Wenn der eine mehr verdient als der andere....

Benutzer14185 

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Ich komme auf für Wohnungs-Miete, Auto, Elektronik; sie bezahlt das Essen. Kleider getrennt einkaufen, Ferien teilen.
 

Benutzer78489 

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Hallo,

also ich denke, sowas hängt von mehreren Faktoren ab.
Wenn zb derjenige, der mehr verdient, eine größere, gemeinsame Wohnung haben will, als der andere sich leisten könnte, sollte er dann auch mehr als die Hälfte zahlen (zB das, was sich der Geringerverdienende nicht leisten könnte).
Auch wenn einer der beiden in einer Notsituation ist oder vorrübergehend weniger verdient, würd ich es befürworten, wenn der andere mehr zahlt (wenn er das möchte).

Verdienen aber beide gut und beide haben die Möglichkeiten, sich gleichmäßig an allem zu beteiligen, würd ich das auch so machen.
Und das dann auch recht streng, also alles vorher aufteilen und genau festlegen, wer was zahlt.
So sporadische Gschichten wie "wir teilen uns die Miete 50/50, aber er/sie zahlt dann häufiger mal den Einkauf oder so" kann ganz schön nach hinten losgehen, wenn man sich dann mal nicht einig ist, ob der Einkauf häufig genug übernommen wurde.

Genaues festlegen ist wahrscheinlich generell das wichtigste, egal bei welcher Form. Deswegen find die die Regelung mit dem Privatkonto für jeden und einem Haushaltskonto für beide auch am besten.

Gruß,
Kaya
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Das mag stimmen.
Allerdings war es bei uns halt so, dass ich einfach nicht mehr als 220 Euro im Monat für Miete ausgeben kann (ich hab weniger als 500 Euro zur Verfügung). Und dann war es halt seine Entscheidung, ob wir uns eine meiner Situation entsprechende Mikrowohnung in schlechter Lage nehmen, oder ob wir uns was schöneres suchen und er dann eben mehr bezahlt als ich. Unsere Wohnung ist nich teuer, aber die Hälfte zahlen.. wär schwierig bei meinem Unterhalt.
Ich komm auch mit wenig Geld aus, und ich habe keine Problem mit günstigem Essen und eine billigen Wohnung und sowas.. aber er wollte eben lieber schöner wohnen UND mit mir wohnen und dann wars auch ok so.
Ist halt eine Frage der Gesamtsituation.

Versteh ich auch. :smile: Das ist dann ja auch ne gemeinsame Entscheidung und somit ja auch okay! Wie gesagt, bald werd ich hier alles ganz alleine bezahlen, das ist auch eine gemeinsame Entscheidung. Er könnte schon auch ganz ohne meine finanzielle Unterstützung studieren, aber das wäre dann ähnlich wie bei Dir. Erstens müsste er viel parallel arbeiten (was ich nicht unbedingt möchte, weil ich ihn ab und zu auch gern sehen würde *g*) und zweitens würde er halt irgendwo eine Ein-Zimmer-Bude mieten, was für mich inklusive Kind unvorstellbar ist. Dann bleiben wir eben hier wohnen und ich finanziere das alleine.

Wie gesagt, wenn man sowas abspricht, ist doch alles gar kein Problem. Ich finds nur etwas ... erstaunlich, dass ich immer wieder auf Leute treffe, die das vollkommen selbstverständlich finden, dass die mehr verdienenden dann auch entsprechend mehr zahlen, wenn man zusammen ist (und ich finde das jetzt nicht automatisch selbstverständlich!).
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
Also ich würde das anteilig aufteilen. So bleibt jedem sein Teil übrig, den er guten Gewissens verprassen kann. Alles andere würde bei mir zu Frust führen (und ich denke, dass ist auch die Lösung mit der du am Besten klar kommen wirst).
 

Benutzer24402  (34)

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wir haben in etwa gleich viel zur verfügung und überweisen beide einen gewissen betrag auf ein gemeinsames konto, von dem werden dann die laufenden kosten (Strom, Miete, Fernsehen, Internet,...) abgebucht.

essen zahlen wir abwechselnd, wobei ich denke dass es ziemlich ausgeglichen ist, kann und will ich aber auch nicht nachprüfen!

alles andere zahlt sich jeder selbst, wobei ich sagen muss, dass ich immer mehr geld habe und auch mehr spare... aber das liegt daran dass die dinge die ich mir "leiste" wesentlich günstiger sind als seine späße :smile2:

aber ich lad ihn gern ein und er auch mich, ich bring ihm immer was mit wenn ich einkaufen war, er shoppt sich die seele für mich aus dem leib wenn er mal alleine wo ist :tongue:

passt ganz gut so wies is, komplett zusammen legen würd ich das ganze nicht wollen, ich finds ganz gut, dass ich für mich allein spare, geb ja auch weniger aus!
 
