Wenig Sex = wenig Liebe?

Benutzer108100  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Also wenn ich verliebt bin, dann möchte ich schon öfters mit meinem Partner Sex haben...wenn ich aber dann abgewiesen werde, weil es der Person reicht nur einmal im Monat Sex zu haben, dann entliebe ich mich einfach nach einiger Zeit, da dieser Mensch, dann nicht der Richtige für mich ist! Ich müsste immer daran denken was mir entgeht und es würde wohl schmerzen diese Sehnsucht über Jahre unterdrücken zu müssen.
Trotzdem kann es natürlich sein, dass dieser Mensch, der viel weniger Sex mit mir haben möchte, als ich mit ihm mich wirklich liebt und nicht so oft Sex haben will, da er nicht so leidenschaftlich ist, sich unter Druck gesetzt fühlt, sich in seinem Körper nicht wohl fühlt etc. Aber dann passen wir einfach nicht zusammen. Er wird dann eine Partnerin finden müssen, die genauso leidenschaftslos ist wie er...davon gibt es laut Erfahrungsberichten aus diesem Forum ja genügend.
 

Benutzer103916 

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also ich denke man kann es auf keinen fall gleichsetzen.

ich kenne das selber, mein freund hat zb dank vieler komplexe verursacht in jugend und von exfreundinnen fast ein ganzes jahr gebraucht, um mir zu glauben, dass ich ihn mit haut und haar will, seine fantasien NICHT unnormal und abartig sind, es nicht schlimm ist, wenn sein penis nicht jederzeit einsetzbar wie eine maschine ist wenn er sich zuviel unter druck setzt.
bei gleichzeitiger fernbeziehung ist es schwierig, da auf eine normale sexroutine zu kommen.
und so hat es ewig gedauert und dauert auch immer noch an, dass wir uns eben dieser annähern.

natürlich hat mich das wahnsinnig frustiert, zweifeln lassen und auch traurig gemacht.
ich habe ihm all dies aber (entgegen oft verbreiteter meinung) NICHT mitgeteilt sondern für mich behalten und ihn stattdessen spüren lassen, dass er mir und meiner liebe vertrauen kann.

denn trotz der ganzen zweifelei haben sich meine gefühle nach mittlerweile 2,5 jahren NICHT geändert und ich bin froh, ihm diese chance gegeben zu haben.
 
D

Benutzer

Gast
Je weniger Sex, desto weniger leidenschaftlich und desto freundschaftlicher ist die Liebe.

Hmm, den Satz finde ich interessant. Aber ich glaube auch das ist sehr Personenabhängig bzw. davon, was man sich wünscht. Eine Mischung wäre doch ideal.

Grundsätztlich heißt für mich definitiv wenig Sex nicht gleich wenig Liebe. Aber 100x ist natürlich schon sehr sehr wenig.
 

Benutzer109402 

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Also ne lineare Gleichung ist das jedenfalls nicht in meinen Augen und ich würde das nicht gleichsetzen. Es gibt sicher in jeder Beziehung Phasen, in denen man mehr oder weniger Sex hat. Zudem definieren Paare ja auch den Stellenwert von Sex in einer Beziehung verschieden. Das hat dann nichts mit weniger/mehr Liebe zu tun.

Wo ich eher hellhörig werden würde ist eben, wenn das gesamte leidenschaftliche Interesse stark nachlässt in einer Beziehung und die komplette Wertschätzung des Gegenübers. Da gehört Sex klar dazu, aber auch noch einige andere Faktoren. Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Zeit zu Zweit, Unternehmungen etc.

Zu deinem Beispiel: 100 x in zehn Jahren sind schon wenig. Aber es ist allein genommen noch kein Kriterium für die Liebe in der Beziehung und dafür, ob sie gut oder schlecht läuft.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Umgekehrt: Würdet Ihr bei einem jungen Paar vermuten, dass in zehn Jahren ca. 100 mal Sex hatte, etwas nicht stimmt??

Ja definitiv. Ob das "nicht stimmen" nun sexuelle Störungen, Verklemmtheit, mangelnde Attraktion oder wasweißich sind würde ich nicht zu diagnostizieren wagen - aber ich würde definitiv annehmen, daß da "etwas nicht stimmt".

Mich würde interessieren, ob ihr wenig Sex als wenig Liebe in einer Beziehung gleichsetzen würdet bzw. zu diesem Schluss kommen würdet.

Ich kann nur für mich und meine Beziehung sprechen:
Solange der wenige Sex phasenweise auftritt und auf externe Faktoren (Stress, räumliche Distanz, ...) zurückzuführen ist, nein.
Wenn es aber über 10 Jahre lang konsequent so ginge und ich in 10 Jahren nur 100 mal Sex mit dem Partner hätte, wäre was oberfaul, ja.

Ist die Häufigkeit und damit auch die körperliche Innigkeit zwischen einem Paar ein Liebesgradmesser oder ein Beziehungsgradmesser?

Für mich in gewisser Hinsicht schon, da für mich Sex ein Liebesausdruck ist.
 

Benutzer98402 

Verbringt hier viel Zeit
Mich würde interessieren, ob ihr wenig Sex als wenig Liebe in einer Beziehung gleichsetzen würdet bzw. zu diesem Schluss kommen würdet. Ist die Häufigkeit und damit auch die körperliche Innigkeit zwischen einem Paar ein Liebesgradmesser oder ein Beziehungsgradmesser?
Umgekehrt: Würdet Ihr bei einem jungen Paar vermuten, dass in zehn Jahren ca. 100 mal Sex hatte, etwas nicht stimmt??

Danke schon mal für die Antworten!!!

Überhaupt nicht, warum denn?

Den Stand des Liebesgradmessers bestimmt doch das Pärchen selbst, wenn beide mit wenig Sex zufrieden sind, können sie sich doch trotzdem unsterblich lieben.
Genau kann ein Pärchen mit viel Sex sich wenig bis gar nicht lieben, weil vielleicht einfach eine Beziehung ist, wo einer lügt oder nur auf Sex aus ist, und trotzdem keine echte Liebe vorhanden ist.

Immer so allgemeine Fragen zu stellen, schrecklich.
Wenn die beiden damit zufrieden wäre (was natürlich rational betrachtet eher unwahrscheinlich ist), warum nicht?
 
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