Warum ist er nur so ein gewissensloser Ehebrecher?

Benutzer15352 

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wenn ich jemanden als besten freund bezeichne, dann lass ich ihn sicherlich nicht fallen, wenn er etwas dummes getan hat.
Wie anfangs schon geschrieben, handelt es sich nicht um meinen besten Freund, sondern um einen guten Freund. Vielleicht verwechselst Du da was, weil besagter Freund der beste Freund meines besten Freundes ist...
 

Benutzer67627  (51)

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ohje... :grin:

aber immer noch die frage, warum er dich anlügt.....das kann ja nur daran liegen, weil er deine reaktion schon erahnt hat :zwinker:
lass ihn doch sein leben leben, er muss selbst mit den konsequenzen fertig werden. dazu noch ärger mit einer freundin, die das eigentlich nichts angeht, muss doch wirklich nicht sein :zwinker:
 

Benutzer15352 

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ohje... :grin:

aber immer noch die frage, warum er dich anlügt.....das kann ja nur daran liegen, weil er deine reaktion schon erahnt hat :zwinker:
lass ihn doch sein leben leben, er muss selbst mit den konsequenzen fertig werden. dazu noch ärger mit einer freundin, die das eigentlich nichts angeht, muss doch wirklich nicht sein :zwinker:
Naja, aber (auch wenn das jetzt nur graue Theorie ist) ich glaube, ich hätte nicht so heftig reagiert, wenn er es mir selbst gesagt hätte. Dann hätte ich versucht, ihn davon abzuhalten, diesen Fehler noch ein 2. und 3. Mal zu tun. Wenn er zu mir gekommen wäre und mir sein Herz ausgeschüttet hätte, hätte ich ihn bestimmt nicht zur Schnecke gemacht, sondern versucht, ihm in der Situation beizustehen. Aber stattdessen lügt er mich an und tut, als ob nichts wär' :mad: ...
 

Benutzer67627  (51)

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Aber stattdessen lügt er mich an und tut, als ob nichts wär' :mad: ...
weil er angst vor deiner reaktion hatte :zwinker:

sei mal nicht so streng...es macht ihm doch schon selbst zu schaffen, oder? und ich bin immer noch der meinung, dass jeder seine fehler selbst machen soll.....

selbst wenn der ehemann ein ganz netter und lieber ist...in der ehe hat irgendetwas nicht gestimmt...man geht nicht einfach so aus lust und laune mal gerade fremd. du weisst nicht, wie es hinter den kulissen aussieht :zwinker:
 
M

Benutzer

Gast
Nein, ich kenne sie nicht. Aber ich weiß aus Erzählungen meines Kumpels, dass der Mann anscheinend ein ganz lieber und fürsorglicher Vater und Ehemann ist. Dass hat seine Ehefrau (also die Kommilitonen meines Freundes) gesagt und das hat er auch selbst so erlebt.

Aber man kann sich doch nicht auf Aussagen verlassen, die man um zig Ecken gehört hat, das dürfte dir jawohl auch klar sein, oder etwa nicht? Niemand wird beurteilen können, wie es um ihre Ehe steht, ausser die beide selber und vielleicht noch wirklich enge Freunde des Paares und zu denen gehörst du ja wohl weder, noch der Kumpel von dem du das gehört hast. Der Ehemann wird ja wohl kaum durch die Gegend rennen und jedem erzählen, wenn etwas in seiner Ehe schief läuft. Also verstefe dich doch nicht so extrem in der Vorstellung dein Kumpel ( zu der Bezeichnung Freund reicht es ja anscheinend nicht) hätte eine Ehe zerstört, die vorher total perfekt gewesen wäre.


Na, dann wundert es mich auch nicht, dass mein Kumpel nichts mehr mit mir zu tun haben will. Und dass ich auch ansonsten kaum Freunde habe. Ich scheine absolut ungeeignet als Freundin zu sein. Danke, dass Du es nochmal erwähnst...


