Würdet ihr für irgendjemanden/ irgendetwas euer Leben geben?

Benutzer96776 

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Hallo Foris,

passend zu Ostern stellt sich mir diese Frage, ob ihr euch vorstellen könntet, ganz bewusst für jemanden euer Leben zu opfern bzw. zu riskieren (hab mich wohl etwas komisch ausgedrückt mit "opfern" - mir fiel im Moment nur leider kein anderes Adjektiv ein)

Schöne Feiertage euch allen und liebe Grüße!
 
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Benutzer148981  (25)

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Wenn das Land in dem ich leben würde mir nicht immer wieder suverieren würde wie asozial es in manchen Ecken ist, ja doch ein bisschen Patriotismus wäre bei mir durchaus vorhanden wenn Putin darauf pochen sollte, dass die 1,2 Prozent russischer Bevölkerung unbedingt an an Russland angeknüpft werden müssen :grin:
Ich atte wirklich eine Zeit lang überlegt zur Bundeswehr zu gehen, vor allem nach den Anschlägen in Paris und Skandinavien.....hab mir aber dann gedacht: Möglicerweise lässt du dabei dein Leben, ist es dir das Wert...und ich dacht mir so...nein...

Klar das Geld und das Abenteuer reitzt auch...aber ein bisschen überzeugung dürfte doch bei jedem der dahingeht vorhanden sein oder ?
 

Benutzer96776 

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Ja genau, auch die Frage bezog sich auf die emotionale Ebene, also so ganz unentgeltlich betrachtet.

Aber es gibt bestimmt leider auch Menschen, die des Geldes wegen zu allem im Stande wären :S
 

Benutzer18889 

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Der Post passt irgendwie nicht zum Thread? Aha, scheinbar soll er doch hier sein.


Ich würde mein Leben für meine Eltern und meinen Hund geben. Für meine Eltern ganz bewusst und für den Hund würde ich z.B. vor ein Auto springen, um ihn zu schützen.
 
G

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Für ewigen Weltfrieden, Harmonie und regenbogenfarbene Einhörner, die die Autos ersetzen :upsidedown:

Für andere Menschen ? Sehr schwer zu sagen... ich weiß nicht, ob ich spontan vor ein Auto springen würde, um einem Familienmitglied das Leben zu retten...und ich hoffe, dass ich niemals diese Entscheidung treffen muss:unsure:
 

Benutzer96776 

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Für andere Menschen ? Sehr schwer zu sagen... ich weiß nicht, ob ich spontan vor ein Auto springen würde, um einem Familienmitglied das Leben zu retten...und ich hoffe, dass ich niemals diese Entscheidung treffen muss:unsure:

Das hoffe ich auch und ich denke, keiner kann mit Sicherheit im Voraus abschätzen, wie er dann im Fall des Falles reagieren würde...
Aber ich stelle ja gerne solche "Was wäre, wenn..."-Fragen und denke, dass die Antwort auf solch eine Frage schon etwas über den Charakter eines Menschen aussagen kann.
 
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Benutzer152013 

Öfters im Forum
Es gibt genau zwei Menschen in meinem Leben, für die ich das tun würde. Aber natürlich bleibt da die Frage, wie ich in einem "Ernstfall" wirklich reagieren würde.
 

Benutzer115625 

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Hmm. Noch vor einigen Jahren habe ich diese Frage viel klarer mit ja beantwortet, als jetzt.

Heute ist mein Gefühl eher, dass ich mein Leben für andere "lediglich" auf's Spiel setzen würde, um sie zu retten. Zweifellos in vielen Situationen. Wenn ich jedoch sicher wäre, dass ich bei dem Versuch, das zu tun, selbst sterben würde - sprich die Chance eines "erfolgreichen" Outcomes nicht besteht - würden nur sehr wenige übrig bleiben, für die ich das tun würde.

Grüße,

Ali Mente
 
G

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Aber ich stelle ja gerne solche "Was wäre, wenn..."-Fragen und denke, dass die Antwort auf solch eine Frage schon etwas über den Charakter eines Menschen aussagen kann.

Naja, aber ich denke nicht, dass jeder wirklich so handeln wird, wenn er mal in die Situation geworfen wird :zwinker: Man sagt vielleicht "ja, ich würde das absolut immer und ganz bestimmt machen", aber die Realität ist eben nicht so...
Jeder weiß z.B dass Mobbing was total schlimmes ist und niemand macht das natürlich und findet es total verwerflich. Aber dennoch gibt´s ganz wenig Leute, die wirklich was tun und nicht nur "Anti-Mobbing"-Seiten auf Facebook liken...
 

