Was würdet ihr alles für beruflichen Erfolg tun bzw. opfern?

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Wenn man sich manche Diskussionen in Internetforen anschaut, scheint es so einige Leute zu geben, die sehr karriereorentiert sind, und dem vieles unterordnen würden.

Einige Beispiele:

Bei Threads, in denen es um berufliche Chancen geht, heißt es hier auch mal sehr pauschal "Also an deiner Stelle würde ich ja nur auf die beruflichen Chancen schauen...wenn die Beziehung das nicht aushält, war sie eh nicht die Richtige". Dies wird auch dann geraten, wenn fast so gut wie klar ist, dass eine Entscheidung für den Beruf eine gegen die Beziehung sein wird, da bei sehr ungünstigen Rahmenbedingungen von der Beziehung fast nix mehr übrig sein wird (räumliche Trennung, keine Zeit mehr usw.). Es schwingt dabei immer die Auffassung mit, dass es ja wohl "normal" sei, alles für den Beruf zu tun, und eine Beziehung notfalls bewusst scheitern zu lassen.

In einige Foren wird auch gerne mal die Meinung vertreten, dass es ja wohl "normal" sei, sich 60 und mehr Stunden pro Woche um die Arbeit zu kümmern. In manchen Branchen überbietet man sich dann gerne damit, wer gestern noch später erst aus dem Büro kommen konnte.

Wie man immer öfter hört, nimmt auch das Problem des Medikamentenmissbrauchs zur beruflichen Leistungssteigerung zu. Einerseits, um länger fit und leistungsstark zu sein, und dann wiederrum, um sich anschließend wieder entspannen zu können.

Dies waren jetzt nur 3 Beispiele, auf die ihr euch auch nicht konkret beziehen müsst.

Die Frage lautet daher: Was würdet ihr alles tun bzw. opfern, um beruflich erfolgreich zu sein?

Es kann dabei um konkrete Tätigkeiten (z. B. ins Ausland gehen) aber auch allgemeinere Einstellungen (z. B. stärker die Ellenbogen einsetzen) gehen.
 

Benutzer106791  (31)

Benutzer gesperrt
für wirklich berufliches vorrankommen aufjedenfall das ende einer beziehung in kauf nehmen und ellbogen einsetzen sowieso..klingt sicherlich iwo hart aber für mich ist momentan Erfolg und Geld wichtiger als ne beziehung
 

Benutzer98230 

Öfters im Forum
Was heißt schon Karriere? Karriere ist ein verkommenes Wort, das nur noch für das ehrgeizige Streben nach einem noch höheren Posten verwendet wird. So "schläft" dann beim zufriedenen Abteilungsleiter die Karriere ein, wenn er nicht den Werksleiterposten anstrebt. Karriere heißt doch einfach nur "Laufbahn" und nicht "in der Firmenhierarchie nach oben klettern".
Es hat alles seinen Preis. Ein höherer Posten bedeutet mehr Lohn, aber auch höhere Verantwortung und u.U. ein deutlich höheres Arbeitspensum. Ich persönlich werde diesen Preis nur bis zu einem bestimmten Limit bezahlen und eben in Kauf nehmen, dass ich weniger verdiene, als ich theoretisch könnte. Grundsätzlich bin ich mir und meiner eigenen Familie/Beziehung wichtiger als ein Posten, bei dem ich für voranstehendes keine Zeit mehr hätte.
 
M

Benutzer

Gast
Inzwischen würde ich gar nichts mehr "opfern". Ich habe meine Prioritäten in den letzten Monaten neu geordnet.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Ich bin für einen guten Job 400 km weit weg von meinem Heimatort gezogen - nicht besonders beeindruckend, aber das Maximum, das ich zu "opfern" bereit wäre. Ins Ausland zu gehen oder 60 Stunden pro Woche zu arbeiten, würde für mich nicht in Frage kommen. Ich will keine Karriere machen und auch nicht unbedingt Unmengen an Geld scheffeln. Wann soll man das ausgeben, wenn man immer arbeitet? :grin:

Eine Beziehung würde ich der Arbeit nur temporär unterordnen, z. B. einen Job in einer Gegend, in der man nicht mit dem Partner zusammenwohnen kann, nur dann annehmen, wenn von vorneherein klar ist, dass er bald nachkommen kann oder es nur um ein zeitlich begrenztes Projekt geht.
 

