Warum verstehen viele meine Sehnsucht nach einer Freundin nicht?

Benutzer105247 

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Tja, rate mal, woher ich diese Einstellung bekommen habe...

Weil du dich selbst eigentlich total zum kotzen findest und dir deshalb einredest keine Liebe, die du auf ein bloßes Wohlgefühl reduzierst, zu brauchen um den Schmerz irgendwann nicht mehr spüren zu müssen?

Ach ja, "Arschloch" = Selbstbewusster Mann der eine eigene Meinung hat, weißt wo er im Leben steht, wo er hinwill und sich nicht für jemanden aufgibt.
Hast recht, solche Männer wollen wir. Mit euch Kuschelhasen können wir nichts anfangen, wer seid ihr überhaupt?!

Jeder Mensch braucht Liebe, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Du tust mir wahnsinnig Leid.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin da zu noch viel pessimistischeren Schlüssen gekommen. Erstens: Es genügt nicht, einzelne Eigenschaften zu besitzen, seien es noch so viele, sondern das Gesamtbild muss passen. Wenn es nicht passt, hat man eben Pech gehabt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Chancen, eine Freundin zu finden, gleich null sind, aber man hat es eben schwerer, als Andere.

Das stimmt nicht. Tut mir leid, aber schau dich mal in der Welt um. Da laufen alle möglichen Pappnasen mit Freundinnen an der Hand herum, und das sicher nicht, weil die so toll sind. Es ist falsch zu denken, dass dir persönlich viel fehlt und du deswegen keine Partnerin findest. Das einzige, was mMn für die Partnersuche wichtig ist, ist Mut! Alle anderen Fucked-Up-People haben auch keine Probleme, eine Freundin zu finden, egal ob drogensüchtig, depressiv, mit Schuldenberg, übergewichtig, magersüchtig, wwi. Warum fällt es dir so schwer? Weil du dich nicht traust, und nicht, weil du um so vieles schlechter bist als alle anderen.

Zweitens: Das Finden eines Partners ist oft alleine eine Sache des Glücks, bzw. des Zufalls. Ungerecht ist hier, dass Einige einen Partner finden, ohne irgendetwas zu tun, während Andere ständig über ihren Schatten springen und ihr ganzes Leben umkrempeln müssen – ohne Garantie auf Erfolg. Zwei Beispiele: Eine Freundin von mir hat ihren derzeitigen Freund auf einer Partnerbörse kennengelernt, wobei er der Einzige war, dem sie zurückgeschrieben hat und mit dem sie sich getroffen hat; andere Freunde haben sich an der Uni kennengelernt, und zwar haben beide das gleiche Fach studiert – wenn man bedenkt, dass in ihrem Jahrgang nicht mehr als 15 Leute dieses Fach studiert haben, kann man schon von Glück sprechen.

Man findet eigentlich leicht einen Partner (nicht unbedingt den Lebenspartner, aber "irgendeinen" Partner, mit dem man eine Beziehung führen will, den man lieben kann und schätzen will. Ansonsten würde es nicht so viele Beziehungen geben). Man muss nur die Augen offen halten und "proaktiv" werden.

Mich wundert es auch nicht. Wenn ich mich nicht beherrschen würde und wenn nicht so viele Frauen gute Freundinnen von mir wären, würde ich wahrscheinlich auch einen gewissen Frauenhass entwickeln. Aber das bringt nichts, weil es nur selten an den Frauen liegt, dass ich keine Partnerin finde. Auch wenn ich nicht direkt an allem selbst Schuld bin, liegt es schon an mir. Ein Beispiel: Ich kann zwar nichts dafür, dass ich unter mangelndem Selbstbewusstsein leide oder so aussehe, wie ich aussehe, aber ich kann den Frauen deshalb noch nicht vorwerfen, dass sie sich deswegen nicht in mich verlieben. Verstehst du, was ich meine?

Danke für diese Einstellung! Du hast es eingesehen, dass es nicht an den Frauen, sondern an dir liegt. Jegliche Handlungsfreiheit hast also DU. Jetzt musst du sie nur noch wahrnehmen.

Glaubst du wirklich, dass der Verstand hier die geringste Rolle spielt? Ich würde das eher bezweifeln. Mein Ziel, eine Freundin zu finden, kann ich – wenn überhaupt – nur erreichen, wenn ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe, aber mein Verstand wird mir dabei nicht im Geringsten behilflich sein, ganz im Gegenteil. Es ist nämlich so, dass er einen eher behindert, weil man dann anfängt, sich viel zu viele Gedanken zu machen, und weil Gefühle mit dem Verstand nur sehr bedingt vereinbar sind.

Gefühle und Verstand sind wunderbar vereinbar. Wenn diese beiden Dinge im Einklang schlagen... Ach, das ist wunderbar! Versuche, mit deinen Prädispositionen umzugehen, sowohl mit deinen Ängsten als auch mit deinem Verstand. Versuch dich nicht an die Masse anzugleichen. Jeder Mensch ist anders. Mach das beste aus DIR und leugne deinen Eigenschaften doch nicht. Früher oder später geht das nämlich schief.

Ohne überheblich wirken zu wollen: Ein Therapeut wird mir kaum helfen können, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mir geht es nicht darum, in meiner Vergangenheit nach Gründen für meine Ängste zu suchen, sondern konkrete Wege zu finden, wie ich eine Freundin finden kann, die zu mir passt. Und dafür interessieren sich Therapeuten nun mal überhaupt nicht.

Woher weißt du das? Ich würde dir wirklich nahelegen, das noch mal zu überdenken. Ja ich weiß, du hast schon mal mit der Unipsych geredet, aber das heißt nicht viel. Wieso willst du dem nicht noch eine Chance geben (Ganz abgesehen davon, dass ich finde, dass die Unipsych Recht hatte)? Ist es dein Stolz, der dich hindert?

