Warum verstehen viele meine Sehnsucht nach einer Freundin nicht?

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich halte es nicht im Geringsten für verwerflich, einfach so unverbindlichen Sex zu haben. Aber es reizt mich einfach nicht.
Genau wie es Dinge gibt, die ich nur mit meinen Freunden und nicht mit beliebigen Personen machen will, gibt es eben auch Dinge, die ich nur mit einer Frau tun will, die ich liebe.
Was macht denn den Sex an sich durch Liebe besser?

Versteht mich nicht falsch, ich finde ja auch Sex UND Liebe in Kombination besser, aber letztlich ist es in einer Beziehung nicht die Liebe, die den Sex besser werden läßt, sondern Vertrautheit und Erfahrung durch Wiederholung. Das fehlt halt bei den meisten ONS. In Affairen oder mit erfahrenen Frauen kann das aber durchaus auch gut klappen.

Ich war ja durchaus auch kein "Frühzünder" was die Frauen angeht, habe auch einige schöne, wie sagt es der gemeine Pickupper, "Oneitis" mit schlechtem Ausgang gehabt usw.
Was mir da aber so in der Retrospektive auffällt: Zu Nichtfickerzeiten habe ich da einfach viel mehr idealisiert. Und das ist halt nicht zielführend. Ist finde ich auch irgendwie logisch, dass die Chancen auf eine langfristige Bindung deutlich höher sind, wenn man mal ausgelotet hat, was man eigentlich abseits der ganzen Ideale und Hirnfickerei in einsamen Zeiten wirklich von einer Beziehung erwartet.
Deshalb würde ich sagen, wenn das Beziehungsleben bisher quasi nichtexistent ist, macht man nicht allzuviel falsch, sich auch mit einem Partner einzulassen, wo das Scheitern eine hohe Wahrscheinlichkeit hat oder man von vornerein nicht allzu überzeugt ist. Es hat einfach auch den Vorteil, dass man nicht sein ganzes Herzblut in die Sache steckt und vielleicht mal lernt, das Ganze ein bißchen nüchterner zu betrachten.

Dann muss ich irgendetwas finden, was mir sozusagen einen Ruck geben könnte. Das ist aber bei jedem unterschiedlich. Mir würde der Besuch einer Prostituierten wahrscheinlich eher schaden, als nutzen. Und „einen Ruck geben“ sollte man nicht mit „Druck machen“ verwechseln: Wenn mir ein Freund sagen würde, dass es Zeit für mich wäre, endlich eine Freundin zu finden (da fällt mir gerade wieder ein, dass mir eine gute Freundin das eine Zeit lang immer wieder gesagt hat), würde es eher dazu führen, den Druck noch zu erhöhen und mich vollkommen handlungsunfähig machen.
Also von Nutten halte ich ja in dem Fall auch nicht viel, sicher kann man da einfach Sex haben, aber es wird einem doch oft nicht das Gefühlt geben, sich irgendwie weiterentwickelt zu haben.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
In der Disco oder auf einer Party war ich auch noch nie in meinem Leben. Man hat mich dazu noch nie eingeladen, bzw. nie vorgeschlagen, und alleine hinzugehen würde ich mich nicht trauen, da ich, naja, ziemlich verklemmt wäre: Ich wüsste gar nicht, was ich da tun soll, und wildfremde Leute anzusprechen, ist auch nicht mein Ding.
Wie schon mal gesagt:
Wenn du nicht eingeladen wirst, frage deine Freunde und Bekannten doch, was sie so am Wochenende machen und ob es irgendwo eine Party gibt, zu der du mit kommen könntest... - All das natürlich unter der Voraussetzung, dass du diese Wissens-, bzw. Erfahrungslücken bezüglich Party und Disco schließen willst, indem du einfach mal hin gehst und es ausprobierst, anstatt von Anfang an zu sagen, dass das nichts für dich ist.

Es kann ja gut sein, dass deie Bekannten einfach nur glauben, du hättest keine Lust auf Party oder Disco und dich deshalb nicht fragen... aber wenn du sie fragst, haben sie bestimmt kein Problem damit, wenn du mit kommst.

Das andere „Problem“ bei meinen Freunden, ist dass viele von ihnen ein bisschen älter sind, als ich. Ich habe mit Absicht die Anführungszeichen verwendet, weil das an sich überhaupt kein Problem ist, wir verstehen uns nämlich blendend. Allerdings sind ihre Freunde zum wesentlichen Teil in ihrem Alter oder sogar noch ein bisschen älter. Wenn sie sie mir also vorstellen, was auch sehr selten ist, dann ist es zwar immer sehr sympathisch, aber dadurch werde ich keine alleinstehende Frau kennenlernen. Die meisten sind nämlich schon vergeben, und die anderen sind wahrscheinlich so frustriert, dass sie gar nicht mehr ausgehen.
Gibt es da wirklich einen so großen Unterschied zwischen unserer Altersklasse und Leuten, die ien paar Jahre älter sind als wir?

Und die Sache von wegen "so frustriert, dass sie gar nicht mehr ausgehen" kannst du doch eigentlich auch gar nicht wirklich wissen, weil du selbst ja kaum ausgehst... :zwinker:

Das Problem ist wirklich, dass ich keine Zeit habe, tausend Sachen auszuprobieren: Man hat mir oft gerate, einen Kurs in der Volkshochschule zu besuchen, oder mich für einen Tanz- oder Kochkurs anzumelden, usw.
Dann probier eben erst mal nur eine der tausend Sachen aus... vielleicht ist es ja gleich ein Volltreffer. - Und wenn nicht, gibst du es eben wieder auf und fängst mit der nächsten Sache an.
Aber gar nichts auszuprobieren nur weil man nicht alles auf ein mal ausprobieren kann, ist nun wirklich die schlechteste Möglichkeit.
Siehst du, genau das würde ich nicht als Erfolgserlebnisse betrachten, weil das Situationen gibt, in denen ich im Alltag oft bin. Frauen anzusprechen, ist für mich längst kein Problem mehr, wenn ich ein Thema habe, worüber ich mit ihr diskutieren kann. In der Uni passiert das oft, aber selbst in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen ist es nicht ganz so selten. Wenn der Zug zum Beispiel so viel Verspätung hat, dass ich meine Verbindung verpasse, frage ich schon mal eine Sitznachbarin (oder eben einen Sitznachbarn, aber darum geht es hier nicht ;-) ), ob sie denn weiß, wann der nächste Zug kommt. Angelächelt werde ich von Frauen auch regelmäßig, aber all das bringt mir nichts, weil sich keine Frau wirklich für mich interessiert. Alle wollen mich nur als guten Freund, wenn überhaupt.
Das war ja auch nur ein Beispiel... aber irgendwo gibt es bei dir doch auch Grenzen und Dinge, die du dich nicht traust.
Und genau da solltest du ansetzen, versuchen, auch nur ein ganz kleines Stück weit über deinen Schatten zu springen - und schon kannst du einen neuen Erfolg verbuchen.
Nicht unbedingt. Der Sex an sich könnte mir sehr gut gefallen, obwohl meine Leistungen wahrscheinlich miserabel wären.
Ich wusste bisher nicht, dass Sex ein Leistungssport ist :tongue:
Mag sein, ja… Wobei ich bisher nicht den Eindruck hatte, von meinen Freunden als langweiliger Typ wahrgenommen zu werden…
Warum ist es dir so wichtig, wie Andere dich wahrnehmen?

Es geht doch nicht nur darum, ob dich Andere langweilig finden oder nicht, sondern vor allem auch darum, ob du dein sicheres, aber dadurch auch recht einsames und partnerloses Leben interessant und abwechslungsreich oder doch eher langweilig findest...
Was macht denn den Sex an sich durch Liebe besser?
Ich habe keine Ahnung, ob Sex mit Liebe überhaupt besser ist als ohne, weil ich dazu nicht über die entsprechenden Erfahrungen verfüge.
Aber auch ohne das zu wissen, gibt es einfach gewisse Dinge, die auf mich keinerlei Reiz ausüben - und dazu gehört Sex mit irgendeiner Frau.

Ich möchte Sex nun mal nur mit einer Frau haben, der ich vertrauen kann und die ich liebe... - Genau wie ich z.B. über gewisse Themen auch nur mit Leuten rede, denen ich vertraue.
 

Benutzer116200 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey du. :smile:

Erst einmal wollte ich dir sagen, dass wohl die meisten deine Sehnsucht doch sehr gut verstehen können. Damit bist du sicher nicht allein.

Hier wurde ja schon ne Menge geschrieben, und es ist ja fast schon etwas unübersichtlich:
Gibt aber einige Punkte, die man vielleicht auch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann, und dazu wollte ich dir jetzt gern etwas schreiben (das Zitieren spar ich mir, das ist mir jetzt einfach zu anstrengend).

Du schreibst ja, dass du dich selbst als rationalen Menschen siehst, und prompt wird dir von anderen hier geraten, dies zu ändern.
Okay, ist schon verständlich, steht doch nicht die Vernunft der Liebe ja oft genug im Wege. :smile:
Allerdings, was ist daran so verwerflich, rational zu denken und zu handeln? Das bewahrt einem im Leben oft genug vor schwerwiegenden Fehlern.
So, wie du dich hier darstellst, gibt es gar nichts an dir auszusetzen.
Und auch wenn du es an dir als Mangel wahrnimmst, zu reflektiert zu sein, ist es doch im Gegenteil so, dass dies eine Eigenschaft ist, die du sehr an dir schätzen solltest.
Und auch das andere, dass du angesprochen hast: dass du dich als jemanden wahrnimmst, der zu wenig Selbstsicherheit, Probleme hat, auf andere zuzugehen ... ist das denn daran wirklich schlimm?

Anscheinend ist es mittlerweile in, wenn man möglichst laut und plump ,,selbstbewusst" auftritt - was jemand wirklich zu sagen hat, wird dabei zunehmend unwichtiger.
Eigentlich ist es doch traurig, wenn offenbar nur noch wahrgenommen wird, was so publikumswirksam unter dem Stichwort ,,Ausstrahlung" verkauft wird.
Ich wette, mit dir ist gar nichts verkehrt und die Gedanken, die du dir machst und die dich zu dem Schluss führen, du müsstest irgendetwas an dir und deiner Art ändern, sind dem Umstand geschuldet, dass du eben ein bisschen anders tickst als diese ziemlich gestörte Welt. :smile:

Auch finde ich es ganz schön krass, dass du das Gefühl hast, du hättest irgendetwas in deinem Leben verpasst - du bist doch noch so jung. Also, auch da solltest du etwas optimistischer in die Zukunft schauen.

Die Ratschläge, die man dir hier gegeben hat, du solltest doch vielleicht irgendwelche Kurse machen, um evtl. eine Freundin zu finden sind doch auch nicht so verkehrt.
Sicher, wenn du nicht viel Zeit hast, kann ich schon verstehen, dass dich der Gedanke abschreckt - aber warum es nicht einfach mal probieren?
Wenn es dir nicht gefällt, gehst du eben einfach nicht mehr hin und fertig.

