Wenig Sex in der Beziehung.

Benutzer191420  (20)

Ist noch neu hier
Hallo Liebe Community, ich weiß, die Frage wurde schon 1000 mal gestellt, jetzt bin ich aber nochmal dran, mit meiner ganz persönlichen Geschichte.

Ich bin nun schon fast 2 Jahre mit meiner Freundin zusammen und bin mir sicher, dass ich sie liebe, auch wenn sich nicht mehr alles wie am Anfang anfühlt.

Wir hatten noch nie wirklich viel Sex anstatt 3 mal in der Woche, wie andere in unserem Alter (20) eher drei mal im Monat, wenn es gut kommt.
Am Anfang störte mich das kaum, ich hatte immer die Hoffnung es ändert sich nochmal, vielleicht wenn wir noch näher sind.
Jetzt sind wir uns so nahe wie nie zuvor, unsere Beziehung ist wirklich sehr innig, aber geändert hat sich natürlich nichts.

Wir sprechen manchmal über unsere Bedürfnisse, sie weiß, dass ich gerne öfter wöllte und ich kenne ihr Problem, dass sie meistens keine richtige Lust hat. Aber zu einer Besserung des Problems haben unsere Gespräche noch nicht geführt.
Lösungen kommen gar nicht darin vor… na klar, was soll man auch machen. Es kommt mir eher so vor, dass ich sie mit den Gesprächen unter Druck setzte, dass hat sie mir auch schon so gesagt, aber manchmal wenn der Frust zu groß ist, muss ich sie darauf einfach ansprechen. Ich achte dabei schon darauf, keine Vorwürfe zu machen, sondern schildere ihr nur meine Lage… ich bin 20 und will doch noch ein bisschen was erleben.

Gestern hatten wir darüber unser größtes zerbrechen, Ich gehe demnächst für 3 Monate ins Ausland und sprach sie ganz vorsichtig auf das Thema „offene Beziehung“ an, welches sie selber vor einem Jahr auch mal in den Mund nahm.
Sie war daraufhin regelrecht angeekelt von mir und wir hatten den schlechtesten Tag unserer bisherigen Beziehung.

Ich weiß nicht was ich machen soll, was sagen Paartherapeuten zu Paaren in unserer Lage?
Ich will sie nicht verlassen, nicht wegen dem Thema Sex, wir passen viel zu gut zueinander.

Habt ihr eine solche Erfahrungen schon mal gemacht und wie seid ihr damit umgegangen, bzw. wie ist es bei euch ausgegangen?

Ich habe schon viel zum Luziden Träumen gehört, habt ihr schon mal von Leuten gehört, die ihre sexuellen Fantasien einfach im Klartraum ausleben, ist das möglich?

Vielen Dank für eure Antworten von mir.
 
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Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Nennt deine Freundin denn auch einen Grund, warum sie keinen Sex will?
gefällt ihr was nicht? Wie war es mit anderen Männern?
Und wenn ihr Sex habt wie ist der dann?

Ich kenne keinen einzigen Fall einer Beziehung, wo es erst mal keinen Sex gab und dann mehr. Also das ist eher andersrum :zwinker:
Gerade am Anfang will man den Partner ja mit Haut und Haaren und am liebsten dauernd und wenn das dann schon nicht vorhanden ist, dann sicher nicht nach 2 Jahren. Also da hast du sicher vergeblich gehofft.

Klar ist es legitim, kaum Interesse an Sex zu haben. Nur passt das nicht zu dir und deinen Bedürfnissen. Deinen Vorschlag mit der offenen Beziehung kann ich nachvollziehen. Natürlich ist es das Recht deiner Partnerin dazu nein zu sagen.
Nur sehe ich da keine Schnittmenge. Auch in den nächsten 2 Jahren wird sich ihre Libido zu 99,9% nicht ändern. Klar kannst du die noch warten, dann auch noch 2 und noch 2.
Nur würde ich das nicht empfehlen. Eher einen Cut, denn sich nur gut verstehen reicht eben bei weitem nicht.
Und da kann auch ein Paartherapeut nichts machen, denn sexuelle Kompatibilität kann man nicht herbei therapieren.
 
