"Wann ist ein Mann ein Mann?" Oder: "...weil ich ein Mädchen bin"

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Was antwortet ihr, wenn euch jemand nach eurem Geschlecht fragt? Vermutlich wird die Mehrzahl hier sehr schnell und eindeutig "Ich bin ein Mann/eine Frau" antworten.

Definiert ihr aber euer Geschlecht allein durch das (Nicht-)Vorhandensein eines Penis/einer Vagina?
Was macht euch zu einem Mann/zu einer Frau - oder könnt ihr euch in diese Dichotomie gar nicht einordnen?
 

Benutzer101481 

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naja ganz einfach ich habe eine vagina und keinen penis :smile2:
ich denke mal das is das wodurch cih das am ehesten definiere ....
natürlich gibt es wie bei allem im leben auch bei der bestimmung des geschlechts ausnahmen aber sonst ...
ich finde ansonsten gibt es kein typisch mann und kein typisch frau
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Frau: XX
Mann: XY

Aber um es einfach zu sagen: Ja, wer bei der Geburt einen Penis hat, der ist ein Mann. Wer eine Vagina hat, der ist eine Frau. Natürlich ausgehend von einem gesunden Baby.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Frau: XX
Mann: XY

Aber um es einfach zu sagen: Ja, wer bei der Geburt einen Penis hat, der ist ein Mann. Wer eine Vagina hat, der ist eine Frau. Natürlich ausgehend von einem gesunden Baby.
Was ist mit Transsexuellen? :hmm:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Mittlerweile fühle ich mich als Frau. Ein Mädchen war ich eigentlich nie, sondern nur ein Kind.

Früher wollte ich immer ein Junge sein, weil ich das viel cooler fand. Heute weiß ich, dass ich Frau sein kann, unabhängig davon, wie ich fühle, denke und handle. Ist mir dann auch scheiß egal, ob jemand findet, dass das typisch oder untypisch ist.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was ist mit Transsexuellen? :hmm:

Da zitiere ich einfach mal:
Transsexualität oder Transsexualismus ist laut ICD-10, der „Internationalen Klassifizierung von Krankheiten” der Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung (vergleiche auch Transgender als nicht-klinischen Begriff). Sie liegt vor, wenn ein Mensch körperlich eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehört, sich jedoch als Angehöriger des anderen Geschlechts empfindet und danach strebt, sich auch körperlich diesem Geschlecht so gut wie möglich anzunähern.

Transsexualität ist also eine Krankheit, es ändert aber nichts am Geschlecht der Person.
 

Benutzer93180 

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Ich definiere mein Geschlecht für mich ganz selbstverständlich in erster Linie über meine weiblichen körperlichen Merkmale, wenn man das so ausdrücken kann.

Off-Topic:
Auf was willst du mit dieser Frage hinaus? Soll das eine Diskussion in die Richtung gehen "kann man Geschlecht überhaupt festlegen oder sollte jeder für sich selber entscheiden was er ist?"
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Aber um es einfach zu sagen: Ja, wer bei der Geburt einen Penis hat, der ist ein Mann. Wer eine Vagina hat, der ist eine Frau. Natürlich ausgehend von einem gesunden Baby.
Demnach wären Transsexuelle nach dieser Definition krank :ratlos:?
Und was ist mit Zwittern?

Ich glaube nicht, dass man seine Geschlechtsidentität einfach auf biologische "Fakten" (dass diese schwammig sind, erkennt man ja an oben genannten Ausnahmen) stützen kann. Ehrlich gesagt "fühle" ich mich einfach als Frau, kann dieses Gefühl aber nicht rational resp. wissenschaftliche fundiert erklären :hmm:...
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube nicht, dass man seine Geschlechtsidentität einfach auf biologische "Fakten" (dass diese schwammig sind, erkennt man ja an oben genannten Ausnahmen) stützen kann. Ehrlich gesagt "fühle" ich mich einfach als Frau, kann dieses Gefühl aber nicht rational resp. wissenschaftliche fundiert erklären :hmm:...

Was glaubst du denn wie dieses "Gefühl als Frau" sich entwickelt hat? Meiner Meinung nach aufgrund deiner biologischen weiblichen Merkmale, weswegen du wahrscheinlich schon als Baby als "Mädchen" bezeichnet wurdest und auch dementsprechend aufgewachsen bist.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Was glaubst du denn wie dieses "Gefühl als Frau" sich entwickelt hat? Meiner Meinung nach aufgrund deiner biologischen weiblichen Merkmale, weswegen du wahrscheinlich schon als Baby als "Mädchen" bezeichnet wurdest und auch dementsprechend aufgewachsen bist.
Demzufolge wären ja aber eben NICHT die biologischen Merkmale ausschlaggebend gewesen, sondern die Behandlung des Umfelds aufgrund dieser.
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Mittlerweile fühle ich mich als Frau. Ein Mädchen war ich eigentlich nie, sondern nur ein Kind.

