Was würde sich in eurem Alltag ändern, wenn ihr in einer Beziehung seid?

Benutzer135188 

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Ich hatte es ja schon anklingen lassen, hier jetzt der konträre Thread zu dem von Lollypoppy (Hier zu finden). Ich habe leider keine so tollen Fragen, sondern einfach nur eigene Gedanken :grin:

Da ich selber noch nie in einer Beziehung war, habe ich vielleicht Ansichten, die der Realität möglicherweise nicht entsprechen. Ich denke schon, dass sich mit einer Beziehung einiges ändern würde. Natürlich sexuell, aber man gewinnt eben auch eine Vertrauensperson hinzu, der man sich und seine Probleme/Sorgen/... anvertrauen kann.
Klar, Freunde kompensieren das in einem gewissen Rahmen, aber natürlich ist das was anderes, das nicht vergleichbar ist (eine echte Freundschaft halte ich für genauso wichtig, wenn nicht wichtiger).

Ich frage mich, ob ich vielleicht jetzt, wo ich Single bin und relativ viel Zeit habe, viel mehr ausprobieren sollte, was neue Hobbies, Reisen, Freundeskreise angeht, um seine Zeit "besser"/"effektiver" zu nutzen? Andererseits bin ich auch ein Routinemensch und "brauche" (vielleicht besser: möchte) meinen Alltag. Auch wenn ich den alleine ganz gut meistere, stelle ich mir ihn mit einer Partnerin sehr viel schöner und abwechslungsreicher vor (natürlich bei einer Fernbeziehung etwas anderes, aber auch da sind die Momente, in denen man sich dann eben sieht, etwas Besonderes).

Kann mich da vielleicht jemand korrigieren? Vielleicht auch bestätigen? Ist genau das vielleicht der Trugschluss: Also zu glauben, dass sich mit einer Beziehung viel Alltägliches ändert?
 

Benutzer68775  (36)

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Kann mich da vielleicht jemand korrigieren? Vielleicht auch bestätigen? Ist genau das vielleicht der Trugschluss: Also zu glauben, dass sich mit einer Beziehung viel Alltägliches ändert?

Kommt auf die Beziehung an :zwinker: und die Menschen die sie führen. Ich glaube es ist Wunschdenken, dass auf zauberhafte Weise plötzlich alles irgendwie einfacher wird, oder schöner oder weniger allein.

Wenn man überfordert ist, dann stellt man sich das vermutlich so vor, dass es so schön wäre, wenn man damit nicht allein wäre.
Meine Erfahrung ist, dass es einfach gar nichts hilft, so in der realen Realität.
Durch manche Dinge muss man eben durch, und manche Probleme hat man auch gar nicht erst, wenn man NICHT in einer Beziehung ist.

Ab von dem Hormoncocktail der Verliebtheit war es für mich einfach so, wie der etwas flapsige "zu zwei Probleme lösen, die man alleine nicht hat" andeutet. Ich hatte meinen eigenen Kram, und dann noch was dazu, was ich sonst nicht gehabt hätte. Nichts wurde irgendwie leichter.

Verliebt sein war schön, ja. So richtig disneyhaft kitschig schön. Aber das ist ja nicht das wirkliche Leben :zwinker: zumindest meins nicht.
Ich weiss durchaus, dass es Menschen gibt, die anders sind, und denen das wirklich etwas bringt, zu zweit zu sein, und denen alleine einfach etwas fehlt. Ob die das aber in einem anderen Menschen finden, wenn sie es in sich selbst nicht haben?

Daher denke ich, so pauschal kann man das nicht beantworten, weil schon ein und derselbe Mensch in einer Beziehung zu Person A etwas ganz anders empfinden oder angehen kann als in einer Beziehung zu Person B. Jede Beziehung kombiniert zwei Individuen auf ihre eigenen Weise, und das findet sich seinen Weg.