Dem habe ich nichts hinzuzufügen! Außer vielleicht, dass ich bisher den Eindruck hatte, dass meine Ausstrahlung eigentlich sehr positiv ist – zumindest dann, wenn ich nicht gerade versuche, über meinen Schatten zu springen oder in Anwesenheit einer Frau bin, in die ich verliebt bin: Dann bin ich nämlich sehr nervös, was sich auf meine Ausstrahlung negativ auswirkt. Ansonsten komme ich aber als freundlicher, meist gut gelaunter und in gewisser Hinsicht recht selbstbewusster Mensch rüber. Da ich trotzdem keine Freundin gefunden habe, suche ich nach anderen Gründen für mein bisheriges Versagen: Dazu gehören zweifelsfrei meine zu wenigen sozialen Kontakte, aber irgendwie sage ich mir, dass es nicht der einzige Grund sein kann, und da ich mit meinem Aussehen nicht sonderlich zufrieden bin, kommt es dazu, dass ich es als weiterer Grund für mein Scheitern ansehe.

Fühlst du dich wohl mit dir selbst? Bist du locker im Umgang mit anderen Menschen? Scherzt du mit deiner Umgebung, hast du Spaß am Leben? Was konkret mit deinem Aussehen verkehrt sein soll, kann ich hier natürlich nicht beurteilen. Es ist aber natürlich nicht verkehrt, an seinem Äußeren zu arbeiten. Trotzdem wird das wohl nicht der Hauptgrund sein, weswegen du keine Freundin hast.
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
Damit kommen wir wieder an einen Punkt zurück, an dem wir schon
einmal gewesen sind.
Es ist da etwas in seinem Unterbewußtsein, was jegliche Kontaktaufnahme
und -Weiterführung mit den Frauen erfolgreich kaputt macht.

Zum Therapeuten möchte WulfricD nicht gehen. Da können wir nichts tun.
Aber vielleicht reden wir mal hier drüber ?
Es wird aber schwer, denn da müssen einige Tabu's überwunden werden
und da muß - wie es so schön heißt - Tacheles geredet werden.

Interessant finde ich auch die Idee von Gremlin, sich einfach ins
Zölibat zu begeben. Aber dies hat unser WulfricD auch schon verneint,
d.h. er würde nicht bereit sein wollen, noch einige wenige Jahre ohne
Freundin auszukommen, bis ihn einmal eine etwas reifere Frau, die
dann genau weiß, was sie will, entdeckt.

Ich fasse bis hierhin zusammen:
- er hat es eilig, denn der Zustand ohne Freundin belastet ihn sehr,
- je mehr Zeit vergeht, um so geringer werden die Chancen,
- kein Therapeut, keine Prostituierte, keine Hilfe von Freunden,
- weitere Alternativen hat bisher niemand entdecken können.

Wir haben hier jetzt einen 8-seitigen Thread und nur einige
unterstützende Ratschläge zusammentragen können, aber kein
brauchbares Konzept entwickelt.

Was würde denn nach aktuellem Entwicklungsstand möglich sein?:
- zielgerichtet am Studium und der beruflichen Entwicklung arbeiten
( aber effizient studieren, damit viel Freizeit bleibt )
- allgemeine Körperertüchtigung
- und nach der Versuch-Irrtum-Methode sich an das Thema Frauen
herantasten, so wie es die 16-jährigen etwa tun, d.h. spielend lernen,
die Mißerfolge frohen Mutes wegstecken, Spaß haben und die Zeit einfach
gar nicht beachten.

Ich möchte auch nochmals bemerken: es gibt im alter 20-25 durchaus sehr
viele Frauen, die auch noch nie einen Partner hatten und die sich gerne
entdecken lassen würden. Auch die haben ihre Probleme mit der Einsamkeit
und sie haben auch einige Besonderheiten, die sie von den Männern fernhalten.

Meine Frage an alle Single-Männer hier mit Ausnahme Gremlin:
Würdet Ihr es denn schaffen, in der laufenden Woche nur ein einziges
Mal eine Frau anzusprechen, die Single ist, und sie einfach zu einer
gemeinsamen Freizeitaktivität einladen ?
Wohlgemerkt - nicht mehr, keine weiterführenden Ziele oder Hoffnungen
damit verbinden, es kommt nicht einmal darauf an, daß dies erfolgreich
ist, sondern einzig darauf, daß es versucht wird.

Das Faultier
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Gefühle und Verstand sind wunderbar vereinbar. Wenn diese beiden Dinge im Einklang schlagen... Ach, das ist wunderbar! Versuche, mit deinen Prädispositionen umzugehen, sowohl mit deinen Ängsten als auch mit deinem Verstand. Versuch dich nicht an die Masse anzugleichen. Jeder Mensch ist anders. Mach das beste aus DIR und leugne deinen Eigenschaften doch nicht. Früher oder später geht das nämlich schief.
Und was ist, wenn der Verstand nicht im Einklang mit den Gefühlen ist, sondern immer versucht, irgendwo ein Haar in der Suppe zu finden oder sonst wie die Gefühle behindert?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Und was ist, wenn der Verstand nicht im Einklang mit den Gefühlen ist, sondern immer versucht, irgendwo ein Haar in der Suppe zu finden oder sonst wie die Gefühle behindert?