Es ist gar keine so schlechte Idee, sein Leben auch im Äußeren zu verändern - einfach mal was Neues ausprobieren.
Etwas, was du noch nie gemacht hast, das hilft auch, angestaubte Denkweisen, die man nicht mehr haben möchte, hinter sich zu lassen.
Ich bin mir nicht sicher, wie ich das verdeutlichen kann, ich versuchs mal mit einem Beispiel (das wird jetzt wahrscheinlich etwas platt, aber egal :smile:):
Vor vielen Jahren hab ich mich ganz extrem mit dem Netz beschäftigt und dies dann - praktisch von einem Tag auf dem anderen - sein lassen. Vor einiger Zeit habe ich dann begonnen, einige der alten Gewohnheiten wiederaufzunehmen - und, was soll ich sagen? :smile:
Es war ganz schön erschreckend zu sehen, wie viele Dinge sich gar nicht geändert haben. Viele von diesen alten virtuellen ,,Bekanntschaften" hängen immer noch genau dort ab, wo sie schon immer zu finden waren - nichts hat sich in ihrem Leben geändert. Ist das nicht richtig traurig?
Das Netz kann niemals eine wirkliche Alternative sein - zum wirklichen Leben.

Die echten Menschen, die kann man nur kennenlernen, wenn man ihnen persönlich gegenübersteht - wenn man den Mut hat, auch unter die Leute zu gehen - meinetwegen auch mal in eine Disco, wo schlechte Musik gespielt wird. :smile:
Du hast ja geschrieben, dass dies gar nichts für dich wäre - woher willst du das wissen,wenn du es noch nicht ausprobiert hast?
Damit will ich nicht sagen, dass du das jetzt machen sollst, sondern nur,vielleicht darüber nachzudenken, deine Gewohnheiten zu überdenken. Das Leben ist doch so bunt.

Und auch die Kritik, die man dir entgegengebracht hat, du wärest zu sentimental oder weltfremd, weil es dir nicht gefällt, mit der Nächstbesten etwas anzufangen, kann ich nicht nachvollziehen.
Die Argumentation hierzu war ja, du würdest dadurch lockerer werden - aber was sollte das denn bringen?
Ehrlich gesagt, find ich, du bist locker genug, sonst würdest du hier nicht so ausführlich dein Leben beschreiben. :smile:
Also, du hast deinen Standpunkt dazu, lass ihn dir nicht miesmachen.
Und, wie schon gesagt, du bist noch sehr jung, du hast alle Zeit der Welt.
Nur weil alle irgendetwas auf eine bestimmte Weise machen und es Mehrheitsmeinungen zu einem Thema gibt, muss das noch lang nicht heißen, dass es auch stimmt. :smile:
Vertrau einfach auf dein Gefühl, das wird dir schon sagen, was richtig ist für dich (und womit die anderen glücklich werden, kann dir ja egal sein.)
Und dass auch andere mindestens genau so große Probleme haben, das siehst du doch auch an den (wenigen) platten Antworten - du hast völlig recht, wenn du hier darauf hinweist, dass es in solch einem Fall besser wäre, zu schweigen.
Aber nicht nur die, die nichts zu sagen haben, sollten dann besser schweigen, sondern auch man selbst sollte diesen Rat für sich beherzigen - gerade wenn es um Persönliches geht.
Du schreibst so offen über dich und deine Probleme - so lange dies hier - anonym - geschieht, ist das auch völlig okay.
Aber, solltest du, wie du ja auch schon beschrieben hast, mit deinen Freunden darüber reden, dann ist es vielleicht nicht verkehrt, etwas zurückhaltend zu sein.
Und manchmal ist es genau die falsche Strategie, zu schweigen - dann sollte man (aber nur, wenn man sicher ist, dem Gegenüber vertrauen zu können), auch das Schweigen brechen.
Aber auch da solltest du auf dein Gefühl vertrauen.

So, es gäbe sicherlich noch viel zum Thema zu sagen. :smile:
Aber für heute soll dies erstmal genügen.

Eine schöne, sonnige Woche noch und viele Grüße.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn du nicht eingeladen wirst, frage deine Freunde und Bekannten doch, was sie so am Wochenende machen und ob es irgendwo eine Party gibt, zu der du mit kommen könntest... - All das natürlich unter der Voraussetzung, dass du diese Wissens-, bzw. Erfahrungslücken bezüglich Party und Disco schließen willst, indem du einfach mal hin gehst und es ausprobierst, anstatt von Anfang an zu sagen, dass das nichts für dich ist.

Ich WILL es ja ausprobieren. Spontan würde ich sagen, dass es einfach nichts für mich ist, und lange Jahre hat mich genau diese Einstellung von Discos und Partys jeglicher Art ferngehalten. Auch wenn ich heute immer noch große Hemmungen habe, will ich mir einen Ruck geben: Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich nie erfahren, ob es wirklich nichts für mich ist, oder ob ich es mir einfach eingeredet habe, um nicht über meinen Schatten springen zu müssen.

Die Psychologin von der Uni meinte, ich solle mit meinen Ängsten sozusagen verhandeln und ihnen Sicherungen geben, damit sie sich ruhig halten. Gemäß diesem Ratschlag würde ich nur mit Leuten in die Disco gehen, mit denen ich mich wirklich wohl fühle und denen ich traue – das schließt vage Bekanntschaften aus. Ich denke, dass es mir den Einstieg erheblich erleichtern würde, weil mir meine Freunde allein auf Grund ihrer Anwesenheit irgendwie Sicherheit geben würden. Ich kann mir vorstellen, dass das für Außenstehenden seltsam oder sogar vollkommen absurd klingt, aber leider funktioniere ich so. Und da kann ich nicht von heute auf morgen ändern.

Was ist nun das Problem? Einmal mehr ich selbst. Ich habe mich bisher einfach nicht getraut, gute Freunde zu fragen, ob wir gemeinsam in die Disco oder auf eine Party gehen könnten, sondern habe immer vergeblich darauf gehofft, dass sie es mir selbst vorschlagen. Ich habe überlegt, warum ich eigentlich bisher immer so reagiert habe und bin zum Schluss gekommen, dass ich vor zwei Dingen Angst habe: Zum Einen dass sie selbst aus dem Alter raus sind und daran kein Interesse haben , und zum Anderen dass meine Bitte ihr Bild von mir verändert, und dass ich sie durch mein Verhalten in der Disco oder auf der Party enttäuscht, falls ich doch nicht so locker sein könnte. Beides ist eigentlich wirklich dumm von mir.

Das Komische dabei ist, dass ich mir meiner eigenen Dummheit nicht immer bewusst bin – manchmal gewinnen meine Ängste die Oberhand und schalten gewissermaßen meinen Verstand aus. Da es aber so nicht mehr weitergehen kann, werde ich endlich über meinen Schatten springen und besagte gute Freunde fragen. Mir ist auch gerade bewusst geworden, dass ich dich unfreiwillig verarsche: Du hast mir schon mehrmals geraten, einfach mal Freunde zu fragen, ob wir party- oder discomäßig was zusammen unternehmen können, und doch beklage ich mich immer wieder darüber, dass ich sowas noch nie unternommen habe – also ob ich deine früheren Ratschläge sofort wieder vergessen hätte. Ich bitte dich um Entschuldigung und bedanke mich bei dir bei der Gelegenheit für deine Geduld. ;-) Dieses Mal nehme ich mir aber fest vor, endlich etwas zu tun. Um zu verhindern, dass ich es vergesse, werde ich deinen Ratschlag immer wieder lesen. ;-)

Gibt es da wirklich einen so großen Unterschied zwischen unserer Altersklasse und Leuten, die ien paar Jahre älter sind als wir?

Sagen wir mal so: Leute, die ein paar Jahre älter sind als wir, denken schon viel mehr als Hochzeit und Familiengründung. Wenn sie noch Single sind, sind sie bei der Partnersuche sehr vorsichtig, weil sie eben DEN Richtigen finden wollen – irgendwelche Experimente können sie sich überhaupt nicht leisten. Bei Frauen kommt hinzu, dass sie nur bis zu einem gewissen Alter Kinder bekommen können. Ich will nicht behaupten, dass alle Leute so sind, aber in meinem Umfeld ist mir wirklich aufgefallen, dass es auf diesem Gebiet innerhalb weniger Jahre zu einer starken Entwicklung kommt.


Und die Sache von wegen "so frustriert, dass sie gar nicht mehr ausgehen" kannst du doch eigentlich auch gar nicht wirklich wissen, weil du selbst ja kaum ausgehst... :zwinker:

Das kommt darauf an, was man mit „ausgehen“ meint. Diese Woche war ich zum Beispiel jeden Abend aus – damit meine ich, dass ich nicht alleine zu Hause geblieben bin. Ich bin zwar nicht feiern gegangen, aber habe mich mit Freunden oder Bekannten getroffen.

Dann probier eben erst mal nur eine der tausend Sachen aus... vielleicht ist es ja gleich ein Volltreffer. - Und wenn nicht, gibst du es eben wieder auf und fängst mit der nächsten Sache an.
Aber gar nichts auszuprobieren nur weil man nicht alles auf ein mal ausprobieren kann, ist nun wirklich die schlechteste Möglichkeit.

Ich würde es ein bisschen differenzierter betrachten. Immerhin ist der Schwimmkurs, den ich belege, ja auch so eine Sache, die ich ausprobiert habe. Dabei habe ich sogar zwei nette Frauen kennengelernt, wobei ich sie jetzt nicht mehr als sympathisch finde und sowieso nicht weiß, ob wir nach dem Kurs in Kontakt bleiben werden. Jedenfalls würde ich nicht sagen, dass ich gar nichts unternehme.

Das war ja auch nur ein Beispiel... aber irgendwo gibt es bei dir doch auch Grenzen und Dinge, die du dich nicht traust.
Und genau da solltest du ansetzen, versuchen, auch nur ein ganz kleines Stück weit über deinen Schatten zu springen - und schon kannst du einen neuen Erfolg verbuchen.

OK, ich werde mir etwas überlegen. Spontan fällt mit gerade nichts ein, aber es gibt auf jeden Fall tausende Dinge, die in Frage kommen könnten.

Ich wusste bisher nicht, dass Sex ein Leistungssport ist :tongue:

So meinte ich das auch nicht. ;-) Es ist nur so, dass ich mich wahrscheinlich ziemlich dumm anstellen würde und auch sehr schnell kommen würde, sodass es für die Frau ziemlich blöd sein dürfte.

Warum ist es dir so wichtig, wie Andere dich wahrnehmen?

Gute Frage! Vielleicht, weil ich Anerkennung und Bestätigung brauche… Aber es ist mir selbst nicht ganz klar.