Benutzer101250  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
also Freizeit, Arbeitsaufwand etc. würd' ich schon opfern, aber nur noch für den Beruf zu leben kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwo muss auch noch ein Platz für Hobby, Familie und Freunde sein.
 

Benutzer107226 

Sorgt für Gesprächsstoff
Um deine Beispiele aufzugreifen:

- Eine Beziehung, welche eine Karriere sowohl vom Mann als auch der Frau im Weg steht, hat nur selten Aussicht auf Erfolg. Manche probieren es anfangs mit Fernbeziehungen scheitern aber spätestens nach ein paar Jahren. Studenten sind dabei ausdrücklich ausgenommen.

- Einen Auslandsaufenthalt ist für den Partner je nach Region eine harte Nummer. Die Anfangs aufkeimende Urlaubsstimmung weicht nicht selten den typischen Problemen: Job, Schule, Kosten, fremde Kultur. Wenn die Beziehung schon einen Knacks hat, geht sie in der Regel daran zu Bruch. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber an meiner Deutschen Schule lag die Scheidungsquote im oberen zweistelligen Bereich.

- Lange Arbeiten hat nichts mit guter Arbeit zu tun. Seine Arbeiten taggleich abzuschließen um den nächsten Tag für neue Projekte und Termine frei zu haben schon. Aber: Ich kenne Leute, die sitzen 6 von 8 Stunden in der Arbeit vor dem PC (Facebook, Foren, etc. wollen gefüllt werden - guck doch hier mal...)und jammern dann, wenn sie mal länger bleiben müssen.:ratlos:

- Wer versucht, mit Drogen Karriere zu machen, wird sehr schnell lernen, wie aussichtslos das Unterfangen ist. Er mag' schneller Aufsteigen als andere, hält dafür aber nicht so lange durch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut geht. Aber da habe ich keine Erfahrungen.

Kurzum: Für den beruflichen Erfolg sorge ich für eine clevere Balance zwischen Job, Freunde und andere Interessen und schaue nur ganz wenig nach den geleisteten Stunden. Ansonsten habe ich mir Scheuklappen aufgesetzt und sage immer häufiger: "Er kam, sah, und wurde wieder gegangen." :grin:
 

Benutzer105121 

Benutzer gesperrt
Also definitiv nicht meine Gesundheit. Würde ich merken mein Job beeinflusst diese negativ in einem für mich nicht vertretbaren Maße, würde ich handeln und ggf. die Konsequenzen ertragen.

Ansonsten ist die berufliche Karriere aufjedenfall wichtiger als eine Partnerschaft oder Freunde etc. Nicht umsonst hab ich soviel Gas gegeben und mir die besten Chancen in jungen Jahren erarbeitet.

Ich bin aber nicht in dem Zwang beruflich etwas zu machen, was ich nicht will. Gott sei Dank habe ich die komfortable Situation selbst zu entscheiden, ob ich ins Ausland will, wieviele Std. ich arbeite usw.
 

Benutzer109533 

Benutzer gesperrt
Drogen: auf keinen Fall. Das ist ein Boomerang. Der Fall wird umso härter und tiefer.
Ausland: stelle ich mir sogar reizvoll vor.
Umzug: wieso nicht. Kommt immer auch auf das Ziel an.
Viel Arbeit: ja, aber da habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass da viel geprahlt wird. Vieles kann ich nicht mehr Ernst nehmen. Ich bin bereit einiges zu leisten, aber das alles ist auch keine Einbahnstraße. Viele sind da Häschen, die einfach nur Karotten hinterher rennen.
Ellenbogen: Naja, ich bin grundsätzlich für Kollegialität, aber es kann nicht zur Selbstaufopferung führen. Wenn jemand dumm kommt, dann muss er das Echo vertragen. Aber von vorneherein auf Kosten anderer sioch profilieren finde ich nicht in Ordnung.
Gruß
NAte
 

Benutzer99742 

Öfters im Forum
Nicht viel. Ich war noch nie der Karriere Mensch, ich finde keine wirkliche Erfüllung darin.
Der Job sollte mir Spaß bereiten und nicht irgendwelche Opfer verlangen.(Natürlich ist das sehr idealistisch betrachtet)
Ich würde am ehesten meine Freizeit opfern, vorallem wenn man noch keine Familie hat, und nicht immer meine Meinung kundgeben(was mir durchaus schwer fällt) bzw egoistischer sein, wenns sein muss.. Kleinigkeiten eben