Nein, du solltest dir einfach nur mal klar machen, dass Menschen nun mal nicht perfekt sind und du solltest auch nicht erwarten, dass Menschen immer das Richtige tun oder das was du als richtig erachtest. Menschen machen Fehler, damit sie daraus lernen, aber du kreidest es je gleich einem Menschen an, dass er einen Fehler gemacht hat.
Das ist nun mal ein ganz einfacher Entwicklungsprozess: Fehler machen, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen und daraus lernen. Und vorallem wahre Freunde zu haben, die einem in solch einer Situation beistehen und keine, die noch zusätzlich Öl ins Feuer schütten.

LG
Mira

Aber stattdessen lügt er mich an und tut, als ob nichts wär' :mad: ...

Sorry, hatte ich nicht gelesen, war dabei meinen Beitrag zu schreiben.

hast du vielleicht mal darüber nachgedacht, dass er sich seiner Gefühle, was diese ganze Sache angeht, selber noch nicht bewusst war und für sich erst mal ein paar Dinge ordnen wollte.

Vielleicht hatte er keine Lust seine Situation zu diskutieren und hatte keine Lust sich Vorwürfe anzuhören?

LG
Mira
 

Benutzer37350 

Verbringt hier viel Zeit
Ich will ja jetzt nicht auch noch in die selbe Kerbe schlagen, aber ich muss schon sagen, ich finde ebenfalls dass Du ziemlich über reagierst.

Erstens, und das magst Du vielleicht anders sehen, wie Du schon gesagt hast, aber er hat in dieser Situation niemanden betrogen.
Die Frau ist hier die Betrügerin, hat Deinen Freund verführt und ist wohl auch alt genug zu wissen was sie da tut. Das soll jetzt nicht heißen dass er vollkommen korrekt gehandelt hat, aber ich finde nicht dass er sich besonders viel zu Schulden hat kommen lassen. Sie wusste was sie tut und hat sich so entscheiden.

Zweitens, und das finde ich persönlich wichtiger, wenn Freunde Scheiße bauen, dann unterstützt man sie und kündigt ihnen nicht die Freundschaft (Kapitalverbrechen natürlich ausgenommen, aber das ist ja hier nicht der Fall). Vor allem dann nicht, wenn man selbst mit der Situation gar nichts zu tun hat.
Statt Dich entsetzt abzuwenden solltest Du lieber versuchen ihm in dieser Situation zu helfen, bzw. herausfinden, wie ihm es eigentlich bei der ganzen Sache geht.
Wer die wahren Freunde sind merkt man erst wenn man mal Fehler macht und da muss ich sagen, auf mich wirkst Du nicht wie ein echter Freund.
 

Benutzer77488 

Verbringt hier viel Zeit
Mal angenommen dein Freund hätte nach deiner Frage geantwortet, dass er nicht darüber reden möchte, was mit besagter Ehefrau gelaufen ist.... glaubst du, du würdest jetzt anders reagieren? Ich glaube das ehrlichgesagt nicht.

Er ist ein Freund, aber nicht DEIN Freund, ich finde nach wie vor nicht, dass er dir Rechenschaft schuldig ist und dir sagen muss, wann er mit wem was hat.
Ich habe auch einen männlichen besten Freund und frage auch hin und wieder nach wie's mit seinem Liebesleben steht, aber wenn er es nicht erzählen mag oder er mich "anlügt", dann weiß ich höchstens, dass mich seine derzeitige Situation nichts angeht. Ich wäre da jetzt auch nicht direkt böse auf ihn, weil es eine sehr private Sache ist. Ja, ich wäre vielleicht traurig, weil er mich anlügt, aber ich würde da erstmal kein Tamtam drum machen. Hast du ihn den schon mal gefragt, WARUM er dich angelogen hat?

Wenn er mir etwas erzählt und ich finde, dass er nicht korrekt handelt, dann sage ich ihm meine Meinung dazu und damit ist die Sache dann gegessen. Ganz ehrlich, ich würd meinen besten Freund vielleicht auch "anlügen", wenn er mir intime Fragen stellt oder ich wüsste, dass er total zickig reagiert und die ganze Freundschaft nach meiner Erzählung in Frage stellt. Ein bester Freund ist ja gerade dazu da, dass man ihm alles erzählen kann ohne verurteilt zu werden.

