Warum verstehen viele meine Sehnsucht nach einer Freundin nicht?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sehe ich anders :zwinker: Trotzdem gibt es Dinge, die nicht von Vernunft und Logik gesteuert sind, bei dir nicht und bei allen anderen Menschen auch nicht. Das betrifft z.B. Dinge wie persönliche Vorlieben bez. Charaktereigenschaften, Aussehen, etc. Das sind dann letztendlich doch sehr ausschlaggebende Kriterien.
Ich habe das anders gemeint:
Bei zwischenmenschlichen Dingen muss man Vieles instinktiv und spontan tun, ohne lange darüber nachzudenken.
z.B. beim Flirten habe ich nicht die Zeit, um zu hinterfragen, was ihre Körpersprache und Worte wohl bedeuten mögen und um mir anschließend Gedanken darüber zu achen, wie ich darauf am Besten reagiere, sondern ich muss spontan und intuitiv reagieren, um den Flirt am Laufen zu halten.
Damit habe ich z.B. mal bei einer Party einen Flirt mit einer auf den ersten Blick attraktiven und sympatischen Frau auf einer Party in den Sand zu setzen, obwohl sie definitiv darauf aus war, jemanden zu verführen und ich somit Leichtes Spiel gehabt hätte, wenn ich ein Gespür für die Situation gehabt hätte.
(Als ich die Situation später rekapituliert habe,wusste ich schon, wie ich mich hätte verhalten müssen, um den Flirt in Gang zu halten, die Bälle zurückzuspielen, usw. - Aber darüber muss ich eben bewusst nachdenken, wozu in der Situation selbst die Zeit fehlt.)

Und Gleiches gilt auch für die nonverbale Kommunikation: Mir fehlt weitestgehend die instinktive, unbewusste Fähigkeit, um nonverbale Signale richtig zu entschlüsseln - und bis ich mir bewusst überlegt habe, was diese Signale bedeuten könnten, ist die Situation schon lange wieder vorbei.

Im direkten persönlichen Kontakt komme ich mit bewusster Analyse der Situation und anschließendem Abwägen bezüglich des angemessenen Handelns einfach nich weit, weil diese Prozesse viel zu langsam sind.
Ich glaube nicht, dass es schwierig ist, dir den Kopf zu verdrehen. Das einzige, was du brauchst, ist eine nette, hübsche, gebildete und kluge Frau, die dir Aufmerksamkeit schenkt, Interesse an dir als Person zeigt, ohne sich billig an dich ranzuschmeißen. Und dann wirst du sehen, dass deine niedrigen Triebe wach werden und du dir - vermutlich nicht nur, aber auch - Sex mit ihr vorstellen kannst. Und du wirst vllt denken, du seist verliebt in sie, vllt bist du es auch, aber dann haben wir vermutlich einfach unterschiedliche Skalen von Verliebtheit. Tut mir leid, dass ich das einfach so sage, aber das ist meine Erfahrung mit "Nerds" bzw. introvertierten Menschen (wertfreie Bezeichnung). Bei denen funktionieren genau die gleichen Dinge wie bei anderen Menschen auch, egal wie rational und vernunftsgesteuert sie sich selbst einschätzen.
Naja... die oben genannte Frau hat ja versucht, mit mit dem von dir genannten Muster den Kopf zu verdrehen und es hat trotzdem nicht geklappt.
Aber zmindest hat sie es schnell geschafft, mein Interesse an ihr zu wecken...
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden - nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen. - Und was eine Frau total abschreckend findet (z.B. schlanke Figur), stört eine andere Frau überhaupt nicht und eine Dritte findet es sogar besonders attraktiv...

Wenn du nicht gerade total entstellt bist, 35 oder 250kg wiegst, 3 Nasen nebeneinander im Gesicht hast, o.Ä. würde ich mir da keine all zu großen Sorgen machen.

Mit dem Hinweis darauf, dass Geschmäcker sehr verschieden sind, hast du natürlich vollkommen Recht. Wenn man mit Mitte 20 noch nie eine Freundin hatte, sucht man natürlich nach Erklärungen, nach Gründen für dieses komplette Versagen – bei den Anderen, vor allem aber man sich selbst. Und meistens gibt es dafür nicht nur einen Grund. Nach langer Überlegung bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich in der Vergangenheit viel zu viele Fehler begangen habe: Ich bin kaum ausgegangen, habe nicht an der Erweiterung meines Freundes- und Bekanntenkreises gearbeitet, habe mich kaum darum bemüht, mich und meine Ängste zu überwinden, usw. Ziemlich schnell kommt in einem aber auch die Frage hoch, ob man überhaupt die rein optischen Voraussetzungen für das Finden einer Freundin erfüllt – sprich Ausstrahlung und Aussehen. Diese Zweifel sind eine Folge meiner fehlenden Erfolgserlebnisse und werden durch meine eigene Unzufriedenheit mit meinem Aussehen gestärkt. Wobei ich seit einiger Zeit daran arbeite, mein Aussehen zu verbessern: Ich habe mit neue, leicht stillvollere Klamotten angeschafft, habe angefangen, mehr Sport zu treiben, um auch kräftiger zu werden, usw. Vielleicht werden meine Selbstzweifel dadurch zunehmen geringer.

Hast du dir auf Grund deiner fehlenden Erfolgserlebnisse mit Frauen nie die Frage gestellt, ob dein Aussehen ein Grund dafür sein könnte? Oder, anders formuliert: Bist du mit deinem Aussehen zufrieden?

Geh doch einfach mal mit offenen Augen durch die Gegend und schaue dir die Päärchen an, die dir begegnen... da gibt es auch genügend vergebene Männer, die stark von irgendwelchen vermeintlichen Idealvorstellungen abweichen und die trotzdem eine Partnerin gefunden haben, der sie offensichtlich gefallen (für Frauen gilt natürlich genau das Gleiche).

Gute Bemerkung! Ich habe mich schon öfter gefragt, wie es solche Männer geschafft haben, nicht nur eine Frau zu finden, sondern dazu noch eine sehr attraktive. Eine Antwort habe ich dagegen immer noch nicht gefunden… Klar, es könnte als Beweis dafür dienen, dass nicht das Aussehen ausschlaggebend ist. Andererseits kommt mir diese Antwort ein wenig zu einfach vor…

Das bestätigt meinen Eindruck noch... alles was du schreibst klingt so... zwanghaft durchdacht, logisch rational betrachtet und ausgewertet - ohne Spielraum für Geschwister Schicksal und Chaos und deren beliebten Cousin "isso" :zwinker:

Ich bin eben ein Mensch, der logisch und rational denkt. Wenn du besser verstehen willst, wie ich funktioniere, würde ich dir empfehlen, dich mit Angela Merkel näher zu beschäftigen. In dieser Hinsicht haben wir nämlich ziemlich viele Gemeinsamkeiten. ;-)

Wenn das aber alle Eigenschaften sind, die man an dir so spontan bemerkt, dann muss ich dir leider ganz ohne dich zu kennen und sicher nicht um dich zu ärgern sagen: es klingt ein wenig langweilig.

Aber daran gleich einhakend: Es gibt genug Frauen, die suchen genau das. Allerdings geb ich dir dazu noch eine Weisheit mit, die mir im letzten Jahr aufgegangen ist: Wenn man in in Beziehungsdingen nicht tickt wie 90% der andern, dann muss man seine Partner eben unter den restlichen 10% suchen.

Langweilig? Es mag sein, dass meine Eigenschaften „langweilig“ sind, aber sie sind eben ein Teil vor mir. Und wie gesagt: Ohne sie bliebe nicht mehr viel Positives in mir übrig. Allerdings muss ich gleich hinzufügen, dass alle meine Freunde mit mir bisher Spaß hatten. Da ich Humor (manchmal sogar schwarzer Humor) habe, sehr sympathisch rüberkommen kann, mich für Andere interessiere, bin ich keiner, der seine Mitmenschen vergrault. Die pessimistische Variante wäre, dass ich genau deshalb einen so kleinen Freundes- und Bekanntenkreis habe, weil ich mich nur mit Menschen anfreunde, die ähnlich ticken, wie ich – und das ist nun mal nicht die Mehrheit. Aber so pessimistisch will ich heute Abend nicht sein. ;-)

Zu deiner zweiten Bemerkung: Was soll ich deiner Meinung nach denn machen? Ich kann doch nicht meine positiven Eigenschaften zu unterdrücken versuchen und eine Rolle spielen, die überhaupt nicht zu mir passt, nur um mehr Frauen ansprechen zu können: Würde das nicht im Gegenteil als unauthentisch rüberkommen und meine Chancen daher noch weiter verringern? Und glaubst du, dass meine Chancen derzeit wirklich so gering sind? Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen, dass auf der Welt so wenig Gleichgesinnte leben.

Vieles von dem was du schreibst klingt allzusehr nach "trau mich nicht" Wie wärs, mal an zu gehn nicht so wichtig zu nehmen was andre von dir denken, und auch mal etwas... Verrücktes zu tun?

Auch wenn das eigentlich vollkommen im Widerspruch zu meiner weitgehenden Rationalität steht, habe ich bereits Dinge getan, die ich als „verrückt“ bezeichnen würde. Du würdest das wahrscheinlich ganz anders sehen. Für mich ist es nämlich schon verrückt, wenn ich eine Entscheidung treffe, deren konkrete Auswirkungen mir vollkommen unbekannt sind.

Nur mal aus Neugier: Was würdest du persönlich tun, wenn du etwas Verrücktes würdest machen wollen?

ey... brauchst du nen Co-Piloten.. wenne in der nähe von Mannheim wohnst, melde dich, dann gehen wir rum und betrinken uns und versuchen es zu zweit! (öhm.. Frauen an zu sprechen!) ...ich ignoriere mal die ganzen Romane hier einfach mal!

Euphemistisch ausgedrückt: Sich zu betrinken ist eigentlich nicht so mein Ding. ;-)

Ich glaube nicht, dass es schwierig ist, dir den Kopf zu verdrehen. Das einzige, was du brauchst, ist eine nette, hübsche, gebildete und kluge Frau, die dir Aufmerksamkeit schenkt, Interesse an dir als Person zeigt, ohne sich billig an dich ranzuschmeißen. Und dann wirst du sehen, dass deine niedrigen Triebe wach werden

Es mag sein, dass du Recht hast. Sollte es tatsächlich mal passieren, würde ich dir sofort Bescheid sagen. ;-)

Stell dir vor, irgendwann wärst du 35 und da kommt dann halt eine angedackelt und du denkst dir "Hm, vllt die letzte Chance, um Kinder in die Welt zu setzen, dann versuchen wir's doch mal, ganz verkehrt ist die ja nicht und bevor gar nichts mehr draus wird..." -> Das ist einfach keine sehr schmeichelhafte Sache für den Partner.

Da hast du natürlich vollkommen Recht! Ich begnüge mich selbst ungern mit dem, was die Anderen nicht wollen. Allerdings hatte ich das gar nicht gemeint: Es kann ja durchaus sein, dass ich eine tolle Frau kennenlerne, bei der ich mir sage „Die ist es! Mit ihr will ich mein Leben teilen!“ – und natürlich würde ich auch zeigen wollen, wie wichtig sie mir ist. Bei der letzten Frau, in die ich mich verliebt habe, war es genau so. Ich fand sie einfach wunderbar: Sie war sehr hübsch, genauso intelligent, wir hatten mehrere gemeinsame Interessen, haben uns sehr gut verstanden – kurzum, für mich wäre sie die Traumfrau gewesen. Glaube mir: Ich habe sie wirklich sehr geliebt, sie wäre auf keinen Fall nur zweite oder dritte Wahl gewesen. Wenn wir zusammengekommen wären, hätte ich ihr das natürlich zeigen wollen. Das hätte ich als Kompliment aufgefasst. Aber vielleicht wäre sie damit nicht klargekommen. Aber das werde ich sowieso nie erfahren…

Fragt mich jemand, wie ich meinen Traummann beschreiben würde, würde ich sicherlich nicht sagen, dass der unsportlich und picklig sein soll. Es wäre sicherlich NICHT meine Vorliebe. Aber das heißt nicht, dass ich mich nicht in einen unsportlichen und pickligen Mann verlieben könnte! Ich würde ihn vermutlich nicht WEGEN seiner Unsportlichkeit und seiner Pickel lieben, aber ich würde ihn UNABHÄNGIG DAVON lieben.

Es ist nicht so, dass ich das nicht verstehen würde – nicht alle Frauen, in die ich mich in der Vergangenheit verliebt habe, sahen aus wie Topmodels –, aber ist es nicht so, dass es an der Person trotzdem etwas geben muss, was einen körperlich anspricht? Wie soll man denn sonst mit ihm Sex haben können? Nehmen wir mal ein Beispiel: Brandmale sind etwas, was dich wirklich anekelt, bzw. bei deren Anblick dir schlecht wird. Könntest du mit einem Mann Sex haben, der fast auf dem ganzen Körper Brandmale hat? Natürlich ist dieses Beispiel ein bisschen blöd und auch ziemlich platt, aber damit will ich nur deutlich machen, dass man sich zwar in eine nicht besonders gutaussehende Person verlieben kann, dass diese allerdings nichts haben darf, was einen abstößt.

Du willst nicht aus deiner Komfortzone heraus, du probierst nichts aus, willst Kontrolle haben über Situationen und begibst dich vermutlich nur in welche, in denen du berechnen kannst, was passiert. Sobald du es nicht kannst, verzichtest du lieber drauf, aus Angst, es könnte etwas passieren, wo du potenziell das Gesicht verlierst, weil du dich inadäquat verhältst.

Besser hätte ich es nicht formulieren können! ;-) Allerdings ist es schwer, aus diesem Schema herauszukommen. Ich muss dabei gestehen, dass das zusätzlich dadurch erschwert wird, dass mir die Art und Weise, wie ich funktioniere, manchmal selbst gut gefällt.

Du bist geprägt durch das Bild deiner Eltern und deiner Umwelt. Du bist in einer Familie aufgewachsen, du hast Pärchenfreunde, die langsam zu Familien werden, du wirst später im Umfeld von Eltern und Kindern arbeiten. Du bist quasi permanent umgeben von dem traditionellen Bild der Lebensplanung, erfüllst es nicht, willst es aber, siehst keine Alternative.

Wenn du damit sagen willst, dass ich nur eine Freundin will, um dem „traditionellen Bild der Lebensplanung“ zu entsprechen, dann irrst du dich. So ein Typ bin ich nicht.

Aber nach welchen Kriterien entscheidest du denn, ob ein Leben in einer Beziehung oder als Single das beste für dich ist?

Ich habe das Gefühl, du kennst Frauen gar nicht gut, siehst sie als andere Spezies an und verhältst dich in deren Umfeld vermutlich auch genau so. Du weißt nicht, was Frauen suchen und wie soziale Beziehungen entstehen und sich entwickeln. Dir fehlt dazu quasi die Kompetenz und gleichzeitig hast du Angst, sie zu entwickeln, weil du Fehltritte vermeiden willst, aber weißt, dass sie sehr wahrscheinlich passieren würden, weil du da eben keine Stärke hast.

Da es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis viele Frauen gibt, würde ich nicht behaupten, dass ich Frauen nicht gut kenne. In deren Gegenwart fühle ich mich sogar sehr wohl und bin auch, obwohl es kaum zu glauben ist, sehr locker. Und Trotzdem würde ich dir teilweise Recht geben: In der Rolle der guten Freundin verhalten sich Frauen anders, als in der Rolle der Partnerin. Das ist natürlich logisch, führt aber dazu, dass jemand wie ich, der in Sachen Liebe nicht die geringste Erfahrung hat, auch nicht weiß, wie er sich gegenüber dem anderen Geschlecht verhalten soll.

Hast du vielleicht einen Tipp, wie ich lernen kann, „was Frauen suchen und wie soziale Beziehungen entstehen und sich entwickeln“ und die Angst, Fehltritte zu vermeiden, überwinden kann? Es ist mir natürlich bewusst, dass es kein Wundermittel gibt, aber ich merke, dass ich so nicht weiterkomme…

Deine positiven Eigenschaften werden durch die unreifen Frauen völlig falsch interpretiert und sie schauen auch noch auf ganz andere Dinge. Erst wenn Du es geschafft hast, eine zu verführen und mit ihr eine einigermaßen lange Beziehung einzugehen, dann wist Du bei ihr die urzeitlichen Einstellungen des Unterbewußtseins Stück für Stück mit moderneren Daten überschreiben.

Später kommen bei den Frauen dann die Mutter-, Familien- u. Sozialinstinkte an die Oberfläche. Dann ändert sich nochmals vieles und es bekommen die vatertauglichen Männer mit Bildung und Geld eine Chance. So lange kannst Du aber keinesfalls warten, siehe oben.

Anders formuliert: Ich soll mich verstellen, bis ich meine Freundin lange genug kenne. Besteht dann aber nicht umso mehr die Gefahr, dass sie mich verlässt, weil sie sich eben in einen ganz anderen Menschen verliebt hatte? Abgesehen davon frage ich mich, wie ich es schaffen soll, authentisch zu bleiben, wenn ich meine positiven Eigenschaften zu unterdrücken und eine Rolle zu spielen versuche, die überhaupt nicht zu mir passt.

Eine einfache Grenze stellt die Kondition dar. Jeder Sportarzt kann heutzutage eine Konditionsprüfung machen und es auch so einrichten, daß Du einige Prozente darüberhinaus gehen kannst, ohne dabei den Kollaps zu riskieren bzw. ihn unter ärztlicher Aufsicht doch riskieren. Nach meiner Erfahrung reicht das Training einer Sportart bis in den Hochleistungsbereich völlig aus, um die gesamte Persönlichkeit eines Mannes voll auszuformen.

Ebenfalls einfach ist es, einen guten Rhetorikkurs mitzumachen. Da gibt es genug Übungen, die auf Grenzüberschreitung hinauslaufen, d.h. Du mußt dabei so auftreten, wie es bisher nicht zu Dir gepasst hätte. Eine beliebte Übung war immer, anderen eine Lüge oder Schwachsinn glaubhaft zu machen.

Gut, das sind gute Beispiele. Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen…

Eine Erfahrung von mir ist auch, daß die Freundinnen von Freunden manchmal gern Ausschau halten nach einem möglichen Partner für ihre Freundinnen - und daß sie dabei wohl wegen ihrer weiblichen Irrationalität eine gute Wahl treffen.

Dann ist es vielleicht sogar von Vorteil, dass ich von vielen Paaren umgeben bin. Das hätte ich wirklich nicht gedacht! ;-)

Vorläufige Zusammenfassung:
1.) Arbeite weiter hart an Dir, geh über Grenzen.
2.) Einmal mußt Du Dich über den Punkt bringen, mit einer
Frau im Bett zu landen, denn das gibt Dir die nötige Ausstrahlung
und das Verständnis des weiblichen Wesens.
3.) Geh ungewöhnliche Wege bei der Suche, denn Du brauchst eine
ungewöhnliche Partnerin.
4.) Sei Dir bewußt, daß danach erst die richtigen Probleme
der Liebe kommen.

