Was würdet ihr tun...

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Was macht es für einen Sinn sich selbst umzubringen, wenn es der Weltuntergang schon tut?
Ist aber unehrenhaft. :tongue:
Ne Spaß beiseite. Der Tot holt mich sowieso. Dann mache ich es der Natur nicht leicht und übernehme das auch noch selbst. Ich werde kämpfen um mein Leben bis zum Schluss.
Also, wenn ich beispielsweise entscheiden kann zwischen, langsam über drei Tage von nach und nach erst Haut, dann Organe zersetzenden Giften getötet zu werden oder mir die Pulsadern aufzuschneiden, dann weißte aber, dass in der Drogerie vor dem Weltuntergang noch Rasierklingen von mir gekauft werden.
Es hat keinen Sinn etwas zu verdrängen was sowieso eintritt. Der Tod definiert jede Entscheidung in unserem Leben. Wären wir unsterblich, würden wir ganz anders leben als wir es tun. Doch Unsterblichkeit widerspricht der Definition von Leben. Denn aus dem Tod entsteht neues Leben.
Natürlich hat es Sinn etwas zu verdrängen, was sowieso kommen wird, eben DESHALB hat es Sinn, wäre es ABÄNDERLICH, würde es keinen Sinn machen, dann MUSS man sich damit auseinander setzen, warum aber immer etwas präsent haben, was sowieso passiert? Übrigens, ich glaube nicht präsent haben ist das richtigere Wort, nicht verdrängen, weshalb sollte ich mich ständig mit dem Tod auseinander setzen?
Nein, der Tod definiert ganz sicher nicht jede Entscheidung meines Lebens. Zum einen gibt es Dinge, die einfach damit gar nichts zu tun haben. Zum anderen selbst das, was Du meinst, also z.B. was esse ich o.ä. ist nicht von dem Tod geprägt, denn NICHT STERBEN ist etwas anderes als GUT LEBEN.
 

Benutzer138994  (40)

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Also, wenn ich beispielsweise entscheiden kann zwischen, langsam über drei Tage von nach und nach erst Haut, dann Organe zersetzenden Giften getötet zu werden oder mir die Pulsadern aufzuschneiden, dann weißte aber, dass in der Drogerie vor dem Weltuntergang noch Rasierklingen von mir gekauft werden.

Natürlich hat es Sinn etwas zu verdrängen, was sowieso kommen wird, eben DESHALB hat es Sinn, wäre es ABÄNDERLICH, würde es keinen Sinn machen, dann MUSS man sich damit auseinander setzen, warum aber immer etwas präsent haben, was sowieso passiert? Übrigens, ich glaube nicht präsent haben ist das richtigere Wort, nicht verdrängen, weshalb sollte ich mich ständig mit dem Tod auseinander setzen?
Nein, der Tod definiert ganz sicher nicht jede Entscheidung meines Lebens. Zum einen gibt es Dinge, die einfach damit gar nichts zu tun haben. Zum anderen selbst das, was Du meinst, also z.B. was esse ich o.ä. ist nicht von dem Tod geprägt, denn NICHT STERBEN ist etwas anderes als GUT LEBEN.
Kaufen? In der Situation? Eher plündern. :grin:

Der Großteil unserer Entscheidung hat was mit unserer Vergänglichkeit zu tun.
Nehmen wir doch einfach mal an wir wären unsterblich im Sinne von nicht altern und nicht an Altersschwäche sterben. Zwar verwundbar, wir könnten sterben durch einen Unfall eine Krankheit oder durch die Hand eines anderen. Aber sonst könnte man unendlich leben. Es gäbe keine Notwendigkeit der Eile. Wieso in Kindesalter schon in die Schule? Warum nicht erst später. Man könnte sich für alles Zeit lassen. Man könnte sich entscheiden, zog Berufe zu lernen und doch keinen davon auszuüben. Es würde aber auch genug Menschen mit extremer Todesangst geben, denn er würde ja nicht zu jedem kommen. Sie würde das Haus vor lauter Angst vor Krankheiten und gefahren nicht mehr verlassen. Auch sich fortzuplanzen würde weniger Sinn machen.
Ich verdränge den Tot aus voller Absicht nicht. So bin ich Emotional immer auf einen Todesfall eines Menschen der mir sehr nahe steht vorbereitet. Ich werde keine große Trauer empfinden und es wird mir nicht den Boden unter den Füßen weg ziehen. Niemals werde ich zulassen, dass großes Entsetzen über den Tod meine Gefühle kontrolliert.
Der Tod ist allgegenwärtig. Jeden Moment werden Lebewesen getötet nur um als Nahrung zu dienen. Und es macht keinen Unterschied welches Lebewesen das isz. Ob Fliege, Fisch oder Mensch. Vor dem Ende sind alle gleich.
 
