Was versteht man unter Anlaufwinkel bei GSM?

Schulerbible   (42)

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Tach,

zwar weiß ich wie man den Anlaufwinkel für Gleichstrommotoren berechnet, nur nicht was das Stichwort Anlaufwinkel konkret bedeutet :ratlos: ? Wie der Name schon sagt hat das was mit dem Anlauf zu tun, aber warum spielt der Anlaufwinkel überhaupt eine Rolle? Hab schon in mehrere Antriebstechnik-Fachbücher reingeschaut und sämtliches in Google ausprobiert. hat aber nix gebracht!

Bitte deshalb um Aufklärung!

Vielen Dank erstmal,

tobibible :zwinker:
 

cozmo  

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Hat bestimmt etwas mit der Steigung der Energiekurve zu tun.
Gib doch mal eine Formel und ein paar Werte.
 

lillakuh   (36)

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hamma in physik ned aufgepasst? *gggg*

egal.
meines wissens läuft ein gleichstrommotor dur dann "von selbst" an, wenn die rotor- zur statorspule in einem bestimmten winkel steht.
des währe dann wohl der anlaufwinkel.

andernfalls muß man halt kurz andrehen, oder die statorspulen so anordnen, daß der anlaufwinkel unabhängig von der rotorstellung eingehalten wird. :zwinker:
 

Schulerbible   (42)

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@Lillakuh:

So genau wurde da nie drüber geredet was man unter einem Anlaufwinkel versteht. In meinem Aufschrieb stehen auch nur ein paar Formeln zu dem Thema.

Deine Überlegung klingt irgendwie schon logisch, sowas in der Art hab ich mir auch schon gedacht nur wenn ich das so hinschreibe, bei einer Frage die in etwa so lautet: "Was versteht man unter dem Anlaufwinkel bei GSM" dann bekomm ich höchstens einen von 4 möglichen Punkten oder so.
N' bissle präziser wär vielleicht net schlecht :!:

Trotzdem danke!

Bible :zwinker:
 

lillakuh   (36)

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*physiksachen der neunten klasse rauskram*

also ich hab mir damals aufgeschrieben, daß die auf den rotor wirkende kraft bei aufeinander senkrecht stehenden magnetfeldlinien (von rotor- und statorspulen) am größten is..... heißt für mich, der anlaufwinkel is 90° und geht je nach motorbauart - mehr oder weniger (vermutlich abhängig vom reibungswiderstand der schleifkontakte) - gegen 0°
zwischen 90° und 45° sollts eigentlich immer funktionieren... *grübl*

edit:
nachdem, was ich jetzt gefunden hab, is der winkel zw den rotor- und statorfeldlinien nur bei einem 'doppel-T-Anker' relevant und da isser wohl genau 90°....
 

Event Horizon  

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Ja, genau. Bei nem MOtor mit einer "einfachen Spule" als Rotor kann es ja sein, daß die Spule genau parallel im Feld des Stators steht. Zwar stoßen sich die Pole ab, aber die Kraft wirkt genau in Richtung der Drehachse. Demnach hast du keine Kraft, die eine Drehbewegung erzeugen würde.

Die Kraft geht nebenbei mit dem Sinus, für 0° hast du keine Kraft, für 90° maximale Kraft.

Hast du mehr als eine Spule, so hast du immer Spulen, die grade einen anderen Winkel als 0° haben, und somit Kraft in Drehung umsetzen können.
 

DJGuru  

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So hallo erstmal zusammen :smile:

Bei Gleichstrommaschinen muß man aufpassen, die Kraft welche, den Rotor treibt kann man über den einfachn Zusammenhang mit der Lorentzkraft berechnen, welche besagt, das

F = l * I x B

I und B sind Vektoren, das Kreuzprodukt kann man unter bestimmten Bedingungen ersetzen durch |I| * |B| * cos(p) * u

wobei u ein Richtungsvektor ist, welcher in Richtung des Kreuzproduktes zeigt.
B ist hier konstant, da wir einen Gleichstrom im Stator haben. Zu I schreibe ich noch weiter unten was.

Also läuft unser Motor nur unter bestimmten Bedingungen an, da die Kraft welche durch die Lorenzkraft erzeugt wird abhängig vom Winkel(p) ist.
Von dieser Kraft hängt unser Moment ab (Kraft * Länge), welches letztlich auf den Rotor wirkt. Also kann man daraus folgern, dass das Moment vom Winkel abhängt!
Damit das Ding losläuft müssen wir die Trägheit, und das Trägheitsmoment des Motors (Rotor) überwinden, also kann man sagen der Anlaufwinkel ist der Winkel, der dafür sorgt, dass das resultierende Moment größer ist als das Anlaufmoment, damit sich der Motor in Bewegung setzt.

Alles klar? :smile:

Noch eine kleinen Anmerkung, mit dem Strom im Rotor immer aufpassen, da bei einem Gleichstrom-Motor der Strom im Rotor ein Wechselstrom (ja du liest richtig) ist, da dieser extra durch den Kommutator (Kohlebürsten) in einen Wechselstrom "umgewandelt" wird, daher weisen GSM einen großen Verschleiß auf, bei Asynchronmaschinen hat man dieses Problem nicht :zwinker:

Noch ein Hinweis für die Schlaumeier hier:
Wem der cos(p) nicht gefällt, kann auch nen Sinus dahinschreiben, dann leg ich einfach mein Koordinatensystem um, dann paßt das :-P
 
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