Wann abtreiben?

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
Ramalam schrieb:
Achso, mir is nochwas eingefallen. Was wäre, wenn ihr unglaublich doll in euren Freund verknallt wärt und von ihm schwanger werden würdet, er das Kind aber absolut nich will?Also so richtig "Wenn du nich abtreibst, gehe ich.". Es gibt ja Frauen, die ein Kind abgetrieben haben, weil ihr Partner angedroht hat, sie ansonsten zu verlassen.
Ich persönlich würde mich niemals von meinem Partner erpressen lassen, schon gar nich mit sowas. Wie denkt ihr darüber?


Das finde ich so etwas von unfair und erpresserisch - so einem Typen gehören im Schlaf die Hoden mit Einmachgläser-Gummis zusammengequetscht
:madgo: .

Ich würd mich niemals erpressen lassen, erst recht nicht auf die Art !
 
D

Benutzer

Gast
Ich hab mir erst gestern Gedanken drüber gemacht, weil meine Tage zu spät kamen.

Ich habe in meinem Leben noch bisschen was vor, wenns auch nix Großes ist. z. B. Laufen gehen, in Urlaub fahren, abnehmen, weggehen, leben!!! Und das alles wäre mit einem Kind nicht möglich.

Da fragte mich mein Freund gester "Willst du es nicht doch behalten?" (also wenn ich tatsächlich meine Tage nicht gekriegt hätt). Obwohl wir mal abgemacht haben, wir lassen nen Unfall weg machen.

Und ich sagte nö, ich könnt mir das nicht vorstellen! Würde mein Leben als zerstört ansehen! Es ist eine Einschränkung, die zwar viel Freude bereiten kann, aber eben NUR, wenn man darauf vorbereitet ist bzw. wenn man bereit dafür ist!

:grrr:

Er kann das verstehen! Denn er hatte damals, als er 19 war, auch mal den Verdacht, Vater zu werden, und sah sein Leben schon kaputt...

Es ist etwas übertrieben, von wegen Leben kaputt... Aber ich habe mir einfach was anderes vorgestellt, ich habe verhütet und das Kind ist schlichtweg nicht gewollt! Und das würde es die ganze Zeit spüren.
 

Benutzer15353 

Verbringt hier viel Zeit
Zunaechst mal: Ich habe keine Kinder, ich will keine Kinder und ich bin auch keiner, der Kinder toll findet.

Aber wenn ich die Argumente von beiden Seiten gegeneinander abwaege, dann haben fuer mich die Abtreibungsgegner eindeutig die besseren Argumente (medizinische Indikation, Vergewaltigung mal aussen vor)

Fuer mich ist das in der 12. Woche ein menschliches Wesen, und damit hat sich jede weitere Diskussion eruebrigt.

Thyrsos schrieb:
Das Argument "du tötest ein Leben" halt ich fürn Witz - ab wann das als Leben gilt ist ja sowieso noch nicht geklärt abgesehen davon - schon mal Yoghurt gegessen - da haste auch Lebewesen in ungefähr der Größe gegessen *überspitzt*

Das ist das das absolute Highlight in diesem Thread. Selbst ein Krebstumor besteht aus lebenden Zellen. Ansonsten esse ich auch Joghurt und sogar Fleisch.

Der Punkt ist einfach: Das ist ein Mensch. Mir hat in der ganzen Diskussion (nicht nur hier, sondern generell) noch keiner schluessig klar machen koennen, ab wann es ploetzlich "plopp" macht, und sich ein was auch immer zu einem Menschen gewandelt hat.

Der Zeitpunkt der Geburt kann es m.A. nicht sein.

Die 12 Wochen sind eine rein politische Entscheidung -- warum nicht 6 oder 24 oder was auch immer???

die_venus schrieb:
JEDER Frau die ein Kind nicht austrägt und es brutal aus sich heraussaugen lässt, ist sich klar darüber was sie macht! Sie lässt sich schließlich einen Teil ihres eigenen Körpers entfernen. Sie informiert sich darüber, wie es gemacht wird und welche Folgen es für die Seele und den Körper haben kann und hat!

Wenn ich hier so einige Beitraege lese, dann hab ich ernste Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage.
 

Benutzer27435  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Oh ne, mir geht echt die Galle über wenn ich diese "sonnlosen" Gründe hier zu einer Abtreibung lese.

