was war für euch das ausschlaggebende für die entscheidung zu heiraten?

Benutzer48909 

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Dann hoff ich für dich, dass du einen Partner findest,der das auch so sieht!

Brauchst nicht hoffen. Ich habe ihn gefunden. Und ich kann dir sicher sagen, dass er sich nicht 10 Jahre lang verstellt hat und mir was vorgemacht hat. Er sieht das genauso wie ich.

Ich will hier keine Diskussion ersticken im Gegenteil. Aber ich kenne zumindestens schon mal den Unterschied zwischen einer 5 und einer (fast) 15 jährigen Beziehung. Und der ist einiges größer als man sich den vorstellt.

Ich kann 10 Jahre anbieten.

I
Es entscheidet nicht nur die Liebe, nicht nur der Wille zusammen zu bleiben, sondern vor allem auch das Können. Aber das ist natürlich eine unromantische Vorstellung, die heute eher verpönt ist.

Am "Können" kann man meiner Ansicht nach aber arbeiten. Wo wir wieder dabei sind, dass man halt Arbeit in eine Ehe, die auf Dauer halten soll, investieren muss. Wenn beide den Willen habe zusammenzubleiben, dann ist das mit dem Können nicht mehr so schwer. Dann arbeitet man schließlich gerne daran. Das ist ja nicht nur bei der Ehe so, sondern in allen Lebensbereichen.


Um das mal klar zu sagen:
Ich habe Null Probleme damit, dass andere Leute die Ehe völlig anders sehen als mein Mann und ich. Und ich habe keine Probleme damit, dass viele sagen: Ich heirate nicht. Oder ich heirate, denke aber über Scheidung nach.
Womit ich ein Problem habe ist, wenn solche Leute sagen: Die Ehe gehört abgeschafft und das für alle Menschen entscheiden wollen.

Ich entscheide ja auch nicht für alle Menschen, dass sie heiraten müssen und sich nicht scheiden lassen dürfen, nur weil das für mich und meinen Mann anders nicht in Frage kommt.

Das ist eigentlich das Einzige, was mir wichtig ist. Das eben alle Parteien einsehen, dass das, was für einen selber gut ist nicht für andere gut sein muss. Ich kann gut akzeptieren, dass andere für sich selber sagen: Eine Ehe hält nicht für immer. Möchte aber auch darin akzeptiert werden, dass wir sagen: Wenn wir es wollen und dafür kämpfen, dann geht das eben doch.
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
Um das mal klar zu sagen:
Ich habe Null Probleme damit, dass andere Leute die Ehe völlig anders sehen als mein Mann und ich. Und ich habe keine Probleme damit, dass viele sagen: Ich heirate nicht. Oder ich heirate, denke aber über Scheidung nach.
Womit ich ein Problem habe ist, wenn solche Leute sagen: Die Ehe gehört abgeschafft und das für alle Menschen entscheiden wollen.

Ich entscheide ja auch nicht für alle Menschen, dass sie heiraten müssen und sich nicht scheiden lassen dürfen, nur weil das für mich und meinen Mann anders nicht in Frage kommt.

Das ist eigentlich das Einzige, was mir wichtig ist. Das eben alle Parteien einsehen, dass das, was für einen selber gut ist nicht für andere gut sein muss. Ich kann gut akzeptieren, dass andere für sich selber sagen: Eine Ehe hält nicht für immer. Möchte aber auch darin akzeptiert werden, dass wir sagen: Wenn wir es wollen und dafür kämpfen, dann geht das eben doch.

Dem kann ich absolut nichts mehr hinzufügen. Ich sehe das ganz genauso und denke ganz genauso. Sehr schön, hast das gesagt :smile:
 

Benutzer11320 

Benutzer gesperrt
hochzeit ist für mich im gegensatz zu "beziehung führen" ein versprechen, auch in zukunft und unter allen umständen füreinander da zu sein. hat also was mit sicherheit zu tun, die man/frau dem/r parter/in gibt, indem geheiratet wird.

auch sonst stehen da meiner meinung nach sicherheitsaspekte im vordergrund - weniger der direkt finanzielle vorteil (der is eh nicht so groß), als vielmehr die sicherheit im falle von unfall oder tod. da stehen nämlich unverheiratet im zweifelsfall blöd da - und meiner meinung nach auch zu recht! wer nicht heiratet, gibt eben kein versprechen für die zukunft ab und bekommt auch keins. so einfach ist das, und es hat weder mit religion noch mit der steuer zu tun!

m.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Eigentlich halte ich es ja für sehr ungewöhnlich mosquito mal zu widersprechen, aber hier muss ich das mal tun. :zwinker: Es gibt eine Reihe von besseren Gründen und ehrlich gesagt scheint mir persönlich Liebe der unwichtigste dabei zu sein.
Das Widersprechen sei Dir gestattet. :zwinker: Dass meine Einstellung zum Heiraten aus mehr als nur dem Zitierten besteht, ist Dir sicher aufgefallen.

