Warum ist Sexualität immer noch so ein Problem?

Benutzer109533 

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unklar;6340542 schrieb:
Angeregt durch Themen wie große Liebe keine Jungfrau möchte ich mir und euch hiermit mal die Frage stellen,
weshalb Sexualität eigentlich immernoch so ein Problem ist.
Ich spreche hier bewusst nicht nur von weiblicher oder männlicher Sexualität, weil das Eine das Andere beeinflusst:

...

Was meint ihr, wieso ist es immernoch so ein Problem?
Off-Topic:
Außerhalb der PL-Welt natürlich :grin:

1.
Hamlet, 1. Akt, 4. Szene -- Horatios Worte, als er ... kann ja jeder selbst lesen.

2.
Ich habe keine Probleme. In meinem Freundeskreis und auch bei dem sehr engen Freundeskreis, hat auch keiner Probleme mit Sex oder Frauen. Vieles, was ich überflogen habe, liest sich sehr konstruiert.

3.
Klar, die Gesellschaft hat ein Problem und PL ist die Insel der Glückseligkeit. Ja, neee, iss klar.

Grüße
Nathanael

PS: Wird mein Artikel wieder gelöscht?
 

Benutzer110822 

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Viele stehe sich selbst auch im Wege und lassen sich beeinflussen durch äussere Einflüsse wie Verwandte, Bekannte, Freunde, Medien usw. und vergessen ganz das sie eine eigene Persönlichkeit haben die es gilt aus zu leben... *puh, jetzt muss ich jetzt aber in´s Bett* ;-)
 

Benutzer6874  (35)

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Wenn keiner ein Problem mit Sex hätte, hättest Du Dich hier nicht anmelden können... :rolleyes:
Off-Topic:
Ich zum Beispiel habe mich als 17-jähriger angemeldet, weil ich ein "technisches" Problem beim Sex befürchtete, und andere sicher auch.
Aber ich denke dass es beim Thema hier nicht um die technischen Sex-Probleme geht


Wir Menschen denken gern in Problemen. Eigentlich ist ein "Problem" doch einfach ein "Thema". Man kann dann darüber reden. :zwinker:

Es ist ein grosser Vorteil dass wir über Sex reden können, und uns austauschen. Sicher haben früher Menschen oft einfach still vor sich hin gelitten (Schwule, oder Menschen die in der Ehe den Sex nicht hin kriegten).

Der Nachteil ist der, dass aus der Diskussion Standards und Ideale entstehen, die uns verunsichern. In uns z.B. den Eindruck erwecken, "Durchschnitt" sei unterdurchschnittlich :zwinker: Bei manchen Diskussionen stelle ich mir die Frage: waren die Menschen früher auch so unsicher?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Warum ich Dich aber eigentlich zitieren wollte, ist die Frage, wer für Dich feministischer ist: Verona Pooth (in ihrer früheren Feldbusch-Ausprägung u.a. in "Peep!") und Daniela Katzenberger (die beide definitiv für Sexbejahung stehen und ihre Sexualität auch gewinnbringend einsetzen) oder Alice Schwarzer?
(Fiese Frage, ich weiß...)

Das ist schlicht und einfach nicht beantwortbar. Feminismus ist ja kein Term, dem ein bestimmtes allgemeingültiges Ideal vorschwebt. Feminismus ist eine Bewegung und somit dynamisch. Was zu Zeiten von Alice Schwarzer wichtig war (ich respektiere ihre Sichtweise ja durchaus und verstehe auch die Motivation), ist heutzutage möglicherweise passé. Deswegen ist es für mich unverständlich, dass Alice Schwarzer immer noch als einziges Aushängeschild des europäischen, zeitgenössischen Feminismus gehandelt wird. Für mich persönlich geht es beim Feminismus eigentlich um ein differenziertes Weltbild, was die persönliche Entfaltung eines jeden Menschen erreichen will (mit den Wurzeln bei der Frau, aber letztendlich betrifft es Männer wie Frauen wie Transgender und was es noch alles gibt). Wenn es um die persönliche Entfaltung geht, dann ist es in meinen Augen notwendig, dass die Differenzierung gefördert wird. Deswegen kann ich mit Radikalphrasen - egal in welche Richtung - überhaupt nichts anfangen.