Zu Punkt 1: Einverstanden !
Zu Punkt 2: So einfach ist das nun wirklich nicht. Erst einmal muss eine Frau Interesse an mir zeigen, was bisher noch nie passiert ist. Und ich fände es auch entwürdigend, mit jeder Schlampe ins Bett zu gehen.
Zu Punkt 3: Klingt nicht ganz unlogisch. ;-) Ich werde mir mal Gedanken darüber machen, wie diese „ungewöhnlichen Wege“ in meinem Fall aussehen könnten.
Zu Punkt 4: Auch wenn es in jeder Beziehung Probleme gibt: Unglücklicher als jetzt kann ich auf diesem Gebiet kaum werden…
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Langweilig? Es mag sein, dass meine Eigenschaften „langweilig“ sind, aber sie sind eben ein Teil vor mir. Und wie gesagt: Ohne sie bliebe nicht mehr viel Positives in mir übrig. Allerdings muss ich gleich hinzufügen, dass alle meine Freunde mit mir bisher Spaß hatten. Da ich Humor (manchmal sogar schwarzer Humor) habe, sehr sympathisch rüberkommen kann, mich für Andere interessiere, bin ich keiner, der seine Mitmenschen vergrault. Die pessimistische Variante wäre, dass ich genau deshalb einen so kleinen Freundes- und Bekanntenkreis habe, weil ich mich nur mit Menschen anfreunde, die ähnlich ticken, wie ich – und das ist nun mal nicht die Mehrheit. Aber so pessimistisch will ich heute Abend nicht sein. ;-)

Ich hab auch nicht gesagt, dass du Mitmenschen vergraulst. Hab hab lediglich erwähnt, dass dein Selbstbild sich von der Fremdwahrnehmung unterscheiden kann.
Nicht alles was dir an dir als positiv auffällt sehen andere so, und Eigenschaften, die dir vielleicht negati oder gar nicht auffallen machen dich für andere anziehend.
Beispiel, mein Ex war unheimlich unsicher und verplant... er hat immer wieder drunter gelitten, für mich waren das Punkte, in die ich mich verliebt hatte :zwinker:

Und es nicht pessimistisch, man freundet sich tatsächlich mit denen an, die auf einer Wellenlänge liegen... aber was ist schlimm daran wenn das nicht möglichst viele sind, sondern egal wie viele aber möglichst passende? In meinen Freundschaften zählt Qualität über Quantität - und ich tick auch manchmal komisch... was hab ich denn von möglichst vielen Freunden, mit denen ich nichts anfangen kann?
Was hast du denn von einer Partnerin, die dich nicht absolut als Menschen schätzt so wie du bist?

Zu deiner zweiten Bemerkung: Was soll ich deiner Meinung nach denn machen? Ich kann doch nicht meine positiven Eigenschaften zu unterdrücken versuchen und eine Rolle spielen, die überhaupt nicht zu mir passt, nur um mehr Frauen ansprechen zu können: Würde das nicht im Gegenteil als unauthentisch rüberkommen und meine Chancen daher noch weiter verringern? Und glaubst du, dass meine Chancen derzeit wirklich so gering sind? Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen, dass auf der Welt so wenig Gleichgesinnte leben.…

Nein von Rolle spielen halte ich nichts. Und wenn du wirklich so, und nur so bist und es nicht am trauen liegt, mal auszubrechen, dann ist es eben so, und dann musst du eben warten, bis dir eine begegnet, die genau das sucht. Meines persönlichens Empfindens, einfach aus meinem Freundeskreis geschlossen sind das in der Tat nicht wahnsinnig viele. Aber es gibt sie sicherlich :smile:
Nur, wie ich sagte, wenn man nicht tickt wie der Großteil der andern, findet man auch keine Partner oder Freunde unter dem Großteil der andern. Das muss ja kein Nachteil sein :zwinker:

Auch wenn das eigentlich vollkommen im Widerspruch zu meiner weitgehenden Rationalität steht, habe ich bereits Dinge getan, die ich als „verrückt“ bezeichnen würde. Du würdest das wahrscheinlich ganz anders sehen. Für mich ist es nämlich schon verrückt, wenn ich eine Entscheidung treffe, deren konkrete Auswirkungen mir vollkommen unbekannt sind. …

Nur mal aus Neugier: Was würdest du persönlich tun, wenn du etwas Verrücktes würdest machen wollen? …[/QUOTE]

Hm, ich würde spontan auf einen Stellegesuch Zettel hin einen Job annehmen, mit dem ich eigentlich nichta m Hut gehabt hätte.
Ich würde meinen Rucksack packen an den Flughafen fahren und mir das netteste Ziel das ich noch haben kann aussuchen.
Ich klau ne Bierzeltbank^^

Ich bin auch kein Ausbund an Spontanität, wirklich nicht... ich denk auch immer was ich grad mit einer spontanen Entscheidung wohl alles über den Haufen werfe, etc. Und ob dus glaubst oder nicht, ich bin auch ziemlich rational und berechnend in meinem Denken und Handeln. Aber ich KANN auch anders, und grade dieses Ausbrechen auf festgefahrenen Mustern die dir Sicherheit geben fehlt dir.

Denn... nicht immer kontrolliert und beherrscht sein macht interessant für andere. Bei deinen Beschreibungen und Lobeshymnen auf deine Überlegtheit und Kontrolle denk ich irgendwie "oweh... wo bleibt der Spaß?"

Unglücklicher als jetzt kann ich auf diesem Gebiet kaum werden…

Ich hoffe der Satz ist dir noch bewusst, wenn du in deiner ersten Trennung steckst.
Glaub mir, schlimmer geht immer - und Selbstmitleid ist generell wenig attraktiv *seufz*

Mir ist übrigens ganz stark aufgefallen, bei deinem Beispiel von dem Mädel, dass du kennengelernt hattest - du hast sie sehr geliebt??
Ganz ehrlich... bist du sicher, du weißt wie da dieses Wort verwendest?
Wenn ein Typ den ich grade KENNEN lerne mich mit Zuneigung überschütten würde und dann auch noch an die Richtige fürs Leben denkt... wär ich ganz schnell wieder weg. Sowas ist unheimlich.
Verabschiede dich ein wenig von der Idelavorstellung "die EINE" zu finden, und werd lockerer auf der Suche, nach einer die dich einfach glücklich macht...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Naja... die oben genannte Frau hat ja versucht, mit mit dem von dir genannten Muster den Kopf zu verdrehen und es hat trotzdem nicht geklappt.
Aber zmindest hat sie es schnell geschafft, mein Interesse an ihr zu wecken...

Partys sind schlechte Orte. Und ansonsten: Vielleicht war sie auch einfach nicht so gut darin und hat bei dir nur normale Mechanismen, aber keine für Extra-Schüchtis angewendet :zwinker: Die muss man ja auch erstmal lernen.


Da hast du natürlich vollkommen Recht! Ich begnüge mich selbst ungern mit dem, was die Anderen nicht wollen. Allerdings hatte ich das gar nicht gemeint: Es kann ja durchaus sein, dass ich eine tolle Frau kennenlerne, bei der ich mir sage „Die ist es! Mit ihr will ich mein Leben teilen!“ – und natürlich würde ich auch zeigen wollen, wie wichtig sie mir ist.

Glaub ich dir. Die Frage ist nur, ob du das überhaupt selbst einschätzen kannst, ob es "die Richtige" ist, weil du keinen Vergleich hast. Du kannst gut und gerne glauben, es sei die Richtige. Eventuell kommt 3 Jahre später eine andere vorbei, die auch interessant ist und die auch Interesse an dir zeigt und schon bist du dir im Unklaren darüber, was du eigentlich empfindest, einfach weil du überfordert bist mit dem "Angebot".

Bei der letzten Frau, in die ich mich verliebt habe, war es genau so. Ich fand sie einfach wunderbar: Sie war sehr hübsch, genauso intelligent, wir hatten mehrere gemeinsame Interessen, haben uns sehr gut verstanden – kurzum, für mich wäre sie die Traumfrau gewesen. Glaube mir: Ich habe sie wirklich sehr geliebt, sie wäre auf keinen Fall nur zweite oder dritte Wahl gewesen. Wenn wir zusammengekommen wären, hätte ich ihr das natürlich zeigen wollen. Das hätte ich als Kompliment aufgefasst. Aber vielleicht wäre sie damit nicht klargekommen. Aber das werde ich sowieso nie erfahren…

Alles Illusion. Wie kannst du sie geliebt haben, wenn sie dich nicht geliebt hat? Das geht doch gar nicht. Du hast sie vermutlich nur in bestimmten Lebenslagen gekannt und ich bin mir sicher, sie war wohl keine blöde Person, aber trotzdem, wenn Menschen von so einer einseitigen "Liebe" sprechen, finde ich das immer höchst seltsam. Das kann kaum real gewesen sein, sondern eher ein Hirngespinst bei dir. Und klar, dass sie dann die Traumfrau ist. Die Frage ist nur, wie lange sie es geblieben wäre, wenn was aus euch geworden wäre. Wenn du so schüchtern geblieben wärst wie jetzt, dann wäre sie es wohl noch länger geblieben, du hättest dich an sie geklammert, aus Angst, alleine zu sein. Irgendwann hättest du sie wohl damit von dir gestoßen. Oder aber du hättest neue Kraft durch die Bestätigung durch eine Freundin gefunden. Dein Selbstwertgefühl wäre gestiegen, dein Selbstbewusstsein ausgereift und du hättest eine komplett andere Ausstrahlung auf deine weibliche Umwelt gehabt. Früher oder später hätte dich dann eine schicke Dame angelächelt und du hättest gesehen, da gibt's ja auch noch andere Frauen, die sich für dich interessieren, die du auch nicht uninteressant fändest und der Status deiner ehemaligen Traumfrau wäre ärger am Wackeln gewesen.

Es ist nicht so, dass ich das nicht verstehen würde – nicht alle Frauen, in die ich mich in der Vergangenheit verliebt habe, sahen aus wie Topmodels –, aber ist es nicht so, dass es an der Person trotzdem etwas geben muss, was einen körperlich anspricht? Wie soll man denn sonst mit ihm Sex haben können? Nehmen wir mal ein Beispiel: Brandmale sind etwas, was dich wirklich anekelt, bzw. bei deren Anblick dir schlecht wird. Könntest du mit einem Mann Sex haben, der fast auf dem ganzen Körper Brandmale hat? Natürlich ist dieses Beispiel ein bisschen blöd und auch ziemlich platt, aber damit will ich nur deutlich machen, dass man sich zwar in eine nicht besonders gutaussehende Person verlieben kann, dass diese allerdings nichts haben darf, was einen abstößt.

Immer noch das gleiche. Bloß weil etwas einen nicht unbedingt anspricht, heißt es nicht, dass es einen gleich abstößt oder anekelt. Menschen sind (üblicherweise) flexibel. Sie arrangieren sich mit der Situation, sie passen sich an. Liebe macht blind! Und natürlich muss es irgendwas geben, was einen anspricht. Aber, ich würde behaupten, dass das bei den meisten Menschen doch kein Problem sein sollte.

Wenn du damit sagen willst, dass ich nur eine Freundin will, um dem „traditionellen Bild der Lebensplanung“ zu entsprechen, dann irrst du dich. So ein Typ bin ich nicht.

Wollte ich nicht sagen. Ich wollte nur sagen, dass du kein anderes Bild kennst und dir deswegen kein anderes für dich vorstellen kannst.

Aber nach welchen Kriterien entscheidest du denn, ob ein Leben in einer Beziehung oder als Single das beste für dich ist?

Bei mir ist die Situation eine ganz andere als bei dir. Ich kann mich quasi vor Menschen, die mit mir eine Beziehung eingehen wollen, gar nicht retten. Und das sind auch durchaus welche, die ich ganz gut finde; in die ich verknallt war; mit denen ich eine Romanze hatte, etc. Aber ich habe momentan das Bedürfnis, egoistisch und unabhängig meinen Lebensweg zu gehen und will mich da von niemandem abhalten lassen - zumindest von niemandem der Leute, die ich bisher getroffen habe. Sollte es sich ergeben, dass ich eine Person treffe, die ich so faszinierend finde, dass ich sie unbedingt an meiner Seite haben will, dann ändern sich meine Bedürfnisse natürlich.

Hast du vielleicht einen Tipp, wie ich lernen kann, „was Frauen suchen und wie soziale Beziehungen entstehen und sich entwickeln“ und die Angst, Fehltritte zu vermeiden, überwinden kann? Es ist mir natürlich bewusst, dass es kein Wundermittel gibt, aber ich merke, dass ich so nicht weiterkomme…

Erstmal: Frauen sind Menschen und wollen genau das, was andere Menschen auch wollen. Manche nämlich X, andere Y und die dritten Z. Und bez. deiner Angst: Versuche sie mit deiner Ratio zu überwinden. Du sagst, du bist stark vom Kopf her. Nun gut, dann mach dir das zunutze. Versuche für dich zu verstehen, dass du nichts falsch machen kannst, dass du nichts verlieren kannst, wenn du etwas versuchst, dass es nicht möglich ist, das Gesicht zu verlieren, wenn du dich traust. Ich meine, ich hoffe, du verstehst, dass deine Angst wirklich irrational ist, oder? Wenn du begreifst, dass sie es ist, wird es dir vielleicht leichter fallen, mit ihr umzugehen, gerade, wenn du doch sonst so rational bist.

Ansonsten hat Caotica auch schon mal gute Beispiele genannt, um aus der Komfortzone zu kommen: Fälle einfach mal komplett andere Entscheidungen als bisher. Gehe nicht den bequemen Weg, den du schon kennst, sondern versuche etwas neues! Ja, du wirst auf die Nase fallen, früher oder später. Und ja, es ist normal, wenn man dann am Boden ist. Und ja, es ist wichtig, wenn man dann danach wieder aufstehen kann und außerdem äußerst lehrreich. Bedenke: Man wächst an seinen Erfahrungen! Setze dich den Erfahrungen aus, dann kannst du daran wachsen. Ansonsten siechst du mehr so vor dich hin und wirst dich in 10 Jahren fragen, was du eigentlich die letzten 10 Jahre so getan hast. Du hast es schließlich selbst in der Hand, was du aus deinem Leben machst. Sowas wie Pech oder Schicksal lasse ich nicht gelten.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mit dem Hinweis darauf, dass Geschmäcker sehr verschieden sind, hast du natürlich vollkommen Recht. Wenn man mit Mitte 20 noch nie eine Freundin hatte, sucht man natürlich nach Erklärungen, nach Gründen für dieses komplette Versagen – bei den Anderen, vor allem aber man sich selbst. Und meistens gibt es dafür nicht nur einen Grund. Nach langer Überlegung bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich in der Vergangenheit viel zu viele Fehler begangen habe: Ich bin kaum ausgegangen, habe nicht an der Erweiterung meines Freundes- und Bekanntenkreises gearbeitet, habe mich kaum darum bemüht, mich und meine Ängste zu überwinden, usw. Ziemlich schnell kommt in einem aber auch die Frage hoch, ob man überhaupt die rein optischen Voraussetzungen für das Finden einer Freundin erfüllt – sprich Ausstrahlung und Aussehen. Diese Zweifel sind eine Folge meiner fehlenden Erfolgserlebnisse und werden durch meine eigene Unzufriedenheit mit meinem Aussehen gestärkt. Wobei ich seit einiger Zeit daran arbeite, mein Aussehen zu verbessern: Ich habe mit neue, leicht stillvollere Klamotten angeschafft, habe angefangen, mehr Sport zu treiben, um auch kräftiger zu werden, usw. Vielleicht werden meine Selbstzweifel dadurch zunehmen geringer.

Hast du dir auf Grund deiner fehlenden Erfolgserlebnisse mit Frauen nie die Frage gestellt, ob dein Aussehen ein Grund dafür sein könnte? Oder, anders formuliert: Bist du mit deinem Aussehen zufrieden?
Naja... 100%ig glücklich bin ich mit meinem Aussehen nicht. Über ein paar kg mehr auf den Rippen würde ich mich schon freuen.
Aber immerhin schaffe ich es, das Beste aus meinen Voraussetzungen raus zu holen, was mit akzeptablem Aufwand möglich ist (also ohne extremes Krafttraining und entsprechende Ernährungsumstellung). Durch Sport bin ich nämlich nicht mehr dürr und scwächlich, sondern sehr schlank, sportlich und durchtrainiert.
Somit bilde ich mir zwar nicht viel auf mein tolles Aussehen ein, aber ich finde mich auch nicht hässlich, sondern einfach ganz normal.
Ich gehe davon aus, dass mein Aussehen weder ein großer Vorteil bei der Partnersuche ist, noch ein großer Nachteil.

Und wenn ich sehe, wie viele Leute, die auch nicht so wahnsinnig toll aussehen, trotzdem eine Freundin haben, kann es nicht an meinem Aussehen liegen, dass ich keine Partnerin finde.
Also noch mal: Schau dir deine vergebenen Kumpels an oder gehe z.B. einfach mal durch den Park und achte darauf, ob alle vergebenen Männer besonders gut aussehen.

(Von der Sache, was man nun schön findet und was nicht, will ich jetzt gar nicht anfangen... denn die Geschmäcker sind nun mal einfach unterschiedlich.)

Meine Ausstrahlung könnte dagegen schon eher ein gewisses Problem sein, weil ich kaum Emotionen zeige, bzw. zeigen kann und dadurch vielleicht ein wenig unnahbar wirke.
Gute Bemerkung! Ich habe mich schon öfter gefragt, wie es solche Männer geschafft haben, nicht nur eine Frau zu finden, sondern dazu noch eine sehr attraktive. Eine Antwort habe ich dagegen immer noch nicht gefunden… Klar, es könnte als Beweis dafür dienen, dass nicht das Aussehen ausschlaggebend ist. Andererseits kommt mir diese Antwort ein wenig zu einfach vor…
Ich würde nicht sagen, dass das Aussehen völlig egal ist. Aber zumindest ist es bei Weitem nicht das einzig entscheidende Kriterium.
Es gibt so viele Dinge, die eine Frau attraktiv finden kann. Aussehen ist da nur eine Sache, aber es gibt doch noch viel mehr als das.

Und noch mal: Die Geschmäcker sind einfach verschieden. Vielleicht findest du ja, dass der etwas übergewichtige Typ ziemlich hässlich ist, während sich seine Freundin gerne an sein kleines Bäuchlein kuschelt, während sie einen trainierten Sixpack unbequem findet...

