Würdet Ihr Eure Kinder genauso erziehen wie Eure Eltern Euch?

Benutzer14785 

Verbringt hier viel Zeit
die sache ist die, dass ja nicht nur gesagt wird: entscheide selber. sondern eine situation geschaffen wird, wo ein "nein" bedeuten würde: "es ist mir egal, dass die tante allein ist, sich freuen würde mich zu sehen, und wir sie schon lange nicht mehr besucht haben." - welches kind kann auf sowas auf die dauer "nein" sagen.

Wenn es sich bei der Frage tatsächlich nur um eine Suggestivfrage handelt, wäre a) natürlich die ehrlichere Variante, keine Frage!
 
M

Benutzer

Gast
Ich werd sicher einiges übernehmen aus der Erziehung meiner Eltern.
Allerdings weiss ich jetzt auch, welche Erziehungsmassnahmen, Strafen, Verhaltensweisen etc. fehlschlugen und dem Kind im Endeffekt nichts Gutes tun. Das hab ich selber erlebt und möchte es auf keinen Fall an mein Kind weitergeben.
Einfach gesagt, ich übernehme die guten Elemente meiner eigenen Erziehung und versuche, den Rest besser zu machen.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Off-Topic:
Ist das Grund genug, um mit seinen Eltern nicht mehr zu reden? Wenn da nix Schlimmeres vorgefallen ist, finde ich das etwas überreagiert!
Du hast meinen Beitrag vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Mit dem Satz "Ich rede nicht mehr mit meinen Eltern" wollte ich aufzeigen, dass meine Erziehung wohl nicht die beste war. Das hat aber nichts damit zu tun, dass meine Eltern Hippies sind und ich alles durfte. Deswegen auch mein Absatz. Da ist um einiges mehr vorgefallen.
 

Benutzer27866 

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Ich denke, ich würde einiges ähnlich machen.

Allerdings würde ich für Dinge wie Staubsaugen, Wischen, Geschirrspüler aus- und einräumen u.a. eine Liste machen um die Hausarbeit gerechter zu verteilen.
 

Benutzer79932 

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Ich würde fast alles gleich machen, kleine Abweichungen vorbehalten. Ich finde, sie haben eine sehr gute Mischung aus Grenzen und Freiheiten, Vorschriften und Selbstentfaltung gefunden und ich konnte mich schon damals nicht beklagen und kann es auch rückwirkend nicht. Es fällt mir absolut nichts Nennenswertes ein, das ich anders halten würde.
 

Benutzer80156 

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Ich glaube ich würde da auch nicht viel anders machen ... habe tolle Eltern und da hats eigentlich nie was gegeben, wo wir gröber Schwierigkeiten gehabt hätten - also denke ich, das kann ich ruhig auch so übernehmen ;-)
Ich hatte bestimmte Grenzen, durfte aber auch viel ausprobieren und wurde immer unterstützt - waren perfekte Voraussetzungen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im großen und ganzen würde ich meine Kinder sicherlich so erziehen, wie ich von meinen Eltern erzogen wurde.
Natürlich nicht bis ins kleinste Detail... einige Dinge möchte ich nicht genau so machen und viele Dinge muss man an die Situation anpassen. (Einzelkind oder mehrere Kinder, Lebensumstände, Verhalten, Reife, Entwicklungsstand und Persönlichkeit des Kindes, etc.)

Aber die grundlegende Richtung, das Kind ernst zu nehmen, Regeln und Verbote zu begründen und mit dem Kind darüber zu diskutieren (aber nicht unbedingt davon abzuweichen), sowie dem Kind die eigenen Grundwerte und Einstellungen vorzuleben und nahe zu bringen, werde ich sicherlich beibehalten.

Und insbesondere werde ich eine Sache beibehalten: Meine Kinder haben allerhöchste Priorität! - Und nicht irgendwelche anderen Dinge wie Beruf, Freunde, Hobbies oder irgend etwas anderes!
(Was nicht heißt, dass diese Dinge unwichtig wären oder dass ich ihnen keine zeit mehr widmen würde... aber im Notfall sind die Kinder immer wichtiger!)

