied gemacht, dass es beim letzten Mal geklappt hat?
Habt Ihr bestimmte Strategien oder sonstige Tipps?

Über eure Anregungen würde ich mich freuen :smile:
 

LiseLise  

Sehr bekannt hier
Habe keine konkreten Tipps aber mal gelernt, dass beim Rauchen die Wahrscheinlichkeit, es tatsächlich zu schaffen mit jedem Versuch steigt. D.h. je öfter man es probiert und ein paar Tage ohne schafft, desto eher kommt man davon los. Also die Hoffnung nicht aufgeben :smile:
Ich denke jedoch, dass ein radikaler Schnitt am effektivsten ist und würde dazu raten.
Ich weiß von meiner Nachbarin, die nachdem ihr Vater an einer Lungenkrankheit gestorben ist, am Ende des Jahres an Silvester gesagt hat, dass das jetzt ihre Letzte ist und hat dann ab dem neuen Jahr keine mehr geraucht und das durchgezogen.
Eine andere Freundin hat es auch schon ziemlich lange geschafft - jedoch blieb der Partner Raucher weshalb sie in Krisensituationen von ihm wieder hat "anstecken" lassen. Wenn, dann hilft es also wohl, wenn der ganze Haushalt aufhört und einen sogar unterstützt :smile:
Wichtig ist, dass der Wille da ist.
 

Eiskristall  

Sorgt für Gesprächsstoff
Ganz radikaler Schnitt hilft!

Wie LiseLise LiseLise schon sagt muss das Umfeld dazu mitmachen bzw. passend sein dann ist es einfacher.
Wenn dein Umfeld mitmacht, erzähle möglichst vielen Menschen davon. Vor dir selbst zu scheitern ist das eine, vor der ganzen Familie oder allen Freunden das andere.

Mir hat sehr geholfen in einer stressigen Zeit damit aufzuhören. Den ganzen Tag umgeben von Kindern war ich gut abgelenkt und richtig mühsam für mich war nur der Abend. Da kommt es drauf an was für ein Typ du bist :zwinker: Wenn du mit Ablenkung völlig drauf vergisst ist versuch dir die ersten paar Wochen ziemlich viel einzuteilen.
 

AitchEm   (28)

Klickt sich gerne rein
Ich habe Mitte November 2020 aufgehört zu rauchen.
Es wurde mir zu teuer und zu sehr "Gewohnheit".

Ich habe mein Päckchen, mit 15 restlichen Kippen, an eine Arbeitskollegin verschenkt und seitdem keine Zigarette mehr angefasst.

Ich denke wenn der Wille wirklich da ist, dann schafft man das auch.
 

WomanInTheMirror   (25)

Beiträge füllen Bücher
Ich bin zwar kein Raucher, aber ich möchte eine Erfahrung teilen, die ich mit ähnlichen "süchtigmachenden" Dingen hatte (Süßigkeiten, schlechte Gewohnheiten und ähnliches):
Sag nicht jedes Mal: "Das hier ist meine letzte Zigarette", sondern sag: "Die Zigarette von gestern war meine letzte".
So verhindert man eine Überhöhung des Suchtmittels und der Einstieg fällt leichter :smile:
 

Asis  

Benutzer gesperrt
Ich habe vor drei Jahren im Zuge eines Arbeitsplatzwechsels aufgehört. Davor bin schon 2x gescheitert.
Ich zog meinen Hausarzt zu Rate, der diese Vorhaben natürlich voll unterstützt hat. Er hat mir das Medikament Elontril verschreiben, was zwar gegen Depressionen ist, aber hilft den Drang nach Nikotin abzuschwächen. Und ich muss sagen, damit hat es wunderbar funktioniert. Man nimmt eine Kapsel pro Tag , fängt damit ca 5 Tage vor einem selbst gesetzten Rauchstopp-Termin an, damit sich die Wirkung entfaltet und nimmt die dann ca 30 Tage begleitend.
Für mich besser als diese Pflaster und so ein Zeugs, welche auch viel teurer sind. Ich weiß nicht mehr , was die 30 Kapseln gekostet haben, aber es war unter €50. Und eine Packung hat gereicht.
Bei mir hat das so geklappt. Aber natürlich muss man auch Willens sein und auch seine Raucher-Rituale überwinden.
 
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Goldkatze  

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann nicht mit persönlichen Erfahrungen dienen, weil ich gar nicht rauche. Aber eine Arbeitskollegin und deren Mann haben unter ärztlicher Betreuung mit dem Rauchen aufgehört und ein Medikament dafür eingenommen.
Beide sind seit 2 Jahren rauchfrei.
Die Medikamente sind wohl aber richtige Hämmer und damit hat man wohl nur einen Versuch.

