Wäre euch Arbeitslosigkeit peinlich?

Benutzer20341 

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Rechtswidrig^^
Im übrigen vergleiche nicht das was du tust mit der ZAF. Du hast ein stabiles Umfeld, sowohl die Arbeit als auch die Menschen sind immer die gleichen.
Das kann aber auch bei einer ZAF so sein. Meine Schwester hat mal bei einer ZAF gearbeitet, die war ständig in derselben Firma und wurde letztendlich auch von denen in ein richtiges Arbeitsverhältnis übernommen. Und eine gute Bekannte arbeitet jetzt auch seit ~8 Monaten für eine ZAF und ist seitdem auch immer in derselben Firma gewesen.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Mein Onkel ist durch ne Zeitarbeitsfirma zu ZF gekommen . Der hatte dort imemr mal wieder gearbeitet und nun haben die ihn übernommen , es wurde sogar wie ich erfahren habe an die Zeitarbeitsfirma eine Art Vertragsablösen gezahlt, dass er sofort dort raus kommt.


Viele Unternehmen stellen nur noch ehemalige Zeitarbeiter ein, weil es eine Art verlängertes Praktikum ist. Dann könne die sich auch hundert Prozentig sicher sein, dass die Mitarbeiter auch die sind die sie suchen.
 

Benutzer130866 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja, solche Erfolgsgeschichten liest man immer wieder. Leider sind das die absoluten Ausnahmen. Auch das man durch die ZAF bei einem und dem selben Betrieb mehrere Monate oder gar Jahre arbeitet sind eher selten.
 

Benutzer136760 

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Heute habe ich gelesen, dass deutlich weniger Menschen Arbeitslosengeld II (das sog. Hartz IV) beziehen als es könnten. Ein Grund dafür ist wohl, dass es vielen peinlich wäre, zum Jobcenter zu gehen.
Kann doch sein, dass es ihnen nicht peinlich ist, sondern dass sie keine Lust haben auf den Papierkram und was alles sonst noch damit verbunden ist.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Eure ehrliche Meinung, das alles für 100€ ?
Ich würde diese Frage für mich persönlich ganz klar mit "Nein" beantworten und werde es nie verstehen, weshalb es überhaupt Leute gibt, die einen solchen Job annehmen.
Würden alle Arbeitnehmer diesen Zeitarbeits-Ausbeuter einen Vogel zeigen, bliebe diesen Firmen gar nichts anderes übrig, als anständige Löhne zu zahlen.
Aber leider gibt es genügend Leute, die dazu bereit sind, zu derart entwürdigenden Bedingungen zu arbeite, so dass Zeitarbeitsfirmen diese Form der Ausbeutung durchführen können.

Ich bin auf jeden Fall für die Einführung eines Mindestlohnes, der es einerseits unmöglich macht, derartige, entwürdigende Beschäftigungsverhältnisse anzubieten und der andererseits die gesamte Gesellschaft davor schützt, dass Leute, die dazu bereit sind, ihre Würde für ein paar Euro zu verscherbeln, damit das Lohndumping weiter unterstützen.
(Und damit meine ich auch keinen lächerlichen Mindestlohn von 8,50€, sondern mindestens 9,50€, damit es zwischen Hartz IV und der am schlechtesten bezahlten Arbeit noch einen nennenswerten Einkommensunterschied gibt.)
 
S

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Gast
@ banane0815 banane0815

Ich finde es etwas unfair, dass Du den Arbeitnehmern den schwarzen Peter in die Schuhe schieben willst. Arbeit zu haben ist für viele nunmal mehr als nur Geld zu verdienen. Viele haben den Anspruch, sich selbst zu versorgen und empfänden es als Schande, vom Amt zu leben.

Und diese Lage auszunutzen, indem von Seiten der Arbeitgeber Lohndumping betrieben wird, finde ich einfach nicht in Ordnung.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
@Starla
Ich möchte den Arbeitnehmern, die eine derartige Arbeit annehmen, nicht alleine den schwarzen Peter in die Schuhe schieben, aber ich spreche ihnen eben auch nicht jegliche Verantwortung für die Ausbreitung derartiger Arbeitsverhältnisse ab.
Zu einem ausbeuterischen Arbeitsverhältnis gehören gerade in einem Sozialstaat, wie Deutschland, in dem man auch ohne Arbeit nicht verhungern muss, eben immer zwei Leute: Einer, der die Arbeit zu beschissenen Bedingungen anbietet und ein anderer, der das Angebot annimmt.