Liebe ist ohne Frage die Grundlage und die tragende Kraft bei zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie ist der beste Grund um mit jemandem zusammenzuleben. Aber wenn man mal nüchtern betrachtet, kommt die Liebe in den Regelungen die die Ehe mit sich bringt überhaupt nicht vor. Sie wird mit keinem Wort erwähnt und natürlich betreffen die ganzen Punkte, die durch die Ehe geregelt werden auch gar nicht die Beziehung zwischen zwei Menschen.

Ich schreibe deswegen "natürlich", weil ich es völlig absurd finden würde, wenn eine Instanz, sei es der Staat oder die Kirche, das Gefühls- und Beziehungsleben zweier Menschen regeln wollte. Das ist doch auch gar nicht möglich.
Ehe ist aus staatlicher Sicht eine nüchterne Angelegenheit. Ein Rechtsgeschäft. Behördliche Registrierung.

Für mich ist das Heiraten sicher nicht romantisch überfrachtet. Wie geschrieben: Ich kann mir vorstellen, für immer unverheiratet und damit glücklich zu sein. Mein Liebesglück hängt nicht davon ab, ob ich verheiratet bin oder nicht. Und ich erwarte auch sicher nicht, dass der Staat sich in mein Beziehungsleben einmischt oder abfragt bei der Eheschließung, ob wir uns denn auch lieben. Wobei das ja auch was wäre... "Sie wollen die Anwesende Frau XY heiraten. Sind Sie, dass Sie sie lieben und dass sie Sie liebt?"

Kirchlich will ich nicht heiraten. Eine Art privates Eheversprechen, Gelübde oder sonstwas in irgendeiner Zeremonie kann ich mir vorstellen, aber direkten Bedarf sehe ich für mich derzeit nicht.

Vielleicht überkommt mich mal der Wunsch zu heiraten - dass das dann im Prinzip einfach eine nüchterne bürokratische Handlung ist, ist mir klar. Ich erwarte nicht, dass durch die Ehe die Beziehung besser oder toller wird. Schon gar nicht ist die Eheschließung etwas, das man als Rettungsmaßnahme wählen sollte, wenn man lange zusammen ist und es irgendwie langweilig oder kriselig ist :zwinker:.

Vielleicht wird es irgendwann so sein, dass ich heiraten will und mich dabei die Liebe zu und von meinem Freund dazu bringt, diese Entscheidung zu treffen. Und das halte ich für einen schönen Anlass. Inwiefern das wesentlich ist, tja, keine Ahnung.

Da ich schon ein bisschen älter bin, bekomme ich mit, welche Paare sich als erstes in meinem Bekanntenkreis scheiden lassen. Es sind die, mit den romantischten Vorstellungen, die denen die Ehe und die Hochzeit am wichtigsten war und für die nur die Liebe gezählt hat.
Zu hohe Erwartungen, idealisierte Vorstellungen... aber ich vermute, deren Beziehungen wären auch ohne Eheschließung gescheitert.

Es ist meiner Meinung nach auch völlig unangebracht, die finanziellen Überlegungen so zu diskreditieren wie das hier im Thread gemacht wird. Eine Ehe ist eine auch eine Wirtschaftsgemeinschaft und da ist es doch unsinnig nur mit Liebe zu argumentieren und die wirtschaftlichen Aspekte außer acht zu lassen. Wieviele Entscheidungen müssen in langfristigen Beziehungen ständig getroffen werden, die nichts mit Liebe zu tun haben? Mit Romantik allein kommt man als Paar nicht weit.
Da stimm ich zu. Wir sind jetzt auch eine Wirtschaftsgemeinschaft, klar gibt es da ganz pragmatische Dinge, die zu regeln sind.
Für mich stellte sich die Frage, aus welchem Grund ich eine "Statusänderung" meiner Beziehung von "zusammen und glücklich" zu "zusammen und glücklich und verheiratet" wollen könnte. Und da ist für mich mein Gefühl die mutmaßliche passende Motivation.

