Welche Ansprüche darf man stellen

Benutzer134436  (33)

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Natürlich ist es heute so, dass der Beruf einerseits bei vielen Menschen eine hohe Priorität geniesst und dass man sich ortsmässig häufig nach dem Job richten muss. Dennoch denke ich nicht, dass du damit klarkommen musst. Du findest bestimmt auch einen Mann, dessen Prioritäten mehr auf der Beziehung liegen und der etwas kompromissfähiger ist als dein Freund. Und ab einem gewissen Alter ist man ja auch schon im Berufsleben - da sind ständiges Umziehen und Auslandssemester auch weniger an der Tagesordnung.

Danke.

In nächster Zeit scheint ein Zusammenziehen nicht möglich, ohne dass einer von euch beiden beruflich zurückstecken muss... Die Frage ist: Wird es später besser? Wie sieht der Arbeitsmarkt für eure Jobs aus? Wird es überhaupt mal möglich sein, dass ihr euch auf eine gemeinsame Stadt einigt?

Es könnte schon sein, dass es später besser wird. Da es bei uns beiden stark von den Noten abhängt, wo wir einen Job finden, kann man das allerdings noch nicht sicher sagen. Leider vermute ich starkt, dass er auch da wieder den (für ihn) besten Job haben möchte, den er bekommen kann. Vermutlich kann er sich dabei nicht frei aussuchen, in welcher Stadt (den "besten" kann es ja nur in einer geben).

Tut mir leid, aber das klingt nach "sich auseinanderentwickeln". Du willst das eine, er das Andere, so wirklich zusammenkommen werdet ihr nicht. Und er wälzt die Kompromisse auf Dich ab. Auch sein "ja dann komm halt kurzzeitig zu mir, und dann ziehen wir dahin, wo ich einen Job finde" ist ja sehr einseitig positiv für ihn.

Wie sind denn eure Berufsaussichten? Ist einer Archäologe und der Andere BWLer? Ich würde mich ja immer nach dem richten, der schwerer nen Job kriegt.

Das kann ich natürlich nicht so genau sagen. Er studiert etwas in Richtung BWL. Ich vermute mal, dass wir beide schon Jobs finden werden, nur wird nicht jeder Job gleich gut bezahlt sein und unseren Interessen gleichermaßen entsprechen. Danke für deine Einschätzung. Es ist zwar sehr schade, aber ich langsam dringt die Erkenntnis wohl zu mir durch, dass es vielleicht einfach nicht sein soll.

Aber, es gibt Dinge, die müssen auch final geklärt werden und sein. Dazu gehört eure Zukunft und wenn ich lese, dass dein Freund noch ein Semester nach Schweden gehen will, eine Zeit, die defacto nichts bringt, dann schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass dein Freund seine Zukunft anders als du siehst. Egal wie lange ein Studium dauert, irgendwann kehrt der Berufsalltag ein und wenn er dan in einer HR Abteilung steht und sagt, naja, Schweden war meine kreative Erholungsphase, dann gibt es nur noch ein mildes, aber auch ein müdes Lächeln und ein freundliches nein. Dein Anspruchsdenken hinsichtlich einer ganz klaren Äußerung wie geht es weiter, ist legitim, aber ich denke eure Beziehung driftet auseinander und ich denke auch, für seine faulen Kompromisse solltest du dir zu schade sein.

Ich glaube ehrlich gesagt, dass er vermutet, dass das Ausland von Personalern schon eher positiv gesehen wird (als "über den Tellerrand gucken" und "neue Sprache lernen"). Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich das mit dem Ausland besser akzeptieren könnte (bzw. eigentlich schon akzeptiert hatte), wenn er dort wenigstens anrechenbare Kurse belegen könnte und es nicht nur "Urlaub" wäre.
Wir haben schon über unsere Zukunft gesprochen. Ich hab jetzt fast den Eindruck, es klingt unglaubwürdig, wenn ich das sage, aber er hat mir glaubhaft versichert, dass er gerne mit mir zusammenziehen möchte und er besucht mich auch tatsächlich öfter als ich umgekehrt. Es ist nicht so, dass er gar nichts tut, damit wir uns sehen. Ich habe allerdings den Eindruck, dass er diese intensiven Zeiten genießt, aber er diese Wünsche nach spontanen Treffen und gemeinsam einschlafen nicht so stark hat wie ich (ich glaube ihm allerdings schon, dass er es insgesamt möchte).
Danke für deine Einschätzung!

