Warum verstehen viele meine Sehnsucht nach einer Freundin nicht?

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Erst neulich wurde ich von einer verarscht...Das ganze macht meinen Frust nur noch größer! Ich habe zunehmend das Gefühl dass viele Frauen einfach nur durchgeknallt sind und keine enrsthaften bindungen eingehen wollen...

Das kenne ich nur zur Genüge!
Und bei mir wars mehr als nur einmal. Ich sage mal, es ist schon schlimm genug, wenn sich über Jahre nichts ergibt.
Aber wenn man dann endlich eine findet, aber von ihr nur verarscht wird, das macht die Sache erst recht schlimmer, weil solche Ereignisse einen fast völlig verzweifeln lassen.
Von daher wundert es mich auch nicht, dass einige Männer einen Frauenhass entwickeln.
Ok, ich war zwar nicht so drauf, aber weit entfernt war ich aber auch nicht davon - ich meine man investiert Zeit in eine Beziehung und müht sich, diese aufrecht zu halten - und am Ende steht man mit ausser Spesen nix gewesen und stellt sich die Frage: Wozu das alles?

Um aus dem Loch der Verzweiflung rauszukommen, da wirds verdammt schwierig. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und solange man noch einen Funken Hoffnung und einen einigermassen noch klaren Verstand hat, kommt man über kurz oder lang zum Ziel.
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Wulfric, du redest dich um Kopf und Kragen.
Sollte es wirklilch ein derart schlimmer Zustand sein bei dir dann suche dir einen Therapeuten, dann kann dir hier wohl niemand helfen.
Wir können dir nur Wege zeigen - gehen musst du sie alleine.

Deine Aussage über deine Freunde, du würdest diese mit deinem Probleme nicht belasten wollen, deckt sich mit der Vermutung die ich eigentlich die ganze Zeit über hatte:
Du bist zwar sehr freundlich aber gleichzeitig auch sehr verschlossen, weil du Angst vor Zurückweisung hast.
Ich kann verstehen das du, nachdem du dich endlich einmal überwunden hast etwas zu tun, gefrustet bist das sich - IN DEINEN AUGEN - noch kein Erfolgserlebnis eingestellt hat.
Aber, lieber Wulfric, kein Kind lernt innerhalb eines Tages laufen und Glück und Erfolg liegen immer im Auge des Betrachters.

So abgedroschen das auch klingen mag, es ist die Wahrheit.
 

Benutzer116320 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das kenne ich nur zur Genüge!
Und bei mir wars mehr als nur einmal. Ich sage mal, es ist schon schlimm genug, wenn sich über Jahre nichts ergibt.
Aber wenn man dann endlich eine findet, aber von ihr nur verarscht wird, das macht die Sache erst recht schlimmer, weil solche Ereignisse einen fast völlig verzweifeln lassen.
Von daher wundert es mich auch nicht, dass einige Männer einen Frauenhass entwickeln.
Ok, ich war zwar nicht so drauf, aber weit entfernt war ich aber auch nicht davon - ich meine man investiert Zeit in eine Beziehung und müht sich, diese aufrecht zu halten - und am Ende steht man mit ausser Spesen nix gewesen und stellt sich die Frage: Wozu das alles?

Um aus dem Loch der Verzweiflung rauszukommen, da wirds verdammt schwierig. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und solange man noch einen Funken Hoffnung und einen einigermassen noch klaren Verstand hat, kommt man über kurz oder lang zum Ziel.

Ja, genau das hab ich gemeint! Ich finde nach langer Zeit eine richtig süß und attraktiv, nehme meinen Mut zusammen und frage sie nach einem Treffen, nur um am Ende verarscht zu werden!
Ich bin immer noch total frustriert, obwohl das schon zwei Monate her ist.

Haben die Frauen sich danach dir gegenüber normal verhalten bzw so getan als wenn nichts gewesen wäre oder zeigen sie dir offen, "welchen Spaß" sie dabei haben dich zu verarschen?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Schlimmste ist, dass ich zwar etwas unternehmen will, um meine Chancen auf Erfolg zu vergrößern, eigentlich aber rein gar nichts unternehmen kann. Nu kommt die Frage, die ich schon -zig mal gestellt habe: Wo soll ich denn eine Freundin finden? Da zur Zeit Semesterferien sind, komme ich mit niemand Anderem als meinen Freunden zusammen; der einzige Ort, in dem ich mit einigen Frauen in meinem Alter zusammenkomme, ist mein Schwimmkurs, der aber diese Woche endet. Ich habe beschlossen, etwas zu tun, damit ich eine Freundin finden kann, kann im Moment aber gar nichts machen. Ich trete einfach nur auf der Stelle.
Da kann ich dir leider keinen Tipp geben, weil ich selbst viel zu wenig neue Frauen kennenlerne.
Du könntest noch ein paar Jahre damit warten? Also ich könnte das nicht. So lange würde ich es nicht aushalten, sondern würde an meinem Unglück zugrunde gehen. Irgendwann fängt man nämlich an, durch seine negativen Gedanken und seine Traurigkeit den eigenen Körper zu zerstören. Und ohne zu übertreiben: Jedes Mal, wenn ich deprimiert bin, habe ich Bauchschmerzen. Aber zum Glück gibt es noch genug glückliche Momente, die als Ausgleich dienen. Vielleicht hänge ich deshalb so sehr an meinen Freunden...
Was heißt hier können oder nicht können?
Wenn ich keine Freundin finde, bleibe ich eben noch eine Weile Single...
und realistisch betrachtet ist es zumindest im nächsten halben Jahr äußerst unwahrscheinlich, dass ich eine Freundin finden könnte, weil ich kaum Gelegenheiten habe, um neue Frauen kennenzulernen.
Das klingt natürlich logisch. Andererseits ging es aber nicht nur um die Muskelmasse, sondern um alles, was eine Frau an einem Mann rein körperlich anziehend finden kann: Es kann ein muskulöser Oberkörper sein, aber auch eine glatte und gebräunte Haut, eine schöne Gesichtsform, schöne Augen, usw. Das hängt von der Person ab. Bei mir gibt es nichts Derartiges, so zumindest mein Eindruck. Wenn ich meine neuen Klamotten anhabe, die etwas stilvoller sind, als die alten, und mir ein bisschen Gel in die Haare tue, sehe ich gar nicht mal so schlecht aus (ich habe letztens Komplimente von Freundinnen bekommen), aber sobald das alles weg ist, gefalle ich mir nicht mehr.
Es soll auch Frauen geben, die auf blasse Haut stehen :zwinker: (zumindest hier im Forum tummeln sich einige solcher Frauen)
Ansonsten kann man auch durch kleine Veränderungen wie z.B. eine andere Frisur, einen anderne (oder überhaupt vorhandenen) Bart, usw. Einiges verändern...

Und neben den "statischen" Aussehen ist auch die Ausstrahlung und die persönliche Stimmung ganz wichtig.

Wenn ich gerade schlecht drauf bin, gefalle ich mir auch nicht, wenn ich in den Spiegel schaue... aber an anderen Tagen, wenn ich gut drauf bin, gefalle ich mir dafür um so besser :zwinker:

Auch eine Frau, die ich gutaussehend finde? Das ist nämlich der Punkt: Die einzigen Frauen, die klar und deutlich Interesse an mir gezeigt haben, fand ich überhaupt nicht gutaussehend. Und da habe ich mich gefragt, ob ich wirklich in der untersten Liga spiele, ob ich wirklich nur schlechtaussehenden Frauen anziehe, die sonst keiner will.
Der persönliche Geschmack hängt nicht unbedingt vom eigenen Aussehen ab - und es gibt auch keine starre Einteilung in Schönheitsklassen...

Jetzt deprimierst du mich unfreiwillig noch mehr... Ich fange nun an, mich zu fragen, ob ich überhaupt kräftiger werden kann. Ich habe die sehr dünnen Hände und Handgelenke meiner Mutter geerbt, sodass auch meine Unterarme sehr dünn sind. Ist da wirklich keine Verbesserung möglich? Und kann man keine muskulösen Oberkörper bekommen, wenn man nicht wie ein Verrückter trainiert, nur weil seine Eltern selbst nicht sehr breischultrig sind? Ich frage, weil ich zum ersten Mal jemanden höre, der wegen seiner familiäre Veranlagung nicht kräftig werden kann.
Wie schon im anderen Thread gesagt:
Je nach Veranlagung ist es sehr schwer und aufwändig, Muskelmasse in größerem Umfang aufzubauen.

Aber es ist definitiv möglich, seinen Körper zu formen und insgesamt sportlicher zu werden.

Aber bei mir ist es z.B. so, dass ich aktuell mit ca. 6 Stunden Sport pro Woche und ohne besondere Ernährung einfach nur meine 56kg halte, und definierte, aber nicht wirklich große Muskeln habe, die dank minimalem Körperfettanteil durchaus zur Geltung kommen.

Um mehr Muskelmasse aufzubauen müsste ich wohl - genau wie meine ehemaligen Vereinskameraden mit ähnlicher Veranlagung, die das geschafft haben - deutlich mehr und gezielter (und damit weniger genussorientiert) essen und deutlich mehr Krafttraining machen, wozu ich einfach zu faul bin.
Glaube mir, ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich es nicht mehr aushalte. Alles geht den Bach runter: Alle meine Träume zerbrechen einer nach dem anderen: Den lang ersehnten Urlaub mit Freunden kann ich vergessen, mein Schwimmkurs ist fast zu Ende und ich kann immer noch nicht richtig schwimmen, in der Fachschaft meines Seminars fühle ich mich nicht wohl und schließlich muss ich mich auch nach einem neuen beruflichen Ziel umsehen. Alles kommt irgendwie zusammen.
Dann Scheiß auf die Arbeit in der Fachschaft und nutze die Zeit, um etwas Anderes zu tun! - Lotusknospe hat dir ja schon mehr als genügend Vorschläge gemacht!
Und das Schlimmste ist: Ich bräuchte dringend jemandem zum Reden, aber ich habe Angst davor, meine Freunde damit zu belästigen. Also behalte ich alles für mich, und mittlerweile kann ich nicht mehr.
Dann rede mit deinen Freunden! - Oder suche dir meinetwegen einen Therapeuten, mit dem du über die Sache reden kannst.

Alles in dich hineinzufressen bringt dich wirklich nicht weiter.
Wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, würdest du mir aber empfehlen, auch mit meinen Freunden darüber zu reden. Weißt du vielleicht, wie man das Thema am besten anspricht, ohne dass man als vollkommen deprimierter und verzweifelter Jammerlappen rüberkommt? Kann ich die Diskussion etwa so einleiten, dass ich zum Beispiel einen Freunde frage, wie er es mit Frauen macht? Oder soll ich lieber allgemein die Einsamkeit ansprechen, wodurch auch das Urlaubsthema angesprochen werden würde? Mittlerweile hast du mich nämlich davon überzeugt, dass es wohl doch besser ist, mit Freunden zu reden, dass das eine weitere Angst ist, die ich überwinden muss.
Wie schon gesagt: Wenn sich das Gespräch gerade zufälligerweise um Beziehungen, usw. dreht, kannst du ja einfließen lassen, dass du immer noch erfolglos auf der Partnersuche bist... und schon ist der erste Schritt gemacht.
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
um es mal auf den Punkt zu bringen

Nachdem ich hier erst mal hinterhergelesen hab, bin ich zu dem
Schluß gekommen, daß es absolut nicht hilfreich ist, wenn hier
die Positionen festgenacht werden.

