War das Missbrauch?

malia1303

Benutzer191234  (19)

Ist noch neu hier
Hallo, es gab mit meinem Vater seit ich ein kleines Kind bin immer wieder komische Situationen, die ich einfach nicht einordnen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich Missbrauch war, oder ob ich einfach übertreibe.

Erstmal zu den Situationen:
Soweit ich weiss hat es angefangen, als es so ungefähr drei oder vier war. Mein Vater hat mit mir immer ein Spiel gespielt, wo es darum ging, dass er mir immer in den Po gekniffen hat, als Strafe dafür wenn ich mich nach dem Baden oder beim Umziehen nicht schnell genug wieder angezogen hab. Das hörte dann auf als ich so acht oder neun war.
Drei Monate vor meinem 15. Geburtstag kam es dann erneut zu eine seltsamen Situation, als er mich unarmt hat, aber nicht ganz normal, sondern er hat mich mit einem Arm feste an sich rangedrückt, dass ich nicht weg konnte und mit der anderen Hand hat er mir einmal an den Po gegrapscht. Danach hat er mich ganz normal gehen lassen ohne noch was zu sagen, aber es war irgendwie nichts mehr wie vorher ich hatte danach ständig Angst dass es wieder passiert, wurde schreckhaft und konnte schöecht schlafen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich von dem in meiner Kindheit nichts mehr. Zwei Wochen später hat er mir dann im Vorbeigehen nochmal an den Po gefasst und wieder einige Wochen später hat er es erneut versucht, aber ich hab es gemerkt und bin weggerannt woraufhin er rief „Da hast du nochmal Glück gehabt“. Danach passierte ein Jahr lang nichts mehr in die Richtung, aber dann bin ich zu ihm in‘s Auto gestiegen und hab mich ohne es zu merken direkt neben seinen Autoschlüssel gesetzt der auf dem Beifahrersitz lag. Er hat daraufhin unter meinen Po gegriffen um den Schlüssel zu nehmen Vielleicht wollte er echt nur den Schlüssel haben, aber hätte ee nicht fragen können, ob ich zur Seite rutschen kann, oder wenigstens einfach den Schlüssel nehmen können ohne mich zu berühren? Ich glaub das wäre ohne Probleme möglich gewesen.

Dann ist da noch das mit meinem sieben Jahre jüngeren Bruder. Als er so drei oder vier war begann bei ihm auch das Spiel, wo er ihm dann in den Po kniff, das gibg bis er so ca. sechs war, danach war das Wesen, dass ihn und mich immer gekniffen hat angeblich ausgewandert und lebt auf Hawaii (er hat dabei immer in der dritten Person gesprochen und meinte er wäre dass nicht, der das mit uns macht, sondern ein Wesen namens „der Popo Kneifer“).
Ca. ein Jahr später hat mein Vater dann angefangen meinen Bruder ohne irgendein Spiel drumherum zu berühren. Er hat ihn (soweit ich weiss) nie am Geschlechtsteil, sondern immer nur am Po berührt und hat ihn dort mehrmals wöchentlich immer wieder intensiv berührt und hat richtig gegrapscht und geknetet.

Ich weiss aufgrund dessen, dass er uns nie an den Geschlechtsteilen, sondern immer nur am Po berührt hat echt nicht, ob das wirklich Missbrauch war, oder ich zu empfindlich reagiere. Weil er hat es ja gegen meinen Willen/den Willen meines Bruders gemacht und es war eine sehr private Stelle. Und außerdem weiss ich ja, wie schlimm die Folgen für mich waren. Es fing an mit Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit, über Vermeidungsverhalten bis dahin, dass ich Angst hatte mein Zimmer zu verlassen und nachts schreiend aufgewacht bin, weil ich Albträume hatte.
Auf der anderen Seite war es nunmal „nur“ der Po und nichts schlimmeres und es kam nie zu wirklich extremen Handlungen, sondern nur zum Grapschen.

Würdet ihr sagen, das ist Missbrauch, oder ist das Verhalten normal?
 
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S

Benutzer189208 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das Verhalten ist auf jeden Fall nicht normal ! Ob man es als Mißbrauch bezeichnen kann ? Im juristischen Sinn weiß ich es nicht wirklich. Wenn es aber solche schlimmen Folgen für Dich hatte, solltest Du Dir psychologische Hilfe suchen bei Leuten, die sich besser mit sowas auskennen. Würde es auf alle Fälle an Deiner Stelle nicht in mich reinfressen.
 
zuletzt vergeben von
U

Benutzer177622 

Meistens hier zu finden
Hmmm... Ich kann's verstehen, wenn Eltern in Kinderknackpopos knuffen oder beißen oder draufklatschen.
Wir haben das auch getan, ohne dass wir das seltsam gefunden oder unsere Kinder Schäden davongetragen hätten. Meine Eltern auch. Freunde auch.
Es war aber immer klar, das das lustig gemeint ist.