Da stimme ich zu 100% zu. Welcher normale Mensch geht denn einen Vertrag ein ohne alle Bedingungen zu lesen und auch die unangenehmeren Fälle zu durchdenken? Ich finde es absolut fahrlässig, wenn in Bezug auf die Eheschließung immer wieder gesagt wird, man solle die Ehe gar nicht eingehen wenn man darüber nachdenkt was im Falle einer Scheidung passiert.
Da mir eh klar ist, dass eine Beziehung im Prinzip jederzeit scheitern könnte, ist mir das auch für den Fall der Ehe klar. Ich kann mir noch so sicher sein, dass ich mit diesem Mann gern mein Leben verbringen will. Scheitern kanns, ob an mir, ihm oder uns.
Ob ich dann einen eigenen Ehevertrag abschlösse, wenn ich heiratete, weiß ich nicht, würd ich vorher mal überlegen und in Betracht ziehen.

Warum Ehen scheitern lässt sich nicht so leicht sagen. Beobachten lässt sich doch aber recht gut, dass die Ehe in den vergangenen Jahrzehnten immer weniger pragmatisch und immer mehr gefühlsmäßig angegangen wird. Und gleichzeitig steigen die Scheidungsraten. Lieben tun sich viele Paare und sicherlich auch von ganzem Herzen. Aber das allein reicht überhaupt nicht um eine langfristige Beziehung zu führen.

Es entscheidet nicht nur die Liebe, nicht nur der Wille zusammen zu bleiben, sondern vor allem auch das Können. Aber das ist natürlich eine unromantische Vorstellung, die heute eher verpönt ist.
Das Können? Was genau meinst Du?

Für mich heißt Liebe, dass man eben auch den Alltag meistert und zusammen sein Leben gestaltet, ohne nur noch als Wir zu funktionieren.

Darüber das es keine Garantien gibt, bin ich persönlich übrigens sehr glücklich und für mich ist eine Beziehung ohne Garantie der Idealzustand. Denn mal ganz ehrlich, Garantien kann es auf tote Gegenstände geben aber niemals auf etwas lebendiges. Ich bevorzuge das lebendige, auch wenn täglich die Gefahr des Scheiterns miteingeschlossen ist.
Ja.
Nun, ich halte die innige Beziehung mit meinem Freund für ziemlich lebendig. Dabei hab ich ein Gefühl der Sicherheit und Gewissheit, dass unsere Gefühle und die Bindung nicht so leicht zu erschüttern sind. Dass trotzdem ein "Umverlieben" und ein Schwinden der Gefühle möglich ist, weiß ich - trotzdem ist das Vertrauen in unsere Komplizenschaft sehr groß.
Ich wollte gar nicht, dass mir irgendwer mit hellseherischen Fähigkeiten sagt, dass ich in 40-50 Jahren noch mit meinem Freund zusammen bin. Das wird sich zeigen. Ich hoffe darauf. Ob als Eheleute oder nicht, was solls.
 

Benutzer84193 

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Ich find die bisherigen Meinungen eigentlich hoch interesant, mich würde aber folgendes mal sehr interessieren, da bietet sich dieser Thread doch an.

Es kommt mir so vor als ob es hier 2 Ansatzpunkte gibt.

Die ersteren sagen, ich liebe heute meinen Partner und versuche es (eventuell in einer Ehe) solange wie möglich, vielleicht bis zum Lebensende aufrechtzuhalten mit daran gemeinsam arbeiten etc...
Aber niemand weiß was in 10 oder 20 Jahren ist.

Dann gibt es noch die Fraktion die sagt ich Liebe meinen Partner, ich weiß daß er der richtige ist und wenn beide das wollen und daran arbeiten dann hält es auch bis zum Ende.

Die 2te würde mal als Romantische auffassen, die 1te als die Realistische vielleicht.

Aber wie kommt es zu so unterschiedlichen Auffasungen? Ist das wirklich eine abgrundtiefe Liebe die einem daß innerlich sagt, oder fehlt es an einem Realistischen Blick auf sich selber. Oder sind die "Realisten" nur Menschen mit schlechter Erfahrung?
 

