Warum ist Selbstbewusstsein so attraktiv und wie entwickelt man es?

Benutzer85671 

Verbringt hier viel Zeit
Die meisten Menschen verwechseln Selbstsicherheit mit Selbstbewusstsein. Was hier als Selbstbewusstsein bezeichnet wird, meint eigentlich Selbstsicherheit.

Selbstbewusstsein kommt von 'sich seiner selbst bewusst sein', wie loveit2020 es schon gesagt hat. Mit Selbstsicherheit hat das erstmal nicht direkt etwas zu tun, aber Selbstbewusstsein führt zu Selbstsicherheit.

Selbstbewusstsein bedeutet sich selbst zu kennen und mit sich selbst im Reinen zu sein. Zu wissen wer man ist, wofür man steht, was man braucht/was nicht, etc. Das führt dann zu Selbstsicherheit, da man auch die eigenen Schwächen kennt und akzeptieren und damit umzugehen lernt.

Selbstsicherheit kann aber auch ohne Selbstbewusstsein entstehen. Menschen können sicher auftreten, weil sie überzeugt von sich und ihrer Meinung sind. Z.B. kann eine Führungspersönlichkeit sicher auftreten, klare Arbeitsanweisungen geben und Gegenargumente gezielt wegargumentieren. Allerdings können die Entscheidungen dieser Person dann trotzdem falsch sein und nur dem Ego dienen. Z.B. wenn man die Meinung von anderen aus Neid nicht akzeptiert und die eigene, falsche Meinung dann durchgesetzt werden soll. Das wirkt dann zwar so, als würde die Person wissen, was sie tut, das muss aber nicht notwendigerweise der Fall sein. Eine Selbstbewusste Person hingegen kennt die eigenen Fähigkeiten und vertritt diese ebenso selbstsicher, wenn sie sich selbst in der Lage sieht, eine gute Entscheidung zu treffen. Allerdings erkennt die Selbstbewusste Person auch, wenn sie nicht in der Lage ist, eine gute Entscheidung zu treffen (oder von egoistischen Motiven geleitet wird). Eine Selbstbewusste Person würde die eigenen Limitationen erkennen und kann dann im Sinne der Allgemeinheit eine kompetentere Person eine Entscheidung treffen lassen.

Allerdings kann auch die Selbstbewusste Person egoistisch sein und lügen. D.h. die Selbstbewusste Person kann die eigenen Limitationen kennen und bewusst lügen um eigene Ziele zu erreichen. Aber Sie tut es eben bewusst und weiß dann, dass sie eigentlich falsch liegt. Während nur selbstsichere Menschen oftmals davon überzeugt sind, richtig zu liegen, auch wenn sie falsch liegen - eben weil sie sich selbst nicht gut kennen. Ohne Selbstbewusstsein ist es einfacher, sich selbst zu belügen.

Und dann gibt es da noch Selbstvertrauen. Das hängt stärker mit Selbstsicherheit zusammen. Man vertraut auf sich selbst. D.h. man hat Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und wirkt dadurch Selbstsicher. Allerdings kann man auch falsches Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben. Auch hier ermöglicht erst die Selbstreflexion das Selbstbewusstsein, wodurch man sich selbst realistischer einschätzen kann.

D.h. Selbstsicherheit ist das Endresultat verschiedener Ursachen (z.B. Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Training/Erfahrung, etc.). Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sind daher Wege/Methoden um Selbstsicherheit zu erlangen. Aber man kann Selbstsicherheit auch faken. Durch das Faken von Selbstsicherheit kann ein Lerneffekt eintreten, durch den man Selbstvertrauen gewinnt, weil es einem die Unsicherheit nimmt indem man lernt, dass man Dinge erreichen kann. All das führt dann trotzdem nicht zu Selbstbewusstsein - das man muss man sich erst dadurch erarbeiten, indem man sich intensiv mit sich selbst auseinandersetzt. Ich wage zu behaupten, dass das nur die wenigsten tun und echtes Selbstbewusstsein daher selten anzutreffen ist.

Warum die Konzepte so attraktiv wirken: Weil sie psychische Stabilität schaffen. Weil sie dazu führen, dass man Stärke ausstrahlt und vor allem unsichere Persönlichkeiten darin Orientierung und Halt finden. Man vertraut darauf, dass Personen mit diesen Eigenschaften im Zweifelsfall wissen was zu tun ist, was einem selbst Sicherheit und Stabilität gibt.

Man sollte Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen bewusster voneinander trennen. Leider scheinen sie mittlerweile synonym gebraucht zu werden, was dem unterschiedlichen Charakter der Konzepte leider nicht gerecht wird.
 