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Kaufen? In der Situation? Eher plündern. :grin:
Och, ich brauch danach kein Geld mehr, da brauch ich dann diese liebgewonnene Angewohnheit NICHT zu klauen doch da dann nicht ablegen. Außerdem, vielleicht weiß ja nur ich, dass die Welt untergeht, da werd ich doch nicht riskieren, dass ich meine letzten Momente im Knast verbringe, wegen ein paar Euro, die ich nie wieder brauchen werde.
Der Großteil unserer Entscheidung hat was mit unserer Vergänglichkeit zu tun.
Nun schränkst Du schon ein, da sind wir uns schon mal einig, dass es definitiv nicht alle sind. Ich gehe noch weiter
Es gäbe keine Notwendigkeit der Eile. Wieso in Kindesalter schon in die Schule? Warum nicht erst später. Man könnte sich für alles Zeit lassen. Man könnte sich entscheiden, zog Berufe zu lernen und doch keinen davon auszuüben.
Man geht doch nicht zur Schule, macht eine Ausbildung und arbeitet, weil man sterben wird, man macht das, weil man Geld zum leben benötigt und zwar so bald wie möglich.
Sie würde das Haus vor lauter Angst vor Krankheiten und gefahren nicht mehr verlassen
Also tödliche Krankheiten gäbe es in Deinem Szenario schon? Dann ist es nicht ganz durchdacht, denn dann wird jeden Unsterblichen irgendwann mal eine solche treffen, wir wären nur unterschiedlich lang dann auf der Erde.
Ich verdränge den Tot aus voller Absicht nicht.
Ich hatte ja bewusst präzisiert "nicht immer präsent haben" ist besser als verdrängen. Wozu auch? Er ist nicht abänderbar.
Ich werde keine große Trauer empfinden und es wird mir nicht den Boden unter den Füßen weg ziehen. Niemals werde ich zulassen, dass großes Entsetzen über den Tod meine Gefühle kontrolliert.
Wenn das tatsächlich so sein sollte, dann tust Du mir leid. Ich weiß nicht ob Entsetzen das richtige Wort ist, aber ich will große Trauer empfinden, wenn der Tod mein Leben streift.
 

Benutzer138994  (40)

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Och, ich brauch danach kein Geld mehr, da brauch ich dann diese liebgewonnene Angewohnheit NICHT zu klauen doch da dann nicht ablegen. Außerdem, vielleicht weiß ja nur ich, dass die Welt untergeht, da werd ich doch nicht riskieren, dass ich meine letzten Momente im Knast verbringe, wegen ein paar Euro, die ich nie wieder brauchen werde.
Ich glaube auch nicht, dass jemand dich noch in den Knast stecken wird. Sowas interresiert dann keinen mehr. :grin:

Man geht doch nicht zur Schule, macht eine Ausbildung und arbeitet, weil man sterben wird, man macht das, weil man Geld zum leben benötigt und zwar so bald wie möglich.
Das so bald wie möglich würde sich dann doch erübrigen. Man hat doch Zeit. Man kann nicht verhungern. Warum nicht so lange warten bis man etwas gefunden hat, was man wirklich machen will? Was nützt es mir, früher als alle anderen Geld zu verdienen, wenn es doch keine Zeit gibt, die mir davon laufen könnte?