Das Problem das ich zusätzlich sehe, ist, wenn er sich minder freiwillig auf einen Kompromiss einlässt, dass er dann das Gefühl hat zuviel aufgegeben zu haben. Man prüft ständig, ob diese Verzicht es denn wert war und ist chronisch unzufrieden. Kann man mit seiner Entscheidung dann keinen Frieden finden, wird der Kompromiss nur zu einem weiteren Problem in der Beziehung.
Die Frage ist, ob du mit deinem "Wünschen" nicht genau das bezweckst? Es müsste sichergestellt sein, dass ihr beide wirklich glücklich mit der Einigung seid.

Da hast du natürlich Recht. Das möchte ich ja auch nicht... Allerdings bezwecke ich nicht, dass er unzufrieden wird. Ich bezwecke, dass er einsieht, dass Personalabteilung einen solchen "Urlaub" auch nicht so toll finden und ein solcher Urlaub es nicht wert ist, mit mir erst später zusammenzuziehen (und wir könnten ja auch gerne mal gemeinsam Urlaub in Schweden machen, hätte ich ja gar nichts dagegen :zwinker:).
 

Benutzer96466 

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Ich bezwecke, dass er einsieht, dass Personalabteilung einen solchen "Urlaub" auch nicht so toll finden und ein solcher Urlaub es nicht wert ist, mit mir erst später zusammenzuziehen (und wir könnten ja auch gerne mal gemeinsam Urlaub in Schweden machen, hätte ich ja gar nichts dagegen :zwinker:).

Auslandssemester wird bestimmt nicht schlecht gesehen - Leute mit graden Lebensläufen gibts genug!
 

Benutzer134215 

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Auslandssemester wird bestimmt nicht schlecht gesehen - Leute mit graden Lebensläufen gibts genug!
Ja, aber nur wenn dieser Aufenthalt dem Studium inhaltlich förderlich ist, ich denke die TE kann am besten beurteilen, welcher Natur dieser "Auslandsaufenthalt" ist. Ich denke, es wird ein Pleasure Trip, der in keiner HR Div. Anerkennung findet.
 

Benutzer134436  (33)

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Nunja, ich bin ja kein Personaler. Ich glaube, er sieht das auch so, dass ein Auslandsaufenthalt immer positiv gesehen wird. Ich denke auch nicht, dass er ihm zwangsläufig schaden wird, aber ich vermute mal, dass die Personaler das allerhöchstens "neutral" sehen.
Es ist ja eben nichts, womit man sich positiv hervortut. Ein Auslandsaufenthalt ist mittlerweile ja auch nichts wahnsinnig exotisches mehr, sondern eher normal. Aus dem englischsprachigen Ausland ist es gern gesehen, weil man dann sichere Englischkenntnisse annimmt. Vielleicht findet es nicht jeder Personaler schlimm, wenn man sagt, man hatte Lust auf die Erfahrung und die Sprache. Ich denke nur, dass er sich nichts verbauen würde, wenn er das Angebot ablehnt.
 

Benutzer78484 

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Ich denke nur, dass er sich nichts verbauen würde, wenn er das Angebot ablehnt.
Naja, es ist halt wahrscheinlich, sofern ihr nicht auswandern wollt, seine vermutlich letzte richtige Chance, mal im Ausland gelebt zu haben. Und das ist einfach was ganz anderes als ein Urlaub. Und mal ganz ehrlich, in Auslandssemestern nimmt man doch in den wirklich seltensten Fällen was wirklich nützliches für das eigentlich Studium mit.
 

