Wäre euch Arbeitslosigkeit peinlich?

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Das hat nicht immer was mit "Bock haben" zu tun. Als studierter Geologe oder Dipl.-Ing. würde ich mich sicher nicht hinter die Kasse vom Mäcces stellen und Burger verkaufen, weil ich dafür viel zu überqualifiziert wäre. Das sind Jobs, die von mir aus an Schüler/Studenten/Leute mit geringer Bildung vergeben werden können, sonst wäre das nur eine wertvolle verspielte Karte, die man viel besser in anderen Bereichen einsetzen sollte. Was denkst du, wie das im Lebenslauf ankommt, wenn du als Berufseinstieg eine Einstellung im Mäcces ergattern konntest? Viel Spaß damit, damit verbauste dir eher mehr als im Gegenteil.
schöne theorie, und ich bin das lebende gegenbeispiel :zwinker:

ich hab auch bei macces gearbeitet als ich auf die schnelle nen neuen job und ne neue wohnung brauchte. und? hats mir irgendwas verbaut? nein. man bleibt eben nur so lange da, bis man was besseres hat... aber du kannst mir nicht erzählen dass "nen halbes jahr arbeitslos" besser aussieht als "nen halbes jahr bei macces gearbeitet".

ich sage ja nicht "versuch, dein leben damit zu verbringen, bei macces zu arbeiten" - nur "tue was für dein geld". und wenn man studiert hat.. so what? wird man deswegen unfähig, "niedere arbeit" zu verrichten?
 

Benutzer78484 

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Peinlich? Auf keinen Fall. Warum sollte einem das peinlich sein? Ich bin selbst mehrere Jahre arbeitslos gewesen, was sagt das denn bitte über einen Menschen aus. Ich habe Abi, habe studiert...nicht meine Schuld wenn es keine Jobs für mich gibt. Auf Burger-Braten bei McDo oder sonstige schlechtbezahlte Sklavenarbeit hab ich kein Bock... dann lieber dem Staat auf der Tasche liegen :smile: Immer wird einem geraten "mach Schule, geh studieren blablabla" ... und dann hat man studiert, hat den Arsch voller Schulden, kein Geld vorne und hinten, und man findet keinen Job.. Wundern sollte sich also niemand. Und die jenigen die dann sagen "dann arbeite doch "hier" oder "da", denen antworte ich: "nein kein Bock. Ich bin nicht zur Uni gegangen um so einen Mist zu arbeiten."
Off-Topic:
Imho taugt, wer nicht bereit ist, auch einen Drecksjob zu machen, meist auch nicht viel für höheres. Uni ist doch keine Garantie für einen guten Job. Und viele Chefs merken auch schnell, wenn jemand nicht bereit ist, sich mal den Arsch aufzureissen.
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Das hat nicht immer was mit "Bock haben" zu tun. Als studierter Geologe oder Dipl.-Ing. würde ich mich sicher nicht hinter die Kasse vom Mäcces stellen und Burger verkaufen, weil ich dafür viel zu überqualifiziert wäre. Das sind Jobs, die von mir aus an Schüler/Studenten/Leute mit geringer Bildung vergeben werden können, sonst wäre das nur eine wertvolle verspielte Karte, die man viel besser in anderen Bereichen einsetzen sollte. Was denkst du, wie das im Lebenslauf ankommt, wenn du als Berufseinstieg eine Einstellung im Mäcces ergattern konntest? Viel Spaß damit, damit verbauste dir eher mehr als im Gegenteil.

Manche Leute finden aber nach dem Studienabschluss einfach nicht direkt einen Job. Und was kann ich dann bei Vorstellungsgesprächen besser verkaufen:
-Arbeit bei Mäcces, als Kellner, Putzfrau usw. als Überbrückung
-Schlicht nichts gemacht zu haben und Staat oder Eltern auf der Tasche zu liegen?

Also ich wüsste zumindest, was ich als Beurteilender in diesem Fall klar bevorzugen würde. Wer sich für Jobs "unter seiner Würde" zu schade ist, der hätte bei mir direkt einen dicken Minuspunkt.
 
