Würde die Abschaffung der Wehrpflicht die Sicherheit der Bundesrepublik gefährden?

Würde die Abschaffung der Wehrpflicht die Sicherheit der Bundesrepublik gefährden?

  • Nein. Deutschland ist in NATO eingebunden und von daher ist alles im grünen Bereich.

    Stimmen: 4 16,0%
  • Angesichts der heutigen Sicherheitslage würde eine Berufsarmee für Deutschland völlig ausreichen.

    Stimmen: 17 68,0%
  • Von der Verteidigung her ist es kein Problem, aber das wäre ein falsches Signal für Terroristen.

    Stimmen: 1 4,0%
  • Ja. Die Sicherheit Deutschlands konnte nur durch die Wehrpflicht bis heute erhalten werden.

    Stimmen: 3 12,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    25
Status
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Benutzer56624  (32)

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Verteidigungsminister zu Guttenberg erwägt aus finanziellen Gründen den noch verbleibenden kurzen Wehrdienst auszusetzen. Würde eurer Meinung nach dadurch die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet, weil es "zu wenige" Soldaten gäbe, wie manche Kritiker befürchten?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein. Normalen Wehrdienstleistende werden doch sowieso nicht zu richtigen Einsätzen geschickt...

Allerdings erwarte ich, dass die schon durch die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes entstehenden, großen Probleme in nahezu allen sozialen Einrichtungen (Alteheime, Behindertenbetreuung, usw.) dadurch noch mal deutlich verstärkt würden.
Da muss man wohl damit rechnen, dass die Ausgaben für diese sozialen Dinge immens steigen werden, wenn Zivis durch angestellte Arbeitskräfte ersetzt werden müssen. Dad dürfte wohl kaum finanzierbar sein, ohne das Niveau der Versorgung alter, behinderter und kranker Menschen deutlich zu senken.

Deshalb bin ich dafür, den völlig sinnlosen Wehrdienst durch einen allgemein verpflichtenden sozialen Dienst zu ersetzen - und zwar für Männer und Frauen und ohne eine Musterung, bei der ein Großteil der jungen Leute aussortiert wird, wie es derzeit der Fall ist.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nicht die Zahl der Soldaten ist entscheiden, sondern was für Leute sich da noch melden. Leute mit genug Hirn für eine gut bezahlte Karriere wohl kaum. Auch das BW-Studium ist dann kein Argument mehr, denn was nützt einem eine Spitzenausbildung, wenn in Afghanistan ein Laie eine Autobombe zusammenfrickeln kann? Dann wird die Bundeswehr erst recht eine bezahlte Wehrsportgruppe.
 
D

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Schon zu meiner Zeit als BWler wurden Witze darüber gemacht....über die "Gurkentruppe"....
"Sollte ein Angriff stattfinden, haben die leichtes Spiel. Die eine Hälfte liegt besoffen in der Kaserne, die andere Hälfte ist zu Hause........"


Schade, wenn man kein Feindbild mehr hat. Anstatt dann einer ARMEE Millionen in den Hintern zu blasen, die für "Wiederaufbau" und Restrukturierungsmaßnahmen in die Welt entsandt wird, kann man gleich den Etat für das Entwicklungshilfeministerium und in die Pflegekassen sowie den ganzen Hilfsorganisationen im In und Ausland aufstocken.
Vorteil: Wir bleiben Weltmeister im Exportieren, benötigen aber selber keine Waffen mehr.
 

Benutzer93590 

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Nein mit Sicherheit nicht. Die Wehrpflichtigen belasten die "richtigen" Soldaten bei einer so kurzen Dienstzeit doch eher, als dass sie nutzen.
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Nein, eine Handvoll Spezialisten die das freiwillig und gut bezahlt machen ist besser als nen Haufen unmotivierte gezwungene Männer mit Minimalsold und extrem kurzer Ausbildung.

Wozu die Wehrpflicht gut sein soll weiss ich eh nicht, im Verteidigungsfall nutzt doch wirklich keiner der Reservisten die nur den Grundwehrdienst gemacht haben irgendetwas. Meiner Meinung nach wird die so oder so nur wegen der Zivi-Problematik aufrecht erhalten.

Andererseits, sollen die doch normale Kräfte einstellen dafür aber auf andere Art subventioniert werden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Andererseits, sollen die doch normale Kräfte einstellen dafür aber auf andere Art subventioniert werden.
Ich glaube nicht, dass die Versorgung älter, kranker und behinderter Menschen dann noch finanzierbar wäre, ohne auf ein menschenunwürdiges Minimal-Niveau zu sinken.
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Wenn jetzt, heute, zu dieser Stunde feindliche Panzer über die Grenze rollen, haben wir 50.000 aktive Soldaten, die zur Verteidigung bereit stehen (nicht etwa 250.000 "Soldaten", wie es angeblich heißt). Und diese 50.000 Soldaten sitzen verteilt im gesamten Bundesgebiet.

