Was ist nur in der Erziehung dieses Balgs schiefgelaufen?

Benutzer158340 

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Der Junge ist jetzt in einer SUCHTklinik. Man kann Suchtverhalten nie, nie, nie mit anderem Verhalten vergleichen. Und nur weil jemand internetsüchtig ist und nicht nach Heroin, ist das nicht zu bagatellisieren! Das ist eine inzwischen anerkannte, echte Sucht mit allem drum und dran. Der Junge ist schlicht und ergreifend krank.

Sagt ihr anderen Kranken auch, sie sollen sich nicht so anstellen und sich gefälligst anständig benehmen? Oder gebt den Eltern unmittelbare Schuld an der Erkrankung? (Die Eltern aller Depressiven und Borderliner dürfen schon ewig gegen genau diese Windmühlen ankämpfen. Aber schön, wie gefestigt scheiß Klischees doch sind...)
 

Benutzer135918 

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Der Junge ist jetzt in einer SUCHTklinik. Man kann Suchtverhalten nie, nie, nie mit anderem Verhalten vergleichen. Und nur weil jemand internetsüchtig ist und nicht nach Heroin, ist das nicht zu bagatellisieren! Das ist eine inzwischen anerkannte, echte Sucht mit allem drum und dran. Der Junge ist schlicht und ergreifend krank.

Sagt ihr anderen Kranken auch, sie sollen sich nicht so anstellen und sich gefälligst anständig benehmen? Oder gebt den Eltern unmittelbare Schuld an der Erkrankung? (Die Eltern aller Depressiven und Borderliner dürfen schon ewig gegen genau diese Windmühlen ankämpfen. Aber schön, wie gefestigt scheiß Klischees doch sind...)
Na ja ich weiß aus den hiesigen Medien , dass er in Münchwies gelandet ist. Doch ob er da wegen der sucht ist, kann ich nicht sagen. Es ist eine Suchtklinink die behandeln aber auch Stationär tiefgreifende Psychosen und Depressionen !
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Na ja ich weiß aus den hiesigen Medien , dass er in Münchwies gelandet ist. Doch ob er da wegen der sucht ist, kann ich nicht sagen. Es ist eine Suchtklinink die behandeln aber auch Stationär tiefgreifende Psychosen und Depressionen !
Ah, okay, das weißt du besser. Aber im Kern bleibt: ein Kern gesunder junger Mensch geht da nicht zum Spaß hin. Und auch ein psychotischer Schub oder ein depressiv-aggressiver Ausraster sind nicht mit normalem Verhalten zu vergleichen
 

Benutzer135968 

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depressionen entstehen durch äußerliche einwirkungen, psychisch/physisch (vorallem die eltern/erziehungsberichtigte/usw sollten dann aktiv für das kind da sein). angeborene geistige krankheiten, dies ist ein guter einwand gegen die personen, die von falscher erzieheung reden ~ aber in dem fall hätten die eltern ihr kind nicht einfach so der anscheinend alleinstehenden uroma überlassen, ohne vorkehrungen zu unternehmen. computerspielsucht kommt nicht von heute auf morgen, sondern beinhaltet jahrelange eingewöhnung, praktisch eine routine. und in dem fall haben entweder die eltern einfach nicht aufgepasst, oder sind total überfordert gewesen. zudem kommt noch der fakt hinzu, dass eine schnellere inet-verbindung geplant war, hier wurde also jemandes wunsch erfüllt. und welche uroma brauch schon schnelles internet?
 

Benutzer160853  (34)

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Doofe Frage, aber....ist das tatsächlich einen Zeitungsartikel wert? Und ist dieser Zeitungsartikel einen Thread wert? :ninja:
Man kann hier ja gerne über Erziehung im digitale Zeitalter sprechen, aber mit diesem Aufhänger?