Abgesehen davon erwähnst du im 1. Thread rein gar nichts darüber, dass er dich angelogen hat und du deswegen traurig bist, es geht rein um die Tatsache, dass er ein Ehebrecher sein soll (was im Übrigen auch in deiner Überschrift steht) und du das moralisch nicht korrekt findest.
Er entschuldigt sich ja sogar bei dir, was ich total übertrieben finde. Als ich euer Gespräch gelesen hatte, dachte ich es wäre ein Gespräch zwischen dir und deinem Partner.

Mein Tipp: Sage ihm nochmal, dass du es nicht gut findest, von ihm belogen zu werden. Vielleicht kannst du dich in Zukunft mit intimen Fragen auch ein bisschen zurückhalten. Er wird dir schon alles erzählen, wenn er will. Und dann vergiss diese leidige Sache. EURE Freundschaft beeinflusst das ja gar nicht mal wirklich.
 

Benutzer38494 

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er hat sie deshalb angelogen. Er hat abgestritten, dass da was läuft.
Er hat deswegen die Freundschaft weniger gepflegt.

das ist natürlich eine totale schweinerei die man nicht tolerieren kann. :kopfschue

meine fresse ... nicht auszudenken, wenn ich jedem die unwahrheit erzählen würde, mit dem ich freundschaften pflege oder gar ein kumpelhaftes verhältnis habe ... und sie wäre auch noch gegengeschlechtlich!!!! :eek:

er hat deswegen auch noch die freundschaft weniger gepflegt?
so ein (p)flegel! :cry: :kopfschue

wie alt war er noch gleich?
mitte anfang 20 und jungfrau?
er hat eine frau gefunden mit erfahrung, bei der er sich wohl und sicher gefühlt hat und hat es mit ihr getrieben und seiner kumpeline nichts davon gesagt?
die kumpeline hat einen freund wobei er VIELLEICHT lieber mit ihr diesen schritt gewagt hätte, weil er sich so sicherer gefühlt hätte?
sicherer in dem sinne, das er sonst zu schüchtern ist und nicht mit irgendwem ins bett springt?

also das ein mann einer "freundin" sowas nicht sagt, kann ich nicht (wo kann man wörter wie "nicht" durchstreichen????) nachvollziehen! :rolleyes:

Er weiß gar nicht mehr, wie es dazu gekommen ist :ratlos: . Wie es dann zu dem zweiten und dritten Ausrutscher einige Tage später kam, konnte er sich ebenso wenig erklären. Und nein, es war kein Alkohol im Spiel...

weißt du was hormone machen?
weißt du wie männer leicht zu beinflussen sind?
weißt du wie schnell ein mann sich hinreißen lassen kann/will?
weißt du was es bedeutet für einen mann, wenn er denkt er ist eine ewige jungrau?

Nein, ich glaube nicht -jedenfalls nicht nur deswegen. Aber mich regt es einfach auf, dass er es mir nicht von sich aus erzählt hat.

sorry, aber genau das ist immer wieder das, wo ich mich frage, was DICH das persönlich angeht und ob er jetzt ein völlig anderer mensch ist nur weil er mit wem gefickt hat und ich glaube auch nicht das dich das alles nur deswegen beschäftigt, weil er mit einer verheiratet frau gefickt hat.
klar beschäftigt dich das, weil du ihm das nicht zugetraut hast, ok.
es ist auch ok, das du enttäuscht bist, das er dich angelogen hat.

ich verstehe nur immer noch nicht, was DU dich so darüber aufregst, statt versuchst ihn zu verstehen und eine stütze zu bieten, FALLS du wirklich nur eine kumpeline ... sprich weiblicher freund für ihn bist.

was macht einen freund denn aus?
eben DAS man keine angst haben muss verurteilt zu werden, oder?

