Was ist 2007 NICHT teurer geworden?

Benutzer11466 

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Juhu... noch etwas das 12% teurer wird.
Gemach - momentan ist da nichts geplant - guckst Du
Link wurde entfernt "Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, der Bericht sei lediglich eine Bestandsaufnahme und keine Handlungsempfehlung."

Die ermäßigte Politikerversagenssteuer ist in der Tat etwas problematisch: Auf Arzneimittel zahlt man 19 %, auf Hundefutter 7 %. Bücher (Ist "Nichts als die Wahrheit" wirklich Kultur?) 7 %, CDs 19 % (Beethoven ist also keine Kultur?). Und so weiter ...

In den USA ist die Abzocke abhängig vom Bundesstaat - 7 oder 8 % - auf alles. In Deutschland wird seit 1947 der Staat immer weiter aufgebläht - und anstatt zu sparen (Möglichkeiten gäb's genug), erhöht die große Koalition der Nieten die Steuern.

Eines ist aber - neben den schon genannten Dingen - billiger geworden oder zumindest nicht teurer: die Autoversicherung. Und auch bei Lebensmitteln muß man sagen, daß Deutschland im europäischen Vergleich trotz der jüngsten Preiserhöhungen günstig ist. England ist in praktisch allem teurer, in Paris mietet man sich arm - selbst Sprit ist in manchen EU-Ländern noch teurer als in Deutschland.
Benzin ist aber ein Paradebeispiel für staatliche Abzockerei: 1993 (die Wähler haben es schon wieder vergessen) hat die CDU-/FDP-Regierung die Mineralölsteuer massiv erhöht - ein Liter Super kostete statt 1,10 (D-Mark!) 1,30. Dann kam die Öko-Steuer (die ich gern bezahlen würde, wenn dafür Bahnen und Busse billiger und besser würden), Mehrwertsteuererhöhung und natürlich der tatsächliche Preisanstieg beim Rohöl - binnen 14 Jahren hat sich der Preis - wenn er so bleibt - mehr als verdoppelt. Und der Staat verdient über die Mehrwertsteuer am teuren Sprit.
 
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Benutzer53832 

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Gemach - momentan ist da nichts geplant - guckst Du
Link wurde entfernt "Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, der Bericht sei lediglich eine Bestandsaufnahme und keine Handlungsempfehlung."

Das sagt Deine Quelle. Damit muß sie nicht wahrer sein als meine Quelle ;-)

In den USA ist die Abzocke abhängig vom Bundesstaat - 7 oder 8 % - auf alles. In Deutschland wird seit 1947 der Staat immer weiter aufgebläht - und anstatt zu sparen (Möglichkeiten gäb's genug), erhöht die große Koalition der Nieten die Steuern.

Staat aufgebläht? Wo denn? ich sehe Personalnot an allen Ecken und Enden. Geh mal in die nächste Staatsanwaltschaft und ruf: "Kann mir mal jemand eine Akte abnehmen?"
Der Luftzug durch das Zuschlagen der Türen wird Dich bis nach Hause wehen.
 
