Wenn der Postbote zweimal klingelt

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
"Mein" Postbote hat sich heute nämlich aufgeregt... Ich hab ein Handy bestellt, er klingelte und ich sagte durch die Gegensprechanlage, dass ich ganz oben wohnen würde. Meinte er, das interessiere ihn nicht, ich solle runterkommen :ratlos:
Sorry, aber das find ich auch angemessen. Ist ja nicht zu viel verlangt, so lange du gesunde Füße hast. Und wenn du aus irgendeinem Grund nicht runterkommen kannst, weil du vielleicht grade geduscht hast oder so, dann kannst du ihn höflich fragen, ob er es dir raufbringt.
Aber einfach so voraussetzen würde ich das nie! Finde das ehrlich unmöglich, schließlich haben die Postboten viele Pakete zu verteilen und zumindest entgegen laufen kann man wohl.

Wenn das Paket besonders schwer ist, ist es was anderes, aber selbst die schwächste Frau kann wenigstens mal runterlaufen und schauen. Und an einer Ecke mit anfassen dürfte auch drin sein. :zwinker:
 

Benutzer70314  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Also bei mir trägt der auch nix hoch. Da kann man sich schon freuen, wenn er überhaupt klingelt. Manchmal frage ich mich auch, wie der eigentlich Pakete im Treppenhaus abstellen kann. Irgendeiner muss das ja unterschreiben...
Ich warte ja auf den Tag, wo mal was verschwindet (wohne in einem Haus in dem auch ein Arzt und ein Friseur drinnen ist und somit Parteiverkehr). Dann steppt auf jeden Fall der Bär bei der Post. :mad:
 

Benutzer75021 

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Ich lasse ihn laufen, ist doch sein Job. Ausserdem muss ich an der Haustüre wache halten, damit mir keine Katze entwischt :-D
 
D

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Gast
Ich geh natürlich entgegen. Ist ja nicht sein Job durch ein ganzes Hochhaus zu latschen. Es ist mein Paket also kann ich es mir auch holen. Find ich ganz natürlich
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
wenn jemand was will, kann er auch seinen arsch bewegen. :zwinker:

Das Problem ist glaube ich, dass das Bewusstsein für guten Kundendienst in Deutschland noch nicht sonderlich verbreitet ist- "Dienst" kam ja ursprünglich auch mal von "dienen".

Man könnte ja auch mal fragen, wer es genau ist, der was will. Natürlich will ich mein Päckchen...aber der Zusteller möchte sicherlich auch gernen seinen Job behalten- und das geht nur solange Leute bereit sind weiterhin brav ihr Porto zu zahlen. Daher finde ich es eigentlich selbstverständlich, dass er es raufbringt.

Ich hab mal eine Reportage über Supermärke gesehen, die diese fragwürdige Mentalität im "Service-Sektor" beleuchtet hat: Wenn sich in Japan langsam an der Kasse eine Schlange bildet (es ist noch keine da!), wird sofort eine weitere Kasse aufgemacht, um die Kunden zu entlasten. Wird in Deutschland eine Schlange etwas kürzer, wird eine Kasse geschlossen ("Hier nicht mehr anstellen..."), damit die Kassiererin die anderen Mitarbeiter im Laden entlasten kann. Die Denke dahinter ist eine ganz andere...und ich als zahlender Kunde würde nicht sagen, dass ich hier für mein Geld viel bekomme.
 

Benutzer21122 

Verbringt hier viel Zeit
Die entscheidende Frage ist, ob er überhaupt klingelt. Ist mir schon mehr als einmal passiert, dass ich zu Hause war und beim Briefkastenleeren finde ich dann eine Benachrichtigungskarte, dass man mich nicht angetroffen hat. Da könnte ich jedes Mal tierisch halsen.....

Wenn er klingelt, warte ich an der Wohnungstür. Aber wir haben Aufzug, da hat es der Postbote gemütlich....
 
P

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Gast
Die kommen immer automatisch hoch, ist auch nur eine Treppe. Bis ich die Wohnungstür aufgemacht habe, stehen sie meistens schon davor.
Wenn ich weiter oben wohnen würde, würde ich ihnen aber entgegen gehen. Ist doch auch eigentlich selbstverständlich.:ratlos:
 
G

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Gast
Die sind bei mir schon immer bis hoch gekommen.
Bin auch ehrlich gesagt nie auf die Idee gekommen ihm entgegenzulaufen, geschweige denn mir das Paket unten abzuholen.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Bei uns kommen die Post- und Paktboten an die Wohnungstuer.
 
