Was bedeutet erwachsen sein?

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Dark Rose Dark Rose Aha. Also gibt es keine erwachsenen Langzeitarbeitslosen? Und Menschen, die keinen Kredit aufnehmen oder Zeit ihres Lebens zur Miete wohnen, auch nicht? :ratlos:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Für mich bedeutet das, im Leben angekommen zu sein, anstatt Traumschlösser zu bauen. Es bedeutet, sich mit der Realität auseinanderzusetzen, sie zu akzeptieren und mit ihr umzugehen. Das geht dann irgendwie weg vom trotzigen "Ich will das nicht, das ist unfair, ich will lieber X" zu "Ok, das ist jetzt halt so. Wie mach ich das beste draus." Zu einem gewissen Grad ernüchternd, auf der anderen Seite aber auch interessant, denn Realität ist einfach etwas sehr unmittelbares und mächtiges.

edit: Ich fühle mich schon sehr lange erwachsen und wollte es auch immer sein. Aber meine Sicht darauf, was "erwachsen" bedeutet, hat sich im Laufe der Zeit geändert. Menschen, die "alt" sind, aber sich gegen das Erwachsensein sträuben, beäuge ich typischerweise etwas skeptisch. Entweder es sind Realitätsverweigerer oder sie haben so viel Glück im Leben, dass sie sich ihr "Kindsein" leisten können. Und dann bin ich meist ein bisschen neidisch.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Da geht es mir mehr um essentielle Grundpunkte und -strukturen des Lebens... Wenn man all seine grundlegenden Ziele erreicht hat und ein komfortables Leben führt, dann strebt man danach dieses aufrecht zu erhalten und erst dann kann man sich mit anderen Wünschen und Träumen wie eben der Weltreise auseinandersetzen... Ergo man gibt Freiheiten auf,... (dafür) kommt die finanzielle Stabilität hinzu.

Ich glaube das trifft es eher! Und trotzdem fühlt es sich eher so an, als würde man mehr verlieren als gewinnen.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Dark Rose Dark Rose Aha. Also gibt es keine erwachsenen Langzeitarbeitslosen? Und Menschen, die keinen Kredit aufnehmen oder Zeit ihres Lebens zur Miete wohnen, auch nicht? :ratlos:

Natürlich, aber die Frage stellt sich wie erwachsen jemand ist, der über längeren Zeitraum keine Arbeit besitzt und demnach in eine Abhängigkeit zum Staat rutscht. Abhängigkeit hat für mich nichts mit dem Dasein eines Erwachsenen zu tun. Hausfrauen sind von ihren Ehemännern abhängig, doch entscheiden sie sich freiwillig dazu. Kinder sind von ihren Eltern gesetzlich abhängig. Rentner beziehen Geld vom Staat, doch haben sie früher dafür gearbeitet. Solche Abhängigkeitsverhältnisse basieren also auf Freiwilligkeit oder Recht, während die Arbeitslosigkeit ein Zustand ist, der über einen hereinbricht und wohl nicht freiwillig eintritt. In diesem Fall lassen wir die Personen, die gerne Sozialleistungen beziehen mal außen vor, wenngleich ich diese auch nicht als erwachsen ansehen kann, da sie sich freiwillig in solch ein Abhängigkeitsverhältnis begeben. Erwachsen zu sein zeichnet sich doch gerade durch Unabhängigkeit und freie Entscheidungen aus. Alle Abhängigkeiten sollten nur aufgrund freier willentlicher Entscheidungen entstehen, siehe Kinder oder Haustiere.

Für mich stellt sich die Frage wieso jemand Zeit seines Lebens zur Miete wohnen möchte? Es ist weitaus sinnvoller und erwachsener sich eine oder mehrere Immobilien zuzulegen anstatt sein Vermögen an einen Vermieter auszubezahlen. Personen, die in einem höheren Alter noch zur Miete wohnen genießen meiner Meinung nach das 'freie' Leben, wo sie sozusagen ziemlich schnell all ihre Zelte abbrechen können. Mit Eigentum ist das nicht so einfach möglich.

