waren das vergewaltigungen?achtung detailiert

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Dennoch noch eine Frage an michi

Du denkst(auch)das Fall zwei ne vg ist?auch wenn nicht richtig eingedrungen wurde
Du verbeißt dich da irgendwie in die Begriffe. Vielleicht war es "nur" eine versuchte Vergewaltigung, aber das wäre für das Opfer auch nicht so entscheidend. :hmm: Eine Straftat bleibt es so oder so.
 
M

Benutzer

Gast
Es ist ein Übergriff und ein Sexueller Missbrauch, dass einen hauch von Vergewaltigung hat
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Off-Topic:
Hier nochmal ganz deutlich: Rechtsberatung ist bei uns verboten. Gerade an diesem Thread kann man auch sehen, warum: alle möglichen Leute stellen ihr eigenes Rechtverständnis als juristischen Fakt dar. Mir ist klar, dass es von den Meisten einfach nur locker ausgedrückt und nicht unbedingt als Fakt gemeint ist.
Dennoch: Ihr könnt gerne darüber diskutieren, was Ihr denkt, welcher juristischer Begriff für Euch passend wäre oder was Ihr persönlich über die Beispiele denkt. Aber bitte versucht nicht, sie juristisch zu klären.
 
G

Benutzer

Gast
Leidet "sie" bis heute darunter?

Dann ist es erstmal vollkommen egal, wie Justitia diese Taten definiert. Ob "Vergewaltigung" oder "sexuelle Nötigung" - für mich gehört das Geschilderte eindeutig in den Bereich "traumatische Erfahrung".

Oder geht es um eine Anzeige?
 

Benutzer53338 

Meistens hier zu finden
Wenn's um eine Anzeige geht dann bitte zum Weißen Ring und Gutschein für eine Rechtsberatung ausstellen lassen.
 

Benutzer10752 

Beiträge füllen Bücher
Kein Mensch darf einem anderen Menschen seinen Willen aufzwingen, und diesen Willen dann mit physischer Kraft durchsetzen. Völlig egal, von was wir hier reden. Dein freier Wille ist nämlich ein Grundrecht.

Völlig unabhängig von jeglichen rechtlichen Fragen sehe ich auch nicht, warum das "Eindringen" schlimmer zu bewerten sein sollte, als "Drauflegen und versuchen, einzudringen". Beides ist, falls nicht von der Frau gewünscht, erniedrigend, und eine Form von Gewalt.

Da dir die Begriffsdefinition ja offenbar wichtig ist: Wenn es für "sie" eine "Vergewaltigung" war, dann, würde ich argumentieren, war es auch eine. Genauso wie ich sagen würde, dass ich eine Beleidigung erleide, sobald ich mich beleidigt fühle. Ob der andere dann sagt "Aber ich wollte das doch gar nicht", spielt keine Rolle, sobald ich verletzt wurde. Das mögen Juristen teilweise anders sehen, unter anderem weil die Beweisführung von "Gefühl" nicht einfach möglich ist, aber wir reden hier ja, wie betont wurde, nicht von juristischen Begriffen, sondern von soziologisch-politischen Begriffen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
In meinen Augen stellst du die falsche Frage. Andere haben das ebenfalls schon aufgegriffen und ich will dir auch erklären warum.
Viele Menschen, gerade jüngere, suchen nach alles erschlagenden Begriffen. Dabei ist es egal um welche Lebenssituation es geht. Man sucht nach möglichst großen Schubladen um alles einordnen zu können.
Oft und gerne diskutiert: Ab wann kann man von "Sex" reden?
Oder: Sind wir jetzt zusammen?
oder oder oder...
Es gibt fast gar keine allumfassenden Begriffe. Das fängt schon damit an, dass jeder die Begriffe anders definiert, völlig egal was dazu im Duden steht. Es sind nämlich die Menschen, die den Duden machen, nicht der Dudgen der die Definitionen von Menschen macht. Versteh mich nicht falsch. Der Duden und seine Kollegen sind in meinen Augen extrem wichtige Werke zur Orientierung, aber eben genau zu dem..zur "Orientierung".