Ansonsten: Verena Pooth oder Daniela Dings sind für mich beide keine Feministinnen, weil sie sich selbst nicht so bezeichnen (oder?). Sie leben in einer post-68er-Welt ohne sich darüber Gedanken zu machen, was sie tun und wie sie wirken. So können sie zwar ein Zeitzeugnis sein, aber mehr auch nicht.
 

Benutzer93697 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wer sich von der Gesellschaft diktieren lässt, was er zu tun hat, ist selbst schuld.

Ich leb so wie ich will und wenn mich jemand wegen meines Lebensstils verurteilt dann kann ich mit dessen Lebensstil meist auch nix anfangen.

Aber zum Glück (also hier mal einen positiven Aspekt, für den Planeten ist es Kacke) gibts ja mittlerweile über 7 Milliarden Menschen, die Chance, passende Leute zu finden ist also gross und steigt täglich an :smile:
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich denke, dass das angesprochene Problem einfach was mit fehlender Toleranz in alle Richtungen zu tun hat. Es gibt so unendlich viele Leute, die predigen, total tolerant zu sein. In der Regel endet die Toleranz genau da, wo es jemand anders macht, als man selbst.

Wenn dann noch eine gewisse Verunsicherung dazu kommt, was richtig wäre, was erstrebenswert ist, dann wird gelästert. Und was ließe sich da besser bequemen, als Klischees und Vorurteile, die anscheinend ja seit Jahrhunderten erwiesen sind?

Ich denke, dass die Menschen bestimmten medialen Reizen ausgesetzt sind, die zeigen, was es alles geben könnte. Man lebt nicht mehr nur in einem Dorf und muss nehmen, was da wohnt - man hat das Fernsehen und das Internet und kann gucken, was es alles geben könnte, was man alles haben könnte - und vielleicht steigen die Ansprüche und man möchte länger suchen. Wer dann aber nicht ewig warten möchte, guckt dann doch wieder vor Ort - und ist womöglich irritiert und verunsichert, wenn es das dann doch nicht so gibt, wie er dachte.

Und dann muss eben geguckt werden, wer daran Schuld ist, das man selbst verunsichert ist - die bösen Medien, man selbst - oder vielleicht doch die blöde Kuh von nebenan, die das schamlos auslebt, was man selbst gern hätte? Oder eben der Mann, der mit der "Arschlochschiene" schöne Frauen abschleppt? Die Klischees kann man endlos ausbauen und wenn man sowas nur laut genug sagt, findet man garantiert ein paar Bekannte, die einem zustimmen und laut "Genau!" gröhlen. Und schon scheint das Leben etwas leichter :zwinker:

Ich würde mir manchmal wünschen, dass Leute einfach eher in der Lage sind, zu akzeptieren, dass andere Menschen vielleicht anders sind als sie. Das klingt simpel, aber anscheinend ist es das nicht.

Wenn ich mir hier im Forum umgucke, ist die ganze "Offenheit" doch häufig auch nur auf offen getrimmte Verunsicherung, manch einer postet vielleicht extra wild, um zu zeigen, wie toll er ist - und der nächste fühlt sich verklemmt, weil er das alles nicht hat. Und dann geht die "Ich will das auch gar nicht, was du hast!"-Schiene los und alle vergleichen, wer was hat und wieso.

