Was macht einen Intellektuellen aus?

Benutzer90320 

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Also :smile:

Was macht einen Intellektuellen aus?

Und worin unterscheidet sich der Intellektuelle von den "normalen" Menschen?

Gerne auch persönliche Sichtweisen :zwinker:
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Wenn er sich selbst als intellektuell bezeichnet: Ne Menge Arroganz :zwinker:.
 

Benutzer6874  (35)

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Für mich ein Mensch der theoretisch (und dann zum Teil gar nicht) an eine Sache heran geht.

Ein Mensch, der gern denkt, auch ohne auf Problemlösungen aus zu sein, und beim Denken so etwas wie Erfüllung findet.
 

Benutzer65590 

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Erstens Bildung und zweitens Selbststilisierung. Ich kann enorm gebildet sein, ohne mich als Intellektuellen zu begreifen, und ich kann mich schon mit mittelmäßiger Bildung als solcher produzieren, wenn ich es richtig anstelle.

Letztendlich verstehe ich unter dem Begriff einen Menschen, der in Dingen des Geistes breit ausgebildet ist und sein Leben in der entsprechenden Sphäre verbringt. Das kann auf so unterschiedliche Typen wie den spießigen Oberschullehrer, den wissenschaftlichen Mitarbeiter, den chaotischenTheaterregisseur und den Schreiberling einer linkspolitischen Alternativpostille zutreffen, Menschen also, die nichts miteinander gemein haben als ein hohes akademischen BIldungsniveau und den Willen, dieses auch in einer definitiven Form auszuleben.
 

Benutzer6874  (35)

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many-- ist einer, ich nicht :grin:

Off-Topic:
"Händchen fürs Theoretische"
Danke Kathinka für die schöne Formulierung :jaa:
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Unter intellektuell verstehe ich einen recht vergeistigten Menschen. Jemanden, der sich freiwillig viel mit Bildung beschäftigt und da auch eine schnelle Auffassungsgabe hat. et kann natürlich auch gleichzeitig ein guter Sportler etc sein, aber es ist schon ein wesentliches Merkmal, dass er sich auch in seiner Freizeit viel mit geistigen Dingen befasst und ein Händchen fürs Theoretische hat.
 

Benutzer56469  (36)

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Off-Topic:
Willst du auch ein eigenes Umfragen "Unterforum"? :zwinker:

Theresa-Maus kriegt Konkurrenz. :grin:

Ein Intullektueller ist für mich ein Philosoph. :grin: ka schwer zu beschrieben Jmd. der sehr klug ist und sich viel mit Philosophie beschäftigt und Literatur.
 

Benutzer56624  (32)

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Ein Intelektueller vertritt nicht einfach eine vorherrschende Meinung, die in den Medien diskutiert wird. Er kann selber denken. Und er macht daraus keine Grundsatzdiskussion, weil er keinen Wert darauf legt, dass seine Meinung vorherrschend wird.

---------- Beitrag hinzugefügt um 19:04 -----------

Theresa-Maus kriegt Konkurrenz. :grin:
Ach ja? :tongue: Das ist mir noch nicht so aufgefallen.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Kenntnisse in vielen Fachgebieten, erkennt und erstellt Verknüpfungen und schreibt seine Gedanken dazu auf.
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
Schwere Frage. jemand, der sich selbst als "Intellektueller" bezeichnet, landet bei mir in der selben Schublade, wie diese "Eilitepartner"-Sülzköppe.
Dann das Thema Intelligenz: Es gibt Leute, die ziemlich intelligent sind, aber trotzdem jedes Wochenende im Suff abstürzen. Ebenso gibts Leute, die geistig nicht viel zu bieten haben, sich aber so großspurig geben, dass man sie bei oberflächlicher Betrachtung für ziemlich kompetent hält. Im genaueren Hinblick offenbart sich aber, dass sie nur Blender sind.
Ich weiß nicht so recht, aber "Intellektueller" ist für mich irgendwie negativ behaftet. Wenn ich sage, dass jemand voll intelligent ist, dann ist das positiv zu werten, weil er trotzdem ein total netter Mensch usw. sein kann.
"Intellektueller" habe ich hingegen irgendwie noch nie in einem positiven Zusammenhang wahrgenommen. Eher in die Richtung: "ohh, da haben wir ja einen Intellektuellen unter uns".
Müsste ich mich jetzt aber auf neutrale Kriterien festlegen, dann wäre ein Intellektueller für mich jemand, der seine geistigen Kapazitäten fast ausschließlich der Wissenschaft und Forschung widmet und dessen Arbeit dabei auch Früchte trägt.
 

Benutzer97250 

Meistens hier zu finden
Das, was many-- gesagt hat plus eine differenzierte Weltsicht:
zu wissen, wo man steht und wo die Welt steht im Vergleich zu anderen Zeiten oder Optionen.
 
D

Benutzer

Gast
Ein Intellektueller ist ein Mann, der einem hübschen Mädchen über die Schulter blickt, um zu sehen, was es liest.

Mehr nicht.

Ein wirklich Intellektueller ist "schlau" genug, zu verbergen dass er es ist, ohne dass sein (der) Instinkt für das reale, "normale Leben" nicht verkümmern muss. Kein Intellektueller bezeichnet sich selber als einer, kein Volk der Erde braucht Intellektuelle, sondern Intelligente - das ist bekanntlich ein Unterschied.