Benutzer134436  (33)

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Naja, es ist halt wahrscheinlich, sofern ihr nicht auswandern wollt, seine vermutlich letzte richtige Chance, mal im Ausland gelebt zu haben. Und das ist einfach was ganz anderes als ein Urlaub. Und mal ganz ehrlich, in Auslandssemestern nimmt man doch in den wirklich seltensten Fällen was wirklich nützliches für das eigentlich Studium mit.

Einerseits hat du Recht damit, dass er diese Chance so nur jetzt hat. Andererseits war er ja im Rahmen seines FSJs schon im Ausland. Die Frage, die sich mir stellt, ist einfach, wie oft man diese Erfahrung braucht und ob ich mir das geben muss und sollte, mit jemandem zusammen zu sein, der öfter mal ein paar längere Erfahrungen ohne mich braucht (es ist nun wirklich nicht so, dass wir in der Zwischenzeit nur aufeinander hängen - Fernbeziehung, wie gesagt).
Man kann ja auch im Rahmen des Jobs für eine Zeit ins Ausland gehen oder irgendwie schauen, dass man sowas mal zusammen oder dass zumindest in der Zeit beide soetwas machen. Jetzt fällt das Auslandssemster nämlich leider auch genau in einen Zeitraum, in dem ich studienbedingt mehr Zeit hätte als sonst.

Man nimmt selten was mit für sein Studium sagst du - aber es gibt meines Erachtens nach schon Sachen, die im Lebenslauf deutlich besser ankommen als ein Auslandssemester in Schweden. Es war auch nicht seine erste Wahl (deshalb).

Wenn ich euch alle richtig verstehe, findet ihr seinen Wunsch total gut und nachvollziehbar und es liegt eher an mir, dass ich ein Problem damit habe. Also muss ich mich wohl entscheiden, ob ich damit leben kann. Ich sehe es ganz einfach auch als Entscheidung gegen mich.
 

Benutzer124223  (45)

Meistens hier zu finden
Hallo Murmeltier,

Aber, es gibt Dinge, die müssen auch final geklärt werden und sein. Dazu gehört eure Zukunft und wenn ich lese, dass dein Freund noch ein Semester nach Schweden gehen will, eine Zeit, die defacto nichts bringt, dann schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass dein Freund seine Zukunft anders als du siehst. Egal wie lange ein Studium dauert, irgendwann kehrt der Berufsalltag ein und wenn er dan in einer HR Abteilung steht und sagt, naja, Schweden war meine kreative Erholungsphase, dann gibt es nur noch ein mildes, aber auch ein müdes Lächeln und ein freundliches nein.

Hier muss ich vehement widersprechen: Ein Auslandssemester bringt (fast) immer etwas, und sei es "nur" für die Persönlichkeitsentwicklung und zum ausbilden interkultureller Kompetenz, wenn das was dort studiert wird, hier nicht anerkannt wird. Das wird auch von vielen Personalern so gesehen und solche Auslandserfahrung entsprechend gewürdigt.

Ich kann jedem nur raten, eine solche Gelegenheit wahrzunehmen. Auch auf die Gefahr, dass die Beziehung zerbricht. Wenn das passiert, war es nicht die richtige Beziehung (oder nicht der richtige Zeitpunkt). Wenn Du ihn versuchst, von dem Auslandssemester abzubringen und er es Deinetwegen lässt, wird das immer als (unausgesprochener) Vorwurf im Raum stehen, dass er ja die Gelegenheit verpasst hast. Das ist ebenfalls nicht gerade förderlich für die weitere Beziehung (um es vorsichtig zu formulieren).