Und auch wenn ich beide Positionen irgendwo ein stück weit nachvollziehen kann (also dass ein Arbeitgeber nicht freiwillig einen hohen Lohn zahlt, wenn es auch Leute gibt, die für sehr wenig Geld arbeiten und dass ein Arbeitnehmer lieber für wenig Geld, als gar nicht arbeitet), schaukelt sich das eben gegenseitig hoch, fördert damit das Lohndumping immer weiter, vergrößert die Schere zwischen arm und reich, verringert die Kaufkraft der Arbeitnehmer, usw.
Und genau deshalb muss der Staat hier eingreifen, um vor allem die Arbeitnehmer, aber auch die Arbeitgeber vor ruinösem Lohndumping zu schützen. (Zumindest, solange kein Mangel an Arbeitnehmern herrscht, so dass jeder Arbeitssuchende zu einem Dumpinglohn-Job immer auch besser bezahlte Alternativen findet)
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Mhm ich habe mir darüber schon ewig Gedanken gemacht und bin dabei zu dem Fazit gekommen, das das Leiharbeitsprinzip in den richtigen Händen nicht verkehrt ist. Nimm mal nur der Staat hätte alle Arbeitsfähigen Menschen unter Vertrag für feste Mindestgrundsicherungen und Aufwärtspreise wenn jemand was Besonderes macht. Gehen wir mal von einem realistischen Grundsicherungssystem von 1150 € im Monat aus, der Staat muss seien Arbeitsschutzrichtleinen selbst kontrollieren usw, jede Beschwerde die eingereicht wird muss nachgegangen werden und wird im Fall des Falles eben mit Arbeitnehmerentzug geahndet. Man könnte das Sozialsystem abschaffen weil jeder genug zum Leben hat, zig Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst entlasten weil man so oder so die Leute bezahlt.


In Jeder Großschadenslage hätte man flexible über Arbeitsverträge daran Gebunden Hilfskräfte zu den Freiwilligen.

Die Arbeitnehmer könnte von einem riesigen Pool an potenziellen Mitarbeitern profitieren, man könnte Firmensubventionen weglassen, da man ihnen ja zu günstigen Preisen Bürger als Arbeitskräfte überlässt.


Dazu könnte man hingehen und sagen, "Hey ihr Konzerne Firmen usw, ihr wollt Qualifizierte Arbeitskräfte, wir erheben auf eure Mitarbeiter eine Bildungssteuer, eben das umgekehrte Solidarpaktprinzip wie bei der Rente. Somit wären teile des eigentlich für Bildungsetas vorgesehen Geldes wieder für die Finanzierung dieses Sozialmodels für Arbeitnehmer frei.
 
2 Woche(n) später

Benutzer136956 

Sorgt für Gesprächsstoff
Peinlich wäre es mir nicht da ich weis das ich Jahrelang gezahlt habe und dies kann jeden passieren....... aber persönlich ich war mal arbeitslos und muss sagen 1 woche arbeitslos und mir war langweilig und war froh das ich nach 3 wochen neue arbeit hatte.......
 

Benutzer135968 

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Wie wäre das bei euch? Wäre euch das peinlich oder eher "normal", da eben grundsätzlich jeder arbeitslos werden kann?
Der Mensch ist nicht mehr Wert, nur weil er arbeiten geht. Mir wär das nicht peinlich, ich richte mich auch nicht danach, was jene Person für ein Beruf hat. Es ist halt so, nicht jeder kann jeden Beruf machen. Will auch nicht jeder machen. Also entweder man kuscht nur und macht alles wie ein Arbeitersklave. Oder man sucht sich einen Job, den man auch gerne macht, bzw. mindestens etwas.
 