WulfricD hat ein echtes Problem und er braucht eine Strategie.
Kurz gesagt - er muß ein Ziel festlegen, notwendige Etappen oder
Einzelschritte definieren und er muß sich für den Zeitpunkt für
den Start der realen Taten entscheiden.

Die Ausgangslage sieht für WulfricD dramatisch aus.
Er sehnt sich nach einer Freundin, findet aber keine und dieser
Widerspruch beginnt jetzt gerade, sich auf alle anderen Bereiche
seines Lebens auszuwirken.
Kurz gesagt, er stürzt ab, wenn er jetzt nicht schnellstens eine
brauchbare Strategie entwickeln kann.

Was haben wir bisher für Ansatzpunkte geliefert? :

1. viele Dinge im Leben ändern und über Grenzen gehen,
( daran arbeitet er ja schon, dies bringt aber nur mehr Selbstbewußtsein )
2. ins Bordell gehen, um zu Üben, was die Anziehungskraft auf Frauen erhöht,
( wurde abgelehnt, leider aber keine bessere Alternative genannt )
3. mit Freunden Reden,
( offensichtlich sind diese Freunde nicht gut genug, denn keiner von denen
hat erkannt, wie mies es WulfriD geht, keiner ist auf ihn zugegangen )
4. einen fähigen Therapeuten suchen,
( nach allem, was ich hier gelesen hab, insbesondere auf den letzten Seiten,
ist dies wohl der einzige gangbare Weg )

Jetzt bring ich einen ganz einfachen Reload-Ansatz für WulfricD:

1.) Mache Dir Deine bisherigen Ziele wieder bewußt, denn Du
bist immer noch auf dem besten Wege dahin.

2.) Schmeiß alles raus aus Deinem Leben und Deinem Zeitplan,
was nicht dahin führt. Deine Rechner- bzw. Internetzeit limitierst Du
ab sofort auf max. 1 Stunde ( vor dem Schlafengehen ).

3.) Volle Konzentration auf das Studium und auf Körperertüchtigung.
Trimme Dich dabei auf Effiziens, das wird Dir auch später noch viele
Erfolge bringen.

4.) Noch diese Woche einen Therapeuten suchen - und leider weiß ich nicht,
wie Du einen Fähigen von den vielen Unfähigen unterscheiden sollst.
Dieser therapeut muß an das Unterbewußtsein Hand anlegen. Das bedeutet
viel Reden über scheinbar belanglose Dinge, aber auch sehr emotionale
Sitzungen. Es bleibt nur der eine Weg, diesem Mann zu vertrauen und ihn
seine Arbeit machen zu lassen. Keine Therapeutin !

Das Faultier
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Entschuldigt, dass ich euch erst jetzt antworte, aber leider bin ich in den letzten Tagen nciht dazu gekommen.

Warum verstehen viele meine Sehnsucht nach einer Freundin nicht?

Dabei kann ich nicht verstehen wieso es nicht klappt. Ich bin intelligent, witzig, sportlich und kann mich gut kleiden. Und es ist ja auch nicht so, dass ich es nicht versuche.

Erst neulich wurde ich von einer verarscht...Das ganze macht meinen Frust nur noch größer! Ich habe zunehmend das Gefühl dass viele Frauen einfach nur durchgeknallt sind und keine enrsthaften bindungen eingehen wollen...

Ich bin da zu noch viel pessimistischeren Schlüssen gekommen. Erstens: Es genügt nicht, einzelne Eigenschaften zu besitzen, seien es noch so viele, sondern das Gesamtbild muss passen. Wenn es nicht passt, hat man eben Pech gehabt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Chancen, eine Freundin zu finden, gleich null sind, aber man hat es eben schwerer, als Andere.

Zweitens: Das Finden eines Partners ist oft alleine eine Sache des Glücks, bzw. des Zufalls. Ungerecht ist hier, dass Einige einen Partner finden, ohne irgendetwas zu tun, während Andere ständig über ihren Schatten springen und ihr ganzes Leben umkrempeln müssen – ohne Garantie auf Erfolg. Zwei Beispiele: Eine Freundin von mir hat ihren derzeitigen Freund auf einer Partnerbörse kennengelernt, wobei er der Einzige war, dem sie zurückgeschrieben hat und mit dem sie sich getroffen hat; andere Freunde haben sich an der Uni kennengelernt, und zwar haben beide das gleiche Fach studiert – wenn man bedenkt, dass in ihrem Jahrgang nicht mehr als 15 Leute dieses Fach studiert haben, kann man schon von Glück sprechen.

Drittens: Bei manchen Paaren scheint es wirklich so zu sein, dass am Anfang nicht sonderlich viele Gefühle vorhanden waren, dass sie aber auf Grund einer gewissen gegenseitigen Sympathie und gemeinsamen Interessen beschlossen haben, es miteinander zu versuchen. Das kann ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, denn dann könnte man es eigentlich mit jedem seiner Freunde versuchen, da die oben genannten Kriterien auf jeden Fall vorhanden sind.

Aber wenn man dann endlich eine findet, aber von ihr nur verarscht wird, das macht die Sache erst recht schlimmer, weil solche Ereignisse einen fast völlig verzweifeln lassen.
Von daher wundert es mich auch nicht, dass einige Männer einen Frauenhass entwickeln.

Mich wundert es auch nicht. Wenn ich mich nicht beherrschen würde und wenn nicht so viele Frauen gute Freundinnen von mir wären, würde ich wahrscheinlich auch einen gewissen Frauenhass entwickeln. Aber das bringt nichts, weil es nur selten an den Frauen liegt, dass ich keine Partnerin finde. Auch wenn ich nicht direkt an allem selbst Schuld bin, liegt es schon an mir. Ein Beispiel: Ich kann zwar nichts dafür, dass ich unter mangelndem Selbstbewusstsein leide oder so aussehe, wie ich aussehe, aber ich kann den Frauen deshalb noch nicht vorwerfen, dass sie sich deswegen nicht in mich verlieben. Verstehst du, was ich meine?

Um aus dem Loch der Verzweiflung rauszukommen, da wirds verdammt schwierig. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und solange man noch einen Funken Hoffnung und einen einigermassen noch klaren Verstand hat, kommt man über kurz oder lang zum Ziel.

Glaubst du wirklich, dass der Verstand hier die geringste Rolle spielt? Ich würde das eher bezweifeln. Mein Ziel, eine Freundin zu finden, kann ich – wenn überhaupt – nur erreichen, wenn ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe, aber mein Verstand wird mir dabei nicht im Geringsten behilflich sein, ganz im Gegenteil. Es ist nämlich so, dass er einen eher behindert, weil man dann anfängt, sich viel zu viele Gedanken zu machen, und weil Gefühle mit dem Verstand nur sehr bedingt vereinbar sind.

Sollte es wirklilch ein derart schlimmer Zustand sein bei dir dann suche dir einen Therapeuten, dann kann dir hier wohl niemand helfen.
Wir können dir nur Wege zeigen - gehen musst du sie alleine.

Ohne überheblich wirken zu wollen: Ein Therapeut wird mir kaum helfen können, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mir geht es nicht darum, in meiner Vergangenheit nach Gründen für meine Ängste zu suchen, sondern konkrete Wege zu finden, wie ich eine Freundin finden kann, die zu mir passt. Und dafür interessieren sich Therapeuten nun mal überhaupt nicht.

Ich habe noch nie von Forumsmitgliedern erwartet, dass sie meine Probleme lösen und ihre Ratschläge an meiner Stelle in die Praxis umsetzen. Wie gesagt ist es nur so, dass ich auf manchen Gebieten ein sehr unsicherer Mensch bin, der nicht weiß, ob seine Herangehensweise die richtige ist und daher Andere um Rat fragen möchte. Zudem erhoffe ich mir von solchen Diskussionen, dass sie mir Ideen geben, wie ich meinem bisherigen, kläglichen Scheitern bei der Partnersuche endlich ein Ende setzen kann: Ich weiß es nämlich nicht mehr. Und ich muss gestehen: Ihr habt mir schon viele nützliche Tipps gegeben.

Deine Aussage über deine Freunde, du würdest diese mit deinem Probleme nicht belasten wollen, deckt sich mit der Vermutung die ich eigentlich die ganze Zeit über hatte:
Du bist zwar sehr freundlich aber gleichzeitig auch sehr verschlossen, weil du Angst vor Zurückweisung hast.

Verstehe was folgt bitte nicht als Vorwurf, denn so ist es wirklich nicht gemeint – es wurde hier so viel diskutiert, dass der Thread wie seine Vorgänger mittlerweile ziemlich unübersichtlich geworden ist. Aber man merkt, dass du dir nicht alle meine Beiträge hier und anderswo durchgelesen hast: Das, was du vermutest, habe ich nämlich schon das Eine oder Andere Mal geschrieben. Ja, ich habe Angst vor Zurückweisungen und Enttäuschungen. Ja, ich bin deswegen ein bisschen verschlossen. Je mehr ich mich mit einem Freund wohl fühle, je mehr ich ihm vertraue, desto mehr öffne ich mich ihm gegenüber. Bei einer Freundin hat es anderthalb Jahren gedauert, bei einer anderen fast zwei; umgekehrt habe ich einen Bekannten, den ich noch nicht so lange kenne, aber mit dem ich mich so vertraut fühle, dass ich ihn schon als Freund bezeichnen würde und bei dem ich mir zumindest vorstellen kann, dass ich ihm unter Umständen von meinen Problemen erzähle.

Aber du hast Recht: Es fällt mir sehr schwer, meinen Mitmenschen zu vertrauen und mich ihnen gegenüber zu öffnen.

Ich kann verstehen das du, nachdem du dich endlich einmal überwunden hast etwas zu tun, gefrustet bist das sich - IN DEINEN AUGEN - noch kein Erfolgserlebnis eingestellt hat.
Aber, lieber Wulfric, kein Kind lernt innerhalb eines Tages laufen und Glück und Erfolg liegen immer im Auge des Betrachters.

Ich wünsche mir so sehr, dass du Recht hast! Ich habe aber solche Angst davor, dass ich in einem halben oder ganzen Jahr keinen Schritt weiter bin, als jetzt. Klar werde ich mir weiter Mühe geben, aber es hat sich in Sachen Liebe in meinem bisher so wenig getan, dass ich mir gar nicht mehr richtig vorstellen kann, dass ich es eines Tages tatsächlich schaffe, eine Freundin zu finden. Verstehst du, was ich meine?

