Wenn man denkt, man hat die/den Richtigen gefunden...

Benutzer102977 

Benutzer gesperrt
Hi,


ich würde gerne mal wissen, egal ob von Frauen oder Männern, wie lange habt ihr schonmal um jemanden gekämpft?

Wie lange habt ihr es versucht? Auch wenn diese Person erst gar nichts von euch wissen wollte bzw. euch einen Korb nach dem anderen gegeben hat. Hat es dann doch funktioniert? Bzw. wenn nicht, würdet ihr jederzeit wieder anfangen wollen zu kämpfen?


Gruß
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
gekämpft im sinne von "die beziehung nicht sofort aufgeben" habe ich bereits. ich habe mehrere wochen um meine letzte beziehung gekämpft. es war unser zweiter und letzter versuch, da wollte ich das eben nicht so leichtfertig aufgeben. ich habe in dem sinne auch keinen korb bekommen, sondern wurde aufgrund von psychischen problemem meines exfreundes einfach über wochen schlecht behandelt. irgendwann konnte und wollte ich damit aber nicht mehr umgehen. zumal er sich auch nicht helfen lassen wollte. viele meiner freunde und auch seiner freunde haben mir schon viel früher zur trennung geraten. ich musste aber meine eigene grenze finden.
zwischen uns hat alles wunderbar gepasst, ich hätte mir auch vorstellen können eine familie mit ihm zu gründen. wenn da nicht seine psychischen probleme mit reingespielt hätten...

wenn ich mir bei einem partner sicher bin, dass er es wert ist, würde ich definitiv wieder kämpfen. allerdings muss man dabei den punkt erkennen, an dem es sinnlos wird und dann eben einsehen, dass es sinnlos ist.
 

Benutzer72912  (34)

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So als ich 17 war habe ich zwei Jahre um ein Mädel gekämpft. Es hat alles nichts gebracht und mich selbst hats auch noch kaputter gemacht wie ich damals sowieso schon war. xD

Ich tus nie wieder. Man macht da ständig die Erfahrung, dass man vo geliebten Menschen abgelehnt wird. Einmal reicht. :zwinker:
 

Benutzer42813 

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Wenn jemand nichts von mir will, dann ist doch ganz klar, dass er nicht der richtige ist, oder?

Der Richtige macht mich glücklich, er sorgt dafür, dass ich mich tag für tag wohl fühle. Auch, wenn wir uns streiten und Meinungsverschiedenheiten haben (oder er zur Zeit etwas weniger Sex möchte als ich), dann weiß ich trotzdem, dass kleinere Konflikte nicht das Band zwischen uns kaputt machen können.

Aber wenn so ein Band noch gar nicht da ist - dann ist er doch auch noch gar nicht der richtige.
 

Benutzer92508 

Sorgt für Gesprächsstoff
Weit länger als ein Jahr habe ich nach meinem Korb doch noch gekämpft. Klar, war ein Fehler, vor allem für sie muss es schrecklich gewesen sein.
Leider bin ich sehr zielstrebig, bin es gewohnt für etwas zu arbeiten, lange und hart, aber dann erreiche ich es auch. Darunter recht imposante Dinge. Leider ist Liebe halt etwas was man sich nicht erarbeiten kann, dass habe ich erfahren.

Ja, sicher, dass sie "die Richtige für mich ist", war ich. Vermute, ich bin davon immer noch (heute mehr als fünf Jahre her) irgendwie beeinflusst. Das was ich für sie damals empfunden habe, habe ich nie mehr für eine Frau empfunden.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich glaube, UM jemanden im klassischen Sinne zu kämpfen habe ich so noch nicht praktiziert. Die meiste Zeit habe ich eher gegen mich selbst gekämpft. :zwinker:

Als ich "meine Richtige" kennenlernte, war da jedenfalls kein ritterliches Umwerben meinerseits. Im Gegenteil: ich habe mich eher von ihr distanziert, mich einen Monat lang selbst gequält und nicht gemeldet, damit sie sich meldet um mir zu beweisen, dass ich ihr irgendwie wichtig bin. Und das war womöglich noch die am wenigstens peinliche Tat in meiner Unreife. :grin:

Ich habe auch nicht geflirtet - das kannte ich damals überhaupt nicht - und hab auch einfach recht früh eingestanden, dass ich sie liebe (nur um kurz daraufhin von ihr korrigiert zu werden: ich wäre einfach nur in sie verliebt. Recht hatte sie, aber das hatte sie sowieso immer... :rolleyes:)