Nur eine Sache möchte ich anders handhaben: Ich möchte meinen Kindern, wenn sie schon älter sind und selbstständig werden (selbst in den Urlaub gehen, längere Zeit alleine zu Hause bleiben, etc.) mehr Vertrauen entgegenbringen und mir nicht so viele Sorgen machen, wie es meine Mutter immer noch macht (und wo ich immer noch dabei bin, meine Mutter zu "erziehen" :tongue:).
Aber ob ich das immer noch so sehe, wenn es dann um meine eigenen Kinder geht, ist wieder eine andere Sache :grin:

die sache ist die, dass ja nicht nur gesagt wird: entscheide selber. sondern eine situation geschaffen wird, wo ein "nein" bedeuten würde: "es ist mir egal, dass die tante allein ist, sich freuen würde mich zu sehen, und wir sie schon lange nicht mehr besucht haben." - welches kind kann auf sowas auf die dauer "nein" sagen. das kind kann eben nicht selbst entscheiden, wenn das so eine "entscheidung" ist. es ist ein doppelter hirnfick, ihm auch noch beizubringen, dass so ein vorgang sich "freie entscheidung" nennt. und z.b. nachher zu sagen: "du hattest eh die freie wahl, warum hast du auch ja gesagt, wenn du nicht hinfahren willst?" - das hängt das kind an seinen eigenen moralvorstellungen auf.
Bei deinem Beispiel würde ich sicherlich die Variante B wählen.
Ich finde keineswegs, dass es "hirnfick" ist!
Mit der Aussage "die Oma wäre traurig, wenn du nicht mitkommen würdest" oder "die Oma würde sich freuen, wenn du mitkommst" macht man sein Kind doch nur auf eine Tatsache, bzw. die zu erwartende Folge seines Handelns aufmerksam.
Man zeigt dem Kind, dass seine Entscheidung nicht nur Auswirkungen auf seine eigene Situation hat, sondern auch andere Personen, die ihm hoffentlich sehr nahe stehen, von dieser Entscheidung betroffen sind. Man bringt ihm bei, nicht nur egoistisch zu handeln, sondern auch an seine Mitmenschen und in diesem Fall insbesondere an die eigene Familie zu denken, was meiner Meinung nach mit zu den wichtigsten Dingen gehört, die Eltern ihren Kindern beibringen sollten.

Zusätzlich handelt es sich bei Aussage B nicht um eine absolute Aussage, die mit aussagt, dass die Eltern immer das letzte Wort und die alleinige Entscheidungsgewalt haben (wie Aussage A), sondern um eine Aussage, die zwar die von den Eltern gewünschte Tat klar zum Ausdruck bringt und auch begründet, warum die Eltern diese Meinung haben.
Also genau die Art, wie ich mir sinnvolle Erziehung vorstelle.
 

Benutzer64981  (33)

Meistens hier zu finden
Ich denke, ich werde meine Kinder ähnlich erziehen, wie meine Mutter uns erzogen hat. (Mein Vater hat nicht viel miterzogen, Eltern sind seit diesem Jahr endlich geschieden)
Ähnlich, weil ich folgendes ändern möchte :

- meine persönlichen Probleme haben meine Kinder nicht auch zu belasten (meine Mutter lässt sie an ihren Kindern aus - und zwar in einer sehr krassen Form)
- geht es mir schlecht, gehe ich meinen Kindern entweder aus dem Weg, oder erkläre es ihnen irgendwie. Für schlechte Laune gibts Sport oder Süßigkeiten :zwinker: (Das hilft meiner Mutter aber leider auch nichtmehr ... )
- ich möchte die beste Freundin meiner Kinder werden. Sie sollen keine Angst vor mir haben, wenn sie etwas angestellt haben.
- klare Grenzen werden gesetzt. Ich möchte zwar kein Kontrollfreak werden, aber ich hoffe auf das Verständnis meiner Kids, dass Mama mit 22 Uhr auch 22Uhr meint. Und nicht 22.30! :zwinker:
- meine Kinder werden nicht erpresst, nicht gegeneinander ausgespielt und auch nicht sonstiges. (alles schon erlebt, gang und gäbe wenns um die Familienbesuche oder Besuche beim Vater geht :kopfschue )

Jaa, ich denke, das wärs. Zu einem harmonischen Zusammenleben gehört noch viel mehr, und ich hab genau das nie erlebt - somit werde ich versuchen, meinen Kindern zu vermitteln, dass es zuhause schön ist...
 