ob er in deinen augen einen fehler gemacht hat oder nicht sollte doch zweitrangig sein.
es sollte auch zweitrangig sein, das er sich eine zeitlang nicht gemeldet hat, oder mit DIR (der du ja wohl in einer festen beziehung lebst) verpflichtet ist rechenschaft abzulegen bzw. DIR zu sagen was er wohl mit wem macht und gemacht hat.
das ist doch immer noch ganz allein SEIN ding un sene privatangelegenheit.

freunde sind da, wenn man sein herz ausschütten will.
freunde sind da, wenn man sich wohl fühlen will.
freunde gehen nicht hin und verurteilen einen.
freunde sind menschen die einen mögen weil man so ist wie man ist und akzeptieren einen.
freunde denken an den freund und nicht, warum man etwas nicht erzählt bekommmt ... also nicht an sich selbst.
freunde bekommen dinge erzählt ... um dinge los zu werden, ohne das man angst haben muss ... denn sonst wird man unehrlich.
freunde ... sind die personen, denen man dinge anvertrauen MAG.
und freunde sollten wissen, das sie sich glücklich schätzen dürfen, wenn jemand soviel vertrauen hat einem ein geheimnis anzuvertrauen, ohne das es gleich die ganze welt erfährt.

ja, freunde sind ein wichtiger bestandteil des lebens.
man findet nur ganz wenige. :zwinker:

naja, so sehe ich das zumindest ... aber ich kann mich auch irren. :smile:

glaub mir, ich denke nicht das du ein falscher freund bist, oder sonstwas.
ich will dir auch nichts böses oder was unterstellen.
frag dich einfach mal, was DU von einem freund erwartest ... sofern es wirklich auch von deiner seite aus (nur) eine freundschaft ist. :zwinker:
 

Benutzer53592 

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Den einzigen "Fehler", den dein Kumpel begangen hatte war der, damit er diese Eskapade, Kurzaffäre, Sinnesrausch oder wie man(n)/frau es nennen mag, überhaupt einer Person erzählt hat...wäre das nicht der Fall gewesen, würden sich jetzt nur genau die 3 Personen damit befassen, denen das wirklich etwas angeht.
Jetzt kommen über 5 Ecken Erzählungen, (dort wird zumeist der betrogene Partner immer als der Liebe und Nette dargestellt, während die anderen Beteiligten grundsätzlich die Bösen sind) Ehe-Internas usw. ans Tageslicht, wo man überhaupt nicht weiß, welche "Beweggründe" es gibt und wieviel Wahrheit oder Spekulation ist.

Was mich wundert ist die Tatsache, damit der Thread sich um 100% gewandelt hat...in den Anfangsposts wurde sich "nur" darüber echauffiert, weil der Freund aufgrund des Fremdgehens in den Augen der TS eine charakterliche Niete und gewissenloser Ehebrecher mit widerwärtigen Machenschaften (bei beiden keine Liebe im Spiel, Ficken im Ehebett etc.) ist.
Hinterher "relativiert" sich das Ganze mehr dahingehend, damit er die "Freundschaftsgrundlagen" (wie z. B. Ehrlichkeit) gebrochen hat.


Nennt mich naiv, aber ich hätte nicht gedacht, dass es im echten Leben, noch dazu in meinem nahen Umfeld, so etwas gibt


Und genau das ist es, was dich m. E. so zu erschüttern scheint und emotional völlig aufwühlt.
Deine bisher heile Welt in Sachen Moral- und Treuevorstellung hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten, denn es passierte in der unmittelbaren Nähe...und diese Nähe bedeutet "Bedrohung", Bedrohung für die eigene kleine Welt, wo man solche "Dinge" bisher bestenfalls vom Hörensagen kannte, aber die Beteiligten womöglich völlig anonym und "ganz weit weg" sind.
Jetzt wirst du mit der wahren, aber bösen Welt konfrontiert und kannst nicht gut damit umgehen...aber es ist kein Alptraum, kein schlechter Film...es ist die Realität, die einen grausam in Erinnerung ruft, damit Liebe und das (sexuelle) Glück nicht immer nur von Dauer ist und damit viele Leute "Leichen im Keller" haben, denen man das nicht im Geringsten zugetraut hätte.


