Wer an Gott glaubt....

Benutzer65590 

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Wer an "Gott" = den Gott des Christentums glaubt, beleidigt meiner Meinung nach seinen Intellekt (gewisse Einwände sollte man einfach nicht ignorieren), ähnliches gilt für die meisten anderen "prominenten" Gottheiten, die eigentlich inzwischen zumindest in ihrer propagierten Ausprägung und Gestalt als Fiktion entlarvt sind.
Wer an eine höhere Macht glaubt ("einen Gott"), die ins Leben eingreift (Theismus), leidet meiner Meinung nach an einem immanenten Vaterkomplex (kommt damit klar, dass ihr eure Belange selber regeln müsst).
Wer an eine höhere Macht glaubt ("nennen wir sie mal Gott"), der alles egal ist (Deismus), hat sich meiner Meinung nach in eine geistige Sackgasse manövriert (warum nicht direkt den Glauben an etwas aufgeben, was uns offenbar gar nicht betrifft?).

Off-Topic:
Wo kommen denn auf einmal diese ganzen gottbezogenen Themen her, hat der Papst Geburtstag oder was?
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
D vertritt meine Ansicht noch mit am besten. Für mich hat Glaube an Gott etwas von Resignation. Der Mensch gibt auf, sich philosophischen Fragen zu stellen und nutzt Effekte, die im Rahmen von Religionen auftreten mehr oder weniger stark zur Verdrängung.

Off-Topic:
Der Vergleich von Religion mit Opium hinkt. Opium ist eine bewußtseinserweiternde Droge.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Jeder gläubige Mensch hat seine eigenen Gründe, warum er an einen Gott oder sonst irgendwelche übernatürlichen Dinge glaubt...

Oftmals wird aber eine Mischung aus C und D durchaus zutreffend sein.

Allerdings sehe ich noch eine andere Begründung für den Glauben:
Der Mensch versucht, seine Umwelt zu verstehen und Erklärungen für Dinge zu finden, für die er bisher keine Erklärung hat.
Irgendwann haben Leute versucht, die Welt mit irgendwelchen religiösen Texten zu beschreiben. Mit in sich geschlossenen, weder verifizierbaren, noch falsifizierbaren Theorien, die in schöne Geschichten verpackt wurden.
Von diesen in sich geschlossenen Systemen geht irgendwie eine ganz spezielle Faszination aus, da sie es einem ersparen, weiterhin über diese Dinge nachzudenken und seine Theorien zu hinterfragen...
Und auch heute noch glauben Leute an diese religiösen Dinge, weil sie einfache Erklärungen suchen.
Selbst wenn es inzwischen genügend wissenschaftliche, falsifizierbare Theorien gibt, die sehr viel erklären... Diese Theorien können nicht alles erklären und nicht jeder Mensch möchte immer an die Grenzen der Erklärungen denken... Da ist der Glaube an einen Gott irgendwie bequemer.
Ebenso sind die wissenschaftlichen Theorien und Modelle teilweise so kompliziert, dass man sie ohne viel dahingehendes Wissen und viel Arbeit überhaupt nicht verstehen kann - Da ist es bequemer, an etwas einfaches, wie einen allmächtigen Gott zu glauben.
 

Benutzer29377 

Meistens hier zu finden
Auch wenn ich mir theoretisch schon in irgendeiner Form so etwas wie eine "höhere Macht" vorstellen kann, trifft's in meinen Augen für die Religion, wie wir sie kennen
[X] D - manipuliert / Opium fürs Volk
am besten.
 

Benutzer84930 

Verbringt hier viel Zeit
Und auch heute noch glauben Leute an diese religiösen Dinge, weil sie einfache Erklärungen suchen.

