Wäre die Deutsche Einheit ein gutes Vorbild für eine evtl. koreanische Einheit?

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Benutzer56624  (32)

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Deutschland ist seit 18 Jahren vereint :knuddel: Korea ist dagegen nach wie vor geteilt und kein Ende ist in Sicht. Glaubt ihr, dass die Deutsche Einheit ein gutes Vorbild für die Koreaner wäre, falls es zu einer Wiedervereinigung von Nordkorea und Südkorea kommen sollte? Oder sind die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse zu verschieden als dass man den deutschen Vereinigungsprozess auf Korea übertragen könnte?
 

Benutzer65590 

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Das Vorbild wäre insoweit für das nordkoreanische Volk, als dass, wie man sich erinnern wird, die Menschen der DDR durch anhaltende massive Proteste den Untergang ihrer "Republik" mitherbeigeführt haben, wobei natürlich die Wiedervereinigung als solche primär Produkt der hohen internationalen Politik war.

Leider ticken in Korea die Uhren anders. Das Volk Nordkoreas ist wohl wesentlich indoktrinierter, aber auch viel massiver unterdrückt als das DDR-Volk. Montagsdemos in Pjöngjang sind nicht zu erwarten.
 

Benutzer56624  (32)

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Und außerdem haben sie keine geteilte Hauptstadt wie Berlin. Pjöngjang und Seoul sind doch paar 100 km entfernt?
 

Benutzer46443 

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Und außerdem haben sie keine geteilte Hauptstadt wie Berlin. Pjöngjang und Seoul sind doch paar 100 km entfernt?

Aber Westberlin war keine Hauptstadt, Bonn war die Hauptstadt der Altbundesrepublik.
Ostberlin war DDR-Hauptstadt.

Und die Trennung von DDR und BRD war im Vergleich zur koreanischen Teilung doch nicht so strikt jeglichen Kontakt vermeident.
In Korea, zumindest in Nordkorea, wird jeglicher Empfang von Rundfunk oder Fernsehen aus dem anderen Korea streng bestraft. Es gibt keinerlei privaten Briefverkehr ins jeweils andere Landesteil.
Nord- und Südkoreaner haben auch null Chance sich auf dem Gebiet eines Drittstaates zu treffen, da Nordkoreaner ihr Land überhaupt nicht verlassen dürfen, DDR-ler durften wenigstens noch nach Tschechien ohne Antrgstallung und in den übrigen Ostblock mit Antragstellung.

In der DDR wurde es spätestens so ab Mitte der 70er Jahre stillschweigend geduldet im privatbereich bundesdeutsche Sendungen zu verfolgen. Sie waren auch offenes Gesprächsthema im Kollegenkreis und auf den Schulhöfen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Der Unterschied zwischen Nord- und Südkorea ist halt noch ne ganze Spur krasser als zwichen DDR und BRD. Nordkorea ist einfach nur scheisse bettelarm, wenn die keine Hilfe bekommen würden, würden da zum Teil Menschen verhungern. Zum anderen ist das ganze Land sehr militarisiert. Es dürfte dort einfach nicht die organisierte Zivilgesellschaft geben, die ähnlich wie in der DDR einen Protest organisieren könnten.
Auch finanziell ist das ne ganz andere Kategorie, Südkorea ist wirtschaftlich erste Welt, Nordkorea zum Teil finsterste dritte Welt, dagegen war die deutsche Wiedervereinigung finanziell wohl fast ein Klacks.
 

Benutzer56624  (32)

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Südkorea ist wirtschaftlich erste Welt, Nordkorea zum Teil finsterste dritte Welt, dagegen war die deutsche Wiedervereinigung finanziell wohl fast ein Klacks.
Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich denke, Südkorea ist ein Schwellenland. Also nicht wie die alte BRD.
 

Benutzer3277 

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Eine koreanische Wiedervereinigung würde es nur geben, wenn es in Nordkorea eine Putsch geben würde oder nach Kim Jong Il ein neuer Staatschef kommt, der das Land "öffnet", ähnlich wie damals Gorbatschow in der Sowjetunion, ohne den es nie zur Wende im Ostblock gekommen wäre.

Nach einer koreanischen Wiedervereinigung sollte man den deutschen Weg gründlich analysieren, um die gravierenden Fehler nach der deutschen Wiedervereinigung (Beispiel Treuhand - Zerschlagung der Ost-Wirtschaft; Nichtanerkennung ostdeutscher Studienabschlüsse; Abwicklungen in Kultur, Bildung, Gesundheitswesen, Sozialem, Sport usw.) nicht zu wiederholen.
 

Benutzer50887 

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Nach einer koreanischen Wiedervereinigung sollte man den deutschen Weg gründlich analysieren, um die gravierenden Fehler nach der deutschen Wiedervereinigung (Beispiel Treuhand - Zerschlagung der Ost-Wirtschaft; Nichtanerkennung ostdeutscher Studienabschlüsse; Abwicklungen in Kultur, Bildung, Gesundheitswesen, Sozialem, Sport usw.) nicht zu wiederholen.


vor allem die volle anerkennung der renten.
ich denke es müsste vorab erstmal rausgefunden werden ob die wirtschaft überhaupt lebensfähig ist. in der ddr waren es die meisten betriebe nicht
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich denke, Südkorea ist ein Schwellenland. Also nicht wie die alte BRD.
Hab nochmal nachgeguckt, Wiki sagt zumindest, das das koreanische Bruttinlandsprodukt ungefähr dem eines mittleren europäschen Landes entspricht. Brutteinkommen ca. $21000, damit kann man wohl nicht mehr von einem Schwellenland reden. (btw. sind es in Nordkorea ~$200).
 
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