Was heißt hier können oder nicht können?
Wenn ich keine Freundin finde, bleibe ich eben noch eine Weile Single...

Kannst du das wirklich so locker sehen? Mir fällt es wirklich verdammt schwer!

Es soll auch Frauen geben, die auf blasse Haut stehen :zwinker: (zumindest hier im Forum tummeln sich einige solcher Frauen)
Ansonsten kann man auch durch kleine Veränderungen wie z.B. eine andere Frisur, einen anderne (oder überhaupt vorhandenen) Bart, usw. Einiges verändern...

Und neben den "statischen" Aussehen ist auch die Ausstrahlung und die persönliche Stimmung ganz wichtig.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen! Außer vielleicht, dass ich bisher den Eindruck hatte, dass meine Ausstrahlung eigentlich sehr positiv ist – zumindest dann, wenn ich nicht gerade versuche, über meinen Schatten zu springen oder in Anwesenheit einer Frau bin, in die ich verliebt bin: Dann bin ich nämlich sehr nervös, was sich auf meine Ausstrahlung negativ auswirkt. Ansonsten komme ich aber als freundlicher, meist gut gelaunter und in gewisser Hinsicht recht selbstbewusster Mensch rüber. Da ich trotzdem keine Freundin gefunden habe, suche ich nach anderen Gründen für mein bisheriges Versagen: Dazu gehören zweifelsfrei meine zu wenigen sozialen Kontakte, aber irgendwie sage ich mir, dass es nicht der einzige Grund sein kann, und da ich mit meinem Aussehen nicht sonderlich zufrieden bin, kommt es dazu, dass ich es als weiterer Grund für mein Scheitern ansehe.

Wenn ich gerade schlecht drauf bin, gefalle ich mir auch nicht, wenn ich in den Spiegel schaue... aber an anderen Tagen, wenn ich gut drauf bin, gefalle ich mir dafür um so besser :zwinker:

In gewisser Weise habe ich das auch schon erlebt: Wenn ich gut gelaunt bin, stilvoll gekleidet bin und gut frisiert bin, gefalle ich mir sogar recht gut, aber solche Momente bleiben doch eher die Ausnahme. Vor allem deshalb, weil ich mir sage, dass kaum jemand anderes mich gutaussehend findet.

Dann Scheiß auf die Arbeit in der Fachschaft und nutze die Zeit, um etwas Anderes zu tun! - Lotusknospe hat dir ja schon mehr als genügend Vorschläge gemacht!

Von den zahlreichen Vorschlägen, die sie und andere mir gemacht haben, kommen für mich nur wenige in Frage: Entweder, weil sie überhaupt nicht zu meiner Person passen, oder weil ich dafür keine Zeit habe. Aber es gibt ein paar Dinge, die ich wirklich mal ausprobieren könnte, und bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie mir sogar viel Spaß bereiten könnten.

Ich hoffe aber irgendwie trotzdem, dass ich im nächsten Semester im Rahmen der Uni die Gelegenheit bekomme, mit neuen (alleinstehenden) Frauen zusammenzukommen, weil es irgendwie immer noch der Ort ist, wo ich am meisten Leute kennenlerne.

Dann rede mit deinen Freunden! - Oder suche dir meinetwegen einen Therapeuten, mit dem du über die Sache reden kannst.

Alles in dich hineinzufressen bringt dich wirklich nicht weiter.

Ich weiß, dass ich nicht weiterhin alles in mich hineinfressen kann: Es bringt mich nicht nur nicht weiter, sondern ich gehe daran auch zu Grunde. Ich warte nur noch auf den passenden Augenblick, um das Thema anzusprechen. Wenn die entsprechenden Personen müde sind oder selbst viele Probleme haben, macht es ja keinen Sinn. Ebenso wenig, wenn es überhaupt nicht in den Diskussionsverlauf passt. Aber in einem Fall habe ich, denke ich, zwei gute Möglichkeiten, die Diskussion auf dieses Thema zu lenken. Mal schauen, ob mir das gelingt…

Wie schon gesagt: Wenn sich das Gespräch gerade zufälligerweise um Beziehungen, usw. dreht, kannst du ja einfließen lassen, dass du immer noch erfolglos auf der Partnersuche bist... und schon ist der erste Schritt gemacht.

Ja, genau!

WulfricD hat ein echtes Problem und er braucht eine Strategie.
Kurz gesagt - er muß ein Ziel festlegen, notwendige Etappen oder
Einzelschritte definieren und er muß sich für den Zeitpunkt für
den Start der realen Taten entscheiden.

Mit der Theorie bin ich vollkommen einverstanden! Seit Anfang des Jahres gebe ich mir Mühe, das, was mir in meinem Leben nicht gefällt, so gut es geht zu verändern. Gewisse Erfolge habe ich bereits erzielt: Ich treffe mich viel öfter mit Freunden und Bekannten, bin auch bereit, Dinge zu tun, die ich früher sofort abgelehnt hätte (zum Beispiel mit Freunden in eine lauter Raucher-Bar zu gehen oder mal ein Bier zu trinken), ich treibe mehr Sport und es macht mir sogar Spaß, usw. Allerdings geht mir das alles nicht schnell und weit genug und, vor allem: Bisher habe ich kaum neue Frauen kennengelernt.

Die Ausgangslage sieht für WulfricD dramatisch aus.
Er sehnt sich nach einer Freundin, findet aber keine und dieser
Widerspruch beginnt jetzt gerade, sich auf alle anderen Bereiche
seines Lebens auszuwirken.
Kurz gesagt, er stürzt ab, wenn er jetzt nicht schnellstens eine
brauchbare Strategie entwickeln kann.

So dramatisch würde ich das doch nicht sehen. Immerhin habe ich wirklich tolle Freunde, mit denen ich regelmäßig etwas unternehme, denen ich vertraue und mit denen ich mich wohl fühle. Das ist sehr wertvoll. Dank ihnen werde ich vermutlich nicht vollkommen abstürzen, aber ansonsten hast du vollkommen Recht! Anders formuliert: Bis auf die Verwendung des Verbs „abstürzen“ stimme ich dir zu.

Was haben wir bisher für Ansatzpunkte geliefert? :

1. viele Dinge im Leben ändern und über Grenzen gehen,
( daran arbeitet er ja schon, dies bringt aber nur mehr Selbstbewußtsein )
2. ins Bordell gehen, um zu Üben, was die Anziehungskraft auf Frauen erhöht,
( wurde abgelehnt, leider aber keine bessere Alternative genannt )
3. mit Freunden Reden,
( offensichtlich sind diese Freunde nicht gut genug, denn keiner von denen
hat erkannt, wie mies es WulfriD geht, keiner ist auf ihn zugegangen )
4. einen fähigen Therapeuten suchen,
( nach allem, was ich hier gelesen hab, insbesondere auf den letzten Seiten,
ist dies wohl der einzige gangbare Weg )

Warte mal, es ist nicht die Schuld meiner Freunde, dass sie nicht gesehen haben, wie beschissen es mir geht: Es ist allein meine Schuld. Es wurde mal von einem Politiker behauptet: Je mehr ihn etwas trifft, desto weniger merkt man es ihm an. Ich würde sagen, dass ich in gewisser Weise ähnlich funktioniere. Ein Beispiel: Als meine „Traumfrau“ mir beiläufig erzählte, dass sie einen Freund hat, bin ich nach außen hin vollkommen stoisch geblieben. Nicht, dass ich mich dazu gezwungen hätte, nein, ich hatte darauf überhaupt keinen Einfluss. Als sie dann weg war, habe ich geheult wie ein Schlosshund. Kurzum: Wenn ich meinen Freunden nichts erzähle, können sie auch nichts merken.

Das mit dem Therapeuten ist keine so gute Idee, denn wie ich es oben bereits geschrieben habe (als Antwort auf Killerbees Beitrag): Ein Therapeut wird mir kaum helfen können, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mir geht es nicht darum, in meiner Vergangenheit nach Gründen für meine Ängste zu suchen, sondern konkrete Wege zu finden, wie ich eine Freundin finden kann, die zu mir passt. Und dafür interessieren sich Therapeuten nun mal überhaupt nicht.

1.) Mache Dir Deine bisherigen Ziele wieder bewußt, denn Du
bist immer noch auf dem besten Wege dahin.

Das ist ein sehr guter Ratschlag, danke dafür! Ich glaube wirklich, dass das der richtige Weg ist, um nicht zu verzweifeln.

2.) Schmeiß alles raus aus Deinem Leben und Deinem Zeitplan,
was nicht dahin führt. Deine Rechner- bzw. Internetzeit limitierst Du
ab sofort auf max. 1 Stunde ( vor dem Schlafengehen ).

Wenn du statt „Rechner- bzw. Internetzeit“ „Forumszeit“ sagst, stimme ich dir zu. Rechner und Internet brauche ich nämlich für die Arbeit. Aber die Idee ist sehr gut, weil man dann mehr unter Leute geht und weniger Zeit zum Deprimieren hat.

3.) Volle Konzentration auf das Studium und auf Körperertüchtigung.
Trimme Dich dabei auf Effiziens, das wird Dir auch später noch viele
Erfolge bringen.

OK, werde ich auf jeden Fall machen!

4.) Noch diese Woche einen Therapeuten suchen - und leider weiß ich nicht,wie Du einen Fähigen von den vielen Unfähigen unterscheiden sollst.
Dieser therapeut muß an das Unterbewußtsein Hand anlegen. Das bedeutet
viel Reden über scheinbar belanglose Dinge, aber auch sehr emotionale
Sitzungen. Es bleibt nur der eine Weg, diesem Mann zu vertrauen und ihn
seine Arbeit machen zu lassen. Keine Therapeutin !

Diesen Ratschlag werde ich wohl nicht befolgen, aus den bereits erwähnten Gründen. Aber dein „Programm“ gefällt mir insgesamt sehr gut. Danke noch mal!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin da zu noch viel pessimistischeren Schlüssen gekommen. Erstens: Es genügt nicht, einzelne Eigenschaften zu besitzen, seien es noch so viele, sondern das Gesamtbild muss passen. Wenn es nicht passt, hat man eben Pech gehabt. Das bedeutet zwar nicht, dass die Chancen, eine Freundin zu finden, gleich null sind, aber man hat es eben schwerer, als Andere.
Das Gesamtbild kann aber auch durchaus mal passen, obwohl nicht alle Einzel-Kriterien erfüllt sind, an die man denkt, wenn man sich gedanklich seine Traumfrau zusammenbaut... in sofern halte ich das nicht wirklich für ein Problem.