Benutzer48909 

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Dann gibt es noch die Fraktion die sagt ich Liebe meinen Partner, ich weiß daß er der richtige ist und wenn beide das wollen und daran arbeiten dann hält es auch bis zum Ende.
Ich gehöre ja zu dieser Fraktion, deswegen kann ich natürlich nur hierzu Stellung beziehen.

Aber wie kommt es zu so unterschiedlichen Auffasungen? Ist das wirklich eine abgrundtiefe Liebe die einem daß innerlich sagt, oder fehlt es an einem Realistischen Blick auf sich selber. Oder sind die "Realisten" nur Menschen mit schlechter Erfahrung?

Ich kann dir natürlich nur sagen, wie ich zu dieser Auffassung komme. Ich habe selber dutzendfach im Verwandten, Freundes- und Bekanntenkreis erlebt, dass es geht, wenn man nur will.

Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, haben gerade meine Eltern sehr sehr schwerre Zeiten durchgemacht, aber sie haben, weil sie sich lieben immer wieder an sich gearbeitet und dafür gesorgt, dass es in ihrer Ehe weitergeht.
Heute sind meine Eltern wieder eines der glücklichsten Paare auf der Welt, nach über 30 Jahren Ehe. Ich habe mal mit meiner Mutter gesprochen, und sie meinte, dass sie nie wirklich todunglücklich war, es war halt manchmal nur hart - für beide. Aber beide haben die Einstellung, dass sie sich geschworen haben "in guten wie in schlechten Tagen" und diese schlechten Tage muss man halt durchstehen, dann kommen auch wieder gute Tage.

Ich liebe diese Einstellung und bin froh, dass mein Mann dieselbe Einstellung hat und von daher wage ich nur für unsere Ehe die Behauptung aufzustellen dass wir jede Schwierigkeit meistern werden und zusammen alt werden. In meinen Augen ist eine Ehe, die auseinander läuft bei Schwierigkeiten nicht viel wert gewesen.

Aber wie schon mal gesagt. Diese Einstellung gilt auch wieder nur für mich und meine Ehe. Wie andere Menschen glücklich werden ist denen komplett selbst überlassen.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich liebe meine Frau und will möglichst mein Leben lang mit ihr zusammen bleiben. Natürlich kann sich diese Einstellung irgendwann ändern. Aber dann erwarte ich von mir selbst, dass ich die Beziehung nicht leichtfertig beendet und das Weite suche, sondern versuche eine Lösung zu finden, an der Beziehung zu arbeiten, etc. Genau dazu habe ich mich durch die Hochzeit selbst verpflichtet.
genau das ist es in meinen augen. man spricht sich mit einer hochzeit gegen die heutige wegwerfgesellschaft mit wegwerfbeziehungen aus, wo eine beziehung innerhalb von einer stunde beendet wird, ohne dass man vorher je drüber gesprochen hatte, sich je richtig mühe gegeben hat alles auf die reihe zu kriegen.
ich finde eigentlich dass man sich diese "verpflichtung" schon in dem moment auferlegen sollte wo man eine beziehung eingeht, aber da das keiner mehr tut...

hochzeit ist für mich nicht mehr und nicht weniger als das absolute versprechen für die beziehung, an sich, an dem andern, ernsthaft zu arbeiten, und nicht einfach nur weils unbequem wird alles hinzuschmeissen. und weil eine normale beziehung dieses versprechen scheinbar nicht mehr beinhaltet muss es eben, um dieses versprechen öffentlich und deutlich zu machen, die hochzeit sein. "in guten und in schlechten zeiten"...
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
Es kommt mir so vor als ob es hier 2 Ansatzpunkte gibt.

Die ersteren sagen, ich liebe heute meinen Partner und versuche es (eventuell in einer Ehe) solange wie möglich, vielleicht bis zum Lebensende aufrechtzuhalten mit daran gemeinsam arbeiten etc...
Aber niemand weiß was in 10 oder 20 Jahren ist.

Dann gibt es noch die Fraktion die sagt ich Liebe meinen Partner, ich weiß daß er der richtige ist und wenn beide das wollen und daran arbeiten dann hält es auch bis zum Ende.

Die 2te würde mal als Romantische auffassen, die 1te als die Realistische vielleicht.

Ich stimme dir zu, dass es hier offenbar 2 Ansatzpunkte/Sichtweisen zum Thema Ehe gibt. Ich sehe aber eine etwas andere Einteilung als du:

1. Es Beziehung ist prima, und es ist auch schön, wenn sie lange funktioniert. Weil sich aber jeder weiter entwickelt, und man heute nicht weiß was morgen ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Beziehung für immer hält sehr gering. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass man sich irgendwann trennt. Dann macht die Scheidung nur ärger und man sollte daher nicht heiraten.