2 Monat(e) später

Benutzer73975 

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Hey Piratin,
erstmal wollte ich Dir mal sagen, wie toll ich Deine Beiträge immer wieder finde. Lese schon lang mit...

Heute sprichst Du ja genau die Situation an, in der ich momentan auch stecke:

Mein Freund und ich sind nun knapp 1,5 Jahre zusammen. Nach den ersten Höhen und Tiefen (WE-Beziehung wegen seinem Job), hab ich den Schritt gemacht und ihn gefragt, ob wir nicht endlich in eine gemeinsame Wohnung ziehen können. Wir hatten seither ein Appartement, was in dem riesigen Haus seiner Eltern war. Es war ja alles ganz toll da, wir mussten nichts zahlen, es kam die Putzfrau usw., aber ich hatte das Gefühl, dass wir nie ungestört sind und hab mich so sehr gefreut als er, nach langem Hin und Her, endlich mit mir auf Wohnungssuche gegangen ist.

Wir haben uns viel angesehen, und unter anderem auch meine absolute Traumwohnung :schuechte Wie mein Freund halt so ist, wollte er mich überreden, die auch gleich zu nehmen. Ich war noch etwas am Zögern, weil ich mit Studium und Job nebenher niemals die Hälfte dafür aufbringen kann. Wir haben es dann diskutiert und ich hab mich dagegen entschieden, weil ich keinesfalls will, dass ich ihm auf der Tasche liege.

Mein Freund versteht das nun gar nicht. Ihm würde es schließlich nichts ausmachen, die Miete für uns zu zahlen. Ich könnte ja später dann mehr dran zahlen, wenn ich mehr verdiene usw.
Klar weiß ich, dass er das locker zahlen könnte und auch für mich wahrscheinlich alles tun würde... Trotzdem würde ich mich dabei nicht wohl fühlen. Ich möchte schon genau die Häfte, und nicht irgendwie aufgeschlüsselt nach meinem Einkommen, beisteuern.

Lieber legen wir uns erstmal eine schöne 2-Zi.-Whg. zu und richten uns die mit schönen Sachen ein und später können wir uns dann ja wirklich nach einem kleineren Penthouse oder sowas umsehen.

Jetzt müssen wir halt nochmal Suchen gehen. Wir werden schon was Passendens für uns zwei Anspruchsvolle finden...

Oder wie siehst Du/seht Ihr das???
 

Benutzer29410 

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Hey, mein alter Thread! *freus* Und danke für das Kompliment! :smile:

Ich finde deine Idee vernünftig, man will ja auch nicht abhängig sein und sich nicht alles bezahlen lassen, dann kommen auch keine Vorwürfe oder Probleme, wenn mal nicht mehr alles so glatt läuft oder Stürme am rosaroten Liebeshimmel aufuiehen.

Wir sind auich grade auf Häuserjagd, viel Glück für euch! :smile:
 

Benutzer49007  (34)

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Wir haben das komsch geregelt...!

Er zahlt die Wohnung (verdient gut ect ect bla bla)

Ich sorg für essen und der gleichen...alles andere wird selbst übernommen. und wenns mal nicht aufgeht wird das halt besprochen und man schaut wie es klappt
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hm... es kommt halt immer darauf an, ob man sich abhängig fühlt oder nicht.

Ich denke da immer wieder an eine alte Geschichte aus meiner Familie: Er Wohlhabender Sohn eines Unternehmens, das er auch übernehmen sollte (oder vielleicht war er zu diesem Zeitpunkt sogar schon der Chef... da bin ich mir nicht sicher); Sie aus relativ einfachen Verhältnissen.
Auf ihre Bedenken, dass das ja niemals funktionieren könnte, weil sie so arm und er so reich ist, entgegnete er nur (sinngemäß): "Warum sollte das ein Problem sein? - Ich habe doch mehr als genug Geld für uns beide."
Das ist zwar alles schon lange her (er ist inzwischen schon gestorben und sie waren über 50 Jahre glücklich verheiratet), aber warum sollte so etwas heute nicht mehr funktionieren?