Ich für mich und meine Art Charakter kann ganz sicher sagen, nein mein Leben ist NICHT automatisch besser in einer Beziehung, eher das Gegenteil. Aber die emotionale Waage mit so dämlichen kleinen Vorteilen wie gestreichelt werden kippt einfach manchmal einfach irrational auf die falsche Seite :zwinker:

Off-Topic:
Ohne diese Hormone und diese Sehnsucht nach dem überschwappenden Verliebtheitsgefühl wäre, und das sehr irrationale "dann bin ich nicht allein", dann würde viel mehr Leuten auffallen, dass pragmatisch und rational betrachtet, Menschen immer Probleme mitbringen :zwinker: je näher die Menschen, desto schmerzhafter die Probleme. Aber das vergisst man alles im Hormontaumel :zwinker:
Selbst IN der Beziehung war meine Vorstellung davon eigentlich sehr oft besser als die Realität. Man wünscht sich Aufmerksamkeit weil der Tag blöd war und bekommt müde Motzigkeit. DAS ist das reale Leben gewesen, nicht Disney :zwinker:
Und daran muss ich mich immer wieder erinnern, wenn ich denke, "achja, fernsehkuscheln wäre schon auch mal wieder schön"
Dass das Leben noch nie ein Roman war und auch keiner werden wird. Und alles alleine einfacher ist. Denn niemals, keine Sekunde war ich allein jemals so einsam wie in meiner Beziehung.
 

Benutzer157234 

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Was meine Aktivitäten betrifft, hat meine Beziehung da zu keinen Veränderungen geführt. Ich reise genau so viel wie vorher, ich habe meinen Alltag und meine Hobbies. Für manches habe ich etwas weniger Zeit und auch meine Freunde sehe ich etwas weniger, weil ich nun nur 2 Wochenenden statt vier in meiner Heimatstadt bin. Aber konkrete Aktivitäten, die ich jetzt nicht mehr mache, weil ich meinen Freund habe, gibt es nicht. Wir unternehmen auch recht viel zusammen und seine Freunde finden uns schon sehr aktiv. Für mich ist das allerdings normal. Ich habe halt keine Lust viel in der Wohnung zu hocken.

Die einzige triftige Veränderung: deutlich mehr Sex und Körperlichkeiten. Aber das Gefühl weniger alleine zu sein oder “endlich” wen zu haben, mit dem ich meine Sorgen teilen kann? Nö. Ich habe zum einen kaum Sorgen, für die ich Input brauchen würde und war da auch vorher bestens versorgt.

Hinzugekommen sind eher Verplichtungen (Eltern meinen Freundes besuchen, auch Zeit mit seinen Freunden verbringen, seine gesellschaftlichen Verpflichtungen teilen). Da kann ich mich aber auch rausziehen, wenn ich will.

Dass nun plötzlich alles besser und toller ist? Nee, nur anders. Toll war mein Leben vorher auch. Aber das wird viel damit zu tun haben, dass ich mich nicht für eine Beziehung entschied, sondern für eine Beziehung mit IHM. Und so bewusst entscheiden sich nicht alle. Die meisten wollen halt ne Beziehung. Das ist das vordergründige Ziel. Eine Beziehung, einen Partner dafür und hierfür. Ich habe das nie gebraucht. Ich war vorher glücklich und habe nun eben ein Person mehr in meinem Leben. Aber nicht weil ich sie brauchte, weil mir das vorher wirklich fehlte. Sondern weil ich DIESE Person wollte.
 

Benutzer3277 

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Vorteil: Ich hätte dann öfter Sex (und kostenlos!).

Nachteil: Weniger Freiheit. Jedes Mal fragen zu müssen: "Ich möchte morgen mal ... ist es dir recht, dass ich das mache?" würde mich irgendwann sehr nerven.
 

Benutzer142514 

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Ich wäre insgesamt glücklicher, respektive hätte keine einsamen und traurigen Phasen mehr. In meiner Ex-Beziehung war ich 4 Jahre lang glücklich, das Leben fühlte sich einfach(er) an, der Sex war gut und erfüllend.
Als Single merke ich immer wieder, wie mir Dinge fehlen, die ich alleine einfach nicht erfahren kann. Hauptsächlich natürlich körperliche/sexuelle Dinge. Aber auch das Gefühl, keine Person zu haben, der ich dermassen blind vertraue, bei der ich mich komplett öffnen kann und bei der ich nichts hinter einer Mauer zu verstecken brauche. Das empfinde ich als anstrengend, dass mir eine solche Person fehlt (es gibt zwar eine beste Freundin, aber ganz alles erzähle ich ihr dann doch nicht, gewisse Probleme fresse ich dann schon in mich hinein).