Allerdings, was ist daran so verwerflich, rational zu denken und zu handeln? Das bewahrt einem im Leben oft genug vor schwerwiegenden Fehlern.
So, wie du dich hier darstellst, gibt es gar nichts an dir auszusetzen.
Und auch wenn du es an dir als Mangel wahrnimmst, zu reflektiert zu sein, ist es doch im Gegenteil so, dass dies eine Eigenschaft ist, die du sehr an dir schätzen solltest.
Und auch das andere, dass du angesprochen hast: dass du dich als jemanden wahrnimmst, der zu wenig Selbstsicherheit, Probleme hat, auf andere zuzugehen ... ist das denn daran wirklich schlimm?

Vielleicht ist das alles bei mir ein bisschen zu ausgeprägt. Ich habe mein rationales Denken beispielsweise nie als etwas Negatives betrachtet, durch die vielen Diskussionen hier ist mir aber aufgefallen, dass ich es womöglich ein bisschen übertreibe. Daher wäre das Ziel nicht, mich komplett zu verändern – abgesehen davon, dass es niemals klappen würde –, sondern „nur“ dafür zu sorgen, dass mich dieses rationale Denken von positiven Erfahrungen abhält.

Meine Schwierigkeit, auf andere Leute zuzugehen, betrachte ich dagegen klar und deutlich als etwas Negatives, weil ich dadurch sehr stark in Abhängigkeit gerate: Ich werde nämlich abhängig von den Anderen und deren guten Wille. Wenn sie mich nicht ansprechen, werden wir uns womöglich nie kennenlernen, und so verpasse ich vielleicht die Chance, jemand Tolles kennenzulernen. Aber auf diesem Gebiet habe ich schon große Fortschritte gemacht.

Auch finde ich es ganz schön krass, dass du das Gefühl hast, du hättest irgendetwas in deinem Leben verpasst - du bist doch noch so jung. Also, auch da solltest du etwas optimistischer in die Zukunft schauen.

Objektiv gesehen bin ich jung. Aber weißt du, wenn sich junge Leute alt fühlen, ist es eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass sie mit ihrem bisherigen Leben unzufrieden sind. Und in der Tat: Für mein Alter bin ich auf manchen Gebieten erstaunlich unerfahren. Und so ein Spätzünder zu sein, ist kein besonders angenehmes Gefühl.

Die Ratschläge, die man dir hier gegeben hat, du solltest doch vielleicht irgendwelche Kurse machen, um evtl. eine Freundin zu finden sind doch auch nicht so verkehrt.
Sicher, wenn du nicht viel Zeit hast, kann ich schon verstehen, dass dich der Gedanke abschreckt - aber warum es nicht einfach mal probieren?
Wenn es dir nicht gefällt, gehst du eben einfach nicht mehr hin und fertig.

Wie oben erwähnt: Im Moment besuche ich einen Schwimmkurs, der mir ausgesprochen viel Spaß macht. Nun muss ich überlegen, was ich nachher machen kann, was mir auf der einen Seite Spaß macht und auf der anderen nicht allzu zeitaufwendig ist.

Etwas, was du noch nie gemacht hast, das hilft auch, angestaubte Denkweisen, die man nicht mehr haben möchte, hinter sich zu lassen.

Genau so ist es! Ich finde dein Beispiel übrigens sehr gut, genau so wäre es bei meinen „virtuellen Bekanntschaften“ wohl auch. Wobei ich sagen muss, dass ich irgendwie das Gefühl habe, zu den Leuten zu gehören, bei denen sich in den letzten Jahren rein gar nichts geändert hat. Wenn ich nämlich ehemalige Mitschüler treffe, können sie es selbst kaum fassen, dass ich immer noch keine Freundin habe. Zwar hat sich in meinem Leben ansonsten viel verändert – und das soll noch viel weitergehen –, aber unter Jungs ist es so, dass man doch immer wieder auf ein und dasselbe Thema zu sprechen kommt.

Die echten Menschen, die kann man nur kennenlernen, wenn man ihnen persönlich gegenübersteht - wenn man den Mut hat, auch unter die Leute zu gehen - meinetwegen auch mal in eine Disco, wo schlechte Musik gespielt wird. :smile:
Du hast ja geschrieben, dass dies gar nichts für dich wäre - woher willst du das wissen,wenn du es noch nicht ausprobiert hast?
Damit will ich nicht sagen, dass du das jetzt machen sollst, sondern nur,vielleicht darüber nachzudenken, deine Gewohnheiten zu überdenken. Das Leben ist doch so bunt.

DU hast vollkommen Recht! Genau das hat mir „banane0815“ auch schon öfter gesagt. Weiter oben bin ich ausführlicher darauf eingegangen, vielleicht hast du ja Zeit und Lust, dir das kurz durchzulesen.

Ehrlich gesagt, find ich, du bist locker genug, sonst würdest du hier nicht so ausführlich dein Leben beschreiben. :smile:

Es ist ein Zeichen von Lockerheit … oder eben von Verzweiflung. ;-)

Nur weil alle irgendetwas auf eine bestimmte Weise machen und es Mehrheitsmeinungen zu einem Thema gibt, muss das noch lang nicht heißen, dass es auch stimmt. :smile:
Vertrau einfach auf dein Gefühl, das wird dir schon sagen, was richtig ist für dich (und womit die anderen glücklich werden, kann dir ja egal sein.)

Das stimmt natürlich, aber in manchen Fällen stimmt die Mehrheitsmeinung tatsächlich mit meinen eigenen Wünschen überein. So zum Beispiel mein Wunsch nach einer Freundin. Aber wie gesagt: Grundsätzlich hast du schon Recht.

Aber, solltest du, wie du ja auch schon beschrieben hast, mit deinen Freunden darüber reden, dann ist es vielleicht nicht verkehrt, etwas zurückhaltend zu sein.
Und manchmal ist es genau die falsche Strategie, zu schweigen - dann sollte man (aber nur, wenn man sicher ist, dem Gegenüber vertrauen zu können), auch das Schweigen brechen.
Aber auch da solltest du auf dein Gefühl vertrauen.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen, ich werde es auch genau so machen!

Vielen Dank für deine Antwort und dir auch noch eine schöne Woche!
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Ich WILL es ja ausprobieren. Spontan würde ich sagen, dass es einfach nichts für mich ist, und lange Jahre hat mich genau diese Einstellung von Discos und Partys jeglicher Art ferngehalten. Auch wenn ich heute immer noch große Hemmungen habe, will ich mir einen Ruck geben: Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich nie erfahren, ob es wirklich nichts für mich ist, oder ob ich es mir einfach eingeredet habe, um nicht über meinen Schatten springen zu müssen.

Dazu fällt mir spontan was ein: Daß Du in der Hinsicht Hemmungen hast, ist ja total verständlich. Aber Du musst ja nicht direkt von 0 auf 100 durchstarten - es gibt ja noch eine ganze Menge zwischen "alleine zuhause rumsitzen" und "bis zum Sonnenaufgang abtanzen". Wie wäre es, wenn Du Dich Schritt für Schritt ins Nachtleben vortastest? Also nicht direkt in den Elektro-Club, sondern erstmal in die Studentenkneipe oder zu einem Konzert, nicht direkt zur großen Party, bei der man den Gastgeber nur über ein paar Ecken kennt, sondern erstmal im kleinen Kreis gemütlich bei Dir oder einem Freund?

Oder machst Du sowas ohnehin schon?
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Wie wäre es, wenn Du Dich Schritt für Schritt ins Nachtleben vortastest? Also nicht direkt in den Elektro-Club, sondern erstmal in die Studentenkneipe oder zu einem Konzert, nicht direkt zur großen Party, bei der man den Gastgeber nur über ein paar Ecken kennt, sondern erstmal im kleinen Kreis gemütlich bei Dir oder einem Freund?

Oder machst Du sowas ohnehin schon?

Sagen wir mal so: Ich habe damit angefangen. In den letzten Wochen bin ich ein paar Mal mit Freunden oder Bekannten in Bars gegangen, was ich früher nie gemacht habe. Und wenn Rauchen nicht erlaubt ist, macht es mir sogar viel Spaß. ;-)

Aber dein Tipp ist wirklich sehr gut, danke! Diese "Politik der kleinen Schritte" passt perfekt zu mir: Dadurch gewinne ich an Sicherheit und bin dann bereit, einen Schritt weiterzugehen, sodass ich zwar langsam, aber doch Fortschritte mache. Ich muss also noch weiter gehen und immer mehr neue Dinge ausprobieren.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du schreibst ja, dass du dich selbst als rationalen Menschen siehst, und prompt wird dir von anderen hier geraten, dies zu ändern.
Okay, ist schon verständlich, steht doch nicht die Vernunft der Liebe ja oft genug im Wege. :smile:
Allerdings, was ist daran so verwerflich, rational zu denken und zu handeln? Das bewahrt einem im Leben oft genug vor schwerwiegenden Fehlern.
Dass rationales Denken oftmals eine sehr nützliche und sinnvolle Sache ist, ist mir völlig klar... das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Aber ich weiß eben auch, dass es Bereiche gibt, in denen dieses strikt rationale Denken ziemlich hinderlich ist - und da wäre es toll, diese rationalen Gedanken auch einfach mal beiseite schieben zu können und mit all den irrationalen Dingen umgehen zu können... auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das extrem schwer bis unmöglich ist, wenn man so verkopft ist wie ich.

Auch finde ich es ganz schön krass, dass du das Gefühl hast, du hättest irgendetwas in deinem Leben verpasst - du bist doch noch so jung. Also, auch da solltest du etwas optimistischer in die Zukunft schauen.
Eigentlich ist es doch eine absolut zutreffende Feststellung, dass man etwas verpasst hat, wenn man mit 23 oder in meinem Fall 24 noch keine Freundin, keinen Sex, usw. hatte.
Es lässt sich einfach nicht bestreiten, dass WulfricD und ich z.B. die Chance auf die ersten Erfahrungen in Sachen Verliebtheit, Bezeihungen, erste Zärtlichkeiten, usw. im Teenie-Alter (also in dem Alter, in dem die meisten Leute diese Erfahrungen machen) definitiv verpasst haben.

Allerdings bringt es uns keinen noch so kleinen Schritt weiter, wenn wir diesen verpassten Erfahrungen hinterher trauern und uns unter Druck setzen, all das so schnell wie möglich nachzuholen.

Aber die Sache mit dem "verpassen" ist sowieso noch mal etwas für sich:
Muss man wirklich Alles erlebt haben? Oder kann man überhaupt Alles erlebt haben?
Ich glaube nicht, dass das wirklich möglich ist.
Wer z.B. in jungen Jahren zig wechselnde Kurzzeit Beziehungen, unverbindlichen Sex, usw. hatte, hat die Möglichkeit auf eine langanhaltende Beziehung in deiser Zeit verpasst... und wer in dieser Zeit in einer langanhaltenden Beziehung war, hat es verpasst, sich "auszuleben". - Aber man kann nun mal einfach nicht Alles haben.

Aber ansonsten kann ich mich deinem Beitrag im Großen und Ganzen anschließen...

