Wäre euch Arbeitslosigkeit peinlich?

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Wenn ich aber Germanistik studiert habe, da muss ich eben damit rechnen, dass ich längere Zeit arbeitslos bin und dann sollte man sich auch nach Alternativen schlau machen.

Das sind doch auch nur Vorurteile. Ob man nach dem Studium einen Job findet, hängt zu einem großen Teil von dem Profil ab, das man sich zu Studienzeiten erarbeitet hat. Man muss eben schon früh durch Praktika und einschlägige Nebenjobs versuchen, in der gewünschten Branche Fuß zu fassen.
 

Benutzer131160 

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andersherum: warum sollten arbeitende menschen jemanden durchfüttern, nur weil er studiert hat? was haben denn die arbeitenden menschen davon, dass du studiert hast, dass es deinen "anspruch" rechtfertigen würde?

Ich habe noch nicht erlebt dass mich jemand durchfüttert. Würde ich nicht existieren, es würde niemandem auffallen. Niemand hat ein Loch in seiner Geldbörse wegen mir. Aber das ist ja immer dieses tolle Argument...diese armen Menschen die mich jetzt durchfüttern...

und wenn nicht macht dich dein studium um keinen deut besser als jeden anderen arbeitslosen.

Habe ich etwa behauptet ich würde mich deswegen für jemand besseren halten? Ich habe doch lediglich gesagt dass ICH nicht zu McDo Burger braten gehen werde...komme was wolle.
 

Benutzer60100  (33)

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es kotzt mich einfach an, wenn gewisse leute der meinung sind, nur weil sie studiert haben, wäre knochenarbeit jetzt "unter ihrer würde" - als wären wie was besseres oder hätten gar was besseres verdient. wäre dem so, würde sich die frage wohl garnicht erst stellen.

:anbeten::anbeten::anbeten: So sieht's aus. Und da gib's so einige. DAS widerrum finde ICH peinlich.
 
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Peinlich ist's, wie manche nun aus verletztem Stolz austicken :rolleyes:
 

Benutzer131691  (36)

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1. Ich habe nicht gesagt, dass nur die die da Essen gehen froh sein sollten. Aber zwischen froh sein und es als Würdelos anzusehen finde ich, ist ein riesiger Unterschied. Wenn jemand 5 Tage die Woche da essen geht und dann darüber ablästern würde, wie scheiße dieser Beruf ist, dann sollte er mal darüber nachdenken das er, wenn es diesen beruf nicht geben würde, dort nicht essen kann.

2. Ich verlange von niemanden den für ihn niedrigsten Beruf zu machen. Wenn man Arbeitslos wird bekommt man ALG I - Dieses Geld hat man selber jeden Monat eingezahlt und es steht einen zu. Und ich finde, wenn man richtig sucht, und nicht nur in einem Umkreis von 10 km, sondern auch bereit ist weiter weg zu ziehen, dann findet man etwas.
Aber wenn man Studiert hat, 5 Jahre lang von H4 lebt, nicht in Betracht zieht, dass man vielleicht woanders suchen kann, und sich dem einfach fügt, ist es in meinen Augen falsch. Dann sollte man sich vielleicht auch mal mit weniger zufrieden geben.
Vielleicht hat man dann einen größeren Ansporn etwas an seiner Lage zu verändern.

3. Klar fällt es nicht auf, dass so viele vom Staat leben. Es kommen täglich neue Arbeiter hinzu, die ebenfalls Sozialabgaben geben, dass andere dafür unterstützt werden.
Ich finde es ist ein klasse System, wenn es nicht die Menschen geben würde, die einfach nicht wollen. Jemand der nicht Arbeiten kann, dem muss geholfen werden, aber wenn jemand nicht will, weil er sich vielleicht zu fein dafür ist - sorry, das verstehe ich nicht. Zu fein zu arbeiten ja, aber nicht um das Geld vom Staat für Nichtstun zu nehmen.
 