Ich stehe z.B. eigentlich auf schlanke, sportliche oder zierliche Frauen mit relativ kleiner Oberweite... aber trotzdem gab es auch schon ein paar ziemlich kurvige Frauen, deren Gesamtbild mir trotzdem sehr gut gefällt.
Zweitens: Das Finden eines Partners ist oft alleine eine Sache des Glücks, bzw. des Zufalls. Ungerecht ist hier, dass Einige einen Partner finden, ohne irgendetwas zu tun, während Andere ständig über ihren Schatten springen und ihr ganzes Leben umkrempeln müssen – ohne Garantie auf Erfolg. Zwei Beispiele: Eine Freundin von mir hat ihren derzeitigen Freund auf einer Partnerbörse kennengelernt, wobei er der Einzige war, dem sie zurückgeschrieben hat und mit dem sie sich getroffen hat; andere Freunde haben sich an der Uni kennengelernt, und zwar haben beide das gleiche Fach studiert – wenn man bedenkt, dass in ihrem Jahrgang nicht mehr als 15 Leute dieses Fach studiert haben, kann man schon von Glück sprechen.
Das Leben ist nun mal unfair und ungerecht. Daran können wir nichts ändern, sondern wir müssen versuchen, das Beste daraus zu machen...
Und genau wie du es ungerecht findest, dass du Probleme bei der Partnersuche hast, während Andere hier Glück haben, finden es Andere ungerecht, dass du im Studium so erfolgreich bist, während sie sich den Arsch aufreißen und trotzdem deutlich schlechtere Noten schreiben als du.
Drittens: Bei manchen Paaren scheint es wirklich so zu sein, dass am Anfang nicht sonderlich viele Gefühle vorhanden waren, dass sie aber auf Grund einer gewissen gegenseitigen Sympathie und gemeinsamen Interessen beschlossen haben, es miteinander zu versuchen. Das kann ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, denn dann könnte man es eigentlich mit jedem seiner Freunde versuchen, da die oben genannten Kriterien auf jeden Fall vorhanden sind.
Das sind aber doch auch Extrembeispiele, die dafür beim Eingehen der Beziehung in Kauf nehmen, dass die Beziehung mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht lange hält.
Der andere Extremfall wäre es, nur eine Beziehung mit einer Frau einzugehen, die absolut perfekt den eigenen Vorstellungen entspricht und bei der man sich absolut sicher ist, dass die Beziehung bis zum Lebensende halten wird.
Beides mag manchmal funktionieren... aber ich halte weder das Eine, noch das Andere für besonders zielführend.
Der Mittelweg - also dass man nicht ewig auf die 100%ig passende Traumfrau wartet, sondern auch mit einer real existierenden Frau eine Beziehung eingeht, bei der es nur zu 90% passt oder die man noch nicht so gut kennt, dass man sich 100%ig sicher sein kann, dass die Beziehung ewig hält.
Ohne überheblich wirken zu wollen: Ein Therapeut wird mir kaum helfen können, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mir geht es nicht darum, in meiner Vergangenheit nach Gründen für meine Ängste zu suchen, sondern konkrete Wege zu finden, wie ich eine Freundin finden kann, die zu mir passt. Und dafür interessieren sich Therapeuten nun mal überhaupt nicht.
Der konkrete Weg könnte aber auch darin bestehen, die Hemmungen und Ängste, die dich bei der Partnersuche behindern und deren Ursachen zu identifizieren, um anschließend einen Weg zu finden, Selbige zu bekämpfen oder mit ihnen zurecht zu kommen... :zwinker:

(Wobei ich selbst auch nicht all zu viel von irgendwelchen Psychotherapeuten, o.Ä. halte, nachdem ich schon mal als Kind wegen anderen Problemen ohne jeglichen Erfolg bei einem Therapeuten war... und die Probleme konnte ich dann später aus eigenem Antrieb selbst lösen)
Verstehe was folgt bitte nicht als Vorwurf, denn so ist es wirklich nicht gemeint – es wurde hier so viel diskutiert, dass der Thread wie seine Vorgänger mittlerweile ziemlich unübersichtlich geworden ist. Aber man merkt, dass du dir nicht alle meine Beiträge hier und anderswo durchgelesen hast: Das, was du vermutest, habe ich nämlich schon das Eine oder Andere Mal geschrieben. Ja, ich habe Angst vor Zurückweisungen und Enttäuschungen. Ja, ich bin deswegen ein bisschen verschlossen. Je mehr ich mich mit einem Freund wohl fühle, je mehr ich ihm vertraue, desto mehr öffne ich mich ihm gegenüber. Bei einer Freundin hat es anderthalb Jahren gedauert, bei einer anderen fast zwei; umgekehrt habe ich einen Bekannten, den ich noch nicht so lange kenne, aber mit dem ich mich so vertraut fühle, dass ich ihn schon als Freund bezeichnen würde und bei dem ich mir zumindest vorstellen kann, dass ich ihm unter Umständen von meinen Problemen erzähle.

Aber du hast Recht: Es fällt mir sehr schwer, meinen Mitmenschen zu vertrauen und mich ihnen gegenüber zu öffnen.
Naja... zumindest bist du so verschlossen, dass du es noch nicht mal geschafft hast, mit irgendeiner Person aus deinem Freundeskreis über die Sehnsucht nach einer Partnerin und deinen mangelnden Erfolg bei der Partnersuche zu reden...
Kannst du das wirklich so locker sehen? Mir fällt es wirklich verdammt schwer!
Ich sehe die Sache nicht unbedingt locker und sehne mich schon sehr nach einer Partnerin...
Aber ich neige einfach auch dazu, meine Situation ziemlich nüchtern, sachlich und wenig emotional zu betrachten.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen! Außer vielleicht, dass ich bisher den Eindruck hatte, dass meine Ausstrahlung eigentlich sehr positiv ist – zumindest dann, wenn ich nicht gerade versuche, über meinen Schatten zu springen oder in Anwesenheit einer Frau bin, in die ich verliebt bin: Dann bin ich nämlich sehr nervös, was sich auf meine Ausstrahlung negativ auswirkt. Ansonsten komme ich aber als freundlicher, meist gut gelaunter und in gewisser Hinsicht recht selbstbewusster Mensch rüber. Da ich trotzdem keine Freundin gefunden habe, suche ich nach anderen Gründen für mein bisheriges Versagen: Dazu gehören zweifelsfrei meine zu wenigen sozialen Kontakte, aber irgendwie sage ich mir, dass es nicht der einzige Grund sein kann, und da ich mit meinem Aussehen nicht sonderlich zufrieden bin, kommt es dazu, dass ich es als weiterer Grund für mein Scheitern ansehe.
Bezüglich der Ausstrahlung können sich Selbst- und Fremdwahrnehmung teilweise auch erheblich unterscheiden.
Mir wurde z.B. schon mal gesagt, ich würde sehr unsicher wirken, obwohl ich mich in dieser Situation absolut sicher gefühlt habe.
(Die Diskrepanz kann ich mir nur dadurch erklären, dass ich generell eine ziemlich ruhige und wenig emotionale Art habe)
In gewisser Weise habe ich das auch schon erlebt: Wenn ich gut gelaunt bin, stilvoll gekleidet bin und gut frisiert bin, gefalle ich mir sogar recht gut, aber solche Momente bleiben doch eher die Ausnahme. Vor allem deshalb, weil ich mir sage, dass kaum jemand anderes mich gutaussehend findet.
Ich gefalle mir z.B. ziemlich gut, wenn ich (zu entsprechenden Anlässen) einen Anzug trage und habe dann auch schon das eine oder andere Kompliment für mein Aussehen bekommen... das Problem ist nur, dass ich mit einem Anzug fast immer extrem overdressed wäre und dass ich einen Anzug auch noch total unbequem finde...

Aber du scheinst doch sehr gerne in jeder eigentlich schönen und positiven Situation gleich wieder das Haar in der Suppe zu suchen, anstatt die Situation einfach zu genießen...
Wenn du dir mit einer bestimtne Frisur und Kleidung besonders gut gefällst, dann trage das doch einfach aus genau diesem Grund - also für dich selbst!
Von den zahlreichen Vorschlägen, die sie und andere mir gemacht haben, kommen für mich nur wenige in Frage: Entweder, weil sie überhaupt nicht zu meiner Person passen, oder weil ich dafür keine Zeit habe. Aber es gibt ein paar Dinge, die ich wirklich mal ausprobieren könnte, und bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie mir sogar viel Spaß bereiten könnten.
Es gibt Dinge, bei denen man erst weiß, dass sie einem Spaß machen und zu einem passen, wenn man sie ausprobiert hat.

Als ich gefragt wurde, ob ich Lust auf eine Tätigkeit als Trainer und Betreuer von Kindern hätte, habe ich auch erst gedacht, dass das eher nichts für mich ist, weil ich nicht der typische "Dutzidutzi"-Spielkamerad und Kinderbespaßer bin, sondern eher ein ruhiger, sachlicher Typ.
Aber trotzdem habe ich es ausprobiert, weil ich die Vorteile, die mir durch diese Tätigkeit entstehen (günstige Teilnahme an diversein Vereinsveranstaltungen, Lehrgängen, usw.), sehr gut gefallen haben... und dabei habe ich gemerkt, dass mir die Tätigkeit selbst so viel Spaß macht, dass mir die ganzen Vorteile inzwischen gar nicht mehr so wichtig sind und ich vor allem die Zeit mit "meinen" Kindern genieße. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich gar kein "Dutzidutzi"-Kinderbespaßer sein muss, sondern auch als ruhiger "Erklärbär", der die Kinder und ihre unzähligen Fragen ernst nimmt, sehr gut mit den Kindern zurecht komme.
Somit habe ich mit dieser Tätigkeit, die ich eigentlich nur als Mittel zum Zweck angefangen habe, inzwischen unglaublich viele wunderschöne Momente erlebt, einige große Herausforderungen bewältigt und ganz neue Seiten an mir kennengelernt.


Und meinen Rat von wegen "Scheiß auf die Fachschaft, wenn du dich dort nicht wohl fühlst" habe ich durchaus ernst gemeint.
Ich war fast 15 Jahre lang in einem Sportverein, obwohl ich mich dort in den letzten Jahren immer weniger wohl gefühlt habe und mit immer mehr Dingen unzufrieden war. Aber trotzdem bin ich dem Verein so lange treu geblieben, bis ich es überhaupt nicht mehr ausgehalten habe und dort nur noch frustiert war... erst dann habe ich mich nach einem anderen Verein umgeschaut, in dem ich mich inzwischen deutlich wohler fühle als es in meinem alten Verein jemals der Fall war. - Und deshalb bereue ich es inzwischen, diesen Schritt nicht schon viel früher gewagt zu haben.