Die Psychologin von der Uni meinte, ich solle mit meinen Ängsten sozusagen verhandeln und ihnen Sicherungen geben, damit sie sich ruhig halten. Gemäß diesem Ratschlag würde ich nur mit Leuten in die Disco gehen, mit denen ich mich wirklich wohl fühle und denen ich traue – das schließt vage Bekanntschaften aus. Ich denke, dass es mir den Einstieg erheblich erleichtern würde, weil mir meine Freunde allein auf Grund ihrer Anwesenheit irgendwie Sicherheit geben würden. Ich kann mir vorstellen, dass das für Außenstehenden seltsam oder sogar vollkommen absurd klingt, aber leider funktioniere ich so. Und da kann ich nicht von heute auf morgen ändern.
Das halte ich überhaupt nicht für absurd, sondern würde dir auch genau das empfehlen - auch wenn ich es nicht mit irgendwlechem "mit dem Ängsten verhandeln" begründen würde, sondern nur mit meiner eigenen, persönlichen Erfahrung:
Wenn ich mangels Alternativen (außer zu Hause dumm rumzusitzen) schon mal alleine oder mit den falschen Leuten auf einer Party oder in einer Disco war, hielt sich der Spaß für mich eigentlich immer in Grenzen, bzw. war gar nicht vorhanden...
Aber mit den richtigen Leuten hat es mir dann doch Spaß gemacht.

Das Komische dabei ist, dass ich mir meiner eigenen Dummheit nicht immer bewusst bin – manchmal gewinnen meine Ängste die Oberhand und schalten gewissermaßen meinen Verstand aus. Da es aber so nicht mehr weitergehen kann, werde ich endlich über meinen Schatten springen und besagte gute Freunde fragen. Mir ist auch gerade bewusst geworden, dass ich dich unfreiwillig verarsche: Du hast mir schon mehrmals geraten, einfach mal Freunde zu fragen, ob wir party- oder discomäßig was zusammen unternehmen können, und doch beklage ich mich immer wieder darüber, dass ich sowas noch nie unternommen habe – also ob ich deine früheren Ratschläge sofort wieder vergessen hätte. Ich bitte dich um Entschuldigung und bedanke mich bei dir bei der Gelegenheit für deine Geduld. ;-) Dieses Mal nehme ich mir aber fest vor, endlich etwas zu tun. Um zu verhindern, dass ich es vergesse, werde ich deinen Ratschlag immer wieder lesen. ;-)
Entschuldige dich nicht bei mir und mach dir dehalb nicht schon wieder ein schlechtes Gewissen!
Ich bin nur irgendjemand, der irgendeinem Typen im Internet ein paar Tipps gibt und versucht, seine Erfahrung weiterzugeben...
Ob du es annimmst oder nicht, ist deine Sache.
Wenn du es ausprobierst und damit erfolgreich bist, freut es mich... aber du bist nun wirklich zu überhaupt nichts gezwungen nur weil ich es dir vorschlage...

Sagen wir mal so: Leute, die ein paar Jahre älter sind als wir, denken schon viel mehr als Hochzeit und Familiengründung. Wenn sie noch Single sind, sind sie bei der Partnersuche sehr vorsichtig, weil sie eben DEN Richtigen finden wollen – irgendwelche Experimente können sie sich überhaupt nicht leisten. Bei Frauen kommt hinzu, dass sie nur bis zu einem gewissen Alter Kinder bekommen können. Ich will nicht behaupten, dass alle Leute so sind, aber in meinem Umfeld ist mir wirklich aufgefallen, dass es auf diesem Gebiet innerhalb weniger Jahre zu einer starken Entwicklung kommt.
Schließt du von dir auf Andere oder woher weisst du das?
Und zwecks Alter zum Kinderkriegen: Gerade Diejenigen, die erst spät den richtigen Partner finden, bekommen eben erst etwas später Kinder. (Ich denke da z.B. gerade an ein Paar in meinem Bekanntenkreis, wo er 36 und sie ca. 40 Jahre alt ist und bei denen gerade das erste Kind im Anmarsch ist)
Ganz so groß ist der Druck als auch noch nicht.
Das kommt darauf an, was man mit „ausgehen“ meint. Diese Woche war ich zum Beispiel jeden Abend aus – damit meine ich, dass ich nicht alleine zu Hause geblieben bin. Ich bin zwar nicht feiern gegangen, aber habe mich mit Freunden oder Bekannten getroffen.
Nicht schlecht... dann bist du mir in dieser Hinsicht schon einen großen Schritt voraus. - Denn dazu hätte ich schon mal viel zu wenige Freunde und Bekannte (insbesondere auch zu Wenige in meiner Gegend).
Ich würde es ein bisschen differenzierter betrachten. Immerhin ist der Schwimmkurs, den ich belege, ja auch so eine Sache, die ich ausprobiert habe. Dabei habe ich sogar zwei nette Frauen kennengelernt, wobei ich sie jetzt nicht mehr als sympathisch finde und sowieso nicht weiß, ob wir nach dem Kurs in Kontakt bleiben werden. Jedenfalls würde ich nicht sagen, dass ich gar nichts unternehme.
Das meine ich auch gar nicht... sondern ich möchte nur, dass du dich nicht davon entmutigen lässt, dass du nicht Alles auf ein mal machen kannst und deshalb fast nichts machst, sondern möchte dich dazu ermutigen, trotz irgendwelcher Zweifel, Bedenken, usw., die du hier immer wieder äußerst, trotzdem etwas zu tun.
OK, ich werde mir etwas überlegen. Spontan fällt mit gerade nichts ein, aber es gibt auf jeden Fall tausende Dinge, die in Frage kommen könnten.
Das muss ja auch nichts sein, was lange im Voraus geplant wird... aber wenn du das nächste mal anfängst, zu grübeln und zweifeln, ob du irgendwas wirklich machst, könntest du ja versuchen, die Gedanken beiseite zu schieben und dir zu sagen: "Scheiß drauf! - Ich machs jetzt einfach."
(Dass das nicht immer leicht ist, ist mir auch klar... aber genau deshalb spreche ich ja erst mal von kleinen Schritten, wo du nur ein paar Bedenken und kleine Hemmungen hast und nicht von irgendwelchen Dingen, vor denen du regelrecht Angst hast, o.Ä.)
Gute Frage! Vielleicht, weil ich Anerkennung und Bestätigung brauche… Aber es ist mir selbst nicht ganz klar.
Aber diese Anerkennung und Bestätigung bekommst du wohl kaum, wenn du dich bei Allen nur fragst, wie das auf Andere wirkt und es deshalb oft einfach bleiben lässt... :zwinker:
Denke mal mehr an dich und mache einfach das, wonach dir ist, anstatt dich immer zu fragen, ob das nicht irgendjemandem nicht gefallen könnte...
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Na siehst Du, ich denke Du bist schon auf einem ganz guten Weg.

Und was Deine hier gerne etwas kritisierte Rationalität anbelangt: Natürlich ist das keine schlechte Eigenschaft. Im Gegenteil, es ist ja auch gerade Deine Fähigkeit zur Selbstreflektion, die es Dir ermöglicht, an Dir zu arbeiten und Schritt für Schritt Deinen Zielen näher zu kommen (und weswegen dieser Thread hier als einer der wenigen mit diesem Thema nicht zur Plattform für bloßes Gejammer über die böse, unfaire Welt im Allgemeinen und die bösen, unfairen Frauen im Besonderen verkommt :zwinker:)

Was Du Dir aber bewusst machen solltest, ist folgendes: Deine überlegte und geplante Vorgehensweise führt eben dann zu Problemen, wenn Du Deine "Prognosen" auch auf den Gebieten betreibst und Dein Handeln danach ausrichtest, bei denen Du gar nicht auf entsprechende Erfahrung zurückgreifen kannst, sondern sie auf wenig aussagekräftige Einzelereignisse, fälschlicherweise aus anderen Kontexten genommene Erlebnisse etc. stützt.

Und sehr problematisch wird es, wenn Du versuchst, bei Dingen, die per se mit rationalen Überlegungen eher inkompatibel sind, wie sich zu verlieben, Sexualität, mit Freunden zusammen Spaß haben, auf diese Art und Weise voranzukommen.

Aber in dieser kurzen Zeit hast Du diesbezüglich schon einige Fortschritte erzielt.

Ich denke, es sind diese kleinen Erfolge, wie die Tatsache, daß Du nun auf einmal mit anderen Leuten z.B. abends weggehst - was Du vielleicht vor einiger Zeit noch abgelehnt hättest (macht mir sowieso keinen Spaß/was, wenn ich zu steif rüberkomme/Kneipen sind doch sowieso alle verraucht und voll mit Besoffenen/..... :zwinker:), durch die Du langsam, aber stetig verinnerlichen kannst, daß es gut tut, Dinge spontaner und ohne groß zu überlegen anzugehen.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Allerdings bringt es uns keinen noch so kleinen Schritt weiter, wenn wir diesen verpassten Erfahrungen hinterher trauern und uns unter Druck setzen, all das so schnell wie möglich nachzuholen.

Natürlich nicht, aber fest steht auch, dass wir noch viel mehr verpassen werden, wenn wir auf diesem Gebiet nicht bald positive Erfahrungen werden sammeln können. Sich das zu sagen, erhöht den Druck eigentlich nur noch, aber andererseits darf man auch nicht den Kopf in den Sand stecken. Dadurch macht man alles nur noch schlimmer.

Zur Verdeutlichung meiner Aussage möchte ich ein konkretes Beispiel anführen. Menschen, die mit Anfang/Mitte 20 in einer Beziehung leben, haben die große Chance, genug Zeit für sich selbst zu haben, viel zusammen unternehmen zu können und dadurch die Intensität ihrer Beziehung zu steigern. Für Leute, die 30 Jahre alt sind und längst im Arbeitsleben angekommen sind, ist es schon viel schwieriger, eine Beziehung zu beginnen: Wenn sie abends von der Arbeit kommen, haben sie unter Umständen keine große Lust mehr, etwas zu unternehmen, am Wochenende müssen sie sich von ihrer Arbeitswoche erholen – kurzum: Sie haben kaum Zeit für ihre Beziehung. Einiges Tages kommt dann der Wunsch nach einer Familiengründung und verschlimmert die Lage nur noch.