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Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Gemach - momentan ist da nichts geplant - guckst Du
Link wurde entfernt "Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, der Bericht sei lediglich eine Bestandsaufnahme und keine Handlungsempfehlung."
Dazu kann ich nur sagen dass alles, über das nachgedacht worden ist, bisher auch umgesetzt worden ist, wenn man damit noch den einen oder anderen Euro aus des Bürgers Tasche ziehen konnte.
Die ermäßigte Politikerversagenssteuer ist in der Tat etwas problematisch: Auf Arzneimittel zahlt man 19 %, auf Hundefutter 7 %. Bücher (Ist "Nichts als die Wahrheit" wirklich Kultur?) 7 %, CDs 19 % (Beethoven ist also keine Kultur?). Und so weiter ...
Das liegt im wesentlichen daran, dass man es nicht geschafft hat, die ermäßigten Artikel an den moderne Zeit anzu7passen, daher sind noch Sachen für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu haben, wo wir heute nur den Kopf schütteln. Umgekehrt gibt es viel Produkte, die mittlerweile Grundnahrungsmittel darstellen, die es früher aber nicht gab, daher sind die auch nicht ermäßigt.
...
England ist in praktisch allem teurer, in Paris mietet man sich arm - selbst Sprit ist in manchen EU-Ländern noch teurer als in Deutschland.
Bei den Preisvergleichen mit anderen Ländern draf man immer nicht vergessen, das viele Länder, die wir teuer finden, ein deutlich höheres Lohnniveau haben als Deutschland, daher ist ein Vergleich nur anhand der Kaufkraft sinnvoll, und da gibt es nur noch wenige Länder die so desolat dastehen wie Deutschland, in kaum einem anderen Land ist die Deckung der Grundbedürfnisse ähnlich teuer wie in Deutschland.

Gruß Koyote
 
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Benutzer53832 

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Dazu kann ich nur sagen dass alles, über das nachgedacht worden ist, bisher auch umgesetzt worden ist, wenn man damit noch den einen oder anderen Euro aus des Bürgers Tasche ziehen konnte.

Zumal schon die Regierung Schröder dabei war, hier zuzuschlagen.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Staat aufgebläht? Wo denn? ich sehe Personalnot an allen Ecken und Enden.
Das ist kein Widerspruch. Ich weiß, daß es an vielen Ecken an Personal hapert bzw. die Leute im öffentlichen Dienst schlecht bezahlt werden.

Das Geld wird woanders verpulvert. Wirklich nur ein paar Stichworte: Der ganze Föderalismus verschlingt einen Haufen Geld, von dem der Bürger nichts hat. Nach der Wiedervereinigung glaubte H. Kohl wohl, ebendiese aus der Portokasse bezahlen zu können. Flugs wurde der Umzug von Bonn (wo man bis zur Wende gerade die letzten Provisorien beseitigt hatte) nach Berlin beschlossen. Jede Menge Neubauten in Berlin, die wir mit unseren Steuern bezahlen und ein bis heute andauernder Beamten-Wanderzirkus sind die Folge.

Der Staat unterhält einen Beamtenapparat, den er sich schon lange nicht mehr leisten kann. Ich gönn ja jedem Lehrer den Beamtenstatus, aber: Der ist in diesem und vielen anderen Berufen überflüssig - außer Polizei/Zoll und Justiz brauchen wir keine Beamten.

Und auch, wenn man's schon nicht mehr hören kann: Die Altersversorgung von Politikern ist obszön. Die Leute sollen anständig bezahlt werden und viele von denen rackern mehr als ein normaler Arbeiter. Aber sie sollen sich um ihre Renten genau so kümmern wie ein normaler Arbeiter - und nicht nach acht Jahren im Parlament fürstliche Pensionsansprüche haben.

Das mal so fürs Erste...
 

Benutzer24257 

Verbringt hier viel Zeit
Nach Aussagen des statistischen Bundesamtes sind die Veränderungen im Warenkorb und im Wägungsschema ziemlich unspektakulär, wenn alle paar Jahre mal eine Neuanpassung erfolgt. So gravierend scheinen die von dir genannten Verzerrungen also auch nicht zu sein.

laut meinem VWL-Prof gehts da durchaus mal um 0,2 - 0,3 Prozentpunkte :ratlos:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Zähle doch mal ein paar konkrete Möglichkeiten auf.
Neuorganisation der Bundesländer/Stadtstaaten mit deutlicher Reduzierung der Landesparlamente/Bürgerschaften/Senate.