Ich finde, dass NICHTS einen Intellektuellen ausmacht, ausser...dass er soviel weiss, dass er so in sich gefangen ist und damit beschäftigt, sein "erkanntes Leben" zu überleben.
Intellektuelle können sich viel oder bzw Alles vorstellen....aber nichts richtig anstellen.

Off-Topic:
Ein Intellektueller ist einer, der mehr Wörter benutzt, als er eigentlich braucht, um mehr zu sagen, als er weiß. :grin:
 

Benutzer99146 

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ein intellektueller ist für mich jemand, der die welt und die gesellschaft ständig kritisch analysiert und zu dem schluss kommt, dass die meisten dinge schlecht sind. an einer verbesserung mitwirken, außer durch worte, möchte er allerdings nicht. ein intellektueller ist für mich außerdem jemand, der sich selbst über die anderen/die gesellschaft stellt. ein außenseiter. jemand der den lebensweisen "der masse" eher ablehnend gegenübersteht. womöglich auch weltfremd. es fehlt die fähigkeit einfach zu leben, aus dem bauch heraus zu handeln, weil alles erst genauestens hinterfragt werden muss. gerne zu finden in der links-alternativen ecke - allerdings kann man das doch meist unter "pseudo-intellektuelles-gehabe" abhaken.

ich finde es anstrengend und nicht unbedingt sympathisch, wenn jemand wert auf dieses attribut legt.
 

Benutzer6874  (35)

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Ich muss mich jetzt bei many-- entschuldigen, dass ich ihn einen Intellektuellen genannt habe :ashamed:
Ich habe nicht erwartet dass mit einem Intellektuellen so Negatives verbunden wird
 

Benutzer6874  (35)

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Ich bin ja selber wirklich kein Intellektueller.
Aber so langsam krieg ich ein seltsames Gefühl, wenn ich hier lese wie der Intellektuelle eingestuft wird....
 

Benutzer65590 

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Ein hervorragendes Beispiel von Intellektuellen bietet das SPON-Forum.

...autsch, das ist negativ. Das SPON-Forum, finde ich, ist eigentlich ein Beispiel für eine realitätsfremde Labergesellschaft, die eher typisch für das Internet als für irgend etwas anderes ist.
Sicherlich hat intellektuell sein irgendwie auch was mit Besserwisserei zu tun - oder jedenfalls damit, zu ziemlich vielen Dingen eine subjektiv begründete Meinung zu haben.

Die SPON-Foren hingegen scheinen mir nach diesem Prinzip zu funktionieren :zwinker:
 

Benutzer70527  (31)

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Ich bin ja selber wirklich kein Intellektueller.
Aber so langsam krieg ich ein seltsames Gefühl, wenn ich hier lese wie der Intellektuelle eingestuft wird....

Das geht mir ähnlich.

Was in den letzten Beiträgen so beschrieben wurde, ist eine sehr negative Sicht, die ich nicht teile.
Intellekt ist für mich etwas grundsätzlich neutrales bis positives, genau wie Bildung. Was die Menschen dann damit anstellen, ist etwas vollkommen anderes.
Ein Intellektueller ist für mich jemand, der die Fähigkeit hat, eine Situation, eine Theorie oder eine Meinung sowohl objektiv als auch unter Berücksichtigung der eigenen Meinung zu analysieren. Er verfügt über die nötige Sprachgewandheit, Fakten und seine eigene Meinung verständlich zu erläutern und sich in Diskussionen/Gespräche einzubringen.

Betonen möchte ich: Die Fähigkeit!
Jemand, der nicht gerne diskutiert oder sich raushalten möchte, kann dennoch ein Intellektueller sein.

Intellekt kann dazu führen, dass jemand sich gerne selbst reden hört. Das ist dann aber ein arroganter Intellektueller, bei dem sich die Arroganz dafür verantwortlich zeichnet, nicht der Intellekt.
Intellekt kann auch dazu führen, dass jemand anderen mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten gerne hilft - ein hilfsbereiter Intellektueller, bei dem sich Hilfsbereitschaft und Intellekt verbinden.

Ein guter Biologe/Mediziner kann Arzt werden und helfen, oder biologische Massenvernichtungswaffen für eine aggressive Diktatur herstellen.
Das macht einen Mediziner oder Biologen nicht grundsätzlich gut oder schlecht - was er mit seinen Fähigkeiten und seinem Talent anstellt, das kann gut oder schlecht sein.

Ein guter Schütze kann (diverse andere Fähigkeiten natürlich vorausgesetzt) bei der Polizei im Sondereinsatzkommando mit seinen Fähigkeiten brenzlige Situationen entschärfen und zum Guten wenden, oder aber Amok laufen.

Ein guter, eloquenter Redner kann eine Menschenrechtsbewegung in Gang setzen, seine Zuhörer (im übertragenen Sinne :tongue:) entflammen und etwas bewegen (Martin Luther King), oder ein ganzes Volk in Trance quatschen und grausame Verbrechen begehen (Adolf Hitler).

Fähigkeiten sind mMn grundsätzlich neutral und können zusammen mit der Persönlichkeit, der Moral und den Entscheidungen eines Menschen in die eine oder andere Richtung tendieren.
 

Benutzer99077 

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Ist eher eine Frage der Perspektive.
Leute welche ich für gebildeter halte als ich es bin, bezeichne ich als Intellektuel. Denen geht das vielleicht gleich und evtl findet sich noch jemand, der mich als Intellektuellen bezeichnet :zwinker:
 
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