Früher wollte ich immer ein Junge sein, weil ich das viel cooler fand. Heute weiß ich, dass ich Frau sein kann, unabhängig davon, wie ich fühle, denke und handle. Ist mir dann auch scheiß egal, ob jemand findet, dass das typisch oder untypisch ist.
Hey, so gings mir früher auch!
Zwischen 6 und 12 (also bis zum Eintritt in die Pubertät) wollte ich unbedingt ein Junge sein. Ich habe mich Oliver genannt, mir die Haare kurz schneiden lassen und nur typisch jungsmäßige Klamotten getragen :grin:.

---------- Beitrag hinzugefügt um 12:58 -----------

Was glaubst du denn wie dieses "Gefühl als Frau" sich entwickelt hat? Meiner Meinung nach aufgrund deiner biologischen weiblichen Merkmale, weswegen du wahrscheinlich schon als Baby als "Mädchen" bezeichnet wurdest und auch dementsprechend aufgewachsen bist.
So war es eben nicht :grin:...
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Demnach wären Transsexuelle nach dieser Definition krank :ratlos:?
Ja, Transsexualität ist laut ICD10 eine Krankheit:
ICD-10-WHO-Ausgabe - Version 2006 - Onlinezugriff -> F64

Und was ist mit Zwittern?
Wenn ich das richtig gelesen habe, dann kommt es beim Menschen hauptsächlich zur Intersexualität durch Fehlbildungen während der Schwangerschaft oder hormonellen Störungen. Aber ich schrieb ja oben, dass ich von einem gesunden Kind ausgehe.
 
S

Benutzer

Gast
Ich definiere das Geschlecht daran, als was man sich fühlt. Es gibt ja durchaus Fälle, wo sich die Frau im falschen Körper, nämlich den eines Mannes fühlt und andersrum. Das akzeptiere ich und deswegen wäre er oder sie für mich auch eine Frau/ein Mann, trotz des anderen Geschlechtsorgans am Körper.

Zu dieser Ansicht kam ich aber erst im Alter. Früher hat man mir beigebracht, dass Leute mit Penis grundsätzlich Männer sind und Leute mit Vagina sind Frauen.

Statt des Geschlechtsorgans am Körper spielt für mich auch eine Rolle, wie der Mensch sich nach Außen hin gibt. Ist er sehr fraulich, aufgrund seiner Kleidung, seines Verhaltens etc. ist er für mich auch eine Frau... auch wenn da unten etwas bammelt - und andersrum.
 

Benutzer88899 

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Einmal logischerweise die Geschlechtsorgane. Und zum anderen mache ich es daran fest, dass ich mich einfach immer schon damit wohlgefühlt habe, ein Mäödchen bzw eine Frau zu sein und da gar kein Interesse bestand, als Junge bzw Mann zu leben. Ich mag nicht alle Sachen, die typischerweise Frauen zugeschrieben werden, trage z.B. fast nie Röcke oder Kleider, aber generell erfülle ich so ziemlich die meisten gängigen Kriterien.
 

Benutzer79116 

Meistens hier zu finden
Ich fühle mich als Mann, da ich nun mal einen Schwanz habe und in der Öffentlichkeit - also auch bekleidet - als solcher erkannt werde. Darüberhinaus mache ich mir aber keine Gedanken darüber und schere mich auch nicht darum, ob irgendein Verhalten im allgemeinen jetzt als männlich oder weiblich gilt.
 
L

Benutzer

Gast
Ich fühle mich als Mann und woher das kommt, ist mir eigentlich egal. Ich habe einige typisch männliche Interessen und einige neutrale. Ob einige Dinge weiblich behaftet sind, die ich so denke und mache, weiß ich gar nicht.
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
Ich fühle mich als Mann und woher das kommt, ist mir eigentlich egal.
Gerade das finde ich aber so interessant: Woher kommt dieses Gefühl?
[Klischeekiste:] Vom Interesse für Motorbasteleien und Fußballspiele, weil das ja so "typisch männlich" ist und der Abneigung gegen die Farbe Rosa?
 

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
Naja, ich würde das pure medizinisch-klinische Geschlecht auch aufgrund der äusseren Merkmale festlegen.