Oder überlege mal, welche Frauen du schon attraktiv gefunden hast...
Mal ein Beispiel: Meine Idealvorstellung von einer optisch attraktiven Frau ist eine schlanke, sportliche, ca. 170cm große Frau mit kleinen, festen, nicht hängenden Brüsten.
Und dann kam eine nette, sympathische junge Frau in meinen Sportverein, die sehr klein ist, nicht wirklich schlank ist (aber auch nicht dick) und als wir mal nach dem Sport in der Sauna waren, habe ich auch noch gesehen, dass ihre Brüste nicht sonderlich fest waren, sondern ein wenig nach unten hingen... - Aber trotzde gefällt sie mir nicht nur vom Charakter, sondern auch von der Optik her und ich würde sie sicherlich nicht von der Bettkante stoßen (was mir aber nichts nützt, weil sie vergeben ist...).
Ich bin eben ein Mensch, der logisch und rational denkt. Wenn du besser verstehen willst, wie ich funktioniere, würde ich dir empfehlen, dich mit Angela Merkel näher zu beschäftigen. In dieser Hinsicht haben wir nämlich ziemlich viele Gemeinsamkeiten. ;-)
Ich habe dazu gerade eine tolle Karrikatur bei XKCD entdeckt: klick
Ich glaube, das beschreibt unsere Situation doch recht gut :grin: (auch wenn ich mich niemals mit Angela Merkel vergleichen würde :wuerg: - Es ist ja schon schlimm genug, dass sie das Gleiche studiert hat wie ich :ratlos:)
Es ist nicht so, dass ich das nicht verstehen würde – nicht alle Frauen, in die ich mich in der Vergangenheit verliebt habe, sahen aus wie Topmodels –, aber ist es nicht so, dass es an der Person trotzdem etwas geben muss, was einen körperlich anspricht? Wie soll man denn sonst mit ihm Sex haben können? Nehmen wir mal ein Beispiel: Brandmale sind etwas, was dich wirklich anekelt, bzw. bei deren Anblick dir schlecht wird. Könntest du mit einem Mann Sex haben, der fast auf dem ganzen Körper Brandmale hat? Natürlich ist dieses Beispiel ein bisschen blöd und auch ziemlich platt, aber damit will ich nur deutlich machen, dass man sich zwar in eine nicht besonders gutaussehende Person verlieben kann, dass diese allerdings nichts haben darf, was einen abstößt.
Das ist doch eigentlich ganz normal:
Jeder Mensch hat bezüglich der Optik eines möglichen Partners bestimmte Präferenzen und Abneigungen.
Aber solange jemand nicht allen optischen Präferenzen entspricht (aber eben auch nicht den Dingen, die man total abstoßend findet), ist das noch lange kein Ausschlusskriterium für eine Beziehung. (siehe mein Beispiel von oben)

Und dazu sind die Präferenzen und Abneigungen auch total unterschiedlich und während eine Frau Brandmale total abstoßend findet, gibt es eine andere Frau, die Selbige überhaupt nicht schlimm findet...
Und während eine Frau schlanke Männer bevorzugt, steht eine Andere auf starke Sportler und die Dritte auf mollige, kuschelige Typen.
Partys sind schlechte Orte. Und ansonsten: Vielleicht war sie auch einfach nicht so gut darin und hat bei dir nur normale Mechanismen, aber keine für Extra-Schüchtis angewendet :zwinker: Die muss man ja auch erstmal lernen.
Das kann schon sein.
Aber zumindest zeigt die Geschichte, dass es nicht ausreichend ist, wen eine vom ersten Eindruck sympathische und gutaussehende Frau Interese an mir zeigt, ohne sich billig an mich ranzuschmeißen und dass ich problemlos dazu in der Lage bin, die in einer solchen Situation vornandene, große Chance durch meine Flirt-Unfähigkeit zu zerstören...

Aber sicherlich ist es möglich, dass mich eine Frau verführen kann, wenn sie die entsprechenden "Mechanismen für Extra-Schüchtis" anwendet, hartmäckig bleibt und mir genügend Zeit lässt, um aufzutauen.
Aber damit eine Frau das überhaupt macht, muss sie mich ja erst mal (aus welchen Gründen auch immer) ziemlich attraktiv finden...


Glaub ich dir. Die Frage ist nur, ob du das überhaupt selbst einschätzen kannst, ob es "die Richtige" ist, weil du keinen Vergleich hast. Du kannst gut und gerne glauben, es sei die Richtige.

Alles Illusion. Wie kannst du sie geliebt haben, wenn sie dich nicht geliebt hat? Das geht doch gar nicht. Du hast sie vermutlich nur in bestimmten Lebenslagen gekannt und ich bin mir sicher, sie war wohl keine blöde Person, aber trotzdem, wenn Menschen von so einer einseitigen "Liebe" sprechen, finde ich das immer höchst seltsam.
Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen.
Deshalb würde ich z.B. auch niemals behaupten, dass ich meine Vereinskameradin geliebt habe (was für mich immer auf Gegenseitigkeit beruht) und sie die perfekte Frau für mich wäre, sondern nur, dass ich in sie verliebt war und ich durchaus denke, dass sie ziemlich gut zu mir passen könnte. - Und das, obwohl ich sie schon viele Jahre lang und auch ziemlich gut gekannt habe...

Erstmal: Frauen sind Menschen und wollen genau das, was andere Menschen auch wollen. Manche nämlich X, andere Y und die dritten Z.
Genau das ist ja schon mal das große Problem: Ich kann nicht immer einfach so herausfinden, ob die jeweilige Frau nun gerade X, Y oder Z will. Meine rationalen Überlegungen bringen mich da nur selten weiter oder sind im direkten zwischenmenschlichen Kontakt viel zu langsam.
Um das herauszufinden muss ich oftmals erst ins kalte Wasser springen, indem ich X, Y oder Z mache, was dann genau das Falsche sein kann.
Und mangels Erfahrung fehlt mir auch das intuitive Gefühl dafür, auf welche der drei Möglichkeiten sie vielleicht stehen könnte und die Fähigkeit, irgendwelche Hinweise von ihr, auf was sie steht, zu erkennen und richtig zu interpretieren... (wenn sie es nicht direkt sagt, sondern nur irgendwie "zwischen den Zeilen", durch vage andeutungen oder nonverbale Kommunikation)

Vermutlich könnte ich dieses Gefühl sogar ein stück weit bekommen, wenn ich ein paar mal ins kalte Wasser springen würde. Aber das fällt mir trotzdem äußerst schwer, weil ich es gewöhnt bin, Dinge nach rationalen Überlegungen zu tun und im Voraus zumindest einigermaßen abschätzen zu können, welche Folgen mein Handeln hat, bzw. wie wahrscheinlich verschiedene mögliche Folgen ungefähr sind.

Insgesamt ist das ein Stück weit ein Teufelskreis, aus dem ich nur sehr schwer ausbrechen kann.
Und bez. deiner Angst: Versuche sie mit deiner Ratio zu überwinden. Du sagst, du bist stark vom Kopf her. Nun gut, dann mach dir das zunutze. Versuche für dich zu verstehen, dass du nichts falsch machen kannst, dass du nichts verlieren kannst, wenn du etwas versuchst, dass es nicht möglich ist, das Gesicht zu verlieren, wenn du dich traust. Ich meine, ich hoffe, du verstehst, dass deine Angst wirklich irrational ist, oder? Wenn du begreifst, dass sie es ist, wird es dir vielleicht leichter fallen, mit ihr umzugehen, gerade, wenn du doch sonst so rational bist.
Jemand Anderem zu raten, einfach mal ins kalte Wasser zu springen, weil er sowieso nichts zu verlieren hat, ist eine ziemlich leichte Sache... Es selbst zu tun, ist aber manchmal trotzdem ziemlich schwer.
Und irgendwie kommt bei dieser Sache auch die Unterscheidung zwischen rational und irrational an seine Grenzen:
Die "irrationalen" Zweifel bestehen aus "rationalen" Überlegungen, die zu keinem Ziel führen, während der "rationale" Gedanke "Ich habe doch sowieso nichts zu verlieren", einen dazu bringen soll, wetwas "irrationales" zu tun, dessen Folgen man mit seinen "rationalen" Überlegungen nicht abschätzen kann.
(Wer jetzt vor lauter rational und irrational nichts mehr versteht, hat vermutlich ziemlich gut verstanden, wo das Problem bei der Sache ist :grin:)
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Und wo wäre das Problem einfach zu tun wonach einme ist und zu sein wie man eben ist??

Wieso will man XYZ dann so tun wie die Frau das wollen würde? Wieso nicht, wie man selbst es gut findet, wonach einem ist?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Jemand Anderem zu raten, einfach mal ins kalte Wasser zu springen, weil er sowieso nichts zu verlieren hat, ist eine ziemlich leichte Sache... Es selbst zu tun, ist aber manchmal trotzdem ziemlich schwer.
Und irgendwie kommt bei dieser Sache auch die Unterscheidung zwischen rational und irrational an seine Grenzen:
Die "irrationalen" Zweifel bestehen aus "rationalen" Überlegungen, die zu keinem Ziel führen, während der "rationale" Gedanke "Ich habe doch sowieso nichts zu verlieren", einen dazu bringen soll, wetwas "irrationales" zu tun, dessen Folgen man mit seinen "rationalen" Überlegungen nicht abschätzen kann.
(Wer jetzt vor lauter rational und irrational nichts mehr versteht, hat vermutlich ziemlich gut verstanden, wo das Problem bei der Sache ist :grin:)


Natürlich ist es schwer. Ich rede hier ja nicht als jemand, der keine Ahnung von der Thematik hat. Ich habe in meiner Jugend selbst unter gewissen Soziophobien gelitten, mit denen ich auch umgehen lernen musste. Ist also nicht so, als wüsste ich nicht, womit man es hier zu tun hat. Man muss eben auch irgendwie den eigenen Weg finden, mit solchen Sachen klar zu kommen. Mir hat es damals geholfen, dass ich gesagt hab: Ich als rationaler Mensch (ich bin nämlich auch sehr rational, falls ihr das noch nicht gemerkt habt :zwinker: ) muss doch fähig sein, diesen Ängsten so gegenüber zu treten, dass ich ein zufriedeneres Leben führen kann. Nun ja, langsam aber doch habe ich es gelernt. Sind meine Ängste komplett weg? Nein. Aber ich weiß mittlerweile so ungefähr, was ich tun muss, um mich nicht von ihnen beherrschen zu lassen.
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
weitere Optionen

...Zitat von Das Faultier
Deine positiven Eigenschaften werden durch die unreifen Frauen völlig falsch interpretiert und sie schauen auch noch auf ganz andere Dinge. Erst wenn Du es geschafft hast, eine zu verführen und mit ihr eine einigermaßen lange Beziehung einzugehen, dann wist Du bei ihr die urzeitlichen Einstellungen des Unterbewußtseins Stück für Stück mit moderneren Daten überschreiben....
Anders formuliert: Ich soll mich verstellen, bis ich meine Freundin lange genug kenne.
...
Nein, genau das nicht, Du bleibst immer so wie Du bist.
Ich will das jetzt mal ganz vulgär erklären.

In Deinem aktuellen Zustand signalisierst Du 90% aller Frauen
Deines Alters: "Ich hab noch nicht gefickt, bin ein "Looser" und leide.
Das kommt rüber über Augenausdruck, Lippen, Körperhaltung und mit
hoher Wahrscheinlichkeit auch über Geruchsstoffe, die Du ausscheidest.
Sie empfängt das und schwupp bist Du uninteressant.

Der einzige Weg, um das zu ändern: eine Schlampe flachlegen und zwar
so lange und so intensiv, daß sie dieses glückliche zufriedene
Lächeln auf den Lippen hat, während sie noch vor Erschöpfung hechelt.

Danach hast Du die Ausstrahlung, die Dir bei den Frauen eine Chance
auf weiterführende Kommunikation einräumt.
Irgendwann einmal führt solch eine Kommunikation in die Federn
und nach dem Aufwachen sowie längerem Zusammensein lernt sie es
dann, all deine Positiven Eigenschaften richtig zu deuten,
d.h. sie erkennt Gründlichkeit als Voraussetzung für Erfolg und
bringt Erfolg mit gutem Sex zusammen auf die Fassade ihres unterbewußten
Modells eines partnerschaftstauglichen Mannes.
Alternativ schaust du Dich nach einer Dame um, die alt genug ist, derartige
Erfahrungen ausreichend gemacht zu haben und die auch daraus rationale
Erkenntnisse abgeleitet hat ( z.B. witwe eines Professors ).

Leider kenne ich keinen anderen Weg, als den rein körperlichen Sex
mit einer Frau, die Du bekommst, ohne von ihr vorher auf der unterbewußten
Ebene abgecheckt worden zu sein.
Vielleicht könnte auch eine Hypnosebehandlung zum Erfolg führen.
Ich glaub aber nicht, daß es eine diesbezüglich hinreichend getestete
Therapie gibt.

Wenn jetzt wieder die moralische Grenze unüberwindbar vor Dir steht,
dann trainiere Dich erst einmal an anderen kleineren Grenzen, wie oben
schon gesagt.
Noch ein Beispiel dazu: kaltes Wasser, vielleicht hast Du ja einen See
oder einen alten Steinbruch in der Nähe? Ein Eimer voll aus dem Faß
im Garten tut's auch. Es geht ja nur darum, zu tun, was Du nicht tun
willst.

Was an diesem Thema so schwierig ist:
Viele Menschen glauben instinktiv zu wissen, was zu tun wäre.
Einige haben sogar Lebenserfahrung und ganz wenige können eine
Strategie entwickeln. Es ist aber nichts ausreichend erforscht und
dokumentiert.
Außerdem steckt der Teufel im Detail, d.h. es gibt keine Standardsituation,
sondern nur viele einzelne Probleme, die alle durch spezielle Bedingungen
sehr weit voneinander abweichen.
Darum kann man nur etwas empfehlen mit der Einschränkung, es sei auf
die eigene Lebenserfahrung begrenzt.

Ich denke, Du könntest es über's Herz bringen, in den nächsten beiden
Monaten mit einigen besseren Prostituierten zu trainieren.
Im Laufe des Sommers sollte es dann funktionieren mit dem spontanen
Kennenlernen von passenden Frauen samst Anmache, Fummeln und Sex.
Die Richtige findest Du dann, wenn Du aufgrund einiger positiver
Erfahrung eine sichere und attraktive Ausstrahlung auf Frauen hast.

Zum Schluß noch zwei Optionen ( ungewöhnliche Wege )
1.) Lade eine Frau zum Tanzkurs ein, wurde wohl schon erwähnt.
2.) Mach es wie die alten Opi's, nimm eine Studentin mit auf Urlaubstour.
Die wird wohl freudig überrascht sein, anstatt eines haarigen fetten
Leibes einen jugendlichen Körper geboten zu bekommen.
Beide Varianten solltest du ganz ohne Zielstellung spontan starten
und nur danach evtl. eingetretene Veränderungen an Dir selbst analysieren.

Das Faultier
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab auch nicht gesagt, dass du Mitmenschen vergraulst. Hab hab lediglich erwähnt, dass dein Selbstbild sich von der Fremdwahrnehmung unterscheiden kann.
Nicht alles was dir an dir als positiv auffällt sehen andere so, und Eigenschaften, die dir vielleicht negati oder gar nicht auffallen machen dich für andere anziehend.

Das ist in der Tat durchaus möglich. Da ich mit meinen Freunden, geschweige denn mit irgendwelchen Bekanntschaften, noch nie darüber gesprochen haben, weiß ich aber nicht, inwiefern das auf mich zutrifft. Ich kann mir aber vorstellen, dass die positive Wahrnehmung eigener Laster oder Schwächen durch Andere einen dabei helfen kann, mit besagten Lastern und Schwächen besser umzugehen, weil sie nicht mehr zwangsläufig als Feinde betrachtet werden, die es auszurotten gilt.

Entschuldige bitte, dass ich dich vollkommen falsch verstanden hatte.

Und es nicht pessimistisch, man freundet sich tatsächlich mit denen an, die auf einer Wellenlänge liegen... aber was ist schlimm daran wenn das nicht möglichst viele sind, sondern egal wie viele aber möglichst passende? In meinen Freundschaften zählt Qualität über Quantität - und ich tick auch manchmal komisch... was hab ich denn von möglichst vielen Freunden, mit denen ich nichts anfangen kann?
Was hast du denn von einer Partnerin, die dich nicht absolut als Menschen schätzt so wie du bist?

Alle drei von dir gestellten Fragen würde ich ebenso wie du negativ beantworten: Natürlich ist Qualität wichtiger, als Quantität und natürlich kann man mit Freunden oder mit einer Partnerin, die überhaupt nicht zu einen passen und einen nicht schätzen, so wie man ist, nichts anfangen.

In der Freundschaft hatte ich zum Teil wirklich großes Glück: Ich bin nämlich wirklich wunderbaren Leuten begegnet, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin. Dabei gibt es natürlich auch Unterschiede: Manchen Freunden fühle ich mich verbundener, als anderen – nicht, weil ich sie mehr mögen würde, sondern weil wir uns noch ähnlicher sind.

Wie wichtig es ist, dass man in der Liebe einen Partner findet, der einen so schätzt, wie man ist, und der in gewisser Weise zu einem passt, erlebe ich immer wieder. Ich habe in meinem Freundeskreis zwei Paare. In beiden Fällen habe ich zunächst nur einen von beiden kennengelernt – in einem Fall die Frau, im zweiten der Mann. Als ich dann den Partner kennengelernt habe, habe ich mich von Anhieb sehr gut mit ihm verstanden. Eben weil beide so gut zusammenpassen und sich selbst sehr ähnlich sind. Es gibt einen anderen Fall, bei dem das überhaupt nicht so war. Interessanterweise ist die Beziehung inzwischen in die Brüche gegangen: Beide waren einfach zu unterschiedlich. Dass ich mit dem Mann (seine Freundin war selbst eine gute Freundin von mir) nie wirklich klar gekommen bin – nicht, dass wir uns nicht sympathisch gefunden hätten, aber ich habe mich in seiner Anwesenheit nie wohl gefühlt –, ist dabei sehr bezeichnend.

Was ist dann mein Problem?, wirst du mich sicherlich fragen. Nun, es ist so, dass man mir oft gesagt hat, dass die Chancen, eine Freundin über seinen Freundeskreis zu finden, ziemlich groß sein können, und dass es daher durchaus sinnvoll ist, seinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern. Natürlich will ich das nicht nur deswegen tun, aber sagen wir mal so: Es könnte ein schöner Nebeneffekt sein.

Nein von Rolle spielen halte ich nichts. Und wenn du wirklich so, und nur so bist und es nicht am trauen liegt, mal auszubrechen, dann ist es eben so, und dann musst du eben warten, bis dir eine begegnet, die genau das sucht. Meines persönlichens Empfindens, einfach aus meinem Freundeskreis geschlossen sind das in der Tat nicht wahnsinnig viele. Aber es gibt sie sicherlich :smile:
Nur, wie ich sagte, wenn man nicht tickt wie der Großteil der andern, findet man auch keine Partner oder Freunde unter dem Großteil der andern. Das muss ja kein Nachteil sein :zwinker:

Ich kann versuchen, mich zu überwinden. Und zum Teil tue ich das bereits schon. Aber irgendwie ist es nicht immer ganz einfach. Ein kleines Beispiel: Wenn ich mit Freunden zusammen bin, mit denen ich mich sehr wohl fühle, kann ich sehr locker sein. So locker, dass sie es nicht glauben können, wenn ich ihnen sage, dass icheigentlich überhaupt nicht selbstbewusst bin. Die Erfahrung habe ich nun schon mehrmals gemacht. Nun ist mir aber aufgefallen, dass ich ein bisschen nervös werde, wenn gewisse Themen angesprochen werden, wie zum Beispiel alles, was zwischenmenschliche Beziehungen betrifft, oder insgesamt die Gebiete, auf denen ich mich wie ein Versager vorkomme, oder wenn ich aus Angst, mein Gegenüber zu enttäuschen, mich anstrenge, nichts Falsches zu sagen, bzw. zu machen. Diese Nervosität strahle ich dann zum Teil aus, und zwar in Form dieses mangelnden Selbstbewusstseins. Und dafür hasse ich mich. In diesen Momenten habe ich Lust, mich eins in die Fresse zu hauen, um es mal so direkt auszudrücken. Ich weiß nämlich, dass das nicht gut rüberkommt. Dabei gibt es auch sehr viele Momente, in denen ich sehr locker sein kann. Und objektiv gesehen habe ich auch keinen Grund, nervös zu sein. Es liegt aber daran, dass ich mir viel zu viel Druck mache. Es ist mir aber wirklich ein Rätsel, wie ich diese Nervosität dauerhaft überwinden kann. Das war jetzt ein Beispiel, das nicht direkt mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, aber es ist das einzige, das mir gerade eingefallen ist.