Eine wissenschaftliche Erklärung für Effekte, und das damit einhergehende Verständnis ist zugegebenermaßen in der Regel ein erstrebenswertes Ziel. Nur leider beschreiben sie nur einen Zustand und den daraus unter bestimmten Umgebungsbedingungen folgenden Zustand. Welche Effekte zum Zustand geführt haben ist bereits schwieriger zu Beantworten. Aber selbst wenn wir diese Kette beliebig weit zurückverfolgen könnten, stehen wir vor einem Dilemma:
Wir drehen uns im Kreis! Denn ein Anfang ist nicht in Sicht. Was war vor dem Sein?
Gehen wir in der modernen Entstehungs"lehre" bis zum Urknall zurück; Was war zuvor? Und warum hat der Urknall stattgefunden?

Tun sich Wissenschaftler so schwer mit dem Glauben, weil sie ihn nicht erklären können?
 

Benutzer6400 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Und warum hat der Urknall stattgefunden
Doctor Who schauen :cool1: Hat was mit Alliens zu tun. :zwinker:


Schwierige Frage. Ich glaube an eine höhere Macht, aber ob das nun Gott ist, oder Allah etc, oder ob es sogar mehrere Götter sind ... mach ich mir keine Gedanken drüber.
Meine Eltern z.B. haben beide nicht wirklich was mit Glauben zu tun, wir waren nie in der Kirche etc. - trotz allem hab ich angefangen, langsam an etwas höheres zu Glauben.
Ich denk aber schon, dass man durch eine starken Glauben sicherer durch das Leben gehen kann. Es ist manchmal schon sehr bewundernswert, wie Menschen allein durch den Glauben mit schweren Schicksalsschlägen zurechtkommen.
 

Benutzer65590 

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Eine wissenschaftliche Erklärung für Effekte, und das damit einhergehende Verständnis ist zugegebenermaßen in der Regel ein erstrebenswertes Ziel. Nur leider beschreiben sie nur einen Zustand und den daraus unter bestimmten Umgebungsbedingungen folgenden Zustand. Welche Effekte zum Zustand geführt haben ist bereits schwieriger zu Beantworten. Aber selbst wenn wir diese Kette beliebig weit zurückverfolgen könnten, stehen wir vor einem Dilemma:
Wir drehen uns im Kreis! Denn ein Anfang ist nicht in Sicht. Was war vor dem Sein?
Gehen wir in der modernen Entstehungs"lehre" bis zum Urknall zurück; Was war zuvor? Und warum hat der Urknall stattgefunden?

Also lösen wir das Problem, indem wir einen beliebigen Anfangspunkt festsetzen und behaupten, hier komme "Gott" ins Spiel - ohne jeglichen Beleg für diese Hypothese?
Also, ich persönlich finde das ja suboptimal...
 

Benutzer84930 

Verbringt hier viel Zeit
Also lösen wir das Problem, indem wir einen beliebigen Anfangspunkt festsetzen und behaupten, hier komme "Gott" ins Spiel - ohne jeglichen Beleg für diese Hypothese?
Also, ich persönlich finde das ja suboptimal...

Dann würde ich von Dir bitte einen "weniger suboptimalen" Ansatz hören. :tongue:
 

Benutzer65590 

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Dann würde ich von Dir bitte einen "weniger suboptimalen" Ansatz hören. :tongue:

Man erstellt, der wissenschaftlichen Methode folgend, eine Theorie und versucht dann in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Forschern, diese zu veri- oder falsifizieren?
Beispiel: "Wenn wir die Ausdehnung des Universums berechnen, das Verhalten einiger subatomarer Teilchen bedenken und wenn unsere Theorien über das Alter gewisser Himmelskörper korrekt sind, dann würde daraus folgen, dass..." [das waren jetzt willkürlich gewählte Variablen, ich bin kein Physiker]. - Das ist allemal besser als "...und eine allmächtige Gewalt namens Gott schuf alles."
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Tun sich Wissenschaftler so schwer mit dem Glauben, weil sie ihn nicht erklären können?
Ich finde es einfach besser, meine Unwissenheit einzugestehen, als mich in irgendwelche weder verifizierbare, noch falsifizierbare Gedankengebäude zu begeben.
 
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