All das ist keine reine Spekulation, sondern beruht auf Erzählungen von Freunden und Bekannten, ebenso wie auf meinen eigenen Beobachtungen. Auch das kann ich wieder ein zwar extremes, aber bezeichnendes Beispiel anführen: Eine meiner Tanten hat mit über 30 ihren Mann kennengelernt und auch fast sofort geheiratet, wobei sie kaum die Zeit hatten, sich wirklich gut kennen- und lieben zu lernen. Vermutlich ist es ihnen ergangen, die es uns ergehen wird, wenn wir uns nicht beherrschen: Sie hatten wahrscheinlich das Gefühl, alles so schnell wie möglich nachholen zu müssen. Tja, und da die Frau nun mal eine biologische Uhr hat und sie auch mehrere Kinder wollten, haben sie sich ziemlich schnell an die Arbeit gemacht. So kam das erste Baby, dann das zweite, und schließlich auch ein drittes. Neben ihrem Job und ihren Kindern haben sie kaum noch Zeit übrig: Hobbys gibt es wenige, und für den Ausbau ihrer Beziehung nehmen sie sich auch keine Zeit. Da sie sich diese Zeit auch nicht vor dem ersten Kind genommen haben, ist ihre Beziehung wirklich in einem desolaten Zustand. Irgendwie hat man den Eindruck, dass sie sich fremd sind, dass sie nicht genug Zeit miteinander verbracht haben, dass sie sich nicht wirklich kennen- und lieben gelernt haben.

Wie gesagt: Das ist ein extremes Beispiel, und es stellt eher die Ausnahme als die Regel dar. Aber eins steht fest, ob wir nun von Liebesbeziehungen oder von Freundschaften sprechen: Was man im jungen Alter nicht macht, macht man wahrscheinlich nie. Wenn man sich nicht die Zeit nimmt, die Beziehung zu seinem Partner, bzw. seinen Freunden zu pflegen, wird sie niemals ihre volle Intensität erreichen können und im schlimmsten Fall sogar scheitern. Um das zu verhindern, muss man sich die Zeit nehmen. Und wenn einmal arbeitet, hat man nicht mehr so viel Zeit.

Muss man wirklich Alles erlebt haben? Oder kann man überhaupt Alles erlebt haben?
Ich glaube nicht, dass das wirklich möglich ist.
Wer z.B. in jungen Jahren zig wechselnde Kurzzeit Beziehungen, unverbindlichen Sex, usw. hatte, hat die Möglichkeit auf eine langanhaltende Beziehung in deiser Zeit verpasst... und wer in dieser Zeit in einer langanhaltenden Beziehung war, hat es verpasst, sich "auszuleben". - Aber man kann nun mal einfach nicht Alles haben.

Alles erlebt zu haben, ist nicht nur unmöglich, sondern auch überhaupt nicht erstrebenswert. Denn leider würde es konkret bedeutet, dass man dann von allem ein bisschen probiert, aber nichts richtig macht. Trotzdem ist es schon gut, zumindest ein bisschen was erlebt zu haben, weil man auf Grund dieser Erfahrungen an die Dinge anders herangeht, als jemand, der nur wenig Erfahrung hat, und der unter Umständen viele Fehler machen wird. Liebe und Sex sind dabei sehr gute Beispiele.

Entschuldige dich nicht bei mir und mach dir dehalb nicht schon wieder ein schlechtes Gewissen!
Ich bin nur irgendjemand, der irgendeinem Typen im Internet ein paar Tipps gibt und versucht, seine Erfahrung weiterzugeben...
Ob du es annimmst oder nicht, ist deine Sache.
Wenn du es ausprobierst und damit erfolgreich bist, freut es mich... aber du bist nun wirklich zu überhaupt nichts gezwungen nur weil ich es dir vorschlage...

Das sehe ich ein bisschen anders: Ich würde es nämlich als respektlos empfinden, Leute in Foren um Ratschläge zu bitten und dann immer wieder die gleichen Fragen stellen und mich über die gleichen Probleme beklagen würde, ohne in irgendeiner Form den Antworten der Anderen Beachtung zu schenken und irgendetwas zu unternehmen, um meine Situation zu ändern. Dadurch würde man sich außerdem nur im Kreis drehen, sodass es rein gar nichts bringen würde, zu diskutieren.

Schließt du von dir auf Andere oder woher weisst du das?

Zum Teil schließe ich tatsächlich von mir auf Andere, aber meine Aussage beruhte, wie schon oben bei einem ähnlichen Thema erwähnt, auch auf Erzählungen von Freunden, bzw. Bekannten und auf meinen eigenen Beobachtungen. Ich gebe allerdings zu, dass es nicht unbedingt repräsentativ ist für die gesamte Bevölkerung.

Und zwecks Alter zum Kinderkriegen: Gerade Diejenigen, die erst spät den richtigen Partner finden, bekommen eben erst etwas später Kinder.

So locker kann ich das nicht sehen. Mein Vater war selbst 45 Jahre alt, als sein erstes Kind, nämlich ich, geboren wurde, und obwohl wir uns sehr gut verstehen, ist es schon etwa komisch: Zum Einen, weil man an einigen Punkten merkt, dass er wirklich einer vollkommen anderen Generation angehört, sodass er einiges nicht verstehen kann, auch wenn er sich darum bemüht (wenn ich nächstes Jahr 25 werde, wird er 70!); und zum Anderen, weil ich anfange, daran zu denken, dass er meine Kinder, sofern es welche geben sollte, ihren Großvater nie werden kennenlernen können, genau so wie ich meinen Großvater väterlicherseits nie gekannt habe – und das ist wirklich nicht toll. Natürlich liegt nicht alles nur am Alter – auch tödliche Krankheiten können ein Grund dafür sein –, aber trotzdem. In erster Linie ist das für mich das Problem.

Was Du Dir aber bewusst machen solltest, ist folgendes: Deine überlegte und geplante Vorgehensweise führt eben dann zu Problemen, wenn Du Deine "Prognosen" auch auf den Gebieten betreibst und Dein Handeln danach ausrichtest, bei denen Du gar nicht auf entsprechende Erfahrung zurückgreifen kannst, sondern sie auf wenig aussagekräftige Einzelereignisse, fälschlicherweise aus anderen Kontexten genommene Erlebnisse etc. stützt.

Da hast du vollkommen Recht. Aber man muss sich ja auf irgendetwas stützen, bzw. sich an irgendetwas richten, oder? Es ist ja immer so: Solange man in einem Bereich keine Erfahrung hat (und jeder ist in seinem leben regelmäßig in dieser Lage), greift man auf die Erzählungen anderer oder auf seine eigenen theoretischen Vorstellungen zurück, die uns unbewusst von unseren Eltern und von der Gesellschaft eingeprägt wurden. Man kann sich davon nicht einfach „befreien“. Oder wie siehst du das?


Und sehr problematisch wird es, wenn Du versuchst, bei Dingen, die per se mit rationalen Überlegungen eher inkompatibel sind, wie sich zu verlieben, Sexualität, mit Freunden zusammen Spaß haben, auf diese Art und Weise voranzukommen.

Ja, klar. Aber auch da gilt: Wie soll ich das machen? Wie soll ich einfach meine Rationalität in gewissen Momenten in den Hintergrund drängen?

Ich denke, es sind diese kleinen Erfolge, wie die Tatsache, daß Du nun auf einmal mit anderen Leuten z.B. abends weggehst - was Du vielleicht vor einiger Zeit noch abgelehnt hättest (macht mir sowieso keinen Spaß/was, wenn ich zu steif rüberkomme/Kneipen sind doch sowieso alle verraucht und voll mit Besoffenen/..... :zwinker:), durch die Du langsam, aber stetig verinnerlichen kannst, daß es gut tut, Dinge spontaner und ohne groß zu überlegen anzugehen.

Das stimmt. Und diese kleinen Erfolge machen mir auch Mut. Aber weißt du, es gibt immer wieder Rückschläge, die mich zweifeln lassen, ob ich überhaupt in der Lage bin, etwas zu verändern. Ein Beispiel: Ich habe mit dem Schwimmen angefangen, habe damit etwas gefunden, was mir wirklich viel Spaß macht, auch wenn ich es nicht richtig kann. Und ich hatte mir vorgenommen, nach Ende des Brutschwimmkurses weiterhin regelmäßig schwimmen. Nun ist der Kurs bald vorbei, und der Trainer sagt mir, dass ich das mit dem Beinschlag falsch mache, und dass ich so viel zu viel Energie und Kraft verschwende. Das sagt er mir jetzt, nach 2 Monaten! Ich musste Brustschwimmen komplett lernen, weil ich es nicht kannte. Und es war schwierig genug, weil ich ein Typ bin, der zwar die Theorie nahezu perfekt beherrscht, aber der bei der Umsetzung in die Praxis große Schwierigkeiten hat, was noch dadurch verstärkt wird, dass ich mich nicht auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren kann: Also entweder mache ich den Beinschlag richtig, oder den Armzug, oder die Atmung, aber alle drei Singe gleichzeitig geht nicht. Mit der Zeit habe ich gelernt, zumindest den Beinschlag und den Armzug zu koordinieren, und ich war auch überglücklich, als ich es endlich geschafft hatte, ohne Schwimmhilfe zu schwimmen. Und nun das! Jetzt hat er mich vollkommen verunsichert, sodass ich gar nichts mehr kann. Und also ob das nicht reichen würde, habe ich erfahren, dass das Schwimmbad, in das ich derzeit gehe, im April für 4 Monate schließt, und dass das nächstliegende Schwimmbad nur durch eine 25-minütige Busfahrt zu erreichen ist (wobei er nicht sehr regelmäßig fährt), da ich kein eigenes Auto habe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich das schaffen werde. Abgesehen davon, dass mir wahrscheinlich die Motivation fehlt, insgesamt eine Stunde zu fahren, um dort anderthalb Stunden tatsächlich zu schwimmen, frage ich mich, ob ich dafür genug Zeit habe, wenn ich 2-mal die Woche schwimmen gehen will und parallel wirklich viel zu tun habe. Und wie soll ich dann noch andere Sachen ausprobieren, wodurch ich eine Freundin finden kann? Dabei macht mir Schwimmen wirklich Spaß! Es kommt dir vielleicht lächerlich vor, aber ich bin jetzt wirklich deprimiert. Einmal überwinde ich mich, gebe mir einen Ruck und finde auch etwas, was mir Spaß macht und wodurch ich auch kräftiger werden kann, und dann kommt dieser Rückschlag...

Kräftiger werden, das ist eine gute Überleitung. In den letzten Tagen war es so warm, dass viele Leute nur ein T-Shirt anhatten. Was habe ich gemacht? Jedes Mal, wenn ein Liebespaar in ungefähr meinem Alter (man sollte ja nur vergleichen, was vergleichbar ist) an mir vorbeigegangen ist, habe ich mit den Mann genau angeschaut und dabei ist mir natürlich seine Muskulatur besonders aufgefallen. Ehrlich gesagt: Wenn ich in den Spiegel sehe, fällt es mir nicht schwer, mir vorzustellen, warum sich eine Frau eher in einen solchen Mann verliebt, als in mich. Aus meiner männlicher Hetero-Sicht kann ich sagen, dass keine dieser Männer perfekt ausgesehen haben, aber mindestens etwas hatten, was sie aus Sicht einer Frau attraktiv machen kann: einen muskulösen Oberkörper (wobei es nicht übertrieben war), der durch entsprechende Klamotten zur Geltung gebracht wurde, usw. Bei diesem Anblick wurde ich wirklich neidisch auf diese Typen. Dass ich nicht muskulös bin, ist natürlich alleine meine Schuld, obwohl ich seit Jahresbeginn daran arbeite, dass sich das ändert, aber ich kann wenig dafür, dass meine Haut zwar nicht unrein, aber auch nicht besonders schön ist, und dass ich kein besonders schönes Gesicht habe. Ich versuche, aus meinem Körper das beste zu machen, aber an den Typen, die ich in der Stadt begegnet bin, komme ich nicht heran und das werde ich auch nie tun. Neid bringt natürlich überhaupt nichts und ich weiß auch, dass das Aussehen nicht alles ist, aber wenn ich mir diese Männer anschaue, dann sage ich mir, dass ich mich als Frau auch eher von ihnen sexuell angezogen finden würde, als von mir. Und darum geht es ja auch. Auch wenn solche Gedanken mehr schaden als nützen, schaffe ich es nicht, sie loszuwerden...

