Warum versuche ich immer alles vorauszuplanen?

Benutzer135188 

Meistens hier zu finden
Hallo,
ich melde mich hier auch mal wieder zu Wort, nachdem ich längere Zeit nur stiller Mitleser war. Ich (m/17) habe folgendes Problem: Nachdem ich ein für mich attraktives Mädchen "entdeckt" habe, plane ich automatisch Dinge wie das sie mich überhaupt interessant findet, das erste Date, etc. voraus, obwohl diese Dinge in den meisten bzw. fast allen Fällen eh nie eintreten.

Beispiel: Ich habe vor kurzer Zeit ein Mädchen bei Facebook (ja ich weiß nicht gerade die beste Plattform, um Leute kennenzulernen :rolleyes:) angeschrieben. Sie hat auch geantwortet, jedoch ging die Initiative von mir aus (Ich habe gefragt, sie geantwortet). Ich habe natürlich direkt bzw. automatisch angefangen vorauszuplanen, mir Hoffnungen zu machen, obwohl sie (wie sich herausstellte) nicht an mir interessiert war. Ich habe auch das Gefühl, dass sich das auf meinen Schreibstil auswirkt, ich verzweifelt rüberkomme.

Noch schlimmer ist es dann natürlich, wenn man für einen Menschen Gefühle entwickelt. Dies war bei mir letztes Jahr der Fall (dazu gab es auch mal einen Thread). Nur kurz: Ich habe jemanden kennengelernt, mich ein paar mal mit ihr getroffen, außer Händchen halten ist nichts passiert. Leider habe ich da natürlich weit vorausgeplant. Geendet hat es dann damit, dass sie gemeint hat, sie will nur Freundschaft und hat Gefühle für jemand anderes. Bin ich nach oben genannten Beispiel nur ein paar Tage niedergeschlagen, so war ich das hier ca. 2 Monate, was sich auch auf meine schulische Leistung ausgewirkt hat.

Generell kann man sagen, ich bin ein organisierter Mensch, lebe nicht in den Tag hinein, sondern plane viele Dinge, was vor allem in der Schule von Vorteil sein kann. Auch meine Zukunft habe ich geplant bzgl. Umzug, dortige Freizeitaktivitäten o.ä. Das einzige, was ich (bis jetzt) noch nicht weiß, ist mein späterer Beruf. Ich denke auch meine Unerfahrenheit (bis auf das Händchen halten war in Bezug auf Mädchen nicht mehr drin) spielt dabei eine große Rolle. Dinge auf mich zukommen lassen finde ich schlimm, gerade weil dort immer so viel Ungewissheit mitspielt.

Ich finde es selbst total unnötig von mir, dieses Vorausplanen, aber es passiert halt ganz automatisch, obwohl ich es gar nicht will. Was ich mir von diesem Thread erhoffe, weiß ich selber nicht so genau. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir da helfen. Aber zum größten Teil wollte ich mir das einfach mal von der Seele schreiben.

In diesem Sinne
Schönen Abend.
 

Benutzer157424 

Verbringt hier viel Zeit
Das nennt man Tagträumen und ist absolut normal. Wenn man sich für jemanden interessiert und schwärmt, ist es ganz normal, die "Was-wäre-wenn" -Szenarien durchzugehen und sich schöne Momente auszumalen. Und dass man enttäuscht ist, wenn es anders kommt, ist ebenso normal, da hilft nur Zeit und Ablenkung.

Keine sorge, da wird schon noch eine kommen, die dieselben Tagträume über dich hat. :zwinker:
 

Benutzer15049  (35)

Beiträge füllen Bücher
Glaub mir, da bist du nicht der einzige, der das so "macht". Das passiert einfach so im Gehirn^^. Ich bin mit meinem Mann zwar schon ein paar Schritte weiter, aber ich träume oft vor mich hin wie wir mit unseren 2 Kindern in den Zoo gehen oder sowas. Dabei haben wir noch garkeins :zwinker:.
Du musst nur aufpassen, dass du neben der ganzen Träumerei nciht versäumst das ganze umzusetzen.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
würd das auch eher als tagträumen ansehen als es unter planen einzuordnen.^^du stellst dir halt vor,was du alles mit ihr erleben könntest.planen ist was ganz anderes.
ich selbst plane alles,ich will immer wissen,was als nächstes kommt.so hab ich eben die größtmögliche kontrolle über mein leben und so komm ich halt am besten durchs selbige.(bin halt stark strukturierter ADHSler).nur in liebesdingen plane ich gar nichts,da lass ich alles auf mich zukommen.liegt aber auch daran,dass romantische liebe bei mir nebensache ist-ergibt sich eben oder auch nicht,mir gehts mit beidem gut.
aber wie gesagt,bei dir sehe ich da kein planen,sondern nur rumträumen,also sich ausmalen,wie es mit x sein könnte,wenn y passiert.(so wie man sich zb auch den traumberuf ausmalt,den tollsten urlaub etc pp.)
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Planen ist doch prima. Wer das macht, steht zumindest immer mit einer Strategie da. Sollte die nicht aufgehen, muss man allerdings zu improvisieren verstehen; das geht jedoch erst dann gut, wenn man im betroffenen Feld durchblickt. Und das dauert, denn das muss man lernen. Bis dahin ist Planen vermutlich das Beste, was Du machen kannst.
 
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