Es gibt so viele Dinge, die du mal ausprobieren könntest, mit denen du neue Erfahrungen sammeln könntest, dein Selbstbewusstsein steigern könntest (was erfahrungsgemäß nur in einer Umgebung funktioniert, in der man sich wohl fühlt), eine Menge Spaß haben könntest und über die du vielleicht auch neue Freunde und Bekannte oder gar eine wundervolle Frau kennenlernen könntest... aber stattdessen verplemperst du deine Zeit in der Fachschaft, obwohl du dich dort gar nicht wohl fühlst.
Ich weiß, dass ich nicht weiterhin alles in mich hineinfressen kann: Es bringt mich nicht nur nicht weiter, sondern ich gehe daran auch zu Grunde. Ich warte nur noch auf den passenden Augenblick, um das Thema anzusprechen. Wenn die entsprechenden Personen müde sind oder selbst viele Probleme haben, macht es ja keinen Sinn. Ebenso wenig, wenn es überhaupt nicht in den Diskussionsverlauf passt. Aber in einem Fall habe ich, denke ich, zwei gute Möglichkeiten, die Diskussion auf dieses Thema zu lenken. Mal schauen, ob mir das gelingt…
Dann hoffe ich mal, dass du dein Vorhaben bald in die Tat umsetzen kannst...
Aber warte nicht auf die perfekte Situation, auf die du dich vorher minutiös vorbereitet hast, um die Sache dann anzusprechen - denn diese Situation wird nie genau so eintreten.
(Das gilt übrigens genau so auch beim Umgang mit interessanten Frauen, wobei ich da selbst auch große Probleme habe, diesen Tipp umzusetzen)
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Das Gesamtbild kann aber auch durchaus mal passen, obwohl nicht alle Einzel-Kriterien erfüllt sind, an die man denkt, wenn man sich gedanklich seine Traumfrau zusammenbaut... in sofern halte ich das nicht wirklich für ein Problem.

Das stimmt natürlich. Wobei ich bei mit zum Beispiel manchmal durchaus den Eindruck habe, dass das Gesamtbild stimmt – eben in den erwähnten Momenten, in denen ich mir eigentlich ganz gut gefalle. Das Dumme ist nur, dass es offenbar nur die wenigsten so sehen. Einige Frauen in meinem Freundes-und Bekanntenkreis haben mir letztens, als ich stilvoll gekleidet und gut frisiert war, zwar gesagt, dass ich an dem Tag gut ausgesehen habe, aber das sind welche, die für eine Beziehung nicht in Frage kommen, weil sie bereits vergeben sind oder ich mit ihnen niemals zusammenleben könnte. Was ich damit sagen will: Gefalle ich wirklich so wenigen Frauen – und das nicht nur vom Aussehen – oder warum hat noch nie eine wirklich Interesse an mir gezeigt? Das ist eine Frage, die ich vermutlich nie werde beantworten können…

Das Leben ist nun mal unfair und ungerecht. Daran können wir nichts ändern, sondern wir müssen versuchen, das Beste daraus zu machen...
Und genau wie du es ungerecht findest, dass du Probleme bei der Partnersuche hast, während Andere hier Glück haben, finden es Andere ungerecht, dass du im Studium so erfolgreich bist, während sie sich den Arsch aufreißen und trotzdem deutlich schlechtere Noten schreiben als du.

Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich zunächst auf dem Gymnasium, und nun im Studium viel Glück habe. Natürlich ist das Anderen gegenüber ungerecht, und ich habe es mehrmals auch zur Sprache gebracht. Aber ich sage es mal so: Ohne in irgendeiner Weise auf meine guten Leistungen im Studium verzichten zu wollen, ist mir in meinem Bekanntenkreis aufgefallen, dass die Leute, die privat ihr Glück gefunden haben und im Studium ein bisschen bis deutlich weniger gut waren, deutlich zufriedener mit ihrem Leben und glücklicher sind, als beispielsweise ich. Ganz unlogisch ist es ja nicht: Man verbringt mehr Zeit außerhalb der Uni, als drinnen. Es ist zwar ein wenig platt ausgedrückt, aber so ist es wirklich. Ein bisschen neidisch bin ich auf diejenigen, die beides schaffen: Erfolg im Studium und Glück im Privatleben.

Der Mittelweg - also dass man nicht ewig auf die 100%ig passende Traumfrau wartet, sondern auch mit einer real existierenden Frau eine Beziehung eingeht, bei der es nur zu 90% passt oder die man noch nicht so gut kennt, dass man sich 100%ig sicher sein kann, dass die Beziehung ewig hält.

Da stimme ich dir auch wieder zu, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Man muss besagte Frau schon ein bisschen kennen, um nicht die Gefahr einzugehen, dass die Beziehung nach wenigen Monaten zerbricht. Denn erst wenn man jemanden ein bisschen kennt, merkt man, ob man charakterlich oder von den Interessen überhaupt zusammenpasst.

Der konkrete Weg könnte aber auch darin bestehen, die Hemmungen und Ängste, die dich bei der Partnersuche behindern und deren Ursachen zu identifizieren, um anschließend einen Weg zu finden, Selbige zu bekämpfen oder mit ihnen zurecht zu kommen... :zwinker:

Ich weiß eben nicht, ob mich bei der Partnersuche – bei der „Freundessuche“ ist das anders – wirklich Ängste behindern. Gut, ich bin in Anwesenheit einer Frau, in die ich verliebt bin – was sehr, sehr, sehr selten passiert – sehr nervös, aber das hat mir meiner Schüchternheit zu tun. Insgesamt bin ich eher der Meinung, dass es mir an Gelegenheiten fehlt, Frauen kennenzulernen, und dass ich wohl nicht gutaussehend und interessant genug bin, um Frauen zu gefallen. Und da kann mir kein Therapeut der Welt helfen.

Naja... zumindest bist du so verschlossen, dass du es noch nicht mal geschafft hast, mit irgendeiner Person aus deinem Freundeskreis über die Sehnsucht nach einer Partnerin und deinen mangelnden Erfolg bei der Partnersuche zu reden...

Mit einer guten Freundin habe ich ja darüber gesprochen. Damals hat es mir gut getan, aber wirklich geholfen hat es mir eher weniger. Mir zuzuhören und mit Mut zu machen, ist natürlich toll, aber es genügt nicht, mir zu sagen, dass sich irgendwann schon etwas ergeben wird, dass ich locker bleiben soll, usw.

Und mit Verschlossenheit hat es eher weniger zu tun. Wenn meine Freunde selbst kaum mit mir über ihre privaten Probleme sprechen, habe ich auch Hemmungen, meine eigenen Probleme anzusprechen. Da ich mir kaum vorstellen kann, dass sie nie Probleme haben, frage ich mich immer, ob sie darüber überhaupt reden wollen, und ob es da nicht falsch wäre, meine eigenen Probleme zur Sprache zu bringen.

Bezüglich der Ausstrahlung können sich Selbst- und Fremdwahrnehmung teilweise auch erheblich unterscheiden.
Mir wurde z.B. schon mal gesagt, ich würde sehr unsicher wirken, obwohl ich mich in dieser Situation absolut sicher gefühlt habe.

Bei mir ist es eigentlich eher umgekehrt: Meine Mitmenschen können oft kaum glauben, dass ich unter mangelndem Selbstbewusstsein leide.

Aber du scheinst doch sehr gerne in jeder eigentlich schönen und positiven Situation gleich wieder das Haar in der Suppe zu suchen, anstatt die Situation einfach zu genießen...

Es stimmt, dass ich dazu neige. Aber weißt du, ich möchte nicht nur in einzelnen Situationen, sondern auch im Großteil des Alltags glücklich sein. Und davon bin ich nun mal weit entfernt.

Es gibt so viele Dinge, die du mal ausprobieren könntest, mit denen du neue Erfahrungen sammeln könntest, dein Selbstbewusstsein steigern könntest (was erfahrungsgemäß nur in einer Umgebung funktioniert, in der man sich wohl fühlt), eine Menge Spaß haben könntest und über die du vielleicht auch neue Freunde und Bekannte oder gar eine wundervolle Frau kennenlernen könntest... aber stattdessen verplemperst du deine Zeit in der Fachschaft, obwohl du dich dort gar nicht wohl fühlst.

Ich überlege mir etwas und probiere es dann aus. Zumindest wenn es zeitlich passt.

Dann hoffe ich mal, dass du dein Vorhaben bald in die Tat umsetzen kannst...
Aber warte nicht auf die perfekte Situation, auf die du dich vorher minutiös vorbereitet hast, um die Sache dann anzusprechen - denn diese Situation wird nie genau so eintreten.

Nein, auf die perfekte Situation warte ich nicht. Aber natürlich überlege ich im Vorfeld schon, wie ich das Thema ansprechen könnte. Ich hatte erst gestern eigentlich die perfekte Gelegenheit dazu, aber daraus ist leider wieder einmal nichts geworden. Daran bin ich zum Teil selbst Schuld, weil ich mich darauf beschränkt habe, mit Andeutungen zu spielen, statt das Problem direkt zur Sprache zu bringen. Im Laufe der Diskussion gab es zwei solcher Augenblicke, wo es vom Thema her gepasst hätte. Einmal habe ich gesagt, dass ich von einer Hochzeit weit entfernt bin, und das andere Mal, dass sie privat bei mir in den letzten Jahren rein gar nichts getan hätte. Ohne Kontext hört sich das vermutlich ein wenig komisch an, aber in der Diskussion selbst hat es nicht gestört. Vielleicht habe ich es so beiläufig gesagt, dass es gar nicht mehr aufgefallen ist. Oder ist es vielleicht so, dass meine Freunde gar nicht darüber reden wollten oder Hemmungen hatten, nachzufragen? Ich weiß es nicht... Ich hoffe wirklich, dass sich bald wieder eine Gelegenheit ergibt, und dass es da endlich schaffe. Hättest du nicht noch eine Idee, wie man das Thema ansprechen könnte?
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Ich weiß eben nicht, ob mich bei der Partnersuche – bei der „Freundessuche“ ist das anders – wirklich Ängste behindern. Gut, ich bin in Anwesenheit einer Frau, in die ich verliebt bin – was sehr, sehr, sehr selten passiert – sehr nervös, aber das hat mir meiner Schüchternheit zu tun.

Schüchternheit resultiert aus Ängsten. Das merken deine "Ziele", was dich erstmal als potentiellen Partner ausschließt. Es macht dich auch unfähig in der Richtung überhaupt mal was zu unternehmen, weil du dich immer "überwunden" musst.
Dann überwindest du dich mit großer Anstrengung und bist dann sauer und enttäuscht das du, in deinen Augen, nicht den gewünschten Erfolg erzielt hast.

Ich sehe deine Ängste als "Hauptproblem" bei deiner Partnersuche.

Und mit Verschlossenheit hat es eher weniger zu tun. Wenn meine Freunde selbst kaum mit mir über ihre privaten Probleme sprechen, habe ich auch Hemmungen, meine eigenen Probleme anzusprechen. Da ich mir kaum vorstellen kann, dass sie nie Probleme haben, frage ich mich immer, ob sie darüber überhaupt reden wollen, und ob es da nicht falsch wäre, meine eigenen Probleme zur Sprache zu bringen.