G

Benutzer

Gast
selbtbewusstsein kommt, wenn du vollkommen stabil bist. dieses passiert nur, wenn du dich trennst von der illusion und dein wahres wesen zum vorschein kommt
 
7 Monat(e) später
Selbstwertgefühl entwickeln

Benutzer179625  (21)

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Ich grabe mal dieses alte Thema aus, weil ich das Gefühl habe, nun besser in der Lage zu sein, die Frage zu stellen, die ich ursprünglich stellen wollte, und zwar: Wie entwickelt man ein gutes Selbstwertgefühl?
Ich habe die ganzen Begriffe immer in einen Topf geworfen und nicht auf ihre Unterschiede geachtet. Aber mittlerweile ist mir klargeworden, dass das Selbstwertgefühl - also wortwörtlich das Gefühl, welches einem sagt, wie viel man wert ist - das Thema ist, welches ich mit diesem Thread ansprechen wollte.
  • Warum schwankt es manchmal so sehr?
  • Warum fühle ich mich an manchen Tagen wie ein Mensch, der seine Existenz und sein Umfeld verdient hat und geschätzt wird, aber an anderen so, als wäre ich nirgendwo erwünscht, für niemanden interessant und allgemein ziemlich wertlos? Was geschieht da im Kopf, wenn sich das ohne konkreten Grund so schlagartig ändert?
  • Was kann man tun, um für Stabilität in dem Bereich zu sorgen?
 

Benutzer168361 

Öfters im Forum
Warum fühle ich mich an manchen Tagen wie ein Mensch, der seine Existenz und sein Umfeld verdient hat und geschätzt wird, aber an anderen so, als wäre ich nirgendwo erwünscht, für niemanden interessant und allgemein ziemlich wertlos? Was geschieht da im Kopf, wenn sich das ohne konkreten Grund so schlagartig ändert?
Ich glaube, es ist von der jeweiligen Situation abhängig. Ich merke es selbst, wenn ich mich aktiv einbringen kann oder erfolgreich Probleme löse, dann fühle ich mich wertvoller, als wenn ich einfach nur in der Isolation dahinvegetiere.
 

Benutzer180835  (42)

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Warum schwankt es manchmal so sehr?
Das ist normal.
Allerdings würde ich dir raten, dein Selbstbewusstsein nicht von anderen Menschen abhängig zu machen. Das ist dann, nämlich kein Selbstbewusstsein, sondern das heischen nach Bestätigung. Ich bin selbstbewusst, egal ob mich jemand mag oder nicht, denn es kommt aus den Taten die ich vollbracht habe, aus meinen Fähigkeiten und auch aus meinen zahlreichen Erfolgen.
Du kannst dein Selbstbewusstsein am besten entwickeln, wenn du auch mal durch das Jammertal gehst, Misserfolge lernst wegzustecken und dir Ziele setzt für die du kämpfen musst, um sie zu erreichen.
 

Benutzer174241  (39)

Öfters im Forum
Ich fühle mich auch selbstbewusst, und trotzdem gibt es Tage bei denen fühl ich mich mies, habe das Gefühl nichts zu schaffen und nichts zu bewerkstelligen. Ich weiß, dass das nicht wahr ist, meistens brauch ich dann nur etwas Ruhe und Erholung um wieder Kraft zu tanken damit ich Dinge schaffen kann. Das ist also auch bei selbstbewussten Menschen nicht unbedingt üblich jeden Tag nur so davon zu strotzen.
 

Benutzer178604  (32)

Benutzer gesperrt
Niki3k Niki3k

Diese Leute die du im Eingangspost beschreibst sind Angeber die kein Selbstbewusstsein haben , deshalb müssen diese Menschen ja so großspurig auftreten. Damit überspielen sie ihre Inkompetenz und Komplexe.
Selbstbewusstsein heißt sich seiner selbst bewusst zu sein.
Sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein , sie anzunehmen , sie zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen.
Deshalb haben es Menschen die selbstbewusst sind auch nicht nötig auf dicke Hose zu machen denn sie wissen um ihre Fähigkeiten.
Das Geschwätz anderer ist ihnen egal. Sie machen ihr Ding.

Den Unterschied zwischen großer Angeber und selbstbewusst verwechseln viele und es dauert auch seine Zeit bis man wirklich selbstbewusst ist.
 