Demnach würde ich wohl auch den Zustand erwachsen zu sein mit Sesshaftigkeit gleichstellen. Personen, die nicht dauerhaft an einem Ort leben möchten, sind nicht sesshaft, ergo ziehen sie Miete vor und sind noch nicht reif genug um mit Konsequenzen und Verantwortung zu leben.
[doublepost=1549548064,1549547881][/doublepost]
Ich glaube das trifft es eher! Und trotzdem fühlt es sich eher so an, als würde man mehr verlieren als gewinnen.

Das ist wohl eine subjektive Ansicht. Manch einer würde wohl sagen, dass dies der Sinn und das Ziel des Lebens ist. Andere möchten Zeit ihres Lebens davor fliehen. Gute Beschreibung für die Mieter, die bei jeder Kleinigkeit ihre Zelte abbrechen und einen Neuanfang wagen. Kenne ich einige, die jünger als ich sind und gute 8 bis 10 Male umgezogen. Sie wollen sich nicht binden, minimieren ihren Besitz und gewöhnen sich nicht zu sehr an ihrem momentanen Wohnort ein, denn sobald irgendetwas eintrifft, das sie nicht erfreut, wollen sie ihre zwei Koffer packen und abhauen. So etwas ist für mich auch nicht erwachsen.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Für mich bedeutet das, im Leben angekommen zu sein, anstatt Traumschlösser zu bauen. Es bedeutet, sich mit der Realität auseinanderzusetzen, sie zu akzeptieren und mit ihr umzugehen. Das geht dann irgendwie weg vom trotzigen "Ich will das nicht, das ist unfair, ich will lieber X" zu "Ok, das ist jetzt halt so. Wie mach ich das beste draus." Zu einem gewissen Grad ernüchternd, auf der anderen Seite aber auch interessant, denn Realität ist einfach etwas sehr unmittelbares und mächtiges.

Nach der Definition muss man schon mal geschieden sein und sich nix mehr vom Leben groß erhoffen oder wünschen, was nicht der Realität entspricht.

edit: Ich fühle mich schon sehr lange erwachsen und wollte es auch immer sein. Aber meine Sicht darauf, was "erwachsen" bedeutet, hat sich im Laufe der Zeit geändert. Menschen, die "alt" sind, aber sich gegen das Erwachsensein sträuben, beäuge ich typischerweise etwas skeptisch. Entweder es sind Realitätsverweigerer oder sie haben so viel Glück im Leben, dass sie sich ihr "Kindsein" leisten können. Und dann bin ich meist ein bisschen neidisch.

Trauriger Fakt, so sehe ich das auch, umso mehr will ich nicht "erwachsen" werden.
[doublepost=1549548317,1549548176][/doublepost]
Off-Topic:
Übrigens ich will hier kein Streit vom Zaun brechen. Ich mag nur andere Ansichten und die vielzahl davon sehr gerne.
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Dark Rose Dark Rose Da sind für mich sehr viele Fehlschlüsse und wenig fundamentierte Grundannahmen drin (wer auf Miete lebt will nicht sesshaft sein....warum?), aber ich finde es sehr interessant, in welche Richtung die Gedanken hier gehen.

Würde sich daraus nicht schließen, dass erwachsen zu sein bedeutet, nicht glücklich zu sein? Oder eher, zu lernen, mit dem glücklich zu sein, das da ist?

Diese ganze Betonung auf Selbstständigkeit, Verantwortlichkeit, Eigenständigkeit, der Realität ins Auge sehen, vernünftig sein...das klingt für mich alles irgendwie ziemlich einsam und nicht sonderlich glücklich machend. Ist aber auch, wie ich das Thema wahrgenommen habe bisher.
Zudem kann man ja auch erwachsen sein, sich aber dennoch nicht erwachsen verhalten. Vielleicht gerade weil erwachsen sein wenig Vorteile hat?
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Das ist wohl eine subjektive Ansicht. Manch einer würde wohl sagen, dass dies der Sinn und das Ziel des Lebens ist. Andere möchten Zeit ihres Lebens davor fliehen. Gute Beschreibung für die Mieter, die bei jeder Kleinigkeit ihre Zelte abbrechen und einen Neuanfang wagen. Kenne ich einige, die jünger als ich sind und gute 8 bis 10 Male umgezogen. Sie wollen sich nicht binden, minimieren ihren Besitz und gewöhnen sich nicht zu sehr an ihrem momentanen Wohnort ein, denn sobald irgendetwas eintrifft, das sie nicht erfreut, wollen sie ihre zwei Koffer packen und abhauen. So etwas ist für mich auch nicht erwachsen.