Aber ich würde eben unterscheiden, zwischen diesem und dem Gefühl, das man in sich definiert, bzw der Denkstrukturen, die man verfolgt.
Sehr schwer auszudrücken merk ich grad.
Ich meine, ich bin für mich weiblich, eindeutig, auch wenn ich einige Dinge sehr "unweiblich" sehe, und mir das auch schon öfters bescheinigt wurde. (Zitat Kumpel "boah, warum hab ich ne beste Freundin, die denkt wie`n Kerl?") Trotzdem bin ich für mich ne Frau, in jeder Hinsicht - sexuell erstens, wie auch mit dann wieder "typisch weiblichen" Ansichten.

Wenn man jetzt aber sagen wir Homosexuelle nimmt. Würde auch wohl jeder von sich nach dem biologischen Merkmal sagen, ich bin Mann oder Frau. Aber das Verhalten, Denken, Ansichten sind mehr oder weniger weiblich oder männlich, zumindest das was Forschung und Gesellschaft bzw "die Norm" darunter verstehen.
Mir ist etwas schleierhaft wieso Transexualität ne Krankheit sein soll, Homosexualität aber nicht. Wir haben da ein enorm interessantes Beispiel in unserem Lehrkörper (will ich öffentlich nicht ausführen...) aber da vermixen sich diese zwei Begriffe auf eine sehr verwirrende Art.

Meine persönliche Meinung dazu wurde mal in einem albernen Psychotest ohne grosse wissenschaftliche Grundlage sehr gut dargestellt.
Da gab ein Kästchen für biologisch Männlein oder Weiblein.
Und dann diverse Klischeefragen zum Denken und Verhalten.
Die Auflösung war ... ein DinA4 förmiges Kästchen als "Gesamtbereich" die untere Grenze war männlich, mittig war eine Grauzone als Übergang und ganz oben war weiblich. Und je nach Punktzahl der Antworten siedelte man dann irgendwo an.
Laut diesem Test war ich GERADE noch so weiblich, im Denken, aber ganz hart an der Grenze des Grausbereichs.
Lustigerweise hat ein schwuler Freund von mir den Test auch gemacht und war um einiges weiblicher als ich. Trotzdem sind wir uns durchaus einig, dass ich definitv ne Frau bin und er ein Mann.

Darum denke ich, das sind alles keine fixen Punkte, sondern eher fliessende Übergänge, je nachdem unter welchem Gesichtspunkt man die Frage stellt.
Ich fühl mich auch wirklich nicht in allen Punkten die sich erfahrungsgemäss darunter sammeln, dem weiblichen Geschlecht verbunden *seufz* Obwohl ich nie ein Mann sein wollte, auf Frauen stehe oder mit meinem Geschlecht BIOLOGISCH in irgendeiner Form unzufrieden wäre. Ich mag allerdings auch meine "unweiblichen" Ansichten lieber... und ich mag auch ganz gern, wenn ich als untypisch weiblich gesehen werde. Ich darf das sagen, ich studier in einem 95% weiblichen Studiengang...

"Warum fühlt ihr euch als Frau/Mann" Wird eigentlich immer aus biologischen Gesichtspunkten benatwortet werden. Richtigerweise.
Geht man in den Bereich von Ansichten und Denkstrukturen wirds kompliziert.

edit, habs grad nochmal gelesen und frag mich schon, ob verständlich wird, was ich meine...


Off-Topic:
Die Sache mit der Transsexualität beschäftigt mich jetzt... hm. aber ist es nicht auch erst um die 20 Jahre - wenn überhaupt- her, dass Homosexualität von dieser Liste gestrichen wurde...??
 
S

Benutzer

Gast
Gerade das finde ich aber so interessant: Woher kommt dieses Gefühl?
[Klischeekiste:] Vom Interesse für Motorbasteleien und Fußballspiele, weil das ja so "typisch männlich" ist und der Abneigung gegen die Farbe Rosa?

Das Gefühl kommt in meinen Augen durch die Erziehung. Jungs müssen mit Autos spielen, sie dürfen nicht weinen bla bla... Jungs spielen mit Jungs, die widerum auch so erzogen wurden, dass sie nur mit Autos spielen... sie nehmen sich den Papa zum Vorbild und der ist der Handwerker im Haus und kümmert sich gern um die Mechanik am Auto... und so prägt das das Kind und daher kommt auch das Gefühl: "Ich bin ein Junge."
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Männliche und weibliche Verhaltensmuster kommen meiner Ansicht nach aus der Gesellschaft. Frauen kochen, schminken sich und tragen Röcke. Männer spielen Fußball, müssen den Schrank aufbauen und tragen Hosen.
Objektiv betrachtet finde ich z.B. nicht, dass es "männlich" ist, wenn eine Frau gerne Fußball schaut.

edit: Die Fee war schneller... :grin:
 
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