Es hat überhaupt und gar kein Gewicht ob 10, 20, 1000 oder 1000000 Juristen, Philosophen, Warenverkäufer, Mechaniker oder Milchbauern den einen oder den anderen Fall als "Vergewaltigung" oder "sexuelle Nötigung" oder "Pittiplatschplumps" nennen.

Am Ende geht es ums Verarbeiten. Am Ende geht es wohl darum, ob du dir selbst erlaubst das zu verurteilen, was mit dir gemacht wurde und ob du dir selbst erlaubst damit klar zu kommen, dass es okay ist, dass du dich nicht wehren konntest. Das ist natürlich sehr schwer und wird Zeit brauchen. Es ist aber der einzige Weg.

Wenn du darüber reden magst (ob nun du es in wirklichkeit warst oder eine Freundin), dann darfst du sehr gerne weiter davon berichten. Es wäre aber natürlich sehr viel wichtiger von deinen Gefühlen dazu zu schreiben. Die sind im Augenblick das Primärproblem...
 

Benutzer53338 

Meistens hier zu finden
Wenn ich mal kurz dazwischen gehen darf: doch, solche Begriffe können wichtig sein, gerade wenn man sich im Anfangsstadium der Verarbeitung befindet. Warum? Weil es dabei hilft sich selbst und seine Gefühle zu akzeptieren. Der Begriff "Vergewaltigung" ist schlimm. Eine Vergewaltigung an sich ist schlimm. Folglich habe ich als Opfer auch das Recht mich schlimm zu fühlen. Bei allem anderen wäre es ja nur meine blöde Anstellerei. Ja, am Anfang können solche "Schubladen" hilfreich sein, um für sich selbst zu Kategorien und um für sich selbst die "Bestätigung" zu bekommen das man so, wie man sich fühlt auch fühlen darf.
 

Benutzer122983  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kann mir das nur im umgekehrten Fall vorstellen - wenn eine Frau mir den Finger gegen meinen Willen in den Po stecken würde, wäre das laut Gesetz auch eine Vergewaltigung. Allerdings würde ich nicht gleich "Vergewaltigung" schreien, wenn sie mir den Finger rein steckt und ihn nicht gleich wieder raus zieht, nachdem ich "lass das" gesagt habe. Ich würde ihr eher eine deutliche Ansage machen, und ihr zeigen, dass sie das bloß nicht nochmal versuchen soll. Soo schnell kann mich jemand nämlich nicht demütigen, dafür habe ich zuviel Stolz und Selbstbewusstsein. Und da ich mich ja dafür entschieden habe, mit ihr ins Bett zu gehen, kann mir Intimität mit ihr ja jetzt nicht sooo unangenehm sein, selbst wenn sie mal kurz etwas tut, was ich nicht will.

Ich spreche hier etwas an, das viele vermutlich wieder nicht verstehen werden - aber ein "Opfer" muss auch stark sein dürfen. Wir akzeptieren Opfer meist nur als feige Schwächlinge. Auch eine Frau muss es zugestanden bekommen, sich nach einem ungewollten Eindringen mit dem Finger nicht als vergewaltiges Häufchen Elend zu fühlen und stark genug zu sein, das unter vier Augen mit dem Gegenüber auszumachen. Es sei denn, die eigenen Grenzen wurden massiv oder wiederholt überschritten - dann ist natürlich eine Anzeige fällig.

Wenn man die Sache selbst mit dem Gegenüber klärt, indem man ihn zur Sau macht, so ist der Vorteil nämlich auch, dass man die Sache selbst aktiv in der Hand hat. Man fühlt sich stark.

Bondage schrieb:
Folglich habe ich als Opfer auch das Recht mich schlimm zu fühlen.