R

Benutzer

Gast
Nein, wäre mir nicht peinlich. Ich habe ja ein vernünftige (Hochschul-)Ausbildung gemacht, was genau sollte mir dann peinlich sein?
Ich würde maximal einen Kellnerjob o.ä. zur Überbrückung annehmen, denn niemals würde ich meine fachlichen Qualifikationen, die ich mir immerhin in einer insgesamt dann 7 Jahre dauernden Ausbildung angeeignet habe, für einen lachhaften Lohn anbieten. Dann würde ich sogar lieber vom Amt leben als mich derart ausbeuten zu lassen.

Peinlich finde ich es nur, wenn man sich nicht um Arbeit bemüht und sich mit seinem Schicksal abfindet. Notfalls muss man eben umschulen oder eine zusätzliche Ausbildung anfangen.
 

Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Peinlich finde ich es nur, wenn man sich nicht um Arbeit bemüht und sich mit seinem Schicksal abfindet. Notfalls muss man eben umschulen oder eine zusätzliche Ausbildung anfangen.
Schlimm find ich im Arbeitsamt, dass man genau so behandelt wird, wie die wirklichen Assis, die sich halt so benehmen. Auch wenn man es ganz und garnicht ist.
 
F

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Gast
Ich bin arbeitslos und es ist mir nicht peinlich. Ich bin eher genervt, das ist was anderes. :zwinker:
 

Benutzer106267 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, wäre es nicht.
Es wäre mir peinlich, wenn ich dann nur faul Zuhause rumhängen würde und für´s Nixtun dem Staat und den Steuerzahlern auf der Tasche liegen würde. :zwinker:
 

Benutzer132880  (36)

Benutzer gesperrt
Es wäre mir peinlich, wenn ich dann nur faul Zuhause rumhängen würde und für´s Nixtun dem Staat und den Steuerzahlern auf der Tasche liegen würde. :zwinker:

Das finde ich auch, die Arbeitslosigkeit an sich ist nichts was einem peinlich sein müßte, dafür kann man nichts und das kann jedem passieren.
Aber faul zu Hause herumzuhängen und sich von Verwandten, Freunden, Nachbarn, ehemaligen Kollegen und allen die jeden Tag brav zur Arbeit gehen und Steuern zahlen sich das Leben finanzieren zu lassen, das finde ich mehr als peinlich.
 

Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
Es wäre mir peinlich, wenn ich dann nur faul Zuhause rumhängen würde und für´s Nixtun dem Staat und den Steuerzahlern auf der Tasche liegen würde. :zwinker:
Kommt immer darauf an, vorallem wenn man Jung ist, eine Ausbildung hat, in der Schule nie negativ aufgefallen ist (bis auf schlechte Noten - die aber mehrere Gründe haben) und auch nicht bei der Aubsildung und dennoch als unvermittelbar gilt, was die Ausbildung angeht. Dann merkt man, dass man kein Job bekommt, den man machen will und schon Jahre dannach suchte und hat seine Vorstellungen sogar zurück gestellt. Irgendwann bekommt man dann nur noch Zeitarbeitsfirmen als Arbeitsmöglichkeiten, oder nur noch Eurojobs oder Hilfsjobs oder Bundesfreiwilligen-Dienst-Jobs. Dann denken sie sich, ihr könnt mich mal, ich nehme nicht jeden Mist. Jene kann ich jedenfalls etwas verstehen, wenn sie resignieren. Bei diesen Jobs bekommen manche aber auch noch Geld vom Staat, je nach Art des Berufs und Arbeitsgeber. Die geben halt einfach nur etwas der Gesellschaft zurück. Straßen und Parks sauber halten, oder so. Kann man also nicht auf alle übertragen, nur weil sie ne weile in ALG2 stecken.
 

Benutzer133729  (29)

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Ich würde mich dafür schämen wenn ich arbeitslos wäre und ich nichts probieren würde dagegen zu tun.
Sofern man natürlich gesund ist.

Wenn ich aber ständig am Bewerbungen schreiben, mich in Zeitungen und Internet etc nach Stellen umschaue und ich einfach nichts bekomme dann wäre mir das nicht peinlich. Würde mich allerdings mal erkundigen woran das liegen könnte.

Ich selber hasse diese Leute die von den Steuerzahlern leben und auch kein bisschen auf Ihre Kosten achten und dann noch solche Sprüche raushauen wie: "Ist doch egal, zahlt ja der Staat!"
 
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