Was vermeidet ihr?

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Ich bin beruflich grundsätzlich nicht privat. Sobald ich am Parkplatz aussteige und meine Tasche mitnehme bin ich ein anderer Mensch. Es hilft einfach die jeweiligen Bereich zu trennen und entspannt sofort nach Feierabend.
Vor Gerichtsverhandlungen vermeine ich Emotionen. Dann sind das juristische Sachfragen, die wie im Chemiebaukasten Bezüge haben. Das schafft Distanz

Ich gehe ungern für andere Menschen ans Telefon. Es macht immer Sorge, dass ich nicht weiterhelfen kann oder zu vertrauliches erfahre.

Während des Studiums haben wir sämtliche Noten per Mail bekommen, die automatisiert aus der Prüfungsverwaltung kamen. Seitdem vermeide ich Mails von wichtigen Absendern, wie der Geschäftsführung zu lesen. Entweder nur morgens, kurz vor der Mittagspause oder kurz vor Feierabend.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Das mit dem Telefonieren kenne ich sehr gut.
Was ich auch oft vermeide sind Auseinandersetzungen. Ich sage so oft "Ja" zu Dingen, zu denen ich am liebsten "nein" sagen würde, und außer mit meiner Familie würde ich es auch nie wegen, mit jemandem einen Streit anzufangen.
Das ist zwar manchmal praktisch, weil ich so Dinge tue, die ich nie gemacht hätte, die mir aber doch letztendlich viel gebracht haben, aber meist halse ich mir damit nur noch mehr Arbeit auf und stecke noch mehr zurück.
Ich meide auch große Gruppen, wo es geht, und es kam schon so oft vor, dass man in der Runde abends noch weggehen wollte und mir die Situation nicht geheuer war, und hinterher ärgere ich mich immer, dass ich nicht hingegangen bin... Wenn ich mich dann doch mal traue, fühle ich mich dabei dann so unwohl, dass ich irgendwie lieber nicht gegangen wäre.
Hunde vermeide ich auch; ich vermeide es, Menschen kennenzulernen, die offensichtlich Hunde-Liebhaber sind, weil ich weiß, dass meine Angst vor Hunden dann meist sehr schlecht angenommen wird, gehe nicht zu Freunden, die Hunde haben, wechsel die Straßenseite wenn ich einem Hund begegne oder gehe gar nicht erst raus oder zumindest nicht die typischen Spazierstrecken entlang. Ich habe Angst vor Hunden, die merken das und reagieren entsprechend, das macht mir Angst, die Hunde merken das und es dreht sich im Kreis. Deswegen vermeide ich solche Situationen gleich ganz.
Es gibt noch sehr viele Dinge, wo ich sagen würde, dass ich da eher bequem bin und sie vermeide, aber die entstammen teilweise auch einem (sehr) negativen Selbstbild und sind damit wahrscheinlich nicht sonderlich zuverlässige Aussagen.

Bis auf die Hunde könnte ich das unterschrieben. Und bei beschränkt sich das "Ja" sagen in der Familie/Beziehung. Ich mag vielleicht auch nicht Streiten, weil ich aufbrausend werde und manchmal nicht mehr weis, wo ich aufhören soll, bis es zu spät ist. Und der letzte Satz der für mich 100% stimmt wird sicher noch zu meinem Verhängnis.
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
- Telefonate, auch wenn es sich schon gebessert hat. Aber wenn es um Dinge geht, die mich selbst betreffen und Konsequenzen haben können, dann kann es schon mal vorkommen, dass ich da mein Theater mit mir selbst abziehe

- Smalltalk. ich kann es einfach nicht. Auf die Frage "wie geht es dir?" gibt es keine gute Antwort. ist das "gut" gelogen, kommt die peinliche Stille - ist es echt, will der beim Smalltalk gegenüber es eh nicht genauer wissen. "und bei dir?" ist dann auch schon die einzige Frage, die 1 Minute Zeit schinden kann. Danach ist peinliches Schweigen angesagt.

- Gitterböden, Glasböden/Treppen etc.

- Post öffnen. Keine Ahnung, woher die Panik davor kommt. Hab mich aber auch schon gebessert wieder. Teils lagen die Rechnungen 2 Monate ungeöffnet hier auf nem Stapel. Ein Stapel fiel mal unters Bett. War doof.

- Milch in Gläsern. Capuccino geht lustigerweise.
- Kalte Milch (aber nur von der Kuh. Vegan ist kein Problem ausser Soja, aber die schmeckt auch schrecklich - aber auch hier gilt: nicht im Glas, nur in der Tasse)

- Dinge essen, die etwas berührt haben, das ich nicht mag. Z.b. Oliven, die den Käse berührt haben. Ighitt. ich hasse käse. Schon die Vorstellung an einen Blauschimmel-Käse lässt mich fast kotzen. Oder Mozarella oder Feta. Schrecklich.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Nachdem ich großen Respekt, nicht sogar Angst, vorm Autobahnfahren habe, vermeide ich es und bin deshalb bei einer Beratungsstelle angebunden, denn es schränkt meinen Alltag doch ein. :smile:

Telefonieren mag ich gar nicht. Es war in der Vergangenheit immer mit Problemen behaftet, weil am Telefon immer Hiobsbotschaften kommuniziert wurden. Beruflich habe ich gar keine Probleme damit, aber private unerwartete Anrufe kann ich überhaupt nicht haben.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Das Thema mit den Telefonaten wurde schon einige Male genannt und so geht es mir auch. Ob das nun an der Generation liegen mag, der ich angehöre und dass Telefonate einfach out sind und man es anders gewohnt ist oder ob es an mir persönlich liegt, das kann ich nicht sagen.