Das heisst jetzt nicht, dass ich das Leben als Single nicht geniessen kann, ich unternehme auch viele Dinge mit Freunden und kann mich selbst beschäftigen. Das hat aber immer etwas "Aktives" an sich. Die "Selbstverständlichkeit", die eine Beziehung mit sich brachte, die fehlt mir und die war auch gut, um meine Batterien in der Freizeit aufzutanken. Freizeit ist in einer Beziehung wirklich Freizeit. Nun bedeutet Freizeit, dass ich da viel mehr Energie aufwenden muss, um diese nicht einsam zu verbringen, und das laugt mich neben meiner teilweise stressigen Arbeit sehr stark aus.
Nach einem schönen geselligen Abend mit Freunden, wenn danach alle nach Hause gehen und ich wieder mit mir alleine in meiner Wohnung zurück bleibe, dann kommen immer wieder auch die einsamen Momente und ein eigentlich sehr schöner Abend findet einen tristen Ausklang. Momente, in denen ich neben Zweisamkeit und dem simplen Gefühl, einfach mit jemandem "angekommen" zu sein, auch Sex vermisse. Wo ich alleine ins Bett gehe (während meine Freunde als Päärchen nach Hause gingen) und das Gefühl nicht loswerde, dass ich dieser Situation in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht entfliehen kann obwohl ich das immer wieder versuche. Und wenn Date-Versuche fehlschlagen, dann stürze ich in eine Perspektiven-Losigkeit, die auf Dauer nicht gesund ist.

Jaja, ich weiss: man soll nicht suchen. Aber dass ich nicht gefunden werde, das weiss ich inzwischen, also muss ich halt eben doch suchen.
Denn wenn man als Single nicht glücklich ist, weil man das Bedürfnis einer Partnerschaft spürt (und auch den Wunsch hätte, eine Familie zu gründen), weil man gerne Sex und eine Schulter zum Anlehnen hätte, weil man einfach ganz gerne eine Person lieben möchte und das Gefühl vermisst, von einer Person geliebt/begehrt zu werden, und zwar einfach als Mensch, wie man ist und nicht in Funktion als guter Freund, mit dem man Zeit totschlagen kann, wenn der eigene Partner gerade keine Zeit hat, dann muss man etwas dagegen tun. Und so suche ich. Und falle dabei halt auch immer wieder auf die Schnauze und jedes Mal falle ich etwas tiefer, weil der Scherbenhaufen aus unerfüllten Wünschen immer grösser wird.

Sorry für die depressive Stimmung. Die ist misslungenen Dates und dem Singletum verschuldet.
In einer Beziehung hätte ich solche Verstimmungen nicht. Das wäre also der grösste Unterschied.
 

Benutzer78484 

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Bestenfalls würde ich sagen, ziemlich wenig :grin:

Klar muss man für die gemeinsame Zeit bei anderen Dingen Abstriche machen, aber insgesamt würde ich doch nichts dramatisches an meinem Leben ändern wollen, wenn ich wieder eine Beziehung eingehe.

Klar, mit Familie später verschieben sich natürlich Prioritäten nochmal ganz anders.
 

Benutzer172677 

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Das kann man so pauschal nun wirklich nicht sagen, da treffen zwei Individuen aufeinander, was schier endlose Möglichkeiten der Entwicklung bedeutet.

Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch, in manchem ziemlich eigen und mittlerweile wenig kompromissbereit.
In früheren Beziehungen habe ich mich oft eingeengt und eingeschränkt gefühlt, eben weil der Alltag sich so verändern musste.
In meiner jetzigen Beziehung ist das ganz anders, irgendwie passen wir zum einen wie Arsch auf Eimer und zum anderen sind wir beide ziemlich tolerant mit den Eigenheiten des anderen.