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Benutzer106548 

Team-Alumni
das Thema „offene Beziehung“ an, welches sie selber vor einem Jahr auch mal in den Mund nahm.
Sie sprach das als Erste schon vor einem Jahr an? Was wollte sie damit bezwecken? Dass Du mit Anderen Sex hast oder ging es eher darum, dass sie mal mit anderen Männern oder Frauen Sex haben möchte?


Ich habe schon viel zum Luziden Träumen gehört, habt ihr schon mal von Leuten gehört, die ihre sexuellen Fantasien einfach im Klartraum ausleben, ist das möglich?
Die Frage verstehe ich nicht. Was hat das mit dem Thema hier zu tun?



Habt ihr eine solche Erfahrungen schon mal gemacht und wie seid ihr damit umgegangen, bzw. wie ist es bei euch ausgegangen?
Da es ja keine temporäre Differenz Eures Lustempfindens ist, sondern das Problem schon von Anfang an bestand, würde ich mal behaupten, dass sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern wird. Eher wird es noch weniger werden.
Daher glaube ich kaum, dass Ihr Beide noch sehr lange ein Paar bleiben werdet. Und auch wenn das jetzt egoistisch klingt: ich würde es an Deiner Stelle vor Deinem Auslandsaufenthalt beenden, dann gehst Du ihr wenigstens nicht fremd.
 
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Benutzer190180  (26)

Ist noch neu hier
Überlege dir, ob du dir eine Zukunft genau so vorstellen kannst, wie es jetzt ist. Ihr divergiert in dieser Sache soviel steht fest. Aber andere Bereiche der Beziehung funktionieren ja scheinbar. Überlege dir, ob die Sexualität ein so grosses Ding für dich ist, dass du deswegen auf die anderen (personenbezogenen) Vorteile der Beziehung verzichten willst. Wenn du das mit ja beantworten kannst, mach Schluss. Wenn nein, dann versuch dich mit dem was du hast zurechtzufinden. Ich erachte weder eine offene Beziehung noch eine „Beziehungspause“ für die Zeit deines Aufenthalts förderlich für eure Beziehung🤷‍♂️ Aber es soll Ausnahmen geben😊
 
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Benutzer188714  (55)

Sorgt für Gesprächsstoff
Du bist viel zu jung, um bereits nach Alternativen zu dem zu schauen, was Du eigentlich willst, eine "normale" Zweierbeziehung; daher würde ich den Themen Traumsteuerung, offene Beziehung etc. gar nicht erst viel Raum geben ....

Meine Kurzempfehlung: Nutz die 3 Monate Abwesenheit nicht nur zur Reflexion, was Du im und mit Deinem Leben willst, sondern auch zum "Selbsterleben", und damit meine ich gar nicht unbedingt die sexuelle Seite, sondern ganz einfach: Dir selber nahe sein, Dinge tun, die Dir Freude machen und schauen, wie Du Dich selbst erlebst und ob Dir diese Erfahrung nicht letztendlich auch mehr Klarheit gibt, wie Du Dein Leben gestalten willst und um entsprechende Entscheidungen zu fällen.

Und ansonsten kann ich mich krava nur anschliessen; wichtig scheint mir noch: Deine Bedürfnisse und Wünsche sind ganz normal und legitim .... ich sage das für den Fall, dass Du da ggf. anfängst Dir ein schlechtes Gewissen zu machen ....
 
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Benutzer174233  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Wenn es von Anfang an schon wenig Sex gab und das tatsächlich an ihrer geringen Libido liegt, hast du dir halt ehrlich gesagt selbst falsche Hoffnungen gesetzt. War nicht sehr schlau, aber kann passieren.

Das Thema offene Beziehung wäre zwar generell eine Option, aber erstens lehnt deine Freundin das ja jetzt ab und zweitens finde ich die Option der Öffnung im Zusammenhang mit deiner 3 Monatigen Abwesenheit zu erwähnen war ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Da käme ich mir an Stelle deiner Freundin schon ziemlich doof vor.