Benutzer27369  (35)

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Eins vorweg: Meine Eltern (also meine Mutter + mein Stiefvater - mein richtiger Papa ist ein Idiot) sind klasse und ich bin sehr froh, sie als meine Eltern zu haben.

In den meisten Dingen würde ich ähnlich handeln. Sie haben höchstens bis zur dritten Klasse (bei meinem Bruder) bei den Hausaufgaben dabeigesessen, das hat früh Selbstständigkeit im Schulalltag gelehrt, was ich für einen intelligenten Menschen wichtig finde. Im Bezug auf Verbote im Bezug auf Alkohol und Co. waren sie sehr, sehr human. Da mein Bruder und ich sowieso freiwillig erst nach dem 16. Geburtstag unser erstes Bier getrunken haben, mussten sie es auch nicht. Wir wurden dennoch nie künstlich klein gehalten und mussten vieles alleine regeln, wie auch unseren ersten Urlaub zum Beispiel. Finanziell haben sie uns trotzdem sehr unter die Arme gegriffen (tun es auch immer noch), aber auch nicht bei jedem Wunsch sofort Ja und Amen gesagt. Aufgeklärt wurde ich auch nicht, auch das finde ich gut. Wenn ein Kind nicht völlig behämmert ist, muss es das auch nicht. Die einzigen Erziehungsangelegenheiten, die ich anders machen würde:

- Meine Kinder mehr in kleine Haushaltsangelegenheiten einbinden (z. B. zum Rasenmähen oder Aufräumen musste ich immer regelrecht gezwungen werden, weil sie einfach zu spät damit angefangen haben)
- die Ansprüche an die Partner meiner Kinder würde ich nicht unermesslich hoch ansetzen (die langjährige Beziehung meines Bruders ist an den Ansprüchen meiner Eltern (Perfektionismus) zerbrochen, ich habe meine letzten beiden Freundinnen, auch wenn's ewig her ist, nie vorgestellt, weil ich wusste, dass sie ihnen nicht gefallen würden)
 

Benutzer76717 

Verbringt hier viel Zeit
ich werde meine kinder genauso erziehen wie ich erzogen wurde. ich hatte und habe ein absolutes traum leben und genau das werden meine kinder auch genießen dürfen.sie werden ihre grenzen haben, allerdings werden diese großügig sein, sofern sie nicht vernünftig benehmen. (sprich: wenn sie nicht rumschreien und im supermarkt rumbrüllen spricht nichts dagegen, das meine kindern gerne lange aufbleiben dürfen!)

ach, ich hab eh die genialsten eltern der welt :grin:

Allerdings würde ich für Dinge wie Staubsaugen, Wischen, Geschirrspüler aus- und einräumen u.a. eine Liste machen um die Hausarbeit gerechter zu verteilen.

das sind arbeiten die ICH erledigen werde und meine kinder mit so einen mist nicht belasten werde! sie müssen z.b. ihre zimmer vernüftig halten und ihr glas in die küche bringen aber sicherlich nicht meine wäsche waschen !
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
(sprich: wenn sie nicht rumschreien und im supermarkt rumbrüllen spricht nichts dagegen, das meine kindern gerne lange aufbleiben dürfen!)
was hat das eine mit dem anderen zu tun?:ratlos:

kinder früher ins bett zu schicken, weil sie am nachmittag im supermarkt rumgebrüllt haben, is total contraproduktiv
 

Benutzer76717 

Verbringt hier viel Zeit
ich möchte damit ausdrücken, dass meine kinder später wenn sie sich anständig benehmen sehr viele freiheiten haben werden. sie werden wahrnehmen wie gut es ihnen gehen wird, sofern sie anstand und vernunft besitzen.

merke ich das mein kind negativ auffällt,zum beispiel abends draußen mülltonnen umkippt (doofes beispiel, ich weiß!) wird es abends nicht mehr so lange draußen bleiben dürfen. benimmt es sich, spricht nichts dagegen...