Ich will noch Spass im Leben, ich will meine ausbildung machen, ich will in Urlaub, ich will noch abnehmen und und und.

Eine Freundin von mir ist damals auch in der Probezeit ihrer Ausbildung ungewollt schwanger geworden und hat das Kind bekommen.
Sie hat sich zwar auch erst nach der Geburt des Kindes damit abgefunden das sie schwanger war, aber heute sieht es bei ihr alles ganz anders aus.

Sie hat ihre Ausbildung in der Schwangerschaft zwar abbrechen müssen, aber sie hat diese Anschliessend nachgeholt, ist ins Fitnesstudio gegangen und konnte uach auf Party`s gehen (wenn auch nicht immer ).

Mitlerweile hat sie ihr 2. Kind.

Was das finanzielle angeht, ist es für mich kein Argument.
Stellt euch mal vor, ihr bekommt ein Kind, in einer Zeit, wo es finanziell super aussieht.
Dann kommen durch gweisse Umstände auf einmal die schlechten Zeiten, wollt ihr Euer Kind dann auch los werden, weil ihr kein Geld mehr habt?

Sie Abtreibungsseite habe ich mir angesehen.
Kannte auch mal eine (leider weiss ich den Link nicht mehr), aber auf der Seite war es um einiges ausführlicher dargestellt.

Überfüllt Waisenhäuser, ja die gibt es, aber mit älteren Kindern.
Die meisten Leute wollen Baby`s adoptieren (was ich auch schade finde), aber da könnte das Baby schnell "vermittelt" werden.

Bei einem Fall habe ich auch fast das kotzen bekommen, denn da hat die Frau abgetrieben (1 Kind hatte sie schon), weil sie sonst nicht in ihr Brautkleid gepasst hätte und nicht in die Flitterwochen hätte fahren können und sie wollte ihren Lebensstandart nicht runterschrauben müssen.
Sorry, aber sowas finde ich einfach nur armseelig, dafür ein Leben zu "opfern".

Es gibt so viele Frauen, die keine Kinder bekommen können, aber gerne welche hätten.

Schade das sich Frauen nicht sterilisieren lassen können wenn sie noch sehr jung sind, denn das wäre woh für Frauen die absolut nie Kinder haben wollen die beste Lösung, und auch für das "ungewollte Kind".
 

Benutzer7971 

kurz vor Sperre
Silke74 schrieb:
Schade das sich Frauen nicht sterilisieren lassen können wenn sie noch sehr jung sind, denn das wäre woh für Frauen die absolut nie Kinder haben wollen die beste Lösung, und auch für das "ungewollte Kind".

Ja allerdings!!

Deine Links kratzen mich aber nicht im geringsten....
 
B

Benutzer

Gast
Ich möchte einmal eigene Erfahrungen bzw. die meiner Partnerin in den Raum stellen.

Meine Freundin wurde mit 16 ungewollt schwanger. Die Beziehung zum erzeugenden männlichen Wesen war unsicher, er leugnete die Vaterschaft bis zum Vaterschaftstest. Die Schule wurde in der neunten Klasse abgebrochen. Und das Leben ging trotz dieser schlechten Rahmenbedingungen positiv weiter: ihre Eltern kümmerten sich abends um den Julian, damit sie abends ihren Schulabschluss nachholen konnte.

Jetzt ist meine Freundin 20 und zum zweiten Mal ungewollt schwanger. Diesmal bin ich der Vater. Ich kann kurz den Fehler benennen: meiner Freundin wird von der Pille nur übel und muss des Öfteren erbrechen. Also ist das Kondom die Lösung. Und da ist man schon froh, wenn man schon einmal ohne Kondom Sex haben kann - wenn man sich nicht aus Versehen verrechnet :eek4:

Nun denn, mit 20 das zweite Kind, keine Berufsausbildung, kaum Geld. Mein Einkommen aus künstlerischer Tätigkeit reicht kaum dafür aus. Zudem sind bei meiner Partnerin einige psychische robleme nicht gelöst. Und trotzdem sind wir glücklich. Aus der Erfahrung gilt es mehrere Digne zu beachten:

