Wehrpflicht

Was meint ihr zur Wehrpflicht


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    31

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Für Deutschland kann das kein Argument sein: Die gegenseitige Hilfe funktioniert. Wenn eh alles unter Wasser steht, können viele ja eh nicht tun, was sie sonst tun würden (man kann z.B. nicht zur Arbeit, wenn die auch abgesoffen ist), und viele helfen dann eben. Das einzige, wozu man in solchen Situationen ein wenig Professionalität braucht, ist Organisation und Technik. Und die stehen ja nach wie vor zur Verfügung.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Finde ich zB gar nicht. Denn nicht jeder Mensch ist für soziale Tätigkeiten geeignet. Die Freiwilligkeit des ganzen hat durchaus einen Sinn.


Naja, es wäre ja jetzt nicht das Ding, daraus "Tätigkeiten im Sinne des Gemeinwohls" zu machen, wenns nur darum geht.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Abschaffung (bzw. eigentlich ja nur Aussetzung) der allgemeinen Wehrpflicht halte ich für eine überaus sinnvolle Sache!
Zwangsarbeit (und nichts anderes ist die Wehrpflicht) hat einfach nichts mit den Menschenrechten, sowie freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien zu tun.

Da ist eine Freiwilligen- und Berufsarmee, in der wirklich nur diejenigen sind, die Militärdienst leisten wollen und sich dafür geeignet halten, sowie natürlich auch von Seiten der Bundeswehr als dafür geeignet angesehen werden, die deutlich sinnvollere und effektivere Armee.
Und falls die Bundeswehr dann kleiner ist und im Notfall weniger Katastrophenhilfe leisten kann, muss man eben die Arbeit in zivilen Hilfsdiensten (Feuerwehr, DRK, THW, usw.) attraktiver machen, um deren Kapazitäten zu erhöhen.
Damit hat man dann auch einen effektiven Katastrophenschutz mit Leuten, die für genau diese Dinge ausgebildet wurden und die genau diese Hilfe leisten wollen, anstatt mit Soldaten, die mehr oder weniger widerwillig für "fachfremde" Dienste im eigenen Land eingesetzt werden.

Meiner Ansicht nach sollte man viel eher ein verpflichtendes soziales Jahr für beide Geschlechter einführen. Damit wäre der Gesellschaft mehr geholfen.
Auch wenn ich einen solchen sozialen Dienst für eine sehr sinnvolle Sache halte, glaube ich nicht, dass ein Zwangsdienst für alle wirklich sinnvoll wäre.

Zivieldienst haben ja immerhin nur diejenigen gemacht, die soziale Tätigkeit zumindest besser als den Wehrdienst fanden, wozu schon mal ein gewisses Minimum an Motivation für die entsprechende Tätigkeit gehört.
Müsste dagegen jeder einen solchen Dienst machen, gäbe es in den Sozialeinrichtungen viel zu viele extrem unmotivierte und/oder für soziale Tätigkeiten völlig ungeeignete Leute, die im besten Fall nutzlos rumstehen, möglicherweise aber auch die Arbeit in diesen Einrichtungen behindern oder gar im schlimmsten Fall Schahden anrichten, indem sie z.B. ihren Frust über diese Zwangsarbeit an den hilfsbedürftigen Leuten in ihrer Sozaleinrichtung auslassen.

Von daher wäre es wohl am sinnvollsten, im Falle eines Mangels an FSJlern, BUFDIs, o.Ä. diese Dienste z.B. durch eine bessere Vergütung oder andere Zusatzleistungen attraktiver zu machen, um genügend Leute, für diese Dienste zu finden, die sowohl fähig, als auch motiviert sind.
 

Benutzer28114 

Verbringt hier viel Zeit
In Österreich gab es heuer eine Volksbefragung.
a) Sind Sie für die Einführung eines Berufsheeres und eines bezahlten freiwilligen Sozialjahres?
b) Sind Sie für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes?

