Warum sind Männer so homophob?

Benutzer6874  (35)

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Weil nämlich "phob" schon einen Dachschaden unterstellt.

Um diese Frage zu beantworten, muß man schon zugeben, daß man verrückt und im Unrecht ist.


Sagt man NEIN, dann hört sich das so an, als ob man es immer noch tut.

Sagt man JA, dann hört sich das so an, als ob man es früher getan hat.

Homophob heisst: man hat ein Problem mit homosexuellen Menschen, man hält ihr Tun für nicht normal, naturwidrig oder was immer.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich selbst kann kaum homophob sein, dann hätte ich ein Problem mit mir selbst. :grin:

Es wird nach wie vor mit "unmännlich" assoziiert. Und ehrlich gesagt, habe ich es aufgegeben, darüber nachzudenken, warum andere so denken. Ich finde das zwar nicht gut, aber solange nur die selbst ein Problem damit haben, ist mir das egal.

Interessant finde ich jedoch immer wieder die Bedenken von Heteros, die meinen, dass Schwule in jedem Fall alle anderen Männer anbaggern. Ich weiß ja nicht, für wie unwiderstehlich sich andere halten, aber wenn ich sowas höre, bekomme ich regelmäßig einen Lachanfall. Schwule haben schließlich auch Geschmack.

Letztlich haben da die Frauen den Hetero-Männern einiges voraus: Sie gehen normal und ungezwungen miteinander um und haben vielleicht deshalb kein Problem, körperliche Nähe zu suchen, ohne an was Sexuelles zu denken.
 

Benutzer6874  (35)

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Letztlich haben da die Frauen den Hetero-Männern einiges voraus: Sie gehen normal und ungezwungen miteinander um und haben vielleicht deshalb kein Problem, körperliche Nähe zu suchen, ohne an was Sexuelles zu denken.

Vielleicht weil man den Frauen lange gar keine eigenständige Sexualität zugebilligt hat. Die Männer sind die "Jäger", wenn Männer andern Männern nach steigen, sind sie eine Gefahr.... die "passiven" Frauen kann man gewähren lassen.

Homophobie ist Angst und Unsicherheit, das um jeden Preis nicht schwul sein wollen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht weil man den Frauen lange gar keine eigenständige Sexualität zugebilligt hat. Die Männer sind die "Jäger", wenn Männer andern Männern nach steigen, sind sie eine Gefahr.... die "passiven" Frauen kann man gewähren lassen.
Das kann gut sein. Andererseits sollte man nicht immer alles mit irgendwelchen "Urinstinkten" erklären oder gar entschuldigen. Ich meine, früher hat man Frauen auch anders behandelt und draus gelernt.

Homophobie ist Angst und Unsicherheit, das um jeden Preis nicht schwul sein wollen.
Darin steckt auch nach meiner Erfahrung sehr viel Wahrheit. Kann mir aber keiner sagen, was denn dann so schlimm dran wäre...
 

Benutzer78935  (46)

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Homophob heisst: man hat ein Problem

Und wer ein Problem hat, ist im Unrecht.

Definition Wikipedia: "Phobische Störung, ist eine krankhafte, das heißt unbegründete und anhaltende Angst"

Da haben wir es schon: "Problem, Störung, unbegründet, krankhaft, Angst" - das ist es, was dem Befragten unterstellt wird. Von "wertfreier Frage" kann gar nicht die Rede sein.
 

Benutzer58242 

Verbringt hier viel Zeit
Erscheint nur mir diese Frage so banal?

Männer sind Konkurrenten im "survival of the fittest", Frauen nicht.
Das Lebensziel des Männchen ist es sein Erbgut so weit wie möglich zu verbreiten, das heißt so viele Weibchen wie möglich zu schwängern. Weibchen können nur alle x-Monate Junge zu Welt bringen, deshalb sind andere Männchen Konkurrenz. Im Gegensatz dazu ist es Aufgabe des Weibchens passende Männchen auszusuchen und sich mit ihnen zu paaren. Weibchen untereinander sind keine Konkurrenz, da Männchen genug Samen für alle haben. :zwinker:
So unterstützen sich Weibchen in der Tierwelt oft auch gegenseitig. Männchen sind oft eher Einzelgänger.