Mich stören da einfach bestimmte Sätze, die man immer wieder lesen muss - eine Frau hat Lust auf Sex, ihr Freund aber nicht. Dann muss sie nymphoman sein, hässlich oder eklig. Denn "einfach so" hat kein Mann keine Lust auf Sex. Andersrum hat sie keine Lust auf Sex - das ist normal, er ist das kranke Sexmonster. Ich finde es schade, dass man in solchen Vorurteilen denkt. Man merkt einfach, dass die jahrhundertelange Leugnung weiblicher Lust nicht von heute auf Morgen rauszukriegen ist, dass gleichzeitig das "Schutzgut" der Verhinderung ungewollter Schwangerschaften weiterhin wie ein Banner vor den Frauen hergetragen wird - und wenn einer aus der Reihe tanzt (egal in welche Richtung), ist das Verhalten wahlweise schlampig, frigide, prüde oder preiswert.

Ich kann jedenfalls immer nur weiter verkünden, dass ich genügend Frauen kenne, die Freude am Sex haben, genügend Männer kenne, die faul und gemütlich geworden sind, während die Frau in Reizwäsche vor ihnen rumhüpft, genauso viele Beziehungen, wo beide ihren Sex gut ausleben - und in den meisten Beziehungen wechselt es phasenweise, da hat mal er mehr Lust, mal sie - und wenn dann der Alltag dazukommt, ist von dem "täglich 3-5 Mal in 1000 Stelllungen" nicht mehr so viel übrig :zwinker:

Mich persönlich gruseln Leute, die eine total verstörte Einstellung zu dem Thema haben - und irgendwo finde ich das dann auch schade. Ich fand es einmal recht witzig, als in einer Runde mal nach AV gefragt wurde - meine Bejahung wurde erst völlig entgeistert aufgenommen, dann kam das Gelächter, weil man mir einen äußerst gelungenen Scherz unterstellte. :hmm: Ich dachte mir in dem Moment, dass ich es lieber dabei belasse, bevor es zu seltsam wird...

Allerdings muss ich auch sagen, dass Emanzipation und Gleichberechtigung in sexuellen Belangen AUCH bedeutet, dass man sich das aussuchen kann - und nicht, wie hier häufig der Eindruck entsteht - auch verpflichtet, dies und jenes tun zu müssen. Ich bin jemand, der Sex und Liebe noch nie getrennt hat und ich möchte keinen "abgegrabbelten" Mann haben, der in 100 Betten war - aber ich gönne es jedem Menschen im Umfeld von Herzen, wenn er so leben möchte. Ich lebe alles, was ich haben möchte, in einer Beziehung aus - andere Leute möchten verschiedene Leute haben, was ebenso eine Berechtigung hat. Letztendlich bedeutet "emanzipiert" nicht, dass man nicht auch bloß Sex in der Missionarsstellung mit einem Partner im Leben haben kann - wichtig ist doch nur, dass man die Wahl hat, es so zu machen, wie es für einen passt. Ob andere auch so leben möchten, ist ja dann ein anderes Thema- und deren Wahl sollte genauso möglich sein, wie die der Anderen.
 

Benutzer109533 

Benutzer gesperrt
Wenn keiner ein Problem mit Sex hätte, hättest Du Dich hier nicht anmelden können... :rolleyes:

Da bin ich wohl von anderen - vielleicht ja auch falschen - Voraussetzungen ausgegangen.
Mehr von der spaßigen, nicht von der problematischen Seite.
Jeder schätzt eine Situation mal falsch ein.
 

Benutzer109533 

Benutzer gesperrt
Das meinte ich nicht. Wenn keiner ein Problem mit Sex hätte, gäb's das Forum gar nicht...

Verstehe.
Aber es gibt ja Unterschiede zwischen kleinere Problemchen, wo man mal einen Rat oder eine andere Sichtweise braucht.
Dafür finde ich so ein Forum cool.
Aber einige Beiträge in diesem Thread sind heftig. Finde sie übertrieben in Richtung großer Gesellschaftskritik. Die teile ich hält gar iChat und deckt sich auch nicht mit meinen Erfahrungen.
Grüße
Nathanael
 
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