Ich hasse es auch Menschen öffentlich zu treffen, die ich kennen könnte. Zum Beispiel Personen, die mal auf meiner Schule waren oder so. Aus diesem Grund will ich später auch nicht hier wohnhaft bleiben.

Öffentliches Essen. Zwar kann ich es mittlerweile und muss es auch manches Mal tun, da ich mit meinem Blutzuckerspiegel nicht von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abends ohne Essen auskomme, aber ich hasse es immer noch. Alleine fühle ich mich unwohler als in Gesellschaft. Ich komme mir dabei immer so beobachtet vor wie ein Tier im Zoo.
 

Benutzer15352 

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Kontrolle abgeben fällt mir auch sehr schwer, da geht es mir wie Lotusknospe.
Kranke Menschen finde ich auch unerträglich, aber mit Kleinkind wird man von dieser Phobie zwangsläufig schnell “geheilt”. Autofahren finde ich auch nicht so pralle. Mir wird davon schnell schlecht und ich bin da noch von einem krassen Unfall (mit Überschlagen und Totalschaden) von vor 15 Jahren etwas traumatisiert.

Immerhin habe ich keine Probleme mit Smalltalk und Telefonieren, aber ich bin wohl trotzdem ausreichend gestört :grin:.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Kontrolle abgeben fällt mir auch sehr schwer, da geht es mir wie Lotusknospe.
Kranke Menschen finde ich auch unerträglich, aber mit Kleinkind wird man von dieser Phobie zwangsläufig schnell “geheilt”. Autofahren finde ich auch nicht so pralle. Mir wird davon schnell schlecht und ich bin da noch von einem krassen Unfall (mit Überschlagen und Totalschaden) von vor 15 Jahren etwas traumatisiert.

Immerhin habe ich keine Probleme mit Smalltalk und Telefonieren, aber ich bin wohl trotzdem ausreichend gestört :grin:.

Huch, das habe ich direkt vergessen. Kontrolle abgeben liegt mir auch so gar nicht. Ich muss immer alles machen und managen, sonst mache ich mir nur einen Kopf und das die ganze Zeit über.
 

Benutzer127320 

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Seltsamer Weise seit Neustem irgendwie Essensreste, die dann entsorgt werden müssen. Ich kann etwas vor 5 Minuten noch genussvoll gegessen und den Teller vielleicht nicht ganz geschafft haben, sobald ich weiß, dass ich es wegwerfen werde und es zu "Müll" wird, beschleicht mich ein gewisser Ekel davor.
 
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Benutzer123034 

Verbringt hier viel Zeit
-) Wenn neben mir im Tunnel ein LKW fährt, oder noch besser ich im Tunnel (meistens aus Ausfahrtsgründen) rechts fahren muss, und links neben meiner Spur ein LKW vorbeirauscht. Ich steige dann immer stärker aufs Gas, damit ich wieder schneller aus dem Tunnel draussen bin. Schweizer Tunnel müssen ja der blanke Horror sein. :seenoevil:

-) Ich habe ständig das Gefühl, dass ich auf der Autobahn auf der linken Spur ein Verkehrshindernis bin, obwohl ich meist 140-160 km/h fahre (Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130-140 km/h). Obwohl ich selten "angehupt" werde.
Meist sind das dann Autos mit ausländischen Kennzeichen aus dem Osten.

Deshalb finde ich die 3-Spurige Autobahn Richtung Westen am besten. Da kann mich jeder überholen, der will. Blöderweise gibt es bei uns im Ösil nur 2-spurige Autobahnen nahe um Wien.

-) Privat telefonieren, auch wenn das Gespräch nur 10 Minuten dauert. Ich muss mich ewig überwinden und schiebe es daher oft auf. Nachher denke ich mir jedes mal "und, was war daran so schlimm? Hat doch eh alles geklappt". Aber dieses Gefühl geht einfach nicht weg. Im Berufsleben fällt mir das telefonieren leichter, weil ich "muss" es ja tun.
 
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Benutzer3277 

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Hätte ich nicht gedacht, dass so viele vermeiden zu telefonieren. Ich telefoniere eigentlich gern, natürlich nur mit den Leuten die ich kenne.
 

Benutzer137391  (46)

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Off-Topic:
puh..:eek: ich telefoniere für mein leben gern..:jaa: und man sagt mir sogar ab und an, dass meine stimme so schön klingt...
ich mag nicht gestört sein :ratlos::confused::nope:
frage mich gerade, ob es ein geschäftsmodell wäre..
"ich übernehme alle anrufe für sie" :whoot:
 
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Benutzer137391  (46)

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Off-Topic:

Was? Als Call-girl?:tongue:
ohne sex natürlich! ich will ja leuten helfen, die gestört sind.. nur eben anders als ich ..:tongue:

wobei.. was verdient man denn so mit dem anruf bei tante frieda? dann vielleicht doch ein misch-modell :ROFLMAO:
 
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