Und wenn ich mir selbst vorstelle, in der Situation zu sein, dass wir unsere Traumwohnung gefunden haben und sie auch problemlos finanzierbar wäre, wenn ich mehr zahlen würde - und dann möchte meine Freundin nicht einziehen, sondern lieber in eine nicht so tolle Wohnung ziehen, weil sie unbedingt die Hälfte zahlen muss.
Ich glaube, in einer solchen Situation wäre ich nicht wirklich begeistert, bzw. sogar etwas enttäuscht. - Insbesondere wenn wir uns deshalb mit einer deutlich schlechteren Wohnsituation begnügen müssten, obwohl es nicht notwendig ist.
 

Benutzer32811  (34)

...!
Bei uns ist der Unterschied sehr groß. Es werden jetzt bald letztlich wieder ca. 1000 Euro sein, die er mehr verdient (netto). Wir haben ein Konto und da gehen auch beide Gehälter drauf. Es ist unser Geld, egal wer wie viel davon erarbeitet hat.
Ist bei uns ähnlich. Wir haben kein gemeinsames Konto, aber es gibt trotzdem kein meins und deins.
Die Wohnung zahlt er, ich das Essen und der Rest ergibt sich.
 

Benutzer83833 

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Mein Freund möchte demnächst anfangen zu studieren und würde dann zu mir ziehen.
Würde dann wohl erst mal Miete und Nebenkosten übernehmen und bei Lebensmitteln und so wird dann geteilt.
Ansonsten wär ich auch für die 50:50 Variante, es sei denn der Gehaltsunterschied ist schon sehr groß (1000 € aufwärts), dann wär ich eher für anteiliges Bezahlen.
Ein gemeinsames Konto wär nix für mich, wenn dann so ein gemeinsames Konto für die Fixkosten und jeder sein eigenes Konto für die eigenen Wünsche.
 

Benutzer79183 

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Ich bin auf definitiv für die erste Variante. Einer wird immer weniger verdienen. Und wenn einer der beiden irgendwann nicht mehr arbeiten gehen sollte wegen einem Kind oder so muss man auch von dem Geld des anderen leben.

Wenn ich meinem Partner vertraue und er mir, dann wird keiner unsinnig und verschwenderisch mit dem Geld des anderen umgehen. Aber ich finde es völlig legitim, dass derjenige der mehr verdient auch mehr zahlen muss. Immerhin handelt es sich hier um eine Partnerschaft. Ihr teilt euch auch "bett, Haus und Hof". Wenn man da schon anfängt zu knausern wo endet das dann?
 

Benutzer15958 

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Wir haben das so geregelt:

Beide Gehälter auf ein Konto, davon dann Fix- und Lebenshaltungskosten ab und der Rest gleichmäßig aufgeteilt, so dass keiner ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn er seinen Teil verprasst.

Finde ich nur fair, auch wenn ich mich dadurch ungünstiger stellte.
Und jetzt ist es allemal ok, wo unser Nachwuchs da ist und ich Alleinverdiener bin.
 

Benutzer85796 

Benutzer gesperrt
Vor der Familie ohne Heirat:
Hier sollte noch alles klar getrennt sein. Es macht zwar nichts wenn die Frau mal etwas ausgibt, genauso wie wenn der Mann mal etwas ausgibt aber bei sollten schon noch wenn möglich vom eigenen Leben auch wenns bei einem mehr oder beim anderen weniger ist.

Vor der Familie mit Heirat:
Hier finde ich ist man schon eher ein geimsames Leben, so grausam sich das anhören mag XD . daher finde ich sollte hier schon eher sachen geteilt werden da man wahrscheinlich auch zusammenlebt und gemeinsam einkaufen geht etc..

Mit Familie:
Wenn man hier noch total getrennt lebt finde ich das etwas nicht stimmt... denn mit einer Familie sollte alles eins sein... es MÜSSEN nicht gemeinsame Konten sein aber man solte schon gemeinsam den Einkauf zahlen und gemeinsam die Miete etc... Sowas wie ein Familienkonto sollte betehen.
 

Benutzer69282 

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es gibt ein konto wo die gemeinsamen ausgaben (essen strom, telefon, Miete etc) bestreitet. Eigene sachen gehn extra.
 