Off-Topic:
Meine beste Freundin (auch verheiratet) schwärmte mir hin und wieder von einem Arbeitskollegen vor. Wochenlang! Ich fragte sie mehrmals, ob er mehr als ein guter Kollege sei und ob das was laufe. Sie verneinte das ständig...bis sie VON SELBER ankam (ich bohrte irgendwann nicht mehr nach) und mir erzählte, damit sie eine Affäre mit dem Mann angefangen habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie zu "verstoßen", als charakterliche "Niete" zu bezeichnen oder mich auf die Seite des Ehemanns, der mir auch sehr gut bekannt ist, (im Übrigen auch eine sehr ungute Situation/Konstellation) zu schlagen, (ich habe nur auf Fragen sachlich geantwortet, die sie mir gestellt hatte oder gab ihr Denkanstöße ohne moralische Keule) obwohl ich vielleicht sogar mehr "Grund" gehabt hätte als du mit einem "Nur-Guten-Kumpel". Aber vielleicht ist die Freundschaft von gleichgeschlechtlichen Beteiligten von mehr Toleranz, Verständnis und intensivem Mögen geprägt. Ich weiß es nicht!
 

Benutzer6910 

Ist noch neu hier
Jetzt wirst du mit der wahren, aber bösen Welt konfrontiert und kannst nicht gut damit umgehen...aber es ist kein Alptraum, kein schlechter Film...es ist die Realität, die einen grausam in Erinnerung ruft, damit Liebe und das (sexuelle) Glück nicht immer nur von Dauer ist.

Ein bisschen pathetisch, meinst Du nicht :zwinker: Tatsächlich denke ich eher, dass das ganze Zusammenspiel von Liebe, Sex und Treue in der Realität zuweilen ein wenig komplexer ist, als so manche(r) erstmal glaubt. Zum Glück. Einfaches s/w-Denken bringt einen da jedenfalls nicht auf Dauer weiter.

Off-Topic:
Aber vielleicht ist die Freundschaft von gleichgeschlechtlichen Beteiligten von mehr Toleranz, Verständnis und intensivem Mögen geprägt. Ich weiß es nicht!

Ich denke nicht. Sowohl mein bester Freund (immerhin seit >20 Jahren) als auch eine meiner wenigen wirklich guten Freundinnen haben sich schon Eskapaden geleistet, über die sogar ich den Kopf schüttel. Trotz allem hat mich daran immer nur interessiert, wie's ihnen geht, nicht den anderen Beteiligten. Sofern ich nicht gerade einer der Beteiligten war, aber das ist ein anderes Thema :grin:
 

Benutzer53592 

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Ein bisschen pathetisch, meinst Du nicht :zwinker: Tatsächlich denke ich eher, dass das ganze Zusammenspiel von Liebe, Sex und Treue in der Realität zuweilen ein wenig komplexer ist, als so manche(r) erstmal glaubt. Zum Glück. Einfaches s/w-Denken bringt einen da jedenfalls nicht auf Dauer weiter.

Mag pathetisch klingen, drückt aber meine Meinung und obendrein nichts anderes aus, was du von der Komplexität gewisser Dinge schreibst...aber es ist doch so: Je "weiter" gewisse Sachen von mir weg sind und je "unbekannter" die Personen, desto weniger kratzen sie mich oder berühren emotional.
Aber wenn man mit solchen Dingen irgendwann wieder konfrontiert wird, dann relativiert sich alles auch - selbst wenn die Moralvorstellungen womöglich unverändert bleiben.

