Wehrpflicht

Was haltet ihr vom der Wehrpflicht?

  • Braucht keiner.

    Stimmen: 17 51,5%
  • Finde ich gut.

    Stimmen: 13 39,4%
  • Ist mir eigentlich egal.

    Stimmen: 3 9,1%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    33

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Inwieweit rechtsextreme Gesinnung in der BW derzeit verbreitet ist, kann ich mir kein Urteil erlauben, weil mir die Innensicht gänzlich fehlt.
Dass Frau vdL da teilweise eine Riesen-Publicity-Show abzieht, um ihr eigenes Image aufzupolieren, glaube ich auch gerne.

Trotzdem hat aber schuichi schuichi mit seinem Satz Recht. Das Risiko, dass eine Berufsarmee ein Eigenleben entwickelt, das nicht gut ist, ist gegenüber einer Wehrpflichtigenarmee natürlich erhöht. Das heißt aber natürlich nicht, dass es soweit kommen MUSS. Man muss aber eben aufpassen und aller Anfänge wehren. Ansonsten kann man da ratzfatz ein riesen Problem an der Backe. Insofern ist es im Prinzip gut, dass die BW jetzt auch unter stärkerer Beobachtung steht und agieren muss, auch wenn die Art und Weise wie vdL das aufzieht auch m.E. eine ziemlich Katastrophe war und ist.
Wir haben momentan eine Mannstärke von knapp 180.000 Soldaten, um eine wirklich verpflichtete Wehrdienstarmee daraus zu machen (also Frauen und Männer gemeinsam, ohne die üblichen Ausnahmen) bräuchten wir rein rechnerisch eine mindestens 450.000 Mann:cautious: starke Armee, in den ersten Jahren sogar mehr um eine gleichmäßige rechtmäßigkeit zu garantieren. Meinst Du, es ist leichter bei einer solch großen Armee rechte Gesinnung auszusortieren oder schwieriger? Vor allem in Zeiten der gekürzten Budgets und schwarzer Null? Alle Länder, die eine Pflichtarmee haben, liegen weit über den 2% des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigungsausgaben, teilweise sogar sehr weit darüber.
Gehen wir mal von Paradebeispielen der Pflichtarmeen wie Israel aus, dann reden wir von fast 6,5% aus, wenn Nebenkosten wie Rückstellungskompensationen und Kosten für zivile Mitarbeiter nicht eingerechnet werden (wahrscheinlich liegen die aber sogar noch höher).

Aber auch dann ist man nicht vor rechtem Gedankengut gefeit...man kann es nur ob der Menge an Leuten besser wieder vertuschen...und da die eh in 12 Monaten wieder weg sein können...Schwamm drüber :rolleyes:
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Ein interessanter Faktencheck waere nun, mal gewisse Schluesselindikatoren in Gesellschaften mit und ohne Wehrpflicht zu vergleichen, um zu sehen, ob das aufgeht. Ich persoenlich bin skeptisch gegenueber dem Konzept, Wehrpflicht mache bessere Menschen. Mir hat sie nicht viel mehr gegeben als eine altersuntypische Zynik.
Ich hab unter meinen Kollegen "relativ" junge Exemplare, die bei ihrer Musterung noch mit Wehrberatern namens Adolf und Heinrich geredet haben (kein Scheiss, die wollten deren Vernehmen nach tatsächlich so angesprochen werden...) Deren Erfahrungen sprechen alles andere als von libertären, linken Zuständen in der "guten alten" Bundeswehr. Die jetzigen Auswüchse momentan in den Nachrichten, in denen die Bundis (oder besser ein verschwindend geringer Anteil derer) von sich reden machen...die gründen alle noch aus der Pflicht-Zeit.
Die Kasernennamen, die Memorablia...die gibt es alle seit der Pflicht-Zeit....nicht erst seit Guttenbergs "Revolution".
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Mann ist Soldat - schon über 25 Jahre - und hat sehr viel mit Personal zu tun.