Edit: Das war wohl die gleiche Methode, von der auch A Asis berichtet hat. Und "nur einen Versuch" bezog sich auf die medikamentöse Entwöhnung insgesamt. Die Medikamente wurden über mehrere Wochen genommen. Aber wenn danach ein Rückfall käme, könne man es laut meiner Kollegin kein zweites Mal mit diesen Medikamenten versuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sun-Fun  

Verbringt hier viel Zeit
Mmmh. ich werde Dir keine grosse Hilfe sein. Ich hab vor 4 Jahren ungeplant, von jetzt auf sofort aufgehört. Irgendwie war mir von einem Tag zum nächsten klar, ich will das nicht mehr.

Ich hab damals noch eine Weile mit E-Zigi gedampft (aber nur ein paar MOnate). Das wichtigste war wohl, dass ich mir jedes Mal wenn die Lust kam oder kommt (und ja, die kommt auch heute noch) ich mir wieder gesagt habe, warum ich nicht rauche und warum ich mir einen 2. Entzug nicht antue. Es hat mir auch geholfen, dass ich mich über die chemischen Reaktionen im Körper informiert habe. Ich wusste nach 3 Monaten passiert xyz und darum wird es dann heftig. Als der Entzug dann kam, hab ich mir immer wieder gesagt, ich steh die 3 Tage durch (und es wurde echt besser nach 3 Tagen).

Und auch heute noch, jedes Mal wenn die Lust kommt, sage ich mir, dass ich das nicht mehr will und das sich nicht loht, wieder anzufangen. Bisher funktioniert es..... aber auch heute ruft die Sucht noch. Das muss man sich bewusst sein. Und ich hab sehr lange geraucht, ich weiss, rauche ich eine, dann bin ich wieder drin. Da mach ich mir nix vor.
 

Cookie_Fan   (29)

Meistens hier zu finden
Irgendwie war es schon geplant. Mein Freund hat 4 Monate vor mir aufgehört und somit hab ich fast nur noch in der Arbeit geraucht. Ende September 2019 sind wir dann in den Urlaub geflogen und da hab ich dann gesagt, im Urlaub hör ich auf. Hab am Abflugtag dann die letzten Zigaretten geraucht und das war es dann. Durch den Urlaub war ich abgelenkt und es war nicht ganz so schlimm.

Einige Zeit danach hab ich mir von einer Kollegin eine Zigarette gemopst und probiert. Naja es war einfach nur :sick: Daran denk ich, wenn es mich doch mal in den Fingern juckt. Aber diese Momente werden immer seltener!
 
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FrauNaddi  

Öfters im Forum
Ich hab in den letzten 7 Jahren 3x mit dem Rauchen aufgehört (unteranderem auch mit dem exessiven Graskonsum, von heute auf morgen mit positivem schwangerschaftstest)...
Das erste Mal war das zwar das schwerste Mal für mich, es hat 5 Monate gedauert 😔
Ich habe erst meine 24 Stück am Tag (in gesellschaftlichen runden auch Mal doppelt soviel) auf 10 , dann auf 3 reduziert... Ausserdem hab ich die Marke gewechselt, eine gesucht die weniger Teer und Nikotin enthält (diese "Nuttenstengel")...

Ach, beim Schreiben fiel mir noch ein ich hab mir tatsächlich ne zeitlang (wo die Schwangerschaft noch nich sichtbar war) lose Zigaretten gekauft, denn so konnte ich verhindern das ich mehr als diese rauche... Mein Mann musste sich auch was überlegen, denn sonst hab ich seine geraucht...

Dann hab ich nach etwa 2 1/2 Jahren wieder für ein Jahr geraucht :kopfwand:
Mit der 2. Schwangerschaft fiel mir der Entzug leichter (8 Wochen) mein "Glück" war das mir davon so verdammt kotzübel wurde... In diesen ersten wochen hab ich mir diese Einweg e Zigaretten gekauft...

Und nun zum 3. Versuch... Denn dieser War anders... ich hatte diesmal keine geistige Notbremse ,also ich war ja bei den ersten 2 Anläufen schwanger und wollte das nicht für die ungeborenen... Dennoch wollte ich wieder mit dem Rauchen aufhören, denn statistisch gesehen geben Eltern auch Gewohnheiten an ihre Kinder weiter... Ich hab mir ne e Zigaretten besorgt (aber eine andere als dies riesen nuckelfestplatten, denn dort mag ich nicht wie man daran zieht... Ich hab mir ne myblu gekauft, is wie ne vybe) das ging auch gut denn ich konnte die Nikotin Zufuhr reduzieren bis ich aufgehört habe...