Natürlich ist mein Leben jetzt noch schöner, wo ich es mit einem wundervollen Menschen teile.
Aber nicht völlig anders, nicht einfacher und vor allem ist man selbst ja nunmal auch in der Beziehung man selbst.
Unzufriedenheiten und Defizite bei einem selbst schleppt man auch da mit und es ist eine ziemliche Hypothek für eine Beziehung zu erwarten, dass der andere einen jetzt aber bitte auch glücklich macht.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber auch das Gefühl, keine Person zu haben, der ich dermassen blind vertraue, bei der ich mich komplett öffnen kann und bei der ich nichts hinter einer Mauer zu verstecken brauche. Das empfinde ich als anstrengend, dass mir eine solche Person fehlt (es gibt zwar eine beste Freundin, aber ganz alles erzähle ich ihr dann doch nicht, gewisse Probleme fresse ich dann schon in mich hinein).
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Off-Topic:
Es ist schon interessant, wie unterschiedlich man so etwas empfinden kann. Bei mir war das immer nur surreales Wunschdenken als Teenager, dass "wenn ich einen Freund habe, dann" ... ich hatte nie diese "Country Song" Liebe oder irgendwelches massives, ganz besonderes Vertrauen. Ich wollte als Kind immer eine Zwillingsschwester, weil ich dachte, die würde mich verstehen, wäre wie ich :zwinker: und dann hatte ich Zwillinge in der Klasse, die sich aus tiefstem Herzen gehasst haben. Meine erste Begegnung mit dem Abgrund zwischen Vorstellung und Realität...
Ein sehr guter Freund zum Lachen, Reden, Blödeln und Philosophieren, der mich toll findet, mit gegenseitiger sexueller Anziehung, voilá, verliebt.

Hat mein Leben nicht spürbar verändert, außer diverse kleiner Routinen, die in der Trennungszeit schlimm waren, als sie weg waren, ohne die man in Wahrheit aber auch wundervoll leben kann. Mein Ex hat mir seinerzeit keinerlei spürbare Erleichterung in irgendwas gebracht, und auch ohne Freund habe ich andere zum Reden, wenn ich das will, allerdings will ich es eh nie.

Bei mir ist es eher so, dass andere als Paare heim gehen und ich genau weiss, wer jetzt noch streitet, wer sich anschweigen wird und ich... ich geh nach Hause, der Hund freut sichn Ast und ich ess nochn Keks im Bett in tiefem Frieden, endlich allein zu sein :tongue:
Aus meiner Beziehung hab ich so viel vergessen, aber ich weiß noch sehr genau, wie schmerzhaft es war, wenn man einfach nur friedliche Stille und ein bisschen kuscheln wollte, und er hatte die Abendpläne schlicht vergessen, weil irgendetwas ganz spontan wichtiger war.

Familiengründung, wenn man sich das wünscht im Lebensentwurf, das ist das einzige, bei dem ich sage, ja da wäre eine funktionierende Beziehung gut, und ohne ist wirklich doofer.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Erstmal generell zu einer Beziehung:
- Ich würde mich geliebt fühlen und hätte eine Frau, die ich ebenso lieben kann. Das stelle ich mir schon sehr schön vor.
- Mein Bedürfnis nach Intimität, Körperkontakt, usw. würde wohl endlich befriedigt.
- Ich hätte endlich Sex.
- Es gäbe eine weitere sehr vertraute Person in meinem Leben, mit der ich wohl mehr Kontakt hätte, als mit meinen Freunden.
- Ich würde mich nicht mehr so einsam fühlen
- Man könnte generell gemeinsam Dinge unternehmen, die mir alleine keinen Spaß machen

Und wenn wir dann auch noch zusammen leben sollten, wird es noch besser:
- Ich würde mich in meiner Wohnung nicht mehr so einsam fühlen.
- Man könnte sich ergänzen, die Hausarbeit, usw. teilen, sich in stressigen Zeiten gegenseitig entlasten
- Auch nach einem anstrengenden Arbeitstag, nach dem ich einfach nicht mehr raus will, wäre ich nicht alleine, könnte mich mit einem vertrauten Menschen unterhalten, usw.

Und noch viel mehr.