Paradoxerweise kamen wir zusammen, allerdings nur für etwa 1 Jahr. Es gab große Probleme in meinem familiären Umfeld mit ihr und ich war von der Persönlichkeitsentwicklung noch in der Steinzeit, wohingegen sie auf einem Level schwebte, was die meisten Menschen im Leben nicht erreichen. So war eine langfristige Beziehung jedenfalls nicht möglich. Als sie Schluß machte, kämpfte ich dann auch nicht um sie, sondern eher gegen mein verhasstes Ich und meine Unzulänglichkeiten, die mir das alles eingebrockt hatten. Etwa 1 Jahr lang habe ich meinen Charakter umgewälzt, allerdings nur mit dem Ziel das mir soetwas niemals wieder geschieht und nicht, um mit ihr wieder zusammenzusein.

Tja... und dann bin ich durch völlig mysteriöse Umstände dennoch wieder mit ihr zusammengekommen, obwohl ich mich auch zu der Zeit eher von ihr fernhielt. Und diesmal war es intensiver und fester als zuvor. :zwinker:

Ich hatte dann noch mehr Auftrieb in meiner Entwicklung, beseitigte die Probleme mit meiner Familie (indem ich mich gegen meine Mutter durchsetzte - seitdem ist nicht mehr so viel mit mir und Familie...) und arbeitete noch härter an mir, um selbstständiger und ihr ein würdigerer Partner zu werden.

Das hat auch ganz gut funktioniert. Wir waren 4 Jahre daraufhin noch sehr glücklich zusammen. Es zerbrach dann lediglich daran, dass ich irgendwann damit aufhörte, mit mir zu kämpfen und stattdessen Frieden schloss.

Das ist eine Sache, die ich mir bis Heute nicht verzeihe. Als Konsequenz stehe ich nun bereits 4 Jahre lang wieder mit mir auf Kriegsfuß. :zwinker:
 

Benutzer78109 

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Ich habe schon oft gekämpft, allerdings nicht im Sinne von total hinterher rennen und aufdringlich werden. Irgendwann merkt man ja schließlich, wenn jemand absolut nicht will. Bisher habe ich nur um Männer gekämpft, die ich schon mal hatte. Ich blieb am Ball, ohne mich anzubiedern. Manchmal bedeutet Kämpfen auch, viel mitzumachen und viel durchgehen zu lassen. Und es besteht auch darin, jemanden freizugeben um zu sehen, ob er wiederkommt. Das hab ich hinter mir. Und bei meinem jetzigen Freund hat es sich gelohnt, denn nach einem Jahr sind wir fest zusammengekommen und er konnte endlich zu seinen Gefühlen stehen. Und was soll ich sagen, es ist die innigste Beziehung, die ich jemals hatte.

Bei anderen hat es nicht geklappt und die waren dann eindeutig auch nicht die richtigen. Entweder verliebt man sich, oder eben nicht. Sich dann anzubiedern oder einen auf besten Kumpel zu machen, nur um zu versuchen, den anderen unterschwellig doch noch auf seine Seite zu ziehen, sowas bringt nichts, zumindest nicht bei mir. Viele Männer sind schon die beste Freund Schiene gefahren, aber am Ende mussten sie alle leider feststellen, dass sich Freundschaft bei mir nicht zu Liebe wandelt. Deswegen würde auch ich nur um Männer kämpfen, mit denen zumindest die Basis für Mehr gegeben ist. Irgendjemandem hinterherzulaufen, der nichts von mir will, das macht nicht glücklich und hat man auch echt nicht nötig. Lieber die Zeit mit Sinnvollerem nutzen.
 

Benutzer42813 

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Off-Topic:
Es zerbrach dann lediglich daran, dass ich irgendwann damit aufhörte, mit mir zu kämpfen und stattdessen Frieden schloss.

Das ist eine Sache, die ich mir bis Heute nicht verzeihe. Als Konsequenz stehe ich nun bereits 4 Jahre lang wieder mit mir auf Kriegsfuß. :zwinker:

Lieber Fuchs, ich weiß ja nicht so viel über deine Hintergründe - aber eine Beziehung, die nur funktioniert, wenn man mit sich kämpft, und bei innerem Frieden nicht mehr funktioniert... Kann das so sinnvoll sein? Ich kann es mir kaum vorstellen...
 

