Würdet ihr abtreiben?

Benutzer97029 

Verbringt hier viel Zeit
Mich interessiert, ob ihr euer Kind abtreiben würdet wenn bei einer Voruntersuchung herauskäme, dass es behindert sein wird.

Ich selbst würde das machen, weil es meiner Meinung nach einfach eine zu großes Belastung wäre die man keinem auflasten kann, der das nicht ganz bewusst selbst für sich entscheidet.

Hab vor ein paar Tagen auch meine Mutter gefragt und die meinte auch, dass sie abgetrieben hätte, wenns so gewesen wäre.

Wie würdet ihr entscheiden
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist eine der Fragen, die man nicht beantworten kann, wenn man nicht in der Situation ist, finde ich.
Ich weiß nicht, was ich dann machen würde. Für beide Optionen gibt es Pro und Contra.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Das kommt ganz drauf an in welcher Form es behindert wäre.
Ein Down-Syndrom beispielsweise empfinde ich als weit weniger dramatisch als ein offener Rücken.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, in Absprache mit meiner Freundin, würden wir in so einem Fall abtreiben.
 
R

Benutzer

Gast
Wenn es ein Wunschkind ist, würde ich nur in extremen Fällen abtreiben, Trisomie 21 wäre zB kein Grund. Aber wenn das Kind so behindert wäre, dass es nichts selber machen kann und sein Leben quasi im Krankenhaus verbringen müsste, würde ich abtreiben, ja.
 

Benutzer69922 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich finde auch das kommt ganz darauf an was für eine Behinderung ein Down Syndrom wäre für mich kein Grund abzutreiben.
Kämen aber diverse andere Sachen zu Tage wie Offenener Rücken oder auch schwere Herzoder Organschäden die schmerzahft und auf kurz oder lang tödlich verläuft, würde ich auch eher abtreiben.

Aber ich denke so etwas kann man wirklich dann erst entscheiden wenn es soweit ist.
 

Benutzer104349 

Sorgt für Gesprächsstoff
ich finde, dass es auch wichtig ist, ob das kind ein wunschkind wäre.
wenn es keins wäre, und es einfach "passiert" wäre, denke ich, dass ich abtreiben würde.
aber wenn es ein wunschkind ist, kann man ja nicht einfach so lang "ausprobieren" und dann schauen, ob einem das kind gefallen würde, es dann wegmachen lassen und es wieder probieren..
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Egal ob Wunschkind oder nicht: Das hinge von der erwarteten Behinderung ab.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Kommt auf die Behinderung an und die Situation, wie sie dann ist. Alles andere kann ich vorher nicht beurteilen. Grundsätzlich finde ich es da schwierig, eine Grenze zu ziehen- es gibt ja viel zwischen lebensunfähig und leicht eingeschränkt, und einiges kann man vorher auch gar nicht unbedingt erkennen.

Eine Schwerstbehinderung würde ich wohl unter Umständen abtreiben, wenn klar wäre, dass das Kind z.B. keine hohe Lebenserwartung hätte und dasss das Leben, was möglich wäre, sehr eingeschränkt und mit schlimmen Schmerzen verbunden wäre. Das würde ich mir, meinem Freund und dem Kind nicht antun wollen.
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Ich denke, man kann hier leicht sagen, man würde es abtreiben. Spontan würde ich das auch sagen, jedoch denke ich dass man das gar nicht so klar beantworten kann, wenn man nicht in der betreffenden Situation ist. Jetzt ist man ja ganz klar und nüchtern, dann in der Schwangerschaft spielen Emotionen, Hormone ganz stark mit rein.

Tendenziell ja, darauf möchte ich mich aber nicht festlegen.
 
H

Benutzer

Gast
Kann man vorher fast nie sagen. Sowas im voraus WIRKLICH zu entscheiden ist unmenschlich.
Das mein ich nicht als "böse" oder "unmoralisch". Sowas passt einfach nicht zu uns, wir funktionieren anders.
Selbst wenn wir solche Grenzen setzen, dann sind wir doch auch wieder die ersten, die sich nochmal neu entscheiden.
In dem Zusammenhang finde ich es ziemlich interessant, wie lange der Weg zu einer Entscheidung sein kann. Manchmal wirft man kurz vor einer Sache nochmal alles um.
Da kann man oft zu Recht sagen "hättest Du mal vorher gar nicht nachgedacht, Du machst Dir den ganzen Stress sowieso nochmal".
Bei "alltäglichen" Dinge ist das auch oft so. Da sind wir ganz gut beraten, wenn wir einfach mal nicht darüber nachdenken, in dem Wissen dass wir sowieso zum jeweiligen Zeitpunkt eine neue, frische Entscheidung treffen.
AUf der anderen Seite gibt es aber auch solche Fragen wie hier, wo man nicht kurzentschlossen entscheidet, sondern eher der Entscheidungsprozess sehr lange dauert und man erst zu einem wirklichen Ergebnis kommt, wenn man dann auch wirklich mal ja oder nein sagen muss.
Gerade bei solchen Themen sieht man ganz gut, wie bedeutungslos eine "Entscheidung" eigentlich ist, wenn dazu keine Handlung gehört.
Kann man sich überhaupt WIRKLICH für eine Abtreibung entscheiden, wenn keine ansteht?
 