Ich weiß, wenn man verliebt ist oder gar Liebe empfindet und sich die Beziehung soweit gut anfühlt will man das Wort "Trennung" nicht hören. Aber du bist 20 Jahre alt, deine Freundin hat wenig verlangen nach Sex und das nicht erst seit gestern, sondern scheinbar schon immer, da gibt es einfach wenig Möglichkeiten für dich, außer damit Leben oder sich umorientieren was den Partner anbelangt.
Fest steht jedenfalls, dass die Chancen verschwindend gering sind, dass du mit ihr mal noch auf einen Nenner kommst beim Thema Sex.
 
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Benutzer174652 

Meistens hier zu finden
Ich habe schon viel zum Luziden Träumen gehört, habt ihr schon mal von Leuten gehört, die ihre sexuellen Fantasien einfach im Klartraum ausleben, ist das möglich?

vergiss es! das betrachte ich als problemflucht und demnach als katastrophale lösungsidee in deinem fall!

... ansonsten -
dieses hier für dich:

EINER DER BEIDEN BESTEN BEITRÄGE HIER ZUM THEMA AUS MEINER SICHT (die einfachere variante - der andere ist recht schwere kost ...):
Aus diesem Thread spricht etwas, was bei der Problemlage "Ein Partner will mehr Sex als der andere" für mich ein absolut typisches Problem ist: Der "Mehr-Sex-Partner" hat absolut keine Ahnung, was der "Weniger-Sex-Partner" eigentlich genau für ein Problem hat. WARUM will er/sie keinen/nicht mehr so viel Sex mit mir?

Und das liegt m.E. häufig daran, dass "weniger Sex wollen" keine aktive Tat ist, die man umsetzen muss (wie zB "mehr Sex wollen"), sondern einfach durch Verweigern und Nichtmachen einschleichen kann. D.h. der "Weiner-Sex-Partner" muss nichts machen, sich nie erklären, nie mit irgendwem reden (!!) - er/sie kann einfach keine Initiative mehr zum Sex zeigen, das Thema nach und nach einschlafen lassen, und ist damit in ihrer/seiner Komfortzone angekommen.

Der "Mehr-Sex-Partner" hingegen, der damit aus seiner/ihrer Komfortzone rausgeschmissen wurde, muss nun aktiv werden. Das ist schwierig, denn Sex ist für viele Leute ein Stückweit immernoch tabuisiert: da redet man nicht gerne drüber, da macht man nicht gerne Stress wegen, das soll halt klappen, so wie im Film. Der Mehr-Sex-Partner muss jetzt aber aktiv nach Sex fragen, wird vermutlich versuchen, sein/ihr Verhalten vielleicht mehr am Partner auszurichten (um diesen damit zu mehr Sex zu motivieren). Wird sich ärgern, frustriert werden, irgendwann die Beziehung in Frage stellen, wenn das eigene Handeln keinen Erfolg zeigt.

Mit anderen Worten: In dieser so typischen Konstellation liegt die ganze Verantwortung, der ganze Schmerz, die ganze Last mit der Situation beim "Mehr-Sex-Partner." Und so etwas einseitiges geht selten gut.

Daher ist mein persönliches Patentrezept für diesen Fall: Du musst dafür sorgen, dass dein Partner ein genuines Interesse daran entwickelt, diese Situation zu lösen. Dein Partner muss den Istzustand genau wie du als Problem empfinden, nicht als Lösung. Und das heißt häufig: Du musst den Leidensdruck erhöhen.

Das klingt erst mal sehr böse, und die meisten anständigen Menschen schrecken davor zurück, dem Partner das Leben abischtlich schlecht zu machen. Aber bedenke: Ein Weniger-Sex-Partner macht selber genau das! Zieht sich selber in eine Komfortzone zurück und nimmt dafür in Kauf, dass es dem Mehr-Sex-Partner schlecht geht.

Wenn du alles andere versucht hast, wenn deine Partnerin nicht freiwillig mitarbeitet an einer partnerschaftlichen Lösung, dann musst du jetzt deinerseits ihre Komfortzone kaputt machen. zB mit der knallharten Ansage: Lass uns das Thema gemeinsam anpacken, aber wenn sich das bis XX nicht ändert: Scheidung.