Benutzer102949 

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Ich finde es ist ein klasse System, wenn es nicht die Menschen geben würde, die einfach nicht wollen. Jemand der nicht Arbeiten kann, dem muss geholfen werden, aber wenn jemand nicht will, weil er sich vielleicht zu fein dafür ist - sorry, das verstehe ich nicht. Zu fein zu arbeiten ja, aber nicht um das Geld vom Staat für Nichtstun zu nehmen.

Das wird ein so geringer Anteil sein, dass es der Staatstasche kaum auffallen wird. Dann würde ich mir doch eher Gedanken um die Steuerhinterzieher oder die Verteidigung machen, in die der Staat übrigens mehr Geld investiert als in die Sozialhilfe.
 
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Ja stimmt, unser Sozialsystem ist am Ende und wer ist schuld? Die MASSEN an arbeitslosen Akademikern, die sich partout weigern, bei Mäcces zu arbeiten. Ding dong :kopfwand:
 

Benutzer54399 

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Das sind doch auch nur Vorurteile. Ob man nach dem Studium einen Job findet, hängt zu einem großen Teil von dem Profil ab, das man sich zu Studienzeiten erarbeitet hat. Man muss eben schon früh durch Praktika und einschlägige Nebenjobs versuchen, in der gewünschten Branche Fuß zu fassen.
Nein, das ist kein Vorurteil. Der Anteil von Germanisten, die keine Arbeit finden, ist überdurchschnittlich hoch.

http://www.uni-due.de/isa/fg_kultur_medien/germanistik/germanistik_am_frm.htm
http://www.stern.de/wirtschaft/job/...e-studiengaenge-sich-lohnen-539568.html?fb=15

Germanistik ist ja auch nur eines von vielen Beispielen. Gibt ja noch mehr Studienfächer, bei denen die Jobaussicht nicht gerade rosig sind.
 

Benutzer131160 

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Ich finde es ist ein klasse System, wenn es nicht die Menschen geben würde, die einfach nicht wollen. Jemand der nicht Arbeiten kann, dem muss geholfen werden, aber wenn jemand nicht will, weil er sich vielleicht zu fein dafür ist - sorry, das verstehe ich nicht. Zu fein zu arbeiten ja, aber nicht um das Geld vom Staat für Nichtstun zu nehmen.

Viel schlimmer finde ich es eigentlich dass es soviele Leute gibt, die soviel Geld besitzen, dass sie in ihrem Leben nie überhaupt mal arbeiten gehen müssen..und die sich dann noch über diejenigen aufregen, die bestimmte Jobs eben ganz einfach niemals machen würden :zwinker:
 

Benutzer29410 

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War noch nie arbeitslos. Peinlich wäre es mir wohl nicht unbedingt, wenn es nur kurz ist, aber die mangelnde Kohle würde mich doch sehr stören.:confused:

Ich habe mich immer auch eigene Faust beworben (im monatelangen Leerlauf zwischen letzter Stex-Prüfung und Ref) und eine gute Vertretungsstelle und eine Anstellung im Nachhilfeinstitut gehabt. Noch vor dem Ende des Refs habe ich mehrere Arbeitgeber mit einer offenen Bewerbung angeschrieben und von 10 hat sich einer gemeldet und hat mich direkt nach dem Ende des Refs eingestellt, und dann bin ich zum neuen Schuljahr verbeamtet worden. Und habe noch eine zweite Beamtenstelle auf meine Bewerbung an das Bundesland hin angeboten bekommen, aber man kann ja nur eine haben. :zwinker:

Es ist glaube ich wichtig, dass man schon während des Studiums weiss, was man gerne konkret arbeiten möchte und ob das realistisch ist. Ich hätte gerne in einem Museum gearbeitet, aber ein halbes Jahr Praktikum da hat mir gezeigt, wie gering die Aussichten sind, dort eine feste Anstellung und ein planbares Einkommen zu bekommen, da Gelder für soetwas rar sind. Und wenn man das weiss (also, für welchen Bereich man sich interessiert), sollte man sich schon mal nach Praktika, Einstiegsmöglichkeiten, Assessments etc. kundig machen.