Das Ergebnis war sehr eindeutig, denn 60% stimmten für die Wehrpflicht und 40% für das Berufsheer. Meine Freundin und ich waren auch abstimmen. Sie war für die Wehrpflicht, ich für das Berufsheer. Weil sich unsere gegensätzlichen Standpunkte im Abstimmungsergebnis eh aufheben, haben wir überlegt gar nicht hinzugehen. Aber dann haben wir doch mitgemacht, alleine deswegen, um unser Interesse zu dokumentieren.

Ich finde, dass die allgemeine Wehrpflicht nicht mehr zeitgemäß ist. Letztendlich war die ganze Volksbefragung eine Sache zwischen jung und alt. Je jünger der Wähler, desto eher pro Berufsheer.
 

Benutzer90422 

Verbringt hier viel Zeit
Damit könnte man schlicht jede Art von Zwangsarbeit beschreiben.
Vielleicht ist das nicht ganz klar, deswegen weise ich mal auf die Zusammenhänge zwischen Wehrdienst und Zivildienst hin: Wenn ein Soldat, also auch ein Wehrpflichtiger, nicht zum Dienst erscheint, kann er dafür im Bau landen. Und danach geht der Dienst dann weiter. Wenn ich mich recht erinnere, geht so etwa am dritten Tag der Abwesenheit ein Auftrag an die Feldjäger, denjenigen aufzuspüren und zu seiner Einheit zu bringen (wo er vermutlich erstmal im Arrest verschwindet).
Und das schöne ist jetzt: Im Zivildienst ist (bzw. war) es genauso. Ich habe das mal als besonders plakatives Beispiel genannt- in Wahrheit sind die Bedingungen, unter denen "gearbeitet" wird, in so ziemlich allen Aspekten gleich.

Auf dem normalen Arbeitsmarkt ist das anders. Wenn ich einfach nicht zur Arbeit erscheine, lande ich deswegen nicht im Knast. So, und jetzt überlegen wir mal, unter welchen Bedingungen Zwangsarbeit stattfinden würde.

Off-Topic:

Schule ist ja auch 12 Jahre verpflichtend. Auch notorische Schulschwänzer werden von der Polizei abgeholt und zur Schule geleitet.
Und wenn du unentschuldigt nicht bei deiner Arbeit erscheinst, hat das ebenfalls Konsequenzen, wenn auch keine polizeilichen oder Gefängnis.
Warum sollte man in einem Sozialstaat nicht einige Monate Sozialdienst verpflichtend einführen? Wir erwarten ständig, dass das soziale Netz uns auffängt, egal ob wir eine Kinderkrippe, einen Notarzt, eine Pflege, ein Heim oder sonst etwas benötigen.Wir erwarten, dass es um uns herum sauber ist und z.B. bei und nach einem Hochwasser Hilfe für die Opfer geleistet wird und alle öffentlichen Wege, Spielplätze, etc. schnellstmöglich wieder gereinigt und einsatzfähig sind.

Hier ein paar Beispiele:

Mein Mann hat seinen Ersatzdienst bei der Feuerwehr geleistet - das heißt, jahrelang jede Woche in Übungen zu gehen, 24 Stunden Bereitschaft und oft stundenlange Einsätze, weil eine Ölspur auf der Straße ist, ein landwirtschaftliches Anwesen brennt, Opfer eines Autounfalls eingeklemmt sind, ein Herzinfarktpatient nicht über die Treppe zum Notarztwagen gebracht werden kann, eine Familie bewusstlos in einem gasgefüllten Raum liegt oder tausende Sandsäcke gefüllt und tagelang Keller ausgepumpt werden müssen.
Heute ist er immer noch freiwillig aktives Mitglied - ebenfalls mit 24 Stunden Bereitschaft.
Die meisten Feuerwehren außerhalb von Großstädten sind freiwillige Feuerwehren. Früher gab es die Feuerwehrabgabe für jeden Haushalt, der keinen Aktiven zur Verfügung stellte. Diese wurde abgeschafft, aber wenn sich in einer Ortschaft zu wenige Freiwillige für die Feuerwehr melden, werden Einwohner zum aktiven Feuerwehrdienst verpflichtet.