Ich verstehe was du meinst, aber das hört sich wieder so an als wäre "nicht erwaschen" werden wollen etwas schlimmes.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:


Macht das noch glücklich?

Ja klar habe ich auch glückliche Momente, aber die plane ich eben bewusst sein. Mal nachts spontan durchmachen oder so ist halt nicht drin, wenn man am nächsten Tag zur Arbeit muss. :zwinker:
[doublepost=1549548748,1549548616][/doublepost]
Für mich stellt sich die Frage wieso jemand Zeit seines Lebens zur Miete wohnen möchte? Es ist weitaus sinnvoller und erwachsener sich eine oder mehrere Immobilien zuzulegen anstatt sein Vermögen an einen Vermieter auszubezahlen. Personen, die in einem höheren Alter noch zur Miete wohnen genießen meiner Meinung nach das 'freie' Leben, wo sie sozusagen ziemlich schnell all ihre Zelte abbrechen können. Mit Eigentum ist das nicht so einfach möglich.
.

Vielleicht weil sich nicht jeder Wohneigentum leisten kann? :rolleyes: Nicht böse gemeint, aber ich finde deine Argumentation sehr naiv und auch etwas kindlich.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Würde sich daraus nicht schließen, dass erwachsen zu sein bedeutet, nicht glücklich zu sein? Oder eher, zu lernen, mit dem glücklich zu sein, das da ist?

Diese ganze Betonung auf Selbstständigkeit, Verantwortlichkeit, Eigenständigkeit, der Realität ins Auge sehen, vernünftig sein...das klingt für mich alles irgendwie ziemlich einsam und nicht sonderlich glücklich machend. Ist aber auch, wie ich das Thema wahrgenommen habe bisher.
Zudem kann man ja auch erwachsen sein, sich aber dennoch nicht erwachsen verhalten. Vielleicht gerade weil erwachsen sein wenig Vorteile hat?

Ich glaube das trifft es, erwaschen zu sein ist die Kunst mit dem was man hat, sich erarbeitet hat glücklich zu sein. Und das was man sich erwünscht, erhofft oder erreichen möchte nicht stressen zu lassen.
[doublepost=1549549001,1549548763][/doublepost]
Ja klar habe ich auch glückliche Momente, aber die plane ich eben bewusst sein. Mal nachts spontan durchmachen oder so ist halt nicht drin, wenn man am nächsten Tag zur Arbeit muss. :zwinker:

Die Aussage was "Erwachsen ist, wenn die Unbeschwertheit endgültig dahin ist". Das heißt man Plant die Zukunft nur noch und macht sich Sorgen (da nicht unbeschwert). Ich empfinde das nicht als Glück.
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
das hört sich wieder so an als wäre "nicht erwachsen" werden wollen etwas schlimmes.
Das ist es auch, zumindest sofern man damit andere trifft.
Wenn ich vor mich hin träume und mein Leben nich in den Griff kriege ist das ja erstmal mein Problem, aber wenn nicht erwachsen zu werden auf einmal Auswirkungen hat, die andere negativ treffen, dann wird es halt anstrengend, denke ich.
Wobei, noch eine Frage: Kann man erwachsen sein und sich dennoch nicht erwachsen verhalten?