Off-Topic:
Ich denke nicht. Sowohl mein bester Freund (immerhin seit >20 Jahren) als auch eine meiner wenigen wirklich guten Freundinnen haben sich schon Eskapaden geleistet, über die sogar ich den Kopf schüttel. Trotz allem hat mich daran immer nur interessiert, wie's ihnen geht, nicht den anderen Beteiligten. Sofern ich nicht gerade einer der Beteiligten war, aber das ist ein anderes Thema :grin:

Ich habe keinen "besten Freund", drum wusste ich es nicht. Aber schön, dass es anders auch so ist...vor allem hast du es auf den Punkt gebracht: Das "Wohl" (aber auch das Unwohlsein) meiner Freunde geht mir über alles und andere Beteiligte haben mich da noch nie aus dem Konzept gebracht.
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
Im Gegensatz zu den meisten hier versteh ich deine Gedanken. Ich hätte auch extreme Probleme, mit so jemandem weiterhin befreundet zu sein.

Viele schreiben "Man mag einen Freund, weil er ist, wie er ist." ... den Satz allein kann man so doch aber nicht stehen lassen. Man mag einen Freund aufgrund der Eigenschaften, die man von ihm kennt, und die man im weitesten Sinne "gut" findet. Und natürlich geht man davon aus, ihn auch in Zukunft zu mögen; eben da man ja davon ausgeht, dass er ein "guter" Mensch ist ("gut" ist hier natürlich rein persönliche Definitionssache).

Wieviele hier würden denn weiterhin zu ihrem Kumpel halten, wenn der seine Frau schlagen, einen Mord begehen, sich an Kindern vergehen würde?
"Das kann man doch nicht vergleichen" -- doch, kann man. Denn es geht nicht um die "Schlimme" der Tat selbst, sondern um die persönliche Wertung von "schlimm". Was für viele moralisch nicht verwerflich ist bzw. sie es vllt sogar selbst tun würden, ist für andere unverzeihlich.
Nur vor diesem Hintergrund kann man der TS Ratschläge geben. Sie findet die Tat ihres Kumpels offensichtlich verwerflich, also hilft es nicht, ihr immer wieder zu sagen, dass es doch an sich ganz knorke von dem Kumpel war, die Alte zu knallen.


Ich persönlich hab extreme Vorstellungen von Werten bzw. Ethik, und auch wenn ich von meinen Freunden nicht erwarten kann, dass sie in diesen Dingen genauso denken wie ich, gehe ich doch davon aus, dass sie zumindest keine Dinge tun, die ich für wirklich verwerflich halte.
 
S

Benutzer

Gast
Sie findet die Tat ihres Kumpels offensichtlich verwerflich, also hilft es nicht, ihr immer wieder zu sagen, dass es doch an sich ganz knorke von dem Kumpel war, die Alte zu knallen.

Sehe ich ganz genauso. Ich kann nicht pauschal sagen, dass ich wegen so einer Begebenheit die Freundschaft "kündigen" würde, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich vor solchen Leuten den Respekt verlieren könnte.

Respekt ist allerdings ein Grundpfeiler in einer Freundschaft und deshalb würde sich die Bindung zu diesem Menschen mit der Zeit "von ganz alleine" lockern.

Ich verliere einfach das Interesse an einem Menschen, der Dinge tut, die ich abscheulich finde. Für mich ist das dann eine ganz normale Entwicklung, auf die ich innerlich noch nicht mal Einfluss nehmen kann.

Edit: Das war allerdings auf die Person bezogen, die in einer Beziehung steckt. In dem Fall ist der Kumpel ja Single und da ist er niemandem Rechenschaft schuldig. Eine Glanzleistung ist sowas zwar nicht, könnte ich aber noch eher nachvollziehen.
 