So wie es in den Wald reinhallt, so hallts wieder raus.
Ich möchte nicht sagen woher es "ursprünglich" kommt - Aber vielleicht wäre es ein Fortschritt für dich, wenn du dieses "Eis" einmal brichst?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich zunächst auf dem Gymnasium, und nun im Studium viel Glück habe. Natürlich ist das Anderen gegenüber ungerecht, und ich habe es mehrmals auch zur Sprache gebracht. Aber ich sage es mal so: Ohne in irgendeiner Weise auf meine guten Leistungen im Studium verzichten zu wollen, ist mir in meinem Bekanntenkreis aufgefallen, dass die Leute, die privat ihr Glück gefunden haben und im Studium ein bisschen bis deutlich weniger gut waren, deutlich zufriedener mit ihrem Leben und glücklicher sind, als beispielsweise ich. Ganz unlogisch ist es ja nicht: Man verbringt mehr Zeit außerhalb der Uni, als drinnen. Es ist zwar ein wenig platt ausgedrückt, aber so ist es wirklich. Ein bisschen neidisch bin ich auf diejenigen, die beides schaffen: Erfolg im Studium und Glück im Privatleben.

Hm, ich klink mich mit einer gedanklichen Anregung mal wieder ein.
Warum musst du alles in Erfolgen oder Misserfolgen messen?
Warum ist man automatisch glücklicher wenn man "Erfolg" hat? Glaubst du nicht, dass die am glücklichsten sind, die einfach zufrieden sind?
Mich irritiert die wiederholte Erwähnung von diesen Vergleichen, wo wer wie erfolgreich ist.
Ich persönlich finde das extrem unnütz. Soll jemand der im Studium grad so über die Runden kommt unglücklicher sein, als jemand dem es zufliegt?
Klar, ich hab auch ein paar mal gedacht "hach wenn ich doch fleißiger wäre" - aber nach einer Kosten Nutzen Rechnung ging es eher zu "Was solls, geht auch so"
Eine versaute Prüfung wertet mich als Menschen nicht ab, genauso wenig wie eine tolle aufwertet. Man freut sich man ärgert sich, aber das sagt doch nichts über meine PERSON und mein Lebensglück aus?
Am glücklichsten sind meiner Erfahrung nach die, die sich nicht immer vergleichen und lieber anders wären, sondern die lernen mit sich selbst und den Dingen, die sich an sich nunmal nicht ändern können, zufrieden zu sein.

Und mit Verschlossenheit hat es eher weniger zu tun. Wenn meine Freunde selbst kaum mit mir über ihre privaten Probleme sprechen, habe ich auch Hemmungen, meine eigenen Probleme anzusprechen. Da ich mir kaum vorstellen kann, dass sie nie Probleme haben, frage ich mich immer, ob sie darüber überhaupt reden wollen, und ob es da nicht falsch wäre, meine eigenen Probleme zur Sprache zu bringen.

Bei mir ist es eigentlich eher umgekehrt: Meine Mitmenschen können oft kaum glauben, dass ich unter mangelndem Selbstbewusstsein leide.

Das klingt dann aber für mich eher nach... einem Kreis mit dem man Spaß hat, Freizeit teilt, Dinge unternimmt... aber wenn keiner anspricht, was ihm zu schaffen macht, wo ist denn dann die engere Verbindung?
Wenn ich jemanden meinen Freund nenne, schließt das automatisch ein, dass man auch schwierigere Themen bespricht.
Ich hatte 2010 ein fieses Jahr, wenn ich da nicht ein Netzwerk an der Lebensberatung nicht müde werdenden Freunden gehabt hätte, wär ich wohl heulend auf eine einsame Insel geflohen.

Es ist auch recht ungeschickt, sich nur mit Leuten zu umgeben, deren Liebesglück man irgendwie beneidet. Du solltest dir bewusst machen, du bist sicherlich in einer besseren Position als viele andere.
Und du solltest komplett aufhören, dich über irgendwas was du früher angeblich falsch gemacht hast zu ärgern. Ich find das sooo schade, wenn man bereut, der gewesen zu sein, der man war und der man gerne war.
Ich persönlich bereue meine Beziehung ein wenig, und setze alles mögliche mentale dran, das zu ändern. Daher ich weiß, ist schwer, aber notwendig. Weil Reue über eine Entscheidung die mal gut und richtig das, so ziemlich die größte Zeit und Ressourcenverschwendung darstellt.

Ein Grundziel wäre die Einstellung "Ich bin zufrieden so wie ich bin, alles was noch dazu kommt ist das Sahnehäubchen"

Es stimmt, dass ich dazu neige. Aber weißt du, ich möchte nicht nur in einzelnen Situationen, sondern auch im Großteil des Alltags glücklich sein. Und davon bin ich nun mal weit entfernt.

Und das ist das Problem. Ein so grundlegendes Problem, dass auch eine Freundin nur oberflächlich und nicht auf lange zeit etwas daran ändern kann. Das ist eine Lebenseinstellung.
Entweder "Nur das noch, dann kann ich endlich auch so glücklich sein wie die andern"
Oder "ach wie schön meine Welt, und das krieg ich auch noch dazu? cool"
ANDERE machen nie glücklich, wirklich glücklich und zufrieden wird man nur aus sich selbst heraus.
Verliebtheit ist toll fürs ego und steigert das Wohlbefindennatürlich erheblich.
Aber eine Partnerin zu haben ist kein... Garant dafür dass es dir gut geht. Um es überspitzt zu sagen.
Ich persönlich war allein niemals so einsam wie gegen Ende meiner Beziehung neben meinem Freund.
Ich schaffs auch gar nicht allein so unglücklich zu werden, wie er mich machen konnte.
Sowas sollte man alles nicht außer Acht lassen, wenn man die Tatsache, eine Beziehung zu führen auf ein Podest zum anhimmeln stellt.



Nein, auf die perfekte Situation warte ich nicht. Aber natürlich überlege ich im Vorfeld schon, wie ich das Thema ansprechen könnte. Ich hatte erst gestern eigentlich die perfekte Gelegenheit dazu, aber daraus ist leider wieder einmal nichts geworden. Daran bin ich zum Teil selbst Schuld, weil ich mich darauf beschränkt habe, mit Andeutungen zu spielen, statt das Problem direkt zur Sprache zu bringen. Im Laufe der Diskussion gab es zwei solcher Augenblicke, wo es vom Thema her gepasst hätte. Einmal habe ich gesagt, dass ich von einer Hochzeit weit entfernt bin, und das andere Mal, dass sie privat bei mir in den letzten Jahren rein gar nichts getan hätte. Ohne Kontext hört sich das vermutlich ein wenig komisch an, aber in der Diskussion selbst hat es nicht gestört. Vielleicht habe ich es so beiläufig gesagt, dass es gar nicht mehr aufgefallen ist. Oder ist es vielleicht so, dass meine Freunde gar nicht darüber reden wollten oder Hemmungen hatten, nachzufragen? Ich weiß es nicht... Ich hoffe wirklich, dass sich bald wieder eine Gelegenheit ergibt, und dass es da endlich schaffe. Hättest du nicht noch eine Idee, wie man das Thema ansprechen könnte?

Ehrlich gesagt, wenn auf sowas keiner eingeht, mangelt es dann doch ein wenig an Einfühlungsvermögen. In meinen Kreisen, wenn jemand so eine Bemerkung fallen lässt, finden sich immer welche die sofort ein "hm, alles ok bei dir?" anschließen lassen.
Ich würds aber auch nicht in der großen Runde zum Thema machen, da manche schnell genervt sind von der ganzen "aber ich brauch eine Freundin zu meinem Glück" Thematik.
Überleg dir doch lieber mit wem du unter vier Augen auch eher ernstere, persönliche Themen besprichst und bring es in so einem Kontext drauf.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das stimmt natürlich. Wobei ich bei mit zum Beispiel manchmal durchaus den Eindruck habe, dass das Gesamtbild stimmt – eben in den erwähnten Momenten, in denen ich mir eigentlich ganz gut gefalle. Das Dumme ist nur, dass es offenbar nur die wenigsten so sehen. Einige Frauen in meinem Freundes-und Bekanntenkreis haben mir letztens, als ich stilvoll gekleidet und gut frisiert war, zwar gesagt, dass ich an dem Tag gut ausgesehen habe, aber das sind welche, die für eine Beziehung nicht in Frage kommen, weil sie bereits vergeben sind oder ich mit ihnen niemals zusammenleben könnte. Was ich damit sagen will: Gefalle ich wirklich so wenigen Frauen – und das nicht nur vom Aussehen – oder warum hat noch nie eine wirklich Interesse an mir gezeigt? Das ist eine Frage, die ich vermutlich nie werde beantworten können…
Viele Leute haben eben nach wie vor die Einstellung, dass die Initiative, Interessensbekundungen, usw. vom Mann ausgehen sollten...
Ich finde das zwar bescheuert, aber muss trotzdem akzeptieren, dass Andere so denken und rechne somit auch nicht damit, dass Frauen all zu häufig aktiv ihr Interesse an mir bekunden.

Aber es ist doch immerhin schon mal schön, wenn du das eine oder andere Kompliment für dein Aussehen bekommst...

Da stimme ich dir auch wieder zu, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Man muss besagte Frau schon ein bisschen kennen, um nicht die Gefahr einzugehen, dass die Beziehung nach wenigen Monaten zerbricht. Denn erst wenn man jemanden ein bisschen kennt, merkt man, ob man charakterlich oder von den Interessen überhaupt zusammenpasst.
Ich muss eine Frau ja auch erst relativ gut kennen, um mich in sie verlieben zu können.
Auf den ersten Blick entsteht bei mir höchstens das Interesse, die Frau mal ganz unverbindlich näher kennenzulernen, um herauszufinden, ob wir nicht evtl. zusammen passen könnten.

Allerdings halte ich es trotzdem auch bei einer Frau, die ich schon recht gut kenne, für nicht unmöglich, dass eine Beziehung nach einiger Zeit scheitert, weil man sich eben vorher nicht 100%ig kennen kann, nicht abschätzen kann, wie man in einer Beziehung wirklich harmoniert, wie das Zusammenleben klappt, usw.

Ich weiß eben nicht, ob mich bei der Partnersuche – bei der „Freundessuche“ ist das anders – wirklich Ängste behindern. Gut, ich bin in Anwesenheit einer Frau, in die ich verliebt bin – was sehr, sehr, sehr selten passiert – sehr nervös, aber das hat mir meiner Schüchternheit zu tun. Insgesamt bin ich eher der Meinung, dass es mir an Gelegenheiten fehlt, Frauen kennenzulernen, und dass ich wohl nicht gutaussehend und interessant genug bin, um Frauen zu gefallen. Und da kann mir kein Therapeut der Welt helfen.
Die Suche nach Freunden und nach einer möglichen Partnerin kann man doch gar nicht so genau voneinander trennen... zumindest im Anfangsstadium geht es da doch einfach mal darum, neue Leute kennenzulernen und dann zu schauen, wer einem sympathisch ist, usw.