Wenn man einen festen Plan hat, sollte man sich frühzeitig bewerben, flexibel sein und eventuell auch einen Umzug in Kauf nehmen. Mein Bruder ist für eine 3/4 Vertretungsstelle an einer Klinik durch`s halbe Land gezogen. Er ist mittlerweile jetzt da fest vollbeschäftigt und macht seinen Facharzt.

Ich wäre mir auch nicht zu schade, im Notfall bei McDonalds zu arbeiten. Kettengastronomie ist doch ein guter Ansatzpunkt, bietet Aufstiegsmöglichkeiten und ist relativ krisenrobust. Man könnte da ja irgendwann Filialleiterin oder so werden.
 
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Benutzer131691  (36)

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Ja stimmt, unser Sozialsystem ist am Ende und wer ist schuld? Die MASSEN an arbeitslosen Akademikern, die sich partout weigern, bei Mäcces zu arbeiten. Ding dong :kopfwand:

Ich gebe dir mal ein Tipp - richtig lesen!
Ich sagte nichts von Akademikern, sondern von arbeitsfähigen Menschen allgemein, die nicht arbeiten wollen!
Und ja, vielleicht solltest du dich mal belesen wie viele es gibt, die nicht wollen. Die auch alle Gründe benennen können, warum sie nicht können.

Und ja, jeder hat einen Job den er nicht machen würde - ist doch auch okay, man muss nicht alles machen. Aber wenn man jahrelang zu hause sitzt und seinen Arsch nicht hochbekommt, dann sorry, macht man etwas falsch. Und es gibt genug Arbeit in diesen Land. Um sonst hätten wir wohl nicht diesen Fachkräftemangel.[DOUBLEPOST=1372678654,1372678605][/DOUBLEPOST]
Viel schlimmer finde ich es eigentlich dass es soviele Leute gibt, die soviel Geld besitzen, dass sie in ihrem Leben nie überhaupt mal arbeiten gehen müssen..und die sich dann noch über diejenigen aufregen, die bestimmte Jobs eben ganz einfach niemals machen würden :zwinker:

Wieso sollte man noch arbeiten gehen müssen, wenn man sich etwas erarbeitet hat? :zwinker:
 
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Nein, das ist kein Vorurteil. Der Anteil von Germanisten, die keine Arbeit finden, ist überdurchschnittlich hoch.

http://www.uni-due.de/isa/fg_kultur_medien/germanistik/germanistik_am_frm.htm
http://www.stern.de/wirtschaft/job/...e-studiengaenge-sich-lohnen-539568.html?fb=15

Germanistik ist ja auch nur eines von vielen Beispielen. Gibt ja noch mehr Studienfächer, bei denen die Jobaussicht nicht gerade rosig sind.

Ja, aber das widerlegt meinen Beitrag nicht. Das sind nur nackte Zahlen, die nichts darüber aussagen, wie viel Praxiserfahrung, Zusatzqualifikationen, Connections etc. vorhanden ist. Dass das Berufsbild nicht so klar umrissen ist wie bei einem Mediziner ist klar, aber es heißt nicht, dass man zur Arbeitslosigkeit verdammt ist, wenn man einen bestimmten Studiengang absolviert. Es ist nur mehr Planung und Einsatz notwendig.

Darüberhinaus muss man auch die absoluten Arbeitslosenzahlen betrachten. Unser größtes wirtschaftliches Problem sind die ungelernten oder niedrig qualifizierten, nicht die paar Akademiker (die ja durchaus ein Jahr später einen Job finden können, das sind doch nur Momentaufnahmen und heißt nicht, dass die, die heute arbeitslos sind, es auch BLEIBEN).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, aber das widerlegt meinen Beitrag nicht. Das sind nur nackte Zahlen, die nichts darüber aussagen, wie viel Praxiserfahrung, Zusatzqualifikationen, Connections etc. vorhanden ist. Dass das Berufsbild nicht so klar umrissen ist wie bei einem Mediziner ist klar, aber es heißt nicht, dass man zur Arbeitslosigkeit verdammt ist, wenn man einen bestimmten Studiengang absolviert. Es ist nur mehr Planung und Einsatz notwendig.