Abgesehen davon, dass ich all das noch nie erlebt habe, gehe ich insgesmat schon stark davon aus, dass es mir in einer Beziehung ähnlich wie M Mr. Anonymus ginge.
 

Benutzer155728 

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Unzufriedenheiten und Defizite bei einem selbst schleppt man auch da mit und es ist eine ziemliche Hypothek für eine Beziehung zu erwarten, dass der andere einen jetzt aber bitte auch glücklich macht.
Das kann man gar nicht genug für all die betonen, die glauben, mit einer Beziehung löse sich alles in Wohlgefallen auf. Nein, man bleibt der selbe Mensch, der sich unwahrscheinlicherweise durch diese Beziehung um 180 Grad dreht. Nach der anfänglichen Euphorie muss man dann wieder mit dem Alltags-Ich zurechtkommen.

Ich muss da immer an die Leute denken, die sich ein ganzes Leben lang alles verkneifen und dann glauben, mit Renteneintritt könnten sie die Kuh fliegen lassen, nur um dann festzustellen, dass sie nach 40 Jahren Konditionierung nicht mehr aus ihrer Haut können.

Es geht nicht darum Beziehung grundsätzlich kritisch zu sehen, aber die von Armorika Armorika angesprochen Hypothek sehe ich jedenfalls äußerst kritisch.
 
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Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Nach der anfänglichen Euphorie muss man dann wieder mit dem Alltags-Ich zurechtkommen.
Ist das nicht eh DER Punkt, woran viele Beziehungen nach ein paar Monaten bis Jahren scheitern? Man wird einfach durch die euphorische Verliebtheitsphase nicht zwangsläufig ein besserer, ausgeglichenerer, interessanterer Mensch, auch wenn es manchmal kurz so wirkt.

Man kann den Schwung nutzen um wirklich Dinge zu ändern, aber viele rutschen doch irgendwann wieder in ihren alten Trott zurück oder es wird sogar noch schlimmer, weil jetzt auch noch ein Partner zum Streiten da ist :ninja:
 

Benutzer157234 

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Nachteil: Weniger Freiheit. Jedes Mal fragen zu müssen: "Ich möchte morgen mal ... ist es dir recht, dass ich das mache?" würde mich irgendwann sehr nerven.

So eine Beziehung würde ich nicht eingehen. Bei uns wird nicht um Erlaubnis gefragt, es wird mitgeteilt, wie wir zeitlich verplant sind. Aktuelles Beispiel:
Er: “Ich komme nächste Woche erst Samstag zu dir, bin Freitag verabredet”
Ich: "Ok"

Wir sehen uns aufgrund der Entfernung nur am Wochenende.

Das täuscht. Es ändert sich nur die Währung.

Wie meinst du das bitte? Wenn du damit Frauen meinst, die Sex im Grunde gegen die Vorteile einer Beziehung tauschen, dann würde es helfen, dein Screening zu ändern und dir eine Frau mit einem eigenen Sex Drive zu suchen.

Aber generell finde ich auch die Aussage, man würde Sex in einer Beziehung erwarten, schwierig. Das klingt eben doch wieder sehr doll nach Währung und Tausch... Das mag für manche funktionieren. Ist aber nicht meine Auffassung einer Beziehung und so ein Mensch wäre dann auch nicht mein Partner.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer155728 

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Wie meinst du das bitte?
Ich meinte damit, dass man in einer Beziehung Kompromisse eingehen und auch die Eigenarten und und Macken des Partners ertragen muss. Das ist dann die Währung.:smile: (insgesamt war das nicht so ganz ernst gemeint, mit der Währung, ich war nur durch das "kostenlos" etwas getriggert)
dir eine Frau mit einen eigenen Sex Drive zu suchen.
Danke, aber ich bin gut versorgt und suche auch keine:grin:
 

Benutzer157234 

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Eine solche Beziehung würde ich schnell beenden. Sex gehört zum wichtigsten was ich in einer Partnerschaft erwarte.