S

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Gast
Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass es 3-6 Monate dauert, nach dem Studienabschluss einen passenden Job zu finden. Merkwürdig fände ich es hingegen schon, wenn man in der Zeit bei Mäcces arbeitet :cautious: Es gibt schließlich auch Jobs im kaufmännischen/administrativen Bereich, mit denen man die Zeit überbrücken kann (wenn man es denn unbedingt möchte, diese Panik vor kurzen, nachvollziehbaren "Lücken" ist sowieso überbewertet).
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es wäre mir wahrscheinlich schon unangenehm und vielleicht auch peinlich, aber das ist natürlich eine KOMPLETT FALSCHE Reaktion. Arbeitslosigkeit sollte eigentlich keinem, der nach einem Job sucht oder vielleicht aus bestimmten Gründen (Krankheit etc.) nicht arbeiten kann, peinlich sein.
 

Benutzer131160 

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Off-Topic:
Imho taugt, wer nicht bereit ist, auch einen Drecksjob zu machen, meist auch nicht viel für höheres. Uni ist doch keine Garantie für einen guten Job. Und viele Chefs merken auch schnell, wenn jemand nicht bereit ist, sich mal den Arsch aufzureissen.

Ich habe schon so einiges an Drecksjobs gemacht :zwinker: ... Mittlerweile weiss ich auch dass Uni keine Garantie für einen guten Job ist...deshalb sollte auch mal damit aufgehört werden den Leuten ständig zu raten Uni zu machen. Wäre ich heute hätte ich diesen Mist gar nicht gemacht, Arsch voller Schulden, mehr hat es mir nämlich nicht gebracht. Von klein bekommt man Blödsinn wie "du muss was lernen, du musst einen Abschluss haben" usw zu hören... und hat man dann einen Abschluss, findet man trotzdem keinen Job... und dann soll ich zu McDo zum Burger-Braten? Nein, kein Bock, mach ich nicht...dann lieber dem Staat auf der Tasche liegen...und zwar mit Genuss :grin: !! Es geht doch eh alles den Bach runter.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mit der Mäcces-Debatte kann ich eigentlich recht wenig anfangen:
1. Weiß ich gar nicht, wieviel McDonalds überhaupt zahlt
2. Wäre es - völlig unabhängig von der Bezahlung - sicherlich eine der letzten Alternativen, die ich in Betracht ziehen würde. Da würde ich andere - ebenfalls schlecht bezahlte Jobs - deutlich favorisieren.
3. Es ist zwar nicht schön, aber ich denke schon, dass auch ein Akademiker irgendwann - wenn der denn überhaupt nichts in seinem Bereich findet - anfangen muss, auch nach Jobs Ausschau zu halten, die nicht seiner Qualifikation entsprechen.[DOUBLEPOST=1372671674,1372671437][/DOUBLEPOST]
Ich habe schon so einiges an Drecksjobs gemacht :zwinker: ... Mittlerweile weiss ich auch dass Uni keine Garantie für einen guten Job ist...deshalb sollte auch mal damit aufgehört werden den Leuten ständig zu raten Uni zu machen.

Eine Garantie ist ein Uniabschluss natürlich nicht, aber NATÜRLICH ist die Arbeitslosigkeit unter Uni-Absolventen immer noch niedriger als in anderen Bereichen. Insofern ist der Rat immer noch nicht falsch. Im Einzelfall kann es natürlich anders aussehen (hängt natürlich auch vom Studienfach ab). Ein gute Lehre ist derzeit übrigens auch nicht schlecht... . Richtig Mist ist ja vor allem, überhaupt nichts gelernt zu haben.
 

Benutzer102949 

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ich sage ja nicht "versuch, dein leben damit zu verbringen, bei macces zu arbeiten" - nur "tue was für dein geld". und wenn man studiert hat.. so what? wird man deswegen unfähig, "niedere arbeit" zu verrichten?