2. Natürlich kann keiner garantieren, dass eine Beziehung/Ehe ewig hält. Aber ich kann hart daran arbeiten und es versuchen.

Die Einteilung in realistisch vs. romantisch finde ich nicht passend. Das klingt so, als hätten die verheirateten eine rosa-rote Brille und sehen die Realität nicht, also nach einer Einteilung realistisch vs. naiv.

Es wäre naiv zu sagen "Hach, wir sind jetzt so verliebt. Uns wird nie etwas auseinander bringen...".

Ich bin mir sehr wohl darüber im klaren, dass auch meine Ehe scheitern kann. Selbstverständlich kann es passieren, dass wir uns trotz allem scheiden lassen. Darüber mache ich mir keinerlei Illusionen. Aber wenn es zu diesem Schritt kommen sollte, dann bin ich mir sicher, dass es der letzte Ausweg war und wir zuvor alles versucht haben eine andere Lösung zu finden und nicht einfach aufgegeben haben.

Ich denke ich sehe die Situation in dieser Hinsicht absolut realistisch, aber ich bin auch so romantisch (wenn man das so nennen will), dass ich von mir selbst verlange bei Problemen verdammt nochmal alles zu geben und nicht einfach das Handtuch zu werfen.

genau das ist es in meinen augen. man spricht sich mit einer hochzeit gegen die heutige wegwerfgesellschaft mit wegwerfbeziehungen aus, wo eine beziehung innerhalb von einer stunde beendet wird, ohne dass man vorher je drüber gesprochen hatte, sich je richtig mühe gegeben hat alles auf die reihe zu kriegen.
ich finde eigentlich dass man sich diese "verpflichtung" schon in dem moment auferlegen sollte wo man eine beziehung eingeht, aber da das keiner mehr tut...

hochzeit ist für mich nicht mehr und nicht weniger als das absolute versprechen für die beziehung, an sich, an dem andern, ernsthaft zu arbeiten, und nicht einfach nur weils unbequem wird alles hinzuschmeissen. und weil eine normale beziehung dieses versprechen scheinbar nicht mehr beinhaltet muss es eben, um dieses versprechen öffentlich und deutlich zu machen, die hochzeit sein. "in guten und in schlechten zeiten"...

Amen. :cool1: Genau das wollte ich damit sagen!

In meinen Augen ist eine Ehe, die auseinander läuft bei Schwierigkeiten nicht viel wert gewesen.

Mmh, das finde ich in dieser pauschalen Form etwas hart. Es kann sicherlich Situationen geben, in denen eine noch so gute Ehe nicht zu retten ist.

Da ich deine Meinung zu dem Thema aber ansonsten voll und ganz teile, sehe ich dir das mal nach :tongue:
 

Benutzer48909 

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Mmh, das finde ich in dieser pauschalen Form etwas hart. Es kann sicherlich Situationen geben, in denen eine noch so gute Ehe nicht zu retten ist.

Da ich deine Meinung zu dem Thema aber ansonsten voll und ganz teile, sehe ich dir das mal nach :tongue:

Okay, hast mich erwischt. :zwinker:
So wie es da steht, wenn ich den Satz jetzt noch mal lese, ist es auch nicht gemeint gewesen. Vielleicht wäre "kleinen Schwierigkeiten" oder "sofort auseinander läuft" passender gewesen oder so. Aber, ich denke, wer meine Meinung hier komplett gelesen hat weiß ungefähr wie es gemeint war.
 

Benutzer82754 

Verbringt hier viel Zeit
@Frustyman

Vielleicht liegt es wirklich an bereits gemachten Erfahrungen....eigene und die, die man so im Umfeld mitbekommt!

Im Gegensatz zu Schmusekatze hab ich die Erfahrung umgekehrt gemacht!
Ich kenne eigentlich nur gescheiterte oder unglückliche Ehen in meiner Umgebung...... meine Elter haben sich nach 20 Jahren Ehe scheiden lassen, obwohl beide damals ernsthaft an die Ehe rangegangen sind! Sie haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt und das kann mitunter Gift füreine Beziehung sein!
Meine Großeltern sind seit fast 55 Jahren verheiratet und zumindest meine Oma ist totunglücklich!
Von anderen Verwandten und Bekannten ganz zu schweigen...