1.) wenn ein Kind kommt, verändert sich das eigene Leben. Während man früher es am Wichtigsten fand, auf Parties zu glänzen, ist es jetzt am Interessantesten, sich dem Kind zu widmen. Es ist eine Frage der Perspektive: wenn man im Party-Lebensabschnitt steckt, denkt man, man verliert etwas. Aber mit der Schwangerschaft stellt sich quasi automatisch das Interesse um, und man verliert nichts, höchstens das Interesse am Partykult bzw. er reduziert sich. Und wenn man diesen verloren hat, wird man ihn auch nicht vermissen. Stattdessen würde ich unseren Julian vermissen. Zudem: auf arties kann man trotzdem noch gehen. Es fordert zwar Organisationstalent, die Kiddies irgendwo zu lassen, aber es ist nichts unmöglich.

2.) wir können unseren Kiddies keine großartigen materiellen Dinge bieten. Ich denke, dass die Liebe zu einem Kind nicht sich im Kaufen verschiedenster Dinge äußert. Julian hat nicht viele Sachen. Wir entdecken daran positive Entwicklungen: er ersetzt fehlendes Spielzeug durch eine ungeheure Phantasie und Kreativität. Und er ist selbständiger als die Kiddies, die ständig neue Reize benötigen, um glücklich zu sein. Dafür erhält er im Kindergarten die Bewunderung der anderen Kiddies, die von "reichen" Eltern stammen. Wichtiger ist die Frage, ob man sich als Elternteil selber minderwertig fühlt, weil man kein Geld hat. Erst wenn solch ein Minderwertigkeitsgefühl existiert, wird dieses auf die Kiddies übertragen. Wir denken, dass zum Glücklichsein nicht Geld und viel Besitz gehört. Und uns ist es wichtig, dass Julians Selbstbewusstsein nicht von der Anzahl seiner Playmobilmännchen abhängig ist.

3.) meine Freundin leidet unter psychischen Problemen. Die Geburt eines Kindes setzt einen selbst unter Druck, endlich sich und seine Welt aufzuraümen, was man sonst immer weiter wegschieben würde, weil man Angst hat, sich seiner Problemwelt zu stellen und etwas Unangenehmen zu begegnen. Das ist selbstverständlich anstrengend, aber nicht zuletzt sogar wichtig für die eigene persönliche Entwicklung. Beim eigenen Kind weiss man, unter welchen Fehlern man leidet, und man ist bemüht, diese Fehler nicht seinem eigenen Kind zu übertragen. Und es scheint zu gelingen.

Ich selbst habe die Schwangerschaft als eine Art "Schalter" erlebt: während ich vorher dachte, ich sei nicht reif für ein Kind, vielleicht irgendwann, macht es auf einmal klick, und man hat das Gefühl, dass das Leben erst jetzt plötzlich einen Sinn ergibt.

Und wenn ich losgehen muss zur Arbeit und mich zwei kleine Augen anschauen und zwei Arme mich umklammern und Julian mir sagt: "Bitte gehe noch nicht, Du musst noch sooooooo viel mit mir kuscheln!", dann weiss ich, was ich nie mehr in meinem Leben vermissen möchte.
 

Benutzer27435  (46)

Verbringt hier viel Zeit
@ Bluenote, das was du da geschrieben hast, finde ich echt schön.
Ich finde es so toll, das ihr es trotz allem versuchen wollt.

Ja, Kinder sind was wunderbares.
Es ist so schön, wenn sie zu einem kommen, und kuscheln wollen, oder wenn die dir sagen das sie dich lieb haben und man in deren Augen die beste Mami/der beste Papi der Welt sei.

@ honeybee, also ich finde es echt Gefühlskalt, wenn einem solche Bilder kalt lassen.
*kopfschüttel*

Mir fehlen echt die Worte bei Leuten, die sowas auch noch befürworten, wenn es keinen triftigen Grund zu einer Abtreibung gibt.
 

Benutzer7971 

kurz vor Sperre
Ich mag keine Kinder, erst recht keine Babys oder sogar noch kleinere....