Ich kann die Frage für dich nicht beantworten. Wenn mein Verstand meine Gefühle behindert, dann hat er meistens guten Grund dazu. Aber das mag bei jedem anders sein. Übrigens darf man den Verstand nicht damit verwechseln, wie man seinen Verstand anwendet. Wenn's hapert, dann meistens an der Anwendung und nicht am Verstand.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Auch das mit den Päärchen stimmt exakt überein obwohl... man darf denen kein fehler unterstellen... klar schotten sie sich von vielen personen ab, um sich auf ihre beziehung zu konzentrieren oder treffen sich zumeist eher mit anderen paaren weil dann halt jeder was von hat ! Ein Single stört meist... Ist leider so

Ich hoffe, dass das mit meinen Freunden nie passieren wird; sonst stehe ich nämlich komplett alleine da und habe weder eine Partnerin, noch Freunde. Aber ich denke, dass sich kein Paar von einer alleinstehenden Person distanziert, wenn zwischen ihnen eine richtige Freundschaft besteht. Ein solches Verhalten wäre ekelhaft und solchen Personen würde ich nur noch mit Verachtung begegnen.

ICH würde nie verlangen das es jemand verstehen soll warum ich mich danach sehne!? Was geht es andere an und ÜBERHAUPT... meinst du es interessiert sie? Ich denke NICHT ! Wieso mchst du dir da n kopf drum... du musst dich selbst verstehen... nicht die anderen !

Ganz kurz: Wenn es einem beschissen geht, zieht es einen nur noch weiter herunter, wenn Anderen einem mit Unverständnis begegnen. Deshalb ist es mir wichtig, dass zumindest einige mich und meine Probleme verstehen.

Meine These für heute:
Ein effizientes Studium mit vielfältigen Nebenbeschäftigungen
macht Freude, bringt Erfolg und wirkt somit positiv auf das
Allgemeinbefinden.
Allein dies sollte schon eine positive Ausstrahlung auch gegenüber
Frauen schaffen.

Das stimmt natürlich, aber es geht eben nicht nur um Ausstrahlung, irgendwie muss mehr da sein, damit sich Andere in einen verlieben, und offenbar besitze ich dieses gewisse etwas nicht. Allerdings bestreite ich nicht, dass ich außerhalb der Uni mit keinen Frauen zusammenkomme, und dass das vielleicht ein Grund für mein erbärmliches Versagen in Sachen Liebe ist. Andererseits kenne ich viele Leute, die ihren Partner an der Uni kennengelernt haben. Warum also klappt es bei mir nicht?

Also - was könnte z.B. WulfricD in der nächsten Woche zun,
um was zu erreichen.
Anders ausgedrückt: wie soll ein kleiner Schritt innerhalb eines
kurzen Zeitraumes aussehen, um dem Ziel einer ersten Partnerschaft
ein kleines Stück näher zu kommen ?

Ich glaube kaum, dass das das Ziel ist. Ich kann mir doch keinen genauen Zeitplan erstellen, indem steht, was ich wann tun soll um möglichst schnell eine Freundin zu finden?! Es gibt Sachen, die man nicht erzwingen kann. Zur Zeit sind noch Semesterferien, was bedeutet, dass ich nur mit meinen Freunden und mit den Leuten vom Schwimmkurs zusammenkomme. Bedingt durch die Semesterferien finden auch viel weniger Freizeitaktivitäten für Studenten statt. Abgesehen davon bedeuten Semesterferien keineswegs, dass man nichts zu tun hat; eher das Gegenteil ist der Fall: Ich muss zum Teil mehr arbeiten, als während des Semesters selbst. Wie soll ich da meinem Ziel einer Beziehung näher kommen?

Ich finde es einfach etwas seltsam, dass die Themen Beziehung, Partnersuche, usw. in all deinen Freundschaften bisher nie so wirklich zur Sprache kamen, obwohl das doch auch ein nicht gerade unwichtiger Teil des Leben ist... aber gleichzeitig ist das doch eine eher private Sache, über die man vertrauten guten Freunden als mit irgendwelchen Bekannten spricht.
Von daher habe ich einfach vermutet, dass es sich in deinem Fall doch eher um eher oberflächlicche "Spaßfreundschaften" handelt und weniger um intensive Freundschaften, in denen man nicht nur zusammen Spaß hat, sondern auch bei persönlichen Problemen füreinander da ist, usw.
Aber es kann natürlich auch gut sein, dass mich der Eindruck hier täuscht. Ich kann mich ja nur auf das beziehen, was ich hier lese und kenne weder dich, noch deine Freunde.

Wir sprechen ja auch über private Dinge miteinander, zum Beispiel über Probleme in Freundschaftsangelegenheiten – und darüber spricht man auch nicht mit Leuten, zu denen man lediglich eine „oberflächliche Spaßfreundschaft“ unterhält. Vielleicht haben wir bisher noch nie über Beziehungsprobleme gesprochen, weil einige meiner Freunde die gleichen Hemmungen haben wie ich. Es kann auch gut sein, dass sie sehr glücklich in ihrer Beziehung sind und – falls sie gemerkt haben, dass ich auf diesem Gebiet ein Versager bin – Angst haben, durch die Erwähnung ihres Glücks meine eigene Traurigkeit nur noch zu stärken. Kurzum: Es gibt viele Möglichkeiten.

Ich will auf jeden Fall versuchen, das Thema mal anzusprechen, aber weißt du, ich will auch nicht als Jammerlappen rüberkommen. Und fest steht nun mal, dass ich zur Zeit auf drei Gebieten große Probleme zu lösen haben: Ich will endlich eine Freundin und weiß nicht, wie ich dieses Ziel erreichen soll; ich stehe im Studium vor einer wichtigen Entscheidung mit schwerwiegenden Folgen und weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll; ich möchte endlich mal einen schönen Urlaub mit Freunden verbringen, und dieser Wunsch werde ich mir nicht erfüllen können. Wenn ich all diese Probleme anspreche, gehe ich die Gefahr ein, meine Freunde zu überfordern. Klar, wenn sie tatsächlich meine Freunde sind, werden sie sich nicht den Kontakt zu mir abbrechen, aber auf Grund großer Enttäuschungen in der Vergangenheit, habe ich da gewisse Ängste. Außerdem haben sie zum Teil auch Probleme in ihrem Privatleben (ich meine jetzt nicht ihre Beziehung), sodass ich Hemmungen habe, sie zusätzlich zu belasten.