Ich selbst bin ja auch verheiratet... noch:zwinker: ...
Unsere Ehe ist nicht daran gescheitet, dass wir eine schwierige Lebensphase nicht meistern konnten, sondern eher am Gegenteil!
Wir haben eine harte Zeit durchgemacht und dann in einer extrem schweren Situation geheiratet. Ok, wir waren auch noch nicht so lang zusammen, aber wir beide waren sicher, dass uns nichts auseinanderbringen kann, weil wir in einer extremen Lage wirklich zusammengehalten und uns gegenseitig unterstützt haben! Zerbrochen ist die Ehe erst als sich diese schwierige Lage 'normalisiert' hat..... also eher umgekehrt als in den meisten anderen gescheiterten Ehen!

Aus den Erfahrungen her bin ich der Meinung, dass es kaum ein glückliches "bis dass der Tod euch scheidet" gibt! Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das sind eben für mich nur Ausnahmen und nicht wie von den "Romantikern" der Regelfall, der in der Ausnahme den Fall der gescheiterten bzw. unglücklichen Ehe entgegensetzt! Und die Bestätigung sehe ich in den Statistiken über steigende Scheidungsraten!
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
...Aber, ich denke, wer meine Meinung hier komplett gelesen hat weiß ungefähr wie es gemeint war.

Da bin ich mir auch ziemlich sicher :cool1:

Aus den Erfahrungen her bin ich der Meinung, dass es kaum ein glückliches "bis dass der Tod euch scheidet" gibt! Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das sind eben für mich nur Ausnahmen und nicht wie von den "Romantikern" der Regelfall, der in der Ausnahme den Fall der gescheiterten bzw. unglücklichen Ehe entgegensetzt! Und die Bestätigung sehe ich in den Statistiken über steigende Scheidungsraten!

Ich denke auch, dass die persönlichen Erfahrungen einen zu diesem Thema stark prägen. Aber ich denke auch immer noch, dass für den Erfolg oder Misserfolg einer Ehe hauptsächlich die persönliche Einstellung maßgeblich ist und nicht die Umwelt (= andere Ehen und Statistiken).

Wenn man 100 mal eine Münze wirf und schon 100mal Zahl gefallen ist, sagt das absolut nichts darüber aus wie der nächste Wurf ausgeht. Die Würfe sind unabhängig von einander und Annahme "Jetzt ist schon so oft Zahl gefallen, dass demnächst garantiert mal Kopf fällt", oder "Jetzt ist schon so oft Zahl gefallen, dass demnächst garantiert auch wieder Zahl fällt" sind falsch. Die Wahrscheinlichkeit beim nächsten Wurf ist wie immer 50:50.

Auch wenn die Scheidungsraten bei 90% liegen würden, heißt das trotzdem nicht, dass die EIGENE Ehe auch mit 90% Sicherheit scheitert. Natürlich wird man immer von der Gesellschaft beeinflusst, und wenn es in einer Gesellschaft nahezu normal ist sich scheiden zu lassen (=90% Scheidungsrate) färbt das sicherlich auf einen ab. Der Maßgebliche Faktor, die eigene Einstellung zur Ehe und die Bereitschaft sich dafür einzusetzen, wird immer noch von einem alleine bestimmt.

Aber mal angenommen es wäre sicher, dass jede Ehe früher oder später geschieden wird. Selbst dann kann ich eigentlich nichts finden, was gegen eine Ehe spricht. Während der Ehe hat man zusätzliche Sicherheiten: Bessere Absicherung im Falle des Todes einer der Partner, ggf. etwas geringere Steuerlast, einfachere Gestaltung von Testamenten, keine Vollmachten notwendig um bei einem Unfall im Krankenhaus Informationen über den Partner zu bekommen, automatisch geteiltes Sorgerecht für die Kinder, ein Partner kann sich der Kinderbetreuung widmen ohne Angst zu haben nach der Ehe mit nichts da zu stehen. Und nicht zu letzt die innere Selbstverpflichtung erst bei dem größten Problem aufzugeben und nicht schon beim ersten Krach.

Natürlich ist die Trennung dann mit mehr Aufwand verbunden als in einer Beziehung ohne Trauschein. Aber das ist auch schon der einzige "Nachteil" den ich sehen kann und dafür ist man vorher in den Genuss entsprechender Vorteile gekommen...

Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass jeder einfach so heiraten sollte, frei nach dem Motto "Wenn's nicht klappt lässt man sich eben wieder scheiden". Aber das habe ich ja jetzt schon oft genug gesagt :tongue:
 

Benutzer56466 

Verbringt hier viel Zeit
Hm also das ist einfach Schicksal finde ich:smile:

ich kann nur sage mein Schatz passt perfekt zu mir ,wir haben viel gemeinsam,Ich liebe besonders ihre inneren werte wie sie ist wie sie sich gibt usw ,eben genau passend zu mir:smile:)

Wir unternehmen viel und leben nicht nebeneinander her, sind seit 10 Jahren zusammen jettzt , und zur frage die zeit war gekommen in die nächste stufe zu gehn wir wollen miteinander alt werden, passen gut zueinander, lieben uns usw:smile:) finde das ist der beste grund um zu heiraten:smile:

jetzt ist es schon wieder 5 wochen her, die zeit vergeht irre schnell.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Es kommt mir so vor als ob es hier 2 Ansatzpunkte gibt.

Die ersteren sagen, ich liebe heute meinen Partner und versuche es (eventuell in einer Ehe) solange wie möglich, vielleicht bis zum Lebensende aufrechtzuhalten mit daran gemeinsam arbeiten etc...
Aber niemand weiß was in 10 oder 20 Jahren ist.

Dann gibt es noch die Fraktion die sagt ich Liebe meinen Partner, ich weiß daß er der richtige ist und wenn beide das wollen und daran arbeiten dann hält es auch bis zum Ende.

Ich würde die beiden Ansatzpunkte nach meiner Erfahrung etwas anders formulieren. Denn selbst die "Romantiker" die sich hier äußern, sind ja noch verhältnismäßig "realistisch" eingefärbt.

bei a) würde ich den letzten Satz ändern. Es geht nicht darum das niemand weiß, was nach einiger Zeit ist. Es geht mehr darum, dass einem bewusst ist wie viele Faktoren eine Rolle spielen und wie schwierig die Aufgabe ist. Das niemand die Zukunft vorhersagen kann ist eh klar.

Der zweite Ansatz klingt bei vielen ja so:

b) Ich habe den richtigen Partner gefunden, er ist die große Liebe und ich spüre, das wir bis an unser Lebensende zusammengehören.

Die 2te würde mal als Romantische auffassen, die 1te als die Realistische vielleicht.

Diese Auffassung würde ich als richtig einschätzen, aber die Anhänger der "romantischen" Auffassung sind wahrscheinlich nicht davon begeistert, wenn man ihnen realitätsferne vorwerfen würde. :grin:

Aber wie kommt es zu so unterschiedlichen Auffasungen? Ist das wirklich eine abgrundtiefe Liebe die einem daß innerlich sagt, oder fehlt es an einem Realistischen Blick auf sich selber. Oder sind die "Realisten" nur Menschen mit schlechter Erfahrung?

Erfahrungen spielen sicher eine Rolle, aber Realisten sind keinesfalls Menschen die nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Persönlich habe ich überwiegend sehr gute und schöne Erfahrungen mit Beziehungen und daran liegt es nicht, wenn ich behaupte das Beziehungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit schief gehen. Auch in meinem Umfeld gibt es bunt gemischte Erfahrungen, bei den einen scheint es zu funktionieren, bei anderen nicht.

Wenn man über die Thematik nachdenkt und die Erfahrungen etwas analysiert und auch aus anderen Lebensbereichen übernimmt, dann muss man meiner Meinung nach zu dem Schluss kommen, dass ein Scheitern einer Beziehung keine unwahrscheinliche Option ist.

Denn es geht um eine recht schwierige Sache, für die die meisten Menschen eher ungenügend vorbereitet werden. Häufig wird auch noch suggeriert, dass sich eigentlich alles von selber regelt und die Liebe plötzlich da ist. Das man selber etwas tun muss, nämlich lieben, scheint den meisten eine passive Angelegenheit zu sein, die einen plötzlich trifft und ebenso plötzlich wieder weg sein kann.

Man braucht sich doch nur mal in den entsprechenden Threads dieses Forums umsehen. Viele Beziehungsprobleme beruhen auf Kommunikationsproblemen. Aber woher soll man denn die Fähigkeit zu einer guten und effektiven Kommunikation in der Beziehung haben? Wo lernt man das denn? Die Leute haben zwar so genannte "Beziehungseerfahrung", dass heißt sie haben schon ein paar (gescheiterte) Beziehungen hinter sich, aber was sagt das aus?