Und wie KillerBee es auch schon gesagt hat: Deine Schüchternheit hindert dich dann doch wieder bei der Partnersuche und ist nun auch nicht wirklich etwas Anderes als eine gewisse Angst, bzw. Hemmung.
Mit einer guten Freundin habe ich ja darüber gesprochen. Damals hat es mir gut getan, aber wirklich geholfen hat es mir eher weniger. Mir zuzuhören und mit Mut zu machen, ist natürlich toll, aber es genügt nicht, mir zu sagen, dass sich irgendwann schon etwas ergeben wird, dass ich locker bleiben soll, usw.
Du darfst vol solchen Gesprächen natürlich auch keine Wunder erwarten... aber vielleicht kommt ja trotzdem mal der eine oder andere Tipp, mit dem du etwas anfangen kannst oder die eine oder andere Einschätzung, wie du auf Andere wirkst.

Und mit Verschlossenheit hat es eher weniger zu tun. Wenn meine Freunde selbst kaum mit mir über ihre privaten Probleme sprechen, habe ich auch Hemmungen, meine eigenen Probleme anzusprechen. Da ich mir kaum vorstellen kann, dass sie nie Probleme haben, frage ich mich immer, ob sie darüber überhaupt reden wollen, und ob es da nicht falsch wäre, meine eigenen Probleme zur Sprache zu bringen.
Vielleicht reden sie ja mit dir nicht über diese privaten Dinge, weil es ihnen genau so geht wie dir und glauben, dass du kein Interesse an solchen Gesprächsthemen hast, weil du nie darüber sprichst... :zwinker:

Allerdings frage ich mich auch - genau wie meine Vorrednerin - was das für Freundschaften sind, in denen persönliche Dinge weitestgehend ausgeklammert werden...
So was sind für mich nicht mehr als irgendwelche Bekanntschaften.
Es stimmt, dass ich dazu neige. Aber weißt du, ich möchte nicht nur in einzelnen Situationen, sondern auch im Großteil des Alltags glücklich sein. Und davon bin ich nun mal weit entfernt.
Aber auch dieses generelle Glücklichsein ist nur möglich, wenn man nicht immer das Haar in der Suppe sucht, sondern dazu fähig ist, all die glücklichen Momente zu genießen.

Hättest du nicht noch eine Idee, wie man das Thema ansprechen könnte?
Leider nicht... denn dazu kenne ich dich, deine Freunde, euer Verhältnis, usw. einfach viel zu wenig...
Das muss einfach irgendwie aus der Situation heraus entstehen und ein genauer Plan, wann man das wie ansprechen will und was dafür die perfekte Situation sein könnte (die dann nie eintrifft), dürfte dabei vor allem hinderlich sein.
 

Benutzer103177 

Sorgt für Gesprächsstoff
Arbeite lieber an dir und deinen Problemen, statt dich nach einer Freundin zu verzehren. Die kommt dann von ganz allein.

Tja, wenns nur so einfach wäre. Bin zwar mit mir im Reinen, aber mit Frauen läuft weiterhin nix. Sie finden mich einfach nicht attraktiv genug und wollen mich nur als Kumpelfreund. Selbst wenn sie nix von meiner Unerfahrenheit wissen, in Zeiten von "Schwiegermutter gesucht" und "Bauer sucht Frau" sollte man ja lieber verschweigen noch Jungfrau zu sein. :zwinker:
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich werde später ausführlicher auf eure Beiträge eingehen; eins möchte ich aber jetzt schon kurz sagen: Einige von euch haben gemeint, dass meine Freunde keine richtigen Freunde wären, weil sie nicht mit mir über private Probleme reden, bzw. meine Anspielungen nicht verstehen würden.

Ich muss gestehen, dass mir diese Aussagen ein bisschen weh getan haben. Die Menschen, die ich zu meinen Freunden zähle (den Unterschied zwischen Freunden und vagen Bekanntschaften ist mir schon klar), sind mir sehr wichtig, ich fühle mich mit ihnen sehr wohl und ich weiss nicht, was ich ohne sie machen würde; ich bin wirklich froh, sie zu meinen Freunden zählen zu können. Es stimmt nicht, dass Privates aus unseren Gesprächen ausgeklammert wird, aber es gibt gewisse Themen, über die wir mit manchen von ihnen noch nie gesprochen haben. Dazu gehören beispielsweise meine Probleme bei der Partnersuche oder ihre eigenen Beziehungsprobleme. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle Hemmungen haben, unsere Probleme anzusprechen, oder dass wir alle befürchten, den Anderen damit nur zu belasten. Es bedeutet doch nicht, dass wir keine Freunde sind. Vielleicht muss einer einfach nur den ersten Schritt tun.

Ich gebe zu, dass es den Einen oder Anderen gibt, den ich noch nicht so lange kenne, aber ich fühe mich ihnen so verbunden, dass ich das Gefühl habe, sie schon ewig zu kennen - und irgendwie werden wir immer vertrauter. Ich hoffe, dass wir eines Tages über unsere jewieligen Probleme miteinander reden können, aber keine Freundschaft kann sich darauf beschränken. Ich habe mich selbst von einer Person distanziert, seitdem sie mir nur noch von ihrem Pech und ihren Ärgernissen erzählt und sich nicht im Geringsten mehr für mich interessiert. Dass ich bei meinen Freunden Hemmungen habe, liegt auch an dieser Erfahrung.

Und dass gestern keiner auf meine Anspielungen reagiert hat, liegt vielleicht einfach daran, dass ich es zu beiläufig im Rahmen eines Gesprächs zu einem ganz bestimmen Thema gesagt habe - sozusagen als Erklärung oder als Argument für eine meiner Thesen. Aber diese Menschen deswegen aus meinem Freundeskreis ausschliessen, bzw. sie nur als Bekanntschaften wahrzunehmen, finde ich schon ein bisschen heftig! Zumal ich gestehen muss, dass ich selbst nicht unbedingt gewusst hätte, wie ich auf solche Anspielungen hätte reagieren sollen.
 

Benutzer116464 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich denke, mit dem oft wiederholten Ratschlag "nicht krampfhaft zu suchen" ist in der Regel nicht gemeint, einfach so weiterzumachen und darauf zu warten, daß einem alles von selbst zufliegt - natürlich nicht. Der Punkt ist eher, daß man Gefahr läuft, mit seinem überschäumenden Bedürfnis nach Liebe die entsprechende Person selbst gar nicht selbst zu "meinen", und sich aus, naja, Verzweiflung auf die nächstbeste Frau stürzt, einfach nur weil sie Interesse zeigt - ohne zu merken, daß es gar nicht um sie als Individuum geht. Darüber hinaus wird man dann auch dazu neigen, diese eine Frau, bei der es mal geklappt hat, um jeden Preis halten zu wollen und letztendlich zum einzigen Lebensmittelpunkt zu machen. Daß eine solche Herangehensweise zum Einen meist ohnehin schon ganz am Anfang ziemlich abschreckend wirkt, und ansonsten sicher keine besonders zukunftsträchtige Basis für eine erfüllende Partnerschaft darstellt, liegt wohl auf der Hand

Das musste ich so zitieren! So diese Geschichte mit dem auf die nächstbeste stimmt vollkommen ! Das habe ich bei mir bemerkt... Ich bin lange single... Und jedesmal wenn ich eine kennenlerne, dann krall ich mich an ihr fest ohne überhaupt mal darüber nachzudenken ob es im GANZEN passt ! Man möchte einfach dieses Gefühl der zuneigung und geborgenheit VORALLEM eben NICHT das Gefühl von einsamkeit ! Da is die verzweiflung doch manchmal echt zu gross ohne es selbst zu merken.. und macht sich vieles kaputt weil man auch deswegen zu verkrampft an SIE rangeht, man möchte alles richtig machen... und macht gleichzeitig viele fehler ! Ich denke jeder bis auf GLÜCKLICHE Singles oder aber Personen die maßlos enttäuscht wurden, kann jeder verstehen das man sich danach sehnt! Auch das mit den Päärchen stimmt exakt überein obwohl... man darf denen kein fehler unterstellen... klar schotten sie sich von vielen personen ab, um sich auf ihre beziehung zu konzentrieren oder treffen sich zumeist eher mit anderen paaren weil dann halt jeder was von hat ! Ein Single stört meist... Ist leider so :frown: Mir gehts da genau wie dir! Musste jetzt die letzte t´´zeit lernen damit umzugehen dieses gefühl iwo abzulegen ! Das schadet doch nur ! Man sollte einfach leben und seinen weg gehen.. und wenn sich was ergibt es einfach laufen lassen ohne sie derbe zu umgarnen oder sich darauf zu versteifen.... ! Das geht meist nach hinten los ! Aber deine Frage versteh ich irgendwo nicht ! ICH würde nie verlangen das es jemand verstehen soll warum ich mich danach sehne!? Was geht es andere an und ÜBERHAUPT... meinst du es interessiert sie? Ich denke NICHT ! Wieso mchst du dir da n kopf drum... du musst dich selbst verstehen... nicht die anderen !
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
WilfricD .
... Einige von euch haben gemeint, dass meine Freunde keine richtigen Freunde wären, weil sie nicht mit mir über private Probleme reden, bzw. meine Anspielungen nicht verstehen würden. ...

Ich will das mal etwas abgemildert ausdrücken, denen fehlt nur die soziale
Kompetenz. Das ist keine Herabsetzumg, sondern nur eine Charakteristik.
Fehlende soziale Kompetenz ist m.E. eine Folge der zu häufigen Beschäftigung
mit dem Computer und dem Handy.
Beide Geräte sollen doch dazu dienen, einige Arbeits- o. Lebensprozesse
effizienter zu machen. Sie sollen aber nicht zusätzliche Zeit und Ressourcen
binden und schon gar nicht den Menschen aus seinem natürlichem / sozialem
Umfeld herausnehmen.

Meine These für heute:
Ein effizientes Studium mit vielfältigen Nebenbeschäftigungen
macht Freude, bringt Erfolg und wirkt somit positiv auf das
Allgemeinbefinden.
Allein dies sollte schon eine positive Ausstrahlung auch gegenüber
Frauen schaffen.

Vielleicht wäre es ein guter anfang, darüber nachzudenken.

Nur zur Illustration - wie ich studiert hab.
Ich hatte einen Terminplaner ( kein Student außer mir hatte den ).
Diesen hatte ich immer bei mir. Egal wo ich war, ich verhandelte
unnachgiebig um jede Minute meiner kostbaren Zeit. Das war wichtig.
Jeden Weg, jeden Termin, jede Aufgabe versuchte ich möglichst perfekt
in den Tagesplan einzupassen, so daß ich für die mir wichtigen Dinge
möglichst viel Zeit übriglassen konnte.