"Tue was für dein Geld" ... mit dieser Einstellung habe ich meine Schwierigkeiten. Was, wenn derjenige während seines Studiums Nebenjobs hatte und Geld selbst eingezahlt hat? Das hört sich immer so an als würde jemandem kein Geld zustehen, wenn er dafür nicht arbeiten geht.
Meinem Freund hat es einen Sch...dreck gebracht. Eher wird er müde belächelt und trotz seiner super Bewerbungen, Gespräche und Arbeitsproben hockt er seit 2 Jahren immer noch in diesem Niedriglohnsektor drin und kommt nicht mehr raus.

Manche Leute finden aber nach dem Studienabschluss einfach nicht direkt einen Job. Und was kann ich dann bei Vorstellungsgesprächen besser verkaufen:
-Arbeit bei Mäcces, als Kellner, Putzfrau usw. als Überbrückung
-Schlicht nichts gemacht zu haben und Staat oder Eltern auf der Tasche zu liegen?

Also ich wüsste zumindest, was ich als Beurteilender in diesem Fall klar bevorzugen würde. Wer sich für Jobs "unter seiner Würde" zu schade ist, der hätte bei mir direkt einen dicken Minuspunkt.

Sicherlich ist Mäcces in deinem Vergleich besser. Nur gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich anderweitig zu beschäftigen oder einzubringen ohne so einen "Drecksjob" machen zu müssen. Ehrenamtliches, Freiwillige Feuerwehr, Kinderbetreuung, Schwimmtrainer, Nachhilfe, Auslandsreisen, Praktika, und und und. Hängt mitunter davon ab wieviel das Sparschwein oder die Familie hergeben kann. Das hilft einem in jedem Fall mehr weiter als ein Kassenfuzzi bei Mäcces.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht's im Grundgesetzbuch. :zwinker:
Wenn du als promovierter Wirtschaftswissenschaftler in Fastfoodrestaurants die Klos putzen willst, bitteschön, für viele andere ist das ein sprichwörtlicher Griff ins Klo.
 

Benutzer72433 

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"Tue was für dein Geld" ... mit dieser Einstellung habe ich meine Schwierigkeiten. Was, wenn derjenige während seines Studiums Nebenjobs hatte und Geld selbst eingezahlt hat? Das hört sich immer so an als würde jemandem kein Geld zustehen, wenn er dafür nicht arbeiten geht.
Meinem Freund hat es einen Sch...dreck gebracht. Eher wird er müde belächelt und trotz seiner super Bewerbungen, Gespräche und Arbeitsproben hockt er seit 2 Jahren immer noch in diesem Niedriglohnsektor drin und kommt nicht mehr raus.
naja, das ist eben die deutsche gesellschaft - und wenn du es so siehst: warum überhaupt arbeiten gehen, wenn einen andere versorgen können? oder nur das halbe leben arbeiten, weil, dann hat man schliesslich was eingezahlt?
meinst du wirklich, nur, weil du einen nebenjob nebem dem studium gemacht hast, würde das nen paar monate h4 tragen? das wäre mal eine interessante rechnung, wie lange man für wieviel geld arbeiten müsste, um dann.. sagen wir mal, 3 monate h4 selber getragen zu haben.
Sicherlich ist Mäcces in deinem Vergleich besser. Nur gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich anderweitig zu beschäftigen oder einzubringen ohne so einen "Drecksjob" machen zu müssen. Ehrenamtliches, Freiwillige Feuerwehr, Kinderbetreuung, Schwimmtrainer, Nachhilfe, Auslandsreisen, Praktika, und und und. Hängt mitunter davon ab wieviel das Sparschwein oder die Familie hergeben kann. Das hilft einem in jedem Fall mehr weiter als ein Kassenfuzzi bei Mäcces.
natürlich, wenn man sich was anderes leisten kann oder eine andere alternative hat ist das ja gut. auf macces kam ich nur zu sprechen, weil genau das vorher aufgegriffen wurde.
wobei, ehrlich: ja, die bezahlung ist mies, und die arbeit ist hart. aber einen "drecksjob" würde ichs nicht mehr nennen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht's im Grundgesetzbuch. :zwinker:
Wenn du als promovierter Wirtschaftswissenschaftler in Fastfoodrestaurants die Klos putzen willst, bitteschön, für viele andere ist das ein sprichwörtlicher Griff ins Klo.
ich finde es eher entwürdigend wenn du sagst, dass ein solcher job die "würde" ankratzen könnte. und dann ja anscheinend auch nur bei promovierten wissenschaftlern, für das "arbeitervolk" ist das ja ok, was?