Benutzer67627  (51)

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Wieviele hier würden denn weiterhin zu ihrem Kumpel halten, wenn der seine Frau schlagen, einen Mord begehen, sich an Kindern vergehen würde?
"Das kann man doch nicht vergleichen" -- doch, kann man. Denn es geht nicht um die "Schlimme" der Tat selbst, sondern um die persönliche Wertung von "schlimm".
uiuiui....laaangsam

das ist wirklích kein vergleich und du kannst es auch nicht als persönliche definition von "schlimm" abtun...
das eine sind straftaten und das andere ist einfach "nur" eine moralische verfehlung...und das noch nichtmal von ihm, sondern von der frau.
also vorsicht mit solchen vergleichen :zwinker:
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Denn es geht nicht um die "Schlimme" der Tat selbst, sondern um die persönliche Wertung von "schlimm". Was für viele moralisch nicht verwerflich ist bzw. sie es vllt sogar selbst tun würden, ist für andere unverzeihlich.

Da gebe ich dir Recht, denn das sind Mitgründe, warum Meinungen darüber auseinandergehen.
Nur sollte man vielleicht auch bedenken, dass nicht jeder bis an sein Ende ein "Gutmensch" bleibt/ist, sondern mit Sicherheit irgendwann in seinem Leben einen -in anderen Augen- ebenfalls unverzeihlichen (moralischen) Fehler begehen wird.
Grundsätzlich kann ich deine und ähnliche Einstellungen verstehen, auch wenn ich anders handeln würde, denn ich habe in jungen Jahren bei solchen Themen ähnlich emotional reagiert, aber wie du siehst, sind es gerade die "alten Hasen", die aufgrund der Lebenserfahrung und der vielleicht mit der Zeit veränderten Einstellung zum Sex/Liebe gewisse Dinge aus einer anderen Sichtweise betrachten können, ohne dass alle dadurch komplett ihr moralisches Gewissen verloren hätten.

Wenn man bei das Handeln bei einem Freund/Freundin absolut nicht nachvollziehen und einen begangenen Fehler (war es überhaupt einer und traf ihn alleinige "Schuld"?) auch nicht verzeihen kann, dann hat die Freundschaft m. E. sowieso keinen allzu großen Sinn mehr...(was soll er denn jetzt noch großartig machen? Bitterlich bereuen? Zu Kreuze kriechen? Sich 1000x entschuldigen? Schwören, damit das nie wieder vorkommt?) dann sollte ein ordentlicher und fairer Schlussstrich gezogen werden (den man hoffentlich nicht irgendwann bitterlich bereut) mit den Worten "ich will diese Freundschaft nicht mehr aufrechthalten, weil..."
 

Benutzer81475 

Verbringt hier viel Zeit
Wieviele hier würden denn weiterhin zu ihrem Kumpel halten, wenn der seine Frau schlagen, einen Mord begehen, sich an Kindern vergehen würde?
"Das kann man doch nicht vergleichen" -- doch, kann man.

Das was du hier vergleichst sind STRAFTATEN!!! Und ja einen Mord begehen und ein Kind misshandeln sind seh wohl sehr viel schlimmer und bei diesen beiden Dingen lasse ich auch keine "Ansichtssache" gelten!

Was für viele moralisch nicht verwerflich ist bzw. sie es vllt sogar selbst tun würden, ist für andere unverzeihlich.
Nur vor diesem Hintergrund kann man der TS Ratschläge geben. Sie findet die Tat ihres Kumpels offensichtlich verwerflich, also hilft es nicht, ihr immer wieder zu sagen, dass es doch an sich ganz knorke von dem Kumpel war, die Alte zu knallen.

Die TS hat am Anfang nur eine konkrete Frage gestellt:

Wie konnte er nur???

Ich denke die Beiträge, die gekommen sind sprechen für sich: viele Menschen haben eine andere Moralvorstellung!
Und: Niemand hat gesagt das es toll war von ihrem Freund mit einer verheirateten Frau zu schlafen. Es wurde nur gesagt, dass die Hauptschuld nicht bei ihm liegt sondern bei der Frau (denn sie ist verheiratet). (Was ich übrigens unterschreibe)

Das Hauptproblem der TS ist ja aber eigentlich, dass ihr Freund sie belogen hat:

Da kann ich dich (TS) schon ein bisschen verstehen. Generell ist (von einem Freund) belogen zu werden scheiße und tut weh!
Allerdings warum ich in diesem Bereich kein so großes Problem wäre, ist weil ich finde das die eigene Sexualität Privatsache ist.

