Warum wollen Leute Kinder?

Benutzer85989 

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Bis vor ca. 2 Jahren wollte ich auch nie Kinder haben, bis eine Freundin von mir schwanger wurde und ich zum ersten mal in meinem Leben eine Schwangerschaft miterleben durfte. Und diese war nicht immer einfach, meine Freundin litt in den ersten Monaten unter starker Übelkeit mit Erbrechen und sie bekam immer sehr starke Migräne.
Danach ging es ihr wieder sehr gut und sie genoss die Schwangerschaft sehr (und ich auch :-D).
1 Woche nach der Geburt habe ich meine Freundin besucht und dieses kleine wehrlose Wesen lag die ganze Zeit auf meinem Oberkörper und hat seelenruhig geschlafen. Das Kinder auch anders sein können, das ist mir durchaus bewusst ;-).

Seitdem hat es bei mir "Klick" gemacht und ich weiß, dass ich später auch Kinder haben möchte.
Allerdings werde ich nicht auf den Gedanken kommen, in den nächsten Jahren eine Familie zu gründen.
Momentan liebe ich mein jetztiges Leben, denn ich bin erst letztes Jahr mehrere hundert km von zuhause weggezogen zum studieren und lernte dieses Selbstständigsein erst jetzt. Und ich würde Kind und Studium nicht unter einem Hut bekommen, außerdem möchte ich schon gerne weiterhin 1x im Jahr mit dem Rucksack durch ein paar Länder reisen.

Ich persönlich habe mich sehr selten mit dem Sinn des Lebens beschäftigt. Ich bin mit meinem Studium sehr glücklich und bin sehr wissensbegierig und sauge alles an Wissen auf, was nur auf mich zukommt und merke eine Weiterentwicklung an mir, vielleicht ist das der Sinn des Lebens... als Mensch sein Leben zu durchlaufen und an Erfahrungen und Wissen zu wachsen :-D Nunja, ich hör nun damit auf, sonst beschäftigt es mich doch tatsächlich mehr.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein Stück von sich selbst weitergeben? Was soll das sein? Genetische Informationen? Das ist nichts greifbares. Irgendjemand, der sich an einen erinnert? Erinnert ihr euch etwa an euren Ururgroßvater? Der ist dann auch in der Unendlichkeit der Zeit verloren, so als hätte es ihn nie gegeben.
Neben der genetischen Information (auf die es zumindest mir überhaupt nicht ankommt), prägt man als Elternteil natürlich auch sein Kind in vielerlei Hinsicht und gibt z.B. einen Teil der eigenen Wertvorstellungen an sein Kind weiter.

Und in ein paar Milliarden Jahren ist sogar mit dem Universum selbst Sense, also warum sollte es irgendwie mehr Sinn ergeben, wenn man Nachwuchs zeugt, außer dass man dann vor lauter Windelwechseln einfach keine Zeit mehr hat, sich über den Sinn des Lebens Gedanken zu machen :zwinker:
Wer in Kindern nur Einschränkungen und Arbeit sieht, soll das Kinderkriegen eben bleiben lassen.
Es soll aber auch genügend Leute geben, die Kinder als wunderschöne Bereicherung des eigenen Lebens sehen.
 

Benutzer4590 

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Und in ein paar Milliarden Jahren ist sogar mit dem Universum selbst Sense, also warum sollte es irgendwie mehr Sinn ergeben, wenn man Nachwuchs zeugt, außer dass man dann vor lauter Windelwechseln einfach keine Zeit mehr hat, sich über den Sinn des Lebens Gedanken zu machen :zwinker:

Warum sollte es mehr Sinn ergeben, dauernd nur rumzusitzen und über den Sinn nachzudenken, anstatt einfach auszuprobieren, was mit dem Leben und seinem Sinn passiert, wenn man so ein kleines bewindeltes Bündel hinzufügt?