aber die plane ich eben bewusst sein
So gar keine Spontanität? Kann ich mir schwer vorstellen. Wenn man erwachsen ist, ist man doch gerade vernünftig genug, spontan sein zu können ohne dabei Schaden anzurichten. Wer sich immer auf Pläne verlassen muss, nur um vernünftig zu sein, ist ja irgendwo wieder abhängig, nicht eigenständig und daher nach der hier gerade geläufigen Definition auch wieder nicht erwachsen.
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
, noch eine Frage: Kann man erwachsen sein und sich dennoch nicht erwachsen verhalten?
Ja geht prima. Solange man es nicht ständig auf sein gesamtes Leben anwendet. Weil sonst holen einen die ganzen Dinge für die man Verantwortung trägt und tragen muss übel ein.
Übrigens fühle ich mich recht häufig mit über 40 längst nicht "altersgerecht?" und schon gar nicht so "erwachsen" wie ich immer dachte, dass man sich in dem Alter fühlen muss. :grin:
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Dark Rose Dark Rose Da sind für mich sehr viele Fehlschlüsse und wenig fundamentierte Grundannahmen drin (wer auf Miete lebt will nicht sesshaft sein....warum?), aber ich finde es sehr interessant, in welche Richtung die Gedanken hier gehen.

Würde sich daraus nicht schließen, dass erwachsen zu sein bedeutet, nicht glücklich zu sein? Oder eher, zu lernen, mit dem glücklich zu sein, das da ist?

Diese ganze Betonung auf Selbstständigkeit, Verantwortlichkeit, Eigenständigkeit, der Realität ins Auge sehen, vernünftig sein...das klingt für mich alles irgendwie ziemlich einsam und nicht sonderlich glücklich machend. Ist aber auch, wie ich das Thema wahrgenommen habe bisher.
Zudem kann man ja auch erwachsen sein, sich aber dennoch nicht erwachsen verhalten. Vielleicht gerade weil erwachsen sein wenig Vorteile hat?

Die Erkenntnisse basieren natürlich auf meinen subjektiven Erlebnissen und Kontakten, da ich kaum alle Personen in ganz Deutschland befragen könnte. Sehr viele Menschen haben aber mir gegenüber genau solche Gründe geäußert. Würden diese Personen nicht zur Miete wohnen, sondern Eigentum besitzen, dann könnten sie in 5 Jahren nicht achtmal umziehen und ihre Umzüge wären mit mehr Problematiken als Kündigungen und paar Boxen packen verbunden. Wer immer wieder umziehen möchte und alle Zelte abbricht, weil er sich wegen einem Vorkommnis unwohl fühlt, der ist noch nicht bereit sesshaft zu werden und somit erwachen, denn Erwachsene leben mit Konsequenzen und finden Wege mit Problemen klarzukommen anstatt immer nur davonzulaufen.

Ich denke nicht, dass das eine das andere ausschließt. Mann kann vielleicht gar glücklicher sein, wenn man an einem Ort verbleibt und ein negatives Erlebnis überwindet, als stets bei den ersten kleinen Problemen das Handtuch zu werfen, denn diese folgen unweigerlich, egal wohin man zieht und somit würde auch unweigerlich der nächste Umzug folgen. Über solche Ereignisse hinwegzukommen und Lösungen dafür zu finden machen einen glücklich, da man weiß, dass man egal was kommt überwinden kann und nicht stets in Angst leben muss, wann irgendetwas vorfällt, weil dann der nächste Umzug naht.

Ich empfinde die Punkte, die du ansprichst nicht als negativ, aber wie schon zuvor erwähnt, entspricht das alles nur der subjektiven Wahrnehmung. Erwachsen sein, sich aber nicht so verhalten passt für mich nicht wirklich zusammen.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Aber jeder Mensch ist doch von was abhängig? Was hat das denn mit nicht erwachsen sein zu tun? :confused:

Ich kann als Angestellter eben nicht einfach blau machen, wenn ich möchte. Und auch ein "Wissen Sie, ich hab schlecht und wenig geschlafen, kann ich morgen kommen?" ist wohl nicht gern gesehen.

Jeder Mensch ist von irgendetwas abhängig, der Großteil eben vom Geld.

Ich verstehe auch ehrlich gesagt die ganze Diskussion nicht so, als Kind hat man auch Verpflichtungen und erst recht ist nicht immer alles super toll und unbeschwert. Gerade wenn man als Kind lernt, dass das eigene Handeln Konsequenzen hat.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Ich verstehe was du meinst, aber das hört sich wieder so an als wäre "nicht erwaschen" werden wollen etwas schlimmes.