Generell habt Ihr aber anscheinend ein Zukunftsproblem, was deutlich über die Frage des Auslandssemesters hinaus geht. Ich denke, es ist ein guter Moment, das jetzt mal zu klären, bevor das Auslandssemester startet. Ihr müsst ja noch nicht die ultimative Lösung finden, (dazu gibt es ja auch noch viel zu viele Unbekannte) aber Ihr könnt Euch doch schon mal realistische Szenarien ausmalen und für Euch bewerten. Wenn dann von seiner Seite nur kommt, dass er bundes-/europa-/weltweit einen Job suchen will und Du bitteschön einfach dann mitkommen sollst, ist das nach meinem Verständnis von einer gleichberechtigten Partnerschaft nicht das richtige. Gibt es denn Orte, an denen Ihr beide gerne leben würdet (oder Ihr es Euch zumindest gut vorstellen könnt) und auch beide eine realistische Chance auf einen guten (oder wenigstens gut annehmbaren) Job habt? Seit hier ruhig mal kreativ. Es geht wie gesagt nicht darum, den perfekten Plan zu haben (am Ende kommt es ja doch meist anders als man denkt :zwinker: ), aber es hilft ungemein, ein gemeinsames Zukunftsszenario als Perspektive zu haben. Damit lassen sich dann "Durststrecken" wie Fernbeziehung und Auslandsaufenthalte leichter ertragen.


Alles Gute,
G.G.
 

Benutzer124226 

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und ob ich mir das geben muss und sollte, mit jemandem zusammen zu sein, der öfter mal ein paar längere Erfahrungen ohne mich braucht (es ist nun wirklich nicht so, dass wir in der Zwischenzeit nur aufeinander hängen - Fernbeziehung, wie gesagt).
Ich bin mir ziemlich sicher deinem Freund geht es nicht darum, dass er ein paar längere Erfahrungen ohne dich braucht oder das er vor gemeinsamer Zeit mit dir "flüchtet". Ein Auslandssemester ist eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Wenn man die Chance dazu hat, dann sollte man diese ergreifen.
 

Benutzer134436  (33)

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Ich kann jedem nur raten, eine solche Gelegenheit wahrzunehmen. Auch auf die Gefahr, dass die Beziehung zerbricht. Wenn das passiert, war es nicht die richtige Beziehung (oder nicht der richtige Zeitpunkt). Wenn Du ihn versuchst, von dem Auslandssemester abzubringen und er es Deinetwegen lässt, wird das immer als (unausgesprochener) Vorwurf im Raum stehen, dass er ja die Gelegenheit verpasst hast. Das ist ebenfalls nicht gerade förderlich für die weitere Beziehung (um es vorsichtig zu formulieren).

Das habe ich auch immer gesagt. Ich meine auch nicht, dass die Beziehung "am" Ausland verbringt. Aber ich muss schon die Frage stellen dürfen, wie viel eine Beziehung an Ausland und Entfernung aushalten muss. Wie gesagt, wir leben seit fünf Jahren eine Fernbeziehung mit 7h Autofahrt. Er war außerdem bereits für ein knappes Jahr im Ausland. Ich sage auch immer, wenn die Beziehung scheitert, dann nicht an der Entfernung. Aber vielleicht an den immer neuen Entscheidungen für die Entfernung?!

Ich habe nicht vor, ihm das zu verbieten. Ich sehe es genauso wie du, dass er mir das ewig vorwerfen könnte bzw. dass es dann zwischen uns stehen würde, wenn es "eigentlich" nicht seine Entscheidung war. Ich frage mich nur, ob ich es akzeptieren kann und muss, dass er seine Prioritäten so setzt.

Wenn dann von seiner Seite nur kommt, dass er bundes-/europa-/weltweit einen Job suchen will und Du bitteschön einfach dann mitkommen sollst, ist das nach meinem Verständnis von einer gleichberechtigten Partnerschaft nicht das richtige. Gibt es denn Orte, an denen Ihr beide gerne leben würdet (oder Ihr es Euch zumindest gut vorstellen könnt) und auch beide eine realistische Chance auf einen guten (oder wenigstens gut annehmbaren) Job habt? Seit hier ruhig mal kreativ. Es geht wie gesagt nicht darum, den perfekten Plan zu haben (am Ende kommt es ja doch meist anders als man denkt :zwinker: ), aber es hilft ungemein, ein gemeinsames Zukunftsszenario als Perspektive zu haben. Damit lassen sich dann "Durststrecken" wie Fernbeziehung und Auslandsaufenthalte leichter ertragen.