Wenn Sex das Wichtigste innerhalb einer Beziehung für dich ist, warum dann überhaupt eine Beziehung? Sex ist doch gerade heute kein Grund mehr eine Beziehung einzugehen, außer, dass er dort vielleicht einfacher verfügbar ist.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn Sex das Wichtigste innerhalb einer Beziehung für dich ist, warum dann überhaupt eine Beziehung? Sex ist doch gerade heute kein Grund mehr eine Beziehung einzugehen, außer, dass er dort vielleicht einfacher verfügbar ist.
Das mag ja allgemein schon sein, aber so einige tun sich ja doch anscheinend genauso schwer damit, nicht nur jemanden für eine Partnerschaft, sondern auch für casual Zeugs kennen zu lernen. P ProxySurfer vermittelt hier nicht den Eindruck, als würden ihm die willigen Frauenherzen nur so zufliegen :grin:
 

Benutzer157234 

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Off-Topic:
Das mag ja allgemein schon sein, aber so einige tun sich ja doch anscheinend genauso schwer damit, nicht nur jemanden für eine Partnerschaft, sondern auch für casual Zeugs kennen zu lernen. P ProxySurfer vermittelt hier nicht den Eindruck, als würden ihm die willigen Frauenherzen nur so zufliegen :grin:

Meine Glaskugel sagt mir, dass da gewisse Zusammenhänge bestehen könnten, zwischen dem, was ihm in einer Beziehung am wichtigsten ist und dem, wie er eine Beziehung generell sieht, wenn er da von "um Erlaubnis fragen" redet. Ich hatte mal so eine Affäre. Der Typ war Mitte 20, ich schon ü30. Der fragte auch dauernd wegen irgendwas um Erlaubnis, aber Sex war ihm ganz wichtig. Ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen mit einem 20-Euro-Schein, so schein mir. Wie es war mit so einem einen Swingerclub zu besuchen, erspare ich euch an dieser Stelle... Fand ich jedenfalls maximal unattraktiv und hab den nach paar mal vögeln wieder abserviert.
 

Benutzer44981 

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Ist das nicht eh DER Punkt, woran viele Beziehungen nach ein paar Monaten bis Jahren scheitern? Man wird einfach durch die euphorische Verliebtheitsphase nicht zwangsläufig ein besserer, ausgeglichenerer, interessanterer Mensch, auch wenn es manchmal kurz so wirkt.

Man kann den Schwung nutzen um wirklich Dinge zu ändern, aber viele rutschen doch irgendwann wieder in ihren alten Trott zurück oder es wird sogar noch schlimmer, weil jetzt auch noch ein Partner zum Streiten da ist :ninja:
Ich kann ja leider nicht aus Erfahrung sprechen... aber irgendwie erhoffe ich mir von einer Beziehung doch etwas ganz anderes.
Diese Verliebtheits-Gefühlsachterbahn und die damit verbundene Unsicherheit überfordert mich. Vermutlich ist das sogar ein wichtiger Grund, weshalb es für mich extrem schwierig, oder gar unmöglich ist, eine Partnerin zu finden. Diese Phase würde ich also liebend gern überspringen, wenn das irgendwie möglich wäre.

Was ich mir dagegen sehr schön vorstelle, ist eine Beziehung, die über diese anfängliche Gefühlsachterbahn mit all ihren Unsicherheiten hinausgewachsen ist, in der man sich kennt, schätzt und vertraut und in die dieser hier oftmals so negativ konnotierte Alltag eingekehrt ist.
Warum sollte man denn in der Verliebtheitsphase ein besserer und interessanterer Mensch werden? Sollte man sich nicht eher so, wie man eben ist, gegenseitig gut und interessant finden?
Warum sollte das alles auf Dauer spannend und aufregend sein müssen? Ist ein ruhiges, vertrautes Verhältnis nicht auch etwas schönes?

Spannung, Action und Nervenkitzel kann ich Bedarf auch ganz ohne Frau an meiner Seite in mein Leben bringen. Dazu fahre ich einfach in die Berge und mache einen Klettersteig in ausgesetztem Gelände, gehe bei Starkwind segeln, melde mich zum Wildwasser-Rafting an, o.Ä. - Und das ist dann sogar eine Form von Nervenkitzel, die ich genießen kann, während eine Verliebtheits-Gefühlsachterbahn für mich einfach nur Stress und Überforderung bedeutet.
 
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