Wenn das Tiere wären auf den Bildern fände ich das sehr traurig.
Ja meinetwegen stimmt was mit mir nicht, so ist es aber :grin:
 

Benutzer21337  (34)

Benutzer gesperrt
Ick find die Bilder schon sehr schockierend. Und nich nur die Bilder, auch die Berichte drumherum. Trotzdem bin ick immer noch der Meinung, dass Mütter, die sich nich in der Lage sehen, ein Kind großzuziehen, abtreiben dürfen. Und dass Babys ihre eigene Abtreibung überleben und dann noch stundenlang liegengelassen werden, bis sie von alleine sterben is doch immer höchst selten. Die Geschichte mit dem im Wassereimer ertränkten Kind glaube ick nich. In dem Raum waren doch sicher viele Leute, die hätten nich alle zugesehen, wie jemand n Kind ertränkt.
 

Benutzer28843 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde nur dann abtreiben, wenn das Kind von einer Vergewaltigung wär...

Die Methoden der Abtreibung, sind so bestialisch, da bring ich das Kind lieber zu Welt und geb es dann zur adoption frei

Quiffy :gluecklic
 

Benutzer27435  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Ramalam schrieb:
In dem Raum waren doch sicher viele Leute, die hätten nich alle zugesehen

Doch, leider kommt es wirklich vor.
Von einer Frau habe ich gehört, wie sie in so einer Klinik behandelt wurde, und das war sehr menschenunwürdig.
Wie mit einem Stück Vieh geht man dort teilweise mit den Frauen um.
 

Benutzer7854 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde Beides ankreuzen: wenn das Kind behindert wäre und wenn meine Situation es nicht zuließe.

Zum ersteren:
Wenn ich wüßte, dass mein Kind unfähig sein wird, ein halbwegs vollwertiges Leben zu führen, dann würde ich ihm definitiv die Qualen ersparen und abtreiben.
Durch die Pränataldiagnostik hat man heutzutage ja zahlreiche Möglichkeiten.

Und beim letzteren würde ich unterscheiden zwischen persönlicher Situation, die ein wenig ungeschickt ist (also, wenn ich nur denke, dass es kompliziert werden würde) und einer, in dewr es wirklich beinahe unmöglich wäre, ein Kind zu bekommen und zu erziehen.
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
ogelique schrieb:
Und beim letzteren würde ich unterscheiden zwischen persönlicher Situation, die ein wenig ungeschickt ist (also, wenn ich nur denke, dass es kompliziert werden würde) und einer, in dewr es wirklich beinahe unmöglich wäre, ein Kind zu bekommen und zu erziehen.

Gibt es die wirklich ? Wenn ein Mann aus "persönlichen Gründen" laufen geht, wo es ihm unmöglich erscheint, Vater zu sein bzw. sich zu diesem Zeitpunkt schon fest an eine schwangere Freundin zu binden - dann ist das Geschrei immer riesengroß und Menschen, die für seine Reaktion dann Verständnis zeigen sind ausgesprochen selten
 
1 Monat(e) später
S

Benutzer

Gast
@all:

Mich würde echt mal interessieren, welche Behinderungen ihr eigentlich meint? Welche ist es wert, in euren Augen eine Abtreibung auszuschließen und bei welcher würdet ihr dem Kind die Qualen ersparen wollen? :ratlos:

Ich habe selbst eine behinderte Freundin (sie ist Rollstuhlfahrerin, hat einen nichtbehinderten Freund und ein richtig tolles Leben - und sie ist von Geburt an behindert) und bin darüber hinaus mit vielen behinderten Menschen gemeinsam zur Schule gegangen, denn meine Schule war eine integrative Schule.

Sicher, es gibt ein paar Behinderungen (u.a. schwerste körperliche und geistige), wo ich es vollkommen verstehen kann, wenn eine Frau sich in diesem Fall gegen ihr Kind entscheidet, doch wie steht es z.B. mit Down-Syndrom, Spina Bifida oder Kleinwuchs? :eek: :ratlos: :eek:

Möchte hier absolut niemanden angreifen, doch bevor man sich gegen ein Kind allein wegen einer Behinderung entscheidet, sollte man erst einmal versuchen, Menschen mit eben dieser Behinderung kennen zu lernen, oder?! :zwinker:

Zu viele Frauen haben einfach die Meinung, dass sie niemals abtreiben würden - es sei denn, dass Kind ist behindert - womit sie sofort eine (vorschnelle) "Rechtfertigung" parat haben und dieser Begriff wird mir oft einfach nicht differenziert genug betrachtet. :kopfschue :rolleyes2

Na ja, ich meine es auf jeden Fall nicht böse, doch diese Fragen brannten mir einfach unter den Nägeln.