Benutzer103505 

Öfters im Forum
Naja ich würde nicht nur an die Belastung der anderen denken sondern auch daran dass das kind nie normal sein wird und auch selber darunter leidet.

also ich würds auch machen
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Für mich wäre das Down Syndrom schon ein Grund, um abzutreiben. Ebenso andere geistige oder körperliche Behinderungen.

Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls zum Pflegefall wird, aber bewusst in Kauf nehmen würde ich es nicht, wenn ich es verhindern könnte.
 

Benutzer98253  (28)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich weiß nicht, wie ich handeln würde... eine Abtreibung würde ich mir nie verzeihen, aber ich will auch nicht, dass ich durch ein behindertes Kind selbst so sehr eingeschränkt bin.
Seltsamer Weise würde ich es anders machen als viele hier. Ein Kind mit offenem Rücken würde ich austragen, um es danach begraben zu können. Trisomie 21 wäre für mich eher ein Abtreibungsgrund.
Letztendlich kommt es aber auf die Umstände und auf die schwere der Behinderung an. Ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass ich mich nicht für eine Abtreibung entscheiden könnte, auch wenn ich genau wüsste, dass das Kind so schwer behindert ist, dass es sein Leben lang auf mich angewiesen wäre.
 

Benutzer27629 

Meistens hier zu finden
Da ich noch nicht mal sicher bin, ob ich überhaupt jermals ein Kind möchte, kann ich diese spezifische Frage aus meiner aktuellen Sicht heraus absolut nicht beantworten. Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass man Situationen ganz anders beurteilt, wenn man selbst drin steckt, als man das könnte, indem man sich nur theoretisch hinein versetzt. Und diese Situation wäre so speziell, dass ich keine vergleichbaren Erfahrungen habe, aus denen ich meine Entscheidung ableiten könnte, falls tatsächlich dieser Fall mal eintreten sollte. Auf jeden Fall würde ich sie mir nicht leicht machen.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
ich würde es vom grad der zu erwartenden behinderung abhängig machen. wenn das kind so massiv eingeschränkt ist, dass es nie ein halbwegs eigenständiges leben führen kann, würde ich es wohl schweren herzens abtreiben.

das ist meine derzeitige ansicht. ob ich auch so handeln würde, ich wirklich vor dieser entscheidung stehe, weiß ich nicht.
 

Benutzer100660 

Öfters im Forum
grundsätzlich: nein! ich würde nicht abtreiben.
wenn es nur für mich eine belastung sein sollte dann würde ich diese in kauf nehmen. ich möchte nicht mal ein eigenes kind bekommen doch ich würde nicht abtreiben egal ob gesund oder behindert.
der einzige grund wäre wenn das kind auf grund der behinderung dauernd extreme schmerzen hätte.
 

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Ja ich würde abtreiben. Mir zuliebe und dem Kind zuliebe. Ich habe einige behinderte Kinder verschiedenen Grades kennen gelernt und ich sitte auch eine Behinderte und ich verstehe es nicht wie man sich für ein behindertes Kind entscheiden kann wenn man die Wahl hat.
was anderes ist es wenn bei der Geburt oder nachher was "schief" geht dann "muss" man ja quasi damit leben, stellt sich dann die Frage ob man das will.
Jeder hat eine Meinung dazu und das ist meine. Auf jegliche Diskussionen lass ich mich nicht ein. (Endet ja meistens im Nirvana)
 
G

Benutzer

Gast
Ohne jemals in der Situation gewesen zu sein: Ich glaube es gibt Behinderungen mit denen ich als Mutter gut leben kann, genauso wie ich denke, dass ein Kind/Mensch damit gut leben kann.
Genauso gibt es aber auch Behinderungen bei denen ich denke, dass niemandem damit geholfen ist das Kind auszutragen. Aber das müssen die Situation und die Umstände zeigen.
 
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