Die 250.000 "Mitarbeiter" der Bundeswehr beinhalten nähmlich auch Verwaltungsangestellte, Techniker, Stabsoffiziere, Soldaten im Ausland (die dann schwer das Inland verteidigen könnten).

Zum Vergleich: im Zweiten Weltkrieg sind allein auf deutscher Seite 2.500.000 Soldaten gefallen.

Der Verteidigungsfall allein mit deutschen Soldaten wäre sinnlos... angesichts der Tatsache, dass allein der Russe 20.000 Panzer Ende '89 losgeschickt hätte... oder einem Land wie China mit 1,4 Mrd. Einwohner.

Von rein militärstrategischen Gesichtspunkten greift Deutschland niemand an wegen dem Verteidigungsbündnis, genannt NATO. Kann man sich jetzt drüber streiten, aber wer Deutschland den Krieg erklärt, erklärt gleichzeitig England, Frankreich, Italien, Spanien ........ USA den Krieg.

Ausserdem: Wozu Krieg führen? Warum in Deutschland? Viele sagen: Kriege sind sinnlos... Unsinn. Krieg ist ein - wenn auch moralisch verwerfliches - politisches Mittel. Operativ oder als Druckmittel. Die Frage ist vielmehr: welches politische Ziel würde mit dem Krieg verfolgt? Was zählt schon Landbesitz allein? Natürliche Ressourcen hat Deutschland keine, ausser die Bewohner dieses Landes mit ihrer Bildung und Erfindergeist. Diese kann man aber nicht mit einer Handvoll Soldaten und Material erobern.

Die einzig militärstrategische Gefahr, die Deutschland zu befürchten hat, ist ein Land, dass diese Region als "Brückenkopf" benötigt, da es noch nicht über die Technologie quasi unbegrenzter Reichweite verfügt (Stichwort Interkontinentalraketen oder Langstreckenbomber).

Da diese Armeen aber, wie gesagt, nicht über die Qualität verfügt, benötigt es schon Masse. Und dafür ist die jetzige Verteidigung mehr als ausreichend. Die Armee muss ebend an den ökonomischen Bedingungen angepasst werden.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, eine Handvoll Spezialisten die das freiwillig und gut bezahlt machen ist besser als nen Haufen unmotivierte gezwungene Männer mit Minimalsold und extrem kurzer Ausbildung.

Okay, nehmen wir mal an, Du bist jung und hast 'ne Portion Hirn im Kopf. Und Du stehst vor der Wahl: Ziviles Studium (in welche Richtung auch immer) oder Sprengfallen, Mörserattacken und nächtliche UFK-Angriffe in Afghanistan. Was wählst Du?

Andersherum: Wie viel Geld müsste Dir die Bundeswehr monatlich überweisen, dass Du sagst: Okay, ich mach das die nächsten 30 Jahre, geh nach Afghanistan, Pakistan, Somalia, Iran, Darfur, Kosovo, Georgien, Südkorea, Taiwan...?
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Okay, nehmen wir mal an, Du bist jung und hast 'ne Portion Hirn im Kopf. Und Du stehst vor der Wahl: Ziviles Studium (in welche Richtung auch immer) oder Sprengfallen, Mörserattacken und nächtliche UFK-Angriffe in Afghanistan. Was wählst Du?

Andersherum: Wie viel Geld müsste Dir die Bundeswehr monatlich überweisen, dass Du sagst: Okay, ich mach das die nächsten 30 Jahre, geh nach Afghanistan, Pakistan, Somalia, Iran, Darfur, Kosovo, Georgien, Südkorea, Taiwan...?

Ich bin da der falsche Ansprechpartner, halte von dem Verein nämlich recht wenig. Ich kenne aber ne ganze Menge die freiwillig bei dem Haufen sind und ich will keinem fehlende Intelligenz oder ähnliches unterstellen, das sind auch junge Leute mit Hirn die sich freiwillig dort verpflichtet haben (bis auf einen allerdings alle in Richtung Offizier -.-)

Kann daher nicht sagen, was die mir überweisen müssten, aber es gibt durchaus genug Leute die es machen. Wir schauen doch sonst schon bei den Amis ab - da gehts komischerweise auch ohne Wehrpflicht. Auch in den meisten anderen EU und NATO Staaten mit deutlich offensiver ausgelegter Armee ist die Wehrpflicht seit Jahren "ausgesetzt" oder gar ganz abgeschafft.

Ich glaube nicht, dass die Versorgung älter, kranker und behinderter Menschen dann noch finanzierbar wäre, ohne auf ein menschenunwürdiges Minimal-Niveau zu sinken.