Im Lokalen ist es sicherlich eine Geschichte wert, die sich dann über den dpa-Ticker verselbstständigt hat.
Auch wenn der Fall jegliches Klischee erfüllt und in manchen Klischee regelgerecht badet, macht er doch fast als Karikatur deutlich, wohin falsche und fehlgeleitete Mediennutzung führen kann
 

Benutzer11466 

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Ich weiß auch nicht, warum es schlimm sein soll, wenn die Uroma einen anderen www Vertrag abschließt?
Wenn man das nur macht, damit ein Kind keinen Tobsuchtsanfall kriegt, halte ich das für bedenklich. Ich verweise nochmal auf dieses Früchtchen.
Meine Oma hat für meinen Bruder in den 90ern einen VHS-Player gekauft und auf dem Trödel etwas Spielzeug erstanden, damit wir bei ihr etwas zur Beschäftigung hatten.
Das sind einmalige Kosten, die sich im Rahmen halten. Wenn ich weiß, daß meine (Ur)Enkel regelmäßig vorbeikommen, sehe ich natürlich auch zu, daß was da ist, womit sie gern spielen bzw. sich beschäftigen können. Und ich mache sogar ihr Lieblingsessen...
ich kann kein generelles Erziehungsversagen ganzer Generationen darin sehen
Ich auch nicht - nichts derartiges schrieb ich. Da dürften schon konkret die Eltern des Knaben ein paar Dinge übersehen haben.
und auch ein so lächerlicher Auslöser... wie gesagt, es magelt gar eklatant an Frustrationstoleranz.
Meine Rede... Das "Benehmen" des Knaben ist einfach unterirdisch.
Dann verrate ich dir eine einfache Wahrheit: Leute, die ungefragt mit Erziehungsratschlägen kommen,
Mal abgesehen davon, daß ich keine Ratschläge erteilte (es ist ja letztlich nicht klar, ob das Bürschlein ein I-Net-Suchtproblem hat oder einfach nur verwöhnt ist): Dies ist ein Diskussionsforum. Hier wird über Popopoppen, Schwangerschaftsfreud und -leid, Zipfelmützen, Pubertätspickel, sogenannte US-Präsidenten, Wichsvorlieben und -vorlagen, Merkel und Möbel diskutiert.

Einige dieser Themen interessieren mich nicht, manche gehen mir sogar richtig auf den Zeiger.

Weißt Du, was ich in solchen Fällen mache? Ich lese sie nicht und beteilige mich nicht an der Diskussion. Beruhigt ungemein...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer77547 

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Doofe Frage, aber....ist das tatsächlich einen Zeitungsartikel wert? Und ist dieser Zeitungsartikel einen Thread wert? :ninja:
Man kann hier ja gerne über Erziehung im digitale Zeitalter sprechen, aber mit diesem Aufhänger?

So sehe ich es auch. Der "Aufhänger" ist problematisch, weil einfach so extrem, dass da alles mögliche inkl. schwerer psychischer Störung dahinter stecken kann. Wir wissen eigentlich nichts darüber.

Die aufgeworfenen Fragen sind aber interessant, wobei man sie auch nicht zu stark vermischen sollte: Erziehung in digitalen Zeiten und die Frage, ob heute vielfach Eltern ein Erziehungsverhalten zeigen, das dazu führt, dass die Kinder später Probleme mit der Frustrationstoleranz und/oder Impulskontrolle bekommen.
Um das zu diskutieren, müsste man sich aber m.E. von diesem konkreten Fall lösen.
 

Benutzer11466 

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Um das zu diskutieren, müsste man sich aber m.E. von diesem konkreten Fall lösen.
Dann tun wir das doch endlich...

Also - allgemein: Wie sorgt man dafür, daß die Kinder nach Möglichkeit gar nicht erst verwöhnt werden und Eltern und (Ur)Großeltern nicht auf der Nase rumtanzen? Bzw.: Wenn es passiert ist (habe im weiten Bekanntenkreis jemand, der bei der Geburt beinahe gestorben wäre, Einzelkind war und entsprechend verhätschelt wurde - man schämte sich, wenn man dabei war, wie der als Erwachsener seine Mutter anblaffte und -maulte): Wie gehen Eltern damit um?