Im Übrigen waren meine Freunde bisher immer für mich da, wenn ich sie gebraucht habe, und zwar in verschiedenen Situationen. Irgendwie konnte ich mich aber nie wirklich revanchieren, was meine Hemmungen, noch einmal ihre Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen, noch einmal verstärkt. Verstehst du, was ich meine?

Seien wir ehrlich: Wir wollen nur Liebe, weil andere es wollen oder meinen, wie toll es ist. Wie Kinder, die meinen, wie toll das Spielzeug ist und wenn man das Ding dann hat ist es nach kurzer Zeit eh in eine Ecke des Zimmers befördert, weil wir nichts damit anfangen können oder es kaputt in der Ecke liegt oder das nächste Spielzeug versuchen, obwohl wir vom ersten was lernen sollten.

Entschuldige, aber das ist absurd! Ich gehöre nun wirklich nicht zu der Kategorie von Menschen, die nur etwas wollen, weil Andere es auch haben. Für mich wäre das nur ein Zeichen von Dummheit. Und als dumm empfinde ich mich nicht gerade.

Ach ja, "Arschloch" = Selbstbewusster Mann der eine eigene Meinung hat, weißt wo er im Leben steht, wo er hinwill und sich nicht für jemanden aufgibt.
Hast recht, solche Männer wollen wir. Mit euch Kuschelhasen können wir nichts anfangen, wer seid ihr überhaupt?!

Aha, wirklich? Das bedeutet also, dass ich gleich aufgeben kann. Gut, ich bin jemand, der eine eigene Meinung und starke Überzeugungen hat und im Wesentlichen weiß, wo er hinwill, aber das ist auch alles. Wenn du im Namen aller Frauen sprichst, was schon ein bisschen anmaßend ist, dann können Männer wie wir uns gleich von der nächstgelegenen Brücke stürzen, weil ihr ja mit uns eh nichts anfangen könnt; wir würden euch ja sogar nur stören!

Glaubst du wirklich, was du da geschrieben hast?

Es ist falsch zu denken, dass dir persönlich viel fehlt und du deswegen keine Partnerin findest. Das einzige, was mMn für die Partnersuche wichtig ist, ist Mut! Alle anderen Fucked-Up-People haben auch keine Probleme, eine Freundin zu finden, egal ob drogensüchtig, depressiv, mit Schuldenberg, übergewichtig, magersüchtig, wwi. Warum fällt es dir so schwer? Weil du dich nicht traust, und nicht, weil du um so vieles schlechter bist als alle anderen.

Mut ist bei der Partnersuche sehr wichtig, da hast du vollkommen Recht! Allerdings ist nur eine Voraussetzung unter vielen. Wenn ich zum Beispiel mutig bin und nicht die Gelegenheit habe, mit Frauen zusammenzukommen, bringt mir mein Mut rein gar nichts. Auch nützt er mir nicht, wenn sich aus welchen Gründen auch immer keine Frau für mich interessiert. Letzten Sommer habe ich mich überwunden, als ich meine „Traumfrau“ angesprochen und zu einem Treffen bewegt habe – das war doch recht mutig von mir –, aber abgesehen davon, dass sie bereits glücklich vergeben war, hat man mir meine Nervosität zumindest stellenweise angesehen, und das ist etwas sehr Unattraktives. Wie schafft man es, in Anwesenheit einer Frau, in die man verliebt ist, locker zu bleiben?

Man findet eigentlich leicht einen Partner (nicht unbedingt den Lebenspartner, aber "irgendeinen" Partner, mit dem man eine Beziehung führen will, den man lieben kann und schätzen will. Ansonsten würde es nicht so viele Beziehungen geben). Man muss nur die Augen offen halten und "proaktiv" werden.

Naja, irgendeine Freundin will ich nicht. Eine Freundin, die sich für das, was ich mache, nicht interessiert, bringt mir überhaupt nichts. Ebenso wenig eine, mit der ich überhaupt keine gemeinsamen Interessen habe: Was sollen wir da außer Sex zusammen unternehmen? Ich könnte noch zahlreiche weitere Beispiele anführen, aber ich glaube, dass das reicht, um zu verstehen, worauf ich hinauswill.

Wenn ich wollte, könnte ich in wenigen Wochen eine Freundin haben: Frauen mit geringem Bildungsniveau begeistern sich sehr leicht für ältere Männer mit höherem Bildungsniveau. Daher müsste ich mich zumindest in der Freizeit lediglich in diesem Milieu bewegen, und schon würden meine Chancen rasant steigen. Darum geht es mir aber nicht, meine Freundin soll nämlich kein reines Sex- und Herzeigeobjekt werden. Mit einer solchen Person würde ich auf keinen Fall glücklich werden, weil ich mich verstellen müsste, auf das, was ich mag, verzichten und mich nur mit Dingen beschäftigen, die mich nicht interessieren.

Schließlich ist es auch wichtig, dass man sich in die Person, mit der man eine Beziehung anfangen will, verliebt hat. Das ist bei mir ein weiteres Problem: Ich bin nämlich jemand, der sich äußerst schwer verliebt. Mittlerweile frage ich mich sogar, ob ich dazu überhaupt noch in der Lage bin…

Woher weißt du das? Ich würde dir wirklich nahelegen, das noch mal zu überdenken. Ja ich weiß, du hast schon mal mit der Unipsych geredet, aber das heißt nicht viel. Wieso willst du dem nicht noch eine Chance geben (Ganz abgesehen davon, dass ich finde, dass die Unipsych Recht hatte)? Ist es dein Stolz, der dich hindert?