Wir haben darüber schon gesprochen. Zunächst hatten wir auch eine Stadt gefunden, die für uns beide gut möglich wäre. Später fing er aber wieder an zu zögern, meinte, dass er aber nicht sicher sein kann, dass er dort den optimalen Job findet und vielleicht doch in eine andere Stadt muss. Weltweit will er sich zum Glück nicht bewerben :zwinker: Mir würde sowas auch total helfen, aber er hat das Gefühl, er müsse sich dann so sehr festlegen, möchte nichts versprechen, weil er nichts versprechen kann. Eine Zeit lang hat er sich geweigert, überhaupt über soetwas zu sprechen und meinte nur vage "das wird schon". Wegen seiner Unsicherheiten möchte ich in einer neuen Stadt nicht sofort in eine gemeinsame Wohnung mit ihm ziehen. Das wiederum findet er ganz absurd.[DOUBLEPOST=1374744380,1374744298][/DOUBLEPOST]
Ich bin mir ziemlich sicher deinem Freund geht es nicht darum, dass er ein paar längere Erfahrungen ohne dich braucht oder das er vor gemeinsamer Zeit mit dir "flüchtet". Ein Auslandssemester ist eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Wenn man die Chance dazu hat, dann sollte man diese ergreifen.

Danke für deine ehrlichen Worte, auch wenn sie für mich hart sind. Ich denke einfach immer, dass er in unserer Beziehung doch schon mal ein Jahr im Ausland war und ob da wirklich jetzt ein weiteres halbes Jahr sein muss bevor wir es geschafft haben, mal eine Zeit lang in der Nähe voneinander zu wohnen...
 

Benutzer78484 

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Ich denke, das Problem ist, dass du dir eigentlich wünschst, dass er von sich aus darauf verzichten würde. Und genau das funktioniert halt nicht. Er will anscheinend nach Schweden (ich kann es nachvollziehen). Du hast halt lediglich die "Möglichkeit", die Beziehung an sich in Frage zu stellen. Wenn er dann allerdings rein deswegen nicht geht...ist das wirklich zufriedenstellend?

Und dann ist da noch das Argument mit dem "Flüchten", obwohl ihr eh schon eine Fernbeziehung führt. Kann man nämlich auch anders sehen: Wenn ihr eh schon eine Fernbeziehung führt, macht es der Schwedenaufenthalt auch nicht mehr fett. Ist ja auch nicht so, als könntest du ihn da nicht besuchen, so weit ist Schweden ja auch nicht weg.
 

Benutzer134215 

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Hallo Murmeltier,
Hier muss ich vehement widersprechen: Ein Auslandssemester bringt (fast) immer etwas, und sei es "nur" für die Persönlichkeitsentwicklung und zum ausbilden interkultureller Kompetenz, wenn das was dort studiert wird, hier nicht anerkannt wird. Das wird auch von vielen Personalern so gesehen und solche Auslandserfahrung entsprechend gewürdigt.
Ein Forum lebt von differenten Postings und das ist auch gut so, wenn ich das Personalauswahlsprocedere kurz darstellen darf: Studenten, Hilfskräfte oder Personal-Vermittlungsunternehmen selektieren die eingehenden Bewerbungen nach vorgegebenen Kriterien, die Bewerbungen, die in die erweiterte Auswahl gelangen, werden Mitarbeitern in der HR Div. und der Fachabteilung vorgelegt. Wer diesen Selektionsgang übersteht, bekommt eine Einladung zu einem informellen Gespräch, wenn dann ALLES passt, werden die Unterlagen den Entscheidern in den jeweiligen Bereichen vorgelegt, danach steht einer Einstellung mit einer entsprechenden Probezeit nichts mehr im Wege. Die interkulturelle Kompetenz geht den heutigen Entscheidern meilenweit an der Mütze vorbei. Fachkenntnisse, Soziale Kompetenz und ein unbändiger Leistungswillen sind gefragt.
 

Benutzer134436  (33)

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Ich denke, das Problem ist, dass du dir eigentlich wünschst, dass er von sich aus darauf verzichten würde. Und genau das funktioniert halt nicht. Er will anscheinend nach Schweden (ich kann es nachvollziehen). Du hast halt lediglich die "Möglichkeit", die Beziehung an sich in Frage zu stellen. Wenn er dann allerdings rein deswegen nicht geht...ist das wirklich zufriedenstellend?

Natürlich nicht. Dann ist es wohl wirklich nur noch die Frage ob ich die Beziehung so will oder nicht.


Und dann ist da noch das Argument mit dem "Flüchten", obwohl ihr eh schon eine Fernbeziehung führt. Kann man nämlich auch anders sehen: Wenn ihr eh schon eine Fernbeziehung führt, macht es der Schwedenaufenthalt auch nicht mehr fett. Ist ja auch nicht so, als könntest du ihn da nicht besuchen, so weit ist Schweden ja auch nicht weg.

Ich würd ihn ja auch besuchen. Mich stört viel mehr, dass sich unsere Fernbeziehungszeit dadurch eben um ein halbes Jahr verlängert. Das macht für mich den Kohl nach fast sechs Jahren nämlich dann schon irgendwie fett...[DOUBLEPOST=1374745188,1374745040][/DOUBLEPOST]
Die interkulturelle Kompetenz geht den heutigen Entscheidern meilenweit an der Mütze vorbei. Fachkenntnisse, Soziale Kompetenz und ein unbändiger Leistungswillen sind gefragt.

Danke. Ich nehme das auch an. Außerdem war mein Freund ja - so rein für die interkulturelle Kompetenz - bereits ein Jahr im Ausland. Klar kann man da noch mal ein halbes Jahr dranhängen oder ein ganzes. Den Mehrwert sehe ich allerdings nicht so richtig. Und mir als Partner stellt sich natürlich auch irgendwo die frage, wie oft er sowas oder ähnliches dann noch braucht. Ich denke, dass ich mit ihm darüber auch nochmal sprechen werde.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Die interkulturelle Kompetenz geht den heutigen Entscheidern meilenweit an der Mütze vorbei. Fachkenntnisse, Soziale Kompetenz und ein unbändiger Leistungswillen sind gefragt.
Habe ich anders erlebt, allerdings bin ich auch in einer Mangelbranche, wo die Personaler froh sind, mal nen Bewerber zu kriegen, der nicht offensichtlich falsch qualifiziert ist.
 

Benutzer78484 

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Seine Studienzeit nach den wünschen ominöser Personaler durchzuplanen, halte ich jetzt irgendwie für eine LEICHT fragwürdige Idee.
 

Benutzer132880  (36)

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Ich finde, man kann immer nur wünschen - fordern nie. Mag wie eine Wortklauberei erscheinen, macht aber im Kopf einen riesigen Unterschied.
Fordern hat immer was von "unter Druck setzen" und "bestimmen wollen".

So halten wir das auch, wünschen darf sich jeder alles, aber keiner darf dann beleidigt sein, wenn sein Wunsch nicht erfüllt werden kann.
Für uns heisst sind Wünsche etwas, bei dem wir die Entscheidungsfreiheit des Partners in den Vordergrund stellen. Eine Partnerschaft ist immer eine freiwillige Entscheidung füreinander, auch nach vielen Jahren noch, und wir finden es wichtig und dieses Gefühl immer wieder gegenseitig zu geben.
Wenn ich von jemandem etwas fordere, dann lasse ich ihm keinen eigenen Entscheidungsspielraum. Ich fordere von meinen Kindern, dass sie sich die Zähne putzen, ins Bett gehen, endlich die Schuhe anziehen ... da gibt es kein "aber". Mein Partner ist erwachsen und muß selber wissen was er tut. Ich fände es sehr doof, wenn ich ihm sagen müßte was er tun soll, weil er das aus eigener Einsicht heraus nicht macht. Für mich wäre das keine dauerhafte Beziehungsgrundlage.
 

Benutzer134436  (33)

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Off-Topic:
Seine Studienzeit nach den wünschen ominöser Personaler durchzuplanen, halte ich jetzt irgendwie für eine LEICHT fragwürdige Idee.

Nein, da hast du natürlich Recht. Allerdings wurden mir viele andere Sachen so begründet mit "damit hab ich auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen" und "da ist der Ruf am besten". Natürlich kann er seine Entscheidungen treffen, wie er will, aber ich hätte für die Entscheidungen, die mich ja auch betreffen (wenn natürlich auch nicht so stark wie ihn) irgendwie schon ganz gerne eine Begründung. Natürlich ist "Ich hab einfach Bock drauf" auch eine Begründung - aber vielleicht verstehst du auch, dass mich eine solche Begründung traurig macht.

Ich weiß nicht, ob euch klar ist, was sechs Jahre Fernbeziehung über 7 Autostunden bedeuten. Es ist wirklich nicht immer einfach, es ist auch für mich ein großes Opfer manchmal. Es gibt so viel was einem fehlt, was bei anderen in der Beziehung selbstverständlich ist, aufgrund der Entfernung aber einfach nicht geht. Wenn der Partner dann immer wieder irgendwelche Sachen machen will, durch die man sich noch weniger sieht, fragt man sich eben schon, wie lange das noch so weiter gehen soll, was später mal wird.

Womit ihr allerdings alle Recht habt: Ich kann ihn zu nichts zwingen und sollte es auch nicht versuchen. Wenn ich nicht damit klarkomme, muss ich mich wohl trennen. Das fällt mir zwar sehr schwer, weil ich ihn ja liebe, aber ich komme mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass kein Weg dran vorbei führt. Das klingt jetzt für euch vielleicht sehr emotionslos und egoistisch, aber ich habe in dieser Beziehung wirklich schon einiges mitgemacht. Z. B. auch ein Urlaub ohne mich der sein musste, weil sein Kumpel eben zufällig auch nur da hatte als ich Zeit hatte und der dann leider so teuer war, dass mit mir in diesem Jahr kein Urlaub mehr ging.
Ihr sagt zwar alle, dass es richtig ist und man seine Erfahrungen machen muss auch auf das Risiko hin, das die Beziehung kaputt geht - ich fang ja langsam an, das zu verstehen. Aber dann muss ich eben leider einsehen, dass er nicht zu mir passt. :frown:
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Er findet, ich könnte auch einfach "anfangen" Kompromisse zu machen. ...
Er hat das Gefühl, einfach nur das "Pech" gehabt zu haben, dass er sich nach mir entscheiden musste.


Wenn ich das so lesen hat er damit aber auch durchaus Recht. Ich kann leider weder bei ihm noch bei Dir wirkliche Kompromissbereitschaft erkennen.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Ja, aber nur wenn dieser Aufenthalt dem Studium inhaltlich förderlich ist, ich denke die TE kann am besten beurteilen, welcher Natur dieser "Auslandsaufenthalt" ist. Ich denke, es wird ein Pleasure Trip, der in keiner HR Div. Anerkennung findet.

Off-Topic:
es geht doch beim Auslands Semester nicht um scheine, sondern um sprachkenntnisse, persönlichkeitsentwicklung, kommunikative kompetenz....). solange er nicht rumgammelt und irgendwas vorweisen kann (und sei es nur ein sprachzertifikat- ich würde ihm dringend raten zumindest grundkenntnisse in schwedisch zu erlangen, so was zeugt von weltoffenheit und kommt gut auch wenn man in der firma kein swedisch braucht).

wenn der lebenslauf ansonsten gradlinig ist wird kein personaler der welt ein auslandsjahr negativ bewerten, selbst wenn es dort "nur" um "ausleben ging. lieber einen, der so ne erfahrung gemacht hat und trotzdem hier arbeiten will, als einen, der sich das nach 2 jahren beruf überlegt.

anders sieht es natürlich aus, wenn er so was mehrfach macht, oder schon lange studiert. wenn einer schon 28 ist und 3 auslandssemester gemacht hat ohne sein studium abgeschlossen zu haben, wird man ihn in der tat als "lebemann" einstufen und berechtigte zweifel haben.

aber wenn jemand sein studium ansonsten in regelzeit durchknallt, wird er ein einzelnes auslandsjahr sicher super verkaufen können.


zum thema:

ich habe schon zweifel ob er überhaupt mehr nähe will. ich könnte mir vorstellen, dass er die beruflichen gründe teilweise auch vorschiebt (er hätte ja auch wirklich woanders studieren können), weil es ihm eigentlich so wie es ist gut gefällt. du scheinst in seinem leben maximal die 2. geige zu spielen (würde mich nicht überraschen, wenn nicht nur der beruf, sondern auf hobbies, freunde... ebenfalls wichtiger als die beziehung sind...).
 