V

Benutzer

Gast
Das Problem ist glaube ich, dass das Bewusstsein für guten Kundendienst in Deutschland noch nicht sonderlich verbreitet ist- "Dienst" kam ja ursprünglich auch mal von "dienen".

Man könnte ja auch mal fragen, wer es genau ist, der was will. Natürlich will ich mein Päckchen...aber der Zusteller möchte sicherlich auch gernen seinen Job behalten- und das geht nur solange Leute bereit sind weiterhin brav ihr Porto zu zahlen. Daher finde ich es eigentlich selbstverständlich, dass er es raufbringt.

Ich hab mal eine Reportage über Supermärke gesehen, die diese fragwürdige Mentalität im "Service-Sektor" beleuchtet hat: Wenn sich in Japan langsam an der Kasse eine Schlange bildet (es ist noch keine da!), wird sofort eine weitere Kasse aufgemacht, um die Kunden zu entlasten. Wird in Deutschland eine Schlange etwas kürzer, wird eine Kasse geschlossen ("Hier nicht mehr anstellen..."), damit die Kassiererin die anderen Mitarbeiter im Laden entlasten kann. Die Denke dahinter ist eine ganz andere...und ich als zahlender Kunde würde nicht sagen, dass ich hier für mein Geld viel bekomme.

da muss ich dir völlig zustimmen.

ich wohne im 3. stock (altbau, entspricht von den stufen her eher dem 4. stock in den meisten anderen häusern) und mein post- bzw paketbote kommt rauf zur wohnungstür. dafür kriegt er eigentlich immer einen tip von 1 oder 2 euro - ausser wenn ich zufällig gerade gar kein kleingeld im haus habe. auf die idee gekommen, nach unten zu laufen, bin ich bis bis zu diesem thread noch nie. :ratlos:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ist ja interessant, wie verschieden das gehandhabt wird und was die verschiedenen Leute alles für normal halten :zwinker:. Von "natürlich geh ich runter, warum sollte der hochkommen" bis "klar kommt der hoch, das ist sein Job"...

Ich sehe es so, dass zum Job eines Paketzustellers selbstverständlich auch die Ablieferung an der Wohnungstür des Kunden gehört und der Versandkostenzahler diesen Service bezahlt hat. Bei Speditionsdienstleistern ist es noch anders, da steht oft schon in den AGB, dass nur bis an die Haustür geliefert wird (oder "bis Bordsteinkante").

Ich gehe dem Paketboten wie erwähnt bei Gelegenheit gern entgegen - trotz meiner Auffassung, dass es zu seinem Job gehört, zur Wohnungstür zu kommen. Trinkgeld gebe ich fürs Hochbringen nicht.

Der DPD-Paketbote neulich meinte übrigens, dass er so viel im Auto sitzt, dass er gegen ein wenig Bewegung und einige Treppenstufen nichts einzuwenden hat. :zwinker:

Ach ja, in den AGB von "DHL Paket/Express National" steht:
"(1) DHL befördert die Sendungen zum Bestimmungsort und liefert sie an
den Empfänger unter der vom Absender genannten Anschrift ab."
Dort steht zwar Einiges zu empfangsberechtigten Personen, nichts hingegen zu Haus- und Wohnungstüren.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Ach ja, in den AGB von "DHL Paket/Express National" steht:
"(1) DHL befördert die Sendungen zum Bestimmungsort und liefert sie an
den Empfänger unter der vom Absender genannten Anschrift ab."
Dort steht zwar Einiges zu empfangsberechtigten Personen, nichts hingegen zu Haus- und Wohnungstüren.
Ja, an den Empfaenger an der angegebenen Anschrift und das heisst fuer mich, dass er auch zur Wohnung kommt. Hier gibt man ja immer die Wohnungsnummer mit an und wenn das steht XY Example Street, Flat 3F1 (3. Stock links), dann kann er ja nicht erwarten, dass ich unten an der Haustuer stehe.
 