Woraus leitest du ab, dass das nicht lustig gemeint war?
 
zuletzt vergeben von
U

Benutzer177622 

Meistens hier zu finden
Drei Monate vor meinem 15. Geburtstag kam es dann erneut zu eine seltsamen Situation, als er mich unarmt hat, aber nicht ganz normal, sondern er hat mich mit einem Arm feste an sich rangedrückt, dass ich nicht weg konnte und mit der anderen Hand hat er mir einmal an den Po gegrapscht.
Okay, das hatte ich gerade überlesen.
Nee, das geht natürlich gar nicht...
 
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Jenny2000

Benutzer190314  (22)

dauerhaft gesperrt
Würdet ihr sagen, das ist Missbrauch, oder ist das Verhalten normal?

Normal hört sich das nicht an. Wenn du dich von ihm dadurch missbraucht gefühlt hast, war es Missbrauch, egal was nun genau die juristische Definition von Missbrauch ist. Aber im Kontext von "Missbrauch" insgesamt, also im Spektrum des Möglichen, hast du mit dieser sehr leichten Form des Missbrauchs noch "Glück gehabt". Sonst würdest du ja die Eingangsfrage "War das Missbrauch" gar nicht stellen müssen, dann wüsstest du es sicher.
 
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Sklaen

Benutzer175418  (40)

Öfter im Forum
Zumindest hat er dein Vertrauen missbraucht. Sonst hättest du keine so schlechten Gefühle davongetragen.
Und so etwas gilt es als Eltern definitiv zu vermeiden.

Hast du denn heute auch immer noch Probleme damit wenn du daran denkst?
Wenn ja, such dir auf jeden Fall Hilfe.
 
zuletzt vergeben von
C

Benutzer185636  (38)

Klickt sich gerne rein
Rechtlich kann ich es nicht beurteilen. So wie Du es geschrieben hast, hat es aber auf jeden Fall einen negativen Beigeschmack.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass jede Situation, in der Du Dich unwohl gefühlt und missbraucht gefühlt hast, dann auch tatsächlich als Missbrauch zu werten ist.
 
zuletzt vergeben von
Erdbeere1106

Benutzer171033  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Missbrauch beginnt für mich ganz subjektiv und unjuristisch dort, wo Grenzen nicht gewahrt werden und ein Machtgefälle ohne Konsens ausgenutzt wird.
Das gilt im sexuellen Kontext genauso wie in anderen Zusammenhängen, und bleibt nicht mal auf das Körperliche beschränkt.
Es ist auch dann Missbrauch, wenn es unabsichtlich geschieht oder nicht zu Bewusstsein des* Missbrauchten oder Missbrauchenden gelangt. (Auch im Unbewussten können missbrauchende Handlungen natürlich Folgen hinterlassen. Auch nicht reflektierende Handlungsweisen können dazu führen, dass andere dadurch missbraucht werden.)
Die Problematik, die ich sehe, ist, dass dein Vater vermutlich keine bösen Absichten hatte und sich darüber nicht im Klaren war, dass für euch Kinder die Dimension nicht (nur) spielerisch, sondern viel ernster, sogar traumatisierend war.

Als Kind/Jugendliche war das bei uns im Sportverein regelrecht Gang und Gäbe, dass wir Kinder (unterschiedlichen Alters zwischen ca. 3 bis zu 16) auch mal einen Klaps auf den Po gefangen haben etc. Und ja- keiner von uns fand das je so richtig in Ordnung, und jeder von uns Heranwachsenden hat es "ohne zu mucken" geduldet. Es war das gelebte Machtgefälle zwischen "den Erwachsenen (Männern)" und uns.
Darum bin ich bei meiner mittlerweile Siebenjährigen damit auch sehr sensibel im Umgang mit ihr. Wir sind auch sehr körperlich und verkuschelt miteinander. Sie hat die Aufforderung, uns ganz klar zu sagen, wenn sie Berührungen welcher Art auch immer und an welcher Körperstelle auch immer nicht mag. Und das tut sie auch. So war es beispielsweise für sie über Jahre (von ca. 3 bis 6) gar nicht in Ordnung, geküsst zu werden (auf Wange, Stirn, Hals, wo auch immer). Jetzt fordert sie Küsschen wieder ein. Niemals würden wir Handlungen/Berührungen wiederholen, von denen wir merken, sie treiben unser(e) Kind(er) von uns weg.
Und sie hat auch die Freigabe, sich offensiv gegen die grenzüberschreitenden Handlungen Dritter zu wehren, wenn sie diese als aufdringlich empfindet. Und diese nicht "aus Respekt vor Erwachsenen" zu dulden. Darum hat sie als etwa Vierjährige mal jemanden in den Finger gebissen, der ihr ins Gesicht greifen wollte, und als Sechsjährige meine Tante angespuckt, als diese ihr mit Spucke einen Fleck aus dem Mundwinkel wischen wollte. Und das, obwohl sie sich im Allgemeinen sehr wohlerzogen zeigt.
Aber ich fürchte, dieses Erkennen ist nicht für jeden leicht, und was du beschreibst in der Generation vor uns gar nicht so selten.