Mein Stolz spielt da auf jeden Fall eine Rolle, ja. Hinzu kommen mein Geldbeutel (solche Therapien sind nämlich sehr teuer) und meine Weigerung, mich mit meiner Vergangenheit zu beschäftigen.

Fühlst du dich wohl mit dir selbst? Bist du locker im Umgang mit anderen Menschen? Scherzt du mit deiner Umgebung, hast du Spaß am Leben? Was konkret mit deinem Aussehen verkehrt sein soll, kann ich hier natürlich nicht beurteilen. Es ist aber natürlich nicht verkehrt, an seinem Äußeren zu arbeiten. Trotzdem wird das wohl nicht der Hauptgrund sein, weswegen du keine Freundin hast.

Im Umgang mit meinen Freunden bin ich locker, und ja, ich scherze auch mit ihnen: Eigentlich kann ich mit ihnen der Mensch sein, den ich wirklich bin. Wenn ich mit ihnen zusammen bin oder gerade meinen Hobbys nachgehen (wohlgemerkt alleine), dann habe ich tatsächlich Spaß am Leben.

Was würde denn nach aktuellem Entwicklungsstand möglich sein?:
- zielgerichtet am Studium und der beruflichen Entwicklung arbeiten
( aber effizient studieren, damit viel Freizeit bleibt )
- allgemeine Körperertüchtigung
- und nach der Versuch-Irrtum-Methode sich an das Thema Frauen
herantasten, so wie es die 16-jährigen etwa tun, d.h. spielend lernen,
die Mißerfolge frohen Mutes wegstecken, Spaß haben und die Zeit einfach
gar nicht beachten.

Punkt 1 und 2 mache ich schon, bei Punkt 3 ist es schon schwieriger.

Ich möchte auch nochmals bemerken: es gibt im alter 20-25 durchaus sehr viele Frauen, die auch noch nie einen Partner hatten und die sich gerne
entdecken lassen würden. Auch die haben ihre Probleme mit der Einsamkeit
und sie haben auch einige Besonderheiten, die sie von den Männern fernhalten.

Die wichtigste Frage dabei ist: Wie kommt man an diese Frauen heran?

Meine Frage an alle Single-Männer hier mit Ausnahme Gremlin:
Würdet Ihr es denn schaffen, in der laufenden Woche nur ein einziges
Mal eine Frau anzusprechen, die Single ist, und sie einfach zu einer
gemeinsamen Freizeitaktivität einladen ?
Wohlgemerkt - nicht mehr, keine weiterführenden Ziele oder Hoffnungen
damit verbinden, es kommt nicht einmal darauf an, daß dies erfolgreich
ist, sondern einzig darauf, daß es versucht wird.

Meinst du jetzt fremde alleinstehenden Frauen oder welche aus dem eigenen Bekanntenkreis? Wenn du letzteres meinst, habe ich es nämlich bereits mehrmals geschafft, nicht zuletzt dieses Wochenende.

Nun lasse ich euch weiter diskutieren und melde mich wieder, wenn ich von meiner 5-tägigen Exkursion zurück bin.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann die Frage für dich nicht beantworten. Wenn mein Verstand meine Gefühle behindert, dann hat er meistens guten Grund dazu. Aber das mag bei jedem anders sein. Übrigens darf man den Verstand nicht damit verwechseln, wie man seinen Verstand anwendet. Wenn's hapert, dann meistens an der Anwendung und nicht am Verstand.
Mein "Verstand" (sofern man ihn in dieser Situation als Solchen bezeichnen mag) erfindet immer nur unählige überwiegend völlig bescheuerte Argumente, warum dieses oder jenes Vorhaben, mit dem ich bei einer netten Frau irgendwie die Initiative ergreifen will, völlit falsch und unangebracht ist - und es kam schon häufig vor, dass ich mir im Nachhinein am Liebsten in den Allerwertesten gebissen hätte, weil ich mal wieder so blöd war, nur wegen all dieser bescheuerten Bedenken eine nahezu perfekte Situation nicht zu nutzen.
Die "guten Gründe", die mein Verstand oft äußert, sind nämlich gut genug, damit ich mal wieder nichts mache, obwohl das fast immer die schlechteste Möglichkeit ist.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
m Umgang mit meinen Freunden bin ich locker, und ja, ich scherze auch mit ihnen: Eigentlich kann ich mit ihnen der Mensch sein, den ich wirklich bin. Wenn ich mit ihnen zusammen bin oder gerade meinen Hobbys nachgehen (wohlgemerkt alleine), dann habe ich tatsächlich Spaß am Leben.
Sorry das mal sagen zu müssen, aber in einer "sicheren" Umgebung ist so ziemlich jeder locker. Das heisst einfach nichts.

Die wichtigste Frage dabei ist: Wie kommt man an diese Frauen heran?
Gerade im Unibereich gibts da doch wirklich tausend Dinge:
-Unisport
-Einfach ein bißchen in der Bib, im Gang, im Aufzug flirten
-Öfters mal ein Ründchen mit richtig guter Laune über den Campus schlendern oder eine Runde mit dem Fahrrad drehen, sich im Sommer mal irgendwo mit Decke auf die Wiese hauen
-Supermarkt und Co. in Uninähe, da hat man doch oft genug schon nette Mädels an der Kasse vor sich

Gibt doch wirklich tausend Gelegenheiten für einen kleinen Flirt und ab und zu wird da dann auch mal ein Kaffee daraus oder mehr.
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Na, da hab ich wohl einen Nerv getroffen, hm? :zwinker:


Joah.