Und was Computer, Internet und Smartphone angeht: Läßt man die Kinder dauersurfen oder gibt's feste Zeiten? Sind bei Tisch die Smartphones aus?

Wer mag, setze die Liste fort...
 

Benutzer68775  (36)

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Och ich schätze bei mir wäre es, wie ich es gelernt habe - viel Aufklärung, Vertrauensvorschuss, wenig strenge Regeln - eigentlich nur die, die dann ECHT ernst zu nehmen sind, und wo es ganz bemerkenswerte Konsequenzen gibt, wenn sie ignoriert werden.

Und den Rest passt man ans Kind an - man hats ja früh genug, und sieht, ob das eher auf vernünftige Erklärungen und Gespräche anspringt oder auf strenge Zügel und klare Strafen.

Hätte man bei mir versucht die volle Autorität rauszuhauen, hätte mans ziemlich versauen können, da ist mein Trotzcharakter einfach sehr allergisch drauf.
Nimmt man mich jedoch ernst und gesteht mir eigene freie Entscheidungen zu, zu denen man jeweils vorher Meinungen bespricht, um Erwartungen klar zu stellen, und enttäuschungen zu benennen... dann funktioniert das wunderbar.
Und als ich GANZ klein war, musste primär mit Wut und Trotz umgegangen werden - sprich, zuerst, so lange Erklärungen noch nicht ziehen, klare Ansage, wo es hinführt, wenn man meint, man könne, wie man wolle, und dann die Konsequenzen eben auch durchziehen, auch wenns unangenehm ist. Später dann auf Vernunft setzen und Vertrauen zeigen.

Diskussionslose Regeln gäbe es eben so lange, wie Vernunft noch nicht zieht. Der Rest wäre vorleben. Daran mangelt es ja auch schon enorm, Eltern wollen andauernd etwas von ihren Kindern, dass sie nie im Beispiel vorleben. Wo solls denn herkommen?? Beobachtung und Mitleben sind meiner Überzeugung mindestens ein so großer Teil von Erziehung, wie bewusste Entscheidungen.
Coping Strategies mit Stress und Frustration lernt man nicht, indem man jahrelang davor beschützt wird.

Off-Topic:
und nein, ich habe keine Kinder und will keine Kinder - aber nicht weil ich mit der Erziehung überfordert wäre :zwinker:
 

Benutzer64981  (33)

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K Katjes du hast keine Ahnung, was Familien aus Respekt/Angst vor ihren ausrastenden (warum auch immer) Zöglingen alles tun... [und ich habe das auch nur miterlebt!]

PC Sucht ist tatsächlich eine Hausnummer, die ich nicht mal den Eltern zuschreiben würde.
Aus eigener Erfahrung - ich habe mich, wenn auch undiagnostiziert, in solche einer Sucht befunden. Aggressiv, wenn ich nicht an meinen Rechner durfte oder das Internet nicht ging (zb weil Mama telefonieren wollte :grin: ) Die Alternative waren Bücher, wie bspw. bei Oma, die hatte nämlich kein Internet. Und Essen war auch eine Alternative. Ging bei Oma sehr gut. :zwinker:
Dafür würde ich bis heute aber nicht meinen Eltern die Schuld geben, dass ich mich damals so entwickelt habe. Ich bin sehr stur, sie kamen gegen mich nicht an und wenn, nur mit sehr harten Bandagen (nie körperlich). Im Nachhinein völlig sinnlos und dreist von mir und hat auch physisch und psychisch was kaputt gemacht (keine Möbel, dafür zwei Mal im Kindesalter den großen Zeh :grin: ) - heute bin ich deutlich(!) entspannter und genieße auch mal die Zeit ohne Internet. Aber gut, ich bin nicht die Generation von heute...