Aber ins Ausland ziehen, Familie zurücklassen, eine gute Beziehung dafür aufs Spiel setzten, nein.
Ob das nach dem Studium auch noch so aussieht, kann ich noch nicht sagen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich würde ja gerne etwas opfern, aber ich weiß im Moment nicht, für welche Karriere genau. Das ist ein viel größeres Problem... :tongue:

Aber Scherz beiseite: für einen guten Job bin ich bereit, Abstriche zu machen. In der Tat bewerbe ich mich gerade bei einem Firma, bei der man sich bei 60h pro Woche bereits glücklich schätzen kann. Allerdings bin ich jung, ungebunden und habe irgendwie auch Lust drauf, nach jahrelangem unterfordernden Umherdümpeln mal wieder an meine Grenzen zu stoßen, nicht mehr den bequemen Minimalismus an den Tag zu legen und meine Lorbeeren platt zu sitzen.

Keine Ahnung, ob das nun Karrieregeilheit oder einfach nur Langweile ist, aber ich mag, dass mal ordentlich was passiert und verspreche mir sehr viel Abwechslung und Spaß durch meinen neuen Job.

Opfer, die ich dann bringen würde wären: Freunde seltener sehen, Hobbys einstellen und wenig zu Hause sein. Auf eine Beziehung bin ich im Moment ohnehin nicht so eingeschossen und von Familie regelrecht übersättigt... :zwinker:

Allerdings kann ich meine Prioritäten auch ganz schnell ändern und habe bspw. meinen Studienstandort (auch) nach meiner damaligen Partnerin ausgesucht. Diese Entscheidung habe ich niemals bereut (im Gegenteil) und erzähle sie gern noch in Threads zu diesem Thema, wo sich Leute zwischen Freund und perfektem Studienort entscheiden müssen. Wenn es also wirklich mal so weit kommen sollte, muss ich meine Lebensausrichtung von Grund auf neu prüfen.

Medikamente musste ich bisher noch nicht missbrauchen (der übermenschliche Konsum von grünen Tee zählt da nicht dazu, oder?) und hoffe, dass meine Belastbarkeit auch weiterhin so stabil bleibt. Wenn ich merke, dass ich nur noch mit Schmerzmitteln einschlafen kann, ziehe ich auch einen Schlußstrich und gewöhne mich an ein entspannteres Leben mit einem gemütlichen Job.

Achja - und ins Ausland würde ich sofort gehen, wenngleich nicht in jedes Land.

Unterm Strich: wenn die Arbeit zu mir passt und mir Spaß macht, werde ich zum Workaholiker und trauere gewissen Opfern nicht besonders nach.
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Nicht so viel. Keine Beziehung (ich bin bei Jobs sicherlich flexibler als bei Männern), meine Gesundheit und meine Psyche würde ich auch nicht ruinieren, ich würde auch nicht ans andere Ende Deutschlands oder gar ins Ausland ziehen. Ich nehme weitere Anfahrtswege in Kauf, auch dass ich Arbeit mit nach Hause nehme, mal am WE arbeite, auch mal ne Nachtschicht einlege oder spontan in den Ferien was mache.
 
S

Benutzer

Gast
Ich würde eigentlich nur meinen Wohnort opfern, aber das eigentlich auch ungern, weil das zwangsläufig eine Fernbeziehung mit sich bringen würde. Wir hatten 8 Jahre eine Wochenendbeziehung und ich bin froh, dass es damit endlich vorbei ist. Ich würde also nur mit stark knirschenden Zähnen von hier weggehen und auch nur, wenn ein Ende in Aussicht ist und ich die Chance habe wieder zurück zu kommen.

Ansonsten ist meine Beziehung inzwischen eine so starke Säule in meinem Leben geworden, die ich nicht für den Job aufgeben würde - einschränken ja (zB durch Umzug und dann wie gesagt Fernbeziehung), aufgeben nein.

Meine Gesundheit würde ich ebenfalls nicht für den Job opfern wollen.