Nun ja, die Frage wäre wohl, aus welchem Grund man nicht erwachsen werden möchte? Wieso ist das Dasein als Erwachsener mit so viel Negativität behaftet?
[doublepost=1549550099,1549550004][/doublepost]
Ja klar habe ich auch glückliche Momente, aber die plane ich eben bewusst sein. Mal nachts spontan durchmachen oder so ist halt nicht drin, wenn man am nächsten Tag zur Arbeit muss. :zwinker:
[doublepost=1549548748,1549548616][/doublepost]

Vielleicht weil sich nicht jeder Wohneigentum leisten kann? :rolleyes: Nicht böse gemeint, aber ich finde deine Argumentation sehr naiv und auch etwas kindlich.

Aber bei den heutigen Mietpreisen macht es doch keinen Unterschied mehr? Um nur ein Beispiel zu nennen. Bei mir in der Straße wird gerade wieder ein Haus vermietet, da der Vormieter auszieht. Das Haus steht für 1350 Euro auf Immowhatever. Eine Kollegin meiner Mutter zahlt gut die Hälfte für ein Haus, das etwas kleiner ist. Miete ist also unbedingt in der heutigen Zeit nicht mehr billiger. Eigentum kann oft sogar Vorteile bringen.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Mann kann vielleicht gar glücklicher sein, wenn man an einem Ort verbleibt und ein negatives Erlebnis überwindet, als stets bei den ersten kleinen Problemen das Handtuch zu werfen, denn diese folgen unweigerlich, egal wohin man zieht und somit würde auch unweigerlich der nächste Umzug folgen.
Vielleicht brauchen gewisse Menschen auch andere Impulse als 30 Jahre an einem Ort zu verweilen?

Ich persönlich kriege Schnappatmung, wenn ich mir vorstelle, ich müsste 30 Jahre oder mein Leben lang in einer Arbeitsstelle bei einem Arbeitgeber verweilen. Das bedeutet für mich Stillstand und keine Weiterentwicklung, weil mir neue Impulse fehlen.

Wenn ich in 10 Jahren lieber näher am Meer wohnen möchte, als hier, dann ist das für mich ein Fortschritt und eine Verbesserung und keine Niederlage.
Ich brauche Niemanden beweisen, dass ich eine toughe Frau bin und alle Schwierigkeiten meistern kann, aber ich möchte mich stetig weiter entwickeln und je nach Lebensabschnitt kommen neue Impulse dazu. Alles andere empfinde ich als starrsinnig und würde nur meinen Horizont begrenzen, ja, mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung hemmen.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Aber jeder Mensch ist doch von was abhängig? Was hat das denn mit nicht erwachsen sein zu tun? :confused:

Ich kann als Angestellter eben nicht einfach blau machen, wenn ich möchte. Und auch ein "Wissen Sie, ich hab schlecht und wenig geschlafen, kann ich morgen kommen?" ist wohl nicht gern gesehen.

Jeder Mensch ist von irgendetwas abhängig, der Großteil eben vom Geld.

Ich verstehe auch ehrlich gesagt die ganze Diskussion nicht so, als Kind hat man auch Verpflichtungen und erst recht ist nicht immer alles super toll und unbeschwert. Gerade wenn man als Kind lernt, dass das eigene Handeln Konsequenzen hat.

Man begibt sich aber freiwillig in das Abhängigkeitsverhältnis gegenüber dem Vorgesetzten. Darin liegt der Unterschied. Ein erwachsener Mensch kann nach eigenem Ermessen entscheiden, ob er sich in ein Abhängigkeitsverhältnis begeben möchte. Er kann es aber auch jederzeit auflösen, wobei es nicht immer erwachsen ist solche Verhältnisse augenblicklich zu lösen. Als Erwachsener muss man aber eher mit den Konsequenzen des Handelns leben, denn als Kind haften doch noch immer die Eltern für einen. Als Erwachsener ist man selbst für sein Handeln verantwortlich. Erst wenn man dies auch wirklich ist, ist man erwachsen.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Nun ja, die Frage wäre wohl, aus welchem Grund man nicht erwachsen werden möchte? Wieso ist das Dasein als Erwachsener mit so viel Negativität behaftet?
[doublepost=1549550099,1549550004][/doublepost]