Was _heute_ abgeht zwischen Eltern und Kindern ist aber eine ganz andere Hausnummer. Was bei mir noch im Rahmen lief (meine Eltern hatten dennoch das Sagen zu Hause!), scheint heute völlig desolat. Unsere Kids in der Einrichtung bestimmen oft den Tagesablauf ihrer Eltern. Sätze wie "Nee, Mama, mag noch nicht gehen!" "Okay, dann komme ich in einer Stunde noch mal schauen!" oder auch: "Was hat meine Mutter gesagt? Na, mit der muss ich aber mal ein Wörtchen reden!!" (alles _Grundschulkinder_) - es ist zum davonlaufen! Vor allem machen die Eltern das noch mit...
Mediennutzung ist bei uns irgendwo zwischen "völlig unbeaufsichtigt" bis hin zu "streng reguliert". Man schaut Let's Plays oder div. YouTuber oder spielt LEGO (wie auch immer das genau heißt) auf dem Tablet (das finde ich ultimativ cool!) aber oft mit dem Beisatz "Aber nur eine halbe Stunde!"
Mediennutzung ist schwierig. Du kommst nicht drumherum, dass Kinder in Berührung mit Medien kommen und es bedarf auch einer eigenen Medienkompetenz...

Konsequenz ist, finde ich, sehr wichtig. Logische Konsequenz vor allem. Hausarrest für schlechte Noten macht für mich keinen Sinn. Da gibt es andere Lösungen. Und eben das richtige Vorleben. Aber vor allen Dingen nicht das ewige volllabern. Das mag ich ja so gar nicht an meinem Job - labernlabernlabern - weil Konsequenzen nur eingeschränkt möglich sind und oftmals die Kids gar nicht bocken. Oder dazu führen, dass sie merken, dass bspw. ein Raumverbot in einem anderen Raum viele neue Spielmöglichkeiten eröffnet, die sie vorher nicht kannten. Manches Kind, was ein Strafpuzzle (selten dämlich :grin: ) machen musste, puzzlet heute sehr gerne. Tja.
Es ist schwierig, aber sicherlich nicht unmöglich, ein Kind richtig zu "lenken" und es gleichzeitig nicht zu sehr einzuschränken. Aber ohne eigenes Kind kann man viel behaupten :grin:
Aber ich würde mein Kind nicht drei mal am Tag abholen gehen. So viel steht fest. :hmm:
 

Benutzer11466 

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K Katjes du hast keine Ahnung, was Familien aus Respekt/Angst vor ihren ausrastenden (warum auch immer) Zöglingen alles tun... [und ich habe das auch nur miterlebt!]
Ist mir sehr wohl bekannt - nur macht es das nicht besser...

Wenn man sich als Elternteil so von den Kurzen am Nasenring durch die Manege führen läßt, macht man meiner Meinung nach was verkehrt.

Ich grab nochmal diesen Knilch aus - der terrorisiert seine alleinerziehende Mutter. Und Mutti läßt es mit sich machen, anstatt dem Bürschlein halt mal nichts zu Weihnachten zu schenken, wenn ihm das vorhandene Geschenk nicht paßt.
 

Benutzer77547 

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Erstmal muss ich sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass "schlechte" Erziehung heute so krass häufiger ist als früher. Die meisten machen das, jedenfalls in unserem Umfeld, schon halbwegs o.k. Fehlerfrei ist da sicher niemand, ist ja auch ziemlich schwierig. Ich weiß wovon ich rede.
Die typischen Fehler waren früher vielleicht einfach andere als heute.