Er wünscht sich auf jeden Fall die Wehrpflicht zurück ... Warum? Na zum Beispiel wird jetzt händeringend jeder eingestellt, auch Personen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind - durchläuft einen kurzen Eignungscheck (der scheinbar total "Hose" ist) und wird dann einer Kompanie zugeteilt. Dort hat er eine Probezeit von einem halben Jahr - wobei er in diesem halben Jahr JEDERZEIT ohne Angabe von Gründen gehen kann - umgekehrt jedoch nicht. Selbst die ungelehrigsten Schnarchnasen wird der Bund so schnell nicht los. Und wirklich viele schmeißen in den ersten paar Monaten, manchmal sogar Tagen das Handtuch. Bis dahin wurden sie aufwendig eingekleidet und haben Prüf- und Ausbildungspersonal beansprucht - und schwupp, weg sind sie ...

Das ist alles recht teuer und aufwändig und bringt unterm Strich keine Einheit ... die Männer und Frauen die schon lange dabei sind, sind mit der Situation mehr als unzufrieden. Was ja logisch ist. Wie will man anständig ein "Geschäft" führen, wenn ständig ein kommen und gehen ist?
 

Benutzer164614  (35)

Ist noch neu hier
Mein Mann ist Soldat - schon über 25 Jahre - und hat sehr viel mit Personal zu tun.

Er wünscht sich auf jeden Fall die Wehrpflicht zurück ... Warum? Na zum Beispiel wird jetzt händeringend jeder eingestellt, auch Personen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind - durchläuft einen kurzen Eignungscheck (der scheinbar total "Hose" ist) und wird dann einer Kompanie zugeteilt. Dort hat er eine Probezeit von einem halben Jahr - wobei er in diesem halben Jahr JEDERZEIT ohne Angabe von Gründen gehen kann - umgekehrt jedoch nicht. Selbst die ungelehrigsten Schnarchnasen wird der Bund so schnell nicht los. Und wirklich viele schmeißen in den ersten paar Monaten, manchmal sogar Tagen das Handtuch. Bis dahin wurden sie aufwendig eingekleidet und haben Prüf- und Ausbildungspersonal beansprucht - und schwupp, weg sind sie ...

Das ist alles recht teuer und aufwändig und bringt unterm Strich keine Einheit ... die Männer und Frauen die schon lange dabei sind, sind mit der Situation mehr als unzufrieden. Was ja logisch ist. Wie will man anständig ein "Geschäft" führen, wenn ständig ein kommen und gehen ist?

Das ist ein ganz großes Problem aller Sicherheitsbehörden. Die Zahl der jungen Männer mit der entsprechenden Staatsbürgerschaft im verwendungsfähigen Alter wird demographisch bedingt immer geringer, andere Berufe ködern auch nochmal eine ganze Menge und dazu noch zollen Sportmuffelei, Fettsucht etc. auch nochmal ihren Tribut.

Ich halte Wehrpflicht (Wiedereinführung) für dringend erforderlich.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Mein Mann ist Soldat - schon über 25 Jahre - und hat sehr viel mit Personal zu tun.

Er wünscht sich auf jeden Fall die Wehrpflicht zurück ... Warum? Na zum Beispiel wird jetzt händeringend jeder eingestellt, auch Personen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind - durchläuft einen kurzen Eignungscheck (der scheinbar total "Hose" ist) und wird dann einer Kompanie zugeteilt. Dort hat er eine Probezeit von einem halben Jahr - wobei er in diesem halben Jahr JEDERZEIT ohne Angabe von Gründen gehen kann - umgekehrt jedoch nicht. Selbst die ungelehrigsten Schnarchnasen wird der Bund so schnell nicht los. Und wirklich viele schmeißen in den ersten paar Monaten, manchmal sogar Tagen das Handtuch. Bis dahin wurden sie aufwendig eingekleidet und haben Prüf- und Ausbildungspersonal beansprucht - und schwupp, weg sind sie ...