Das kann man leicht auf das Thema "Homphobie" übertragen.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Lebensziel des Männchen ist es sein Erbgut so weit wie möglich zu verbreiten, das heißt so viele Weibchen wie möglich zu schwängern.
Ich kann nur hoffen, dass Du Dich da irrst. Wäre ja todtraurig wenn das der Sinn des Lebens sein soll. Davon abgesehen, verhalten sich dann Millionen nicht naturkonform (nein, ich meine jetzt nicht die Schwulen). Es soll Männer geben, denen Sex so gut wie gar nichts bedeutet. ;-)

Aber selbst wenn es so wäre, ist es keine Erklärung für Homophobie. Schwule werden den Heteros wohl kaum ihre "Weibchen" ausspannen. Also keine Konkurrenz.
 

Benutzer6874  (35)

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Erscheint nur mir diese Frage so banal?

Männer sind Konkurrenten im "survival of the fittest", Frauen nicht.
Das Lebensziel des Männchen ist es sein Erbgut so weit wie möglich zu verbreiten, das heißt so viele Weibchen wie möglich zu schwängern.

Ich verstehe den Wunsch mancher Biologen, die Komplexität des menschlichen Lebens auf ihre Art zu erklären. Das versucht auf ihre Weise jede Wissenschaft.
Aber den Blick auf die gegenwärtig lebenden Menschen sollte man dabei nicht unterlassen.

Mein Erbgut so weit wie möglich zu verbreiten und möglichst viele Weibchen zu schwängern, ist nicht der Antrieb meines Handelns :engel:

In der Wissenschaft heisst "survival of the fittest" dann eher "Kampf um die Definitionsmacht"
 

Benutzer16687 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab kein Problem damit welche von meinen männlichen guten Freunden zu umarmen und finde daran auch nichts unmännlich.

Genauso kann ich andere Männer attraktiv finden ohne dabei Probleme mit meiner eigenen Sexualität zu haben. Nur finde ich sie nicht im sexuellen Sinn anttraktiv und ich kann mir auch nicht vorstellen, jemals etwas mit einem Mann zu haben.

Die Kerle, die immer Angst haben, dass jeder schwule ja automatisch auf sie stehen müsste, sind echt lächerlich :grin: Gerne sind das dann auch diejenigen, die bei Frauen auch null ankommen, aber meinen Angst davor haben zu müssen, dass jeder Schwule sie nur hintern Busch ziehen will :grin:

Sex zwischen Männern möchte ich mir trotzdem nicht ansehen, für mich sehe ich da nichts erotisches. Sex zwischen Frauen schon eher, jedenfalls in Filmen :grin:
 

Benutzer58242 

Verbringt hier viel Zeit
Ihr nehmt mich ein wenig zu wörtlich.

Natürlich ist es das nicht mehr unser Lebensziel.

Wenn man solche Fragen aber zu beantworten sucht, sollte man sich nicht scheuen ein wenig weiter zurück zu blicken. Der Mensch ist vielleicht seit ein paar tausend Jahren mehr oder weniger so, wie er heute ist. Für die Evolution sind aber 50.000 Jahre ein Katzensprung. Und unsere Psychologie hat sich sicher innerhalb weit laengerer Zeit entwickelt. Da ist noch viel rudimentäres verankert.