Was du damit NICHT erreichen willst, ist deine Partnerin zum Sex zu erpressen. Das wäre niederträchtig und dumm. Entsprechende Angebote ("Ja komm, dann rutsch hat drüber, wenn es so wichtig ist...") sind abzulehnen. WAS du erreichen willst, ist, dass sie sich nun auch in einer Situation befindet, in der einfach keinen Sex mehr zu haben ein Problem für sie darstellt. Ein Problem, das sie zu lösen motiviert ist, weil die Konsequenzen nicht angenehm sind. Und zwar: nachhaltig zu lösen.

Mit anderen Worten: Du willst deiner Partnerin nicht weh tun. Aber du willst Problemlösungsmotivation schaffen. Und das kann, wie jeder wichtige Prozess, schonmal ein wenig Schmerz am Anfang erfordern.

Aber wer weiß, was dabei herauskommen kann! Vielleicht stellt sich heraus, dass deine Partnerin gar nicht in einer Komfortzone ist, sondern ihrerseits unter dem Ganzen gelitten hat - aber immer noch nicht genug, als dass sie es mal mit Ehrlichkeit versucht hätte (denn Ehrlichkeit kann auch schmerzen). Vielleicht ekelt sie sich, vielleicht ist sie asexuell, vielleicht gibt es eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit. Vielleicht hat sie auch keine Gefühle mehr für dich. Oder findet Sex mit über 30 auch einfach nicht mehr sooo notwendig.

Aber, wichtig, und damit wieder zurück zum Anfang: Du weißt nicht, was ihr Problem ist, weil sie es dir nicht sagt. Also musst du sie dazu bringen, dass sie es dir sagt - oder, wenn sie es selbst nicht genau weiß, daran arbeitet, die Antwort zu finden - und dann mit dir zusammen daran arbeteitet. Das geht nur, wenn du sie dazu bringst, das auch wirklich aus eigener Motivation heraus zu wollen. Dazu ist es notwendig, ihr die Fortsetzung des Istzustandes unerträglich zu machen (wenn du alles andere vorher versucht hast).

Übrigens: Dieser Ansatz ist NICHT der garantierte Weg zum langfristigen Erfolg. Kann ja rauskommen, dass sie auf Druck sofort ihrerseits mit der Trennung reagiert. Oder dass ihr eben keine Lösung findet, die für beide passt. Oder eine Lösung findet, die aber nicht einfach umzusetzen ist, und auf dem Weg dorthin geht die Beziehung dann doch vor die Hunde.

Aber eines garantiere ich dir: Wenn du zulässt, dass dieses Thema weiterhin nur dein Problem ist, geht entweder eure Beziehung oder gehst du vor die Hunde. Also hol deine Partnerin ins Lösungsboot!
 
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Benutzer190912  (46)

Klickt sich gerne rein
Wie Samsara schon sehr ausführlich erklärt hat, sie hat scheinbar kein Problem sondern Du. Ihr habt ja schon Anläufe unternommen es über Gespräche zu bearbeiten was nicht geklappt hat.
Wenn es nach ihr ginge, hättet Ihr überhaupt Sex? Wenn es zu Sex kommt, ist der dann so dass Ihr beide aktiv seid oder obliegt Dir der aktive Part und sie hat nichts dagegen wenn es schnell über die Bühne geht?
Eine offene Beziehung ist eine sehr anspruchsvolle kommunikative Sache und wird entweder bei einer funktionierenden Sexualität als Abwechslung dazugenommen oder im Falle, dass einer der Partner gesundheitsbedingt nicht mehr kann und dem anderen das zugesteht.
Ich glaube aber auch, dass Du noch viel zu jung bist, an einer Beziehung festzuhalten die in einem elementaren Punkt nicht passt. Denn es ist nicht "nur Sex" derhalt nicht klappt sondern ein wichtiger Pfeiler einer Beziehung, gerade in jungen Jahren
 
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Benutzer187035  (37)

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Nimmt Sie die Pille?
 
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