Benutzer115625 

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Naja, aber ich denke nicht, dass jeder wirklich so handeln wird, wenn er mal in die Situation geworfen wird :zwinker: Man sagt vielleicht "ja, ich würde das absolut immer und ganz bestimmt machen", aber die Realität ist eben nicht so...
Jeder weiß z.B dass Mobbing was total schlimmes ist und niemand macht das natürlich und findet es total verwerflich. Aber dennoch gibt´s ganz wenig Leute, die wirklich was tun und nicht nur "Anti-Mobbing"-Seiten auf Facebook liken...
Ich war z.B. selbst schon in Situationen, die für mich selbst bedrohlich waren, als auch in Situationen, in denen andere bedroht waren und ich eingeschritten bin. Da bekomme ich schon ein grobes Bild davon, wie es um die meine "Handlungsfähigkeit" im Angesicht von Gefahr für mich steht. Insofern sind etwaige Aussagen nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Wenn ich noch nie mit derartigen Gefahrensituationen konfrontiert war, mag sich das vielleicht etwas anders verhalten, weil es schwer ist, sich die Ängste, die ich dem Moment habe, vorzustellen. Dennoch sind die Aussagen dann nicht völlig wertlos, mMn.
[DOUBLEPOST=1428243551,1428242458][/DOUBLEPOST]Das Problem, das ich in dieser Fragestellung mittlerweile auch sehe: So "selbstlos" es sein mag, mich für jemanden zu opfern, so groß ist mitunter die Bürde, die ich demjenigen auferlege, der damit die "Schuld" für meinen Tod trägt.
 

Benutzer146905 

Sehr bekannt hier
100%ig ja. Aber das hat eher zwei Gründe:
1. Mir sind andere Menschen sehr wichtig von Grund auf, aber nur wenn ich sie mag. Für mich gibt es nur zwei Arten von Menschen: Menschen für die ich alles tun würde und Menschen auf die ich einfach keinen Fick gebe, um es mal so auszudrücken.
Und 2. Ich bin mir selber eigentlich 0 wichtig. Mich würde es mehr interessieren wenn ein Sack Reis in China umfällt als mein eigenes Leben und allein deswegen schon würde ich mein Leben für andere hergeben.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Sehr schwierig - ich würde nicht wollen, dass sich jemand für mich opfert, und mir damit ungefragt eine riesen Verantwortung auflädt, was ich nicht mehr "zurückzahlen" kann.

Für irgendwen sicher nicht - so großzügig bin ich nicht. Für mir nahestehende Personen ... ganz ehrlich, weiß ich nicht. Ich hänge zwar nicht wissentlich allzu sehr an meiner Existenz, aber an sich mag ich mein Leben schon ganz gern - sollte ich es aufgeben müssen, dann aus einem für mich guten Grund.
Von daher in utopischen Situationen, in denen ich vorher überlegen kann, würde wohl Logik den Ausschlag geben. In spontanen Gefahren bin ich erfahrungsgemäß zu langsam, um fix zu reagieren (... das typische, man muss nicht schneller als das Nashorn sein, nur schneller als ich - und das ist nicht schwer...) bis ich überhaupt soweit käme, wärs vermutlich schon zu spät.

(und ich zähle hier nicht, mich in Schlägereien dazwischen zu stellen, wenn ich mir recht sicher bin, dass ich mir keine Schläge einfange, der andere jedoch schon - da fühl ich mich nicht mal sonderlich bedroht. Ich denke mehr als Unfallsszenarien, zum Beispiel)
 

Benutzer146984 

Meistens hier zu finden
ich weiß nicht, wie ich in einer Ernstsituation reagieren würde. Vermutlich wäre ich vor Schreck erstarrt und würde es später bitter bereuen nicht gehandelt zu haben und mein Leben riskiert/gegeben zu haben für den Menschen.
Für meine Schwester und meinen Freund würde ich vermutlich sterben, bei den anderen Familienmitgliedern bin ich schon stärker am Zögern, möglicherweise auch für die. Noch habe ich keine Kinder, aber für die würde ich ziemlich sicher auch alles aufs Spiel setzen.
Evtl. würde ich auch spontan auf die Strasse oder Gleise springen, wenn ich sehe, dass ein fremdes Kind dort reinstolpert. Das ist eine so plötzliche Sache, da handelt man eben schnell und instinktiv. Vorausgesetzt ich falle eben nicht in die vorhin schon erwähnte Schockstarre.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich würde es für mein eigen Fleisch und Blut tun. 100%ig und ohne viel Nachdenken. Das Leben meines Kindes wäre das Wichtigste auf der Welt für mich - da bin ich Löwenmama durch und durch.