Das ist alles recht teuer und aufwändig und bringt unterm Strich keine Einheit ... die Männer und Frauen die schon lange dabei sind, sind mit der Situation mehr als unzufrieden. Was ja logisch ist. Wie will man anständig ein "Geschäft" führen, wenn ständig ein kommen und gehen ist?
Na ja...aber liegt die Problematik an der fehlenden Pflicht...oder eher daran, daß die Bundeswehr kein attraktiver Arbeitgeber mehr ist?
Das Renommee des Studiums bei der Bundeswehr hat in den letzten Jahren extremst gelitten, möglicherweise tödlich verlaufende Auslandseinsätze sind für die kleinere Truppe eine größere Wahrscheinlichkeit als je zuvor geworden...noch dazu mit fürchterlicher Ausbildung und Ausstattung und das gesellschaftliche Ansehen von Soldaten...na ja...darüber brauchen wir gar nicht erst diskutieren. Ein verlängern des kommen und gehens auf 12 Monate wird da auch nichts dran ändern.
Der bund war schon immer das Sammelbecken derer, die sich bewusst darüber sind, das sie einen gefährlichen Job machen.....dafür möchte man schon eine Entschädigung erwarten können.....ob nu Pflicht...oder nicht.
Momentan gibt es diesen Entschädigungswert nicht...und auch in den letzten Jahren der Pflicht-Armee ist der sukzessive wegge-X't worden.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Na ja...aber liegt die Problematik an der fehlenden Pflicht...oder eher daran, daß die Bundeswehr kein attraktiver Arbeitgeber mehr ist?

Ob die je ein attraktiver Arbeitgeber für Jedermann war? Was mein Mann so erzählt von "früher" und heute sicher nicht. Soldat zu sein verlangt einem einiges ab - aber das das gilt ja für viele Berufe mit sozialem Engagement.

Wenn ein Land ein Heer braucht, dann ist das eben so. Und die Männer und Frauen dieses Landes, die dazu geeignet sind, sollten dazu herangezogen werden. Im Moment wird alles herangezogen was zwei Beine und zwei Arme hat und mal testen will, wie es "da" so ist.

Und viele davon sind nicht mal in Deutschland geboren ... aber das Erstgehalt lockt ... und das ist nicht schlecht, wenn man die Alternativen vergleicht.

Fakt ist, dass derzeit geeigneter Nachwuchs nur noch sehr teuer und chaotisch gewonnen werden kann - viel Ausschuss. Und für viel Unzufriedenheit auf allen Ebenen sorgt. Gar nicht gut, für diese Art "Arbeit".
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich glaube nicht, dass die Wehrpflicht den "Brain-Drain" der BW lösen kann.
Die BW war doch insgesamt nie ein besonders attraktiver Arbeitgeber und die Gründe dafür sind einfach immanent mit den Aufgaben einer Armee verbunden.

Heute trifft die BW vermutlich stark der gleiche Effekt, unter dem auch viele handwerkliche Ausbildungsberufe zu leiden haben: Die Leute sind entweder zu hochqualifiziert um sich den Scheiss zu geben oder können GAR NICHTS. Was Leute angeht, die nicht auf den Kopf gefallen sind, hat Deutschland derzeit nunmal auch so gut wie keine Arbeitlosigkeit. Dazu kommt, dass die BW auch immer weniger Kanonenfutter und immer mehr relativ gesehen hoch qualifizierte Leute braucht.
 

Benutzer74108 

Verbringt hier viel Zeit
Ein interessanter Faktencheck waere nun, mal gewisse Schluesselindikatoren in Gesellschaften mit und ohne Wehrpflicht zu vergleichen, um zu sehen, ob das aufgeht. Ich persoenlich bin skeptisch gegenueber dem Konzept, Wehrpflicht mache bessere Menschen. Mir hat sie nicht viel mehr gegeben als eine altersuntypische Zynik.