es kotzt mich einfach an, wenn gewisse leute der meinung sind, nur weil sie studiert haben, wäre knochenarbeit jetzt "unter ihrer würde" - als wären wie was besseres oder hätten gar was besseres verdient. wäre dem so, würde sich die frage wohl garnicht erst stellen.
 

Benutzer131691  (36)

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Wenn ich Arbeitslos war hat es mich meistens nicht wirklich interessiert, da ich kein Geld vom Staat bekomme. Auf Fragen was ich beruflich mache habe ich geantwortet dass ich noch in der Selbstfindungsphase bin.
Auch mein Mann war hin und wieder Arbeitslos, als wir noch nicht verheiratet waren, bekam er dann ALG I - war mir nicht peinlich, denn Arbeitslos werden kann jeder. Ich finde es ist viel wichtiger, was man danach macht. Wie sehr man sich reinhängt wieder einen Job zu finden. Oder ob man sich eben gehen lässt.
Mein Mann fand recht schnell immer einen neuen Job - Daher fand ich es nicht als negativ. Allerdings habe ich Menschen kennen gelernt, die ganz klar gesagt haben "Nö, ich habe kein Bock zu arbeiten, ich kann mit den Geld von H4 gut leben"
Die sollten sich was schämen, weil diese auf der Tasche von jedem Arbeitnehmer in Deutschland liegen und ich finde es sehr traurig.

Allerdings denke ich das Al5ter spielt auch eine gewisse Rolle.
Denn wenn man mit Mitte 50 arbeitslos wird kann ich mir nicht vorstellen, dass man leicht wieder in Arbeit kommt. Immerhin sind solche Arbeiter meist zu teuer, und diese wollen auch nicht deutlich weniger verdienen, eben weil sie viel Zeit in ihre Weiterbildungen gesteckt haben.

Mein Mann hat jetzt hier auch einen neuen Job, er macht ihn aber keinen Spaß, mal gucken wie es weiter gehen wird.
 

Benutzer20341 

Sehr bekannt hier
Ich arbeite nicht bei Mekkes und kenn auch keinen der das tut. Aber ich verstehe nicht was an dem Job schlechter sein soll als an irgendeinem anderen in dem man ähnlich verdient... viel armseliger sind die Leute die da essen gehen, die Leute an der Kasse behandeln wie Menschen dritter Klasse und sich für was besseres halten weil sie es ja angeblich nicht nötig haben "so" einen Job zu machen.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mittlerweile weiss ich auch dass Uni keine Garantie für einen guten Job ist...deshalb sollte auch mal damit aufgehört werden den Leuten ständig zu raten Uni zu machen.
Man sollte eher aufhören den Leuten zu raten: "Studiere was dir Spaß macht". Wer Germanistik mit Nebenfach Philosophie studiert, der braucht sich nicht wundern, wenn er danach keine Stelle findet.
 

Benutzer131160 

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es kotzt mich einfach an, wenn gewisse leute der meinung sind, nur weil sie studiert haben, wäre knochenarbeit jetzt "unter ihrer würde" - als wären wie was besseres oder hätten gar was besseres verdient. wäre dem so, würde sich die frage wohl garnicht erst stellen.

Ich seh das aber so. Warum soll ich mir für einen Hungerslohn täglich den Arsch aufreissen, wenn ich studiert habe, um doch gerade dem aus dem Weg zu gehen...und dabei auch noch Schulden dafür gemacht habe... dann hätte ich mir das alles auch genau so gut ersparen können und gleich anfangen können Burger zu braten!
 