Was den zweiten Punkt betrifft: Das Problem ist nicht so sehr, dass ich nicht viele Leute kennenlerne, die so funktionieren wie ich: Die gibt es nämlich schon, und im Übrigen geht es mir auch nicht darum, hunderte von Freunden zu haben. Das Problem ist eher, dass es zum Einen nicht viele gibt, mit denen sich eine Freundschaft entwickelt, und zum Anderen, dass es in Sachen Liebe nicht reicht, zusammenzupassen, um eine Beziehung anzufangen. Rein theoretisch hätte ich mich in die eine oder andere Freundin und sie sich in mich verlieben sollen. Aber dazu gehört ebene noch mehr.

Im Übrigen ist alles wie so oft eine Sache der Definition. Mit den Freunden, mit denen ich mich besonders verbunden fühle (ob Mann oder Frau), könnte ich mir zum Beispiel rein theoretisch durchaus vorstellen, meine gesamte Freizeit zu verbringen oder gar zusammen zu wohlen. Wir würden sehr gut klarkommen und uns bestimmt nicht nerven. Natürlich würde es ab-und-zu zu Streit kommen, aber das ist auch ganz normal. Der Unterschied ist aber, dass es zu ihnen keine sexuelle Anziehung gibt. Ich liebe sie, aber freundschaftlich. Wie auch Eltern ihre Kinder lieben. Liebe kann mehrere Formen einnehmen.

Denn... nicht immer kontrolliert und beherrscht sein macht interessant für andere. Bei deinen Beschreibungen und Lobeshymnen auf deine Überlegtheit und Kontrolle denk ich irgendwie "oweh... wo bleibt der Spaß?"

Ich bemühe mich darum, meinen Mitmenschen zu zeigen, dass man mit mir durchaus auch Spaß haben kann. Ob mir das gelingt, weiß ich nicht, aber ich versuche es zumindest. Ich würde übrigens nicht sagen, dass sich stets beherrscht bin: Wenn ich mich angegriffen fühle oder mich wütend macht, bleibt von dieser Beherrschtheit nichts übrig. Was ich damit sagen will: Eigentlich geht es nicht darum, dass ich kontrolliert und beherrscht bin, sondern eher darum, dass ich der intellektuelle Typ bin. Und mir ist aufgefallen, dass ich für Menschen, die genau so sind, sehr interessant bin – genau so wie sie es für mich sind. Das bedeutet aber nicht, dass wir keinen Spaß zusammen haben und alles immer sehr ernst ist.

Ich hoffe der Satz ist dir noch bewusst, wenn du in deiner ersten Trennung steckst.
Glaub mir, schlimmer geht immer - und Selbstmitleid ist generell wenig attraktiv *seufz*

Dein erster Satz ist sehr interessant – und auch ziemlich bezeichnend für die heutige Gesellschaft. Warum sollte man davon ausgehen, dass es überhaupt zu einer Trennung kommt? Meine Eltern sind seit über einem Vierteiljahrhundert verheiratet, beide waren vorher mit niemand anderem zusammen, und sie sind heute immer noch sehr glücklich, auch wenn sie sich ab-und-zu streiten. Ist das wirklich so selten? Wenn man, bevor man überhaupt eine Beziehung eingeht, schon davon ausgeht, dass es eines Tages zu einer Trennung kommen wird, ist das schon ein Zeichen dafür, dass wir in einer pervertierten Gesellschaft leben. Auch wenn es zur Trennung kommen sollte: Man sollte doch, ohne naiv zu sein, davon ausgehen, dass die Beziehung für immer dauern kann, oder? Oder ist es tatsächlich so, dass man mit jemandem nur eine Beziehung eingeht, um es auszuprobieren, um festzustellen, ob man überhaupt zusammenpasst? Ehrlich gesagt finde ich so ein Verhalten – ich unterstelle dir nicht, dass es deins ist, aber ich kenne Leute, die tatsächlich so funktionieren – einfach nur ekelhaft!

Ich bin auch kein Freund von Selbstmitleid. Falls ich dir das Gefühl gegeben habe, dass ich mich selbstbemitleide, tut es mir Leid – es war wirklich nicht mein Ziel und es entspricht auch nicht meiner Einstellung.

Mir ist übrigens ganz stark aufgefallen, bei deinem Beispiel von dem Mädel, dass du kennengelernt hattest - du hast sie sehr geliebt??
Ganz ehrlich... bist du sicher, du weißt wie da dieses Wort verwendest?
Wenn ein Typ den ich grade KENNEN lerne mich mit Zuneigung überschütten würde und dann auch noch an die Richtige fürs Leben denkt... wär ich ganz schnell wieder weg. Sowas ist unheimlich.
Verabschiede dich ein wenig von der Idelavorstellung "die EINE" zu finden, und werd lockerer auf der Suche, nach einer die dich einfach glücklich macht...

Dieser Abschnitt hat mich, um ganz ehrlich zu sein, am meisten aufgeregt und gleichzeitig sehr traurig gemacht. Warum sollte ich diese Frau nicht geliebt haben? Nur, weil ich nicht mit ihr zusammen war und sie nicht seit 5 Jahren kannte? Vielleicht ist alles aber einmal mehr eine Sache der Definition. Ich habe mich nicht sofort in diese Frau verliebt, das hat sich erst sehr langsam entwickelt. Aber schließlich ist es passiert. Ich fand sie wirklich sehr hübsch, wir hatten zum Teil ähnliche Interessen, hatten auch vom Charakter her ein paar Gemeinsamkeiten und ich habe mich in ihrer Gegenwart sehr wohl gefühlt. Ich hätte am Liebsten alles mit ihr unternommen, wollte mein Leben mit ihr teilen, hätte für sie wenn auch nicht alles, zumindest vieles getan. Für mich war das Liebe. Wenn du das anders siehst ist es dein gutes Recht. Dann musst du mir aber erklären, was du unter Liebe verstehst.

Du sagst mir, ich soll mich von der Idealvorstellung verabschieden, „die Eine“, bzw. „die Richtige“ zu finden. Das fällt mit offen gestanden sehr schwer. Könnte ich dann nicht mit jeder x-beliebigen Frau, mit der ich mich gut verstehe, eine Beziehung anfangen? Könnte ich dann nicht sogar mit meinen Freunden, ob weiblich oder männlich eine Beziehung eingehen? Immerhin würde bei ihnen alles passen, und wir kennen uns auch schon seit einer Weile. Um die Frage weniger provozierend zu stellen (es ist nämlich eine sehr ernst gemeinte Frage): Wie unterscheidest du Liebe von Freundschaft, wenn es nicht so etwas wie „den Einen“ oder „den Richtigen“ gibt?

Alles Illusion. Wie kannst du sie geliebt haben, wenn sie dich nicht geliebt hat? Das geht doch gar nicht. Du hast sie vermutlich nur in bestimmten Lebenslagen gekannt und ich bin mir sicher, sie war wohl keine blöde Person, aber trotzdem, wenn Menschen von so einer einseitigen "Liebe" sprechen, finde ich das immer höchst seltsam. Das kann kaum real gewesen sein, sondern eher ein Hirngespinst bei dir. Und klar, dass sie dann die Traumfrau ist. Die Frage ist nur, wie lange sie es geblieben wäre, wenn was aus euch geworden wäre.

Wie gerade gesagt: Alles ist womöglich eine Sache der Definition. Warum sollte es so etwas wie nicht erwiderte Liebe nicht geben können? Was spricht eigentlich dagegen? Und wer weiß?, vielleicht hat sie sogar Gefühle für mich empfunden, aber sie war nun mal in einer Beziehung. Und wenn es „den Richtigen“ nicht gibt, dann kann man ja durchaus für mehrere Personen gleichzeitig Gefühle empfinden, muss aber eine Entscheidung treffen. Und vielleicht wären wir auch zusammengekommen, wenn sie nicht schon einen Freund gehabt hätte. Ich will nicht behaupten, dass es tatsächlich dazu gekommen wäre. Was ich damit nur sagen will, ist das es schwierig ist, dass einfach als Schwärmerei meinerseits abzutun, zwischenmenschliche Beziehung nicht nun mal etwas sehr Komplexes. Wenn du davon ausgehst, dass Liebe, um als solche bezeichnen werden zu können, immer gegenseitig sein muss, dann verstehe ich nicht, warum es so viele Trennungen gibt, bei denen einer von beiden den Anderen immer noch liebt, dies aber nicht mehr auf Gegenseitigkeit beruht.

Immer noch das gleiche. Bloß weil etwas einen nicht unbedingt anspricht, heißt es nicht, dass es einen gleich abstößt oder anekelt. Menschen sind (üblicherweise) flexibel. Sie arrangieren sich mit der Situation, sie passen sich an. Liebe macht blind! Und natürlich muss es irgendwas geben, was einen anspricht. Aber, ich würde behaupten, dass das bei den meisten Menschen doch kein Problem sein sollte.

Ich habe nie behauptet, dass das, was einen nicht anspricht, einen unbedingt anekelt. Das war nur ein extremes Beispiel, um dir zu zeigen, dass deine Argumentation zum Teil problematisch ist. Und davon bin ich immer noch überzeugt. Ich habe mich durchaus schon in Frauen verliebt, die nicht meiner Idealvorstellung entsprochen haben, und tatsächlich habe ich mich unabhängig davon in sie verliebt. Es gibt aber Dinge, die einen so anekeln, dass sie Liebe unmöglich machen. Und das ist natürlich sehr subjektiv. Man könnte sie als Liebestöter bezeichnen.

Wollte ich nicht sagen. Ich wollte nur sagen, dass du kein anderes Bild kennst und dir deswegen kein anderes für dich vorstellen kannst.

Was gibt es denn für Alternativen? Ich kenne nur eine: das Single-Dasein. Entweder man findet eine Freundin und gründet eines Tages unter Umständen eine Familie, oder man bleibt Single. Natürlich kann man auch eine Art „Single-WG gründen, sodass man nicht unter Einsamkeit leidet. Man kann auch ins Kloster gehen. Aber es ändert nichts daran, dass man Single bleibt. Daher gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die eine davon kenne ich seit 24 Jahren, und ich kann mir nicht vorstellen, bis zu meinem Tod so zu leben.

Oder meintest du was anderes, als du von Alternativen sprachst?


Und bez. deiner Angst: Versuche sie mit deiner Ratio zu überwinden. Du sagst, du bist stark vom Kopf her. Nun gut, dann mach dir das zunutze. Versuche für dich zu verstehen, dass du nichts falsch machen kannst, dass du nichts verlieren kannst, wenn du etwas versuchst, dass es nicht möglich ist, das Gesicht zu verlieren, wenn du dich traust. Ich meine, ich hoffe, du verstehst, dass deine Angst wirklich irrational ist, oder? Wenn du begreifst, dass sie es ist, wird es dir vielleicht leichter fallen, mit ihr umzugehen, gerade, wenn du doch sonst so rational bist.

Rein theoretisch hast du Recht. Ich sage mir auch, dass ich nichts zu verlieren habe. Aber die Umsetzung in die Praxis ist dann doch schwieriger, als man es denkt.

Soll ich dir ein ganz anderes Beispiel nennen? Vielleicht kannst du es dadurch vielleicht besser verstehen. Ich belege seit einigen Wochen einen Brustschwimmkurs. Diese Woche ist es mir endlich gelungen, ohne jegliche Hilfsmittel (Brett und Schwimmnudel) zu schwimmen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Als es dann darum ging, zusammen mit dem Trainer zu versuchen, im großen Schwimmbecken eine Bahn zu schwimmen, ging plötzlich überhaupt nichts mehr. Ich habe mir so einen Druck gemacht, dass ich nicht mehr in der Lage war, die Bewegung zu machen. Anders formuliert: Ich wollte so perfekt sein, dass ich versagt habe. Das ist vollkommen absurd, aber ich weiß nicht, wie ich mich dagegen wehren kann.

Ich habe der Psychosozialen Beratungsstelle meiner Uni vor einiger Zeit mal eine E-Mail geschrieben. Die Frau, die mir geantwortet hat, war auch sehr nett und kompetent, aber ich habe den Kontakt zu ihr abgebrochen, als sie mir erzählt hat, dass diese Ängste ein Teil von mir sind, den ich nicht als Feind betrachten soll, den es auszurotten gilt; ihrer Meinung nach muss ich versuchen, mit ihnen zu „verhandeln“ – bildlich beschrieben: Ich soll ihnen Sicherheiten geben, damit sie sich ruhig verhalten. Das ist aber viel zu theoretisch. Wie sieht es in der Praxis aus? Was soll ich konkret machen? Klar, Erfolgserlebnisse machen mich lockerer: Das habe ich in der Uni gelernt und bin dabei, dass auch in der Freundschaft zu erfahren. Wobei es auch da nicht immer sehr einfach ist. In Sachen Liebe, so ich nicht die geringste (positive) Erfahrung gemacht habe, ist es natürlich fast unmöglich – so scheint es mir jedenfalls. Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich will damit nicht sagen, dass es Schicksal ist, und dass ich mich damit abfinden muss. Das werde ich auf gar keinen Fall, aber wenn ich meine Ängste überwinde, kann sich das unter Umständen gegen mich wehren, indem ich zum Beispiel sehr nervös werde und mein mangelndes Selbstbewusstsein in Erscheinung tritt. Dadurch kann ich viel kaputt machen. Und eben weil ich viel zu viel nachdenke, erinnere ich mich immer wieder daran.

Ansonsten hat Caotica auch schon mal gute Beispiele genannt, um aus der Komfortzone zu kommen: Fälle einfach mal komplett andere Entscheidungen als bisher. Gehe nicht den bequemen Weg, den du schon kennst, sondern versuche etwas neues! Ja, du wirst auf die Nase fallen, früher oder später. Und ja, es ist normal, wenn man dann am Boden ist. Und ja, es ist wichtig, wenn man dann danach wieder aufstehen kann und außerdem äußerst lehrreich. Bedenke: Man wächst an seinen Erfahrungen! Setze dich den Erfahrungen aus, dann kannst du daran wachsen. Ansonsten siechst du mehr so vor dich hin und wirst dich in 10 Jahren fragen, was du eigentlich die letzten 10 Jahre so getan hast. Du hast es schließlich selbst in der Hand, was du aus deinem Leben machst. Sowas wie Pech oder Schicksal lasse ich nicht gelten.

Ja, es stimmt: Ich habe Angst vor Niederlagen, Angst davor, dass sie mein ohnehin geringes Selbstwertgefühl noch weiter herunterziehen. Ist das wirklich so unverständlich? Natürlich kann man sich nicht einfach damit abfinden – und das habe ich auch nicht vor –, aber sich zu überwinden kostet wirklich viel Kraft. Ich bin auch dabei, mein Leben zu verändern, weiß aber nicht, inwiefern ich die richtigen Entscheidungen treffe.

Naja... 100%ig glücklich bin ich mit meinem Aussehen nicht. Über ein paar kg mehr auf den Rippen würde ich mich schon freuen.
Aber immerhin schaffe ich es, das Beste aus meinen Voraussetzungen raus zu holen, was mit akzeptablem Aufwand möglich ist (also ohne extremes Krafttraining und entsprechende Ernährungsumstellung). Durch Sport bin ich nämlich nicht mehr dürr und scwächlich, sondern sehr schlank, sportlich und durchtrainiert.

Das ist schon sehr wichtig! Ich wäre mit meinem Aussehen auch zufriedener, wenn ich ein bisschen muskulöser wäre. Ich habe angefangen, daran zu arbeiten, aber es wird noch eine Ewigkeit dauern, bis ich mit meinem Aussehen einigermaßen zufrieden bin. Auch auf diesem Gebiet gilt: Ich hätte viel früher damit anfangen sollen! Warum war ich in der Vergangenheit denn nur so blöd, das nicht zu tun?

Und wenn ich sehe, wie viele Leute, die auch nicht so wahnsinnig toll aussehen, trotzdem eine Freundin haben, kann es nicht an meinem Aussehen liegen, dass ich keine Partnerin finde.
Also noch mal: Schau dir deine vergebenen Kumpels an oder gehe z.B. einfach mal durch den Park und achte darauf, ob alle vergebenen Männer besonders gut aussehen.

Da hast du vollkommen Recht! Mir ist das auch schon öfters aufgefallen. Dass ich das ein wenig verdrängt habe, liegt wohl daran, dass in diesem Semester mir nur sehr wenigen Ausnahmen alle Männer, mit denen ich Kurse hatte und von denen ich sagen würde, dass sie gut aussehen, eine Freundin hatten. Die Anderen sehen entweder sehr ungepflegt aus, oder sind vollkommen uninteressant. Das ist sehr deprimierend, weil man das Gefühl hat, zu ihnen zu gehören. Aber natürlich ist es nicht immer so, dass nur die bestaussehenden Männer eine Freundin haben. Da merkt man, wie sehr man von seinem Umfeld beeinflusst werden kann.


Oder überlege mal, welche Frauen du schon attraktiv gefunden hast...

Bei mir ist es ähnlich wie bei dir: Ich habe mich auch schon in Frauen verliebt, die nicht meiner Idealvorstellung entsprochen haben.

Es ist mir übrigens ein großer Unterschied zwischen uns beiden aufgefallen: Du hast anscheinend kein Problem damit, dich vor fremden Leuten, darunter auch Frauen, auszuziehen. Ich dagegen könnte aus diesem Grund nie in die Sauna gehen. Wie machst du das eigentlich?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Bevor ich den Rest lese und drauf eingehe hier kurz @Faultier
Ich fänds ja sowas von arm, wenn ich einen Kerl kennenlern, der sympathisch ist, mit dem man sich vllt was vorstellen könnte, das über Kumpelschaft hinaus geht... und dann erfährt man, nebenbei oder wie auch immer, dass er sich bei Prostitutierten Selbstbewusstsein antrainieren wollte.
Ich hab absolut nichts gegen den Besuch von Prostituierten, wenn man es aus Lust, Geilheit, ausgefallenen Praktiken, whatever tut.
Wenn man aber jemanden BEZAHLEN muss, damit der einem sagt was für ein geiler Hecht man ist, damit man sich dann bei andern Frauen lockerer verhält ist das ein ganz ganz schwaches Zeichen und wäre das letzte was ich von dem Typen wissen will.

Sehen aber andere vielleicht anders^^
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Du sagst mir, ich soll mich von der Idealvorstellung verabschieden, „die Eine“, bzw. „die Richtige“ zu finden. Das fällt mit offen gestanden sehr schwer. Könnte ich dann nicht mit jeder x-beliebigen Frau, mit der ich mich gut verstehe, eine Beziehung anfangen? Könnte ich dann nicht sogar mit meinen Freunden, ob weiblich oder männlich eine Beziehung eingehen? Immerhin würde bei ihnen alles passen, und wir kennen uns auch schon seit einer Weile. Um die Frage weniger provozierend zu stellen (es ist nämlich eine sehr ernst gemeinte Frage): Wie unterscheidest du Liebe von Freundschaft, wenn es nicht so etwas wie „den Einen“ oder „den Richtigen“ gibt?