Benutzer83575 

Verbringt hier viel Zeit
also beim lesen kommen mir einige fragen ...
Auch wenn einer der beiden in einer Notsituation ist oder vorrübergehend weniger verdient, würd ich es befürworten, wenn der andere mehr zahlt (wenn er das möchte).
und was ist, wenn er das nicht möchte? ausziehen? trennen? frust schieben?

Und das dann auch recht streng, also alles vorher aufteilen und genau festlegen, wer was zahlt.
na viel spass beim nächsten 5-jahresplan ... meine erfahrungen sind, das sich der alltag schwerlich planen lässt. ich vermute, da wird viel energie in die erstellung der regeln gesteckt.

Ich finde deine Idee vernünftig, man will ja auch nicht abhängig sein

dazu finde ich den post von banane0815 richtig passend!
Hm... es kommt halt immer darauf an, ob man sich abhängig fühlt oder nicht.

ich gebe zu, in meinen frühen zwanzigern - ohne kind und kegel - habe ich mir auch keine gedanken um geld, gemeinsames konto etc. gemacht. ich hatte genug zur verfügung und so wohnte meine damalige freundin (und heutige Frau) einfach so mit bei mir. Ich zahlte die Wohnung und so und sie kaufte die lebensmittel. ein paar jahre später, als klar war, dass wir die zukunft zusammen verbringen, habe ich für ein gemeinsames konto plädiert, da mir die stänigen hin- und herüberweisungen ziemlich auf den senkel gingen. heute, mit unserem nachwuchs und einem 100%-igen vertrauensverhältnis zueinander, wäre mir ein jeweils eigenes konto ein richtiger kraus! ich kann es mir nicht mehr anders vorstellen. Man plant seine zukunft zusammen, setzt kinder in die welt und vieles mehr. warum sollte das beim geld aufhören? Anschaffungen bespricht man und gut. nach den gemeinsamen finanziellen möglichkeiten bekommt jeder seinen wunsch erfüllt. und wenn meine frau glücklich ist, gehts mir auch gut ... :smile: natürlich auch umgekehrt.
übrigens, weil manche hier die ehe als grund für ein gemeinsames konto anbringen. da gilt ja eh die zugewinngemeinschaft. und sollte da mein partner mit ehevertrag anfangen, wäre für mich der gang zum standesamt obsolet... das ist aber nur mein weg, mit dem ich bisher sehr glücklich bin.
 

Benutzer29410 

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Seltsamerweise gehen die, die dafür plädierenb dass Geld keine Rolle spioelt immer davon aus, dass sie gaaaanz viel verdienen würden und der andere wenig (und vielleicht ist es ja auch so). Dann stellt euch vor, ihr vedfdient nicht bombastisch viel, und eure Freundin locker nen Tausender mehr. Würdet ihr euch von ihr echt alles bezahlen lassen und in eine Wohnung ziehen die ihr euch so niemals hättet leisten können?

Ich bin jedenfalls nicht so der Nehmer-Typ, und ich arbeite selber sehr hart für mein Geld - einfach so das von meinem Freund ausgeben (der auch sehr hart dafür arbeitet, sehr!), weil`s ja "unsers" ist, käme mir gar nicht in den Sinn. Wenn er mir ein Geschenk macht, freu ich mich, aber einfach in sein Portemonnaie greifen (Konto sehe ich als das Gleiche wie ein Portemonnaie) und sein Geld ausgeben widerstrebt mir.

Vor der Familie ohne Heirat:
Hier sollte noch alles klar getrennt sein. Es macht zwar nichts wenn die Frau mal etwas ausgibt, genauso wie wenn der Mann mal etwas ausgibt aber bei sollten schon noch wenn möglich vom eigenen Leben auch wenns bei einem mehr oder beim anderen weniger ist.

Vor der Familie mit Heirat:
Hier finde ich ist man schon eher ein geimsames Leben, so grausam sich das anhören mag XD . daher finde ich sollte hier schon eher sachen geteilt werden da man wahrscheinlich auch zusammenlebt und gemeinsam einkaufen geht etc..

Mit Familie:
Wenn man hier noch total getrennt lebt finde ich das etwas nicht stimmt... denn mit einer Familie sollte alles eins sein... es MÜSSEN nicht gemeinsame Konten sein aber man solte schon gemeinsam den Einkauf zahlen und gemeinsam die Miete etc... Sowas wie ein Familienkonto sollte betehen.