Gerade heute habe ich zufällig gelesen, dass in meiner Region sämtliche Kliniken weit in den roten Zahlen stecken ud am Personal gespart werden muss. Jeder von uns möchte aber ein funktionierendes Krankenhaus in seiner Nähe haben und gut versorgt werden. Und wird jede Arbeit von einem normal Angestellten erledigt, ist das natürlich viel teurer, als wenn ein Zivi, Bufti, FSJler die Arbeiten erledigt, für die man nichts lernen und können muss (z.B. sämtliche Transporte innerhalb der Klinik wie Wäsche, Abfall, Essen, Medikamente, Post, Patienten von Stat. A nach Stat. B begleiten und wieder abholen, oder sich auch mal 5 Minuten mit einem Patienten unterhalten)

Auch als Schöffe beim Gericht kannst du einfach berufen werden und musst dieses Amt dann ausfüllen. Denn jeder Deutsche ist z.B. auch verpflichtet, ein Ehrenamt auszuüben.

Wer in einer Gesellschaft lebt, muss für die Gesellschaft etwas leisten - Steuern müssen wir ja auch zahlen, also zählt das Argument Zwangsarbeit für mich nicht.
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Zivieldienst haben ja immerhin nur diejenigen gemacht, die soziale Tätigkeit zumindest besser als den Wehrdienst fanden, wozu schon mal ein gewisses Minimum an Motivation für die entsprechende Tätigkeit gehört.
Müsste dagegen jeder einen solchen Dienst machen, gäbe es in den Sozialeinrichtungen viel zu viele extrem unmotivierte und/oder für soziale Tätigkeiten völlig ungeeignete Leute, die im besten Fall nutzlos rumstehen, möglicherweise aber auch die Arbeit in diesen Einrichtungen behindern oder gar im schlimmsten Fall Schahden anrichten, indem sie z.B. ihren Frust über diese Zwangsarbeit an den hilfsbedürftigen Leuten in ihrer Sozaleinrichtung auslassen.

Man sucht sich ja im Normalfall seine ZIVI- / Bufdi-Stelle selber aus.
Nicht jeder Zivi wurde mit der Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen betraut. Allein aus meinem damaligen Umfeld weiß ich, dass viele sich einen Zivi-Job gesucht haben, der zu ihren Fähigkeiten und Neigungen passte. Klar arbeitete der zkünftige Medizinstudent auf Station und der Sozialpädagoge in einer Gruppe für behinderte Kinder. Aber es gibt genügend Transportdienste (Essen auf Rädern, innerhalb eines Krankenhauses oder Heims), man konnte als Pförtner ebenso arbeiten wie in der EDV unterstützen oder in der Abteilung, deren Berufsbild einen interessierte oder das man sogar schon gelernt hatte.
 

Benutzer131866 

Benutzer gesperrt
Das Problem mit der Verpflichtung ist, das wir dann wieder den selben Mist wie bei der Wehrpflicht haben. Ausgebuffte Jungs und Mädels können sich davor drücken. In meinem Freundeskreis sind auch nur die gegangen, die wollten obwohl damals noch Wehrpflicht herrschte. Die anderen haben sich einfach mit ein paar Tricks für untauglich erklären lassen.

Damit haben also diejenigen ohne Gewissen, die sich vor so etwas drücken, einen Vorteil. Und selbst wenn dem nicht so wäre, was bringt es Leute dazu zwingen zu wollen jetzt mal was Gutes zu tun. Ein unmotivierter Zivi kann viel schädlicher sein als gar kein Zivi.
 

Benutzer90422 

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Aber diejenigen, ich nenn sie jetz mal Sozialschmarotzer, wirst du immer zu einem kleinen Prozentsatz haben.
Es gibt immer Leute, die schwarz arbeiten und Steuern hinterziehen, es gibt immer welche, die Sozialhilfe beanspruchen, weil es bequemer ist, als zu arbeiten und es gibt immer welche, die sich vor Bund und Zivi drücken. Aber wenn di diejenigen als Maßstab nimmst, müsstest du alles streichen, was einen Sozialstaat ausmacht - an Rechten und Pflichten.[DOUBLEPOST=1375874199,1375874165][/DOUBLEPOST]Und wie gesagt, ein Zivi muss nicht unbedingt unmittelbar mit Leuten zu tun haben.
 