Benutzer22358  (33)

Meistens hier zu finden
in meiner beziehung gab es schon punkte wo ich bzw. wir beide gekämpft haben, weil es am ende war aber beide die trennung nicht wollten. haben beide dann etwas geändert und uns zusammen gerauft und es hat immer funktioniert.
wenn ich single bin und mich verliebe aber der mann mich nicht will, dann kämpfe ich nicht. gefühle kann man nicht erzwingen und wenn er nicht will, dann will er nicht. und für einen mann verstellen will ich mich sowieso nicht.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Off-Topic:
Lieber Fuchs, ich weiß ja nicht so viel über deine Hintergründe - aber eine Beziehung, die nur funktioniert, wenn man mit sich kämpft, und bei innerem Frieden nicht mehr funktioniert... Kann das so sinnvoll sein? Ich kann es mir kaum vorstellen...

Liebe Flame, was glaubst du denn, woran Beziehungen langsam scheitern? Also nicht dieses Ende mit dem Knall, wo einer fremdgeht, betrügt, Vertrauen enttäuscht und Schluß ist; sondern eher dieses langsame Ausleben, wo einem der Partner irgendwann egal wird und man den Respekt verliert?

Das sind Beziehungen, die nicht mehr flexibel sind und sich neuen Situationen nicht mehr anpassen. Da wird man bei Problemen, die nun einmal auftauchen, dann indirekt vor die Wahl gestellt: entweder sich zu trennen oder zu akzeptieren, dass der Partner "eben so ist", sich nicht mehr viel verändern wird und es ja eigentlich (?) noch immer gut so ist, wie es ist. Wenn beide Parts einer Liebe gemeinsam da bleiben wollen, wo sie sind und so ihren "inneren Frieden" haben, mag es funktionieren. Wenn aber einer unzufrieden ist und immer unzufriedener wird und da weg möchte, dann sollte er nicht ewig am Ärmel des anderen ziehen müssen, für den alles noch heile Welt ist.

Ich glaube, es ist ein beliebter Fehler in Beziehungen, zu bequem zu werden und den Partner so aus dem Augen zu verlieren, dass man vor lauter Routine nur noch nebenher lebt, als dann und wann auch mal miteinander. An der Stelle siegte bei mir einfach eine gewisse Bequemlichkeit, weil ich dachte, jetzt hätte ich endlich genug getan und sie würde nicht gehen, auch wenn ich jetzt mal einen Gang herunterschalte.

Eventuell wäre das sogar bei anderen Frauen so gewesen. Für sie war es das nicht und das war auch gut so, denn ganz objektiv betrachtet hätte ich sie so nur aufgehalten und unglücklicher gemacht. :zwinker:

Seitdem ziehe ich es lieber vor, permanent ein wenig unzufrieden mit mir zu sein, als mich vollständig auf meinen Lorbeeren auszuruhen. Ich bin an vielen Enden noch immer nicht so, wie ich unbedingt sein will und das muss sich ändern, wenn ich nicht wieder in dieselbe Falle laufen möchte.
 
M

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Gast
Um jemanden kämpfen, der nicht in mir interessiert ist? Wozu? Entweder man findet mich interessant -und zwar so wie ich mich gebe- oder eben nicht. Im letzteren Fall sehe ich es auch nicht, jemandem hinterherzulaufen, nur um Interesse zu wecken.

Um meine aktuelle Beziehung bin ich schon bemüht und da wird eben auch an dem ein oder anderen Punkt gearbeitet. Aber ab dem Zeitpunkt, wo es zum "Kampf" wird - egal ob mit mir selbst oder dem Partner - bin ich weg. Eine Beziehung soll mein Leben bereichern und nicht zum Zwang ausarten, bzw zu etwas, was mit allen Mitteln bis hin zur Selbstaufgabe am Leben erhalten werden muss.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich kämpfe um niemanden. Ich mache mich nicht lächerlich. Entweder die Person mag mich, oder nicht. Aber ich bin nicht so verbittert, dass ich glaube an einer Person festhalten zu müssen. Es gibt genug Fische im See.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich finde das Wort "kämpfen" in diesem Zusammenhang extrem seltsam. Was genau wird darunter verstanden? Sich um jemanden bemühen? Jemandem seinen Willen aufzwingen? Hm..
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Nein, tu ich nicht, schon gar nicht, wenn der andere mich nicht will. Ich sehe grundsätzlich erst dann Licht am Tunnel, wenn vom anderen auch ein Signal kommt. Davor denk ich nicht mal dran, dass es der "Richtige" sein könnte.

Wenn der andere mir ein Signal gibt, aber sich hinterher dumm anstellt, dann wird es mir meist irgendwann automatisch zu blöd.

In einer Beziehung ist es was anderes. Aber dann "kämpfe" ich nicht um den Partnern, sondern um die Beziehung, und das auch nur, wenn der andere mitkämpft. Ansonsten hat das alles keinen Sinn.
 
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