Generell bin ich aber auch nicht so karrieregeil. Ich möchte einen Job der angemessen bezahlt wird, so dass ich meine spätere Familie davon ernähren kann. Mehr muss nicht sein.
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Ich würde fast gar nichts dafür opfern.

Mein Beruf ist in einem Leben nur Mittel zum Zweck. Ich erhoffe mir einen angemessen bezahlten Job, in dem ich mich einigermaßen wohl fühle. Wenn es nicht wirklich notwendig wäre, würde ich weder eine Fernbeziehung führen, noch ans andere Ende Deutschlands ziehen, noch meine Gesundheit auf's Spiel setzen oder eine 50-Stunden-Woche in Kauf nehmen.

Selbstverständlich bin ich bereit, auch mal länger zu bleiben, Überstunden zu schieben, umzuziehen (innerhalb meines Bundeslandes etwa), in den Ferien spontan einzuspringen und nicht so viel zu verdienen - aber das war's dann. :zwinker:
 

Benutzer29377 

Meistens hier zu finden
Ganz ernsthaft?
Der Erfolg ist mir eigentlich nicht das Wichtigste. Sofern ich (und irgendwann ggf. eine Familie oder was auch immer) - salopp gesagt - was zu fressen habe, ist (bzw. wäre) es mir wesentlich wichtiger, etwas zu tun, das ich selbst für sinnvoll halte.
Etwas, das Anderen wirklich etwas bringt. Etwas, das irgendwie "bleibt". Nicht für die Geschichtsbücher, aber ... mal ganz ehrlich - der Typ hinter der Tankstellenkasse ist beispielsweise relativ austauschbar.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Wenn mir mein Beruf Spaß macht, würde ich vieles in Kauf nehmen, wenn ich kaum Freude daran habe, dann sehr wenig.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich opfere sehr viel Zeit für meine Ausbildung. Da muss ich einfach durch. Nicht die Gesundheit opfere ich, doch Ausgang am Abend ist bei mir stark rationiert :zwinker:
Aber das habe ich vorher gewusst....

Meine Freundin hat damit kein Problem, weil sie sich auskennt.

Von Karriere" will ich nicht reden. Aber ich werde an meinem Beruf hoffentlich Freude haben und meine Arbeit sinnvoll finden.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
In einige Foren wird auch gerne mal die Meinung vertreten, dass es ja wohl "normal" sei, sich 60 und mehr Stunden pro Woche um die Arbeit zu kümmern. In manchen Branchen überbietet man sich dann gerne damit, wer gestern noch später erst aus dem Büro kommen konnte.

In so einer Branche war mein Freund ne Zeitlang tätig.
Wie armselig diese Leute doch sind, die so masochistisch noch stolz drauf sind im Hamsterrad "performen zu dürfen"!
Brrr.
Zum Glück ist er da abgesprungen.


Ich würde eigentlich fast nix dafür tun oder opfern.

Die Beziehung ist mir eh wichtiger als alles andere, da kann der Job scheissen gehen, also alles was der Beziehung in die Quere kommt fällt von vornherein flach. Meine Gesundheit ist mir auch um Welten wichtiger als die 9-5 Hacken. Auswandern käme daher auf keinen Fall in Frage, mehr arbeiten auch nicht, Drogen schon gar nicht, ...
Ja gut, auf Untergebenen & Mitarbeiterinnen mehr rumtrampeln würde ich eventuell, aber selbst da müßte der Anreiz gewaltig sein (z.B. 75% oder 50% Stelle statt 100% bei gleichem Lohn).
 

Benutzer26217 

Meistens hier zu finden
Ein Job mit dem ich glücklich bin – und das heißt für mich: in dem ich gefordert werde – hat für mich oberste Priorität. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich nicht in einer glücklichen Beziehung sein kann, wenn ich nicht erstmal selbst glücklich bin. Und dazu gehört für mich: mein volles Potential entfalten, selbständig und unabhängig sein. Dass ich meine körperliche und psychische Gesundheit dafür nicht aufs Spiel setzen würde, versteht sich nach dieser Auffassung hoffentlich von selbst.

Zum Glück sieht das mein Partner genauso, und wir sind jetzt schon seit 6 Monaten in einer sehr glücklichen 6.000+km Fernbeziehung. Ohne konkrete Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft in absehbarer Zeit wäre an sowas aber natürlich gar nicht zu denken.
 
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