Also tödliche Krankheiten gäbe es in Deinem Szenario schon? Dann ist es nicht ganz durchdacht, denn dann wird jeden Unsterblichen irgendwann mal eine solche treffen, wir wären nur unterschiedlich lang dann auf der Erde.
Ja, da ist was dran. Ok lassen wir die Krankheiten mal weg.

Wenn das tatsächlich so sein sollte, dann tust Du mir leid. Ich weiß nicht ob Entsetzen das richtige Wort ist, aber ich will große Trauer empfinden, wenn der Tod mein Leben streift.
Wozu sollte große Trauer gut sein?
Das Wort Trauer ist verwandt mit dem Wort traurig.
Ich will nicht traurig sein und das bringt den Menschen dann auch nicht wieder ins Leben zurück.
 
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Gast
Ich glaube auch nicht, dass jemand dich noch in den Knast stecken wird. Sowas interresiert dann keinen mehr. :grin:
Wie gesagt, vielleicht weiß ja nur ich, dass die Welt untergeht?!
Man kann nicht verhungern. Warum nicht so lange warten bis man etwas gefunden hat, was man wirklich machen will? Was nützt es mir, früher als alle anderen Geld zu verdienen, wenn es doch keine Zeit gibt, die mir davon laufen könnte?
Und man muss nicht wohnen, sich anziehen, heizen, sich duschen, in den Puff gehen wollen :ninja:, sich Sextoys kaufen wollen, irgendwo hinfahren, whatever?
 

Benutzer164374  (25)

Benutzer gesperrt
Mich nackt ausziehen und auf die Straße gehen. Und mich von allen schön f****n lassen.
 

Benutzer138994  (40)

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Und man muss nicht wohnen, sich anziehen, heizen, sich duschen, in den Puff gehen wollen :ninja:, sich Sextoys kaufen wollen, irgendwo hinfahren, whatever?
Ochjo.
Dafür brauchst du doch keinen super Job, für den du jahrelang studieren musst. Da reicht auch schon Verkäufer oder Kassierer. Wohnen geht auch mal in nem Zelt. Oder noch bei den Eltern. Das Geld von der Sozialhilfe, würde für Wohnung und Kleidung wohl auch schon reichen erst mal. Essen fällt ja weg.
Sowas könnte ja dann jeder für sich entscheiden.
Und wenn ich mir den Puff und den Urlaub jetzt noch nicht leisten kann, dann mach ich das halt eben erst in 10 bis 20 Jahren, fals ich unsterblich wäre. Na und?
Alles zu seiner Zeit. Ohne Eile und ohne Hetze.
Ach wäre das ein schönes Leben. :grin:
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Ich würde zu Freunden gehen und dann wahrscheinlich so viel saufen dass ich von dem Ereignis nichts mitkriege. Allein schon deshalb, weil CNN die Rechte an der Live-Übertragung des Weltuntergangs hat*, und ich mag keine amerikanischen Sender. :hmpf:

* Ist kein Witz, stimmt wirklich!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde dem ganzen wohl ziemlich gleichgültig entgegen sehen und nicht wissen, was ich mit den paar Stunden anfangen soll.
Nichts von alledem, was ich unbedingt erleben will, lässt sich innerhalb so kurzer Zeit erleben. Das sind alles ziemlich langfristige Dinge. Und selbst wenn es etwas gäbe - was bringt es mir, das noch kurz zu erleben, bevor es dann endgültig vorbei ist?
 

Benutzer165184 

Sorgt für Gesprächsstoff
Erstmal: cool, dass hier so 'ne lebhafte Diskussion zustande gekommen ist!

Eine Sache, die mir auffällt, die ich vielleicht nicht klar gemacht habe. Das Ende der Welt kommt recht offensichtlich daher, also wissen das schon alle, also wage ich es zu bezweifeln, dass man noch irgendwo etwas kaufen kann oder so, weil wirklich, wer würde denn an dem Tag noch zur Arbeit gehen?
Nur so als kleiner Denkanstoß. :grin:
 
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