Benutzer131691  (36)

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Ich gehe zwar nicht bei Mcces essen, aber ich verstehe auch nicht wie manche so tun, als wäre das ein Würdeloser Beruf - jeder der da gerne essen geht, sollte froh sein, dass es Menschen gibt, die das machen!

Das gleiche gilt auch für Reinigungskräfte und Co.

Stellt euch mal vor jeder wäre Akademiker, wer räumt dann den Müll weg?[DOUBLEPOST=1372674441,1372674373][/DOUBLEPOST]
Ich seh das aber so. Warum soll ich mir für einen Hungerslohn täglich den Arsch aufreissen, wenn ich studiert habe, um doch gerade dem aus dem Weg zu gehen...und dabei auch noch Schulden dafür gemacht habe... dann hätte ich mir das alles auch genau so gut ersparen können und gleich anfangen können Burger zu braten!

Und wie soll man sonst schulden abbezahlen?
 

Benutzer72433 

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Ich seh das aber so. Warum soll ich mir für einen Hungerslohn täglich den Arsch aufreissen, wenn ich studiert habe, um doch gerade dem aus dem Weg zu gehen...und dabei auch noch Schulden dafür gemacht habe... dann hätte ich mir das alles auch genau so gut ersparen können und gleich anfangen können Burger zu braten!
andersherum: warum sollten arbeitende menschen jemanden durchfüttern, nur weil er studiert hat? was haben denn die arbeitenden menschen davon, dass du studiert hast, dass es deinen "anspruch" rechtfertigen würde?

entweder du bist gut genug und hängst dich genügend rein - und hast vielleicht auch noch ne portion glück - dass du in deinem gelernten beruf arbeiten kannst, oder eben nicht. und wenn nicht macht dich dein studium um keinen deut besser als jeden anderen arbeitslosen.

hätte der staat dich dazu gezwungen, studieren zu gehen und schulden zu machen (anscheinend lag dir das nebenher arbeiten schon damals nicht, was?) wäre die situation eine andere, aber es war deine entscheidung, deine wahl, und jetzt auf irgendwelche sonderrechte zu pochen deswegen ist schlichtweg lächerlich.
 

Benutzer102949 

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entweder du bist gut genug und hängst dich genügend rein - und hast vielleicht auch noch ne portion glück - dass du in deinem gelernten beruf arbeiten kannst, oder eben nicht.

Davon hängt das ganz sicher nicht ab, ob man einen Job findet :ichsagnichts:

Vitamin B ist hier der Stichpunkt. Ist natürlich was anderes, wenn man aus einem Ärztehaushalt kommt und Medizin studiert oder aus einer Arbeiterfamilie mit einem Germanistikabschluss kommt.

Wo kommt denn ständig dieser Gedanke her, man selbst entscheidet darüber ob man einen Job hat oder nicht?
Wenn nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind, ist es schlichtweg nicht möglich jeden unterzubringen, ob man will oder nicht. Außerdem wenn Familie dazu kommen, Krankheiten o.ä. dann ist man nicht mehr flexibel genug um sich deutschlandweit zu bewerben. Das ist aber doch im Kern das, was unterschwellig von jedem erwartet wird, der arbeitssuchend ist. Arbeit für jeden Preis? Das wäre vielleicht ein Thema für eine neue Diskussion.[DOUBLEPOST=1372675702,1372675530][/DOUBLEPOST]
anscheinend lag dir das nebenher arbeiten schon damals nicht, was?

Off-Topic:
Das finde ich eine ziemlich dreiste Unterstellung. Nicht jedes Studium ist dafür geschaffen nebenbei Geld zu verdienen. Nach der Bachelor/Masterumstellung wurden die Studiengänge um durchschnittlich ein Jahr gekürzt, aber der Inhalt wurde kaum darauf zugeschnitten, sondern nur zusammengepresst. Wenn du dein Studium annähernd in der Regelstudienzeit schaffen willst, kannste das vergessen.
 