Der Mensch ist oft so arrogant zu glauben, er sei unendlich weit vom Tier entfernt. :smile:
 

Benutzer32721 

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Bei 2 Frauen in einem Zimmer besteht also (aus Laiensicht) keine Vergewaltigungsgefahr.
Bei 2 Männern in einem Zimmer sieht das schon anders aus -- sieht man ja in Gefängnissen, in denen man sich dem Klischee nach lieber nicht nach der Seife bücken sollte.
das ist keine Laiensicht, sondern die Expertensicht, denn juristisch können Frauen praktisch keine Vergewaltigung begehen, denn dazu müssen Körperteile oder Gegenstände IN den Körper der vergewaltigen Person eingeführt werden, siehe StGB.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
das ist keine Laiensicht, sondern die Expertensicht, denn juristisch können Frauen praktisch keine Vergewaltigung begehen, denn dazu müssen Körperteile oder Gegenstände IN den Körper der vergewaltigen Person eingeführt werden, siehe StGB.
Off-Topic:
Die Gesetzgebung wird laufend durch die Rechtssprechung ergänzt. Anders wäre nicht zu erklären, warum auch schon Frauen wegen Vergewaltigung verurteilt wurden.
 

Benutzer78935  (46)

Benutzer gesperrt
Bei dem ganzen Homo-Lobbyismus geht es um eine Ent-Ortung der Geschlechter, um eine Relativierung der Ehe als Lebensgemeinschaft und Grundlage der Gesellschaft. Das ist das Ziel.

Und wer was dagegen hat,ist Phob (Verrückt, Krank, ist gestört, hat ein Problem, hat Angst).
 
D

Benutzer

Gast
Also ich könnte ohne Probs mit nem Typen im gleichen Zimmer schlafen aber nicht im Bett. Umarmen tu ich auch keinen. Wenn ich nen Kerl treff den ich kenn dann quatsch ich einfach mit ihm. Ich brauch da kein Hand geben oder sowas.
Aber auf keinen Fall lass ich mir von nem Typen an den Arsch oder an die Familienplanung packen:eek:
Das hat damals schon mein Musterungsarzt festgestellt^^
 

Benutzer82104  (34)

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habe jahreng die WEs immer im bett von nem kumpel verbracht - natürlich neben ihm ^^
damit habe ich in keinster form probleme :smile:
aber NATÜRLIHCH doppeltbett (sonst gehts garnicht) und kenne den sehr lange also hab auch schon mit 3 bei ihm gepennt.


aber als kraftausdruck benutze ich ziemlich oft "schwuchtel(n)" - kann gar nicht sagen warum hat sich einfach so eingebürgert. irgendwie ist "du schwuchtel" auch echt ne andere bedeutung als "du homosexueller"... das wort ist mehr der "bösewicht" :zwinker:


Ich hab z. B. einen Kumpel in meinem Freundeskreis, der wenn er bei einem anderen Mann pennt, grundsätzlich in einem anderen Raum schlafen will, obwohl weder er noch alle seine Freunde homosexuell sind und ein zwei Meter breites Bett vorhanden wäre.
das find ich fast zum lachen... :grin:
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Bei dem ganzen Homo-Lobbyismus geht es um eine Ent-Ortung der Geschlechter, um eine Relativierung der Ehe als Lebensgemeinschaft und Grundlage der Gesellschaft. Das ist das Ziel.
Das ist sicher nicht das Ziel.

Und wer was dagegen hat,ist Phob (Verrückt, Krank, ist gestört, hat ein Problem, hat Angst).
Homophobie ist nicht als Krankheit klassifiziert, niemand sagt, dass Homophobe gestört sind. Jeder kann andere gut oder schlecht finden, was Krankhaftes sehe ich nur darin, wenn dann versucht wird, anderen die eigenen Lebens- und Wertvorstellungen aufzudrücken.
 