Benutzer56469  (36)

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Meistens lasse ich mir Pakete (zb von Amazon) an die Firma liefern. Da ist immer jemand da, denn ich hasse nichts mehr als in der Früh vom Postboten geweckt zu werden. :angryfire :engel:
 

Benutzer38203 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab bis vor kurzem im 4.OG gewohnt und wir haben keine Gegensprechanlage, trotzdem würde ich es nicht einsehen nach unten zu laufen wenn er klingelt. Ist doch schließlich sein Job mir das Paket zu bringen und nicht andersrum. Und ich warte auch nicht hinter der Tür oder so, sondern wenn er klingelt drücke ich auf und fertig. Entweder kommt er hoch oder er lässt es. Trotzdem bekomme ich jedes Mal zu hören "So weit oben..." und ich denk mir jedes Mal warum der sich den Job ausgesucht hat wenn er damit ein Problem hat.
Oftmals bin ich ja auch im Pyjama oder hab ein Handtuch auf dem Kopf, da lauf ich doch nicht so das Treppenhaus runter. Und jetzt seit ich schwanger bin und öfters mal 7-Kilo-Pakete vom Versandhaus bestelle, seh ich das erstrecht nicht ein.
Allerdings kam es auch schon vor dass der Bote, anstatt hoch zu kommen, es unten irgendwo abgegeben hat, obwohl ich zuhause war.
 
L

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Gast
Bei uns ist es so:
Postbote klingelt, ich meld mich an Gegensprechanlage, er sagt "Päckchen", ich mach Tür auf, er läuft automatisch Treppe nach oben (4.stock), ich nutze die Zeit mir schnell was anzuziehen (im Sommer hab ich meist nur Top und Slip an innerhalb der Wohung), Postbote ist oben, ich bin so gut wie angezogen, er klingelt, ich öffne, er gibt Päckchen, ich unterschreibe und sag danke
:grin:
 
V

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Gast
Warum gibst du dem Postboten Trinkgeld? :ratlos:

bei leuten, die konstant den gleichen postboten haben, ist es nicht unüblich, ihm was zu weihnachten zu schenken. bei mir herrscht ständiger wechsel und dann gibt es halt ein kleines trinkgeld statt eines geschenks. der page im hotel wird auch dafür bezahlt, koffer durch die gegend zu tragen und man gibt trotzdem trinkgeld. und ein schweres paket 4 stockwerke hochzuschleppen, ist ja auch durchaus arbeit. :zwinker:
 

Benutzer48619  (36)

Verbringt hier viel Zeit
ich hab extra nochmals in den AGB's nachgelesen.


also in der schweiz bringt dir keiner was rauf. (ausser es ist evt mal ne grosse ausnahme, oder du kennst den boten.)

laut agb's endet der dienst des postboten an der eingangstür des hauses, NICHT an der wohnungstür!

meistens legen sie ja das päcket ins packetfach, wenn es aber zu gross ist, klingeln sie, DU kommst runter und er wartet an der haustüre und übergiebt es dir, wenn du da bist.

wenn du nicht erscheinst, nimmt er es wieder mit und du kannst es ca 5 stunden später auf der naheliegensten post abholen.

absolut normal hier. ihr seit verwöhnt! :tongue: :grin: :engel:

...das wär ja noch schöner, wenn der jedes haus hoch rennen muss, wegen nem päckchen. :grin:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ich war am Wochenende in Basel. Dort habe ich zum ersten Mal die Schweizer Briefkästen kennengelernt mit dem früheren Milchfach - sehr praktische Erfindung. Dort hat nämlich unser Gastgeberpärchen den Schlüssel für uns hinterlegt, da wir nach ihnen von der Familienfeier nach Hause kamen. Und für kleine Päckchen ist da auch sehr praktisch.

Das hat für meine Begriffe nichts mit "verwöhnt" zu tun - man kann eine Leistung so oder so verabreden, und zur Leistung des Paketbotens gehört hier in Deutschland bei der DHL die Zustellung beim Empfänger, was für mich immer die Wohnungstür ist.
Wie gesagt, bei Gelegenheit ein paar Stufen hinunterzulaufen, ist kein Ding, aber wenn mir ein Paketbote dumm käme und verlangt, dass ich gefälligst zur Haustür käme, dann gäb es eine Beschwerde.
 
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