Komischerweise ist meine Stimmung sehr schwankend: Mal bin ich vollkommen deprimiert, mal fange ich wieder an, zu hoffen; mal bin ich vor Verzweiflung am Boden zertsört, mal bin ich überglücklich. Noch seltsamer ist, dass meine Stimmung manchmal tagelang stabil bleibt (positiv und negativ), und manchmal innerhalb eines Tages mehrmals wechselt. Und es können kleinigkeiten sind, die sie verändern. Es ist wirklich seltsam... Wundert euch also nicht, dass ich mal voller Optimismus in die Zukunft schaue und mich über jeden kleinen Erfolg freue, und mal von Selbstzweifeln überkommen werde und jegliche Hoffnung auf die Lösung meienr Probleme verliere.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Natürlich nicht, aber fest steht auch, dass wir noch viel mehr verpassen werden, wenn wir auf diesem Gebiet nicht bald positive Erfahrungen werden sammeln können. Sich das zu sagen, erhöht den Druck eigentlich nur noch, aber andererseits darf man auch nicht den Kopf in den Sand stecken. Dadurch macht man alles nur noch schlimmer.
Wenn man sich mit dem Argument "ich möchte nicht noch mehr verpassen" selbst motivieren kann, ist das sicherlich eine gute Sache.
Aber wenn man sich mit diesem Argument nur noch mehr Druck macht und sich fertig macht, ist es kontraproduktiv.

Ich kann natürlich nicht wissen, wie das bei dir ist... aber ich würde mich wohl eher damit fertig machen, wenn ich immer dran denken würde, wie viel ich verpasst habe.

Und zu deinen ganzen Gedankenspielen, was in einer Beziehung später schwieriger ist, usw.:
Das mag teilweise sicherlich zutreffen... aber zumindest mir ist das schon wieder zu viel "Brainfucking". Was bringt es mir, das alles bis ins letzte Detail auszumalen?
Ich versuche lieber, eine Partnerin zu finden und freue mich darüber, wenn es endlich klappt. - Egal, ob das jetzt oder erst in ein paar Jahren der Fall ist.

Ich kenne nämlich auch einige Paare, die sich erst relativ spät kennengelernt haben und bei denen es sehr gut läuft... das scheint also alles Andere als unmöglich zu sein.

Das sehe ich ein bisschen anders: Ich würde es nämlich als respektlos empfinden, Leute in Foren um Ratschläge zu bitten und dann immer wieder die gleichen Fragen stellen und mich über die gleichen Probleme beklagen würde, ohne in irgendeiner Form den Antworten der Anderen Beachtung zu schenken und irgendetwas zu unternehmen, um meine Situation zu ändern. Dadurch würde man sich außerdem nur im Kreis drehen, sodass es rein gar nichts bringen würde, zu diskutieren.
Das stimmt schon.
Aber diesen Eindruck machst du auf mich auch überhaupt nicht... ganz im Gegenteil. Und es ist doch völlig klar, dass man nicht Alles von einem Tag auf den Anderen ändern kann, sondern dass das alles seine Zeit braucht und man einen Schritt nach dem Anderen machen muss.

So locker kann ich das nicht sehen. Mein Vater war selbst 45 Jahre alt, als sein erstes Kind, nämlich ich, geboren wurde, und obwohl wir uns sehr gut verstehen, ist es schon etwa komisch: Zum Einen, weil man an einigen Punkten merkt, dass er wirklich einer vollkommen anderen Generation angehört, sodass er einiges nicht verstehen kann, auch wenn er sich darum bemüht (wenn ich nächstes Jahr 25 werde, wird er 70!); und zum Anderen, weil ich anfange, daran zu denken, dass er meine Kinder, sofern es welche geben sollte, ihren Großvater nie werden kennenlernen können, genau so wie ich meinen Großvater väterlicherseits nie gekannt habe – und das ist wirklich nicht toll. Natürlich liegt nicht alles nur am Alter – auch tödliche Krankheiten können ein Grund dafür sein –, aber trotzdem. In erster Linie ist das für mich das Problem.
Da hast du natürlich recht und ich genieße es auch sehr, junge Eltern zu haben (als ich zur Welt kam war meine Mutter gerade mal 22 Jahre alt und mein Vater 28).
Aber ich sehe z.B. auch meinen Bekannten und seine Partnerin, die mit 35, bzw. 40 ihr erstes Kind erwarten und bin mir ziemlich sicher, dass sie wirklich wundervolle Eltern sein werden.
Eigentlich möchte ich schon früher Vater werden... aber wenn nicht, habe auch nichts dagegen, erst mit 40 dieses Glück zu erleben. Nur noch später muss es dann wirklich aus den von dir genannten Gründen nicht mehr sein.

Kräftiger werden, das ist eine gute Überleitung. In den letzten Tagen war es so warm, dass viele Leute nur ein T-Shirt anhatten. Was habe ich gemacht? Jedes Mal, wenn ein Liebespaar in ungefähr meinem Alter (man sollte ja nur vergleichen, was vergleichbar ist) an mir vorbeigegangen ist, habe ich mit den Mann genau angeschaut und dabei ist mir natürlich seine Muskulatur besonders aufgefallen. Ehrlich gesagt: Wenn ich in den Spiegel sehe, fällt es mir nicht schwer, mir vorzustellen, warum sich eine Frau eher in einen solchen Mann verliebt, als in mich. Aus meiner männlicher Hetero-Sicht kann ich sagen, dass keine dieser Männer perfekt ausgesehen haben, aber mindestens etwas hatten, was sie aus Sicht einer Frau attraktiv machen kann: einen muskulösen Oberkörper (wobei es nicht übertrieben war), der durch entsprechende Klamotten zur Geltung gebracht wurde, usw. Bei diesem Anblick wurde ich wirklich neidisch auf diese Typen. Dass ich nicht muskulös bin, ist natürlich alleine meine Schuld, obwohl ich seit Jahresbeginn daran arbeite, dass sich das ändert, aber ich kann wenig dafür, dass meine Haut zwar nicht unrein, aber auch nicht besonders schön ist, und dass ich kein besonders schönes Gesicht habe. Ich versuche, aus meinem Körper das beste zu machen, aber an den Typen, die ich in der Stadt begegnet bin, komme ich nicht heran und das werde ich auch nie tun. Neid bringt natürlich überhaupt nichts und ich weiß auch, dass das Aussehen nicht alles ist, aber wenn ich mir diese Männer anschaue, dann sage ich mir, dass ich mich als Frau auch eher von ihnen sexuell angezogen finden würde, als von mir. Und darum geht es ja auch. Auch wenn solche Gedanken mehr schaden als nützen, schaffe ich es nicht, sie loszuwerden...
Wenn die meisten Männer kräftiger sind als du ist es auch klar, dass die meisten vergebenen Männer kräftiger sind als du. - Das würden selbst dann zutreffen, wenn alle Frauen keinerlei Präfrerenz bezüglich der Figur eines potentiellen Partners hätten.
Somit kannst du aus der Beobachtung, dass die meisten vergebenen Männer kräftiger sind als du nicht schließen, dass du kräftiger werden musst, um eine Partnerin zu finden.

Ich möchte dir sicherlich nicht davon abraten, weiterhin Sport zu treiben und zu versuchen, kräftiger zu werden... das ist sicherlich eine gute Sache, die auch gut für dein Ego sein kann, wenn du siehst, dass du mit deinen Bemühungen erfolgreich bist.
Aber ich will dich ermutigen, dass du auch mit deiner Figur sicherlich eine Partnerin finden kannst, die dich so attraktiv findet. Nicht jede Frau steht auf kräftige, muksulöse Typen. - Genau wie nicht jeder Mann auf Frauen mit Model-Maßen steht. (Suche doch einfach mal nach den Umfragen zu diesem Thema hier im Forum... da gibt es immer wieder Frauen, die schlanke, nicht muskulöse Männer bevorzugen)

Ich bin mir sicher, dass die meisten Männer kräftiger sind als ich und dass ich zumindest mit akzeptablem Aufwand auch nichts an dieser Tatsache ändern kann, weil ich einfach die familiäre Veranlagung zu einem sehr schlanken Körper habe.
Das muss ich akzeptieren und da bringt es mir auch nichts, mich immer wieder damit fertig zu machen, dass die meisten Männer kräftiger sind als ich.
Aber ich schaffe es, das Beste aus meiner Figur zu machen, was mit überschaubarem Aufwand möglich ist und fühle mich wohl in meiner Haut. - Und ich glaube wirklich nicht, dass das für mich ein Nachteil bei der Partnersuche ist. (Zumindest kein Nachteil, der im Vergleich mit meinen anderen Problemen bei der Partnersuche auch nur einen kleinen Gedanken wert ist...)
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann natürlich nicht wissen, wie das bei dir ist... aber ich würde mich wohl eher damit fertig machen, wenn ich immer dran denken würde, wie viel ich verpasst habe.

Naja, es ist so: Auf der einen Seite motiviert es mich, mir endlich einen Ruck zu geben, damit ich auch sagen kann, dass ich alles getan habe, um meine Situation zu verändern; auf der anderen Seite ist macht es mich natürlich fertig, und zwar richtig fertig.

Das Schlimmste ist, dass ich zwar etwas unternehmen will, um meine Chancen auf Erfolg zu vergrößern, eigentlich aber rein gar nichts unternehmen kann. Nu kommt die Frage, die ich schon -zig mal gestellt habe: Wo soll ich denn eine Freundin finden? Da zur Zeit Semesterferien sind, komme ich mit niemand Anderem als meinen Freunden zusammen; der einzige Ort, in dem ich mit einigen Frauen in meinem Alter zusammenkomme, ist mein Schwimmkurs, der aber diese Woche endet. Ich habe beschlossen, etwas zu tun, damit ich eine Freundin finden kann, kann im Moment aber gar nichts machen. Ich trete einfach nur auf der Stelle.