Benutzer64047 

Verbringt hier viel Zeit
Es handelt sich dabei ziemlich eindeutig um ein gesellschaftliches Phänomen. Mein Vater war Anfang der 80er im Urlaub in Portugal und erzählte, dass es damals dort für junge befreundete (!!!) Männer sehr normal war sich Händchen haltend in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ähnliches habe ich bereits von einer Bekannten aus Kenia gehört, die dort mehrfach Urlaub gemacht hat und das ganze auf offener Straße beobachten konnte.
Ich denke das größte Problem für Männer (wobei ich mich dem durchaus zuordnen kann) besteht darin, dass Umarmungen und Händchen halten etc. von der Öffentlichkeit bzw. dem Umfeld für schwul gehalten werden könnten und es in unserer Gesellschaft nach wie vor die Höchststrafe ist, wenn man als heterosexueller Mann für homosexuell gehalten wird. Deswegen ist auch der Begriff "Schwuchtel" nach wie vor ein Schimpfwort für viele. Homosexuelle sind akzeptiert, aber Heterosexuelle die homosexuell erscheinen sind verpöhnt.
Ein abschließendes gutes Beispiel sind die Wangenküsschen, die sich z.B. in Frankreich auch Männer zur Begrüßung geben, etwas undenkbares für den Durschnittspiefke.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ob ich nun wirklich homophob bin oder nicht, kann ich nicht wirklich sagen.
Aber ich hab keine Probleme damit, mit nem anderen Typ zusammen in einem Bett zu schlafen bzw. gemeinsam zu duschen. Und ich hab auch kein Problem, jem. zu umarmen, sofern es ein guter Kumpel von mir ist.
Aber ich könnte absolut kein Küsschen geben, und möcht auch keins von nem Typen bekommen, noch mehr hasse ich es, wenn ein Typ meinen Arsch anfasst und seine schwule Neigung damit zu verstehen gibt. Und der Gedanke an sexuelle Handlungen mit nem Typen....:wuerg:
Wenn schon ein Schwuler glaubt, mich anbaggern zu müssen, dann doch bitte auf die weniger plumpe Art, denn ich hab nix gegen Schwule, sofern sie sich gegenüber mir normal verhalten. Leider war das bisher kaum vorgekommen, denn ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, was eine Frau sich vorkommt, wenn sie gegen ihren Willen begrabscht wird.
 

Benutzer31113  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Also ich umarm meine Freunde eigentlich schon und hab denen zum Spass auch schon an Hintern gefasst (wenns zur Situation passt). Aber halt ohne schwulen Hintergedanken oder was, finds einfach nur peinlich, wenn man so extrem Schiss vor Berührungen vom eigenen Geschlecht hat.

Frauen fass ich ja schließlich auch an Hintern, wenn sich die Situation ergibt.:tongue: Das sind halt dann meist andre, aber is doch egal.
 

Benutzer78283  (36)

Benutzer gesperrt
also bei uns in der familie und im freundeskreis werden die dinge eher lockerer gesehen!! unter cousins packen wir uns aus jux auch mal an die eier, aber eher um denjenigen zu ärgern oder so... :grin:
meine großeltern leben ja noch inner türkei, und früher waren wir immer mit der ganzen familie im urlaub da, da hat man dann mit 15 leuten in ner 50qm wohnung gepennt. ich kann mich noich an ne situation erinnern: ich war so 15 oder so, und wir jungs schliefen immer im wohnzimmer. irgendwann am morgen merk ich, wie mein onkel sich runterbeugt und gegen meine pralle morgenlatte klopft, die mir beim schlafen wohl rausgerutscht ist. ich öffne meine augen und höre nur wie er sagt "junge, nicht schlecht, in deinem alter war meiner noch nicht so groß!!" :grin: :grin: ich antwortete nur "onkel, bist du schwul oder was??" hehe...
naja, am gleichen morgen wurde die story natürlich am frühstückstisch erzählt, worauf es erstmal schallendes gelächter gab.... :grin: also homophob bin ich njicht, aber so richtige schwule find ich schon nicht so dolle, um mal ganz ehrlich zu sein... :engel:
 
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