Es wäre zu mindestens mal eine interessante Aufgabe für die Psychologen da Studien zu betreiben. In meinem Post meinte ich übrigens nicht die Wehrpflicht an sich sondern irgendeinen Dienst an der Allgemeinheit.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Argument hinkt aber. Die "normalen":hmm: Leute sind dann ihre...12 Monate dort, gehen wieder weg und denken nichts gutes über ihre (viel zu kurze) Zeit dort, während sich (immer noch) vermehrt die "nicht-normalen":rolleyes: Leute dort weiter einbringen werden.....nur in deutlich höheren Positionen dann. Damit macht man dann den Bock zum Gärtner.
Ich denke, er hofft halt, dass manche sich dann auch entschließen dort zu bleiben. Und, dass durch die Normalos trotzallem frischer Wind rein kommt.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Zurück zur Pflichtwehr diese gibt es schon , gerrade weil in bestimmten Gebieten eben der K Schutz , Vorran der Brandschutz auf Freiwillige Basis brach liegt . Die Gesetzgebungen gibt es dazu schon und Arbeitgeber werden durch Steuervorteile und Ausgleichzahlungen entschädigt .

Wir haben ehr das Problem unseren Kunden Schutz und die Sozialen Stellen aufrecht zu erhalten als die Bundeswehr .

Kurzum Wehrdienst nein ! Zivil(Schutzdienst ) ja.


Nur dass davon schon Leute in Pflege und Medizinischen Berufen ausgenommen sind . Auch Polizisten , Juristen Justizvollzugsbeamte usw .


In meiner Partei wollen sie ehr das Ehrenamt dort gänzlich abschaffen und sagen : K Schutz gehört in Berufliche Hand.

Eine Feuerwehrpflicht wäre also nach den Linken nur ne Notlösung .
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Ich denke, er hofft halt, dass manche sich dann auch entschließen dort zu bleiben. Und, dass durch die Normalos trotzallem frischer Wind rein kommt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt...:rolleyes:

Wenn ich daran denke, warum ehemalige Bundis jetzt bei uns sind (Geld und Zukunftsperspektiven), dann ist es eigentlich müßig über Wehrdienst nachzudenken (Keiner ist wegen dem Wehrdienst damals beim Bund geblieben).
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
1. Erkenne ich den Grund nicht, warum es ausgerechnet die Feuerwehr sein sollte (was ist eine "K Schutz Organisation"?)
2. Finde ich 5 Jahre zu viel für etwas unfreiwilliges. Zu welchem Zeitpunkt im Leben sollte das denn sein? Weder direkt nach der Schule, noch während/nach der Ausbildung oder Studium finde ich das passend. Mehr als ein Jahr mit seinem Beruf zu pausieren finde ich schwer.
3. Halte ich in vielen Berufen für unrealistisch. Ein Mitschüler von mir hatte mit seinem Arbeitgeber eine Vereinbarung. Er durfte an den Berufsschultagen Bereitschaftsdienst machen, aber nicht während der Arbeitszeit. Sowas könnte ich mir vorstellen, aber auch das halte ich nur dann für sinnvoll, wenn die Motivation von der Person selbst ausgeht.

Ehrenamt zu unterstützen finde ich super. Ich fände es gut, wenn dahingehend mehr Unterstützung und Anreiz käme. Durch den Bildungsurlaub ist das zumindest teilweise schon etwas besser finde ich.
K Schutz heißt KaterstrophenSchutz .

Es geht um : Malteser, ASB , Seelensorger , THW , DRK und BRK , DLRG , Rettungshundestaffeln usw .

Jeder sollte halt Mal da geholfen haben .Du brauchst halt oft alleine die 5 Jahre um rein zu kommen. In RLP z.B werden Schüler schon in der Schule für den Feuerwehrdienst ausgebildet .