Ein für heute typischer Fehler scheint mir in gewissen Kreisen aber schon zu sein, dass sich einfach zu viel um die Kinder dreht. Die müssen ja irgendwann fast zwangsläufig die Überzeugung internalisieren, sie seien der Mittelpunkt des Universums und alle haben nach ihrer Pfeife tu tanzen.
Das Gegenteil gibts aber leider wohl auch ziemlich oft, nur eben in anderen typischen Kreisen: totale emotionale und soziale Verwahrlosung.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Erstmal muss ich sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass "schlechte" Erziehung heute so krass häufiger ist als früher. Die meisten machen das, jedenfalls in unserem Umfeld, schon halbwegs o.k. Fehlerfrei ist da sicher niemand, ist ja auch ziemlich schwierig. Ich weiß wovon ich rede.
Die typischen Fehler waren früher vielleicht einfach andere als heute.
Danke, das finde ich auch. War es nicht schon Aristoteles, der sich über die verzogene Jugend beschwert hat?
Die typischen Probleme heutiger Erziehung sind sicher andere, Stichwort Helikoptereltern usw., und führen vielleicht zu anderen Verhaltensauffälligkeiten – aber ob die jetzt schlimmer sind als die Auffälligkeiten aus Generationen, in denen Kinder regelmäßig geprügelt wurden? Ich wage das ja mal sehr zu bezweifeln und finde, das hat schnell was vom typischen "früher war alles besser"-Gequatsche.
Nicht, dass man über die "typischen Erziehungsfehler" nicht reden sollte, habe da letztens zB einen sehr interessanten Artikel zum Thema fehlende Distanz in Eltern-Kind-Beziehungen gelesen, aber das ginge doch besser ohne diesen nostalgischen Unterton.
Was _heute_ abgeht zwischen Eltern und Kindern ist aber eine ganz andere Hausnummer. Was bei mir noch im Rahmen lief (meine Eltern hatten dennoch das Sagen zu Hause!), scheint heute völlig desolat. Unsere Kids in der Einrichtung bestimmen oft den Tagesablauf ihrer Eltern.
Aber da vergleichst du ja auch ganz verschiedene Dinge: "Früher" das, was du zuhause miterlebt hast und "heute" das, was du bei deiner Arbeit erlebst. Daraus kann man ja evtl. nicht schlussfolgern, dass früher alles anders war als heute :zwinker:
Ich fänds jedenfalls unlogisch, warum sich die Erziehung von Generation zu Generation verschlechtern sollte. Versuchen Kinder nicht immer, Dinge später besser zu machen als ihre eigenen Eltern? Das gelingt natürlich nicht immer, aber zumindest so im engen Bekanntenkreis sehe ich da schon die Tendenz.
 

Benutzer64981  (33)

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Natürlich ist früher nicht heute und früher war ich das Kind, heute sehe ich die Familien von außen. Klar! Ich kenne auch sehr viele Familien, die sind einfach "cool". Die haben die Kids gut erzogen, die sind zwar gerne mal frech, haben aber Anstand, testen ihre Grenzen aus - Kinder eben. Es fallen natürlich immer nur die auf, die das auf eine andere, meist "unangenehmere" Weise machen, bei denen man die Grenze mehrmals wiederholen muss.
Es war früher anders - davon bin ich überzeugt. Es gab damals Gegebenheiten, die sich entwickelt haben und genau so muss sich die Gesellschaft mitentwickeln. Der Satz "Früher hätte es das nicht gegeben" ist nicht pauschal Unsinn, sondern einfach Realität - wenn auch oft die jedes Einzelnen.
Ich glaube auch nicht, dass die Erziehung von Generation zu Generation schlechter wird. Ich wurde gut erzogen, mein Freund wurde gut erzogen, sollte da mal ein Kind hervorgehen, schätze ich uns so kompetent ein, dass wir unsere Erziehung weitergeben können. Habe nur wenige Punkte, die ich anders machen würde, als meine Eltern, gleichzeitig sehr viele neue Gegebenheiten, die für meine Eltern damals einfach unwichtig, weil nicht vorhanden, waren :zwinker:
Die Tatsache, dass man Erziehung mittlerweile selbst sieht und nicht der zu Erziehende ist, ändert die Sichtweise. Wenn ich meine Mutter manchmal frage, ob das "bei mir" auch schon so war, grinst sie nur, wenn sie es bejahen darf. :grin:
 

Benutzer152150 

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Wo wir gerade beim Thema "Vergurkte Erziehung" sind...