Im nächsten Semester habe ich dann so viel zu tun, dass ich neben dem Studium nicht noch ein Sprach-, Tanz-, Koch- oder Sportkurs besuchen kann – es sei denn, ich verzichte die Treffen mit meinen Freunden, auf den Sport und auf alle meine anderen Hobbys. Das heißt, dass ich NUR im Rahmen der Uni eine Freundin finden kann. Vielleicht bekomme ich von meinen Freunden mal eine alleinstehende Freundin oder Bekannte vorgestellt, aber wenn ich darauf angewiesen bin, kann ich lange warten. Was soll ich nur machen? Vielleicht hast du keine Lust, auf diese Frage zu antworten, vielleicht kann man es überhaupt nicht, aber ich brauche wirklich Hilfe, denn alleine schaffe ich unter den gegebenen Umständen nicht...

Ich versuche lieber, eine Partnerin zu finden und freue mich darüber, wenn es endlich klappt. - Egal, ob das jetzt oder erst in ein paar Jahren der Fall ist.

Du könntest noch ein paar Jahre damit warten? Also ich könnte das nicht. So lange würde ich es nicht aushalten, sondern würde an meinem Unglück zugrunde gehen. Irgendwann fängt man nämlich an, durch seine negativen Gedanken und seine Traurigkeit den eigenen Körper zu zerstören. Und ohne zu übertreiben: Jedes Mal, wenn ich deprimiert bin, habe ich Bauchschmerzen. Aber zum Glück gibt es noch genug glückliche Momente, die als Ausgleich dienen. Vielleicht hänge ich deshalb so sehr an meinen Freunden...

Wenn die meisten Männer kräftiger sind als du ist es auch klar, dass die meisten vergebenen Männer kräftiger sind als du. - Das würden selbst dann zutreffen, wenn alle Frauen keinerlei Präfrerenz bezüglich der Figur eines potentiellen Partners hätten.
Somit kannst du aus der Beobachtung, dass die meisten vergebenen Männer kräftiger sind als du nicht schließen, dass du kräftiger werden musst, um eine Partnerin zu finden.

Das klingt natürlich logisch. Andererseits ging es aber nicht nur um die Muskelmasse, sondern um alles, was eine Frau an einem Mann rein körperlich anziehend finden kann: Es kann ein muskulöser Oberkörper sein, aber auch eine glatte und gebräunte Haut, eine schöne Gesichtsform, schöne Augen, usw. Das hängt von der Person ab. Bei mir gibt es nichts Derartiges, so zumindest mein Eindruck. Wenn ich meine neuen Klamotten anhabe, die etwas stilvoller sind, als die alten, und mir ein bisschen Gel in die Haare tue, sehe ich gar nicht mal so schlecht aus (ich habe letztens Komplimente von Freundinnen bekommen), aber sobald das alles weg ist, gefalle ich mir nicht mehr.


Aber ich will dich ermutigen, dass du auch mit deiner Figur sicherlich eine Partnerin finden kannst, die dich so attraktiv findet. Nicht jede Frau steht auf kräftige, muksulöse Typen. - Genau wie nicht jeder Mann auf Frauen mit Model-Maßen steht.

Auch eine Frau, die ich gutaussehend finde? Das ist nämlich der Punkt: Die einzigen Frauen, die klar und deutlich Interesse an mir gezeigt haben, fand ich überhaupt nicht gutaussehend. Und da habe ich mich gefragt, ob ich wirklich in der untersten Liga spiele, ob ich wirklich nur schlechtaussehenden Frauen anziehe, die sonst keiner will.

Aber vielleicht hängt alles mit dem oben erwähnten Problem zusammen: Wie kann ich mit Frauen zusammenkommen, von denen eine zu meiner Freundin werden könnte? So lange ich dieses Problem nicht gelöst habe, werde ich wahrscheinlich auch keine Erfolgserlebnisse und daher dieses negative Bild von mir haben. Ganz unlogisch ist es ja nicht: Da ich im Studium schon sehr fortgeschritten bin, komme ich nur mit Frauen zusammen, die gleich alt oder noch älter sind, und die zum großen Teil schon vergeben sind. Und ob es nun Zufall ist oder nicht: Es sind die interessantesten. Übrig bleiben nur diejenigen, die keiner will, etwa weil sie zu oberflächlich, zu wenig weiblich, oder zu unsympathisch, sind. Tja, und die wollen nun mal auch einen Freund, also greifen sie auf die Männer zurück, die noch Single sind, also unter anderem auch ich. So werde ich aber nie Erfolg haben.

Ich bin mir sicher, dass die meisten Männer kräftiger sind als ich und dass ich zumindest mit akzeptablem Aufwand auch nichts an dieser Tatsache ändern kann, weil ich einfach die familiäre Veranlagung zu einem sehr schlanken Körper habe.

Jetzt deprimierst du mich unfreiwillig noch mehr... Ich fange nun an, mich zu fragen, ob ich überhaupt kräftiger werden kann. Ich habe die sehr dünnen Hände und Handgelenke meiner Mutter geerbt, sodass auch meine Unterarme sehr dünn sind. Ist da wirklich keine Verbesserung möglich? Und kann man keine muskulösen Oberkörper bekommen, wenn man nicht wie ein Verrückter trainiert, nur weil seine Eltern selbst nicht sehr breischultrig sind? Ich frage, weil ich zum ersten Mal jemanden höre, der wegen seiner familiäre Veranlagung nicht kräftig werden kann.

Ich eröffne nachher einen extra Thread zu diesem Thema. Es beschäftigt mich doch ziemlich.
 

Benutzer116272 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also, ich bin in der Meinung, dass du hier keine Hilfe finden wirst, auch wenn die User viel Text schreiben. Im Endeffekt läuft es immer über Interaktion zwischen Mann und (oft komplexbehafteten) Frau
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich erwarte bon keinem, dass er mir eine Freundin findet, sonder dass man mir erklärt, wie ich das machen kann, wie ich diese Interaktion zwischen Mann und Frau herbeiführen kann. Irgendwie muss ich ja die Chance bekommen, dass es dazu kommt, odr? Und genau das ist der Punkt: Ich weiss nicht, wie ich es schaffen soll.

Und eins sage ich klar und deutlich: Wenn ich es 2012 nicht geschafft habe, zumindest Erfolgserlebnisse zu erleben (ich spreche hier nicht gleich von eienr festen Partnerin, obwohl ich Ende des Jahres auf dem Weg dazu sein will), dann wird es für mich kein Jahr 2013 geben...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ok. STOP!

Langsam fängst du an zu spinnen, wenn ich mal so sagen darf. Was erwartest du hier von den Usern, wenn du irgendwelche Selbstmordgedanken schiebst? Wenn es wirklich so schlimm ist, dann geh zu einem Therapeuten. Der kann dir direkt persönlich helfen, zufriedener mit deinem Leben zu sein. Ansonsten: Du tust so, als lebten alle Frauen auf einem anderen Planeten und du hättest nur einmal im Jahr die Chance, eine Exkursion dorthin zu machen, um ne Frau kennenzulernen. Irgendwie stimmt das nicht so wirklich oder? Schau doch mal aus dem Fenster! Sofern du nicht im Wald lebst, wirst du dort wohl Menschen sehen. Ein paar Männer, ein paar Frauen. Oder?

Die ganzen Ausreden von wegen "fortgeschritten im Studium, Semesterferien" Blabla, das macht es vielleicht schwieriger, aber nicht unmöglich (woher ich das weiß? Hm. Ich würde sagen, von den Umständen her bin ich ca. in der gleichen Position).

Aber egal. Jetzt nicht mehr lange rumreden und virtuell nachdenken. Wenn du Leute kennenlernen willst, dann beweg deinen Arsch raus. Überleg du dir selbst, wo am ehesten Leute zu finden sind, die dir passen könnten (vom Alter, von den Interessen, etc.). Und dann trittst du dir selbst in den Hintern und gehst dort hin. Sei's ein Sportclub, sei's eine politisch motivierte Organisation, irgendeine andere Interessengemeinschaft, ein Bogenschießkurs, Kletterverein, Wandergemeinschaft, Schachklub, Lindyhop-Kurs, was weiß ich. Sofern du nicht in einem Dörfchen wohnst, gibt's sowas bei dir. Erkundige dich einfach mal! Wie lernst du am besten Frauen kennen? Simpelste Variante: Du machst Sachen, die dich sowieso interessieren könnten (und nein, jetzt nicht engstirnig sein! Ausprobieren! Neugierig sein! Horizont erweitern! Locker sein! Freundlich sein! Lächeln! Welt genießen!), Hobbys zusammen mit anderen Menschen. Dein Ziel ist es nicht, dass du dort hingehst und sofort ne Freundin klar machst. Dein Ziel ist es, mit anderen Menschen tiefere Gemeinsamkeiten zu finden und mehr Freundschaften zu knüpfen, außerhalb deines bestehenden Pärchenfreundeskreises. Andere Cliquen, andere Möglichkeiten, MEHR Möglichkeiten. Jeder Mensch, den du kennenlernst, hat ein paar Dutzend neue Kontakte mit neuen potentiellen interessanten Frauen darunter.

Also, und jetzt bitte keine Ausreden. Sondern probiere es doch bitte einfach mal aus! Und wenn es daneben geht, dann überleg dir, wieso es daneben gegangen ist. Aber überleg es dir HINTERHER. Wenn man dazu neigt, soviel nachzudenken und den Teufel an die Wand zu malen und somit nie zum tatsächlichen Handeln kommt, dann muss man dieses Verhaltensmuster aktiv und bewusst durchbrechen. Also, hopphopp!
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
@ Lotusknospe: Bitte, lese folgenden Beitrag, danach lasse ich dich in Ruhe, versprochen. Aber ich möchte versuchen, die kurz zu erklären, warum ich anfange, zu spinnen, wie du treffend bemerkt hast.

Eigentlich bin ich nicht der Typ, der einfach nur jammert, sich selbst bemitleidet und nichts tut, um seine Situation zu verbessern. Solche Menschen kann ich nicht ernst nehmen und habe auch keinen Respekt vor ihnen. Aber kannst du denn nicht verstehen, dass es einen vollkommen fertig macht, wenn man sich an vielen Stellen überwindet, über seinen Schatten springt und dann entweder Rückschläge erfährt oder feststellt, dass in absehbarer Zeit keine Verbesserung in Sicht ist?

Glaube mir, ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich es nicht mehr aushalte. Alles geht den Bach runter: Alle meine Träume zerbrechen einer nach dem anderen: Den lang ersehnten Urlaub mit Freunden kann ich vergessen, mein Schwimmkurs ist fast zu Ende und ich kann immer noch nicht richtig schwimmen, in der Fachschaft meines Seminars fühle ich mich nicht wohl und schließlich muss ich mich auch nach einem neuen beruflichen Ziel umsehen. Alles kommt irgendwie zusammen.

Und das Schlimmste ist: Ich bräuchte dringend jemandem zum Reden, aber ich habe Angst davor, meine Freunde damit zu belästigen. Also behalte ich alles für mich, und mittlerweile kann ich nicht mehr.