Benutzer182906

Ist noch neu hier
der seine Existenz und sein Umfeld verdient hat
...
das Gefühl, welches einem sagt, wie viel man wert ist

Liebe Niki, ich lese diese Formulierungen mit Skepsis. Ich finde diesen Blickwinkel an sich einfach problematisch und er drückt aus, wo vielleicht das Problem liegt. Nämlich überhaupt über solche Dinge nachzudenken, was man "verdient" hat (seine Existenz? Bitte was?), was / wieviel "man wert ist" (Eins? Zwei? Hundert?).
Ich schlage etwas anderes vor: Niemand muss seine Existenz verdienen, und niemand muss seinen Wert belegen, oder diesen Wert sogar beziffern oder vergleichen. Wer verlangt das von dir - vielleicht bist du das am Ende selbst?
Das ist kein Vorwurf, sondern das ist eine Chance.
Ich glaube, im Kern geht es letztlich darum, dass man sich so akzeptiert, wie man nun mal ist. Mit allem, was man selbst oder andere gut oder weniger gut finden. Das macht uns Menschen doch aus. Wenn man das und damit sich selbst akzeptiert, dann stellen sich diese Fragen und Zweifel irgendwann gar nicht mehr.
An manchen Tagen fühlst du dich stark, an manchen schwach? Manchmal bist du voller Überzeugung, manchmal voller Zweifel? Das ist alles in Ordnung so, das bist einfach du. So bin ich übrigens auch.
 

Benutzer179625  (21)

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Ich glaube, im Kern geht es letztlich darum, dass man sich so akzeptiert, wie man nun mal ist. Mit allem, was man selbst oder andere gut oder weniger gut finden. Das macht uns Menschen doch aus. Wenn man das und damit sich selbst akzeptiert, dann stellen sich diese Fragen und Zweifel irgendwann gar nicht mehr.
Und wenn ich das hinkriegen würde, wäre ich schon ein ganzes Stück glücklicher. Das ist auch das, was ich mit Selbstwert meinte. Denn wenn man sich mag/akzeptiert, findet man sich auch wertvoll.
Nur der Weg von 0 bis wenig zu gesundem Selbstwert ist mir nicht ganz klar. Denn alleine sich sozialen Situationen auszusetzen reicht z.B. noch nicht aus.
 

Benutzer179625  (21)

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Was hat denn auch das eine mit dem anderen zu tun?
Wie gesagt, keine Ahnung. Aber da das geringe Selbstwertgefühl besonders durch soziale Situationen hervorgerufen wird, habe ich das mal so kombiniert.
Was für einen Weg würdest du denn vorschlagen, um besseres Selbstwertgefühl zu erlangen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Das eigene Selbstwertgefühl zu stärken, beinhaltet unter anderem, sich die eigenen Stärken und positiven Aspekte bewusst zu machen.

Daher ist es ja auch so wichtig, dass man einander respektvoll behandelt, weil dadurch (unnötige) Kränkungen vermieden werden.

Weniger theoretisch gesprochen: Mein einer Stiefsohn hat eine Gedächtnis- und Lernschwäche, vor allem in den Hauptfächern (Mathe, Schwedisch). Er ist konstant auf Förderunterricht angewiesen, um halbwegs mithalten zu können. Und das ist okay! Wir versichern ihm permanent, dass er ein toller Kerl ist, loben ihn für alle Erfolge und ermutigen ihn bei Misserfolgen („Nächstes Mal klappt es besser!“). So stärken wir sein Selbstwertgefühl. Sein kleiner Bruder lässt jedoch manchmal herablassende Kommentare fallen, die wiederum negativ auf das Selbstwertgefühl wirken, weshalb wir den jüngeren Bruder nun schon mehrfach ermahnt haben, solche Kommentare zu unterlassen, weil sie respektlos und kränkend sind.

Denn es ist doch am Ende so: Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, jeder Mensch kann etwas gut oder weniger gut, und das Wichtigste ist in meinen Augen, sich klarzumachen, dass es diese Unterschiede sind, die so fantastisch sind, diese große Varianz.

Ich halte es außerdem für essenziell, das eigene Selbstwertgefühl von innen zu stärken und nicht durch Äußerlichkeiten – wie das teure Auto oder den gut bezahlten Managerposten. Da besteht sonst die Gefahr, dass man sich bei Jobverlust plötzlich ziemlich wertlos fühlt – ein bedauerlicher Zustand.

Ich weiß zum Beispiel, dass ich bei allen Unzulänglichkeiten toll trösten kann. Und allgemein Zuneigung zeigen. Und das ist etwas, das mir niemand nehmen kann. 🙂
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Was für einen Weg würdest du denn vorschlagen, um besseres Selbstwertgefühl zu erlangen?