Schule – Vorwurf der Freiheitsberaubung: Musiklehrer freigesprochen

Was in den Köpfen der Staatsanwaltschaft vorgeht, will ich lieber gar nicht wissen...
Ganz so unbegründet war die Klage ja nicht.
Die Eltern des verletzten Kindes haben ja sogar im Krankenhaus die Auswirkungen dokumentieren lassen und das Verhalten des Lehrers ist sicher alles andere als vorbildhaft.
In einem längeren TV-Bericht hab ich einen kurzen Einblick in sein Verhalten sehen können, zugegeben, manche Musiklehrer sind schon ganz schön...spleenig...aber der ist noch eine ganz andere Hausnummer.
Ich hätte auch schon Probleme als Schülerin den ernstnehmen zu können.
Ich gehe schwer davon aus, daß das Gericht da sehr wohlwollend in Richtung Lehrerschaft entschieden hat. Aber auch hier gilt, wie auch immer: Der Ton macht die Musik.
 

Benutzer77547 

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Ganz so unbegründet war die Klage ja nicht.
Die Eltern des verletzten Kindes haben ja sogar im Krankenhaus die Auswirkungen dokumentieren lassen und das Verhalten des Lehrers ist sicher alles andere als vorbildhaft.

Weißt Du noch, wo Du den TV-Bericht gesehen hast? Über eine ärztlich dokumentierte Körperverletzung habe ich nämlich nirgends etwas gelesen.
Hingegen habe ich gelesen, dass in der Berufungsverhandlung heraus kam, dass die Schüler zum Teil ziemlich widersprüchliche Aussagen zum Ablauf gemacht haben und zumindest auf einen Schüler von besagtem "Opfer" Druck bzgl. einer ganz bestimmten Aussage ausgeübt wurde.
 

Benutzer135918 

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Ja nur wie sollen Lehrer den ab sofort ihre Pädagogische Massnahmen aussehen lassen ? Muss sowas dann vorher im Eilverfahren vom Schuljuristen geprüft werden ? Es ist doch schon zu meiner Schulzeit Gang und Gebe gewesen , dass die Einzigste Mittel noch Schulverweis es waren die griffig sind.
 

Benutzer152150 

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Weißt Du noch, wo Du den TV-Bericht gesehen hast? Über eine ärztlich dokumentierte Körperverletzung habe ich nämlich nirgends etwas gelesen.
Hingegen habe ich gelesen, dass in der Berufungsverhandlung heraus kam, dass die Schüler zum Teil ziemlich widersprüchliche Aussagen zum Ablauf gemacht haben und zumindest auf einen Schüler von besagtem "Opfer" Druck bzgl. einer ganz bestimmten Aussage ausgeübt wurde.
ich denke das war eine "Aktuelle Stunde" des WDRs, denn an zumindest einen der Moderatoren nach dem Bericht kann ich mich noch erinnern....kann aber auch eine Diskussionsrunde mit Einspieler gewesen sein.
Vielleicht hät ich dem damals mehr Aufmerksamkeit schenken sollen, Herr Lehrer.
Kann ich da meine Note nach dem Unterricht vielleicht noch irgendwie verbessern?:zwinker::whistle::engel:

Das sich Zeugenaussagen widersprechen, ist ja schon bekannt.
Bei Schülern einer sechsten Klasse, die überdies noch in einem Raum festgehalten werden, würd ich da auch nichts anderes erwarten.
Es heißt ja nicht umsonst "10 Zeugen, 11 Aussagen".

In der Vorverhandlung hatte der Lehrer auch einen Rempler-Schubs eingeräumt, was sich mit seiner Darstellung des friedlich mit der Gitarre vor der Tür sitzenden Lehrkörpers irgendwie nicht wirklich deckt.

So oder so möchte ich selber auch nicht als Lehrer arbeiten müssen, aber wenn es in einer Klasse schon so weit ist, das dort gerichtliche Prozesse das klären sollen....dann läuft bei sowas selten nur von einer Seite etwas gewaltig schief.
 
6 Monat(e) später
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