Ich kann dir auch erklären, weshalb ich langsam verzweifle und immer mehr daran zweifle, ob ich in absehbarer Zeit eine Freundin finden kann. Ich habe angefangen, mein Leben zu verändern, habe mir mehrmals einen Ruck gegeben: Ich bin der Fachschaft meines Seminars beigetreten, habe mich für einen Schwimmkurs angemeldet, habe angefangen, mehr auszugehen und mehr Freunde und Bekannte zu treffen, usw. Auch wenn all das sehr positiv ist, merke ich, dass das nicht ausreichen wird, um eine Freundin zu finden. Ihr habt mir alle viele nützliche Ratschläge und interessante Ideen gegeben, was ich machen könnte, damit sich das ändert. Aber weißt du, ich merke, dass ich wirklich ein Zeitproblem habe: Im nächsten Semester werde ich neben meinen wöchentlichen Kursen selbst einige Kurse geben, ein Praktikum machen und dann noch im Rahmen eines Fernstudiums Prüfungen vorbereiten müssen. Daneben will ich natürlich auch noch meine Freunde treffen und meinen Hobbys nachgehen können (Lesen, Kino, Radfahren, Schwimmen und Fitnesstraining). Und wenn ich im Rahmen meiner Hobbys einem Verein beitreten würde, wäre das mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Die Zeit habe ich aber nicht. Auch für einen Sprach-, Tanz-, oder Kochkurs bleibt mir keine Zeit übrig.

Ich hatte gehofft, dass mir meine Freunde ihre Freunde vorstellen werden, sodass sich dadurch auch mein Bekanntenkreis erweitern würde: Nun ist es aber so, dass einige Freunde von mir Freunde haben, die weit weg wohnen, und die sie mir daher nicht vorstellen können; andere haben mir zwar ihre Freunde vorgestellt, aber die sind bereits im Arbeitsleben oder in einer Beziehung, sodass sie kaum noch ausgehen. Zeit, öfter mal was zu unternehmen haben sie nicht. Das ist aber die beste Möglichkeit, um seinen Bekanntenkreis zu erweitern: Freunde stellen einem ihre Freunde vor, mit denen man auch was unternimmt und die einem schließlich ihre eigenen Freunden vorstellen, usw. Mir ist nun bewusst geworden, dass das nicht passiere wird.

Natürlich komme ich im Rahmen des Studiums mit genügend Frauen zusammen, aber bisher hat sich noch nichts ergeben. Vielleicht kommt es noch, aber dass es nach 5,5 Jahren Studium immer noch nicht passiert ist, kann einen schon zweifeln lassen, oder?

Ich habe noch keine Lust, aufzugeben, werde mich also weiterhin bemühen. Aber ich weiß auch, dass ich irgendwann Erfolge brauche, seien sie noch so klein, weil ich sonst wirklich verzweifle.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wieso gehst du nicht zu einem Therapeuten, wenn du jemanden zum Reden brauchst? Wenn du das alles, was ich dir geraten habe, schon umgesetzt hast, und es hat trotzdem nicht geklappt, dann muss es an deiner Ausstrahlung liegen. Wie die ist, können wir User hinter unseren Bildschirmen nicht sehen. Das können nur deine Freunde bzw. Leute, die direkt mit dir interagieren. DIE können dir sagen, welche Wirkung du auf andere Menschen hast und was du eventuell verbessern könntest, um deine Aura zu optimieren. Aber mit deinen Freunden redest du ja nicht über das Thema. Wieso also nicht mit einem Therapeuten?
 

Benutzer112886 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kann dich gut verstehen war selber in diese Phase und weiß wie das ist. Man macht sich unheimlich viel vor mit der Zeit man denkt wirklich es geht dann ein besser aber scheiße ist es wird noch schlimmer. Es hat eine lange Zeit gebraucht bis ich es begriffen habe und hab mir gesagt ich lass es alles ruhen erstmal und es wird schon noch kommen was.
Jetzt hab neh Freundin und wo ich nix gemacht hab nur aufen Acker Dünger gestreut und sie stand am Feldrand hab sie mit genommen und nun sind wir zusammen seid 2 Monaten.

Mach so wie ich alles ruhen lassen oder wie es Lotusknospe sagt gehe unter Menschen.


Wird schon WulfricD sie wird kommen:zwinker:
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Wieso gehst du nicht zu einem Therapeuten, wenn du jemanden zum Reden brauchst? Wenn du das alles, was ich dir geraten habe, schon umgesetzt hast, und es hat trotzdem nicht geklappt, dann muss es an deiner Ausstrahlung liegen. Wie die ist, können wir User hinter unseren Bildschirmen nicht sehen. Das können nur deine Freunde bzw. Leute, die direkt mit dir interagieren. DIE können dir sagen, welche Wirkung du auf andere Menschen hast und was du eventuell verbessern könntest, um deine Aura zu optimieren. Aber mit deinen Freunden redest du ja nicht über das Thema. Wieso also nicht mit einem Therapeuten?

Ich muss gestehen, dass ich (noch) nicht alles ausprobiert habe, was du und die anderen mit geraten habt. Einige Ratschläge bin ich dabei, in die Praxis umzusetzen, für andere fühle ich mich noch nicht bereit und dann gibt es schließlich noch welche, die ich im Moment nicht befolgen kann – entweder aus Zeitmangel oder weil ich noch nicht die Gelegenheit dazu hatte. Aber ich habe auf jeden Fall vor, weiterhin an mir zu arbeiten und Neues ausprobieren.

Meine Ausstrahlung ist eigentlich ziemlich gut, wenn ich meinen Freunden glauben darf. Erst letzte Woche haben mir zwei Freundinnen gesagt, dass ich gut aussehe (das war bezogen auf meine Klamotten und auf meine Frisur) und ich komme als einen sympathischen und gut oft gelaunten Menschen rüber. Dass ich mit meinem Leben unzufrieden bin, sieht man mir nur dann an, wenn es mir wirklich beschissen geht – das passiert aber vor allem, wenn ich alleine bin. Dass es mit der Freundin bisher (noch?) nie geklappt hat, liegt meines Erachtens wirklich darin, dass ich mit zu wenig Frauen, die potentiell in Frage kommen könnten, zusammenkomme. Und genau dieses Problem muss ich nun lösen. Es gibt Momente – heute ist so ein Tag –, in denen ich die Hoffnung verliere und wirklich Mist erzähle, dann kommen aber wieder Momente, in denen ich wieder anfange, zu hoffen und wieder Lust habe, weiterhin dafür zu arbeiten.

Nun zu deiner Frage: Warum gehe ich zu keinem Therapeuten? Nun ja, die Psychologin von der Uni, mit der ich in (E-Mail-)Kontakt getreten war, meinte, dass meine Ängste das Hauptproblem seien, und dass die Ursache dafür womöglich in meiner Vergangenheit zu suchen sei. Das war mir ehrlich gesagt schon vorher bewusst. Der Grund, weshalb ich den Kontakt irgendwann abgebrochen habe ist, dass sie meinte, meine Ängste würde ich nie loswerden können (mittlerweile habt ihr mich tatsächlich davon überzeugt) und mir nie konkrete Lösungsvorschläge gemacht hat. Außerdem bin ich nicht davon überzeugt, dass meine Ängste die Ursache für mein Single-Dasein sind. Vielleicht sollte ich es aber noch einmal bei jemand Anderem versuchen.

Wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, würdest du mir aber empfehlen, auch mit meinen Freunden darüber zu reden. Weißt du vielleicht, wie man das Thema am besten anspricht, ohne dass man als vollkommen deprimierter und verzweifelter Jammerlappen rüberkommt? Kann ich die Diskussion etwa so einleiten, dass ich zum Beispiel einen Freunde frage, wie er es mit Frauen macht? Oder soll ich lieber allgemein die Einsamkeit ansprechen, wodurch auch das Urlaubsthema angesprochen werden würde? Mittlerweile hast du mich nämlich davon überzeugt, dass es wohl doch besser ist, mit Freunden zu reden, dass das eine weitere Angst ist, die ich überwinden muss.

Auf jeden Fall danke ich dir für deine Geduld mit mir. Ich hätte glaube ich viel früher das Handtuch geworfen, wenn mir im Internet so jemand wie ich über den Weg gelaufen wäre. ;-)

Ich kann dich gut verstehen war selber in diese Phase und weiß wie das ist. Man macht sich unheimlich viel vor mit der Zeit man denkt wirklich es geht dann ein besser aber scheiße ist es wird noch schlimmer. Es hat eine lange Zeit gebraucht bis ich es begriffen habe und hab mir gesagt ich lass es alles ruhen erstmal und es wird schon noch kommen was.
Jetzt hab neh Freundin und wo ich nix gemacht hab nur aufen Acker Dünger gestreut und sie stand am Feldrand hab sie mit genommen und nun sind wir zusammen seid 2 Monaten.

Mach so wie ich alles ruhen lassen oder wie es Lotusknospe sagt gehe unter Menschen.

Das ist wirklich eine sehr schöne Geschichte! Ich freue mich für dich, dass es geklappt hat und irgendwie macht es mir auch Mut! Vielen Dank!!

Also ich kannte mal einen der war 25 und hatte noch nie eine Freundin, irgendwie komisch... scheinbar ist das ein Phenomän der Männer naja jedenfalls war der auch ziemlich verbohrt in den Gedanken das er endlich wissen will wie das Gefühl ist geliebt zu werden und natürlich Intimitäten auszutauschen.
Er müsste jetzt 27 sein keine Ahnung ob sichs geändert hat aber ich denke mal du bist erst 23 ich auch und obwohl ich so ein Prob nicht kenne denk ich mir du solltest erst mal auf den Punkt kommen das du ausstrahlst das dus nicht nötig hast! hab gehört das ist bei Frauen wichtig :zwinker:

OK, ich werde mich darum bemühen, ein Versuch ist es wert: Und ich habe sowieso nichts zu verlieren.

Ich bin übrigens immer wieder überrascht, zu sehen, dass es doch mehr Menschen gibt, die genau in meiner Situation waren oder sind. Es ist wirklich interessant...
 

Benutzer116320 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kann dich unheimlich gut verstehen und hab mich selbst in deinem Eingangspost wiedergefunden.

Ich bin inzwischen schon 21 und hatte noch nie eine freundin, geschweige denn eine frau geküsst (ja es ist wahr!).
Es ist unheimlich frustrierend wenn ich an meiner hochschule ständig verliebte und glückliche paare seh und ich immer wieder merke was mir bis jetzt so lange verwehrt wird.

Dabei kann ich nicht verstehen wieso es nicht klappt. Ich bin intelligent, witzig, sportlich und kann mich gut kleiden. Und es ist ja auch nicht so, dass ich es nicht versuche.

Erst neulich wurde ich von einer verarscht...Das ganze macht meinen Frust nur noch größer! Ich habe zunehmend das Gefühl dass viele Frauen einfach nur durchgeknallt sind und keine enrsthaften bindungen eingehen wollen...

Jedenfalls, was ich eigentlich sagen wollte: Du stehst nicht alleine da WulfricD!
 
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