Es ist mir unbegreiflich, wie jemand, der behauptet, rational zu sein, so eine romantisierte Vorstellung von Liebe haben kann, dass er an "die Eine" glaubt, die ihm über den Weg läuft und mit der er bis an's Lebensende glücklich ist. *hust*

Aber gut, soll so sein. Ich möchte dir deine Vorstellung auch nicht rauben, aber erklären, wie ich das sehe: Nein, natürlich sollst du nicht mit jeder x-beliebigen Frau eine Beziehung anfangen. Mindestvoraussetzung ist, dass man sich versteht UND dass man sich gegenseitig attraktiv und interessant findet. Und ja, ich denke auch, dass die Hormone ihr übriges tun, dass eine Beziehung länger hält, weil man einfach daran festhalten will, dass man jetzt den Richtigen gefunden hat. Letztendlich kennen das aber wohl doch viele: Nach Beziehungsende tritt maßlose Ernüchterung ein und man erkennt erst, was eine rosarote Brille mit einem anstellen kann. Erst dann sieht man klar.

Wie gerade gesagt: Alles ist womöglich eine Sache der Definition. Warum sollte es so etwas wie nicht erwiderte Liebe nicht geben können? Was spricht eigentlich dagegen? Und wer weiß?, vielleicht hat sie sogar Gefühle für mich empfunden, aber sie war nun mal in einer Beziehung. Und wenn es „den Richtigen“ nicht gibt, dann kann man ja durchaus für mehrere Personen gleichzeitig Gefühle empfinden, muss aber eine Entscheidung treffen. Und vielleicht wären wir auch zusammengekommen, wenn sie nicht schon einen Freund gehabt hätte. Ich will nicht behaupten, dass es tatsächlich dazu gekommen wäre. Was ich damit nur sagen will, ist das es schwierig ist, dass einfach als Schwärmerei meinerseits abzutun, zwischenmenschliche Beziehung nicht nun mal etwas sehr Komplexes. Wenn du davon ausgehst, dass Liebe, um als solche bezeichnen werden zu können, immer gegenseitig sein muss, dann verstehe ich nicht, warum es so viele Trennungen gibt, bei denen einer von beiden den Anderen immer noch liebt, dies aber nicht mehr auf Gegenseitigkeit beruht.

Klar ist es Definitionssache. Trotzdem muss ich sagen, was du erzählst von der Dame ist so eine absolut TYPISCHE Sache, die fast jedem schüchternen Introvertierten Menschen früher oder später mal passiert. Ich habe das schon öfters erlebt, sowohl von außen als auch als die Person, die selbst in den Himmel gehoben wurde. Ich kann mir das nicht anders erklären, als dass man sich halt in wen verguckt und das nicht abstellt und deswegen immer tiefer und tiefer da hineingezogen wird. Da die Sache hier aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht, hast du nie die Chance gehabt, die Frau ohne dem Endorphin-Kick der Verknalltheit zu sehen. Deswegen meine ich, dass du kaum Liebe für sie tatsächlich empfunden haben kannst. Bei einer langjährigen Beziehung ist das ja was anderes. Da hatten die beiden Personen idealerweise die Zeit gehabt, ihre Verliebtheit in Liebe umzuwandeln. Und wenn die bei der einen Person irgendwann weg ist, dann kann die andere sie trotzdem noch empfinden.

Ich habe nie behauptet, dass das, was einen nicht anspricht, einen unbedingt anekelt. Das war nur ein extremes Beispiel, um dir zu zeigen, dass deine Argumentation zum Teil problematisch ist. Und davon bin ich immer noch überzeugt. Ich habe mich durchaus schon in Frauen verliebt, die nicht meiner Idealvorstellung entsprochen haben, und tatsächlich habe ich mich unabhängig davon in sie verliebt. Es gibt aber Dinge, die einen so anekeln, dass sie Liebe unmöglich machen. Und das ist natürlich sehr subjektiv. Man könnte sie als Liebestöter bezeichnen.

Ich finde deine Argumentation nach wie vor unnötig. Klar finde ich nicht jeden Mann attraktiv. Weißt du, was bei mir Liebestöter schlechthin sind? Doofes Machogehabe, Ignoranz, Bodybuilder-Aussehen u.v.a.. Finde ich absolut unattraktiv. Andere Leute stehen aber vllt gerade drauf. Menschen sind halt verschieden. Auch in den Dingen, die sie anekeln.

Was gibt es denn für Alternativen? Ich kenne nur eine: das Single-Dasein. Entweder man findet eine Freundin und gründet eines Tages unter Umständen eine Familie, oder man bleibt Single. Natürlich kann man auch eine Art „Single-WG gründen, sodass man nicht unter Einsamkeit leidet. Man kann auch ins Kloster gehen. Aber es ändert nichts daran, dass man Single bleibt. Daher gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die eine davon kenne ich seit 24 Jahren, und ich kann mir nicht vorstellen, bis zu meinem Tod so zu leben.

Oder meintest du was anderes, als du von Alternativen sprachst?

Es gibt auch sowas wie die Kombination aus Single-Leben und Beziehung. Mal so, mal so. Aber ohne den Fokus, dass man möglichst vor 30 damit angefangen haben sollte, eine Familie zu gründen. Dieses "Familie-Gründen" ist einfach ein Faktor, der unheimlich unter Druck setzt und vor allem auch ziemlich aussiebt, was als Beziehungspartnerin in Frage kommt. Wenn ich dich da jetzt falsch verstanden habe, und du Familiengründung nur als Wunschoption, nicht aber als Must ansiehst, dann sorry.

Ich habe der Psychosozialen Beratungsstelle meiner Uni vor einiger Zeit mal eine E-Mail geschrieben. Die Frau, die mir geantwortet hat, war auch sehr nett und kompetent, aber ich habe den Kontakt zu ihr abgebrochen, als sie mir erzählt hat, dass diese Ängste ein Teil von mir sind, den ich nicht als Feind betrachten soll, den es auszurotten gilt; ihrer Meinung nach muss ich versuchen, mit ihnen zu „verhandeln“ – bildlich beschrieben: Ich soll ihnen Sicherheiten geben, damit sie sich ruhig verhalten. Das ist aber viel zu theoretisch. Wie sieht es in der Praxis aus? Was soll ich konkret machen?

Wieso hast du den Kontakt abgebrochen? Ich finde, was sie sagt, ist gar nicht so verkehrt. Man darf sich von seinen Ängsten nicht beherrschen lassen, sie endgültig auszurotten... Nun ja, ich glaub, das soll man nicht tun, weil es gar nicht funktioniert!

In Sachen Liebe, so ich nicht die geringste (positive) Erfahrung gemacht habe, ist es natürlich fast unmöglich – so scheint es mir jedenfalls. Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich will damit nicht sagen, dass es Schicksal ist, und dass ich mich damit abfinden muss. Das werde ich auf gar keinen Fall, aber wenn ich meine Ängste überwinde, kann sich das unter Umständen gegen mich wehren, indem ich zum Beispiel sehr nervös werde und mein mangelndes Selbstbewusstsein in Erscheinung tritt. Dadurch kann ich viel kaputt machen. Und eben weil ich viel zu viel nachdenke, erinnere ich mich immer wieder daran.

Hast du schon mal versucht, Erfahrung zu sammeln? Bisher klang das eigentlich nicht so.

Ja, es stimmt: Ich habe Angst vor Niederlagen, Angst davor, dass sie mein ohnehin geringes Selbstwertgefühl noch weiter herunterziehen. Ist das wirklich so unverständlich? Natürlich kann man sich nicht einfach damit abfinden – und das habe ich auch nicht vor –, aber sich zu überwinden kostet wirklich viel Kraft. Ich bin auch dabei, mein Leben zu verändern, weiß aber nicht, inwiefern ich die richtigen Entscheidungen treffe.

Das ist natürlich beschissen. Warum ist dein Selbstwertgefühl niedrig? Nur deswegen, weil du keine Freundin hast? Oder war dein Selbstwertgefühl früher auch niedrig?

Das ist schon sehr wichtig! Ich wäre mit meinem Aussehen auch zufriedener, wenn ich ein bisschen muskulöser wäre. Ich habe angefangen, daran zu arbeiten, aber es wird noch eine Ewigkeit dauern, bis ich mit meinem Aussehen einigermaßen zufrieden bin. Auch auf diesem Gebiet gilt: Ich hätte viel früher damit anfangen sollen! Warum war ich in der Vergangenheit denn nur so blöd, das nicht zu tun?

Mit deinem Aussehen bist du also auch nicht zufrieden. Hm. Also jetzt langsam denke ich mir dann schon: Kein Wunder. Bisher dachte ich, du wärst zufrieden mit dir und würdest nicht verstehen, warum du keine Freundin hast. Den Rest habe ich wohl irgendwie überlesen. Jetzt zeigt es sich nämlich, dass du dich ganz und gar nicht gut findest, wie du bist. Und wenn du dich nicht gut findest, kannst du noch so schön sein, du hättest immer noch keine Freundin. Wie sollen denn andere Leute sehen, dass du "liebenswert" bist, wenn deine Ausstrahlung sagt "Fasst mich nicht an! Ich bin es nicht wert."
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann mir aber vorstellen, dass die positive Wahrnehmung eigener Laster oder Schwächen durch Andere einen dabei helfen kann, mit besagten Lastern und Schwächen besser umzugehen, weil sie nicht mehr zwangsläufig als Feinde betrachtet werden, die es auszurotten gilt.

Das sagst du merhfach "die es auszurotten gilt" ich halte das für Humbug. Keine deiner tiefsitzenden Charaktereigenschaften kannst du AUSROTTEN.
Du kannst nur lernen mit ihnen zu leben.
Aus dem schüchternen Vorsichtigen wird nie der lockere Draufgänger werden. Ist einfach so.
Man ann nur mit dem arbeiten was man hat und sich nicht neu erfinden. Aber das wirst du vermutlich auch noch merken, schätz ich.


Im Übrigen ist alles wie so oft eine Sache der Definition. Mit den Freunden, mit denen ich mich besonders verbunden fühle (ob Mann oder Frau), könnte ich mir zum Beispiel rein theoretisch durchaus vorstellen, meine gesamte Freizeit zu verbringen oder gar zusammen zu wohlen. Wir würden sehr gut klarkommen und uns bestimmt nicht nerven. Natürlich würde es ab-und-zu zu Streit kommen, aber das ist auch ganz normal. Der Unterschied ist aber, dass es zu ihnen keine sexuelle Anziehung gibt. Ich liebe sie, aber freundschaftlich. Wie auch Eltern ihre Kinder lieben. Liebe kann mehrere Formen einnehmen.

du denkst zuviel in der Theorie, glaub ich nach wie vor. Dir fehlen die realen erfahrungen, und du hältst deine Vorstellungen für realitätstreu. Ich glaube du würdest dich schief umschaun, wenn du mit einem engen Freund wirklich zusammenziehen würdest...
Wie gesagt, als eins deiner generellen Probleme sehe ich, dass du in der Theorie viel durchdenkst und überlegst - und irgendwie aufgeschmissen scheinst, wenn es an die Realität und spontanes Reagieren geht.

Dein erster Satz ist sehr interessant – und auch ziemlich bezeichnend für die heutige Gesellschaft. Warum sollte man davon ausgehen, dass es überhaupt zu einer Trennung kommt? Meine Eltern sind seit über einem Vierteiljahrhundert verheiratet, beide waren vorher mit niemand anderem zusammen, und sie sind heute immer noch sehr glücklich, auch wenn sie sich ab-und-zu streiten. Ist das wirklich so selten? Wenn man, bevor man überhaupt eine Beziehung eingeht, schon davon ausgeht, dass es eines Tages zu einer Trennung kommen wird, ist das schon ein Zeichen dafür, dass wir in einer pervertierten Gesellschaft leben. Auch wenn es zur Trennung kommen sollte: Man sollte doch, ohne naiv zu sein, davon ausgehen, dass die Beziehung für immer dauern kann, oder? Oder ist es tatsächlich so, dass man mit jemandem nur eine Beziehung eingeht, um es auszuprobieren, um festzustellen, ob man überhaupt zusammenpasst? Ehrlich gesagt finde ich so ein Verhalten – ich unterstelle dir nicht, dass es deins ist, aber ich kenne Leute, die tatsächlich so funktionieren – einfach nur ekelhaft!

Tja, ich nehme Beziehungen auch ernst. Darum hab ich keine ^^

du führst die Beziehung nie allein, und selbst wenn du in Ewigkeiten denkst, der andre tuts zu 80% nicht.
Man soll nicht davon ausgehen, dass die Trennung kommt, aber man soll die Möglichkeit nicht ausschließen. Ich kenne übrigens keine einzige glückliche Ehe für die Ewigkeit. Und ich kenne viele.
Damit, dass du die Richtige für immer suchst, vergibst du dir viele chancen für "einer der richtigen für eine bestimmte Zeit"

Dieser Abschnitt hat mich, um ganz ehrlich zu sein, am meisten aufgeregt und gleichzeitig sehr traurig gemacht. Warum sollte ich diese Frau nicht geliebt haben? Nur, weil ich nicht mit ihr zusammen war und sie nicht seit 5 Jahren kannte? Vielleicht ist alles aber einmal mehr eine Sache der Definition. Ich habe mich nicht sofort in diese Frau verliebt, das hat sich erst sehr langsam entwickelt. Aber schließlich ist es passiert. Ich fand sie wirklich sehr hübsch, wir hatten zum Teil ähnliche Interessen, hatten auch vom Charakter her ein paar Gemeinsamkeiten und ich habe mich in ihrer Gegenwart sehr wohl gefühlt. Ich hätte am Liebsten alles mit ihr unternommen, wollte mein Leben mit ihr teilen, hätte für sie wenn auch nicht alles, zumindest vieles getan. Für mich war das Liebe. Wenn du das anders siehst ist es dein gutes Recht. Dann musst du mir aber erklären, was du unter Liebe verstehst.

Du sprichst von VERliebtheit. Das ist klar, das ann einseitig sein. Aber LIEBE entwickelt sich, und Liebe braucht Erwiderungs und Pflege um sich zu entwickeln. Jemand der VOR einer Beziehung von Liebe sprichst... ist mir dann schon etwas suspekt *seufz*

Was man unter Liebe genau versteht ist subjektiv. Wie gesagt, für mich muss sich das entwickeln. Ich kann nur Personen lieben, die ich KENNE. GUT kenne, und deren Gefühle mir gegenüber ich kenne. Denen ich trauen kann. Kann man ewig ausführen, abe rmeine ureigene Definition von Liebe bringt dir nichts. Nur wenn du denkst, die würdest unsterblich lieben, weil du Verliebtheitsanzeichen bei einer entdeckst... musst du noch bissl was lernen, wie ich finde.

Du sagst mir, ich soll mich von der Idealvorstellung verabschieden, „die Eine“, bzw. „die Richtige“ zu finden. Das fällt mit offen gestanden sehr schwer. Könnte ich dann nicht mit jeder x-beliebigen Frau, mit der ich mich gut verstehe, eine Beziehung anfangen? Könnte ich dann nicht sogar mit meinen Freunden, ob weiblich oder männlich eine Beziehung eingehen? Immerhin würde bei ihnen alles passen, und wir kennen uns auch schon seit einer Weile. Um die Frage weniger provozierend zu stellen (es ist nämlich eine sehr ernst gemeinte Frage): Wie unterscheidest du Liebe von Freundschaft, wenn es nicht so etwas wie „den Einen“ oder „den Richtigen“ gibt?

Für mich werden Männer interessant, die grundsätzlich enge Freunde vn mir werden, und zu denen eine gegenseitige sexuelle Anziehung besteht.
Alles weitere muss sich eben entwickeln.
Beziehung heißt es erst, wenn ich mir sicher bin, dass ich in dieser Zeit mein Leben wirklich mit ihm teilen will und mich auf ihn einlassen kann und will.

Nur den "richtigen"?? Es gibt meiner Ansicht nach einige passende Beziehunsgpartner, einige die sich dazu entwickeln können, einige die sich davn weg entwickeln können.
Weder Menschen noch ihr Leben sind statisch, und es wäre sehr vermessen zu glauben wenn jemand JETZT gut zu mir passt tut er das auch in 20 Jahren. Das würde ja voraussetzen, dass weder er noch ich uns entwickeln. Traurig, oder nicht?
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Es ist mir unbegreiflich, wie jemand, der behauptet, rational zu sein, so eine romantisierte Vorstellung von Liebe haben kann, dass er an "die Eine" glaubt, die ihm über den Weg läuft und mit der er bis an's Lebensende glücklich ist. *hust*

Das glaube ich auch nicht! Warum verstehst du mir immer falsch? Daran, dass es DIE Traumfrau gibt, glaube ich nicht. Ich bin aber davon überzeugt, dass man im Leben nur wenigen Menschen begegnet, mit denen man eine glückliche Beziehung führen kann. Sonst könnte man mit jeder Person, die man interessant und attraktiv findet, eine Beziehung eingehen. Ja, es gibt Menschen, die wie für einen geschaffen sind. Und ja, es gibt nur äußerst wenige davon. Warum soll das eine romantisierte Vorstellung von Liebe sein? Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin kein naiver Mensch, der alles mit der rosaroten Brille betrachtet – genau genommen bin ich vielmehr das genaueGegenteil. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir aneinander vorbeireden. Ich weiß nicht, wie ich es dir anders erklären soll.

Einen Versuch mache ich noch: Sich in einen Menschen zu verlieben, ist etwas völlig Irrationales. Entweder die Chemie passt, oder sie passt nicht. Dafür gibt es auch einen handfesten Beweis: Es gibt Frauen, die ich sehr sympathisch und interessant finde, mit denen ich viel gemeinsam habe, die ich attraktiv finde, und trotzdem kann ich mich nicht in sie verlieben. Warum? Rational betrachtet stimmt alles. Sollte ich also eine Beziehung mit ihnen eingehen, oder es zumindest versuchen, obwohl ich keine Gefühle für sie empfinden, und zwar in der Hoffnung, dass mit der Zeit daraus Liebe wird (es gibt ja die These, dass die Phase der Verliebtheit sozusagen übersprungen werden kann)? Oder ist es nicht eher so, dass man das Gefühl haben muss, dass es die Richtige ist, weil man eben das irrationale Gefühl hat, dass die Chemie passt? Die Richtige heißt hier nicht, dass es die einzige Frau auf der Welt ist, die für eine Beziehung in Frage kommt, dass sie sozusagen für mich bestimmt war (von solchen Vorstellungen halte ich nichts), aber es ist eine von den wenigen, die zu mir passt.