Deshalb hätte ich auch kein so großes Problem ihm zu verzeihen, weil es im Grunde nicht wirklich etwas ist, das mich was angeht (speziell wenn ich nicht die beste Freundin bin).

Man mag einen Freund aufgrund der Eigenschaften, die man von ihm kennt, und die man im weitesten Sinne "gut" findet.

Genau! Allerdings hat auch jeder Mensch nicht so gute Eigenschaften und da kommt es dann darauf an das man auch mit diesen leben kann und Fehler verzeihen kann, eben weil man die guten Eigenschaften zu schätzen weiß.
Eine gute Beziehung besteht aus geben und nehmen.

In diesem Punkt gut finde ich dieses Sprichwort:
"Wer Freunde ohne Fehler will, bleibt ohne Freunde"

"Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es, beizustehen wenn man im Unrecht ist. Jeder ist auf der Seite desjenigen der im Recht ist." (Mark Twain)
 

Benutzer44072 

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Geklärt haben wir ja längst, dass nur der ein Ehebrecher sein kann, der verheiratet ist. Alles andere widerspricht doch schon der Logik. Man wirft ja auch nicht dem Supermarkt vor, in den Diebstahl "verwickelt" zu sein.

Wenn ich mir vorstelle selber von meiner Partnerin betrogen zu werden, fände ich das schon sehr schlimm. Sicherlich wäre mir der Typ nicht sympathisch, aber er hätte für mich nicht viel mit der Sache zu tun.

Es wäre allein eine Sache zwischen ihr und mir, die die Allgemeinheit nichts angeht.

Ich finde es geschmacklos, dass sie es in dem Ehebett getan haben. Aber noch viel geschmackloser finde ich es, wenn eine völlig unbeteiligte Person mit einer anderen völlig unbeteiligten Person lang und breit solche Details ausdiskutiert. :ratlos: Dabei finde ich es völlig unerheblich, ob diese Personen "auf meiner Seite" wären oder nicht, sowas gehört sich einfach nicht. Warum erzählt der Dir sowas?

Dieses be- und verurteilen der moralischen Verfehlungen von anderen zusammen mit dem mehr oder weniger genüsslichen Ausbreiten schmutziger Details ist ja keine neue Erscheinung. Davon ist die Welt aber noch nie besser geworden. Ich finde es völlig unangemessen für die wirklichen beteiligten, wenn solche Themen in der Art besprochen werden und der Ehemann muss so noch weitere Peinlichkeiten ertragen. Ist das denn besonders fair?

Die Beteiligten sollen sich für sich selber Gedanken über ihr jeweiliges Verhalten machen und das für sich persönlich bewerten und eventuell die Konsequenzen daraus ziehen. Alles andere ist doch nur schmutziger Kaffeeklatsch.

Du kannst dem Freund vorwerfen das er Dich angelogen hat und bei dieser Sache die Euch beide angeht, könnt ihr versuchen entweder wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen oder die Konsequenzen zu ziehen.
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
Mag jetzt etwas über ein Jahr her sein, da hat ein guter Freund von mir etwas mit der Frau seines Arbeitskollegen angefangen, die auch ein kleines Kind mit ihrem Mann hat. Ich hätte das auch nicht von ihm erwartet und es hat mich schon etwas verwirrt wenn dann beide als Paar bei ihm zu Besuch waren und alle drei beisammen saßen!

Tatsache ist aber die drei müssen damit klar kommen, ich kann meine Meinung haben,aber die interessiert in dem Fall keinen.
Meinem Freund würde ich das aber moralisch nicht vorwerfen, das ist seine Kiste. Natürlich hat ihn diese Story aber nicht sonderlich attraktiv gemacht, als er dann 4-5 Monate später meinte seine Gefühle für mich zu entdecken. Freundschaftlich war das aber kein Grund für mich, denn Kontakt zu ihm einzsuchränken!
 
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