Sicher wäre das nicht einfach, aber ob das unmöglich ist ist ein andere Frage.
Den kompletten Zivildienstetat sowie einen Teil des Wehretats (wollen ja was einsparen durch die "Aussetzung") in eine sinnvolle Subventionierung packen dürfte einen gewissen Teil schon abdecken. Einen zusätzlichen Teil sollte der Staat durch die Steuern der stattdessen angestellten regulären Mitarbeiter wieder reinbekommen. Allerdings ist das nen Thema wo sich irgendwelche Ökonomen und Co. schon lange schlagen.
 
H

Benutzer

Gast
Ich halte zwar nichts von der Abschaffung der Wehrpflicht, die Sicherheit würde aber auch bei einer Berufsarmee nicht sinken...
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
glaub ich nicht. aber um richtig sicherzugehen, müssten alle länder abrüsten und die armee abschaffen. das wär am besten... PAZIFIIISMUS... *hüpf* BLÜÜÜMCHEN... *spring* Bild wurde entfernt
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
das wär am besten... PAZIFIIISMUS... *hüpf* BLÜÜÜMCHEN... *spring*

Zitat von Albert Einstein:

"Meine Beteiligung bei der Erzeugung der Atombombe bestand in einer einzigen Handlung: ich unterzeichnete einen Brief an Präsident Roosevelt, in dem die Notwendigkeit betont wurde, Experimente im Großen anzustellen zur Untersuchung der Möglichkeit der Herstellung einer Atombombe. Ich war mir der furchtbaren Gefahr wohl bewusst, welche das Gelingen dieses Unternehmens für die Menschheit bedeutete. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutschen am selben Problem mit Aussicht auf Erfolg arbeiten dürften, hat mich zu diesem Schritt gezwungen. Es blieb mir nichts anderes übrig, obwohl ich stets ein überzeugter Pazifist gewesen bin. Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord." [5, S. 581] (1952)

Reiner Pazifismus ist Irrsinn, sorry. Aber ein besseres Zitat von einem überzeugten und bekannten Pazifisten hab ich nicht gefunden.
 

Benutzer29206  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Das Problem einer reinen Berufsarmee liegt weder in ihrer Schlagkraft noch ihrer Finanzierung, sondern in ihrer mangelnden Bindung an die demokratische Gesellschaft. Wenn das mit der "Inneren Führung" schon sowieso seine Schwachstellen und Mäntelchenfunktion hat, wird dieser Aspekt bei einem abgeschotteten Korps umso schlimmer.
Leider ist das eine Entwicklung, die man in der Vergangenheit immer wieder beobachten konnte, die jedoch kurzfristig nicht messbar ist.

Das alles widerspricht nicht meiner Meinung, dass die Wehrpflicht in ihrer jetzigen Form ungerecht, zu teuer und militärisch sinnfrei ist.
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Wenn jetzt, heute, zu dieser Stunde feindliche Panzer über die Grenze rollen, haben wir 50.000 aktive Soldaten, die zur Verteidigung bereit stehen (nicht etwa 250.000 "Soldaten", wie es angeblich heißt). Und diese 50.000 Soldaten sitzen verteilt im gesamten Bundesgebiet.

Die 250.000 "Mitarbeiter" der Bundeswehr beinhalten nähmlich auch Verwaltungsangestellte, Techniker, Stabsoffiziere, Soldaten im Ausland (die dann schwer das Inland verteidigen könnten).

Das ist Falsch !
Du verwechselst anscheinend Streitkräfte und BUndeswehr.
Die Streitkräfte haben im Moment einen Umfang von ca. 254.000 Soldaten.
Die zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr (Beamte, Angestellte usw) kommen noch hinzu.
 

Benutzer94422 

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Das ist Falsch !
Du verwechselst anscheinend Streitkräfte und BUndeswehr.

Ich habe diese Information von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der davor Soldat war
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Ich habe diese Information von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der davor Soldat war

Dann solltest Du Dir mal Gedanken darüber machen, wieviele Soldaten erschreckend wenig über ihren eigenen "Arbeitgeber" wissen.
Viele kennen ja nicht mal den Unterschied zwischen Bundeswehr und Streitkräften.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das ist Falsch !
Du verwechselst anscheinend Streitkräfte und BUndeswehr.
Die Streitkräfte haben im Moment einen Umfang von ca. 254.000 Soldaten.
Die zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr (Beamte, Angestellte usw) kommen noch hinzu.

Trotzdem ist von diesen 250.000 Mann nur ein Bruchteil wirklich auf die konkrete Verteidigung ausgerichtet, da ist auch jede Menge Verwaltung, Logistik, Ausbildung, Weiterbildung, Leute im Urlaub etc. dabei.
 

Benutzer94422 

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Selbst bei 250.000 soldaten ist es immer noch zu wenig. Wie gesagt, 250.000 sind gerade mal 10 % der gefallenen soldaten des zweiten weltkriegs. Da beißt die maus keinen faden ab
 
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