Ich hatte zu Kindern auch nie so einen richtigen Bezug - ich fand Babys süß und hielt sie gern mal auf dem Arm, aber viel weiter ging das nicht. Dann kam dieses Jahr mein Neffe zur Welt, und auf einmal gibt es da ein Kind, das nicht nur irgendein Kind ist, sondern er ist "unser Kleiner", den ich auf eine ganz neue, bisher unbekannte Art und Weise liebhabe. Und wie viel stärker und besser muss das erst noch sein, wenn es der eigene Nachwuchs ist, den man selbst "erschaffen" und zur Welt gebracht hat, der so sehr ein Teil von einem selbst ist, wie es sonst nichts auf der Welt sein kann - für mich zumindest ist das ein Grund, ein Kind haben zu wollen. Es wird sicher immer wieder der Punkt kommen, wo ich fluchen und mir denken werde "Was war das für eine Schnapsidee" :zwinker:, aber ich glaube fest dran, dass es das wert ist.
 

Benutzer125735 

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@TS

Das liegt sicherlich am Alter deines Umfeldes, die Uhr tickt halt, und tickt, tickt, tickt...
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Ich bringe Menschen gerne etwas bei. Daher studiere ich Lehramt, daher habe ich schon des Öfteren Rundführung durch meine Stadt gemacht, etc. Meinem Kind kann ich alles beibringen, das ist einer der vielen, vielen Sachen die ich so toll finde. Ich habe ich beigebracht, wie sie ihren Fuß anfassen kann, wie sie sich drehen kann, ich werde ihr winken, sprechen, laufen, zur Toilette gehen und bei rot an der Ampel stehen bleiben beibringen. Auch darauf freue ich mich. Als Lehrerin in einer Schule bin ich austauschbar. Als Mutter bin ich das nicht. Jeder Mensch hat nur eine Mutter und einen Vater und ich bin die EINE Mutter, meines Kindes. Das ist schon ein tolles Gefühl. (Und nein, ich habe eine gesunde Psyche und muss mir nicht eine heile Welt bauen, in der mich jemand lieb haben muss).

Aber eigentlich kann man das mit dem Kinderkriegen nicht erklären. Es ist eine unglaubliche Sehnsucht nach einem Menschen, die man plötzlich hat. Man vermisst diesen Menschen regelrecht, auch wenn man ihn noch nie getroffen hat. Und es gibt plötzlich nichts wichtigeres, als diesen Menschen endlich, endlich zu treffen. Und das ist das eigene Kind.

Und auch wenn meine Schwangerschaft echt ätzend war (viel Gekotze, viele Wochen land, 10 kg Gewichtsverlust und starke Hüftschmerzen.) Und trotzdem hat es schon wieder "klick" gemacht und ich hätte sooo gerne noch ein 2. Gerade weil ich weiß, wie toll so ein kleines Baby ist.
 
F

Benutzer

Gast
Bis vor kurzem wollte ich üüüüüüüüüüüüüüberhaupt keine Kinder haben...
Hm, hat sich zumindest in der Hinsicht geändert, dass ich drüber nachdenke. Mehr noch, ich kann es mir im Ansatz vorstellen.
Ich denke, dass es zum einen - bei mir - mit der ominösen "biologischen Uhr" zu tun hat, sowie auch die Tatsache, mit einem Partner rein theoretisch ein Kind zeugen zu können...
Dieses Quitschen, wie süüüüüüß Kinder/Babies doch sind, kann ich auch nicht nachvollziehen.
Ich würde auch nie behaupten, dass ich ein guter Babysitter bin, denn zu diesen Kindern werde ich niemals das Band haben, was ich (hoffentlich) zu meinem eventuellen Kind haben werde...
Ich kenne exakt vier nieliche Kinder: mein Freund als Kind, (ohne selbstverliebt zu klingen:smile: mich als Kind/Baby, die Kleine meiner Schwester und die Tochter meiner einen (ehemaligen) Freundin.
 

Benutzer131638  (45)

Öfters im Forum
Neben der genetischen Information (auf die es zumindest mir überhaupt nicht ankommt), prägt man als Elternteil natürlich auch sein Kind in vielerlei Hinsicht und gibt z.B. einen Teil der eigenen Wertvorstellungen an sein Kind weiter.

Mein Großvater war (so weit ich das herausbekommen habe) dem Nationalsozialismus durchaus nicht abgeneigt. Davon ist (zum Glück) nichts bei mir angekommen. Also maximal eine Generation später ist es dann auch wieder Schnuppe, was man seinen Kindern da an Werten mitgegeben hat.

Das sind alles so Dinge, mit denen die Leute sich das Kinderkriegen meiner Meinung nach schönreden. Letztendlich ist es wohl einfach nur ein Instinkt, den manche Leute haben, manche eben komischerweise nicht (wie ich). Großartigen Sinn kann ich in dem ganzen genau so wenig erkennen, wie im Rest des Daseins. Das heißt nicht, dass mir mein Leben nicht gefällt, aber ich sehe nicht, dass das Leben dadurch weniger oder mehr Bedeutung erhält, wenn man Kinder zur Welt bringt.[DOUBLEPOST=1376118883,1376118776][/DOUBLEPOST]
Warum sollte es mehr Sinn ergeben, dauernd nur rumzusitzen und über den Sinn nachzudenken, anstatt einfach auszuprobieren, was mit dem Leben und seinem Sinn passiert, wenn man so ein kleines bewindeltes Bündel hinzufügt?

Also ich denke mal "einfach ausprobieren" ist im Zusammenhang mit einem Kind die schlimmste Motivation, die man haben kann... Mit dem Zurückgeben, wenn es für mich keinen Sinn macht, ist es dann etwas schwer...
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Meine Mutter hat mir meinen Existenzgrund mal so erklärt: wenn sie irgendwann mal arm, alt, senil und krank ist, muss jemand da sein, der die Rechnungen für ihre Pflege bezahlt. Da meine Mutter im Leben nicht viel hat und Hausfrau ist, meint sie das vermutlich auch ernst. Somit haben Kinder also durchaus einen Nutzwert. Und wenn es nur jemand ist, dem man im Alter dann auf den Sack gehen kann: Kinder überdauern einen meist und wissen, wer ihre Eltern sind.

Ich persönlich hege keinen Kinderwunsch und gedenke irgendwann im Alter meine Rechnungen selbst noch bezahlen zu können.
 

Benutzer131638  (45)

Öfters im Forum
Wenn ich bedenke, wieviel Kohle ich spare, wenn ich mich nicht um Windeln, Futter, Studium, größere Wohnung, etc. kümmern muss, glaube ich auch, dass ich später keine Blutsverwandte brauche, die meinen Rollstuhl schieben. Die kann ich auch bezahlen.
 

Benutzer130384 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey!

Ich glaube alles hat seine Zeit. Mein bester Freund ist mit 40 jahren Vater geworden. Wir haben viel zusammen rumgehangen, gefeiert, waren unterwegs. Wir haben nichts ausgelassen. Daneben noch Freundin, Reisen, Arbeit, Ausbildung usw. Manche Leute brauchen einfach Zeit (hört sich jetzt doof an) sich die Hörner abzustossen (nicht sexuell gemeint). Er hat mir das so erklärt: Es passte bisher einfach nicht. Jetzt hat er eine Partnerin mit der er sich das alles vorstellen kann. Und ein Spießer ist er allemale nicht.

Vielleicht passt ein Baby nicht in Dein momentanes Leben einfach nicht. Mir ging es auch lange so. Ich bin eher der Typ der keine Pläne macht (obwohl ich immer schon Kinder wollte - irgendwann). Lebenssituationen ändern sich. Vielleicht auch bald bei Dir. Und wenn nicht, ist das doch auch kein Problem.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Also ich denke mal "einfach ausprobieren" ist im Zusammenhang mit einem Kind die schlimmste Motivation, die man haben kann... Mit dem Zurückgeben, wenn es für mich keinen Sinn macht, ist es dann etwas schwer...

So habe ich das mit dem "einfach ausprobieren" auch nicht gemeint. Aber da du einfach generell nicht nachvollziehen kannst, warum Leute Kinder wollen, überrascht es mich auch nicht allzu sehr, dass du mein Post falsch verstehst (oder verstehen willst). :zwinker:

Eins solltest du aber bedenken: Nur weil du keinen Sinn in Kindern siehst, heißt das keineswegs, dass das objektiv die Wahrheit ist und jeder, für den Kinder durchaus Sinn machen, sich da nur was "schönredet".
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Wenn ich bedenke, wieviel Kohle ich spare, wenn ich mich nicht um Windeln, Futter, Studium, größere Wohnung, etc. kümmern muss, glaube ich auch, dass ich später keine Blutsverwandte brauche, die meinen Rollstuhl schieben. Die kann ich auch bezahlen.

Wenn man schon so anfängt zu denken, dann muss man ja auch keine Kinder bekommen. Ich freue mich darauf für mein Kind eine größere Wohnung zu beziehen und wir richten auch für unser Leben gern Kinderzimmer ein. Wir fahren ja trotzdem in den Urlaub (teilweise in genau die selben Orte, wo wir auch ohne Kind waren: Ferienwohnung oder Bungerlow am Meer...), da wir viel campen hätten wir uns als Auto eh nen Combi gekauft und das Haus meiner Eltern, was wir wahrscheinlich übernehmen werden hat eh 2 Kinderzimmer. Kinder machen in meinem Fall eben nicht alle Träume kaputt, sondern sie sind teilweise die Erfüllung und teilweise bringen sie ganz viele, neue tolle Wünsche mit. Ich freue mich darauf meinen Kindern die Welt zeigen zu können!

Nur wenn andere keine Kinder bekommen, dann gäb es 40 Jahren niemand, der deinen Rollstuhl schiebt. Also höre auf zu meckern, freu dich das die Lebensgestaltung von Menschen so verschieden ist. Ich freue mich, dass du mit deinen Steuern die Schule meiner Kinder mit finanzierst und du freust dich, dass meine Kinder dich später im Alter versorgen. Ich verstehe ehrlich gesagt dein Problem einfach mal überhaupt nicht. Es ist doch absolut ok keine Kinder zu wollen. Nur ich habe das Gefühl, dass du uns Eltern bzw. Menschen mit Kinderwunsch hier fast anfeindest, weil sie Kinder wollen bzw. gewollt haben. Und das verstehe ich einfach nicht.

Oder bist du einfach nur genervt, dass sich dein Leben verändert, obwohl du gar keine Änderung wünschst, weil deine Freunde Kinder bekommen und sie nun keine Zeit mehr für dich haben? Möchtest du weiter mit den Kumpels in die Kneipen und auf individual Urlaubsreisen gehen, nur ist keiner mehr da der mitkommt?
 

Benutzer131638  (45)

Öfters im Forum
Oder bist du einfach nur genervt, dass sich dein Leben verändert, obwohl du gar keine Änderung wünschst, weil deine Freunde Kinder bekommen und sie nun keine Zeit mehr für dich haben? Möchtest du weiter mit den Kumpels in die Kneipen und auf individual Urlaubsreisen gehen, nur ist keiner mehr da der mitkommt?

Ich bin vermutlich ein kleines bisschen angenervt, weil ich mit meinem Lebenskonzept in meinem Umfeld der absolute Außenseiter zu sein scheine und man mir durch die Blume zu verstehen gibt, dass ich mal erwachsen werden solle. Muss mir wohl mehr Freunde besorgen, die auch keine Familie gründen wollen :zwinker:
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich will ja selbst keine Kinder und kann nicht alle Motive von Menschen mit Kinderwunsch nachvollziehen.
Aber die Art, die du hier an den Tag legst, finde ich recht anstrengend. Da würden mir meine Freunde wohl auch zu verstehen geben, dass ich mal erwachsen werden soll.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Dann würde ich wirklich mal schauen. Es gibt genügen "Szenen" in denen es wenig Kinder gibt, bzw. Hobbies.
 
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