Der Wehrersatzdienst beim K Schutz den ich noch mache Betrug übrigens eine Verpflichtung auf 10 Jahre .
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Weshalb sollte jeder Bürger so etwas getan haben? Was erhoffst du dir davon?
1. Engpass beheben ( kurzfristig).
2. Engpass langfristig beheben durch Leute die hängen bleiben.
3. Bildung einer Reservisteneinheit die im absoluten Ernstfall sofortige und mit fundierten Kenntnissen aktiviert werden kann . Stichwort Reservistenverpflichtung nach den 5 Jahren .
4. Allgemeines Verständnis für Katerstrophen Schützer und Helfer . Nach dem Stichwort: Ich weiß was dies für eine Schweinearbeit ist .

Ich kenne z.B eine junge Frau die ist im Tierschutz und nun bei der Feuerwehr hängen geblieben . Jedoch rein in einer Einheit die sich nur mit Tieren in Notlagen befasst . Vom Eingebrochen Schwan über den Klassiker der festsitzenden Katze bis hin zum im Schlamm feststecken den Trampeltier .

Ich würde es ehr als verpflichtendes Praktikum für die Lebensreife im Alter von 17 bis 30 sehen .
 

Benutzer127320 

Beiträge füllen Bücher
Ich befürworte die Wehrpflicht. Mein Großvater war sein Leben lang beim Bund, nahezu alle (männlichen) Familienmitglieder haben zumindest die Grundausbildung und die Wehrpflicht hinter sich und ebenso der Großteil der Väter meines Freundeskreises.

"Da hat man noch Respekt gelernt" ist ein von alten Menschen häufig verwendeter Satz und der ist vor 100 Jahren auch häufig gefallen und war auch damals schon falsch. Das geht so in die Richtung "früher war alles besser".

Ja, der Satz an sich mag oft fallen und auch oft nicht stimmen, dennoch bin ich der Meinung, dass noch deutlich mehr jungen Menschen (14-20) an Respekt, Umgangsformen und Gehorsam mangelt als noch vor 5(!!!) Jahren, als ich 20 war. Dementsprechend kann ich auch nachvollziehen, wenn meine Eltern oder Großeltern das noch als viel krasser empfinden.

Der allgemeine Chorus derer, die ich gefragt habe, ist: "Es war irgendwie erstmal scheiße aber dort habe ich in kurzer Zeit gelernt was es heißt, erwachsen zu sein, sich aufeinander verlassen zu können... einfach, was Kameradschaft bedeutet. Und natürlich auch Gehorsam und Disziplin."

Es war für alle eine Lebenslektion, die sie positiv geprägt hat. Klar kann man sagen "Jaaa, aber meine Schule, meine Ausbildung, mein Studium, das verschiebt sich ja alles!"... klar, mag sein. Ich glaube, man kann in der Zeit aber viele Dinge lernen, die einfach grundlegender und wichtiger für die Persönlichkeit sind, als irgendein Studium.

Fazit: Ich glaube, die Wehrpflicht tut allen gut. Mich selbst nicht ausgeschlossen.
- Weicheiern, weil sie lernen sich mit "Das ist jetzt halt so, komm damit klar." abfinden müssen.
- Frechen Arschgeigen, weil sie lernen, was ein Befehl ist und welche Folgen und Konsequenzen es nach sich zieht, wenn man Ärger macht.
- Mutterkindern, die ansonsten noch bis 35 zu Hause wohnen würden, weil sie lernen müssen, auf eigenen Beinen zu stehen.
- Revoluzern, weil sie lernen müssen, mit dem Strom zu schwimmen.
- Einzelgängern, weil sie lernen müssen, zu einer Gruppe zu gehören.
- Kellerkindern, weil sie mal vor die Tür kommen.
(Hier beliebig viele, weitere Charaktere hinzufügen)
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Diese Leute können nur nicht beurteilen, wie es denn ohne Wehrpflicht gewesen wäre. Dafür könnte ich dir ein "schönes" Beispiel nennen, welche Schäden der Unfug anrichten kann.
Und deine Eltern und Großeltern sollten sich lieber an die eigene Nase fassen, schließlich haben sie diese schlimme Jugend von heute erzogen. Die Erziehungsaufgabe des Staats endet auch übrigens spätestens mit dem Schulbesuch; danach sollte sich der Staat weitgehend heraushalten.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich befürworte die Wehrpflicht. Mein Großvater war sein Leben lang beim Bund, nahezu alle (männlichen) Familienmitglieder haben zumindest die Grundausbildung und die Wehrpflicht hinter sich und ebenso der Großteil der Väter meines Freundeskreises.