Und ich geb Sun-Fun Sun-Fun Recht... Die sucht wird immer bleiben, Mal mehr Mal weniger intensiv... Aber du schaffst das 💋
 

Asis  

Benutzer gesperrt
Die sucht wird immer bleiben, Mal mehr Mal weniger intensiv..
Ich denke, das ist nicht so. Man muss soweit kommen und durchhalten, dass das Suchtgefühl keine Rolle mehr spielt. Nach meiner Erfahrung sind das so 6-8 Wochen. Dabei kann wie erwähnt ein Medikament helfen.
Was mich damals eher geplagt hat, war zu wissen, wie eine Zigarette bspw. nach dem Essen oder zum Kaffee schmeckt.
Rein vom Genuss her würde ich in diesen Situationen heute noch eine rauchen, aber keinesfalls von Sucht wegen. Aber ich weiß, wenn ich das mache, fange ich wieder an.
Es geht auch wunderbar ohne das Rauchen. Aber bis man soweit ist, und das quasi vergessen hat, dauert es mindestens ein halbes Jahr.
 

FrauNaddi  

Öfters im Forum
Ich denke, das ist nicht so.
Mag sein das du das anders siehst... Aber ich spreche hier nich von der körperlichen sucht... Ja die dauert nur ein paar Tage...

Ich rede von der Tatsache das sucht im Gehirn stattfindet...

Wie gesagt ich bin seit 7 Jahren Clean was den Konsum von Gras angeht (und ich rede nicht von Mal nem Tütchen mit Freunden am Wochenende)... Auch wenn ich kein verlangen habe es zu rauchen, kommt mir trotzdem hin und wieder der Gedanke "ach nen Keks wäre jetzt nett" und auch beim Zigaretten rauchen hab ich es auch nach über 6 Monaten noch "ach jetzt eine rauchen hätte was"
 

Sun-Fun  

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke, das ist nicht so. Man muss soweit kommen und durchhalten, dass das Suchtgefühl keine Rolle mehr spielt. Nach meiner Erfahrung sind das so 6-8 Wochen. Dabei kann wie erwähnt ein Medikament helfen.
Also ich kann Dir nur sagen, bei mir passiert es heute noch, dass wenn ich an einem Tankstellenshop vorbei fahre, mein Kopf sagt "komm, wir gehen Zigis kaufen".... und ich war im November 4 Jahre rauchfrei. Und klar, es gibt manchmal 2-3 Monate, da denke ich gar nciht an Zigaretten.... und dann plötzlich will mein Kopf mir wieder welche kaufen. Das Gefühl dauert aber 3 Minuten, weil ich es einfach wegschiebe...

Was ich mir vorstellen kann ist, dass es davon abhängt, wie lange man geraucht hat.
 

Spiralnudel   (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe 2017 meine letzte Zigarette geraucht. Davor habe ich mehrfach versucht aufzuhören, bin aber nach nur wenigen Monaten bis maximal einem Jahr immer wieder rückfällig geworden, auch weil ich immer rauchende Partner und Freunde/Kollegen hatte , die mir das Durchhalten schwer machten.

Als ich meinen Mann – schon immer Nichtraucher – kennenlernte, rauchte ich noch. An dem Abend im Februar 2017, als es zwischen uns dann so richtig funkte, standen wir draußen in der Kälte, ich rauchte eine Zigarette und er sagte, dass Rauchen für ihn ein großes No-go sei. Zwar könne er mir das Rauchen nicht verbieten, aber er würde es auf gar keinen Fall in Gegenwart seiner Kinder tolerieren. Da nahm ich mir dann vor, das Rauchen endgültig aufzugeben. Zunächst rauchte ich noch, aber nie, wenn wir uns sahen, und auch niemals vor den Jungs. Als wir nur wenige Wochen später über eine gemeinsame Zukunft sprachen, hörte ich ganz auf.

Seither habe ich nie wieder geraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Asis  

Benutzer gesperrt
Seither habe ich nie wieder geraucht.
Gut so. Man muss sich halt vor Augen halten, was Rauchen eigentlich bringt - nämlich genau nichts.
Früher war es cool, und trendy, heute eher verschrien und nicht mehr gesellschaftsfähig.
Außerdem bin ich froh, nicht mehr so viel Geld dafür auszugeben.
Ich kann aber jeden verstehen, der mit dem Aufhören Probleme hat und sich schwer tut.
Ging mir ganz genau so und hat mehrere Anläufe gebraucht davon loszukommen.
 

HoldenC  

Beiträge füllen Bücher
oder sonstige Tipps?

Offenbar wurde die Regenerationsfähigkeit der menschlichen Lunge recht lange unterschätzt.
Darüber sind sich entsprechende Ärzte so gut wie einig.
Wenn man sich eine Aufstellung ansieht (s.u.), was an regenerativen Vorgängen im Körper passiert,
wenn man das Rauchen einstellt, so kann das ungeheuer motivierend sein. Das gilt zumindest für mich.
Das Mindset zu ändern von "Was verliere ich/was entbehre ich" zu "Was gewinne ich (zurück)" kann eine
große Hilfe darstellen.

 
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