Bei von mir geliebten Menschen könnte ich es nicht beantworten, aber generell wäge ich in Gefahrensituationen selten ab, ob ich mich selber in Gefahr bringe sondern agiere einfach. Das hab ich so gar schon für fremde Menschen getan.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich bisher immer mit einem blauen Auge davon gekommen bin und meine Sterblichkeit nicht bewusst wahrnehme. Manchmal dachte ich zwar schon 'Oh, da hättest du draufgehen können..', aber trotzdem hat es mich nicht nachhaltig beeindruckt.
 
G

Benutzer

Gast
Ich war z.B. selbst schon in Situationen, die für mich selbst bedrohlich waren, als auch in Situationen, in denen andere bedroht waren und ich eingeschritten bin. Da bekomme ich schon ein grobes Bild davon, wie es um die meine "Handlungsfähigkeit" im Angesicht von Gefahr für mich steht. Insofern sind etwaige Aussagen nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Naja, andererseits ist jede Situation verschieden. Selbst wenn man sein Handlungspotential kennt und schon eingeschritten ist, heißt das ja nicht, dass man es beim nächsten Mal genauso macht. Vielleicht helfe ich bei dem einen mal, weil nur wenige Aggressoren da sind und beim anderen mal rufe ich z.B gleich die Polizei, weil es diesmal zu viele sind...
 

Benutzer141430  (36)

Benutzer gesperrt
wenn wir das jetzt aus der sicht betrachten das ich 100% draufgehe wenn ich die person rette dann 100%ig für meine mutter, meine schwester meine ehefrau und meine kinder.

wenn wir davon sprechen das ich mein leben in gefahr bringe um andere zu retten kommen da sogut wie alle in frage.
ich hab mich schon das ein oder andere mal für leute in lebensgefährliche situationen gebracht die ich nicht einmal kannte.
ich bin ja seelisch kaum kaputt zu kriegen aber wenn ich z.B. nen kinderwagen auf die straße rollen sehen würde und da nicht einschreiten würde um mich selbst in sicherheit zu wiegen und das kind stirbt weils von nem wagen erfasst wird ... ohhaa ... ich glaub dann kann man mich einweisen.

bei mir ist das zwar auch so das ich in der situation eher reagiere als großartig darüber nachzudenken aber ich hab schon gemerkt wie bei mir in solchen situationen trotzdem die zahnräder anspringen und ich möglichkeiten innerhalb von sekunden durchgehe.
 

Benutzer127708 

Sehr bekannt hier
Ich würde bsp bei einer Flugzeugkaperung versuchen, das Lebenvob vllt 50.000 im Stadion oder dem AKW das angesteuert wird, nicht zu erreichen, durch früheren Absturz usw.

als Sekundenentscheidung wsl nicht weil ich dafür vllt viel zu lange denken müsste.
 

Benutzer115625 

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Naja, andererseits ist jede Situation verschieden. Selbst wenn man sein Handlungspotential kennt und schon eingeschritten ist, heißt das ja nicht, dass man es beim nächsten Mal genauso macht. Vielleicht helfe ich bei dem einen mal, weil nur wenige Aggressoren da sind und beim anderen mal rufe ich z.B gleich die Polizei, weil es diesmal zu viele sind...
Klar ist jede Situation verschieden. Aber ich bekomme einen Eindruck, wie weit ich bereit bin zu gehen.

Wenn ich nachts alleine durch einen einsamen Park laufe und auf 5 mit Baseballschlägern bewaffnete Nazis treffe, die jemanden zusammendreschen, ich würde garantiert nicht aktiv eingreifen. Ich würde die Polizei anrufen, und mich mit einen Sicherheitsabstand von 30m lautstark bemerkbar machen und sie auffordern, aufzuhören, im Wissen, dass ich im Zweifel schneller renne als sie und in der Hoffnung, dass sie "unter Beobachtung" und verständigter Polizei vom Opfer ablassen. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich bin vielleicht mutig, aber eben auch Realist.
 
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