Das Problem ist, wenn aus diesem Recht eine Pflicht gemacht wird : "Du MUSST dich jetzt schwach, hilflos, vergewaltigt und erniedrigt fühlen."

Als Beispiel nenne ich nur Natascha Kampusch, die teilweise angefeindet wurde, weil sie kein heulendes Häufchen Elend war.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer53338 

Meistens hier zu finden
Das Problem ist, wenn aus diesem Recht eine Pflicht gemacht wird : "Du MUSST dich jetzt schwach, hilflos, vergewaltigt und erniedrigt fühlen."

Als Beispiel nenne ich nur Natascha Kampusch, die teilweise angefeindet wurde, weil sie kein heulendes Häufchen Elend war.

Darum geht es hier aber gerade gar nicht und ich will das auch in keine Diskussion ausarten lassen wie man sich wann wo und wie als Opfer zu fühlen hat. Es war nur mein Einwand aus eigener Erfahrung das es insbesondere dann hilfreich sein kann, wenn man beginnt sich mit dem was einem widerfahren ist auseinander zu setzen.
 

Benutzer130226  (32)

Ist noch neu hier
Bondage

Du hast es haargenau auf den Punkt getroffen,genau so.empfinde ich das.

Cubano
Ja aber dieser netter Herr hat ja anhand des bsp schon allein.zweimal die Grenze überschritten!
Er hat ja danach nochmal versucht einzudringen,und es bis auf ein paar mm gepackt,obwohl erstens klar war,Sex will Sie nicht,und zweitens Sie oft sagte Nein ,und er nicht aufhörte,sondern auf Sie einredete.

All
Also nochmal,es geht nicht ums juristische,und ja es geht um mich,und ich hatte eine verdannte Angst,allerdings war ich noch so jung und verliebt,das ich kaum verstand,was er mir Grad antat.
Schwer zu beschreiben
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Die genauen Begrifflichkeiten spielen eine Rolle, wenn diese Erlebnisse rechtlich aufgearbeitet werden, d. h. wenn es eine Anzeige und eine Gerichtsverhandlung gibt. Denn dann muss natürlich ein exakter Tatbestand ermittelt werden, der dem Beschuldigten zur Last gelegt wird.

Wenn es aber um dich persönlich geht, dann macht es keinen großen Unterschied, ob du das Erlebte "Vergewaltigung" oder "sexuellen Missbrauch" oder noch ganz anders nennst. Das "Namensschild", das du dranhängst, ändert nichts an den Erlebnissen, deinen Gefühlen in der Situation oder den Gefühlen, die du jetzt im Nachhinein hast. Und du brauchst auch keine Legitimation, um etwas als schlimm zu empfinden - du hast es so empfunden, also ist es für dich so gewesen, egal welcher Tatbestand laut Strafgesetzbuch das nun wäre. Dieser Kerl hat deine Grenzen überschritten und gegen deinen Willen gehandelt, also hat er an dir Unrecht begangen, und du hast jedes Recht, das auch so zu empfinden.

Ich nehme an, das Ganze ist schon einige Jahre her - gab es einen bestimmten Anlass, weswegen es dich jetzt wieder beschäftigt? Oder hast du das immer irgendwie mit dir rumgetragen? Wie geht's dir dabei, wenn du jetzt darüber nachdenkst?
 

Benutzer118751 

Öfters im Forum
Alles, was über ein Nein hinweggeht ist übergriffig. Wenn es sich dabei um sexuelle Handlungen handelt dann ist das zumindest Belästigung oder Nötigung, wobei das hier über beides hinausgeht. Ja, das ist MINDESTENS eine Vorstufe der Vergewaltigung.
 

Benutzer130226  (32)

Ist noch neu hier
Naja eingesehen habe ich es erst vor zwei Jahren,da bin ich zusammen gebrochen.
Anlass vielleicht,das ich ihn letzte Woche nach vielen Jahren wieder gesehn hab.
Wie fühle ich mich?es tut weh,hilflos,Angst,Ekel
 
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