Die Frage für mich bezogen auf deine Situation ist also nicht: Hast du Missbrauch erfahren? Hat dein Bruder Missbrauch erfahren? - Ganz klar ja!
Die Frage für mich ist, wie geht ihr mit der Situation um?
Wie ist das Verhältnis zwischen euch Geschwistern? Habt ihr über die Handlungen eures Vaters schon gesprochen? Könnt ihr miteinander darüber sprechen? Ist euer jeweiliges Empfinden ähnlich?
Wie ist euer Verhältnis zu eurem Vater heute? Wie offen könnt ihr mit ihm reden? Gibt es eine Chance, das mit ihm gemeinsam in offenen, aufrichtigen und klärenden Gesprächen aufzuarbeiten und auszuräumen?
Falls nein: Wie kannst du/könnt ihr für euch allein damit abschließen? Benötigst du zur Aufarbeitung professionelle Hilfe? Beeinträchtigt es dich noch in deinem heutigen Alltag, deinem Verhältnis zu deinem Körper, deiner Sexualität, deiner Vertrauensfähigkeit und Bindung in Beziehungen zu anderen Menschen?
Falls nein: Haken dran, und Augen auf bzgl. deines eigenen Umgangs mit dir anvertrauten Menschen, und nimm die Aufgabe mit und an, dein Umfeld zu sensibilisieren, falls du Ähnliches bei anderen beobachtest.
Falls ja: Arbeite es auf, und sei lösungsorientiert dabei.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Benutzer230479

Benutzer190993  (43)

dauerhaft gesperrt
Missbrauch beginnt für mich ganz subjektiv und unjuristisch dort, wo Grenzen nicht gewahrt werden und ein Machtgefälle ohne Konsens ausgenutzt wird.
Das gilt im sexuellen Kontext genauso wie in anderen Zusammenhängen, und bleibt nicht mal auf das Körperliche beschränkt.
Es ist auch dann Missbrauch, wenn es unabsichtlich geschieht oder nicht zu Bewusstsein des* Missbrauchten oder Missbrauchenden gelangt. (Auch im Unbewussten können missbrauchende Handlungen natürlich Folgen hinterlassen. Auch nicht reflektierende Handlungsweisen können dazu führen, dass andere dadurch missbraucht werden.)
Die Problematik, die ich sehe, ist, dass dein Vater vermutlich keine bösen Absichten hatte und sich darüber nicht im Klaren war, dass für euch Kinder die Dimension nicht (nur) spielerisch, sondern viel ernster, sogar traumatisierend war.

Als Kind/Jugendliche war das bei uns im Sportverein regelrecht Gang und Gäbe, dass wir Kinder (unterschiedlichen Alters zwischen ca. 3 bis zu 16) auch mal einen Klaps auf den Po gefangen haben etc. Und ja- keiner von uns fand das je so richtig in Ordnung, und jeder von uns Heranwachsenden hat es "ohne zu mucken" geduldet. Es war das gelebte Machtgefälle zwischen "den Erwachsenen (Männern)" und uns.
Darum bin ich bei meiner mittlerweile Siebenjährigen damit auch sehr sensibel im Umgang mit ihr. Wir sind auch sehr körperlich und verkuschelt miteinander. Sie hat die Aufforderung, uns ganz klar zu sagen, wenn sie Berührungen welcher Art auch immer und an welcher Körperstelle auch immer nicht mag. Und das tut sie auch. So war es beispielsweise für sie über Jahre (von ca. 3 bis 6) gar nicht in Ordnung, geküsst zu werden (auf Wange, Stirn, Hals, wo auch immer). Jetzt fordert sie Küsschen wieder ein. Niemals würden wir Handlungen/Berührungen wiederholen, von denen wir merken, sie treiben unser(e) Kind(er) von uns weg.
Und sie hat auch die Freigabe, sich offensiv gegen die grenzüberschreitenden Handlungen Dritter zu wehren, wenn sie diese als aufdringlich empfindet. Und diese nicht "aus Respekt vor Erwachsenen" zu dulden. Darum hat sie als etwa Vierjährige mal jemanden in den Finger gebissen, der ihr ins Gesicht greifen wollte, und als sechsjährige meine Tante angespuckt, als diese ihr mit Spucke einen Fleck aus dem Mundwinkel wischen wollte. Und das, obwohl sie sich im Allgemeinen sehr wohlerzogen zeigt.
Aber ich fürchte, dieses Erkennen ist nicht für jeden leicht, und was du beschreibst in der Generation vor uns gar nicht so selten.