Dann führen also diese Kommunikationsprobleme dazu, dass die Beziehung in vielen Punkten leidet, die Harmonie, die Bemühungen beider Partner, der Sex etc. Auch die großen Gefühle sind bei all den Problemen langsam geschwunden.

Von manchen Usern kommt dann der Rat, dass es eben keinen Sinn hat, wenn die Gefühle weg sind, denn das sei nun mal die Grundlage einer Beziehung.

Aber was wird denn bei der nächsten Beziehung passieren, die wieder unbelastet mit großen Gefühlen beginnt? Die Chance, dass die Kommunikation wieder schief läuft ist ja nicht gering.

Und klar hab ich auch bei mir selber das Gefühl, dass bei mir alles besser ist als bei allen anderen. :zwinker: Aber dieses Gefühl, das eigene Verhalten und die eigenen Fähigkeiten sollte man immer wieder kritisch hinterfragen, denn hauptsächlich sehen wir ja immer nur die Fehler bei anderen. :grin:

Natürlich ist die Trennung dann mit mehr Aufwand verbunden als in einer Beziehung ohne Trauschein. Aber das ist auch schon der einzige "Nachteil" den ich sehen kann und dafür ist man vorher in den Genuss entsprechender Vorteile gekommen...

Ich versteh die Argumentation hier immer noch nicht. Wieso Nachteil? Die "Probleme", dass die Partnerschaft nicht ohne Folgen aufzulösen ist, ist doch das Hauptfeature einer Ehe!

Gerade das Liebe und Zuneigung keine Rolle bei den Regelungen der Ehe spielen, ist doch das Wichtige. Ich würde das also eher so sehen, dass ein Paar das an seine ewige Liebe glaubt, gar keine Ehe benötigt, es sei denn sie wollen die wirtschaftlichen Vorteile.

Denn wenn sie sich ewig lieben, dann sind Unterhalts- und Sorgerechtfragen überhaupt nicht relevant und ein Aussageverweigerungsrecht braucht es auch nicht, da für den Geliebten jeder Meineid geschworen wird. :engel: Der Rest lässt sich durch Vollmachten regeln oder betrifft nur wirtschaftliche Aspekte.

Da frage ich mich wirklich, wie man in einer Ehe und in der Hochzeit etwas romantisches sehen kann.

Auch wenn die Scheidungsraten bei 90% liegen würden, heißt das trotzdem nicht, dass die EIGENE Ehe auch mit 90% Sicherheit scheitert. Natürlich wird man immer von der Gesellschaft beeinflusst, und wenn es in einer Gesellschaft nahezu normal ist sich scheiden zu lassen (=90% Scheidungsrate) färbt das sicherlich auf einen ab. Der Maßgebliche Faktor, die eigene Einstellung zur Ehe und die Bereitschaft sich dafür einzusetzen, wird immer noch von einem alleine bestimmt.

Klar, man selber denkt immer, dass es nur die anderen betrifft. Ich hab noch so gut wie kein Paar getroffen, dass bei der Hochzeit schon das scheitern der Ehe für eine denkbare Sache gehalten haben. Alle sind immer davon überzeugt, dass genau ihre Ehe bis ans Lebensende hält und zweifeln nur ei anderen die Liebe und die Reife an.

Die Statistik hat aber ohne Frage ihre Aussagekraft, das wird wohl niemand bestreiten. Denn von all diesen völlig überzeugten Paaren werden sich letztlich ca. die Hälfte geirrt haben.

Wenn laut Statistik an einer Kreuzung überdurchschnittlich viele Unfälle passieren, heisst das nicht das jeder Autofahrer an dieser Kreuzung verunglücken wird. Es heißt auch nicht, dass man selber keinen Einfluss hätte, beispielsweise durch besonders vorsichtige Fahrweise.

Aber die Statistik weist eben ganz klar auf eine Problematik hin. Da läuft eben definitiv etwas falsch und über diese Problematik sollte man sich Gedanken machen. Und die "Positiv"denkenkenden, die der Meinung sind: "Ach, Unfälle haben nur die anderen mir kann sowieso nichts passieren", sind meiner Meinung nach nicht die, die am sichersten unterwegs sind.
 
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