Was passiert, wenn ich Arbeit kündige?

Benutzer102242  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
als erstes ist zu sagen, deutschland ist ein sozialstaat auch wenn du kündigt bekommst du von der ARGE entsprechende unterstützung. Oft ist das nicht viel aber reicht zum überleben. Ruf mal beim der entsprechenden Kammer an, im kaufm. Bereich ist das die IHK, bei euch müsste es hier auch eine Kammer geben, die geben mehr tipps als die agentur für arbeit. du wirst in deutschland nicht im stich gelassen egal ob du kündigst oder gekündigt wirst.
Zudem geht deine Verfassung vor, wenn du dich überfordert fühlst und unwohl, dann macht die arbeit da keinen sinn. Du findest wenn du dich dahinter klemmst andere Arbeit, evtl. nicht gleich den Traumjob - aber da kannst du dich dann in Ruhe mit beschäftigen. Dir muss klar sein das in sämtlichen Berufzweigen in gewissen Positionen Verantwortung übernehmen und Druck standhalten, sowie stress dazu gehört. Deshalb mach dir Gedanken was du genau erreichen willst. Ein Mitarbeiter der tag täglich Zuarbeit für andere leistet, der bekommt weniger Gehalt, hat aber auch nicht die Verantwortung wie ein Leiter oder Vorgesetzter.
Du musst auch bedenken das du deinen job viele viele Jahre ausüben solltest, mit spass (das ist nicht immer der Fall, klar, aber grundsätzlich solltest du Spass haben.)
Schau auch nach guten Firmen, leider gibt es genug unternehmen die auf die Mitarbeiter keine Rücksicht nehmen. Du kannst allerdings mit Herausforderungen auch wachsen und nach und nach Verantwortung übernehmen.

Mein Tipp, such eine neue Herausfordern, evt. eine neue Ausbildung, mach davor Praktikum, und Augen auf bei der Unternehmenswahl - mach auch hier Probearbeit und versuche von zukünftigen Kollegen eine ehrliche Meinung zum Unternehmen zu bekommen"
ausserdem hol dir feedback in deinem jetzigen job, das ist wichtig, evt. wirst du gelobt obwohl du denkst du schaffst das nicht. Ok trotzdem bist du überfordert aber es zeigt auch, wie die leute dich einschätzen, und was sie dir zutrauen. Vielleicht kommt hier auch "wahnsinn was du in der kurzen zeit schon meistert, weisst du deshalb muten wir dir hie auch schon mehr zu als anderen neulingen...", muss nicht sein, aber kann seind und dieses feedback baut dich auf, egal ob du dort bleibst oder gehst. Und sollten die sich beschweren; dann denk dran das du dich da sowieso nicht wohlfühlst und dieses Kapitel bald abschliessen kannst!
kopf hoch du schaffst das
 
7 Monat(e) später

Benutzer53291 

Verbringt hier viel Zeit
Erstmal vielen Dank für die vielen Beiträge!
Es gab in der Ausbildung schon Lob, auch von Stationsleitungen und Leuten, vor denen ich riesen Respekt hatte.
Auf der Station, wo ich nun eingearbeitet wurde, gingen in der Zeit 4 Pflegekräfte auf eine andere neue Station und die Stationsleitung hat auch die Station gewechselt,weil sie sehr unzufrieden war.
Ich bekam keine echte Rückmeldung in der Einarbeitung.
Nur von einem Pfleger bekam ich Rückmeldung und die war sehr positiv.Er hat gemeint, man merke, dass ich intelligent sei und ich werde das auf jeden Fall schaffen.

Leider haben sie ihn bei der Beurteilung nicht gefragt.

Sie haben hinter meinem Rücken mit den Oberen geredet und ich wurde ohne mir vorher eine richtige Rückmeldung zu geben gekündigt.Es kam nur 3 Tage vor der Kündigung so die stellvertretende Stationsleitung, der die Leitung für 2 Stationen übernimmt, aber mich nie arbeiten gesehen hat, auf mich zu und meine "Du musst mehr aus dir rauskommen. Wenn ich die Arschbacken jetzt nicht zusammennehme, werde ich mit einer Beurteilung von 3-4 schnell weg sein und auf die Straße geschickt!"

Nach der Kündigung brach die Welt für mich zusammen und fiel in eine echte schwere Depression.
Ich hatte jeden Glauben an mich verloren und dachte ich wäre soweit selbst Patient in einem Betreuten Wohnen oder Ähnlichem zu werden, weil ich dachte, ich krieg mein Leben nie mehr auf die Reihe.

Tagelang hab ich so gut wie nichts mehr gegessen, hab mich isoliert, nur noch geschlafen.
Ich bin dann zu einer Ärztin gegangen, weil meine Mutter und meine Familie Angst um mich hatten.

Die Ärztin war ganz lieb und war sich sicher dass ich eine schwere Depression habe und hat mir das Gefühl gegeben mir zu helfen und dass ich wieder auf die Beine komme mit Geduld.

Das ganze ist jetzt schon ein halbes Jahr her. Seitdem bin ich krankgeschrieben.

Antrag auf Umschulung wurde mitlerweile zur Rentenversicherung geschickt.

Es geht mir durch Medikamente, Psychotherapeutika und durch Leute, die an mich glauben wieder viel besser.

Ich hatte während der Arbeit ja auch die Vermutung dass ich ein Aufmerksamkeits Defizit Syndrom haben konnte, weil ich merkte dass ich Probleme habe, Leuten richtig zuzuhören, vor Allem wenn Nebengeräusche im Raum sind.

Das wird jetzt auch noch überprüft ob ich Ads habe.

Ich hab den Beruf an sich schon geliebt und hab viele schöne Erfahrungen gemacht. Die schönsten Rückmeldungen kamen von schwerkranken Menschen, die dankbar waren, dass ich für sie da war.

Ich hab aber auch hohe Ansprüche an meine Arbeit und wollte irgendwie, dass alle zufrieden sind, Patienten und auch Kollegen.

Ich habe mich jetzt gegen die Pflege entschieden, auch wenn ich die Ausbildung abgeschlossen habe mit einem recht guten Examen.

Werde Praktika machen und einen anderen Beruf erlernen, wenn es möglich ist durch eine Umschulung.

Da muss man sich dann doppelt dahinterknien denke ich, weil Umschulungen meist verkürzt sind (2 Jahre).

Teilweise aber auch drei Jahre, wenn ich es richtig verstanden habe.
 
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