Das bedeutet also, dass ich gleich aufgeben kann.

Wenn du dich zu den Männchen zählst die für eine Frau bis zur kompletten Selbstaufgabe alles stehen und liegen lassen, ihren Stolz über Bord werfen um einzig und allein in ihrer Gunst zu existieren - Ja.
Dann landest du allerhöchstens in einem Abhängigkeitsverhältnis.

Gut, ich bin jemand, der eine eigene Meinung und starke Überzeugungen hat und im Wesentlichen weiß, wo er hinwill, aber das ist auch alles.

Ja, und?
Warum redest du das denn klein anstatt Stolz drauf zu sein?

Wenn du im Namen aller Frauen sprichst, was schon ein bisschen anmaßend ist, dann können Männer wie wir uns gleich von der nächstgelegenen Brücke stürzen, weil ihr ja mit uns eh nichts anfangen könnt; wir würden euch ja sogar nur stören!

Stören? Keinesfalls!
Als beste Freundin mit Penis, Seelenmülleimer und Ego-pusher seid ihr einsame Spitze!
Nur als Partner - dafür kommt ihr leider nicht in Frage, Sorry.

Noch mal zur Wiederholung: Du hast dich mit deinem Post selbst in diese Schublade gesteckt.

Ich finde es übrigens nicht anmaßend. Lies dir einfach mal ein paar Threads hier durch, dann verstehst du was ich meine.

Glaubst du wirklich, was du da geschrieben hast?

1k%ig.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Kurze Anregung - du klingst so, als würdest du glauben, "dieses gewisse Etwas" hat man oder hat man nicht.

Meine Erfahrung sagt, man hat es für JEMANDEN, nicht universell.

Ich war ziemlich verliebt in meinen Freund, während eine gute Freundin das so überhaupt nicht verstehen konnte. Wiederum haben Freunde von mir Partner, wo ich mich schon manchmal frag, was sie in denen sehen *seufz*

Es gibt kein universelles "bei DEN Frauen ankommen" Gen.
Man gefällt immer welchen, und andern nicht.
Und da du Beziehungsvorraussetzungen ähnlich eng siehst wie ich, nämlich dass Aussehen, Charakter, Verstand und Gefühl stimmen müssen, und auch noch auf Gegenseitigkeit schränkt das die Auswahl natürlich ein, im Vergleich zu denen die sich a) einfach leicht verlieben und b) es einfach mal versuchen und sich auf etwas mit ein wenig Kribbeln und hohen Sympathiepunkten einlassen.

Aber das ist nichts was man ändern könnte.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Gibt doch wirklich tausend Gelegenheiten für einen kleinen Flirt und ab und zu wird da dann auch mal ein Kaffee daraus oder mehr.

Ob das bei allen Frauen funktioniert, bin ich da nicht so sicher.

Vor einiger Zeit erzählte meine Frau mir, dass sie von einem fremden Mann angesprochen, und nach kurzem Smalltalk wollte er mit ihr einen Kaffe trinken gehen.
Sie hatte überhaupt nicht verstanden, was er damit wollte, sie dachte: Der Typ kennt mich doch überhaupt nicht, warum möchte er mit mir einen Kaffee trinken gehen???

Ok, das trifft sicherlich nicht auf die Mehrheit der Frauen zu, aber wollte damit nur andeuten, dass es Frauen gibt, welche mit einem solchen Angebot zunächst mal überhaupt nichts anfangen können.

Ich bin aber der Meinung, dass Frauen, welche auf einen Kaffe angesprochen werden, schnell wiisen, auf was der Mann hinausmöchte.

Für meine Frau war es jedenfall zunächst mal ein grosses Fragezeichen, wo ich sie erstmal darüber aufklären musste, was es damit auf sich hat:tongue:
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Sie hatte überhaupt nicht verstanden, was er damit wollte, sie dachte: Der Typ kennt mich doch überhaupt nicht, warum möchte er mit mir einen Kaffee trinken gehen???

Dann hat die "Sympathie" wohl nicht gereicht ;D
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Ich persönlich bin auch noch nie mitgegangen, und mag auch das Angebot nicht. aber das forum kennt meine Meinung zum von Fremden angesprochen werden ^^ Liegt mir nicht, ich lern neue Leute nur über Gemeinsamkeiten gern kennen, in der U- Bahn oder im Kaffeehaus gehts mir auf die Nerven... solche gibts also auch - verstehen zwar worum geht, findens aber ganz generell und unabhängig von der fragenden Person blöd mit Fremden einfach so zu reden :zwinker: darf man halt nicht persönlich nehmen dann...
 

Benutzer103177 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für diese Einstellung! Du hast es eingesehen, dass es nicht an den Frauen, sondern an dir liegt. Jegliche Handlungsfreiheit hast also DU. Jetzt musst du sie nur noch wahrnehmen.


Welche Handlungsfreiheit? Er sagt zurecht, dass die Frauen nichts dafür können, dass er introvertiert und optisch kein Highlight ist. Mehr als sich selbst zu lieben und sein Leben trotz Partnerlosigkeit zu genießen, kann man nicht machen.

Ich glaub Leute, die eine Beziehung haben, können es sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlt sein ganzes Leben lang abgelehnt zu werden und immer wieder einen Korb zu bekommen. Letztens hat mich ein Date aus einer Singlebörse einfach so versetzt. Dabei fand sie mich echt attraktiv auf meinen Bildern, aber an dem Tag habe sie kalte Füße bekommen und ist daher einfach an dem Platz, an dem wir uns treffen wollten, vorbeigegangen. Da sie ihren Account nach der Entschuldigungsmail gelöscht hat, konnte ich ihr auch nicht antworten. Am zu jungen Alter kann es nicht gelegen haben, sie ist eine 23-Jährige Studentin.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Welche Handlungsfreiheit? Er sagt zurecht, dass die Frauen nichts dafür können, dass er introvertiert und optisch kein Highlight ist. Mehr als sich selbst zu lieben und sein Leben trotz Partnerlosigkeit zu genießen, kann man nicht machen.