Aufgestanden bin ich gegen 5.30 Uhr. gegen 6.45 Uhr war ich in der Uni,
in meinem Hörsaal, über den ich die Patenschaft hatte. Von Dort konnte
ich auch telefonieren ( damals wichtig, heute von überall selbstverständlich ).
Materialien besorgte ich auf dem Weg zur Kantine und dort traf ich mich auch
oft mit wichtigen Leuten - danach saß ich sehr pünktlich in der Vorlesung
bzw. im Seminar - und zwar ausgeschlafen und topfit.
Das Mittagessen in der Kantine dauerte max. 20 Minuten, danach bin ich gleich
zur Bibliothek oder zu weiteren Besprechungen.
Spätestens 14.00 Uhr hatte ich alles geschafft und dann ging es zum Sport.
( Fußball, Judo, Boxen, Gelände - Rad u. Orientierungssport, Schwimmen )
Punkt 18.00 Uhr war ich zuhause, die Einkäufe hatte ich erledigt, Abendbrot
und ab ging es zur Arbeit oder zu gesellschaftlichen Verpflichtungen.
Von 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr hab ich Ausarbeitungen für die nächsten Seminare
gemacht - keinesfalls länger, denn ich war dann so müde, daß ich manchmal
mit dem Buch ins Bett gegangen bin, noch die ersten Zeilen gelesen hab
und irgendwie im Unterbewußtsein noch die Lampe ausgemacht hab.
Alternativ war meine Freundin dabei. Wir trafen uns in der Kantine oder
sie holte mich vom Sport ab. Sex hatten wir zwischendurch oder manchmal
auch anstelle der notwendigen Studienaufgaben, aber niemals hätte ich
deswegen irgendwann einmal eine schlechte Note gehabt.
Warum?
Weil ich ausgeschlafen in der Vorlesung saß und begreifen konnte, was
der Prof. uns sagen wollte.

Noch etwas zu meiner Arbeit.
Ich hab Dach-, Schornstein- u. Fassadenarbeiten sowie Antennenbau gemacht.
Dafür hatte ich alle Werkzeuge, Ausrüstungen und Berechtigungen.
Weiterhin hab ich auch Duschen und Bäder gebaut oder einfach in einem
kleinen Baubetrieb die Urlaubsvertretung gemacht.
Kleine Arbeiten hab ich in der Woche am Abend erledigt. Die großen Projekte
hab ich dann am Wochenende durchgezogen, meißt zusammen mit erfahrenen
Spezialisten. Die gesamte Organisation von Material, Fahrzeugen, Geräten
und die Abstimung der Gewerke hab ich von der Uni aus in den Pausen gemacht.
Weitere Telefone durfte ich bei einer Nachbarin oder bei den Eltern meiner
aktuellen Freundin nutzen, außerdem gab es zwei Telefonzellen in der Nähe.
Es hat riesen Spaß gemacht.
Samstag Abend ging's zur Disco. Das Tolle war, daß gegen 24.00 Uhr schluß war.
Dementsprechend hatte ich nie ein Problem damit, Sonntags Früh um 7.00 Uhr
auf einem Dach zu stehen.

Das war vor über 30 Jahren.
Ich denke, es könnte heute mit einem Smartphone, Internet und einem Laptop
noch perfekter laufen.

Freunde hatte ich viele, im Sport, bei der Arbeit oder beim Studium.
Niemals aber hätte ich zusammen mit Freunden nur einfach "Freizeit"
gemacht. Das gab es nicht. Wir haben uns z.B. zusammen auf die Prüfungen
in Russisch und Englisch vorbereitet, indem wir uns tagelang vorher nur
in diesen Sprachen unterhalten haben - hat geholfen.

Niemals wäre es vorgekommen, daß jemand ein Problem mit sich rumgetragen
hätte, ohne daß die anderen es gemerkt hätten - und niemals wären alle
zusammen zu feige gewesen, dem auf den Grund zu gehen.
Therapeuten - die gab es nämlich damals viel zu wenige.

Nun aber zurück zum Thema, zu der unerträglichen Situation ohne
Freundin und ohne Sex und wie man da wohl rauskommen kann.

Wir sind ( abgesehen von tiefgründiger Filiosofiererei über Details )
nicht wirklich einen Schritt weiter gekommen.

Die Frage lautet schlicht : Was tun ?

Also - was könnte z.B. WulfricD in der nächsten Woche zun,
um was zu erreichen.
Anders ausgedrückt: wie soll ein kleiner Schritt innerhalb eines
kurzen Zeitraumes aussehen, um dem Ziel einer ersten Partnerschaft
ein kleines Stück näher zu kommen ?

Das Faultier
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich werde später ausführlicher auf eure Beiträge eingehen; eins möchte ich aber jetzt schon kurz sagen: Einige von euch haben gemeint, dass meine Freunde keine richtigen Freunde wären, weil sie nicht mit mir über private Probleme reden, bzw. meine Anspielungen nicht verstehen würden.[...]
Ich finde es einfach etwas seltsam, dass die Themen Beziehung, Partnersuche, usw. in all deinen Freundschaften bisher nie so wirklich zur Sprache kamen, obwohl das doch auch ein nicht gerade unwichtiger Teil des Leben ist... aber gleichzeitig ist das doch eine eher private Sache, über die man vertrauten guten Freunden als mit irgendwelchen Bekannten spricht.
Von daher habe ich einfach vermutet, dass es sich in deinem Fall doch eher um eher oberflächlicche "Spaßfreundschaften" handelt und weniger um intensive Freundschaften, in denen man nicht nur zusammen Spaß hat, sondern auch bei persönlichen Problemen füreinander da ist, usw.
Aber es kann natürlich auch gut sein, dass mich der Eindruck hier täuscht. Ich kann mich ja nur auf das beziehen, was ich hier lese und kenne weder dich, noch deine Freunde.
 

Benutzer64021 

Verbringt hier viel Zeit
Und wieder einer, der sich mit Liebe infizieren will... Verflucht sollen all diese Romantiker sein...

Ich gebe zu, am Anfang war ich auch wie du. Dachte, ich bräuchte eine Freundin, Liebe und so. Und ich dachte, das Liebe ein schönes Gefühl ist. Aber, gehen wir rein sachlich an die Sache ran:

Liebe ist eigentlich nichts weiter als eine Ausschüttung von Pheromonen. Liebe ist eine Droge. Und wie jede Droge kann Liebe der Gesundheit schaden, vor allen Dingen psychisch. Man denkt nur an die "hübschen Dinge", wie das "gribbeln im Bauch" oder "Schmetterlinge" und den anderen Schmuh. Das Liebe mehr Negatives als Positives bewirkt, wird gern vergessen: Hass, Eifersucht, Neid, Trauer, Selbstzweifel, Schuldgefühle und, wie in deinen Fall, Depressionen und Angstzustände. Und warum vergessen wir das? Wegen all den Liebes-Optimisten, die sagen, wie schön es ist zu lieben. Parallelen zu den Jungs in der Schule, die dir Hasch anbieten und meinen, dass es absolut harmlos ist kommen nicht von irgendwoher.

Seien wir ehrlich: Wir wollen nur Liebe, weil andere es wollen oder meinen, wie toll es ist. Wie Kinder, die meinen, wie toll das Spielzeug ist und wenn man das Ding dann hat ist es nach kurzer Zeit eh in eine Ecke des Zimmers befördert, weil wir nichts damit anfangen können oder es kaputt in der Ecke liegt oder das nächste Spielzeug versuchen, obwohl wir vom ersten was lernen sollten.

Nicht jeder Mensch ist dazu bestimmt, dass er die Liebe erfährt. Und die, die wieder mit der "Topf und Deckel"-Theorie angedackelt kommen: Entweder sind sie in einer Beziehung und haben daher von den vorbestimmten Single-Sein eine Ahnung wie eine Tomate von Quantenmechanik oder sie sind krankhaft opitmistisch und wollen nicht wahr haben, dass es Menschen gibt, die ohne Liebe auskommen können. Solange Sie es nicht professionell wissenschaftlich belegen, dass jeder Liebe finden kann, können die ihre Liebes-Hetzkampagnes betreiben, bis ihnen Gras vom Hintern wächst.

Manche tun krampfhaft alles, um eine zu finden und machen sich dabei kaputt, um am Ende bestenfalls in der "Friend Zone" zu verenden, andere verzweifeln daran, gehen zu Bruch und beenden ihr Leben, weil sie meinen, ohne es nicht weiter leben zu können (wie oben beschriebene Droge). Und andere, wie ich, akzeptieren ihr Los und leben ihr Leben normal weiter, ohne sich davon runter ziehen zu lassen.

Sei ehrlich: Du willst nur Liebe und Sex, weil andere es auch haben, oder? Weil du glaubst, das Gefühl ist sooooo wichtig im Leben? Brauchst du es zum Atmen, zum Trinken, Essen, kleiden, schlafen, vielleicht für den Stoffwechsel oder andere Körperfunktionen? Wenn du bei keinen der Punkte mit einem ehrlichen "Ja" anworten kannst, dann brauchst du es nicht.

Und mal ehrlich: Schau dir die Frauen an. Lass mich raten: "Sie wollen einen liebevollen Mann, der sie liebt, immer für sie da ist, treu ist, zum lachen bringt..." ... Ja klar, und auf dem Mond ist Karneval in Rio... Wenn du diesen Frauenwünschen nachgehst, bist du bestenfalls eins: Friend Zoned. Ein geschlechtloses Individuum wie ein Freund, ein Bruder, ein Haustier oder eine Topfpflanze... Frauen wollen "echte Kerle"; je mehr sie am Arschloch ran kommen desto eher finden Frauen sie attraktiv. Ich kann ihnen dies nicht verübeln, Evolution will die Stärksten haben.

Und was machen wir, die keine Arschlöcher sind und auch keine werden wollen? Die von der Liebe so oft auf den Boden gerammt wurden, dass der Steinboden schon weicher Schlamm ist? Ganz einfach: Aufstehen, den Frauen den Mittelflnger zeigen und sich in Richtung Leben umdrehen.

Werde mit dir selbst im Reinen. Liebe dich selbst. Liebe das Leben. Liebe das, was du hast: Freunde, Familie, Job, eine eigene Bleibe, deine Hobbies und Haustiere. Selbst Topfpflanzen sind mehr wert als jede schädliche Droge. Warum also ein störendes Zahnrad einbauen, wenn der Mechanisimus perfekt ist?

Ich habe es gelernt. Ich habe akzeptiert, dass ich eh bestenfalls in der Friend Zone lande. Sollen die Frauen ruhig zu ihren tollen Kerlen gehen und dann heulend feststellen, dass die Evolution ihnen übel mitgespielt hat. Ich brauche keine Drogen, die mich ruinieren. Ich lebe für meine Freunde, meine Familie, meine Hobbies, meine Tiere, meine Karriere. Ich lebe für mich.

Lebe für dich! Meide die "Liebes-Dealer"!

Lebe für dich!

Lebe!
 

Benutzer64021 

Verbringt hier viel Zeit
Dafür dass du so wunderbar ohne Liebe auskommst, bist du aber ganz schön frustriert. :tongue:

Es ist halt immer frustierend, Leute zu sehen, die ihr Leben ruinieren, obwohl sie was besseres draus machen können.

---------- Beitrag hinzugefügt um 01:55 -----------

:totlach:


Mit deiner verbitterten, engstirnigen, frauenfeindlichen, pauschalisierenden Einstellung kann es natürlich rein gar nichts zu tun haben, dass du niemanden findest, nicht wahr?

Tja, rate mal, woher ich diese Einstellung bekommen habe...
 
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