Darüberhinaus muss man auch die absoluten Arbeitslosenzahlen betrachten. Unser größtes wirtschaftliches Problem sind die ungelernten oder niedrig qualifizierten, nicht die paar Akademiker (die ja durchaus ein Jahr später einen Job finden können, das sind doch nur Momentaufnahmen und heißt nicht, dass die, die heute arbeitslos sind, es auch BLEIBEN).
Es zeigt zumindest, dass du als frisch studierter Germanist sehr viel mehr Probleme haben wirst, als wenn du ein frisch studierter Ingenieur bist. Für den "Allrounder" Germanist gibt es einfach nicht so viele Arbeitsstellen, wie z.B. für einen Ingenieur.
Die Arbeitslosigkeit bei den <30 jährigen liegt halt bei ~50%, das sind halt die Fakten.
 

Benutzer29410 

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Unser größtes wirtschaftliches Problem sind die ungelernten oder niedrig qualifizierten

Das ist richtig! Ohne (guten) Schulabschluss und eine ordentliche Ausbildung/Studium hat man die Brille auf.
 

Benutzer131691  (36)

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Etwa so wie du :sneaky: ? Eine Erbschaft oder ne Kontoüberweisung von Pappi würde ich nicht als "sich etwas erarbeitet haben" bezeichnen :zwinker:

Wie gut das ich kein Geld von meinem Vater habe! Das sind Vorurteile.
Mein Vater schenkte mir eine Wohnung, ja, die habe ich Verkauft - das Geld aus dem Verkauf ist nicht meines - sondern für meinen Sohn angelegt. Meine Mama schenkte mir auch eine kleine Summe Erspartes, auch dies legte ich für meinen Sohn an.

Ich hatte lediglich ein paar gute Idee und wahrscheinlich auch sehr viel Glück, dass ich mein eigenes Geld gemacht habe. Wahrend meines Studiums habe ich anfangs im Einzelhandel an der Kasse gejobbt (ein Job den ich zb nie machen würde). Nebenbei habe ich eine kleine Firma aufgemacht, eine sagen wir, Schnappsidee mit einem Freund aus dem Studium zusammen. Das es wirklich Erfolg hatte, konnten wir beide nicht wissen, es klappte aber. Ich verkaufte ihn meine Anteile, weil ich nach Beendigung meines Studiums in meinem Job Fuß fassen wollte, und so kam ich zu das Geld was ich hatte.
Nicht durch meinen Vater, sondern Mut etwas zu riskieren und mal etwas ausprobieren.
 

Benutzer131160 

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Nicht durch meinen Vater, sondern Mut etwas zu riskieren und mal etwas ausprobieren.


Off-Topic:
Und wo hast du das Geld her bekommen um überhaupt mal ne Firma gründen zu können?
Etwa vom Burger-braten bei McDo? Und wie soll man bitte mit "einer kleinen Firma nebenbei" soviel Geld verdienen, dass wenn man seinen Anteil verkauft, es für ein Leben lang reicht??
 

Benutzer131160 

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Off-Topic:
Sagt dir der Begriff Ich-AG noch etwas?

Off-Topic:
Nein den Begriff kenn ich nicht.
Und wie soll man bitte mit "einer kleinen Firma nebenbei" soviel Geld verdienen, dass wenn man seinen Anteil verkauft, es für ein Leben lang reicht??
 

Benutzer131691  (36)

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Davon ab, weil ich damals eine Eigentumswohnung hatte, hätte ich auch Kredit bei der Bank bekommen.
 
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