Was ich auch nicht verstehe, ist warum du davon ausgehst, dass man nicht direkt die Person finden kann, mit der man bis ans Lebensende zusammenbleiben wird. Ich kopiere dir dass, was ich deiner Vorposterin diesbezüglich geantwortet hatte: „Warum sollte man davon ausgehen, dass es überhaupt zu einer Trennung kommt? Meine Eltern sind seit über einem Vierteiljahrhundert verheiratet, beide waren vorher mit niemand anderem zusammen, und sie sind heute immer noch sehr glücklich, auch wenn sie sich ab-und-zu streiten. Ist das wirklich so selten? Wenn man, bevor man überhaupt eine Beziehung eingeht, schon davon ausgeht, dass es eines Tages zu einer Trennung kommen wird, ist das schon ein Zeichen dafür, dass wir in einer pervertierten Gesellschaft leben. Auch wenn es zur Trennung kommen sollte: Man sollte doch, ohne naiv zu sein, davon ausgehen, dass die Beziehung für immer dauern kann, oder? Oder ist es tatsächlich so, dass man mit jemandem nur eine Beziehung eingeht, um es auszuprobieren, um festzustellen, ob man überhaupt zusammenpasst? Ehrlich gesagt finde ich so ein Verhalten – ich unterstelle dir nicht, dass es deins ist, aber ich kenne Leute, die tatsächlich so funktionieren – einfach nur ekelhaft!“

Klar ist es Definitionssache. Trotzdem muss ich sagen, was du erzählst von der Dame ist so eine absolut TYPISCHE Sache, die fast jedem schüchternen Introvertierten Menschen früher oder später mal passiert. Ich habe das schon öfters erlebt, sowohl von außen als auch als die Person, die selbst in den Himmel gehoben wurde. Ich kann mir das nicht anders erklären, als dass man sich halt in wen verguckt und das nicht abstellt und deswegen immer tiefer und tiefer da hineingezogen wird. Da die Sache hier aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht, hast du nie die Chance gehabt, die Frau ohne dem Endorphin-Kick der Verknalltheit zu sehen.

Gut, dann habe ich mich „nur“ in sie verliebt, und nicht geliebt. Aber es war ein äußerst intensives Gefühl und nicht nur Schwärmerei, wie man sie als Jugendlicher erleben kann. Ich hoffe, du kannst mir wenigstens das glauben.

Und übrigens: Glaubst du, dass es mir Spaß macht, ein introvertierter Mensch zu sein? Glaubst du etwa, dass ich mir das ausgesucht habe? Das war ich schon immer, und man kann sich diesbezüglich auch nicht radikal ändern. Wenn du wüsstest, wie viel Kraft es mich kostet, um nur kleine Fortschritte zu machen! Das meinte ich mit Pech! Gut, dafür habe ich es im Studium leichter, als Andere. Und behaupte jetzt bitte nicht das Gegenteil, denn du kannst dir nicht vorstellen, wie schüchtern und introvertiert ich einmal war und welche Fortschritte ich seitdem gemacht habe. Die sind enorm, und trotzdem bin ich es immer noch, je nach Situation, mehr oder weniger. Und nein, ich will nicht bemitleidet werden und bemitleide mich auch nicht selbst. Es geht mir nur darum, dir zu zeigen, dass ich an mir arbeite, aber ich bin wie jeder mit guten und schlechten Eigenschaften, bzw. Schwächen geboren, und es ist nicht einfach, bestimmte Schwächen loszuwerden. Geduld kann man lernen, auch wenn es schwierig ist (ich weiß, wovon ich rede), aus einem introvertierten einen extrovertierten Menschen zu machen, ist noch viel schwieriger.

Es gibt auch sowas wie die Kombination aus Single-Leben und Beziehung. Mal so, mal so. Aber ohne den Fokus, dass man möglichst vor 30 damit angefangen haben sollte, eine Familie zu gründen. Dieses "Familie-Gründen" ist einfach ein Faktor, der unheimlich unter Druck setzt und vor allem auch ziemlich aussiebt, was als Beziehungspartnerin in Frage kommt. Wenn ich dich da jetzt falsch verstanden habe, und du Familiengründung nur als Wunschoption, nicht aber als Must ansiehst, dann sorry.

Zwei Sachen. Erstens: Wir haben wirklich eine sehr unterschiedliche Weltanschauung. Ich behaupte nicht, dass meine besser ist, als deine, aber mit deiner Einstellung kann ich nichts anfangen. Mag sein, dass ich diesbezüglich sehr konservativ bin, aber eine Abwechslung von Beziehung und Single-Dasein kann ich mir deshalb nicht vorstellen, weil eine Freundin für mich kein Lebensabschnittspartnerin, sondern eine Lebenspartnerin ist. Natürlich kann es zur Trennung kommen, man hat nie die Garantie, dass sie ewig dauern wird, aber wenn man vor Eingehen einer Beziehung bereits denkt, dass es zur Trennung kommt, ist das in meinen Augen schon ziemlich problematisch, allein schon deswegen, weil sein Partner in dieser Hinsicht vielleicht eine ganz andere Vorstellung hat. Einer Sache bin ich mir jedoch sicher, und zwar 100%ig: Nicht alle Frauen denken so wie du. Verstehe das bitte nicht als Kritik, denn so ist es auch nicht gemeint. Aber abgesehen von meinen Eltern habe ich in meinem Freundeskreis 2, 3 Paare, die schon seit vielen Jahren Bestand haben, und bei denen beide eine ähnliche Vorstellung von einer Beziehung wie ich haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich mit Menschen anfreundet, denen man ähnlich ist – es ist also bestimmt nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung. Aber: Ich bin mit meiner Einstellung nicht alleine. Kannst du nicht verstehen, dass man sie nicht einfach über Bord werfen kann, um eine andere anzunehmen?

Wieso hast du den Kontakt abgebrochen? Ich finde, was sie sagt, ist gar nicht so verkehrt. Man darf sich von seinen Ängsten nicht beherrschen lassen, sie endgültig auszurotten... Nun ja, ich glaub, das soll man nicht tun, weil es gar nicht funktioniert!

Ja, aber andererseits würde das bedeuten, dass ich meine Ängste nie los werde, dass ich für immer und ewig ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl haben werde. Beides ist nämlich ziemlich verbunden. Das Problem ist aber, dass ich so nicht weiterleben kann. Aus diesem Grund habe ich begonnen, mich zu verändern. Und es muss einfach klappen, sonst bleibe ich bis zu meinem Tod der ärmliche Versager, der ich bisher bei zwischenmenschlichen Beziehungen immer war.

Hast du schon mal versucht, Erfahrung zu sammeln? Bisher klang das eigentlich nicht so.

Wenig. Aber schon einige. Da wäre natürlich die Sache mit der Frau, in die ich mich im letzten Sommer verliebt hatte. Ich hatte mich überwunden, es geschafft, dass wir uns mal nur zu zweit und vor allem außerhalb der Uni treffen, und auch bereit gewesen, die Initiative zu ergreifen. Dann habe ich aber erfahren, dass sie bereits einen Freund hatte. Das ist das Problem bei Leuten, die nie, aber wirklich nie in irgendeiner Form andeuten, dass sie vergeben sind.

Als Jugendlicher habe ich mich auch schon mal verliebt, aber irgendwie von der Frau erwartet, dass sie die Initiative ergreift oder mir zumindest das Gefühl gibt, auch an mir interessiert zu sein. Es ist aber weder das Eine noch das Andere geschehen.

Das ist natürlich beschissen. Warum ist dein Selbstwertgefühl niedrig? Nur deswegen, weil du keine Freundin hast? Oder war dein Selbstwertgefühl früher auch niedrig?

Es ist generell so. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich im Studium gut bin. Aber selbst da habe ich das Gefühl, mich immer beweisen zu müssen: Anlässlich von Referaten, von Hausarbeiten, bei der Mitarbeit in den Seminaren, usw. Da ich gute bis sehr gute Noten und Feedbacks bekomme, tritt mein mangelndes Selbstwertgefühl auf diesem Gebiet relativ selten in Erscheinung. Trotzdem sind Erfolgserlebnisse wie eine Droge: Sobald mein mangelndes Selbstwertgefühl in irgendeiner Form in Erscheinung tritt (zum Beispiel weil ich im Unterricht etwas gesagt habe, was jetzt nicht so berauschend ist, was eigentlich jedem passieren kann), brauche ich unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis, das ich dann eigentlich so gut wie immer bekomme. Ich versuche immer, mir zu sagen, dass ich auch unabhängig von diesen Erfolgserlebnissen etwas wert bin – was mir zum Teil auch geling –, aber irgendwie bin ich doch immer von ihnen abhängig.

Wenn man mir ein Kompliment macht, freut es mich unheimlich, irgendwie habe ich zumindest manchmal aber das Gefühl, dass ich es gar nicht verdient habe. Man sagt ja oft, dass jede Eigenschaft mit einem Laster verbunden ist. Die gute Eigenschaft ist bei mir Bescheidenheit, das Laster eben dieses mangelnde Selbstwertgefühl. Man sagt mir immer, dass ich zu bescheiden sei, und die Leute meinen es positiv. Das Problem sind aber die zahlreichen negativen Auswirkungen.

In der Liebe ist es natürlich katastrophal, da es für mein mangelndes Selbstwertgefühl sozusagen keinen Ausgleich gibt. Natürlich würde eine Freundin daran nichts ändern, denn wie du schon mal sagtest: Sollte die Beziehung zu ihr in die Brüche gehen, wäre ich noch mehr am Boden zerstört, als vorher. Aber ein Erfolgserlebnis wäre es schon, wenn sich eine (interessante) Frau für mich interessieren würde. Und da wären wir schon beim nächsten Punkt:

Mit deinem Aussehen bist du also auch nicht zufrieden. Hm. Also jetzt langsam denke ich mir dann schon: Kein Wunder. Bisher dachte ich, du wärst zufrieden mit dir und würdest nicht verstehen, warum du keine Freundin hast. Den Rest habe ich wohl irgendwie überlesen. Jetzt zeigt es sich nämlich, dass du dich ganz und gar nicht gut findest, wie du bist. Und wenn du dich nicht gut findest, kannst du noch so schön sein, du hättest immer noch keine Freundin. Wie sollen denn andere Leute sehen, dass du "liebenswert" bist, wenn deine Ausstrahlung sagt "Fasst mich nicht an! Ich bin es nicht wert."

Wenn du mir im richtigen Leben begegnen würdest, würdest du kaum glauben, dass ich hinter dem Pseudonymen „WulfricD“ stecke. Der Grund dafür ist ganz einfach: Seit ein paar Jahren strahle ich nur noch ab-und-zu Schüchternheit, bzw. mangelndes Selbstbewusstsein aus. In den letzten Monaten bin ich in die unangenehme Lage geraten, dass ich einiger meiner Freunde gestehen musste, dass ich nicht sehr selbstbewusst bin. Und stellt dir vor: Sie haben es mir zunächst gar nicht geglaubt. Eben weil ich es nicht ausstrahle. Du wirst dir vielleicht denken, dass es keine richtigen Freunde sein können, weil sie mich nicht gut kennen. So ist es aber nicht. Denn wenn ich mich mit Leuten wohl fühle, wenn ich ihnen vertraue, dann bin ich umso mehr ich selbst. Ohne die Bürde des mangelnden Selbstbewusstseins kann ich mich dann richtig entfalten. Selbst in der Uni (und da treffe ich ja zwangsläufig die meisten Leute) wirke ich ziemlich selbstbewusst, eben wegen meiner Erfolgserlebnisse.

Kurzum: Dass Frauen kein Interesse an mir zeigen, kann ich an diesem mangelnden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl liegen. Klar, wenn ich selbst an ihnen Interesse hätte und ein Date mit ihnen hätte, wäre ich sehr nervös und würde dann mein mangelndes Selbstbewusstsein ausstrahlen, was natürlich sehr unattraktiv wirkt. Aber dazu kommt es gar nicht, weil selbst der erste Eindruck offenbar nicht stimmt. Dabei sollte er eigentlich ziemlich positiv sein.

In letzter Zeit hat lediglich eine Frau an mir Interesse gezeigt, sie hat mich sogar ziemlich direkt angebaggert. Aber an ihr hatte ich nicht das geringste Interesse, zumal es sich um eine Art Lehrer/Schülerin-Verhältnis gehandelt hat. Sie hat sich also sozusagen in mich verliebt, ohne vorher ein einziges Wort mit mir ausgetauscht zu haben. In diesem Fall würde ich wirklich von Schwärmerei sprechen. Ich frage mich wirklich, warum sich ansonsten keine Frau für mich interessiert? Oder ist es vielleicht so, dass sie es nur nicht zeigen? Und wenn ja, wie soll ich es herausfinden? Ich kann mich ja nicht mit jeder Frau treffen, die mir rein theoretisch unter Umständen gefallen könnte, um zu überprüfen, ob die Grundlage für eine Beziehung da wäre.

Und wie soll ich überhaupt an Frauen herankommen, wenn nicht durch die Uni? Bei Freizeitaktivitäten sieht es relativ schlecht aus: Bei meinem Schwimmkurs gibt es zwar viele Frauen, darunter auch die eine oder andere, die ziemlich sympathisch und attraktiv ist, aber irgendwie weiß ich auch nicht, wie ich mich das verhalten soll. Man unterhält sich während des Kurses, und das war’s auch schon. Ich habe auch gehört, dass man im Rahmen von Studentenjobs mit vielen Menschen zusammenkommt, aber irgendwie bin ich da Opfer meines eigenes Glücks, wenn ich das so sagen darf: Da mir meine Eltern mein Studium finanzieren, musste ich nie arbeiten, was an sich natürlich Luxus ist. Dann habe ich von der Uni einen kleinen Job angeboten bekommen – das ist DER Traumjob für mich –, aber dadurch komme ich nur mit etwas älteren Leuten zusammen. Und daneben bleibt mir keine Zeit für etwas Anderes. Man muss ja auch noch ein Privatleben haben.

Aus dem schüchternen Vorsichtigen wird nie der lockere Draufgänger werden. Ist einfach so.
Man ann nur mit dem arbeiten was man hat und sich nicht neu erfinden. Aber das wirst du vermutlich auch noch merken, schätz ich.

Ich habe es leider schon lange gemerkt, hoffe irgendwie aber immer noch, dass ich mich doch noch verändern und Fortschritte machen kann – zumindest ein bisschen, wenigstens so viele, dass ich doch noch in nicht allzu ferner Zeit eine Freundin finden kann. So wie es jetzt ist, wird es nämlich nichts.

du denkst zuviel in der Theorie, glaub ich nach wie vor. Dir fehlen die realen erfahrungen, und du hältst deine Vorstellungen für realitätstreu.

Ich stimme dir 100%ig zu. Nur: Wie soll ich deiner Meinung nach diese realen Erfahrungen machen? Ich habe ja keine Gelegenheit dazu…

Damit, dass du die Richtige für immer suchst, vergibst du dir viele chancen für "einer der richtigen für eine bestimmte Zeit"

Nein, das stimmt nicht. Erstens suche ich nicht „die Richtige für immer“, sondern „nur“ eine Freundin, von der ich hoffe, dass ich nicht nur ein paar Monate mit ihr zusammen sein werde. Aber das kann man im Voraus ja nie wissen. Das heißt: Auch wenn ich mir nicht 100%ig sicher wäre, dass ich bis zum Tod mit ihr zusammenleben würde, würde ich eine Beziehung mit ihr eingehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass sie zur Zeit die richtige ist. Da wäre wir aber schon beim zweiten Punkt: Diese Frau habe ich in 24 Jahren kein einziges Mal getroffen. Zumindest keine, die das gleiche für mich empfunden hätte. Die Frage ist also: Was soll ich tun, damit sich das ändert? Vielleicht kannst du dir kurz durchlesen, was ich „Lotusknospe“ diesbezüglich geantwortet habe (das sind die letzten Abschnitte vor meiner ersten Antwort an dich).

Für mich werden Männer interessant, die grundsätzlich enge Freunde vn mir werden, und zu denen eine gegenseitige sexuelle Anziehung besteht.
Alles weitere muss sich eben entwickeln.
Beziehung heißt es erst, wenn ich mir sicher bin, dass ich in dieser Zeit mein Leben wirklich mit ihm teilen will und mich auf ihn einlassen kann und will.

Deine erste Aussage ist sehr interessant, weil sie eigentlich im Widerspruch steht zur gängigen Meinung, dass aus Freundschaft keine Liebe werden kann, bzw. dass sich beide ausschließen. Bisher hat man mir immer geraten, einer Frau, die mich interessiert, das sofort zu zeigen, um nicht das Risiko einzugehen, dass daraus Freundschaft wird. Das impliziert natürlich, dass man sehr schnell mit besagter Person eine Beziehung anfängt. Wie ist es denn bei dir? Gehst du manchmal mit Männern eine Beziehung ein, die du schon lange kennst? Freundschaft kann unter Umständen nämlich sehr lange brauchen, um sich herauszubilden…

Weder Menschen noch ihr Leben sind statisch, und es wäre sehr vermessen zu glauben wenn jemand JETZT gut zu mir passt tut er das auch in 20 Jahren. Das würde ja voraussetzen, dass weder er noch ich uns entwickeln. Traurig, oder nicht?

Naja, so kann man das auch nicht sehen. Denn es würde implizieren, dass du alle paar Jahre deinen Partner wechselst. Ist das nicht ein bisschen problematisch, ja fast unmoralisch? Und glaubst du nicht, dass man sich gemeinsam entwickeln kann?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das glaube ich auch nicht! Warum verstehst du mir immer falsch? Daran, dass es DIE Traumfrau gibt, glaube ich nicht. Ich bin aber davon überzeugt, dass man im Leben nur wenigen Menschen begegnet, mit denen man eine glückliche Beziehung führen kann. Sonst könnte man mit jeder Person, die man interessant und attraktiv findet, eine Beziehung eingehen. Ja, es gibt Menschen, die wie für einen geschaffen sind. Und ja, es gibt nur äußerst wenige davon. Warum soll das eine romantisierte Vorstellung von Liebe sein? Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin kein naiver Mensch, der alles mit der rosaroten Brille betrachtet – genau genommen bin ich vielmehr das genaueGegenteil. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir aneinander vorbeireden. Ich weiß nicht, wie ich es dir anders erklären soll.

Kann gut sein, dass wir aneinander vorbeireden. Und, keine Sorge, ich will dich nicht absichtlich falsch verstehen, aber dieses "die Eine", "die Richtige"-Gefasel finde ich immer sehr hollywoodesque und stecke dich dann vermutlich voreilig in eine Schublade.

„Warum sollte man davon ausgehen, dass es überhaupt zu einer Trennung kommt? Meine Eltern sind seit über einem Vierteiljahrhundert verheiratet, beide waren vorher mit niemand anderem zusammen, und sie sind heute immer noch sehr glücklich, auch wenn sie sich ab-und-zu streiten. Ist das wirklich so selten? Wenn man, bevor man überhaupt eine Beziehung eingeht, schon davon ausgeht, dass es eines Tages zu einer Trennung kommen wird, ist das schon ein Zeichen dafür, dass wir in einer pervertierten Gesellschaft leben. Auch wenn es zur Trennung kommen sollte: Man sollte doch, ohne naiv zu sein, davon ausgehen, dass die Beziehung für immer dauern kann, oder? Oder ist es tatsächlich so, dass man mit jemandem nur eine Beziehung eingeht, um es auszuprobieren, um festzustellen, ob man überhaupt zusammenpasst? Ehrlich gesagt finde ich so ein Verhalten – ich unterstelle dir nicht, dass es deins ist, aber ich kenne Leute, die tatsächlich so funktionieren – einfach nur ekelhaft!“

Schwierig. Ich persönlich gehe eine Beziehung ein, wenn ich Zukunft sehe. Und ich muss sagen, ich sehe sehr selten Zukunft - deswegen gehe ich auch sehr selten nur eine Beziehung ein :zwinker: (Alleine bin ich deswegen trotzdem nicht. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit alternative zwischenmenschliche Verhältnisse). Warum sehe ich selten Zukunft? Weil ich gewisse Dinge in einer Beziehung will, die selten in einem anderen Menschen zu finden sind. Und bei diesen Dingen bin ich nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Und ich bin mir dessen bewusst, dass mir das im Weg steht, um momentan eine langjährige Beziehung zu führen. Stört mich das? Nein. Denn ich kann mir gerade eigentlich kaum vorstellen glücklicher und zufriedener zu sein mit meinem Status.