Ich würd nicht so viel drüber nachdenken und mir stattdessen überlegen, was ich gerne machen möchte, und das dann machen. Und auf's Selbstwertgefühl scheißen, egal ob's grad gut oder schlecht ist :smile: Es gibt wichtigeres, größeres, sinnvolleres. Ich weiß, das klingt für dich vielleicht grad nicht nach ner praktikablen Lösung, aber ich denke, wenn man zu viel drüber nachdenkt, versucht gezielt dran zu arbeiten und es trotzdem nicht besser wird, sollte man mal damit aufhören. Überleg dir was, das dir wichtiger ist als dein Selbstwertgefühl. Und dann mach dir nen Plan, wie du das umsetzen kannst. z.B. Yoga draußen im Freien machen, weil man gerne mal Yoga im Sonnenschein machen will, nicht, weil man sich ner schwierigen Situation aussetzen will, sondern, weil man den Sonnenschein auf der Haut, den Wind in den Haaren und den unebenen Boden unter den Händen wahrnehmen will.

Ich bin sowieso der Meinung, dass sich deine Gedanken viel zu sehr um dich selbst kreisen, anstatt um andere Dinge, andere Menschen, etc. Und es ist bekannt, was einen gut fühlen lässt. Frische Luft, Bewegung, Entspannung/Meditation, guter Schlaf, Routinen. Das würde ich in den Alltag integrieren und ansonsten aber aufhören, über Selbstwert nachzudenken. Du schränkst dich in deinen Möglichkeiten ein, wenn deine Grenze immer nur deine eigene gesteckte Begrenzung ist. Lerne, dich um deinen Körper und Geist zu kümmern, ohne da irgendwie rational dran rumzudoktern. Lerne, dich selbst mit Humor zu nehmen und deine Energie in andere Dinge zu investieren. Nach einiger Zeit wirst du merken, dass es egal ist, wie dein Selbstwertgefühl ist. Manche Menschen gehen ihr Leben lang mit schlechtem Selbstwert durch die Welt. Sie schöpfen sogar ihren Ehrgeiz, ihre Schöpfungskraft, ihre Hilfsbereitschaft daraus. Er soll halt einfach nur nicht im Vordergrund stehen. Wenn du dein Leben und deine Gedanken mit mehr Dingen füllst als mit der Beschäftigung zum Selbstwert, wird dein Leben automatisch reicher, wertvoller und sinnvoller.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer168361 

Öfters im Forum
Ich weiß zum Beispiel, dass ich bei allen Unzulänglichkeiten toll trösten kann. Und allgemein Zuneigung zeigen. Und das ist etwas, das mir niemand nehmen kann. 🙂
Und wie würdest du dich fühlen, wenn du trotzdem niemanden hättest, der von dir getröstet werden möchte, oder der deine Zuneigung haben möchte? Würde es nicht an deinem Selbstwert kratzen? Oder wenn es vorher auch nie passiert wäre, hättest du trotzdem denselben Selbstwert entwickelt?
Es ist ja eine Sache, zu wissen, welche Qualitäten man hat, und eine andere, ob andere Menschen das auch wahrnehmen.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Und wie würdest du dich fühlen, wenn du trotzdem niemanden hättest, der von dir getröstet werden möchte, oder der deine Zuneigung haben möchte? Würde es nicht an deinem Selbstwert kratzen? Oder wenn es vorher auch nie passiert wäre, hättest du trotzdem denselben Selbstwert entwickelt?
Es ist ja eine Sache, zu wissen, welche Qualitäten man hat, und eine andere, ob andere Menschen das auch wahrnehmen.
Das würde mich nicht beeinflussen, da es nur eine Stärke von vielen ist und da ich als sehr extrovertierter Mensch auch immer schnell Kontakte knüpfe. War immer so. Ich bin zufrieden mit mir, ich weiß, was ich kann (und was nicht) und wer ich bin, und ich habe ein stabiles soziales Umfeld. Auch wenn meine Eltern in meinen Augen etwas zu streng waren und oft zu viel Leistung verlangt haben, so haben sie mich immer bestärkt und mir viel Liebe geschenkt (verbal, durch Nähe). Und das ist auch heute noch so.

Das soziale Umfeld und Familie spielen eine große Rolle bei der Formung und Ausprägung des Selbstwertgefühls, keine Frage.
 