Klare Abgrenzung/Organsiation der Bund/Länder-Kompetenzen, Einführung von einfachen Mehrheitsentscheiden bei Themen, bei denen die Länder mitzureden haben. Momentan gibt es beispielsweise bei der Polizei eines bundesweite Datenbank für Straftaten/-täter. Da sich aber jedes Bundesland andere Datenschutz- und Strafrechtsbestimmungen leistet, mußte die Datenbank so entwickelt werden, daß Polizisten aus dem jeweiligen Bundesland nur die dort erlaubten Fahndungsdaten zu sehen bekommen. Das hat das Ding langsam und komplex gemacht und einen Haufen Geld gekostet.

Bund und Länder haben nach jahrelangem Hickhack und 300 rausgeschmissenen Millionen die Entwicklung eines einheitlichen Computerprogramms für die Finanzämter abgebrochen - guckst Du hier.

Runterfahren aller bestehenden Subventionen innerhalb von fünf Jahren; neue nur noch von vornherein befristet.

Eine komplette Infragestellung sämtlicher Behörden - jede staatliche Instution muß ihre Existenz in Zukunft in regelmäßigen Abstanden rechtfertigen - wenn man sie nicht mehr braucht, wird sie dicht gemacht.

Und, wie schon erwähnt: Reduzierung des Beamtemstatus auf die Funktionen, wo es Sinn hat, und Abschaffung von Politikerpensionen in der jetzigen Form.

Kleiner Nachtrag: Guck Dir mal die Liste der Bundesbehörden, -ämter etc. an. Nur ein paar Beispiele, die auf die Schnelle auffallen:
Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein ist mit Sicherheit eine Finanzbehörde - könnten auch die Finanzämter erledigen.

Die hier kannte ich bis gerade eben nicht mal dem Namen nach: "Das Bundessprachenamt (BSprA) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung und damit der Dienstleister für den fremdsprachlichen Bedarf der Bundeswehr."

Oder guck Dir die Bundesanstalten an:
Bundesagentur für Arbeit
BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte
Bundesanstalt für Gewässerkunde
Bundesanstalt für Wasserbau
Bundesanstalt für Straßenwesen
Deutscher Wetterdienst
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Technisches Hilfswerk

Da muß nun wirklich nur mal drüberlesen, um zu sehen, daß sich die Aufgabengebiete einiger Läden überschneiden.
 
K

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meine KfZ-Versicherung ist billiger geworden trotz MwSt-Erhöhung :grin:
und ich zahl jetzt weniger fürs telefonieren im Festnetz
 
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Benutzer

Gast
Neuorganisation der Bundesländer/Stadtstaaten mit deutlicher Reduzierung der Landesparlamente/Bürgerschaften/Senate.

[...]

Daß man die Axt noch am ehesten beim Föderalismus ansetzen könnte, leuchtet mir noch vollkommen ein. Das erste Beispiel, das mir da sofort einfällt, ist die Bildungspolitik. Hier halte ich Föderalismus für so überflüssig wie einen Kropf. Ähnlich überflüssig erscheint mir der Föderalismus auch bei Polizei und Co zu sein. Diesem Punkt kann ich also i. a. noch zustimmen.

Runterfahren aller bestehenden Subventionen innerhalb von fünf Jahren; neue nur noch von vornherein befristet.

Wobei das erstmal keinen Cent spart, da so weiterhin die Vergabe von Subventionen möglich wäre. Was befristet ist, kann man ja nach Ablauf der Befristung auch wieder verlängern.

Außerdem finde ich Subventionen an sich nicht schlimm. Eine Subvention ist letztlich nichts anderes als eine Investition, bloß mit dem Unterschied, daß das eine Wort aus ideologischen Gründen negativ gefärbt ist und das andere nicht. Genauso wie es sinnvolle Investitionen und Fehlinvestitionen gibt, gibt es sinnvolle und unsinnige Subventionen.

Eine komplette Infragestellung sämtlicher Behörden - jede staatliche Instution muß ihre Existenz in Zukunft in regelmäßigen Abstanden rechtfertigen - wenn man sie nicht mehr braucht, wird sie dicht gemacht.

Fällt dir spontan eine Behörde ein, die man nicht mehr braucht? (Jetzt mal abgesehen davon, daß ein Föderalismusabbau im obigen Sinne einige Behörden überflüssig machen würde.)

Und, wie schon erwähnt: Reduzierung des Beamtemstatus auf die Funktionen, wo es Sinn hat, und Abschaffung von Politikerpensionen in der jetzigen Form.

Die Pensionsansprüche von Politikern mag man vielleicht obszön finden, den Kohl fettmachen tun sie aber nicht.

Was die Aufhebung des Beamtenstatus angeht, so löst du doch so kein einziges finanzielles Problem. Bezahlen muß der Staat die Leute so oder so und deren Rentenversicherung muß er ebenfalls so oder so bezahlen. Das einzige, was du erreichst, ist daß du diese Leute flexibler einstellen und feuern kannst, wofür du dich dann im Gegenzug aber auch über Streiks freuen darfst.

Die einzige Art, hier Geld zu sparen, liefe immer darauf hinaus, irgendwelche finanziellen Ansprüche der Leute zu kürzen, sei es beim Gehalt oder bei der Pension. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. So, und nun versuche mal z. B. einem Lehrer zu begründen, warum du dessen finanzielle Ansprüche im gesamtwirtschaftlichen Rahmen für zu hoch hältst.
 

Benutzer24257 

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Das ist doch aber so gut wie gar nichts. Hast du schon jemals einen Unterschied zwischen 1% und 2% Inflation feststellen können?

Persönlich kann man den sicher nicht feststellen, aber dennoch ist das eine Abweichung, die man nicht unterschätzen soll, denk ich.
 
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Persönlich kann man den sicher nicht feststellen, aber dennoch ist das eine Abweichung, die man nicht unterschätzen soll, denk ich.

Der einzige Grund, der mir einfällt, warum man solch eine Abweichung nicht unterschätzen sollte, ist rein psychologischer Natur, da der Volksmund dieser Kennzahl eine Bedeutung beimißt, die sie meiner Meinung nach nicht hat.

Was ist denn diese Inflationszahl überhaupt? Das ist der Versuch, einen riesigen Satz von Preisentwicklungen zu einer einzigen Zahl zu kondensieren. Dabei geht zwangsläufig eine Menge Information verloren, egal wie man dabei vorgeht. Aus der Inflationszahl allein kannst du niemals auf den eigentlich interessierenden Satz der Preisentwicklungen schließen.
 

Benutzer24257 

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Der einzige Grund, der mir einfällt, warum man solch eine Abweichung nicht unterschätzen sollte, ist rein psychologischer Natur, da der Volksmund dieser Kennzahl eine Bedeutung beimißt, die sie meiner Meinung nach nicht hat.

Was ist denn diese Inflationszahl überhaupt? Das ist der Versuch, einen riesigen Satz von Preisentwicklungen zu einer einzigen Zahl zu kondensieren. Dabei geht zwangsläufig eine Menge Information verloren, egal wie man dabei vorgeht. Aus der Inflationszahl allein kannst du niemals auf den eigentlich interessierenden Satz der Preisentwicklungen schließen.

die Zahl wird aber für viele Korrenkturrechnungen benutzt bei eigentlich allem, was mit GEld, Kapitalmärkten und Geldanlage zu tun hat. Halt die Unterscheidung zwischen nomineller und realer Rendite und so. Wenn man jetzt diese 0,3 Prozentpunkte auf 100 Mio. anwendet, kann es schon was ausmachen im Informationsgehalt der Zahlen. NAtürlich ist das auch nur ein Bild, was man da macht, an dem, was man letendlich in der Tasche hat, ändert das erstmal nix, aber dennoch ist ja die Information dahinter wichtig.
 
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die Zahl wird aber für viele Korrenkturrechnungen benutzt bei eigentlich allem, was mit GEld, Kapitalmärkten und Geldanlage zu tun hat. Halt die Unterscheidung zwischen nomineller und realer Rendite und so. Wenn man jetzt diese 0,3 Prozentpunkte auf 100 Mio. anwendet, kann es schon was ausmachen im Informationsgehalt der Zahlen. NAtürlich ist das auch nur ein Bild, was man da macht, an dem, was man letendlich in der Tasche hat, ändert das erstmal nix, aber dennoch ist ja die Information dahinter wichtig.

Es reicht für alle Zwecke der Investitionsrechnung aus, mit nominellen Renditen zu rechnen, statt eine künstliche Aufspaltung in realen Anteil und Inflationsanteil vorzunehmen, zumal das, was man unter Inflation versteht, sowieso definitionsabhängig ist.

Für Otto Normalverbraucher sind, aufgrund seiner Konsumgewohnheiten, vollkommen andere Produkte und deren Preisentwicklung interessant, als für einen auf dem Finanzmarkt agierenden Fond. Für beide wären vollkommen verschiedene Warenkörbe und Wägungsschemata für eine Inflationsberechnung interessant. Dementsprechend erhielten sie auch vollkommen verschiedene Inflationszahlen, zwischen denen kein großer Zusammenhang bestünde.

Darüberhinaus wird in der Finanzwelt sowieso viel zu viel mathematischer Hokuspokus betrieben. Die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit von gewissen Modellen aus der Finanzmathematik sind praktisch nie gegeben. Trotzdem werden sie von allen bedenkenlos verwendet. Solange nämlich alle an denselben "Mist" glauben, hat niemand dadurch einen Schaden.
 

Benutzer24257 

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Darüberhinaus wird in der Finanzwelt sowieso viel zu viel mathematischer Hokuspokus betrieben. Die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit von gewissen Modellen aus der Finanzmathematik sind praktisch nie gegeben. Trotzdem werden sie von allen bedenkenlos verwendet. Solange nämlich alle an denselben "Mist" glauben, hat niemand dadurch einen Schaden.

stimmt schon. Stichwort: Sub-Prime-Krise und Ratingsysteme :grin:

Denoch bleib ich dabei, daß die Inflationsrate sehr oft als Indikator benutzt wird. So lange sie immer um einen bestimmte, gleichbleibenden Wert falsch liegt, ok, aber wenn sich das mal ändert, könnten da Interpretationsschwierigkeiten und Probleme bei Handlungsentscheidungen bestehen.

Für das ganze Wirtschaftssystem ist ja die Inflation ein wichtiger Faktor. Die EZB sagt knapp unter 2% und daran läßt sie sich messen. Natürlich wird in den unterschiedlichen Anwendungen auch noch sehr viel weiter differenziert, als es der Warenkorb für Konsumenten tut. Da kommen dann auch Erzeugerpreise, etc zu, aber das ändert nichts daran, daß die Inflationsrate eine der wichtigsten Größen ist, auf deren Basis Handlungsentscheidungen erfolgen. U.a. Zinsentscheidungen.
 
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Gast
stimmt schon. Stichwort: Sub-Prime-Krise und Ratingsysteme :grin:

Ja, vor allem letzteres.

Denoch bleib ich dabei, daß die Inflationsrate sehr oft als Indikator benutzt wird. So lange sie immer um einen bestimmte, gleichbleibenden Wert falsch liegt, ok, aber wenn sich das mal ändert, könnten da Interpretationsschwierigkeiten und Probleme bei Handlungsentscheidungen bestehen.

Inwiefern spielt die Inflation denn eine Rolle bei Handlungsentscheidungen? Für ein Unternehmen ist die Inflation eine mit Unsicherheit behaftete externe Größe, an der es selber nichts ändern kann, egal wie es handelt. Wann muß ein Unternehmen hier mal was interpretieren? Wo spielen Inflationszahlen bei strategischen Entscheidungen eines Unternehmens mal eine Rolle?