Gut, dann habe ich mich „nur“ in sie verliebt, und nicht geliebt. Aber es war ein äußerst intensives Gefühl und nicht nur Schwärmerei, wie man sie als Jugendlicher erleben kann. Ich hoffe, du kannst mir wenigstens das glauben.

Natürlich kann ich dir das glauben. Ich muss dir auch sagen, meine intensivsten Verliebtheitsgefühle hatte ich, als ich selbst unglücklich verliebt war. Ich denke, das ist normal, eine Art "Was man nicht haben kann, das will man"-Reaktion. Nicht umsonst ist es ratsam, in der Kennenlernphase ein bisschen Ungewissheit über den zwischenmenschlichen Status zu lassen (z.B. nicht gleich zu sagen, dass man unsterblich verliebt ist). Das heizt einfach die Illusion und die Phantasie des anderen an und lässt dieses Verliebtheitsgefühl größer werden. Das macht es einfach prickelnder.

Und übrigens: Glaubst du, dass es mir Spaß macht, ein introvertierter Mensch zu sein? Glaubst du etwa, dass ich mir das ausgesucht habe? Das war ich schon immer, und man kann sich diesbezüglich auch nicht radikal ändern. Wenn du wüsstest, wie viel Kraft es mich kostet, um nur kleine Fortschritte zu machen! Das meinte ich mit Pech! Gut, dafür habe ich es im Studium leichter, als Andere. Und behaupte jetzt bitte nicht das Gegenteil, denn du kannst dir nicht vorstellen, wie schüchtern und introvertiert ich einmal war und welche Fortschritte ich seitdem gemacht habe. Die sind enorm, und trotzdem bin ich es immer noch, je nach Situation, mehr oder weniger. Und nein, ich will nicht bemitleidet werden und bemitleide mich auch nicht selbst. Es geht mir nur darum, dir zu zeigen, dass ich an mir arbeite, aber ich bin wie jeder mit guten und schlechten Eigenschaften, bzw. Schwächen geboren, und es ist nicht einfach, bestimmte Schwächen loszuwerden. Geduld kann man lernen, auch wenn es schwierig ist (ich weiß, wovon ich rede), aus einem introvertierten einen extrovertierten Menschen zu machen, ist noch viel schwieriger.

Nun gut, ich denke, du fühlst dich von mir angegriffen. Das tut mir leid. Ich weiß, dass man es in manchen Situationen schwerer hat, wenn man introvertiert ist. Ich habe in meiner Familie selbst ein paar solcher "Fälle" und auch in meinem Freundeskreis gibt es ein paar sehr Schüchterne. Ich würde sagen, ich bin vertraut damit und mit den Problemen. Aber ich bin eben auch vertraut damit, wie die Leute jeweils damit umgehen. Und ich habe gesehen, dass Introvertiertheit und Schüchternheit nicht unbedingt hinderlich sind bei der Partnerfindung, solange man eben ein gesundes Maß an Selbstwertgefühl hat! Ich würde daher nicht sagen, dass Introvertiertheit per se etwas schlechtes ist und dass man das loswerden soll (ich persönlich finde introvertiertes Verhalten nämlich eigentlich sehr reizvoll und meine bisherigen Liebschaften waren (fast) alle recht schüchtern, hatten aber kaum Probleme bei der Partnerfindung. Das soll doch was heißen). Und ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Leistungen auf der Uni und Introvertiertheit (???). Ist mir schleierhaft, wie du da drauf kommst.

Zwei Sachen. Erstens: Wir haben wirklich eine sehr unterschiedliche Weltanschauung. Ich behaupte nicht, dass meine besser ist, als deine, aber mit deiner Einstellung kann ich nichts anfangen. Mag sein, dass ich diesbezüglich sehr konservativ bin, aber eine Abwechslung von Beziehung und Single-Dasein kann ich mir deshalb nicht vorstellen, weil eine Freundin für mich kein Lebensabschnittspartnerin, sondern eine Lebenspartnerin ist. Natürlich kann es zur Trennung kommen, man hat nie die Garantie, dass sie ewig dauern wird, aber wenn man vor Eingehen einer Beziehung bereits denkt, dass es zur Trennung kommt, ist das in meinen Augen schon ziemlich problematisch, allein schon deswegen, weil sein Partner in dieser Hinsicht vielleicht eine ganz andere Vorstellung hat. Einer Sache bin ich mir jedoch sicher, und zwar 100%ig: Nicht alle Frauen denken so wie du. Verstehe das bitte nicht als Kritik, denn so ist es auch nicht gemeint. Aber abgesehen von meinen Eltern habe ich in meinem Freundeskreis 2, 3 Paare, die schon seit vielen Jahren Bestand haben, und bei denen beide eine ähnliche Vorstellung von einer Beziehung wie ich haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich mit Menschen anfreundet, denen man ähnlich ist – es ist also bestimmt nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung. Aber: Ich bin mit meiner Einstellung nicht alleine. Kannst du nicht verstehen, dass man sie nicht einfach über Bord werfen kann, um eine andere anzunehmen?

Natürlich kann ich das verstehen. Ich will dich ja auch gar nicht von was anderem überzeugen. Missionarisch bin ich sicher nicht unterwegs :zwinker: Was ich dir aber sagen kann, ist, dass ich - bevor meine erste Beziehung zerbrochen ist - ähnlich gedacht habe wie du jetzt. Ich glaube, deswegen ist die erste Beziehung so wichtig, und deswegen ist es auch so schwer, sich von ihr zu trennen, weil sie oft einfach wirklich Illusionen zerstört. Das muss nicht notwendigerweise der Fall sein und wenn es der Fall ist, denke ich auch nicht, dass das schlecht ist. Ich bin froh drüber, auch wenn ich ein paar Monate nach der Trennung echt traurig war, dass die Liebe doch nichts Magisches ist, sondern etwas höchst Realistisches. Aber egal. Ich will dich nicht desillusionieren und vllt geht es dir ganz anders als mir. Und ja, klar gibt es Leute, die trotz gescheiterter Beziehung weiterhin der Meinung sind, es gäbe diese vollkommene Liebe mit irgendwem. Ich persönlich bin dafür viel zu reflektiert, aber ehrlich gesagt auch sehr glücklich mit meiner Perspektive. Ich habe das Gefühl, dadurch mehr in der Realität zu leben und die Dinge tatsächlich wahrnehmen zu können, wo andere einfach an einem Phantasiekonstrukt festhalten, aber natürlich trotzdem glücklich sein können. Jedem so, wie er es braucht. Ich klinge jetzt vermutlich sehr kalt und emotionslos, aber das bin ich überhaupt nicht. Und ich würde auch niemals behaupten, ich wäre ein Liebespessimist. Dafür bin ich viel zu sehr Philanthrop :smile:

Ja, aber andererseits würde das bedeuten, dass ich meine Ängste nie los werde, dass ich für immer und ewig ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl haben werde. Beides ist nämlich ziemlich verbunden. Das Problem ist aber, dass ich so nicht weiterleben kann. Aus diesem Grund habe ich begonnen, mich zu verändern. Und es muss einfach klappen, sonst bleibe ich bis zu meinem Tod der ärmliche Versager, der ich bisher bei zwischenmenschlichen Beziehungen immer war.

Ich bin der Meinung, dass das Umgehen mit meinen Ängsten mich zu einer sehr selbstBEWUSSTEN Person gemacht hat. Erst wenn man weiß, wo der Abgrund ist, kann man sich selbst richtig einschätzen. Erst, wenn man weiß, wie dunkel die Welt sein kann, weiß man das Licht zu schätzen. Jemand, der sein Leben mit links lebt, ist in meinen Augen nicht selbstbewusst, sondern naiv und ignorant.

Wenig. Aber schon einige. Da wäre natürlich die Sache mit der Frau, in die ich mich im letzten Sommer verliebt hatte. Ich hatte mich überwunden, es geschafft, dass wir uns mal nur zu zweit und vor allem außerhalb der Uni treffen, und auch bereit gewesen, die Initiative zu ergreifen. Dann habe ich aber erfahren, dass sie bereits einen Freund hatte. Das ist das Problem bei Leuten, die nie, aber wirklich nie in irgendeiner Form andeuten, dass sie vergeben sind.

Warum sollte sie auch? Sie hat keine Verpflichtung dazu.

Ich frage mich wirklich, warum sich ansonsten keine Frau für mich interessiert? Oder ist es vielleicht so, dass sie es nur nicht zeigen? Und wenn ja, wie soll ich es herausfinden? Ich kann mich ja nicht mit jeder Frau treffen, die mir rein theoretisch unter Umständen gefallen könnte, um zu überprüfen, ob die Grundlage für eine Beziehung da wäre.

Du solltest lernen, selbst Interesse zeigen zu können. Weißt du, was unheimlich attraktiv ist? Wenn ein Mann UNverbindliches Interesse an einem selbst zeigt. Man nennt das auch "flirten" :zwinker: Es gab mal ne Studie, die hat gezeigt, dass Menschen, die flirten können, erfolgreicher in ihrem Dateverhalten sind, als Menschen - auch wenn sie objektiv noch so schön sind - die nicht flirten. Flirten ist ein großes Wort, das ich gar nicht mag. Du musst nicht großartig charmant sein oder der Flirtweltmeister. Neinnein. Das einzige, was du können musst: Keine Angst vor Blamage zu haben, wenn du einer Frau signalisierst, dass du sie nicht übel findest. Idealerweise zu einem Zeitpunkt, wenn du noch NICHT verliebt bist. Denn ja, dann fasst sie dich auch mal näher ins Auge, ob du vllt interessant bist, und entweder sie steigt drauf ein oder sie blockt deinen Flirtversuch ab. Und da du ja nur ganz unverbindliches Interesse gezeigt hast, passiert da auch nichts, denn du kannst dein Gesicht ja gar nicht verlieren (du hast ihr schließlich nicht deine unendliche Liebe gestanden) und außerdem weißt du früh genug, woran du bist, nämlich ob potentiell was drin wäre oder nicht. Und wenn nicht, dann weißt du auch schnell, dass du da nicht viel Energie und Hirnschmalz investieren musst.

Und wie soll ich überhaupt an Frauen herankommen, wenn nicht durch die Uni? Bei Freizeitaktivitäten sieht es relativ schlecht aus: Bei meinem Schwimmkurs gibt es zwar viele Frauen, darunter auch die eine oder andere, die ziemlich sympathisch und attraktiv ist, aber irgendwie weiß ich auch nicht, wie ich mich das verhalten soll. Man unterhält sich während des Kurses, und das war’s auch schon. Ich habe auch gehört, dass man im Rahmen von Studentenjobs mit vielen Menschen zusammenkommt, aber irgendwie bin ich da Opfer meines eigenes Glücks, wenn ich das so sagen darf: Da mir meine Eltern mein Studium finanzieren, musste ich nie arbeiten, was an sich natürlich Luxus ist. Dann habe ich von der Uni einen kleinen Job angeboten bekommen – das ist DER Traumjob für mich –, aber dadurch komme ich nur mit etwas älteren Leuten zusammen. Und daneben bleibt mir keine Zeit für etwas Anderes. Man muss ja auch noch ein Privatleben haben.

Hm, das finde ich jetzt sehr mau als "Ausrede". Ich meine, ja, ich habe neben dem Studium gearbeitet, aber ich habe tatsächlich alle meiner bisherigen emotionalen Bindungen durch Uni oder Hobby oder Freundeskreis kennengelernt. Spricht ja auch nichts dagegen. Gibt doch genügend Frauen, oder? Du studierst ja nicht Elektrotechnik, oder?
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Kann gut sein, dass wir aneinander vorbeireden. Und, keine Sorge, ich will dich nicht absichtlich falsch verstehen, aber dieses "die Eine", "die Richtige"-Gefasel finde ich immer sehr hollywoodesque und stecke dich dann vermutlich voreilig in eine Schublade.

Das sind meiner Erachtens die Grenzen der Kommunikation im Internet: Es kommt viel öfter zu Missverständnissen, als im realen Leben, was in diesem Fall auch daran liegt, dass du nicht alles über mich weißt. Hinzu kommt, dass meine fehlende Erfahrung in Sachen Liebe manchmal vielleicht zu einer idealisierten Vision des Lebens in einer Beziehung führt, obwohl ich mir dessen nicht wirklich bewusst bin. Schließlich gibt es Begriffe, die jeder ein wenig anders versteht und gebraucht. Das befördert dann solche Missverständnisse.

Schwierig. Ich persönlich gehe eine Beziehung ein, wenn ich Zukunft sehe. Und ich muss sagen, ich sehe sehr selten Zukunft - deswegen gehe ich auch sehr selten nur eine Beziehung ein :zwinker: (Alleine bin ich deswegen trotzdem nicht. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit alternative zwischenmenschliche Verhältnisse). Warum sehe ich selten Zukunft? Weil ich gewisse Dinge in einer Beziehung will, die selten in einem anderen Menschen zu finden sind. Und bei diesen Dingen bin ich nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Und ich bin mir dessen bewusst, dass mir das im Weg steht, um momentan eine langjährige Beziehung zu führen. Stört mich das? Nein. Denn ich kann mir gerade eigentlich kaum vorstellen glücklicher und zufriedener zu sein mit meinem Status.

Ich sehe zwischen uns zwei wesentlichen Unterschiede: Zum Einen bist du mit deiner Situation sehr glücklich, und zum Anderen hast du bereits beides erlebt – ein Leben in einer Beziehung und als Single. Und das sind erhebliche Unterschiede zwischen uns: Da ich mit meiner Situation nicht zufrieden bin, möchte ich sie ändern, und da ich bisher nur das Single-Dasein kenne, ist meine Sehnsucht, endlich mal eine Freundin zu finden, umso größer. Klar kann ich versuchen, als Single so glücklich wie möglich zu sein – daran arbeite ich auch –, aber auf Dauer wird mich das nicht befriedigen.

Nicht umsonst ist es ratsam, in der Kennenlernphase ein bisschen Ungewissheit über den zwischenmenschlichen Status zu lassen (z.B. nicht gleich zu sagen, dass man unsterblich verliebt ist). Das heizt einfach die Illusion und die Phantasie des anderen an und lässt dieses Verliebtheitsgefühl größer werden. Das macht es einfach prickelnder.

Man soll den Anderen also lieben, aber ihm das nicht zu sehr zeigen? Irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen. Wie funktioniert das denn konkret? Flirtest du in Anwesenheit deines Freundes offensichtlich mit anderen Männern? Gibst du ihm das Gefühl, dass du ihn jederzeit verlassen könntest und sehr schnell Ersatz finden würdest? Sagst du ihm nie Worte wie „Ich liebe dich!“? In einem solchen Fall würde ich nämlich die Flucht ergreifen.

Vielleicht sollte ich mal mit meinen Freunden darüber reden, um zu sehen, wie sie dazu stehen, denn ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass alle so reagieren wie du, und dass ich wirklich so anormal bin. Aber sowas würde ich mich bestimmt eh nicht trauen…

Nun gut, ich denke, du fühlst dich von mir angegriffen. Das tut mir leid. Ich weiß, dass man es in manchen Situationen schwerer hat, wenn man introvertiert ist. Ich habe in meiner Familie selbst ein paar solcher "Fälle" und auch in meinem Freundeskreis gibt es ein paar sehr Schüchterne. Ich würde sagen, ich bin vertraut damit und mit den Problemen. Aber ich bin eben auch vertraut damit, wie die Leute jeweils damit umgehen. Und ich habe gesehen, dass Introvertiertheit und Schüchternheit nicht unbedingt hinderlich sind bei der Partnerfindung, solange man eben ein gesundes Maß an Selbstwertgefühl hat!

Es stimmt, ich habe mich angegriffen gefühlt. Wenn ich sehe, wie hart ich an mir arbeite und wie mager die Bilanz meiner Anstrengungen trotz unbestreitbarer Fortschritte ist, könnte ich… Wie dem auch sei: Es beruhigt mich ein bisschen, zu wissen, dass auch introvertierte Leute in der Lage sind, einen Partner zu finden.

Ich will dich nicht desillusionieren und vllt geht es dir ganz anders als mir.

Nein, nein, es ist viel besser, de Desillusion kommt jetzt, als während der Beziehung. Dadurch werden vielleicht sogar die Chancen größer, dass die Beziehung eben nicht scheitert. Du hast ja soweit ich mich erinnern kann selbst mal gesagt, dass man keine allzu großen Erwartungen an den Partner haben sollte, dass man sich und ihm so viel Druck macht, dass die Beziehung eines Tages in die Brüche geht. Daher muss ich mich sogar bei dir bedanken, dass du mir sozusagen die Augen öffnest. Ich hatte mich bisher immer als sehr realistisch eingeschätzt, aber offenbar habe ich mich geirrt.

Ich bin der Meinung, dass das Umgehen mit meinen Ängsten mich zu einer sehr selbstBEWUSSTEN Person gemacht hat. Erst wenn man weiß, wo der Abgrund ist, kann man sich selbst richtig einschätzen. Erst, wenn man weiß, wie dunkel die Welt sein kann, weiß man das Licht zu schätzen. Jemand, der sein Leben mit links lebt, ist in meinen Augen nicht selbstbewusst, sondern naiv und ignorant.

Das ist eine sehr interessante Einstellung. Vielleicht sollte ich sie mir zu Eigen machen…

Warum sollte sie auch? Sie hat keine Verpflichtung dazu.

Natürlich nicht, das wäre ja noch schöner. ;-) Damit wollte ich dem mir allzu bekannten Einwand zuvorkommen, dass es doch nur bedeutet, dass ich mich aus der Ferne in sie verliebt hatte, dass ich sie nicht richtig gekannt haben kann, wenn ich nicht einmal wusste, dass sie einen Freund hat. Aber so einfach ist das nun mal nicht: Es gibt eben Leute, die nicht ständig von ihren Partner reden und in der Öffentlichkeit sich fast wie Singles verhalten. Das ist ihr gutes Recht, ich würde es vielleicht genau so tun, aber dadurch kann man auch viel schwerer abschätzen, ob man bei besagter Person überhaupt eine Chance hat.

Du solltest lernen, selbst Interesse zeigen zu können. Weißt du, was unheimlich attraktiv ist? Wenn ein Mann UNverbindliches Interesse an einem selbst zeigt. Man nennt das auch "flirten" :zwinker:

Dann habe ich bisher alles falsch gemacht. Ich habe zwar unverbindlich Interesse an zahlreichen Frauen gezeigt, aber eben nur auf freundschaftlicher Art. Geflirtet habe ich noch nie wirklich. Ich werde es mal versuchen. Unterstehende Aussage wirft für mich jedoch eine Frage auf:

Idealerweise zu einem Zeitpunkt, wenn du noch NICHT verliebt bist. Denn ja, dann fasst sie dich auch mal näher ins Auge, ob du vllt interessant bist, und entweder sie steigt drauf ein oder sie blockt deinen Flirtversuch ab. Und da du ja nur ganz unverbindliches Interesse gezeigt hast, passiert da auch nichts, denn du kannst dein Gesicht ja gar nicht verlieren (du hast ihr schließlich nicht deine unendliche Liebe gestanden) und außerdem weißt du früh genug, woran du bist, nämlich ob potentiell was drin wäre oder nicht. Und wenn nicht, dann weißt du auch schnell, dass du da nicht viel Energie und Hirnschmalz investieren musst.