Benutzer179625  (21)

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Überleg dir was, das dir wichtiger ist als dein Selbstwertgefühl. Und dann mach dir nen Plan, wie du das umsetzen kannst. z.B. Yoga draußen im Freien machen, weil man gerne mal Yoga im Sonnenschein machen will, nicht, weil man sich ner schwierigen Situation aussetzen will, sondern, weil man den Sonnenschein auf der Haut, den Wind in den Haaren und den unebenen Boden unter den Händen wahrnehmen will.
Wenn es darum geht, Dinge zu finden, die ich machen will, habe ich genug. Mathe lernen, Klavier spielen, Radfahren, etc. Aber das sind eben so Sachen, die man alleine macht, und ich bin mir nicht sicher, ob du solche auch damit meinst.
Ich bin sowieso der Meinung, dass sich deine Gedanken viel zu sehr um dich selbst kreisen, anstatt um andere Dinge, andere Menschen, etc.
Da stimme ich dir zu, mir fällt auch immer wieder auf, wie viel ich eigentlich über mich und meine Probleme nachdenke. Und vor allem, wie viel besser ich mich fühle und mich leiden kann, wenn ich "in Aktion" bin, also z.B. ein Gespräch im Rahmen meines Studentenjobs habe oder mit jemandem zusammen für eine Prüfung lerne. Ich kann meine Energie dann auf etwas richten, was auch anderen was bringt, das fühlt sich besser und produktiver bin. Sobald ich aber alleine bin und Zeit mit mir selbst verbringe (und das ist sehr viel Zeit), geht das Grübeln wie wild los. Deshalb wünsche ich mir auch, dass ich viel mehr Leute hätte, mit denen ich einfach so reden kann und ihnen helfen kann. Einfach weil sich das Leben dann so viel leichter anfühlt.
Was Menschen angeht, habe ich kaum welche in meinem Leben, über die ich nachdenken könnte. Und wenn, dann ist das leider auch nur wieder mit Sorgen verbunden (wie z.B. bei der Kommilitonin).
Und es ist bekannt, was einen gut fühlen lässt. Frische Luft, Bewegung, Entspannung/Meditation, guter Schlaf, Routinen.
Bewegung und frische Luft versuche ich auf jeden Fall immer mit einzubringen. Funktioniert dann auch in dem Moment gut, aber sobald ich mit meinem Workout durch bin, kommen die Gedanken und Selbstzweifel sofort wieder in den Kopf geschossen. Ich müsste mich also den ganzen Tag lang bewegen, um dem vorzubeugen.
Du schränkst dich in deinen Möglichkeiten ein, wenn deine Grenze immer nur deine eigene gesteckte Begrenzung ist.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Satz richtig verstehe. Meinst du damit, dass ich mir meine Grenzen einrede? Sie in Wahrheit aber gar nicht so niedrig sind?
Manche Menschen gehen ihr Leben lang mit schlechtem Selbstwert durch die Welt. Sie schöpfen sogar ihren Ehrgeiz, ihre Schöpfungskraft, ihre Hilfsbereitschaft daraus.
Sind sie denn glücklich damit? Und erreichen sie das, was sie erreichen wollen? Wenn ja, dann wäre ich auch bereit, nicht mehr auf meinen Selbstwert zu achten. Denn die zwei Sachen machen ein gutes Leben für mich aus.
 
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Benutzer172636 

Beiträge füllen Bücher
Radsport-Vereine! Die machen ab Frühjahr immer mal wieder Touren und es gibt z.B. über den DAV auch Gruppen für junge Erwachsene :smile:
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Was meinst du genau?
Na ich Versuchs nochmal zu erklären. Weil du glaubst "Krafttraining und Klamotten" DEINE "Zufriedenheit" steigert, zeigst du automatisch mehr Selbstbewusstsein und das ist Attraktiv. Wie du schon sagtes, alleine trainiert Muskeln oder tolle Klamotten zu haben macht dich nicht attraktiver, sondern du musst dich schon besser damit fühlen. Andere fühlen sich vielleicht durch ein tollen Haarschnitt etc. besser was sie Selbstbewusster sein lässt. Ja man kann sogar soweit gehen gar nix an sich zu ändern und sich selber trotzdem zu gefallen was das gleich bewirken würde.

Das Problem ist nur das es immer andere Menschen gibt bei denen der Rassen grüner zu erscheinen tut, als bei sich selber. Und schon folgst du der aktuellen Mode/einer Überzeugung und bist aber nur so lange von diesen Menschen von Interesse solang du dieser Mode und Überzeugung folgst. Das ist aber nur geliehenes Selbstbewusstsein/Attraktivität...

Ich hoffe du verstehst was ich meine?
 
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