Benutzer131866 

Benutzer gesperrt
Kommt darauf an. Zu meiner Zeit war das ein Kavalliersdelikt. Ich habe damals auch nur Zivi gemacht, weil ich mit meinem Leben noch nicht so recht was anzufangen wusste. Ich bin halt allgemein dagegen irgendjemanden zu irgendwas zu verpflichten. Da halte ich es für besser wenn Leute, die auf sowas keinen Bock haben, eben ein Jahr länger Steuern zahlen (weil sie ja auch früher ihre Ausbildung abschließen können usw.) womit sie ja auch in gewisser Weise den weniger Priviligierten helfen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Man sucht sich ja im Normalfall seine ZIVI- / Bufdi-Stelle selber aus.
Nicht jeder Zivi wurde mit der Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen betraut. Allein aus meinem damaligen Umfeld weiß ich, dass viele sich einen Zivi-Job gesucht haben, der zu ihren Fähigkeiten und Neigungen passte. Klar arbeitete der zkünftige Medizinstudent auf Station und der Sozialpädagoge in einer Gruppe für behinderte Kinder. Aber es gibt genügend Transportdienste (Essen auf Rädern, innerhalb eines Krankenhauses oder Heims), man konnte als Pförtner ebenso arbeiten wie in der EDV unterstützen oder in der Abteilung, deren Berufsbild einen interessierte oder das man sogar schon gelernt hatte.
Selbst wenn ein mindestens unmotivierter, wenn nicht gar dem Pflichtdienst gegenüber sehr negaitv eingestellter Mensch bei seinem Pflichtdienst keinen Kontakt mit hilfsbedürftigen Menschen hat, kann er durch Dinge wie Arbeitsverweigerung oder destruktives Verhalten zumindest unnötige Kosten verursachen, wenn nicht auch noch Schaden anrichten.
Wenn diese Leute statt des Pflichtdienstes ein Jahr früher ins Berufsleben starten und somit ein Jahr länger Steuern und Sozialabgaben zahlen, tun sie damit viel mehr für unseren Staat und unser Sozialsystem.

Und selbstverständlich sucht sich derjenige, dem zumindest einige der möglichen Tätigkeiten gefallen, eine dieser Tätigkeiten aus. Aber es wird trotzdem genügen Leute geben, die an keiner dieser Tätigkeiten Gefallen finden oder den Pflichtdienst generell ablehnen.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Vor allem vergiß die fürstliche Bezahlung nicht: Luci, du tust so, als wäre das nur eine geringe Bezahlung so wie andere geringe Bezahlungen auch. Ich habe im Zivildienst weniger als 9EUR bekommen.

Pro Tag.
 

Benutzer90422 

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Richtig Heatpipe,
aber wenn jeder muss und Kost, Logie und Versicherungen gedeckt sind, finde ich immer noch, dass es nicht entwürdigend ist.
Für den Feuerwehrdienst etc. bekommt man gar nichts.
 
L

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DreiKäseTief schrieb:
Meiner Ansicht nach sollte man viel eher ein verpflichtendes soziales Jahr für beide Geschlechter einführen. Damit wäre der Gesellschaft mehr geholfen.

Meiner Meinung nach sollte der Staat mehr Geld in den Sozialbereich pumpen, dann gäbe es auch keine FSJler, die sich für eine Hand voll Erfahrungen ausbeuten ließen.


fragil schrieb:
Sehe ich auch so, fördert die Persönlichkeitsentwicklung meiner Meinung nach ungemein, wenn man ein paar Erfahrungen macht, die man sonst niemals machen würde.

Ich bin ausgemustert und fühlte mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung nie beeindträchtigt, noch bin ich ein "asozialer" Mensch. Ich halte es für eine Anmaßung zu sagen, dass alle Menschen solche Erfahrungen nötig hätten. Meine Einsatzbereitschaft und Leidenschaft investiere ich dann doch lieber in Dinge, die ich kann und mag.
 

Benutzer90422 

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Meiner Meinung nach sollte der Staat mehr Geld in den Sozialbereich pumpen, dann gäbe es auch keine FSJler, die sich für eine Hand voll Erfahrungen ausbeuten ließen.