Aber bei den heutigen Mietpreisen macht es doch keinen Unterschied mehr? Um nur ein Beispiel zu nennen. Bei mir in der Straße wird gerade wieder ein Haus vermietet, da der Vormieter auszieht. Das Haus steht für 1350 Euro auf Immowhatever. Eine Kollegin meiner Mutter zahlt gut die Hälfte für ein Haus, das etwas kleiner ist. Miete ist also unbedingt in der heutigen Zeit nicht mehr billiger. Eigentum kann oft sogar Vorteile bringen.

Man muss in eine Immobilie nicht nur die monatliche Kreditrate investieren, sondern auch ordentliche Summen in Instandsetzung etc. Das unterschätzen einige Leute. Außerdem gibt es genügend Geringverdiener, die noch nichtmal das Eigenkapital aufbringen können. Nö, ich finde es viel erwachsener, den Tatsachen ins Auge zu sehen und zu akzeptieren, dass man sich etwas Bestimmtes eben einfach nicht leisten KANN.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Vielleicht brauchen gewisse Menschen auch andere Impulse als 30 Jahre an einem Ort zu verweilen?

Ich persönlich kriege Schnappatmung, wenn ich mir vorstelle, ich müsste 30 Jahre oder mein Leben lang in einer Arbeitsstelle bei einem Arbeitgeber verweilen. Das bedeutet für mich Stillstand und keine Weiterentwicklung, weil mir neue Impulse fehlen.

Wenn ich in 10 Jahren lieber näher am Meer wohnen möchte, als hier, dann ist das für mich ein Fortschritt und eine Verbesserung und keine Niederlage.
Ich brauche Niemanden beweisen, dass ich eine toughe Frau bin und alle Schwierigkeiten meistern kann, aber ich möchte mich stetig weiter entwickeln und je nach Lebensabschnitt kommen neue Impulse dazu. Alles andere empfinde ich als starrsinnig und würde nur meinen Horizont begrenzen, ja, mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung hemmen.

Es stellt sich aber wieder die Frage wieso. Andere Impulse klingt nach Abwechslung, Abenteuer, etc. All dies verbinde ich eher mit Jugend und nicht mit dem Leben als Erwachsener.

Seinen Job kann man natürlich wechseln. Das habe ich auch betont. Solange man die Sache 'erwachsen' angeht und nicht sagt, ach das ist langweilig, ich kündige und dann vor der Tatsache steht, dass man kein Einkommen mehr beziehen kann. Gerade Karrieresprünge und das steigende Gehalt sind Anzeichen von erwachsenem Verhalten, da man sich selbst schätzt und eben nicht auf der Stelle tritt. Hatte ich aber zuvor auch irgendwo betont.

Wenn du gerne am Meer leben möchtest und darauf hinarbeitest, dann ist das vollkommen in Ordnung, jedoch sollte ein Umzug eben nie mit Furcht und Flucht zu tun haben, sondern mehr mit persönlichen Entscheidungen ala Jetzt kann ich es mir endlich leisten, weil ich erwachsen genug war zu sparen und mich in meinem Job anzustrengen. Das sind für mich zwei Paar verschiedene Schuhe.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Nach der Definition muss man schon mal geschieden sein und sich nix mehr vom Leben groß erhoffen oder wünschen, was nicht der Realität entspricht.

Nein. Das Akzeptieren gewisser Gegebenheiten hat nichts damit zu tun, dass man nichts aus seinem Leben macht oder keine Wünsche hat oder nichts mehr erreichen will. Es heißt nur, dass man akzeptiert, dass es Windmühlen gibt, falls man gegen die kämpfen will. Und dass man akzeptiert, dass man gegen manche Windmühlen einfach nicht kämpfen kann. Anstatt, dass man den Kopf in den Sand steckt und so tut, als gäbe es die Windmühlen gar nicht. Oder ein Leben lang nicht damit klar kommt, dass es diese Windmühlen gibt.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren