Warum wird Sex so hoch bewertet?

Benutzer40327 

Verbringt hier viel Zeit
ach sex ist doch scheisse.

ich finde zum Beispiel ein Leben ohne Sex wäre schöner. Aber die Natur hat den Mensch leider anders gebaut (man kann seine Triebe nicht ewig unterdrücken)

Ich finde den Orgasmus beim runterholen schöner und dafür brauch man nur einen computer, internet und vielleicht ein wenig Fantasie :tongue:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
ich muss doch nicht als maßstab nehmen für MICH, was in "den medien" vorgekaut wird.

das kann ich ausblenden, es registrieren - es lustig finden, blöd, überflüssig.

aber ich muss mich dadurch nicht unter druck gesetzt fühlen. wären mit irgendwelche umfragen und durchschnittswerte über sex-pro-woche-quotient wichtig, hätt ich schon mit 20 ne krise gehabt, denn da hatte ich noch nicht mal geknutscht. mein richtiges sexlebne ging mit 23 los.

bin jetzt 29 und hatte sex mit 2 bzw. 3 männern. kein one-night-stand, keine 100 oder 1000 variationen. und ich finde nicht, dass "man" alles gemacht haben "muss" oder auch nur ausprobieren "sollte". ich nehm als anregung, was ich lese (z.b. hier). aber ich weiß auch, was ich nicht will, und das ist halt so.

klar hab ich auch mal mir vorgestellt, wie sex mit mehreren leuten ist, und hatte da fantasien. aber in meinem sexleben - auch im reinen gedanklichen teil davon - spielen dinge eine rolle, die für MICH beim sex wichtig sind. klar deckt sich das mit vielem, was auch anderen wichtig ist, für extrem einzigartig und spektakulär halte ich meine wünsche nicht. trotzdem ist es MEIN sexleben, und wie der rest der welt fickt, ist mir ehrlich gesagt schnuppe.

klar kann man über die übersexualisierung jammern. viele tabus wurden gebrochen. zum teil bestimmt sinnvoll, zum teil überflüssig. ich finde nicht, dass ALLES auf sex rausläuft. jedenfalls nicht in meinem leben. sex ist mir schon recht wichtig, weil es eben einfach ne geile aktivität ist ;-).

aber ich bin lange ohne ausgekommen, sowohl nach meinem ersten heftigen liebeskummer mit 20 mehrere jahre als auch in meiner vorigen beziehung, in der wir viel knutschten und kuschelten, aber manchmal länger beide keinen sex wollten. ich seh das heute zum teil als symptom an - es passte nicht überall auf dauer perfekt. trotzdem war die exbeziehung damals sehr schön und auch innig, viel nähe, zärtlichkeit, geilheit, aber nicht unbedingt viel sex, auch mal monate ohne koitus.

nun ja. für sich selbst rausfinden, was wichtig ist und was man will und am besten noch, wie man in etwa erreicht, was man will... und wenn dann in werbung und medien das prinzip "sex sells" verfolgt wird, dann muss man doch nicht automatisch zum "käufer" werden, auch nicht zum "verweigerer".
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
Im Grunde sind wir Tiere, die über ein eigenes Bewußtsein verfügen und abstrakt zu denken gelernt haben. Ändert aber wenig an dem Instinkt, den uns Mutter Natur eingebleut hat, auch wenn alles gern zerredet und wegdiskutiert wird.
 

Benutzer2295  (36)

Sehr bekannt hier
Ich seh das wie Dawn, ich habe Sex und genieße ihn (auch ohne Orgasmus) und wenn ich keinen habe ist das auch okay.

Wie nannte man noch gleich die heutige Gesellschaft?

Oversexed and Underfucked!

Es wird viel zu viel Wind drum gemacht wer wann wie und wie oft mit wem Sex hat oder haben sollte und das Thema wird total zerredet, auf Plakaten hervorgehoben, etc., währnend es in deutschen Schlafzimmern ganz anders aussieht.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
nun, du fragst:
"Warum wird Sex so hoch bewertet, muss das sein ?"

für mich hat sex einen hohen wert - weil es lustvoll ist, geil, spaß macht, mich meinem liebsten sehr nahe sein lässt. weil ich da BIN und mich treiben lassen kann, an grenzen gehe, meine sinne überflute, wunderschön mit körpern "spiele"...

deswegen ist mir sex (inklusive kuscheln, knutschen, fummeln, lecken, blasen, schmusen, umarmen, streicheln, massieren) wichtig. weil ich ein sehr "haptischer" mensch bin und berührungen der haut ganz wunderbar finde.
("der mensch ist wie ein musikinstrument. seine resonanz hängt davon ab, wer ihn berührt.")

also ist mir "mein" sex sehr viel wert und wichtig. ohne komm ich auch aus, schöner ist es MIT.

ob "die welt" oversexed and underfucked ist, wer mit wem und mit wem nicht mehr, wer wessen baby zur welt bringt und auf plakaten zu sehen ist...das ist mir egal. ich kriegs durchaus mit. aber es ist nicht "relevant", wie das heidi-seal-klümpchen aussieht oder welches prinzenpaar sich trennt oder liebt. das wird von manchen sehr hoch bewertet, ist aber grundsätzlich egal für MICH.

das "muss nicht sein" aus meiner sicht, aber ich finds müßig, mich darüber aufzuregen, was von irgendwelchen werbern oder redaktionen zum thema gemacht wird. ich muss die zeitschriften nicht kaufen oder auch nur lesen, und an plakaten kann ich vorbeigehen, ohne einen herzkasper zu kriegen oder mich über sex-sells-strategien aufzuregen.

auch, wie es "in deutschen schlafzimmern" aussieht, ist mir egal, und wenn plötzlich 90% der deutschen täglich analverkehr haben sollten, ist das nicht unbedingt von relevanz für MICH. ich bin sicher nicht autark und unabhängig oder stehe über den dingen - aber was ich wichtig finde, find ich wichtig, und vielleicht hab ich kein interesse, mich über bestimmtes aufzuregen. ausblenden können ist schon wichtig, filtern...
 

Benutzer25933  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ok. Jetzt sag ich doch mal was dazu.

Ich gehe mal von einer Beziehung aus.
Der Sex in (m)einer Beziehung ist wichtig, weil er zwei sich liebende Menschen so nahe zusammenbringt. Bei nichts anderem kann ich alles um mich herum so gut vergessen, wie in den Armen meines Partners, während ich ihm so nahe wie nur möglich sein kann. Wenn ich seine Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit spüre. Wenn ich sehe und fühle, dass ich ihn errege. Wenn ich fühle und mit der Zeit weiß, dass ich ihn befriedige. Und vor allem: Weil ich mir wünsche, dass diese Innigkeit, die Verbundenheit, dieses Gefühl eins zu sein, nie aufhört.
Natürlich ist auch der Spaßfaktor wichtig. Sex macht (mir) einfach Spaß.
Aber das wichtigste für mich ist das zuerst beschriebene. Ich liebe meinen Freund ! Und das alles zu erfahren, zu spüren und auszuleben ist einfach wundervoll.
Und ganz ehrlich: Mir würde es sehr fehlen, wenn wir auf einmal nicht mehr miteinander schlafen würden (was wir 2 Wochen nicht konnten, wegen gesundheitlichen Dingen. Das war schon sehr schlimm).

Allerdings ist das Wichtigste die Liebe und das Vertrauen. Zu Sex in einer Beziehung gehört beides (finde ich). Und diese zwei Gefühle zur ersten beschriebenen Situation dazu genommen: Fantastisch.

Ich denke genau aus diesem Grund/diesen Gründen, ist mir der Sex mit meinem Freund so wichtig.

*hellgrauknutsch*
 
T

Benutzer

Gast
Für mich bedeutet Sex nur Frust. Wegen einem Problem mit dem Penis habe ich es nie hinbekommen. Die anderen Sachen drumherum wie Küssen, Zärtlichkeit, Nähe waren dann schnell vorbei, wenn mich die Freundin deswegen verlassen hat.
Wenn es so was wie Sex nicht gäbe oder wenn er völlig egal wäre, könnte ich alle Andere viel länger genießen, nicht nur bis nach ein paar Wochen das grausame Erwachen kommt. Jetzt versuche ich alles, um dieses Problem zu beheben. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass mir der Shit irgendwann Spaß machen wird oder sogar mehr Spaß als schönes Kuscheln.

Noch schlimmer, wenn hier im Endeffekt alle predigen, dass Sex schön sei. So erscheint es noch unwahrscheinlicher, jemals eine zu finden, die darauf zu verzichten bereit wäre.
 
D

Benutzer

Gast
@ tony21

Ich weiß ja nicht, was dein Penisproblem ist.
Aber was immer es ist - du stehst einfach unter "Leistungsdruck".

Wenn du mein Freund wärest, würde ich mir dir ganz langsam anfangen.
Ich würde nicht erwarten, dass du 30 Minuten rumhammerst wie ein Großer.
Mir würde kuscheln, küssen, streicheln, Petting voll reichen. Solange wir dabei beide auch auf unsere Kosten kommen.
Das muss nicht immer GV sein. Wie einer vor mir sagte: Gibt ja auch noch OV.
 

Benutzer13943  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Männerfragen schrieb:
... weil Sex das beste Entspannungsmittel ist!
Naja, das kann ich nicht immer teilen. Es gab schonmal Tage, da lag ich total K.o im Bett. Von Entspannung konnte da keine Rede sein :grin:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
--- edit: hab in anderen threads gesehen, was dein problem ist. aus meiner sicht nichts, was ein schönes sexleben verhindert. antwort auch in deinen anderen themen. vielleicht ist der rest trotzdem interessant für dich. oder wen anders. ---

naja, toni, du hast gefragt, warum sex so hoch bewertet wird und ob das "sein muss". darauf hast du antworten bekommen. dass dir weh tut, wenn du liest, dass viele sex eben schon wichtig finden, ist verständlich, aber dass in einem forum, in dem es viel um liebe und sex geht, viele leute sex gut und wichtig finden, sollte dich nicht überraschen...

ja, hier sind auch leute, die noch nie sex hatten und noch nicht mal mit wem kuscheln oder ihn küssen konnten. die auch frustriert sind. aber mit selbstmitleid ("ich bin schlecht im sex, ich hab ein penisproblem, muss es sein, dass sex so hoch bewertet wird?") kommste nich weiter. du sagst, du tust jetzt was wegen des problems. was denn?

für mich umfasst sex eben mehr als den koitus. kuscheln, streicheln, knutschen, fummeln, lecken, ...gehört dazu. ich hatte auch ohne koitus ein gutes sexleben.

was für ein penisproblem hast du? hat es organische ursachen, warst du beim arzt? ganz konkret: phimose? erektile dysfunktion? wird er zu wenig hart? wird er zu schnell wieder schlaff? anatomische auffälligkeit? sehr klein? natürlich MUSST du das nicht sagen, aber vielleicht kann man dich ja hier ermutigen?

in den ersten etwa sechs monaten der neuen beziehung mit meinem freund gab es keinen koitus. SEX schon, aber eben keinen KOITUS. denn die erektion war nicht hart genug, um in mich einzudringen. oft war auch erst beim manuellen herumspielen und auch bei fellatio sein penis relativ "entspannt" - etwas größer, aber eben nicht wirklich erigiert. trotzdem hatte er seinen spaß und kam auch.

er hatte vorher etwa 7-8 jahre keinen sex (und auch damals hatte es wohl "probleme" gegeben). und noch länger keine beziehung. er war zu dem zeitpunkt 39. also schon deutlich älter als du ;-).

er sprach nicht weiter darüber, und ich hab damals auch nicht gefragt. weil ich das gefühl hätte, es könnte ihn unter druck setzen. dabei war ich froh, dass aus uns nach so langer vorgeschichte jetzt ein paar geworden war, dass wir uns "gefunden hatten". wir haben also alles gemacht, was im bett einem so einfallen kann, ich hab mich ab und an auch an ihm "gerieben", also auf ihm liegend nackt - dabei regte sich ab und an auch ein bisschen der penis, aber mir ging es da nicht ums "testen", sondern darum, dass ich das halt geil fand. er war sehr "handwerklich" geschickt. ich hab in der zeit nix "vermisst", fragte mich ab und an allenfalls, ob es medizinische gründe gibt.

ich hab ihn dann in einem brief "gefragt", ausgedrückt, wie ich unser sexleben genieße, dass ich auch unsicher war, weil er für mich der zweite feste freund ist, mit dem ich viel herumprobiere...und dass mich manchmal wundert, dass wir es so schweigsam "tun". wir waren sexuell enorm aktiv, redeten aber nie drüber (allenfalls, dass ich demnächst meine tage habe oder so). und dass ich natürlich grundsätzlich schön fände, außer seinen fingern und zunge auch einmal seinen penis in mir zu haben - und ich gern wüsste, ob ich ihn unterstützen kann, ob es eigentlich medizinische gründe gibt, ...formulierungen weiß ich nicht mehr. hab echt lang an dem brief gesessen, weil ich nicht fordernd wirken wollte.

er hat den brief in meinem beisein gelesen, an einigen stellen gelacht, meinte dann "ich brauch zettel und stift und zeit." eine antwort bekam ich übrigens nie. das hat mich nach einigen wochen etwas geärgert. irgendwann lagen wir morgens übrigens "löffelig" hinter- und nebeneinander, sein penis schön an meinen arsch gebettet.
es kam dann bei etwas schmuserei relativ unerwartet zum ersten koitus - die erektion war da, vagina in "reichweite" :zwinker: - und so hatten wir "löffelnd" den ersten koitus miteinander. es klappte dann nicht immer. etwas später hab ich nochmal nach einer antwort auf meinen brief gefragt, wir haben dann mal etwas geredet. er meinte, er habe selten einen brief bekommen, der gleichzeitig unverblümt und dezent so ein diffziles thema angepackt hätte, ohne ihn im mindesten zu "bedrücken", unter druck zu setzen, ... und dass er eben länger KEINEN sex hatte, als ich überhaupt insgesamt sexuell aktiv war (nämlich sechs jahre, war spätstarter)... sein penis musste erst wieder in betrieb genommen werden. er hat es "bewundert", dass ich nie wirkte, als wär es ein PROBLEM, dass es nicht lehrbuchmäßig klappte. dass er sich zeit lassen konnte. übrigens hatte ich durchaus im kopf, dass es auch sein kann, dass es nie zu einem "normalen, üblichen" koitus kommen könnte. ich wär trotzdem mit ihm zusammengeblieben.

es war bei ihm nichts organisches. er war "aus der übung" - außerdem kam er auch meist recht spät zum orgasmus, mit kurz mal schlaffen phasen, wir haben auch mal sehr lange herumgefickt (sorry), etwa 90 minuten. das ist nicht unbedingt erstrebenswert für einen mann. sowohl sehr schnell als auch sehr spät kommen können ein "problem" darstellen.

warum erzähl ich das? weil mir bewusst ist, wie schwierig es für männer ist. sie stehen unter leistungsdruck. oder machen sich den selbst.

wenn du öfter mit frauen zu tun hattest, die dich wieder verlassen, weil du "schlecht bist im sex" und nicht "kannst", dann ist dein frust enorm verständlich. kam es mit den frauen denn schnell zu mehr, zu körperkontakt? kanntest du die erst kurz? und wie kam das gespräch dann auf deinen penis bzw. dessen nicht-so-funktionieren-wie-du-willst? wenn du auch frauen, die i deinem bett mit dir kuscheln, mit "sex wird überbewertet, ich bin schlecht im sex" kämst, ist das vielleicht die falsche strategie. vielleicht länger etwas zurückhaltender sein, was das herummachen angeht? mehr auf streicheln, kuscheln, näherkommen setzen?

jedenfalls solltest du dich nicht so runtermachen. dein penis tut nicht, wie er "soll". dein problem kenn ich nicht. aber ich weiß, dass mein freund "gut im sex" war, auch als sein penis noch meist streikte und kein koitus möglich war.

in der zeit musste ich nicht VERZICHTEN. kein koitus, ja, aber sehr wohl SEX. du siehst vor allem, was du "nicht kannst". was auch ohne erektion an schönen sexuellen erlebnissen möglich ist, klammerst du aus.

sicher gibt es frauen, die eine fehlende erektion schnell darauf beziehen, dass sie ihn vielleicht nicht antörnen, dass sie nicht sexy oder geil genug sind...aber das sollte man wohl klären können. hm. naja, solang unklar ist, was denn dein problem genau ist, belasse ich es mal mit meinem "vortrag" und meiner erinnerung.
 
4 Woche(n) später

Benutzer31272  (36)

Verbringt hier viel Zeit
jeder hat eben seine eigenen Werte und sex ist einfach genial und auf dauer schlechten Sex mag nur mal keiner!!
 
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