ich werde also meine kinder nach ihrem charakter erziehen (der eine braucht mehr, der andere weniger grenzen!) und nicht im vorhinein festlegen : das kind geht um 6 ins bett, es muss jeden morgen die schülmschine ausräumen etc.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Mit der Aussage "die Oma wäre traurig, wenn du nicht mitkommen würdest" oder "die Oma würde sich freuen, wenn du mitkommst" macht man sein Kind doch nur auf eine Tatsache, bzw. die zu erwartende Folge seines Handelns aufmerksam.

man bringt es dazu, zu wollen, was man auch will. ob es das selbst eigentlich wollte ist eine andere sache. mitgefühl etc sollte von selber entstehen und nicht durch verwinkelte, pseudofreundliche erziehungsgespräche eingeimpft werden, IMO.

Zusätzlich handelt es sich bei Aussage B nicht um eine absolute Aussage, die mit aussagt, dass die Eltern immer das letzte Wort und die alleinige Entscheidungsgewalt haben (wie Aussage A), sondern um eine Aussage, die zwar die von den Eltern gewünschte Tat klar zum Ausdruck bringt und auch begründet, warum die Eltern diese Meinung haben.

irgendwo ist es ein stückweit auch selbstverherrlichend. quasi: nicht nur weiß ich, was gut ist, nein, ich bin mir dessen auch so sicher, dass ich diese ansichten durch emotionales strafen/belohnen in den verstand vom sohn hineinverfrachte. wie gesagt, ich finde den unterschied zwischen autorität und autorität, die auch vor dem verstand eines kindes nicht halt macht, entscheidend.

außerdem muss die aussage ja auch nicht so schroff sein, wie ihr inhalt knapp ist. es ist auch bei aussage-B-anwendern so, man redet vernünftig mit den kindern, hat aber eine fixe vorstellung davon, was passieren soll. und ob ich dem kind jetzt sag: finds mies, wenn du willst, aber es ist deine tante und wir fahren sie heute besuchen, oder ob ich genauso davon überzeugt bin, dass es gescheit und wichtig ist, die tante zu besuchen, dem kind aber eine enorm großzügige wahl lasse, zwischen entweder freiwillig mitfahren, oder der brandmarke "dir ist egal, dass die tante dich so gerne sehen will etc.." garniert mit ein bisschen emotionalen konsequenzen der eltern gegenüber dem kind, dafür, dass es die "von den eltern gewünschte tat" nicht "begangen" hat, - dann ist das vom grad der autorität her auch schon egal.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
man bringt es dazu, zu wollen, was man auch will. ob es das selbst eigentlich wollte ist eine andere sache. mitgefühl etc sollte von selber entstehen und nicht durch verwinkelte, pseudofreundliche erziehungsgespräche eingeimpft werden, IMO.
Man bringt das Kind nicht dazu, zu wollen, was man auch will, sondern man erklärt seinem Kind, warum man will, dass es mitgeht.
Ich möchte meinem Kind meine Denkweisen, Einstellungen und Grundwerte (und dazu gehört auch der Respekt vor der Familie und den Großeltern) nahe bringen in der Hoffnung, dass sie möglichst viel davon übernehmen.

irgendwo ist es ein stückweit auch selbstverherrlichend. quasi: nicht nur weiß ich, was gut ist, nein, ich bin mir dessen auch so sicher, dass ich diese ansichten durch emotionales strafen/belohnen in den verstand vom sohn hineinverfrachte. wie gesagt, ich finde den unterschied zwischen autorität und autorität, die auch vor dem verstand eines kindes nicht halt macht, entscheidend.
Was ist daran emmotionales Strafen oder Belohnen?!? - Man teilt dem Kind die Tatsache mit, dass sich die entsprechende Person über einen Besuch sehr freuen würde oder über ein nicht Erscheinen traurig wäre.

Aber letztendlich wäre in einem solchen Fall die Entscheidung, dass das Kind mit muss, sowieso eigentlich schon gefallen.
Auch ein Kind muss manchmal Dinge tun, die es nicht unbedingt tun möchte...
Und so lange ich es nicht alleine zu Hause lassen würde, müsste ja sonst zusätzlich noch ein Elternteil auf dem Besuch verzichten.