Und wo zauberst du die Milliarden her? Es ist immer leicht zu sagen, der Staat soll dahin und dorthin Geld zuschießen. Wessen Geld ist das denn? Effektiv unsere Steuern und unsere Staatsverschuldung. Und Steuererhöhungen will auch keiner haben.

Ich bin ausgemustert und fühlte mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung nie beeindträchtigt, noch bin ich ein "asozialer" Mensch. Ich halte es für eine Anmaßung zu sagen, dass alle Menschen solche Erfahrungen nötig hätten. Meine Einsatzbereitschaft und Leidenschaft investiere ich dann doch lieber in Dinge, die ich kann und mag.

Aber geschadet hat es auch noch keinem, sich für die Gemeinschaft einzubringen.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Richtig Heatpipe,
aber wenn jeder muss und Kost, Logie und Versicherungen gedeckt sind, finde ich immer noch, dass es nicht entwürdigend ist.
Für den Feuerwehrdienst etc. bekommt man gar nichts.
Ich habe ja schon beschrieben, zu welchen Bedingungen diese Zwangsarbeit stattfinden würde.
Aber noch ein weiteres Argument: Die Wehrpflicht war nicht von Anfang an da, sondern sie war eine Ausnahme. Im Kalten Krieg mag es ja im Bereich des Möglichen liegen, das zu machen, das sehe ich auch ein. Trotzdem gab es Bedenken, und neben dem Problem, uns wieder Kriegswaffen in die Hand zu drücken, gehörte auch der massive Grundrechtseingriff dazu. Das Grundgesetz mußte geändert werden, um diese Eingriffe in die persönliche Freiheit hinzubekommen. Und später kam der Zivildienst dazu. Als Ausnahme.

Und du willst jetzt die Ausnahme von der Ausnahme zur Regel für alle machen. Massive Freiheitseinschränkung für alle. In meinen Augen gibt es dafür keine Rechtfertigung.
 

Benutzer90422 

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Nachdem mich das Thema jetzt ziemlich beschäftigt, habe ich mit einigen Freunden darüber gesprochen.
Die einhellige Meinung, die natürlich nicht repräsentativ war, war, dass die ehemaligen Zivildienstleistenden (Leute die beim Bund waren kenne ich eigentlich nicht) sofort für eine Einführung eines geschlechterübergreifenden Sozialdienst wären und witzigerweise meinten - voll dagegen sind sicher hauptsächlich die, die nie Bund oder Zivi geleistet haben.
Aber wie bei jedem Thema wird man nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Sicher, wenn, dann für alle. Aber ich sehe schon das "wenn" nicht. Was sollte denn nun konkret dem Staat das Recht geben, so auf unseren Freiheitsrechten herumzutrampeln? Der Kalte Krieg ist vorbei, die Wehrpflicht ist vorbei, damit ist der Zivildienst auch vorbei. Das ist der Ausgangspunkt.
 
L

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Luci schrieb:
Und wo zauberst du die Milliarden her? Es ist immer leicht zu sagen, der Staat soll dahin und dorthin Geld zuschießen. Wessen Geld ist das denn? Effektiv unsere Steuern und unsere Staatsverschuldung. Und Steuererhöhungen will auch keiner haben.

Aktuell fiele mir da ein Beispiel ein: Eurohawk. Aber so lange Politiker kein schlechtes Gewissen haben, durch Fehler für solche Projekte Milliarden zu verballern, brauche ich auch keins zu haben, wenn ich keine Lust auf einen Dienst für die Gesellschaft hab.
Luci schrieb:
Aber geschadet hat es auch noch keinem, sich für die Gemeinschaft einzubringen.

Das kann man so und so sehen. Wenn ich mich wegen eines Pflicht-Dienstes im Jahr XY nicht für eine Traumstelle bewerben könnte, entsteht schon ein persönlicher Schaden, den mir die Gemeinschaft nicht zurückzahlen kann.
 
3 Woche(n) später
K

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Benutzer34075 

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Der Fairniss halber, sollte man mindestens 20 Jahre Frauen dazu nötigen. Ansonsten finde ich es ziemlich sinnlos.
 
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