So sehe ich das im Großen und Ganzen auch. Obwohl ich in diesem Fall für drei Konten - jeder seins und ein Familienkonto - bin. Nie im Leben werde ich mein eigenes Konto aufgeben, nie.

es kommt halt immer darauf an, ob man sich abhängig fühlt oder nicht

Das war schon immer so, in der Wirtschaft, in der Politik und in den Ehen: der, der das Geld hat, hat das Sagen. Ist einfach so, aller Verbrämungen und romantischen Verschleierungen zum Trotz.
Und wenn du dir mal die Scheidungsprotokolle beim Familiengericht durchliest, wie sich da Leute wegen Geld streiten und einander den Geldhahn zudrehen (meistens die Männer den Frauen, die sich wohl auch lange fälschlicherweise "nicht abhängigh" gefühlt haben, obwohl sie`s waren) und wenn man dann noch in Betracht zieht, dass alleinerziehende Frauen mit Kindern zu der am rasend schnellsten wachsenden Armutsgruppe in Deutschland gehören, da schaue ich als Frau schon zu dass ich a) mein eigenes Geld verdiene, und zwar vernünftig viel davon und b) gar nicht erst auf die Idee komme, mich in irgendeine finanzielle Abhängigkeit, sei sie nun gefühlt oder nicht, zu begeben.

"Warum sollte das ein Problem sein? - Ich habe doch mehr als genug Geld für uns beide."
Das ist zwar alles schon lange her (er ist inzwischen schon gestorben und sie waren über 50 Jahre glücklich verheiratet), aber warum sollte so etwas heute nicht mehr funktionieren?

Mein Freund ist auch so ein Spezi: "Geld, was ist schon Geld? Bedrucktes Papier! Du bist mir viel wichtiger!"

Süüüüß. Aber ich bin Realistin. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die nach nem Jahr mit Sternchen in den Augen heiraten müssen und ich hab zu viele Freundinnen, die Rechtsanwältinnen sind, um nicht über die aktuellen Scheidungsquoten und die anschließenden Kriege (meistens geht es da um Geld) informiert zu sein.