Aber ich würde versuchen, dem Kind klar zu machen, warum wir die Tante/Oma oder sonst irgendwen besuchen.
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Also, ich hab meinem Sohn auch schon gesagt, dass XYZ traurig wäre, wenn wir nicht hinfahren. Manchmal sagt er dann "naaa gut, dann fahren wir halt hin" (weil er XYZ ja eigentlich gern mag und auch nicht will, dass derjenige dann traurig wäre, wenn er nicht käme) und an anderen Tagen, an denen er WIRKLICH keine Lust hat, sagt er knallhart "mir egal". Und WENN ich ihm die Wahl gelassen habe, stehe ich da auch dazu und dann bleiben wir schlicht und ergreifend eben daheim und XYZ kann dann so traurig sein wie er will, weil das eben mal der Keks entscheiden durfte und der wollt halt nicht. Ein schlechtes Gewissen hat deshalb niemand.

Und Mitgefühl kann man mMn ruhig ein bisschen "anerziehen", Kinder sind manchmal nämlich ganz schön gnadenlos...
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Was ist daran emmotionales Strafen oder Belohnen?!? - Man teilt dem Kind die Tatsache mit, dass sich die entsprechende Person über einen Besuch sehr freuen würde oder über ein nicht Erscheinen traurig wäre.

wirklich aus ist es damit aber nicht. aus wär es, wenn das kind dann fragt: "darf mir das, was du mir grad gesagt hast, auch völlig egal sein?" und du sagst: "ja.". wenn du aber sagst, dass du deine werte möglichst vollständig auf deine kinder übertragen willst, kanns damit nicht aus sein, du könntest nicht "ja." sagen, weil du ja willst, dass es dem kind nicht egal ist. wenn du konsequent bist, müsstest du in irgendeiner form sauer auf das kind sein. und auch wenn nicht, entsteht in seinem denken eine sanfte doppelbindung. du bist sein vater, du kannst deinen kindern nie nur einfach "etwas mitteilen", schon gar nicht so jungen kindern. glaub ich.

Aber letztendlich wäre in einem solchen Fall die Entscheidung, dass das Kind mit muss, sowieso eigentlich schon gefallen.
Auch ein Kind muss manchmal Dinge tun, die es nicht unbedingt tun möchte...

genau. aber muss es die auch unbedingt auch noch gerne tun?

Aber ich würde versuchen, dem Kind klar zu machen, warum wir die Tante/Oma oder sonst irgendwen besuchen.

das hab ich bei methode A auch nicht ausgeschlossen, bzw nachher gesagt, dass beides mit erklärung einhergeht, der unterschied aber ist, dass bei B gesagt wird: "entscheide selber" und bei A diese augenscheinliche wahl gar nicht erst gelassen wird. bzw richtet sich meine kritik nicht an die wahl, sondern an die umstände und die art der wahl. quasi "ich will nicht autoritär sein, aber ich will auch, dass das gfrast (bengel?) mitfährt", und lösung ist dann etwas, das von außen ausschaut wie eine unautoritäre, liebenswürdige sache, aber innen derselbe zwang in grün ist. "ich will meine kinder zu nichts zwingen, dass sie nicht wollen" wird zu "dann sorg ich halt dafür, dass sie es wollen."

@sottovoce
Und WENN ich ihm die Wahl gelassen habe, stehe ich da auch dazu und dann bleiben wir schlicht und ergreifend eben daheim und XYZ kann dann so traurig sein wie er will, weil das eben mal der Keks entscheiden durfte und der wollt halt nicht.

ich glaub das macht nicht viel unterschied, ist aber sicher besser. ich weiß nicht, bin gedanklich noch nicht ganz dort....
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
wirklich aus ist es damit aber nicht. aus wär es, wenn das kind dann fragt: "darf mir das, was du mir grad gesagt hast, auch völlig egal sein?" und du sagst: "ja.". wenn du aber sagst, dass du deine werte möglichst vollständig auf deine kinder übertragen willst, kanns damit nicht aus sein, du könntest nicht "ja." sagen, weil du ja willst, dass es dem kind nicht egal ist. wenn du konsequent bist, müsstest du in irgendeiner form sauer auf das kind sein. und auch wenn nicht, entsteht in seinem denken eine sanfte doppelbindung. du bist sein vater, du kannst deinen kindern nie nur einfach "etwas mitteilen", schon gar nicht so jungen kindern. glaub ich.
Natürlich kann ich den Kindern das nicht völlig ohne Wertung mitteilen. Aber das will ich ja auch überhaupt nicht!
Ich möchte meine Kinder ja auch in gewisser Weise aktiv erziehen und ihnen gewisse Dinge von mir vermitteln... - Aber natürlich auch ihren eigenen Willen und ihre Selbstständigkeit stärken.

genau. aber muss es die auch unbedingt auch noch gerne tun?
Ich glaube nicht, dass ich damit erreiche, dass mein Kind das jetzt sofort gerne tut.
Ich möchte damit erreichen, dass ich meinem Kind nichts grundlos vorschreibe, sondern ihm meine Meinung, die in manchen Fällen auch zur "Vorschrift" wird, erklären, so dass es sie hoffentlich wenigstens akzeptieren kann und möglichst auch versteht.

das hab ich bei methode A auch nicht ausgeschlossen, bzw nachher gesagt, dass beides mit erklärung einhergeht, der unterschied aber ist, dass bei B gesagt wird: "entscheide selber" und bei A diese augenscheinliche wahl gar nicht erst gelassen wird. bzw richtet sich meine kritik nicht an die wahl, sondern an die umstände und die art der wahl. quasi "ich will nicht autoritär sein, aber ich will auch, dass das gfrast (bengel?) mitfährt", und lösung ist dann etwas, das von außen ausschaut wie eine unautoritäre, liebenswürdige sache, aber innen derselbe zwang in grün ist. "ich will meine kinder zu nichts zwingen, dass sie nicht wollen" wird zu "dann sorg ich halt dafür, dass sie es wollen."
OK. Dann habe ich wohl am Anfang falsch gelesen und relativiere meine Aussage:
Ich würde zumindest bei "wichtigen" Besuchen (also besondere Anlässe oder Besuche bei Personen, die man selten sieht, bzw. wenn man den Besuch schon lange ausgemacht hat, etwas besonderes geplant hat, etc.) zur Methode A mit ausgiebiger Erklärung tendieren.
Und bei "unwichtigen" Besuchen (also z.B. ein normaler Besuch ohne besonderen Grund bei der Oma, die man sowieso häufig sieht) gefällt mir die Methode von Sotto relativ gut... Teilweise würde ich da auch dem Kind die Entscheidung überlassen, ohne irgend etwas zu sagen, wie "die Oma ist dann bestimmt traurig", weil es in diesem Fall wohl nicht so wirklich stimmt...
Da kann ich es gut verstehen, wenn das Kind einfach auch mal keine Lust hat und lieber etwas anderes machen möchte.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Ich möchte damit erreichen, dass ich meinem Kind nichts grundlos vorschreibe, sondern ihm meine Meinung, die in manchen Fällen auch zur "Vorschrift" wird, erklären, so dass es sie hoffentlich wenigstens akzeptieren kann und möglichst auch versteht.

klingt vernünftig. hmm. verstehen ist nicht immer von erklärung abhängig. die erklärung ist schlußendlich immer nur deine 2cents zur situation. aber darum gehts (mir) auch nicht.

OK. Dann habe ich wohl am Anfang falsch gelesen und relativiere meine Aussage:

unwichtige besuche gelten nicht, die situation beschreibt einen besuch, der von den eltern gemacht werden will. methode A mit erklärung wäre wohl nett. irgendwie glaub ich aber auch, dass das ein fall von versuchtem "have the cake and eat it, too" ist. es ist schwer, weil wenn du mit den erklärungen das ziel verfolgst, dass er gerne mitfährt, was fast sicher ist, bist du wieder bei methode b, nur ohne dem abschließenden winkelzug, ihm eine "wahl" zu lassen. (bzw ein "offer he can't refuse".) ist aber sicher viel besser als B. und was soll man machen? kommentarlos sagen: "du fährst mit!" naja..
 
D

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Gast
Auf jeden Fall würd ich meine Kinder so erziehen. Ich hatte seit ich denken kann klare Grenzen und wenn ich sie brach wurde ich mit der nötigen Härte darauf hingewiesen oder bestraft.
Meine Eltern haben mich zur totalen Selbstständigkeit erzogen und dafür bin ich ihnen dankbar.
 
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