Benutzer134436  (33)

Ist noch neu hier
Wenn ich das so lesen hat er damit aber auch durchaus Recht. Ich kann leider weder bei ihm noch bei Dir wirkliche Kompromissbereitschaft erkennen.

Ich verstehe, was du meinst. Mein Problem ist, dass ich nicht die einzige sein möchte, die Kompromisse macht bzw. zu machen breit ist. In eine neue gemeinsame Stadt würde ich sehr gerne gehen. Es sprechen für mich sehr viele Dinge dagegen, zu ihm in die gleiche Stadt zu ziehen. Ich würde mir vorkommen wie das dumme Mädchen, das ihrem Typen blind nachläuft. Das sähe vielleicht anders aus, wenn ich bei ihm eine Bereitschaft sehen würde, das gleiche für mich zu tun. Genau weiß ich das natürlich nicht.

Ich hab ja schon mal erzählt, was ich gerne tun würde: Nicht ganz zu ihm ziehen (weil ich dort einfach nichts hab, niemanden kenne, nach 1/2 bis 1 Jahr sowieso wieder umziehe und während der Zeit ausbildungsbedingt sowieso wieder ab und zu in meine alte Stadt müsste). Ich hätte lieber etwas mehr Platz bei ihm um auch mal länger bleiben zu können. Das sieht er nicht so recht ein.

ich habe schon zweifel ob er überhaupt mehr nähe will. ich könnte mir vorstellen, dass er die beruflichen gründe teilweise auch vorschiebt (er hätte ja auch wirklich woanders studieren können), weil es ihm eigentlich so wie es ist gut gefällt. du scheinst in seinem leben maximal die 2. geige zu spielen (würde mich nicht überraschen, wenn nicht nur der beruf, sondern auf hobbies, freunde... ebenfalls wichtiger als die beziehung sind...).

Ich verstehe, was du meinst. Ich muss sagen, dass ich schon das Gefühl habe, er möchte gern mit mir in der gleichen Stadt sein. Es ist ja für uns beide schwierig und auch er muss manchmal auf irgendwas verzichten (und das tut er auch), damit wir uns sehen. Er hat mir auch gesagt, dass er sich eine Zukunft mit mir vorstellt (zusammen wohnen, irgendwann mal Kinder usw.). Ich glaube nicht, dass er mich da belogen hat. Auch wenn das hier nicht so klingt, bin ich ihm schon wichtig. Wenn etwas ist, kann ich mich auf ihn verlassen und so. Ich wollte mich auch nicht nur einmal trennen, weil mir das mit der Fernbeziehung doch sehr schwer fällt - er hat mich jedes Mal vom Gegenteil überzeugt.
Das Gefühl mit der 2. Geige stimmt aber generell bzw. bei der Zeitplanung, bzw. ich habe das Gefühl auch. Ich sagte ja schon, dass auch einmal ein anderer Urlaub wichtiger war oder ähnliches. Anfangs war es zum Teil noch stärker, es hat sich (aus meiner Sicht) schon "gebessert".

Eigentlich ist das genau der Grund, warum ich mich ans Forum gewandt habe: Ich wollte wissen, ob sein Verhalten das "ganz normale" Verhalten eines Freundes darstellt oder ob das eher so ist, wenn man noch einige Sachen hat, die wichtiger sind als die Freundin.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer134215 

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Deine hier im Foirum gewachsene Sicht der Dinge ist sehr gut und richtig. Dein Freund ist im wahrsten Sinne des Wortes "kompromisslos" und darum ......
 
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