So ein Disneyende (sie reiten knutschend in den Sonnenuntergang und sind für immer und ewig glücklich) wünsche ich mir zwar für mich auch, aber für den Fall dass es kein Happy End gibt, möchte ich mit meinen zukünftigen Kindern nicht vom einen Tag zum anderen vom goldenen Bettchen in ein Strohlager fallen, bildlich gesprochen.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich wäre für 3 Konten und 50/50, unabhängig vom Einkommen. (Es sei denn, ein Teil verdient sehr, sehr wenig, dann ist ein kleiner Ausgleich wohl in Ordnung).
Ausnahme: Der "flüssigere" Part muss unbedingt in eine spezielle, teure Wohnung ziehen (ein besonderes Auto haben), obwohl es Alternativen gäbe. In diesem Fall sollten die Mehrkosten (die, die vom finanzschwächeren Teil nicht getragen werden können) vom Anderen übernommen werden.
Keine Ahnung, aber es wäre nichts für mich Geld auszugeben, das mir nicht gehört. Egal, ob die Person ein überdurchschnittliches Einkommen hat oder nicht.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Seltsamerweise gehen die, die dafür plädierenb dass Geld keine Rolle spioelt immer davon aus, dass sie gaaaanz viel verdienen würden und der andere wenig (und vielleicht ist es ja auch so). Dann stellt euch vor, ihr vedfdient nicht bombastisch viel, und eure Freundin locker nen Tausender mehr. Würdet ihr euch von ihr echt alles bezahlen lassen und in eine Wohnung ziehen die ihr euch so niemals hättet leisten können?
Ehrlich gesagt ist das in meinem Fall wohl eher eine Vorstellung, die nicht zutreffen wird, da ich doch ein Studium mit sehr guten Berufsaussichten absolviere... aber es könnte ja trotzdem so sein.
Wenn wir noch nicht besonders lange zusammen sind, kann ich mir gut vorstellen, dass ich ein Problem damit hätte, etwas von ihr anzunehmen, ohne ihr ähnliches geben zu können...
Wenn ich sehe, dass sie aber wirklich mehr als genug Geld hat und ihr die Ausgaben für mich überhaupt nicht weh tun, kann ich es wohl durchaus annehmen, wenn wir schon eine Weile zusammen sind und entsprechendes Vertrauen besteht.
Aber wenn die Beziehung lange hält und man z.B. ernsthaft plant, eine Familie zu gründen, sollte es eigentlich kaum mehr ein "mein" und "dein", sondern nur noch ein "unser" geben. (Insbesondere, weil ich einfach davon ausgehe, dass ein Elternteil beruflich zurückstecken muss, um sich um die Kinder kümmern zu können)
Ich bin jedenfalls nicht so der Nehmer-Typ, und ich arbeite selber sehr hart für mein Geld - einfach so das von meinem Freund ausgeben (der auch sehr hart dafür arbeitet, sehr!), weil`s ja "unsers" ist, käme mir gar nicht in den Sinn. Wenn er mir ein Geschenk macht, freu ich mich, aber einfach in sein Portemonnaie greifen (Konto sehe ich als das Gleiche wie ein Portemonnaie) und sein Geld ausgeben widerstrebt mir.
Wie gesagt: Ich kenne es nicht anders und ich kann es mir nicht anders vorstellen:
In einer Familie gibt es einfach nicht "mein" und "dein", sondern nur "unser".
Ich wüsste auch überhaupt nicht, wie das mit einer strikten Trennung funktionieren sollte.
So sehe ich das im Großen und Ganzen auch. Obwohl ich in diesem Fall für drei Konten - jeder seins und ein Familienkonto - bin. Nie im Leben werde ich mein eigenes Konto aufgeben, nie.
3 Konten sehe ich als absolute Grundvoraussetzung, wenn man zusammen wohnt. Es ist doch viel zu umständlich, die Ausgaben für Miete, Nebenkosten, Nahrungsmittel, Getränke, etc. immer genau aufzuteilen. (Da stelle ich mir dann so absurde Diskussionen vor, wie "Du hast meinen Joghrut gegessen - Dann musst du mir auch das Geld dafür geben!")
Das war schon immer so, in der Wirtschaft, in der Politik und in den Ehen: der, der das Geld hat, hat das Sagen. Ist einfach so, aller Verbrämungen und romantischen Verschleierungen zum Trotz.
Nur so lange der, der mehr verdient meint, dass das zusätzliche Geld auch wirklich seins ist.
In meiner Familie hat mein Vater bestimmt nicht immer das Sagen, obwohl er der Alleinverdiener ist.
Und wenn du dir mal die Scheidungsprotokolle beim Familiengericht durchliest, wie sich da Leute wegen Geld streiten und einander den Geldhahn zudrehen (meistens die Männer den Frauen, die sich wohl auch lange fälschlicherweise "nicht abhängigh" gefühlt haben, obwohl sie`s waren) und wenn man dann noch in Betracht zieht, dass alleinerziehende Frauen mit Kindern zu der am rasend schnellsten wachsenden Armutsgruppe in Deutschland gehören, da schaue ich als Frau schon zu dass ich a) mein eigenes Geld verdiene, und zwar vernünftig viel davon und b) gar nicht erst auf die Idee komme, mich in irgendeine finanzielle Abhängigkeit, sei sie nun gefühlt oder nicht, zu begeben.
Hm... OK.
Aber wenn ich daran denke, zusammenzuziehen, zu heiraten und eine Familie zu gründen, denke ich mit Sicherheit nicht an eine mögliche Trennung! - Dann kann ich das Ganze gleich bleiben lassen.
Mein Freund ist auch so ein Spezi: "Geld, was ist schon Geld? Bedrucktes Papier! Du bist mir viel wichtiger!"
Tja... so denke ich nun mal auch. Zumindest so lange man keine großen Geldsorgen hat, gibt es doch wirklich viel wichtigere Dinge.
Süüüüß. Aber ich bin Realistin. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die nach nem Jahr mit Sternchen in den Augen heiraten müssen und ich hab zu viele Freundinnen, die Rechtsanwältinnen sind, um nicht über die aktuellen Scheidungsquoten und die anschließenden Kriege (meistens geht es da um Geld) informiert zu sein.
Wäre ich ein solcher "Realist", so müsste ich meine Pläne, später mal eine Familie zu gründen, sofort begraben.
Wenn ich beim Gedanken, eine Familie zu gründen, schon an das mögliche Zerbrechen der Familie denke, würde ich es bleiben lassen.
 
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