Ja, der Satz an sich mag oft fallen und auch oft nicht stimmen, dennoch bin ich der Meinung, dass noch deutlich mehr jungen Menschen (14-20) an Respekt, Umgangsformen und Gehorsam mangelt als noch vor 5(!!!) Jahren, als ich 20 war. Dementsprechend kann ich auch nachvollziehen, wenn meine Eltern oder Großeltern das noch als viel krasser empfinden.

Der allgemeine Chorus derer, die ich gefragt habe, ist: "Es war irgendwie erstmal scheiße aber dort habe ich in kurzer Zeit gelernt was es heißt, erwachsen zu sein, sich aufeinander verlassen zu können... einfach, was Kameradschaft bedeutet. Und natürlich auch Gehorsam und Disziplin."

Es war für alle eine Lebenslektion, die sie positiv geprägt hat. Klar kann man sagen "Jaaa, aber meine Schule, meine Ausbildung, mein Studium, das verschiebt sich ja alles!"... klar, mag sein. Ich glaube, man kann in der Zeit aber viele Dinge lernen, die einfach grundlegender und wichtiger für die Persönlichkeit sind, als irgendein Studium.

Fazit: Ich glaube, die Wehrpflicht tut allen gut. Mich selbst nicht ausgeschlossen.
- Weicheiern, weil sie lernen sich mit "Das ist jetzt halt so, komm damit klar." abfinden müssen.
- Frechen Arschgeigen, weil sie lernen, was ein Befehl ist und welche Folgen und Konsequenzen es nach sich zieht, wenn man Ärger macht.
- Mutterkindern, die ansonsten noch bis 35 zu Hause wohnen würden, weil sie lernen müssen, auf eigenen Beinen zu stehen.
- Revoluzern, weil sie lernen müssen, mit dem Strom zu schwimmen.
- Einzelgängern, weil sie lernen müssen, zu einer Gruppe zu gehören.
- Kellerkindern, weil sie mal vor die Tür kommen.
(Hier beliebig viele, weitere Charaktere hinzufügen)
Du so was lernst du auch im THW und bei der Feuerwehr !

Ich finde es nun mal schwer da die Bundeswehr so geschlossen ist , da dann Leute zu integrieren, von Mobbing und abstrakten Initiationsriten hört und ließt man viel.
 

Benutzer84435 

Meistens hier zu finden
Natürlich dagegen.

A) Zwangsarbeit verstößt gegen die Menschenrechte.

B) Moderne Armeen brauchen keinen Wehrpflichtigen mehr, sondern hoch spezialisierte Berufssoldaten.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Natürlich dagegen.

A) Zwangsarbeit verstößt gegen die Menschenrechte.

Jedenfalls nach der europäischen Menschenrechtskonvention ist das definitiv nicht so. Wehr- und Ersatzdienst bilden eine Ausnahme. Daneben gibt es noch weitere Ausnahmen wie z.B. Dienstpflicht im Falle von Katastrophen und die Heranziehung zu sog. "Bürgerpflichten".

B) Moderne Armeen brauchen keinen Wehrpflichtigen mehr, sondern hoch spezialisierte Berufssoldaten.

Das eine schließt das andere nicht aus. Beispiel: israelische Armee.
 
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