K

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Benutzer102949 

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naja, das ist eben die deutsche gesellschaft - und wenn du es so siehst: warum überhaupt arbeiten gehen, wenn einen andere versorgen können? oder nur das halbe leben arbeiten, weil, dann hat man schliesslich was eingezahlt?
meinst du wirklich, nur, weil du einen nebenjob nebem dem studium gemacht hast, würde das nen paar monate h4 tragen? das wäre mal eine interessante rechnung, wie lange man für wieviel geld arbeiten müsste, um dann.. sagen wir mal, 3 monate h4 selber getragen zu haben.

Oh Mann, das macht mich gerade ein bisschen sprachlos.
Wir leben in einer Solidaritätsgesellschaft. Die einen geben was ab, andere schöpfen's aus. Das ist so und bleibt auch hoffentlich so. Was denkst du denn, wieviel Geld körperlich behinderte Menschen die Gesellschaft kosten, die nicht mehr arbeiten gehen können oder die nie auch nur einen Cent in den Staat eingezahlt haben? Genauso gibt es welche, die dem Staat nie zur Last gefallen sind, immer fleißig gearbeitet haben und 2 Wochen nach der Rente hops machen. Wäre das etwa deine Idealvorstellung des gesellschaftlichen Vorbilds? :confused:

"Das ist eben die deutsche Gesellschaft", davon kann sich mein Freund leider auch nix kaufen. :rolleyes:
 
S

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Ich gehe zwar nicht bei Mcces essen, aber ich verstehe auch nicht wie manche so tun, als wäre das ein Würdeloser Beruf - jeder der da gerne essen geht, sollte froh sein, dass es Menschen gibt, die das machen!

Ah okay, und wenn ich dort nicht gerne essen gehe (z.B. aus ethischen Gründen oder weil ich den Fraß dort einfach "würgs" finde), ist meine Einstellung okay? Na dann :grin:

Und jetzt bitte wieder Realität: Zwischen einem Aushilfsjob bei Mäcces und dem Vorstandsvorsitz bei der Deutschen Bank gibt es noch zig andere Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Wenn man aus dem sozialen Bereich kommt, gibt es z.B. die Möglichkeit, als Integrationshelfer zu arbeiten, als Betreuer in Behinderteneinrichtungen, Nachhilfelehrer ... und und und. Alles eher studentische Aushilfsjobs, aber dazu geeignet, Zeiten zu überbrücken. Und tausendmal sinnvoller, als bei Mäcces zu arbeiten :rolleyes:

Das gleiche gilt auch für Reinigungskräfte und Co.

Das sollen doch dann bitte die erledigen, die die entsprechende Qualifikation aufweisen. Ich finde es nämlich auch nicht in Ordnung, dass höherqualifizierte Personen ungelernten oder niedrig qualifizierten die Jobs wegnehmen. Sieht man nämlich daran, dass man mit einem guten Hauptschulabschluss heutzutage leider viel weniger Möglichkeiten hat, eine Ausbildungsstelle zu finden, weil "pro forma" Abitur gemacht und dann doch nur eine Ausbildung angestrebt wird.
 

Benutzer54399 

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Davon hängt das ganz sicher nicht ab, ob man einen Job findet :ichsagnichts:

Vitamin B ist hier der Stichpunkt. Ist natürlich was anderes, wenn man aus einem Ärztehaushalt kommt und Medizin studiert oder aus einer Arbeiterfamilie mit einem Germanistikabschluss kommt.

Das liegt dann aber nicht nur an der Familie, sondern auch am Studium. Wenn man Germanistik studiert, dann hat man es schwer einen Beruf zu finden, egal wo man her kommt.

Wäre ich studierter Arzt oder Ingenieur, dann würde ich auch nicht bei McD arbeiten, weil es meine Qualifikationen einfach nicht gerecht wäre und man eigentlich gute Aussicht auf einen Beruf in seinem Berufsfeld hat.
Wenn ich aber Germanistik studiert habe, da muss ich eben damit rechnen, dass ich längere Zeit arbeitslos bin und dann sollte man sich auch nach Alternativen schlau machen.
 
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