Ich glaub Leute, die eine Beziehung haben, können es sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlt sein ganzes Leben lang abgelehnt zu werden und immer wieder einen Korb zu bekommen. Letztens hat mich ein Date aus einer Singlebörse einfach so versetzt. Dabei fand sie mich echt attraktiv auf meinen Bildern, aber an dem Tag habe sie kalte Füße bekommen und ist daher einfach an dem Platz, an dem wir uns treffen wollten, vorbeigegangen. Da sie ihren Account nach der Entschuldigungsmail gelöscht hat, konnte ich ihr auch nicht antworten. Am zu jungen Alter kann es nicht gelegen haben, sie ist eine 23-Jährige Studentin.

Handlungsfreiheit, an sich selbst etwas zu verändern. Man kann schließlich lernen, aus sich selbst das beste herauszuholen. Ein Mann muss kein Schönling und kein Womanizer sein, um eine Frau abzubekommen. Wer das denkt, ist realitätsfern.

Und was deine Geschichte angeht: Erstens bin ich selbst in keiner Beziehung. Und zweitens gibt's immer mal Rückschläge. Wenn du denkst, ich hätte noch nie einen Korb bekommen, dann irrst du dich. Jeder bekommt Körbe. Ist zwar ärgerlich und dämpft das Ego, aber man muss auch lernen, damit umzugehen. Der eine hängt sich dran auf, der nächste hat's ne Woche später wieder vergessen, einfach deswegen, weil er es nicht allzu persönlich genommen hat.
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
es ist nicht leicht, sich da hineinzuversetzen

Lotusknospe :
... Jeder bekommt Körbe. Ist zwar ärgerlich und dämpft das Ego, aber man muss auch lernen, damit umzugehen. Der eine hängt sich dran auf, der nächste hat's ne Woche später wieder vergessen, einfach deswegen, weil er es nicht allzu persönlich genommen hat. ...
Ehrlich gesagt, ich hatte schon dazu ein paar zustimmende Zeilen geschrieben
und sie dann wieder gelöscht, weil ich mich ernsthaft frage, ob ich mich überhaupt
richtig in die Lage von jemandem hineinversetzen kann, der mit Anfang 20 noch keine
einzige Beziehung gehabt hat.
Auch ich bin der Meinung, daß man eine Ablehnung absolut nicht persönlich nehemen
braucht.
Aber wie ist das nach der 50. oder 100. Ablehnung oder wie fühlt sich das an,
wenn jemand 23 Jahre alt ist ?
Ich vermute, da hat sich ein Erfolgsdruck aufgebaut, der nicht so einfach wieder
abzuschalten ist. Weiterhin wirkt ja auch noch das ursächliche zerstörerische
Programm im Unterbewußtsein.

Das Faultier
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ehrlich gesagt, ich hatte schon dazu ein paar zustimmende Zeilen geschrieben
und sie dann wieder gelöscht, weil ich mich ernsthaft frage, ob ich mich überhaupt
richtig in die Lage von jemandem hineinversetzen kann, der mit Anfang 20 noch keine
einzige Beziehung gehabt hat.
Auch ich bin der Meinung, daß man eine Ablehnung absolut nicht persönlich nehemen
braucht.
Aber wie ist das nach der 50. oder 100. Ablehnung oder wie fühlt sich das an,
wenn jemand 23 Jahre alt ist ?
Ich vermute, da hat sich ein Erfolgsdruck aufgebaut, der nicht so einfach wieder
abzuschalten ist. Weiterhin wirkt ja auch noch das ursächliche zerstörerische
Programm im Unterbewußtsein.

Das Faultier

Ich gebe dir grundsätzlich ja Recht - wenn jemand die 100. Ablehnung erfahren hat, dann ist es wohl tatsächlich nicht so einfach. Allerdings: Ablehnung ist nicht gleich Ablehnung.

- Wenn jemand 100 Ablehnungen über das Internet bekommen hat, dann darf man das nicht persönlich nehmen.
- Wenn jemand jeden Tag abends in die Disko geht und auf übelste Mädchen anbaggert und dabei 100 Ablehnung kassiert, darf er sich nicht wundern.
- Wenn jemand 100 auf der Straße, im Supermarkt, etc. anspricht, die alle allein schon von der Körpersprache her zeigen, dass sie kein Interesse haben, dann darf er sich nicht wundern.
- Wenn jemand zum x. Mal sich in seine "beste Freundin" unsterblich verliebt, die vermutlich auch noch vergeben ist, dann darf er sich nicht wunden (bzw. sollte er sich selbst mal überdenken)
- usw.

Man kann aus Ablehnung auch lernen bzw. sollte man das tun, wenn die gehäuft auftritt. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der TS und vergleichbare Kandidaten tatsächlich so viel Ablehnung erfahren haben. Meist hängen sich die Leute an ein oder zwei speziellen Events auf, die sie so sehr verunsichern, dass sie sich nicht mehr trauen, überhaupt irgendetwas zu tun. Für mich klingt es dann fast nach einer sozialen Angst, sich zu blamieren, die in der betreffenden Situation relevanter wird als die Sehnsucht nach Zweisamkeit.

So gesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass Ablehnung bei den hier im Fokus stehenden Herren so drastisch ausgefallen ist. Anders ist es, wenn jemand bspw. gewisse Behinderungen hat, die ihn auf dem Partnermarkt massiv einschränken. Bei dem TS und ähnlichen Kandidaten hingegen denke ich, dass sie sich tatsächlich selbst im Wege stehen, aus Angst vor Blamage folgt Passivität und Schwerfälligkeit. Ich würde sogar behaupten, dass ich als nicht unattraktive, auf dem Partnermarkt proaktiv-offensive Frau bisher mehr Körbe eingesackt habe, als der TS. Allerdings werte ich einen Korb nicht als Blamage, nehme ihn allerseltenst persönlich und vor allem kassiere ich ihn wenn, dann zu so einem frühen Zeitpunkt, dass er subtil kommuniziert wird, ich ihn kaum als Korb wahrnehme und ihn gut akzeptieren kann. Mit anderen Worten: Bei mir geht keine Welt deswegen unter.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ehrlich gesagt, ich hatte schon dazu ein paar zustimmende Zeilen geschrieben
und sie dann wieder gelöscht, weil ich mich ernsthaft frage, ob ich mich überhaupt
richtig in die Lage von jemandem hineinversetzen kann, der mit Anfang 20 noch keine
einzige Beziehung gehabt hat.
Das Faultier

Ich kann das, aber ich kann mich in die Frustration nicht hineinversetzen. Ich war auch Anfang 20 beim Beginn meiner ersten Beziehung, und das ist für mich nun wirklich kein Argument, sich aussätzig zu fühlen...

Und ja man kann lernen Enttäuschungen aller Art wegzustecken, ohne bitter zu werden oder sich hineinzusteigern.
Man muss nur wollen...
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
So gesehen kann ich mir nicht vorstellen, dass Ablehnung bei den hier im Fokus stehenden Herren so drastisch ausgefallen ist. Anders ist es, wenn jemand bspw. gewisse Behinderungen hat, die ihn auf dem Partnermarkt massiv einschränken. Bei dem TS und ähnlichen Kandidaten hingegen denke ich, dass sie sich tatsächlich selbst im Wege stehen, aus Angst vor Blamage folgt Passivität und Schwerfälligkeit. Ich würde sogar behaupten, dass ich als nicht unattraktive, auf dem Partnermarkt proaktiv-offensive Frau bisher mehr Körbe eingesackt habe, als der TS. Allerdings werte ich einen Korb nicht als Blamage, nehme ihn allerseltenst persönlich und vor allem kassiere ich ihn wenn, dann zu so einem frühen Zeitpunkt, dass er subtil kommuniziert wird, ich ihn kaum als Korb wahrnehme und ihn gut akzeptieren kann. Mit anderen Worten: Bei mir geht keine Welt deswegen unter.
Deine Vermutung kann ich zumindest ein Stück weit bestätigen:
Einen direkten Korb habe ich noch überhaupt nicht bekommen (dafür habe ich schon einem Mädchen einen Korb gegeben) und es gab bisher nur eine Frau, die nach anfänglich vorhandenem beidseitigem Interesse das Interesse an mir verloren hat (vermutlich auch weil ich mich beim ersten und einzigen Date viel zu passiv war und Steilvorlagen von ihr nicht genutzt habe) und die dann wohl zu feige war, mir einen Korb zu geben und mich stattdessen hingehalten hat (was ich als deutlich unangenehmer empfinde als einen direkten Korb), sowie eine Frau, an der ich nach anfänglichem gegenseitigem Interesse das Interesse verloren habe.
Bei den wenigen anderen Frauen, an denen ich interessiert war, habe ich es nicht mal ansatzweise geschafft, die Initiative zu ergreifen.
(Wobei es mir ein paar Leute wohl durchaus angesehen haben, dass ich an einer bestimmten Frau interessiert war... vielleicht hat es diese Frau ja sogar auch bemerkt. Aber wirklich die Initiative habe ich da nie ergriffen - bis sie dann irgendwann mal einen Freund gefunden hat, der sich nicht so blöd angestellt hat wie ich.)

Einen Korb zu bekommen wäre für mich derzeit sogar ein ziemlich großer Erfolg - denn das würde ja bedeuten, dass ich erst mal eine interessante Frau kennengelernt habe und es anschließend auch noch geschafft habe, die Initiative zu ergreifen, so dass mein "Objekt der Begierde" mein Interesse an ihr erkannt hat.
Denn all das habe ich bisher nur ein mal so wirklich geschafft - nämlich bei der Frau, an der ich nach einer Weile das Interesse verloren habe.

Selbstverständlich wäre ich erst mal enttäuscht, wenn ich einen Korb bekommen würde... aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das spätestens nach ein paar Wochen nicht mehr als Niederlage, sondern als Teilerfolg verbuchen würde.
Auch die Erfahrungen mit der Frau, an der ich nach einer Weile das Interesse verloren habe, verbuche ich als einen solchen Teilerfolg, weil ich es immerhin geschafft habe, eine Frau, an der ich interessiert war, näher kennenzulernen, die Initiative zu ergreifen, Treffen mit ihr auszumachen und weil ich nichts so verbockt habe, dass sie das Interesse an mir verloren hat.

Meine Frustration wird somit nicht durch Enttäuschungen in Form von Körben oder sonstiger Ablehnung verursacht, sondern durch den Ärger über meine eigene Unfähigkeit, überhaupt interessante Frauen kennenzulernen (das passiert nur alle paar Jahre ein mal) und meine Unfähigkeit, mein Interesse an einer solchen Frau zu zeigen und irgendwie die Initiative zu ergreifen, ihre Signale richtig zu deuten (und zwar sofort und nicht erst, nachdem ich die Situation Studnen oder Tage vorher versemmelt habe), darauf dann richtig zu reagieren, usw.
 
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