LG Sonnenblümchen :knuddel:
 

Benutzer9207 

Verbringt hier viel Zeit
Warum glauben immer alle, Menschen mit Behinderungen könnten kein vollwertiges Leben führen?

Behinderte sind genauso Menschen wie wir alle, mit Bedürfnissen und Wünschen und Stärken und Schwächen, und sie können sich genauso freuen und lachen und weinen und sich ärgern wie vermeintlich "normale"!

Was soll der Scheiß zu behaupten, Behinderte wären keine vollwertigen Menschen? Und sie hätten kein Recht zu leben? Sollte man sie das nicht selbst entscheiden lassen?
Wenn "behindert sein" so lebensnwert ist, warum bringen sich Menschen mit Behinderungen nicht reihenweise selbst um?

Das ist Denke aus dem Dritten Reich!
 

Benutzer29206  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Ob Behinderte vollwertige Menschen sind oder für voll genommen werden macht einen Unterschied. Ja, es ist längst erwiesen, dass Behinderte ein intensives und auch glückliches Leben führen können. Aber es ist ebenso eine Tatsache, dass Behinderte von der Gesellschaft immer noch massiv benachteiligt werden, oft aus dem einzigen und praktischen Grund, dass sie mehr Kosten verursachen. Ein behindertes Kind zu haben und aufzuziehen kann eine absolut neue und bereichernde Erfahrung sein, aber genauso gut eine starke und überfordernde seelische Belastung werden, denn sie bedürfen in fast allen Fällen besonderer und sehr intensiver Aufmerksamkeit jedweder Art. Deswegen verstehe ich es vollkommen, wenn jemand das nicht tragen will.
 

Benutzer9207 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man so argumentiert, ist es natürlich anders. Das ist ja dann wie mit "gesunden" Kindern; man kann/will nicht den nötigen Aufwand betreiben, den das Kind benötigen würde. Okay soweit.

Was ich schlimm finde ist diese Heuchelei von wegen "ich erspare damit doch dem Kind das Leiden" ... Das ist menschenverachtend.
 
S

Benutzer

Gast
@Cumulus:

Cumulus schrieb:
Was ich schlimm finde ist diese Heuchelei von wegen "ich erspare damit doch dem Kind das Leiden" ... Das ist menschenverachtend.
Du sprichst mir aus der Seele - vielen Dank! :smile: :smile:

Wenn meine Freundin das lesen würde, wäre sie mit Sicherheit total erschrocken und richtig entsetzt, tut mir Leid für die harten Worte, aber woher will man von vorneherein genau wissen, dass der behinderte Mensch kein schönes Leben haben wird? :eek: :ratlos:

Es kommt immer auf die Behinderung an sich an! :!:

Und dass ein behindertes Kind mehr kostet, stimmt ebenfalls nicht. Wer weiß... wahrscheinlich kostet es sogar noch weniger, weil es das Leben einfach viel mehr zu schätzen weiß und nicht so markengeil und konsumfixiert ist wie ein gesundes...

Na ja, bin auf jeden Fall auf weitere Antworten sehr gespannt!

LG Sonnenblümchen :knuddel:
 

Benutzer12443  (39)

Meistens hier zu finden
hm, wann MAN das niemals darf, kann ich so nicht sagen. jeder mensch ist anders und sollte es für sich entscheiden können. ich finde es allerdings sehr notwendig, sich darüber intensive gedanken zu machen, immerhin ist es eine entscheidung über das leben oder den tod.

ich persönlich halte es so, dass ich bei einer schwangerschaft, die unter normalen umständen zustande kommt und aus der ein normales kind hervorgeht, in keiner situation abtreiben würde. auch nicht, wenn ich finanzielle, beziehungtechnische oder gesellschaftliche probleme zu erwarten hätte.

sollte ich aber vergewaltigt worden sein, sollte das kind schwer behindert sein oder sollte ich aufgrund irgendeines leidens eine schwangerschaft nicht überleben können etc., dann würde ich es (glaube ich, bin aber nicht vollkommen sicher) tun. allerdings müßte ich mit dem wissen, mein eigenes kind getötet zu haben, weiterleben. das ist der preis der selbstbestimmung.
eine abtreibung bedeutet immer, einen menschen zu töten. da braucht man sich nichts vorzumachen.
 
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