Das klingt alles sehr vernünftig, aber gehe ich da nicht die Gefahr ein, dass ich ihr weh tue? Es kann ja durchaus sein, dass ich ihr durch meine Flirtversuche falsche Hoffnungen mache, obwohl ich merke, dass sie gar nicht mein Typ ist. Irgendwie hätte ich dabei das Gefühl, nicht besser als die Arschlöcher zu sein, die ich so hasse und verachte. Oder sollte ich deiner Meinung nach einfach egoistischer werden?

Hm, das finde ich jetzt sehr mau als "Ausrede". Ich meine, ja, ich habe neben dem Studium gearbeitet, aber ich habe tatsächlich alle meiner bisherigen emotionalen Bindungen durch Uni oder Hobby oder Freundeskreis kennengelernt. Spricht ja auch nichts dagegen. Gibt doch genügend Frauen, oder? Du studierst ja nicht Elektrotechnik, oder?

Nee, nee, in meinem Studiengang gib es Frauen zu Genüge! ;-) Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass alle, die interessant sind, bereits vergeben sind. Aber es stimmt schon: Ich habe bei Weitem noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich werde es im nächsten Semester intensiver versuchen, und wenn es danach immer noch nicht geklappt hat, muss ich mir irgendwie etwas Anderes ausdenken. Mit „geklappt“ meine ich jetzt nicht, dass ich im Sommer eine Freundin habe (das wäre wiederum sehr unrealistisch), sondern lediglich die Sammlung von Erfahrungen. Das wäre nämlich schon sehr viel.


Zum Schluss möchte ich noch etwas Anderes erwähnen, was aber doch mit diesem Thema zusammenhängt. Ich habe schon des Öfteren erwähnt, dass sich in meinem Freundeskreis viele Paare befinden. Oft ist es so, dass ich mich mit jemandem anfreunde, der mir nach einiger Zeit auch seinen Partner vorstellt, mit dem ich mich die meiste Zeit auch sehr gut verstehe. Manchmal unternehme ich nur etwas mit meinen Freunden, manchmal auch mit deren Partner zusammen. Wenn wir etwas zu dritt unternehmen, ist es für mich überhaupt kein Problem, ich fühle mich auch sehr wohl. Und mir ist auch aufgefallen, dass sie insgesamt auch Rücksicht auf mich nehmen: Es ist zum Beispiel nicht so, dass sie sich in meiner Anwesenheit ständig küssen würden oder ihre Liebe auf sonstige Weise ständig zeigen würde. Vielleicht machen sie das auch nicht meinetwegen, vielleicht verhalten sie sich in der Öffentlichkeit immer so. Natürlich kommt es vor, dass sie sich verliebt anschauen und küssen, aber damit kann ich umgehen. Auch wenn ich ein bisschen neidisch werde und so etwas auch erleben möchte: Ich gönne ihnen ihr Glück von ganzem Herzen. Wirklich schmerzhaft ist aber dir Rückkehr in die Einsamkeit nach dem Treffen. Aber all das habe ich in irgendeiner Form bereits erwähnt.

Nun zum Eigentlichen: Wenn ich mir meine befreundeten Paare anschaue, habe ich das Gefühl, dass wir uns nicht auf der gleichen Ebene bewegen: Sie haben viel mehr Erfahrung, als ich, wir führen ein ganz anderes Leben und haben einen ganz anderen Status. Irgendwie fühle ich mich dabei fast ein bisschen minderwertig. Das ist der erste Punkt.

Die zweite Sache ist noch abstruser: Ich kann mir zum Beispiel irgendwie nicht vorstellen, dass meine Freunde Sex haben. Sex ist in einer Beziehung etwas völlig Normales und ich bin selbst alles andere als ein asexueller Mann, aber meine Schwierigkeit, mir das bei meinen Freunden vorzustellen, hängt damit zusammen, dass es mir irgendwie schwierig fällt, zu akzeptieren, dass sie ein ganz anderes Leben führen, als ich. Ich habe das Gefühl, dass wir in zwei radikal unterschiedlichen Welten leben, sobald wir in unsere Wohnung gehen. Das beschränkt sich nicht auf den Sex, aber dieses Beispiel finde ich besonders interessant. Dafür gibt es glaube ich mindestens zwei Erklärungen. Zum Einen bin ich natürlich ein bisschen neidisch auf sie, weil ich sowas auch gerne erleben möchte, und zum Anderen ist es womöglich Ausdruck meiner Angst, dass wir ein so unterschiedliches Leben führen, dass wir uns eines Tages nicht mehr verstehen könnten. Meine Angst kommt nicht von ungefähr: Ein ehemaliger Mitschüler von mir hat mit 15 eine Lehre gemacht und kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass ich studiere, statt so schnell wie möglich nach Arbeit zu suchen, um Geld zu verdienen. Die Folge davon dürfte klar sein: Er kann mich so sehr nicht verstehen, dass wir uns fremd geworden sind Nun ist es so, dass ich Angst habe, dass mit meinen befreundeten Paaren genau das Gleiche passiert (ich möchte meine Freunde wirklich nicht verlieren), was sicherlich absurd ist, weil ich mit ihnen viel mehr Gemeinsamkeiten habe, als mit besagten Mitschüler, aber diese Angst ist trotzdem da.

Kennst du (oder jemand anderes) das? Was kann man gegen dieses Gefühl, irgendwie minderwertig zu sein, bzw. ein anderes Leben zu führen, denn tun? Falls es da überhaupt etwas gibt…
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Hm, also auf deine letzte Frage ... ich geh jetzt mal hauptsächlich darauf ein, Lotusknopse schreibt so wortgewandt die Antworten auf die andern Sachen, und groß unterschiedliches würde ich auch nicht sagen.

Was mir bei deiner letzten Frage also ganz massiv auffällt: Warum empfindest du alles an dir was nicht in deine Beobachtungen der Mehrheit passt als MINDERWERTIG?

Wieso musst du so sein wie irgendjemand anders, damit du dich sicher fühlen kannst?

Mein Beispiel: Ich habe viele verpaarte Freunde, einige sogar kürzlich verheiratet. Ich fühl mich kein bisschen minderwertig, im Gegenteil, ich würde niemals tauschen wollen, nicht für Geld. Ich gönne ihnen wirklich glücklich zu sein und genieße die Gesellschaft, ob es Paare sind oder nicht.
Ich hab auch Freunde die längst arbeiten während mein Studium ewig gedauert hat und ich nun noch ein wenig in der netten Zwischenwelt vor dem wirklichen Arbeiten verweile. Und? wozu sollte ich mich mit jemandem vergleichen? Ich arbeite an mir und meiner Zufriedenheit, für mich allein, nicht für die Wahrnehmung anderer.
Diese Bewertung der verschiedenen Lebensmodelle oder ... des Status, den man eben gerade hat, geht mir ehrlich gesagt etwas auf die Nerven.
 

Benutzer114418 

Verbringt hier viel Zeit
Lotusknopse schreibt so wortgewandt die Antworten auf die andern Sachen

Das stimmt allerdings. :zwinker:

Was mir bei deiner letzten Frage also ganz massiv auffällt: Warum empfindest du alles an dir was nicht in deine Beobachtungen der Mehrheit passt als MINDERWERTIG?

Wieso musst du so sein wie irgendjemand anders, damit du dich sicher fühlen kannst?

Nein, nicht weil ich nicht so bin wie die Mehrheit, sondern weil ich es selbst gerne erleben würde, und weil meine Freunde es im Gegensatz zu mir geschafft haben. Deswegen fühe ich mich ein wenig minderwertig. Ich bin keiner, der nur deshalb etwas will, weil es die Mehrheit auch hat. Sowas finde ich nämlich lächerlich. In diesem Fall stimmt meine Sehnsucht aber tatsächlich mit der Situation de Mehrheit der Menschen in meinem Alter überein. Es ist aber wie gesagt nicht der Grund für meine "Minderwertigkeitsgefühle".

Und? wozu sollte ich mich mit jemandem vergleichen? Ich arbeite an mir und meiner Zufriedenheit, für mich allein, nicht für die Wahrnehmung anderer.

Dem zweiten Teil deiner Aussage strimmt ich vollkommen zu. Aber schaffst du es wirklich, die überhaupt nicht mit deinen Freunden zu vergleichen? Wie machst du das denn? Ich habe es bisher nich geschafft.
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
nun kommt es auf erste Schritte an - in der Realität

caotica :
... Ich fänds ja sowas von arm, wenn ich einen Kerl kennenlern, der sympathisch ist, mit dem man sich vllt was vorstellen könnte, das über Kumpelschaft hinaus geht... und dann erfährt man, nebenbei oder wie auch immer, dass er sich bei Prostitutierten Selbstbewusstsein antrainieren wollte. ...
Im Normalfall ist es ja auch so, daß ein 16-jähriger mal zufällig
anfängt, mit einer halb betrunkenen 15-jährigen rumzumachen.
Danach kommt Lust auf mehr, es sammeln sich Erfahrungen an und
schließlich hat der 18-jährige grundlegende Fähigkeiten im Umgang
mit den Frauen aufgebaut.
Die adäquate Ausstrahlung entwickelt sich einfach mit den Erfahrungen.

Wie kann aber jemand mit Anfang 20 diese Entwicklung innerhalb kürzester
Zeit aufholen ?
Es geht hier eindeutig um den Zeitfaktor, denn mit Ende 20 oder gar 30
wird es noch wesentlich schwieriger oder es ist völlig aus.

Bisher sehe ich nur zwei Optionen
1.) bei einer Prostituierten lernen
2.) sich über Hypnose all diese Erfahrungen implantieren zu lassen
Allerdings wüßte ich keinen Psychologen, der dies könnte!
Gibt es weitere Optionen ?
Die Frage geht nicht nur an caotica.

caotica :
... ich hab absolut nichts gegen den Besuch von Prostituierten, wenn man es aus Lust, Geilheit, ausgefallenen Praktiken, whatever tut. ...

Oh, hier könnten wir vermutlich ewig streiten.
Was mich betrifft, so würde meine Liebste mich totprügeln, wenn ich
wegen Lust usw. bei einer Prostituierten gelandet wäre. Sie vertraut
mir absolut, daß ich ihr 100% treu bin. Zur Zeit ist sie auf Dienstreise
über dem Teich und ich bin Geil und ich beherrsche mich 100%.
Was ausgefallene Praktiken betrifft, da sind wir fast unschlagbar.
Wir unterhalten uns natürlich auch mit anderen und lassen uns manchmal
auch inspirieren.
Das aber nur so nebenbei, gehört nicht direkt zum Thema.

caotica :
... Wenn man aber jemanden BEZAHLEN muss, damit der einem sagt was für ein geiler Hecht man ist, damit man sich dann bei andern Frauen lockerer verhält ist das ein ganz ganz schwaches Zeichen und wäre das letzte was ich von dem Typen wissen will. ...

Tatsache ist aber, daß junge Männer mit Ausstrahlung und Erfahrung sich
diese Eigenschaften irgendwie erworben haben - und zwar frühzeitig und
unter grenzwertigen Bedingungen.
Möglicherweise haben sie sich mit Schlampen oder Nutten eingelassen,
möglicherweise dabei nicht einmal an Schutz oder Verhütung gedacht.
Vielleicht haben sie auch unter leichtem Alkoholeinfluß den ersten
Körperkontakt mit dem Mädchen ihrer Träume gehabt usw.
Grob betrachtet würde ich solch Verhalten als irrational, dumm,
verantwortungslos und triebgesteuert bezeichnen.

Mich würde mal so interessieren, was eine junge Frau einem
durchschnittlichen jungen Mann von ca, 23 Jahren so zutrauen würde:
- wieviele Beziehungen
- wieviele ONS, teilweise unter Alkohol
- wieviele Prostituierte
- wieviele bizarre, grenzwertige, absurde oder gar strafbare Handlungen ?

Ich behaupte jetzt, daß kaum eine Frau die ersten Versuche eines
Mannes hinterfragt und wenn doch, so ist sie bereit, dies alles
sehr positiv zu interpretieren.

Es soll im Folgenden nicht darum gehen, Wertungen zu treffen, sondern darum,
eine Strategie zu entwerfen, wie jemand einen bedeutenden Entwicklungsrückstand schnellstmöglichst aufholen kann.
Das geht leider nicht mit den Mitteln und Wegen, die etwa ein Mütterchen,
eine Pastorin oder eine Ethiklehrerin lehrbuchgerecht empfehlen würde.

Es stehen die beiden Optionen zur Wahl,
- entweder sich einmal richtig schmutzig machen
- oder lebenslang unglücklich sein.

Vielleicht kann man das Problemfeld erweitern ?
Vielleicht ist ja jemand Prychologe genug, um die Möglichkeiten und
Chamcen der Hypnose darzustellen ?
Vielleicht ist es auch grundsätzlich möglich, daß ein Mann ganz ohne
Frau ( ohne schwul zu sein ) glücklich werden kann. Irgendwo in Indien
gibt es doch solche kreiselnden Priester, die nie auch nur einen
Gedanken an eine Frau verschwenden und dabei 120 Jahre alt werden.

WulfricD :
... Was ist dann mein Problem?, wirst du mich sicherlich fragen. Nun, es ist so, dass man mir oft gesagt hat, dass die Chancen, eine Freundin über seinen Freundeskreis zu finden, ziemlich groß sein können, und dass es daher durchaus sinnvoll ist, seinen Freundes- und Bekanntenkreis zu erweitern. Natürlich will ich das nicht nur deswegen tun, aber sagen wir mal so: Es könnte ein schöner Nebeneffekt sein. ...

Hier meine Zustimmung. Arbeite weiter dran.
Ich muß Dir hier auch mal meine volle Hochachtung aussprechen.
Du hast begonnen, Fehler und Rückstände aus ca. 5 bis 6 Jahren
aufzuarbeiten, Du stehst dazu und Du gehst sogar so weit dies offen
zu kommunizieren. Das kann nicht jeder.
Es wird in nächster Zeit sehr viel von Dir abverlangen, es wird Dich aber
auch noch zielstrebiger, stärker und selbstbewußter machen.
Leider gibt es auch immer wieder Menschen, die aus niederen Beweggründen
versuchen, eine solche positive Entwicklung zu torpedieren.
Schmeiß solche Figuren konsquent aus Deinem Leben raus und
entwickle ein gewisses Taktgefühl, um gutgemeinte schlechte Einflüsse
zu neutralisieren.

WulfricD :
... Warum sollte man davon ausgehen, dass es überhaupt zu einer Trennung kommt? Meine Eltern sind seit über einem Vierteiljahrhundert verheiratet, beide waren vorher mit niemand anderem zusammen, und sie sind heute immer noch sehr glücklich, auch wenn sie sich ab-und-zu streiten. Ist das wirklich so selten? ...

Es ist selten.
Der Normalfall sieht etwa so aus, daß sich junge Leute kennenlernen, lieben,
weiter entwickeln, Disharmonien entwickeln und auseinandergehen, um dann
mit demjenigen weiter zu leben, mit dem sie aktuell besser harmonieren usw.
Völlig normal ist auch, daß zu Beginn jeder Beziehung jeder Gedanke an
ein Ende völlig absurd erscheint.

WulfricD :
... Ja, es stimmt: Ich habe Angst vor Niederlagen, Angst davor, dass sie mein ohnehin geringes Selbstwertgefühl noch weiter herunterziehen. Ist das wirklich so unverständlich? Natürlich kann man sich nicht einfach damit abfinden – und das habe ich auch nicht vor –, aber sich zu überwinden kostet wirklich viel Kraft. Ich bin auch dabei, mein Leben zu verändern, weiß aber nicht, inwiefern ich die richtigen Entscheidungen treffe. ...

Die Mehrheit aller Entscheidungen, die du triffst, sollten richtig sein.
Du hast es bis an die Uni geschafft.
Wenn Du Lust und Zeit hast, bau Dir am Rechner ein Modell von Leben und
starte es aufgrund von Werten der Vergangenheit in die Zukunft.
Heraus kommt, daß Du am Ende zu den ungefähr 10 % Gewinnern, die auf der
Erde leben gehören wirst. Natürlich sind Vergangenheitswerte nicht sicher
vor zufälligen Veränderungen, somit keine Garantie - aber die Wahrscheinlichkeit
ist sehr hoch, daß Du schaffen wirst, was Du Dir vornimmst und daß Du im
Jahre 2013 eine feste Partnerin haben kannst.

WulfricD :
... Wenn ich mir meine befreundeten Paare anschaue, habe ich das Gefühl, dass wir uns nicht auf der gleichen Ebene bewegen: Sie haben viel mehr Erfahrung, als ich, wir führen ein ganz anderes Leben und haben einen ganz anderen Status. Irgendwie fühle ich mich dabei fast ein bisschen minderwertig. Das ist der erste Punkt.

Die zweite Sache ist noch abstruser: Ich kann mir zum Beispiel irgendwie nicht vorstellen, dass meine Freunde Sex haben. ...
Damit hast Du jetzt einen Zeiger auf die Ursache Deines Problems
geliefert.
Leider nützt das nichts, denn das Vergangene ist vorbei und Dir bleibt
nur, an dir selbst Veränderungen vorzunehmen.

Fazit:
Mach nächste Woche Dinge, die Dich weiter bringen,
dies bedeutet natürlich auch, viel weniger am PC zu sitzen.
Ich würde spontan für den Anfang folgendes vorschlagen:
- an zwei Tagen Konditionstraining, versuch die 3000m in 11 Minuten zu schaffen,
das sollte für den Anfang reichen,
- mach irgendetwas ungewöhnliches, womit Du Dich über eine kleine Grenze
zwingen mußt, meinetwegen spring beim Schwimmkurs mal vom Turm,
laß Dir eine absolut andere Frisur verpassen oder versuch mal, vor
Publikum ein Volkslied zu singen o.ä.
- geh mal auf eine Disco, nur so zum reinschaun,
- schau Dir mal ein Bordell von innen an, nur mal so,
- versuch mal mit einem Deiner Freunde über Sex zu reden.

Wenn Du das hinbekommen hast, dann bist Du für die kommende Woche sehr
weit gekommen.


Das Faultier
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Dem zweiten Teil deiner Aussage strimmt ich vollkommen zu. Aber schaffst du es wirklich, die überhaupt nicht mit deinen Freunden zu vergleichen? Wie machst du das denn? Ich habe es bisher nich geschafft.

Natürlich vergleiche ich, aber ... wertfrei. Es gibt nicht nur einen Weg glücklich zu sein. Ich freu mich wenn meine Freunde ihren finden, und meinen genauso wenig bewerten.
Ich bin nie neidisch, das kann ich wirklich ehrlich sagen.

Das ist ein Selbstwertsgefühls - Problem bei dir, irgendwie.

Alles was dir an sicherheit fehlt, projezierst du darauf, dass eine liebende Freundin es dir geben könnte, und dadurch glorifizierst du die Liebe in einer Partnerschaft viel zu sehr.
Das programmiert eine Enttäuschung nach der andern, fürchte ich...

Aber wie gesagt, Missionierungen liegen mir absolut fern, ich schildere nur meine Erfahrungswerte und den eindruck den du vermittelst.
 
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