Die Frage für mich bezogen auf deine Situation ist also nicht: Hast du Missbrauch erfahren? Hat dein Bruder Missbrauch erfahren? - Ganz klar ja!
Die Frage für mich ist, wie geht ihr mit der Situation um?
Wie ist das Verhältnis zwischen euch Geschwistern? Habt ihr über die Handlungen eures Vaters schon gesprochen? Könnt ihr miteinander darüber sprechen? Ist euer jeweiliges Empfinden ähnlich?
Wie ist euer Verhältnis zu eurem Vater heute? Wie offen könnt ihr mit ihm reden? Gibt es eine Chance, das mit ihm gemeinsam in offenen, aufrichtigen und klärenden Gesprächen aufzuarbeiten und auszuräumen?
Falls nein: Wie kannst du/könnt ihr für euch allein damit abschließen? Benötigst du zur Aufarbeitung professionelle Hilfe? Beeinträchtigt es dich noch in deinem heutigen Alltag, deinem Verhältnis zu deinem Körper, deiner Sexualität, deiner Vertrauensfähigkeit und Bindung in Beziehungen zu anderen Menschen?
Falls nein: Haken dran, und Augen auf bzgl. deines eigenen Umgangs mit dir anvertrauten Menschen, und nimm die Aufgabe mit und an, dein Umfeld zu sensibilisieren, falls du Ähnliches bei anderen beobachtest.
Falls ja: Arbeite es auf, und sei lösungsorientiert dabei.
Mit deiner Aussage.. inder Generation vor uns nicht so selten..
Muss ich dir recht geben und kann leider nur bestätigen, dass ich das auch noch erleben musste.
 
zuletzt vergeben von
ferdl

Benutzer171790 

Verbringt hier viel Zeit
Es könnte ja doch Missbrauch gewesen sein ...................
Gerade deswegen habe ich meine Enkeltöchter nie alleine beaufsichtigt und noch weniger trockengelegt und mache es noch immer nicht. Möchte mir mögliche Fehlinterpretationen und Unterstellungen einfach ersparen.
GdD war meine Tochter da die Jahre über nachsichtiger, sie selbst fing zum Schäckern, Kitzeln und Knuffen an und klar dass da Hände und Arme unbeabsichtigt auch in den Nahbereich intimer Körperstellen gelangen.
Weil auch Berührungen im Kleinkindalter genannt werden, auch deswegen nahm und nehme ich die Enkeltöchter nicht hoch, weil ich sie ja irgendwie umfassen und hochheben muss und dabei kommt man halt mit dem Popo in Berührung. Überlass ich den Eltern und den Omas.
Als Missbrauch würde ich es dann ansehen, wenn es eindeutig ist, dass der Vater durch den Körperkontakt persönlichen Nutzen zieht, eben Erregung oder es seiner Machtdemonstration dient. Ist es eine gedankenlose Aktion seinerseits würde ich es, wenn schon eher als sexuelle Belästung interpretieren, die man sich natürlich auch nicht gefallen lassen muss.

Aber ohne Gespräch wird man es nicht abstellen können.
 
zuletzt vergeben von
A

Benutzer180757  (47)

Öfter im Forum
Ich halte es insgesamt nicht für ok. Bezeichnend finde ich auch, dass er diese Aktionen einer dritten Person zuschrieb und meinte das sei nicht er. Das ist für mich ein Indiz, dass er selbst davon ausging, Grenzen zu überschreiten.

Ein wenig Sorgen mache ich mir um Deinen Bruder, der jetzt erst 11 (?) ist. Nicht dass er jetzt oder in Zukunft Dinge erdulden muss, von denen andere gar nichts ahnen.
 
zuletzt vergeben von

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