Für das ganze Wirtschaftssystem ist ja die Inflation ein wichtiger Faktor. Die EZB sagt knapp unter 2% und daran läßt sie sich messen. Natürlich wird in den unterschiedlichen Anwendungen auch noch sehr viel weiter differenziert, als es der Warenkorb für Konsumenten tut. Da kommen dann auch Erzeugerpreise, etc zu, aber das ändert nichts daran, daß die Inflationsrate eine der wichtigsten Größen ist, auf deren Basis Handlungsentscheidungen erfolgen. U.a. Zinsentscheidungen.

Diese 2% sind aber auch nichts weiter als eine willkürlich gesetzte Pi*Daumen-Schranke.

Die Erfahrung ist einfach, daß eine niedrige Inflation einem stetigen, hastlosen Wirtschaftswachstum zuträglich ist, während eine zu hohe dazu führt, daß sich alle irgendwann nur noch aufs "Hinterherrennen" konzentrieren. Wo man nun die Grenze setzt, ob bei 2% oder bei 2,5%, ist in diesem Rahmen eher willkürlich als hart begründbar.

Dieser ganze Aufriß, der auch bei Leitzinsentscheidungen gemacht wird, ist auch mehr psychologisch-politische Show. Dir wird z. B. keiner vernünftig begründen können, warum die Staffelung der Leitzinsstufen in Viertel- und nicht in Zehntelprozentpunkten erfolgt. Wenn es hier schon nicht auf Zehntelprozente ankommt, warum sollte es das bei irgendeiner Inflationsdefinition?
 
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Benutzer

Gast
Ups, das sehe ich jetzt erst grad:

Da muß nun wirklich nur mal drüberlesen, um zu sehen, daß sich die Aufgabengebiete einiger Läden überschneiden.

In einem gebe ich dir ja Recht, nämlich daß sich einige Namen zumindest so anhören, als würden sich da Aufgabengebiete überschneiden. Ob sie es aber tatsächlich tun, da wäre ich extrem vorsichtig.

Nenne mir bitte ein Beispiel, wo zwei Behörden, nicht nur thematisch in dieselbe Gruppe gehören, sondern wirklich Sachen doppelt erledigen. Denn nur dann macht es Sinn, die entsprechenden Abteilungen zu schließen bzw. zu fusionieren, um so Personal einzusparen.

Andernfalls bewirkst du nämlich nur eines, nämlich daß der Name einer Behörde zwar verschwindet, deren Abteilungen aber weitgehend unverändert einer anderen Behörde zusätzlich angegliedert werden. Das wäre dann gehupft wie gesprungen. Alles was du dann nämlich sparst, wären ein paar Abteilungsleiter, die kein relevantes Einsparpotential bieten.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Eine Subvention ist letztlich nichts anderes als eine Investition
Stimmt - die macht man aber nur einmal. Wenn man sie nicht zwingend befristet, wird aus der Investition ein den Wettbewerb behinderndes Faß ohne Boden. Aktuelles Beispiel hier.
Fällt dir spontan eine Behörde ein, die man nicht mehr braucht?
Du hast Dir die Liste der Bundesbehörden und -ämter angesehen und Dir sind keine aufgefallen, die ein ähnliches Wirkungsfeld hätten?

Aber um mal gleich dicke Bretter zu bohren: Im Zuge der Diskussionen ums Arbeitslosengeld gab es ja schon mehrfach den Vorschlag, die BA komplett zu schleifen. Geld kann auch das Sozialamt zahlen - und wenn es keine Jobs gibt, braucht man auch niemanden, der sie nicht verteilen kann.
Was die Aufhebung des Beamtenstatus
Von Aufhebung war keine Rede - eingegangene Verpflichtungen hat der Staat selbstverständlich einzuhalten. Es geht darum, zukünftige Verpflichtungen aufs Nötigste zu begrenzen.
So, und nun versuche mal z. B. einem Lehrer zu begründen, warum du dessen finanzielle Ansprüche im gesamtwirtschaftlichen Rahmen für zu hoch hältst.
Habe ich gar nicht vor - siehe oben.
 
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